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EP 0 477 768 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.04.1995 Patentblatt 1995/17 |
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Anmeldetag: 19.09.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B41F 9/06 |
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Farbwerk für eine Tiefdruckmaschine
Inking unit for intaglio printing machine
Unité d'encrage pour machine d'impression en creux
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
26.09.1990 DE 4030377
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.04.1992 Patentblatt 1992/14 |
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Patentinhaber: KOENIG & BAUER-ALBERT
AKTIENGESELLSCHAFT |
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97080 Würzburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Maier, Peter
W-6520 Worms (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-B- 2 321 377 US-A- 1 843 048
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DE-C- 674 972
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Farbwerk für eine Tiefdruck-Rotationsdruckmaschine gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Durch die US-A-18 43 048 ist ein gattungsgemäßes Farbwerk für eine Tiefdruck-Rotationsdruckmaschine
bekannt geworden. Das Farbwerk besteht aus einer heb- und senkbaren Farbwanne, einem
Formzylinder, einer Einfärbewalze, die an einem Hebel drehbar gelagert ist und in
Rollkontakt mit dem Formzylinder steht. Hierbei ist die Einfärbewalze so angeordnet,
daß sie in einem unteren, der Druckfarbe zugewandten Mantelteil des Formzylinders,
in Rollkontakt bringbar ist. Über den Hebel ist eine Kraft einleitbar, so daß die
Einfärbewalze an den Formzylinder gedrückt werden kann. Die Einfärbewalze ist in einem
seitlichen Abstand von einer senkrechten Ebene, die durch die Rotationsachse des Formzylinders
geht, angeordnet. Der Formzylinder kann nicht in die Druckfarbe eintauchen, er kann
nur mittels der Einfärbewalze eingefärbt werden.
[0003] Tiefdruck-Farbwerke mit Einfärbewalzen sind z. B. durch die DE-PS 2 48 463 bekannt
geworden. Die Erfärbewalze transportiert hierbei Druckfarbe gegen den Tiefdruck-Formzylinder.
[0004] Aus dem DE-GM 72 29 629 ist eine Einrichtung zum Verstellen der Höhenlage einer Farbwanne
zum Formzylinder zu entnehmen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Farbwerk mit einer Einfärbewalze für
eine Tiefdruck-Rotationsdruckmaschine zu schaffen, bei dem es möglich ist, den Anpreßdruck
der Einfärbewalze an den Formzylinder und die vorgewählte Eintauchtiefe des Formzylinders
in die Tiefdruckfarbe auch dann konstant zu halten, wenn nacheinander Formzylinder
mit unterschiedlichem Durchmesser verwendet werden.
[0006] Diese Aufgabe wird durch den kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen u. a. auch darin, daß ein konstanter
Anpreßdruck (kp/m²) der Einfärbewalze an den Formzylinder auch bei einer großen Formatvariabilität
des Formzylinders (z. B. kleinster Durchmesser zu größtem Durchmesser, wie 1:2) eingestellt
und gehalten werden kann. Es kann im Rahmen der Konstruktionsvorgaben die Eintauchtiefe
des Formzylinders verändert werden, ohne daß sich der Anpreßdruck der Einfärbewalze
an den Formzylinder unbeeinflußbar verändert. Außerdem kann der Anpreßdruck (Liniendruck)
feinfühlig verändert werden und auch während des Laufes der Maschine verändert werden,
ohne daß die Eintauchtiefe des Formzylinders in die Druckfarbe verändert werden muß.
[0008] Ein Ausführungsbespiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht des erfindungsgemäßen Farbwerkes mit kleinstmöglichem
Formzylinderdurchmesser,
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht des erfindungsgemäßen Farbwerkes mit größtmöglichem
Formzylinderdurchmesser.
[0009] In eine randvoll mit Tiefdruckfarbe 1 gefüllte Farbwanne 2 tauchen eine Einfärbewalze
3 und ein Formzylinder 4 ein. Der Formzylinder 4 taucht in vorwählbarer Tiefe z. B.
wenige Zentimeter in die Tiefdruckfarbe 1 ein (Eintauchtiefe T). Die Einfärbewalze
3, die keinen eigenen Antrieb hat, taucht je nach Durchmesser des Formzylinder 4 z.
B. mit 5/6 oder bis zu ihrem ganzen Durchmesser in die Tiefdruckfarbe 1 ein. Die Einfärbewalze
3 ist auf ihrer Mantelfläche mit einem Textilbezug überzogen und steht seitlich beabstandet
z. B. rechts (Abstand 12) von einer senkrechten Ebene durch die Rotationsachse 11
des Formzylinders 4 unten in Reibkontakt mit dem Mantel des Formzylinders 4. Die Einfärbewalze
3 ist in jeweils einem ersten Ende 10 eines einarmigen Hebelarmes 5 und einem ersten
Ende 7 eines abgewinkelten zweiarmigen Hebelarmes 6, der über die linke Wand der Farbwanne
2 hinausragen, drehbar gelagert. Über einen Zapfen 9 und Gabelkopf ist eine einseitige
Kolbenstange 13 eines einfachwirkenden Zylinders 14 mit einem zweiten Ende 8 des zweiarmigen
Hebelarmes 6 gelenkig verbunden. Der Zylinder 14 kann über einen Anschluß 15 auf der
Stangenseite mittels eines pneumatischen oder hydraulischen Mediums mit Druck beaufschlagt
werden. Der Druck kann über nicht dargestellte Druckquellen (Kompressor, Pumpe) und
Handventile bzw. Druckminderer eingestellt werden. Ein Gegenlager des Zylinders 14
ist mit einem Tragstück 16 gelenkig verbunden. Das Tragstück 16 ist außen unten am
Bodenblech 17 angeschweißt und steht links über den Umriß der Farbwanne 2 hinaus.
[0010] In der Knickstelle 18 der doppelarmigen Hebelarme 6 und am zweiten Ende 20 des einarmigen
Hebels 5 sind Bohrungen vorgesehen, durch die eine Spindel 19 führt und mit den Hebelarmen
5, 6 verschweißt ist. Die Enden der Spindel 19 sind in Bohrungen von zwei beabstandeten
Stegen 21 (links und rechts) drehbar gelagert. Die Stege 21 (links, rechts) sind innen
in der Farbwanne 2 in der Nähe der beiden seitlichen Wände 22 mit dem Bodenblech 17
stoffschlüssig verbunden.
[0011] Das Bodenblech 17 ist außen mittig mit einem Ende einer Zahnstange 23 formschlüssig
verbunden. Die Zahnstange 23 ist in einer gestellfesten, nicht dargestellten Führung
verschiebbar, jedoch nicht verdrehbar gelagert. Ein Zahnritzel 24 steht mit der Verzahnung
der Zahnstange 23 in Eingriff und ist über eine Welle 25 mit einem Untersetzungsgetriebe
mit Schrittmotor 26 und einem Zähler 27 verbunden. Der Zähler 27 dient als Anzeige
für die aktuelle Höhenstellung der Farbwanne 2 und ist als Maß für die momentane Eintauchtiefe
des Formzylinders 4 zu verwenden. Je nach Drehrichtung des Schrittmotors 26 mit dem
angeflanschten Untersetzungsgetriebe kann die Farbwanne 2 gehoben oder gesenkt werden
und somit die Eintauchtiefe des Formzylinders 4 in die Druckfarbe 1 unabhängig vom
monentanen Durchmesser des Formzylinders 4 festgelegt werden.
[0012] Wie schon oben ausgeführt, wird über den Anschluß 15 dem Zylinder 14 ein Druckmedium
mit veränderbarem Druck zugeführt. Hierdurch ist es möglich den Anpreßdruck der Einfärbewalze
3 wahlweise je nach Stellung des Druckeinstellgerätes z. B. feinfühliger Druckminderer,
zu verändern.
Teileliste
[0013]
- 1
- Tiefdruckfarbe
- 2
- Farbwanne
- 3
- Einfärbewalze
- 4
- Formzylinder
- 5
- Hebelarm, einarmiger
- 6
- Hebelarm, zweiarmiger
- 7
- Ende, erstes
- 8
- Ende, zweites
- 9
- Zapfen
- 10
- Ende, erstes
- 11
- Rotationsachse
- 12
- Abstand
- 13
- Kolbenstange
- 14
- Zylinder
- 15
- Anschluß
- 16
- Tragstück
- 17
- Bodenblech
- 18
- Knickstelle
- 19
- Spindel
- 20
- Ende, zweites
- 21
- Steg
- 22
- Wand
- 23
- Zahnstange
- 24
- Zahnritzel
- 25
- Welle
- 26
- Getriebe mit Schrittmotor
- 27
- Zähler
- T
- Tiefe
1. Farbwerk für eine Tiefdruck-Rotationsdruckmaschine mit einer Farbwanne (2), einem
Formzylinder (4), einer Einfärbewalze (3), die an einem Hebel (5, 6) drehbar gelagert
und in Rollkontakt mit dem Formzylinder (4) in einem unteren, der Farbe zugewandten
Mantelteil bringbar ist, wobei auf den Hebel (5, 6) eine Kraft einleitbar ist, welche
die Einfärbewalze (3) an den Formzylinder (4) drückt, wobei die Einfärbewalze (3)
in einem seitlichen Abstand (12) von einer senkrechten Ebene durch die Rotationsachse
(11) des Formzylinders (4) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Drehlagerung
(19) des Hebels (5, 6) farbwannenfest angeordnet ist, daß ein farbwannenfest angeordneter,
mit veränderbarem Druck beaufschlagbarer Arbeitszylinder (13, 14, 15) in Wirkverbindung
mit dem Hebel (5, 6) stehend vorgesehen ist und daß die Farbwanne (2) zum Eintauchen
des Formzylinders (4) in die Farbe in vorwählbare Tiefe höhenverstellbar ist, wobei
sowohl der Formzylinder (4) als auch die Einfärbewalze (3) in Betriebsstellung in
die Farbe eintauchen.
2. Farbwerk für eine Tiefdruck-Rotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Druckbeaufschlagung des Zylinders (14) ein gasförmiges Medium vorgesehen ist.
3. Farbwerk für eine Tiefdruck-Rotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Druckbeaufschlagung des Zylinders (14) ein flüssiges Medium vorgesehen ist.
1. Inking unit for an intaglio rotary printing machine, having an ink trough (2), a forme
cylinder (4), an inking roller (3) which is rotatably mounted on a lever (5, 6) and
can be brought into rolling contact with the forme cylinder (4) in a lower part of
the outer casing facing the ink, it being possible to exert on the lever (5, 6) a
force which presses the inking roller (3) against the forme cylinder (4), the inking
roller (3) being arranged at a lateral spacing (12) from a perpendicular plane through
the axis of rotation (11) of the forme cylinder (4), characterized in that a pivot
bearing (19) of the lever (5, 6) is arranged to be fixed to the ink trough, in that
a working cylinder (13, 14, 15) which is arranged to be fixed to the ink trough and
can be acted upon by variable pressure is provided in operative connection with the
lever (5, 6), and in that the ink trough (2) is vertically adjustable for the purpose
of dipping the forme cylinder (4) into the ink at a pre-selectable depth, both the
forme cylinder (4) and the inking roller (3) dipping into the ink in the operating
position.
2. Inking unit for an intaglio rotary printing machine according to Claim 1, characterized
in that for the purpose of acting upon the cylinder (14) with pressure a gaseous medium
is provided.
3. Inking unit for an intaglio rotary printing machine according to Claim 1, characterized
in that for the purpose of acting upon the cylinder (14) with pressure a liquid medium
is provided.
1. Unité d'encrage pour une machine d'impression rotative en creux, avec une caisse à
encre (2), un cylindre porte-cliché (4), un rouleau encreur (3), monté à rotation
sur un levier (5, 6) et pouvant être placé en contact de roulement avec le cylindre
porte-cliché (4) dans une partie d'enveloppe inférieure tournée vers l'encre, une
force pouvant être introduite sur le levier (5, 6) et presser le rouleau encreur (3)
sur le cylindre porte-cliché (4), le rouleau encreur (3) étant disposé à distance
latérale (12) d'un plan perpendiculaire passant par l'axe de rotation (11) du cylindre
porte-cliché (4), caractérisé en ce qu'un palier de rotation (19) du levier (5, 6)
est disposé fixe par rapport à la caisse à encre, en ce qu'un vérin (13, 14, 15),
monté fixe par rapport à la caisse à encre et pouvant être alimenté avec une pression
variable est prévu en liaison fonctionnelle avec le levier (5, 6) et en ce que la
caisse à encre (2) est réglable en hauteur pour permettre l'immersion du cylindre
de forme (2) dans l'encre, à une profondeur pouvant être présélectionnée, tant le
cylindre porte-cliché (4) qu'également le rouleau encreur (3) plongeant dans l'encre,
en position de fonctionnement.
2. Unité d'encrage pour une machine d'impression rotative en creux, selon la revendication
1, caractérisée en ce qu'un milieu gazeux est prévu pour alimenter en pression le
vérin (14).
3. Unité d'encrage pour une machine d'impression rotative en creux, selon la revendication
1, caractérisée en ce qu'un milieu liquide est prévu pour alimenter en pression le
cylindre (14).

