(19)
(11) EP 0 479 054 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
08.04.1992  Patentblatt  1992/15

(21) Anmeldenummer: 91115900.2

(22) Anmeldetag:  19.09.1991
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B65H 16/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB IT LI SE

(30) Priorität: 26.09.1990 DE 4030495

(71) Anmelder: Koenig & Bauer Aktiengesellschaft
D-97080 Würzburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Grosshauser, Heinrich Konrad
    W-8700 Würzburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Rollenrotationsdruckmaschine


    (57) Ein Papierrollenträger (8) für eine Rollenrotationsdruckmaschine ist so angeordnet, daß die Rotationsachse der Papierrollen (9) in Papierbahnlaufrichtung zeigt.


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Lagerung von Papierrollen in einer Rollenrotationsdruckmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Durch die US-PS 4 52 693 ist eine Rollenrotationsdruckmaschine bekannt geworden, bei der sich senkrechte Ebenen von der Längsachse der Papierrollen und der Maschine in einem Winkel von 90° schneiden.

    [0003] Das gleiche gilt für die Rollen-Lagerung beim Gegenstand der US-PS 19 89 843. Die Papierrollen werden von dreiarmigen sog. Rollensternen aufgenommen, die unterhalb von zwei Längsträgern innerhalb der Maschine stehen. Auf den Längsträgern sind die Druckwerke angeordnet.

    [0004] Moderne Rollenträger sind zweiarmig und tragen zwei sich 180° gegenüberliegende Papierrollen. Aber ihre Längsachsenrichtung steht immer im Winkel von 90° zur Maschinenlängsachse.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lagerung für Papierrollen in einer Rollenrotationsdruckmaschine zu schaffen.

    [0006] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.

    [0007] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß es möglich ist, die Papierrolle außerhalb des Bereiches der Maschine bis zum Leimauftrag vorzubereiten und / oder von Robotern durchführen zu lassen. Bei manueller Vorbereitung und Beschickung der Rollen braucht die Bedienungsperson nicht mehr innerhalb der Maschine zwischen benachbarten Rollenträgern mit sich drehenden Rollen zu arbeiten. Auch die Beschickung und Aufachsung der Papierrollen wird vereinfacht, denn die Rollen müssen keine Richtungsänderung mehr erfahren, wenn sie vom Transportwagen in die Rollenlagerung übergeben werden. Auch ist es nicht mehr notwendig, vorbereitete Papierrollen zwischenzuspeichern, bevor sie mit dem Klebeleimauftrag versehen werden.

    [0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen

    Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung einer zweiarmigen Papierrollenlagerung mit Stützen unterhalb eines Längsträgers, gesehen quer zur Längsrichtung der Maschine

    Fig. 2 eine Draufsicht auf Figur 1



    [0009] Auf den parallel zueinander laufenden Längsträgern 1 und 10 sind in bekannter Weise Druckwerke aufgesetzt (nicht dargestellt). Stützen 2, 3, 4, 5 in regelmäßigem Abstand angeordnet, tragen die Längsträger 1. Die Stützen 2, 3, 4, 5 stehen auf auf einem Fundamentblock 6 angeordneten Nivellierschuhen 7.

    [0010] Zwischen den Stützen 2 und 4 und 3 und 5 ist ein an sich bekannter Rollenträger 8 angeordnet. Er ist im Ausführungsbeipiel als zweiarmiger um eine Rotationsachse rotierbarer Rollenträger 8 ausgeführt und trägt maximal zwei Papierrollen 9 und 11. Eine Papierrolle wird jeweils abgewickelt, die andere wird zwischenzeitlich als Reserverolle vorbereitet usw.. Der Rollenträger 8 ist dabei derart angeordnet, daß sich die Längsachse (= Abwickelachse) der aufgeachsten Papierrollen 9 (11) in Maschinenlängsrichtung erstreckt. Oder anders ausgedrückt, eine senkrechte durch die Längsachse der in Rollenträger 8 aufgeachsten Papierrollen 9, 11 gehende Ebene schneidet eine Ebene, die senkrecht durch die Rotationsachse eines Formzylinders geht, in einem Winkel 90° oder 90° ± 10°.

    [0011] Eine von der Papierrolle 9, 11 sich abwickelnde Papierbahn 12 läuft dann über eine zwischen den Längsträgern 1 und 10 angeordnete Wendestange 13, eine erste Umlenkwalze 14 und eine zweite Umlenkwalze 16 in ein nicht dargestelltes Druckwerk ein. Zwischen Papierrolle 9, 11 und Wendestange 13 kann auch noch ein Einzugwerk zwischengeschaltet sein.

    Teileliste



    [0012] 

    1 Längsträger

    2 Stütze

    3 Stütze

    4 Stütze

    5 Stütze

    6 Fundamentblock

    7 Nivellierschuh

    8 Rollenträger

    9 Papierrolle

    10 Längsträger

    11 Papierrolle

    12 Papierbahn

    13 Wendestange

    14 Umlenkwalze

    15 -

    16 Umlenkwalze




    Ansprüche

    1. Rollenträger für eine oder mehrere Papierrollen für eine Rollenrotationsdruckmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste senkrechte Ebene einer Rotationsachse eines Formzylinders eines Druckwerkes entlang deren Längsrichtung schneidet, daß eine zweite senkrechte Ebene einer Rotationsachse einer in einem Rollenträger (8) aufgeachsten Papierrolle (9, 11) entlang deren Rotationsachse schneidet, daß sich die erste und die zweite Ebene in einem Winkel von 90° ± 10° schneiden.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht