[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Stator für eine Turbomolekularvakuumpumpe mit
Distanzringen und mit die Statorschaufeln tragenden Teilringscheiben, die mit einem
äußeren Rand zwischen den Distanzringen angeordnet sind.
[0002] Der Aufbau von Statoren für Turbomolekularvakuumpumpen ist in der DE OS 22 14 702
beschrieben. Die vorbekannten Statoren umfassen Distanzringe und Schaufelringscheiben.
Die Schaufelringscheiben weisen äußere Randbereiche auf. Dadurch, daß zwischen zwei
Distanzringen jeweils der äußere Rand einer Schaufelringscheibe eingeklemmt ist, erfolgt
eine sichere Halterung der Ringscheiben und damit der Statorschaufeln in der Pumpe.
Ergänzend zu dem in der DE OS 22 14 702 beschriebenen Stand der Technik ist darauf
hinzuweisen, daß die Rotoren von Turbomolekularvakuumpumpen in der Regel einstückig
ausgebildet sind. Die Montage einer Turbomolekularvakuumpumpe mit einem einstückigen
Rotor erfolgt in der Weise, daß der Stator "um den Rotor herum" aufgebaut wird, indem
die Statorteilringscheiben von der Seite in den Bereich der Rotorschaufeln eingefügt
werden. Das geschieht in der Weise, daß abwechselnd ein Distanzring und eine Schaufelringscheibe
aufeinandergelegt werden. Da die Schaufeln der Statorringscheiben in den zwischen
den Rotorschaufeln befindlichen Zwischenraum hineinragen, müssen die Statorscheiben
als Teil-, vorzugsweise Halbringscheiben, ausgebildet sein. Sie werden von der Seite
her in ihre Position gebracht. Auf den fertig montierten Stator wird das Pumpengehäuse
derart aufgeschoben, daß es den Stator umgibt. Es besteht die Möglichkeit, mit dem
Gehäuse die Zentrierung des Statorpakets sicherzustellen. In der Regel sind jedoch
Mittel (Zentrierränder, Bolzen u.dgl.) vorgesehen, die eine Selbstzentrierung des
Stators bewirken.
[0003] Bei der Montage von Statoren dieser Art kommt es immer wieder vor, daß zwei Statorhalbringscheiben
nicht exakt auf den zugehörigen Distanzring aufgelegt werden, und zwar derart, daß
sich die Halbringscheiben in einem Stoßbereich überlappen. Die Folge einer derartigen
Fehlmontage ist ein schiefer Aufbau des Statorpaketes.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Stator für eine Turbomolekularvakuumpumpe
der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß die Gefahr von Fehlmontagen der
beschriebenen Art nicht mehr besteht.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der äußere Rand der Statorteilringscheiben
umgebördelt ist und daß die Distanzringe mit einer korrespondierenden, umlaufenden,
den umgebördelten Rand aufnehmenden Aussparung ausgerüstet sind. Sollten bei der Montage
eines Stators dieser Art zwei Teilringscheiben derart auf einen Distanzring gelegt
werden, daß sie sich in einem Stoßbereich überlappen, dann ist die sich dadurch ausbildende
Stufe wegen des umgebördelten Randes relativ hoch und fällt dadurch dem Monteur sofort
auf. Er ist damit in der Lage, ein fehlerhaftes Auflegen der Teilringscheiben sofort
zu korrigieren. Die Gefahr eines schiefen Aufbaus des Stators besteht nicht mehr.
[0006] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sollen anhand von in den Figuren
1 bis 6 dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert werden. Die Figuren 1 bis 5
zeigen jeweils im Querschnitt zwei Distanzringe 1 und 2. Sie sind in an sich bekannter
Weise als Profilringe ausgebildet und weisen zueinander korrespondierende, im einzelnen
nicht näher bezeichnete Vorsprünge und Aussparungen auf, die eine Selbstzentrierung
des zusammengebauten Statorpaketes bewirken. Zwischen den Distanzringen befindet sich
der äußere Rand einer Teilring-, vorzugsweise Halbringscheibe 3, die nach innen gerichtete,
im einzelnen nicht dargestellte Statorschaufeln trägt. Figur 6 zeigt vergrößert einen
Schnitt durch den äußeren Rand der Teilringscheibe 3.
[0007] Der äußere Rand der Teilringscheibe 3 ist jeweils umgebördelt (Bördelkante 4). Dieser
Kante 4 ist im jeweils zugehörigen Distanzring 2 eine umlaufende Nut bzw. Aussparung
5 zugeordnet. Darin befindet sich im zusammengebauten Zustand des Stators die Bördelkante
4.
[0008] Wegen des Vorhandenseins der Bördelkante 4 an den jeweiligen Halbringen 3 und den
Nuten bzw. Aussparungen 5 an den Distanzringen 1, 2 kommt es bei der Montage von in
dieser Weise ausgebildeten Statoren nicht mehr zu stirnseitigen Überlappungen der
Statorteilringe 3. Die Gefahr eines windschiefen Aufbaus wegen derartiger Montagefehler
besteht nicht mehr.
[0009] Die Distanzringe 1, 2 weisen bei den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 1 bis
4 und innere axial gerichtete Flächenbereiche 7, 8 und 9, 10 mit unterschiedlichen
Funktionen auf. Die äußeren Flächenbereiche 7 (nach unten gerichteter axialer Flächenbereich)
und 8 (nach oben gerichteter axialer Flächenbereich) liegen einander an und bestimmen
den Abstand der inneren axialen Flächenbereiche 9, 10. Beim Ausführungsbeispiel nach
Figur 4 ist die Anlage mittelbar durch den Abstandsring 11 sichergestellt. Der Abstand
der axiale n Flächenbereiche 9, 10 ist so groß gewählt, daß ein Raum 6 entsteht, der
ausreichend groß für die Aufnahme des äußeren Randes der Ringscheibe 3 ist. Dadurch
ist die Anlage der äußeren Flächenbereiche 7, 8 - unabhängig von der Stärke der Statorteilringscheiben
3 - sichergestellt, d.h., der Statoraufbau wird unabhängig von der Toleranz der für
die Statorringscheiben 3 verwendeten Bleche.
[0010] Um einen allzu lockeren Sitz der Statorteilringscheiben 3 zwischen den Distanzringen
1, 2 zu vermeiden, kann es zweckmäßig sein, die Teilringscheiben 3 mit einer oder
mehreren Erhebungen 12 (Fig. 6) zu versehen. Werden diese Erhebungen (oder auch eine
umlaufende Sicke) durch Prägen - z.B. gleichzeitig mit dem Stanzen der Statorschaufeln
- hergestellt, dann entsteht eine Federwirkung. Eine klemmende Halterung der Teilringscheiben
3 zwischen den Distanzringen 1, 2 ist dadurch sichergestellt.
[0011] Eine weitere vorteilhafte Maßnahme besteht noch darin, daß die nach innen gerichteten
Kanten 13, 14 der Distanzringe abgeschrägt sind. Dadurch erweitert sich der Raum 6
in Richtung der nicht dargestellten Statorschaufeln. In dieser Erweiterung findet
bereits der Schaufelfuß der Statorschaufeln Platz, welcher zur Pumpwirkung noch nicht
viel beiträgt. Nur die wirksamen Bereiche der Statorschaufeln liegen damit innerhalb
des Strömungskanales der Pumpe.
1. Stator für eine Turbomolekularpumpe mit Distanzringen (1, 2) und mit die Statorschaufeln
tragenden Teilringscheiben (3), die mit einem äußeren Rand zwischen den Distanzringen
angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Rand der Teilringscheiben
(3) umgebördelt ist und daß die Distanzringe (1, 2) mit einer korrespondierenden,
die Bördelkante (4) aufnehmenden Aussparung (5) ausgerüstet ist.
2. Stator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzringe (1, 2) innere
(9, 10) und äußere (8, 9) im wesentlichen axial gerichtete Flächen aufweisen, die
derart bemessen und einander zugeordnet sind, daß im zusammengefügten Zustand des
Statorpaketes die äußeren Axialflächen (7, 8) einander anliegen und daß die inneren
Axialflächen (9, 10) jeweils einen der Aufnahme der Ränder der Statorteilringscheiben
(3) dienenden Raum (6) bilden.
3. Stator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung (5) Bestandteil
des Raumes (6) ist.
4. Stator nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder der Statorteilringscheiben
(3) mit axial gerichteten, federnden Erhebungen (12) ausgerüstet sind.
5. Stator nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Flächenbereiche
(7, 8) einander mittelbar über einen Abstandsring (11) anliegen.
6. Stator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Distanzringe (1, 2) zueinander korrespondierende Vorsprünge und Aussparungen zum Zwecke
der Selbstzentrierung des Statorpaketes aufweisen.
7. Stator nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß die nach
innen gerichteten Kanten (13, 14) der Distanzringe (1, 2) abgeschrägt sind.
8. Stator nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Fuß der Statorschaufeln
in dem Raum zwischen den abgeschrägten Kanten (13, 14) befindet.