| (19) |
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(11) |
EP 0 479 816 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.03.1994 Patentblatt 1994/12 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.06.1990 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9000/472 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9015/905 (27.12.1990 Gazette 1990/29) |
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| (54) |
FORMSTEIN
MOULDED BRICK
BRIQUE MOULEE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
19.06.1989 DE 3920357
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.04.1992 Patentblatt 1992/16 |
| (60) |
Teilanmeldung: |
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93250255.2 / 0634534 |
| (73) |
Patentinhaber: WERNER, Hilmar |
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D-14165 Berlin (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- WERNER, Hilmar
D-14165 Berlin (DE)
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| (74) |
Vertreter: Lüke, Dierck-Wilm, Dipl.-Ing. |
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Gelfertstrasse 56 14195 Berlin 14195 Berlin (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 052 082 WO-A-87/05262 DE-A- 3 344 038 FR-A- 2 106 605 FR-A- 2 593 211 GB-A- 2 085 502 US-A- 3 618 279 US-A- 4 314 431 US-A- 4 741 139
|
EP-A- 0 146 667 DE-A- 2 736 921 FR-A- 587 765 FR-A- 2 269 617 FR-A- 2 609 483 GB-A- 2 195 736 US-A- 3 876 492 US-A- 4 622 796
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- Mauerwerk-Kalender, 1976, W. Ernst & Sohn, (Berlin/München/Düsseldorf, DE), Seiten
738-741
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Formstein für die Erstellung von Steinverbänden
im Trockenversatz gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Formsteine dieser Art sind aus der US-PS 3,618,279 vorbekannt. Diese Formsteine sind
auf ihrer Oberseite mit pyramidenstumpfförmigen Steckzapfen und auf ihrer Unterseite
mit entsprechenden Buchsen versehen, so daß ein rastergemäßes Zusammenstecken der
vorbekannten Formsteine möglich ist. Nachteilig hierbei ist, daß nur ein Versatz der
Formsteine um eine halbe Steinlänge möglich ist und daß die Formsteine zwischen den
Steckzapfen und Buchsen nur geringe Querschnitte für das Eindringen von Gießmörtel
besitzen, so daß diese nur mit sehr dünnem Gießmörtel verfüllt werden können, der
durch die Fugen der Formsteinverbände leicht wieder ausfließt. An den offenen Stoßseiten
im Eckverband kann der Gießmörtel sogar ungehindert ausfließen, so daß die Wände aufwendig
verschalt werden müssen. In keinem Fall entsteht ansehnliches, kostengünstiges Sichtmauerwerk.
[0003] Aus der US-PS 4,314,431 sind vorgefertigte, mit Nut-und Feder versehene Schalungssteine
vorbekannt. Eine sichere und unverschiebliche Positionierung dieser Schalungssteine
in Längsrichtung ist nicht möglich. Das Nut-Feder-System dieses Schalungssteines macht
aufwendige Sondersteine notwendig, wenn an irgendeiner Stelle ein Stein rechtwinklig
in eine Mauer eingebunden werden soll, da hierfür entweder die Federn je nach Steinbreite
unterbrochen oder die Nuten seitlich geöffnet werden müssen. Diese Sondersteine mit
ihren in den Sichtflächen erscheinenden Nut- und Federenden zerstören den angestrebten
Sichtmauerwerkscharakter. Da die parallelwandigen Federn und Nuten mit einiger Toleranz
gefertigt werden müssen, damit zu groß geratene Federn die aufgesetzten Steine nicht
spalten, insbesondere bei einer Produktion aus üblichem Beton, sind die Steine in
Querrichtung nur bedingt unverschieblich. Nicht zuletzt deshalb wird das konventionelle
Einbringen von Mörtel "zur Stärkung des Wandverbandes" vorgeschlagen.
[0004] Schließlich sind aus der EP 0.146.667 A2 Hohlbausteine für die Erstellung von Mauerwerk
im Trockenversatz bekannt, die ein Verschwenken nachfolgender Hohlbausteine unter
einem gewünschten Winkel gegenüber voranstehenden Hohlbausteinen ermöglichen, um so
rundes Mauerwerk zu erstellen. Nachteilig hierbei ist, daß keine Maßnahmen getroffen
sind, um ein Quer- oder Längsverschieben der Hohlbausteine gegeneinander in der Lagerfuge
zu verhindern, so daß diese in ihrer trockenversetzten Stellung nach Bildung einer
jeden Lage fixiert werden müssen. Ein rationelles, geschoßhohes Verfüllen mit Fließbeton
o.dgl. ist dadurch verhindert, da jede Lage einzeln verfüllt werden muß. Nachteilig
ist weiter, daß der Hohlbaustein in allen Ausführungsformen nur eine im Winkel sehr
beschränkte Verschwenkbarkeit zuläßt. Er ist damit z.B. als Eckstein im 90°-Winkel
untauglich. Schließlich wird die Verschwenkbarkeit durch die Ausbildung sog. Verlängerungsabschnitte
erreicht, die jedoch ohne Stützung durch Stege weit vorkragen, und zwar je größer
der mögliche Winkel um so weiter. Dadurch sind diese Verlängerungsabschnitte äußerst
schlagbruchempfindlich und für rauhen Baustellenbetrieb ungeeignet. Schließlich treten
in der einen Ausbildung Toleranzprobleme auf: Der Verlängerungsabschnitt kann, wenn
der Stein in sein gegenüberliegendes Gelenkelement eingerastet ist, aufgrund von Fertigungstoleranzen
nicht formschlüssig an seinem Gegenstück anliegen, so daß Füllmasse ausfließt und
somit kein ästhetisches Sichtmauerwerk zuläßt, welches ohnehin durch die vorstehenden
Verlängerungsabschnitte bzw. durch klaffende Fugen nicht gegeben ist.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Formstein der gattungsgemäßen Art
zu schaffen, der die flexible Erstellung von Steinverbänden im Trockenversatz mit
unverschieblicher Quer-und Längspositionierung der Formsteine gegeneinander durch
entsprechende, angeformte Verbundorgane ermöglicht.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches
1. Die erfindungsgemäßen Formsteine ermöglichen die Erstellung von Steinverbänden
im Trockenversatz, wobei das Mauerwerk geschoßhoch aufgestapelt wird, ohne daß die
Formsteine mit Mörtel, Beton o. dgl. fixiert werden müssen. Beim Trockenversatz der
Formsteine besteht keine Gefahr, daß die entsprechend abgerundeten Verbundorgane und
deren Kanten abgeschlagen werden und zu Verunreinigungen der Lagerflächen führen.
Es ist unbedingt erforderlich, daß keine Bruchstücke zwischen die Lagerfugen geraten,
damit die Lagerflächen planparallel bleiben und die Wand nicht aus dem Lot gerät.
Darüber hinaus können die entsprechend abgeschrägten, abgeflachten und abgerundeten
Verbundorgane und deren Kanten, insbesondere aus erfindungsgemäßem Kalksandstein,
in hydraulischen Preßformen gut ausgeformt werden, ohne daß diese an den Formen kleben
bleiben. Der erfindungsgemäße Formstein, insbesondere als Schalungsstein, wird geschoßhoch
mit Fließbeton, Gießmörtel od.dgl. verfüllt, wobei durch die Formgebung der Verbundorgane
und die Wahl der Materialien ein monolithisches, ineinander verzahntes Zusammenwirken
von Füllstoff und voll mittragenden "Tragschalensteinen" gewährleistet werden soll.
Dabei soll der Kern der verfüllten Formsteinwände durch eine entsprechende Formgebung
rationell armiert werden können. Bei der Ausbildung der Verbundorgane muß sichergestellt
werden, daß Mauern jeder Breite rechtwinklig miteinander verzahnt werden können, ohne
daß hierfür entsprechend zahlreiche Sondersteine erforderlich werden. Nicht zuletzt
müssen die Steine so abgelängt werden können, daß Bauten ohne Bindung an starre Rastermaße
erstellt werden können. Schließlich ist es die Absicht der Erfindung, Formsteine zu
schaffen, deren Verbundorgane die Bildung von verzahnten Mauerwinkeln mit praktisch
frei wählbarer Abwinklung ermöglichen.
[0007] Die entsprechenden Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Formsteines ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
[0008] Der erfindungsgemäße Formstein ist relativ kleinformatig, z.B. 125 x 125 x 250 mm
oder 200 x 200 x 400 mm, und daher handlich und formpräzise, da Herstellungstoleranzen
mit der Steingröße abnehmen. Der Formstein besteht insbesondere aus weißem oder naturähnlich
eingefärbtem Kalksandstein, da Kalksandsteine im Unterschied zu Beton oder Ziegel
mit modernen hydraulischen Pressen mit höchster Präzision (< oder = + / - 0,50 mm)
ohne besonderen, zusätzlichen Aufwand hergestellt werden können. Der Formstein dient
als bleibende, statisch wirksame Form für die Füllmassen, insbesondere Fließbeton
oder Vergußmörtel, so daß aufwendige Schalungsarbeiten entfallen. Die Formsteine können
werkseitig zu fertigen, armierten und vollausgestatteten Bauteilen aller Art zusammengesetzt
werden, die vor Ort nur noch montiert werden müssen. Durch Lagerung bzw. Trocknung
der vorgefertigten Teile wird die Baufeuchtigkeit vor Ort vermindert, so daß eine
rasche Beziehbarkeit der Gebäude sichergestellt ist. Der Formstein ermöglicht eine
bedeutende Beschleunigung und Verbilligung der Bauwerkserstellung, da rasches, mörtelfreies
Versetzen und anschliessendes, geschoßhohes Verfüllen mit Fließbeton den Arbeitsaufwand
und damit den hohen Lohnkostenanteil beträchtlich senken. Der Formstein ermöglicht
ein Bauen bzw. eine Verringerung des Schmutzanfalles an der Baustelle, da Mörtelarbeiten
entfallen und für Installationen, die in den Füllmassekern eingegossen werden, keine
nachträglichen Schlitze hergestellt werden müssen. Das aus den Formsteinen gebildete
Mauerwerk kann durch Armierung statisch höher belastbar sowie erdbebensicher gemacht
werden und ist vor Rißbildung bei Setzung u.dgl. geschützt. Schließlich kann mit präzisen,
ästhetisch gefärbten Tragschalensteinen aus Kalksandsteinen ohne Mörtelfugen und ohne
auslaufende Füllmasse ein hochwertiges Sichtmauerwerk erstellt werden, das weniger
als die Hälfte eines normalen, beidseitig verputzten Mauerwerkes kostet.
[0009] Die Gegenstände der US-PS 3,618,297 und US-PS 4,314,431 bieten nicht die Vorteile
der Erfindung, die in der Eignung der Verbundorgane für den mörtelfreien Trockenversatz
von Tragschalensteinen resultieren. Zwar finden sich hier neben zu vermörtelnden Steinen
auch Steine für den Trockenversatz. Die Verbundorgane der entgegengehaltenen Steine
weisen jedoch nur scharfe Kanten und eckige Grundrisse bzw. steile Anschlagsflanken
auf und sind somit für sauberen, lotrechten und selbstjustierenden Trockenversatz
ohne Verunreinigungen durch Kantenbruch ungeeignet. Keiner der vorbekannten Steine
zeigt den Vorteil, daß die untere, glatte Lagerfuge ohne hervorstehende Verbundorgane
als Unterlage für ein glattes Mörtelbett nach oben gekehrt werden kann oder die Steine
durch Nuten an den Stoßflächen auch hochkant auf Lagerflächen mit konvexen Verbundorganen
gestellt werden können, ohne daß dabei das Fluchten der Verfüllkanäle wesentlich beinträchtigt
wird. Nirgendwo wird ausdrücklich ein Material gewählt, das aufgrund enger Fertigstoleranzen
in Verbindung mit einer material-spezifischen Formgebung einen kraftschlüssigen Lagerfugenkontakt
ohne Mörtel sowie eine schubfeste Verzahnung von Füllmasse und Formsteinwandungen
sicherstellt und somit eine optimierte Heranziehung der Steinwandungen zur Lastabtragung
gewährleistet. Keiner der vorbekannten Steine weist die gute Handlichkeit des erfindungsgemäßen
Formsteines auf, der günstig von den Seiten her an den Stegen untergefaßt, getragen
und abgesetzt werden kann, wobei der Stein solange untergefaßt gehalten wird, bis
die Lagerflächen voll in Kontakt sind. Hierbei kann die Hand im kraftsparenden Hakengriff
unterfassen, im Unterschied zum ermüdenden Klemmgriff von oben her.
[0010] Das Nut- und Feder-System gemäß US-PS 4,314, 431 macht aufwendige Sondersteine notwendig,
wenn an irgendeiner Stelle ein Stein rechtwinklig in eine Mauer eingebunden werden
soll. Die erfindungsgemäßen Verbundorgane lassen demgegenüber jedoch den rechtwinkligen
Versatz von Steinen jeder Mauerbreite aufeinander zu, und zwar sowohl bei L-Stößen
als auch bei T-Stößen.
[0011] Beim Gegenstand der US-PS 3,618,279 wird das Problem erkannt, Steine für den Trockenversatz
mit ausreichend enger Toleranz herzustellen. Die dort vorgeschlagene Lösung besteht
in sehr großen mittig sitzenden Verbundorganen in Form von Pyramidenstümpfen mit entsprechend
großem Spiel. Die endgültige Fixierung soll durch Vergußmörtel oder Klammern erfolgen,wobei
letztere alleine in keinem Fall statische Funktionen übernehmen können. Auch wenn
die Steine vergossen würden, blieben bei der Wahl eines Materials, das ausdrücklich
mit großen Toleranzen gefertigt wird, die Steinwandungen ohne wesentlichen Einbezug
in die Kraftabtragung, da hierzu ein exakter, kraftschlüssiger Lagerflächenkontakt
notwendig ist.
[0012] Keiner der vorbekannten Steintypen erlaubt den Bau schlanker, statisch vollbewehrbarer
und fertig installierter Mauern mit einem hochtragfähigen Betonkern, der mit hochtragfähigen
Tragschalensteinen durch eine entsprechende Verbundformgebung monolithisch verzahnt
ist. Keiner der entgegengehaltenen Steine bietet die Möglichkeit, Bauteile jeden Zuschnitts,
also ohne Bindung an Rasterschritte, an den Stößen über randständige, fluchtende Vergußkanäle
und Betonstahlschlaufen zu verbinden, wie dies für die Montage, insbesondere von Fertigteilen,
unverzichtbar ist. Bei keinem der vorbekannten Steintypen ist ausdrücklich ein Material
gewählt, das sowohl ohne weiteres enge Fertigungstoleranzen (< oder = + / - 0,50 mm)
ermöglicht, als auch kompatible Druckfestigkeiten (Kalksandstein ca. 20 N/mm², Beton
ca. 25 N/mm²) und Schwindeigenschaften aufweist und nirgends ist die Formgebung auf
die Herstellbarkeit aus einem solchen Material - hier insbesondere Kalksandstein -
optimiert.
[0013] Die Erfindung ist nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Formsteines näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- Den Formstein als Läuferstein mit wabenförmigen Vertikalkanälen in perspektivischer
Ansicht schräg von oben,
- Fig. 2
- den Formstein gemäß Fig. 1 schräg von unten,
- Fig. 3
- den Formstein als Läuferstein mit rechtwinkligen Vertikalkanälen in Draufsicht,
- Fig. 4
- den Formstein als Läuferstein mit wabenförmigen Vertikalkanälen sowie mit geteilten
Stegen und schmäleren, vertikalen Verfüllkanälen an den Viertelspunkten in Draufsicht,
- Fig. 5
- den Formstein als Kastenstein mit wabenförmigen Vertikalkanälen sowie mit geteilten
Stegen und schmäleren, vertikalen Verfüllkanälen an den Viertelspunkten in Draufsicht,
- Fig. 6
- die Stirnansicht eines Läufersteines,
- Fig. 7
- den Formstein als 45°-Winkelstein in Draufsicht,
- Fig. 8
- den Formstein als Gelenkstein in Draufsicht,
- Fig. 9
- die Stirnansicht eines Schalensteines mit eingelegter Armierung,
- Fig.10
- den Formstein als Schalenstein mit keilförmigen Stegquerschnitten im Längsschnitt,
- Fig.11
- den Formstein als Zentralnoppenstein für Trockenmauerwerk in Draufsicht und Seitenansicht,
und
- Fig.12
- die Teilansicht eines Trockenmauerwerkes aus im rechtwinkligen Versatz verzahnten
Formsteinen.
[0014] Die vertikalen und horizontalen Vergußkanäle vhk,vvr,vvk in den Formsteinen gestatten
das Einfüllen von Beton, der sich senkrecht und quer ausdehnen kann und so die Fugen
des mit den Formsteinen gebildeten Mauerwerkes abdichtet und einen tragenden Mauerkern
bildet. Die konvexen Verbundorgane nop,fed,fnp, insbesondere die Federnoppen fnp und
die zentralen Noppen nop auf den Formsteinen bewirken, daß diese beim Versetzen präzise
positioniert werden. Dabei gleiten die Formsteine durch die Neigung der Flanken der
abgeflachten konvexen Verbundorgane nop, fed, fnp und durch die abgerundete Grundriß-
und Querschnittsformgebung auch der konkaven Verbundorgane pfa, nut, hkl selbstjustierend
und ohne Kantenbruch ineinander, wodurch ein rasches Versetzen möglich ist. Dadurch,
daß die Flanken der konkaven Verbundorgane flacher geneigt sind als die steil ansteigenden
Flanken der konkaven Verbundorgane, wird vermieden, daß sich beide Flanken bei Abrasion
der Form frühzeitig so stark annähern, daß es zu Zwängungen kommt, wobei die keilartigen
Flanken z.B. der Federnoppen fnp die Hohlkeine hkl spreizen und somit einen auflastenden
Stein spalten würden (Fig.12). Beim Ausfüllen der geschoßhoch gestapelten Formsteine
sichern die Verbundorgane nop,fed,fnp,pfa, nut,hkl die Formsteine gegen seitliches
Verschieben. Die Anordnung der Federnoppen fnp ermöglicht es, Steine jeden Typs und
jeder Breite, insbesondere kopfseitig geschlossene Ecksteine, rechtwinklig zueinander
zu versetzen, wobei sich die zusammentreffenden Wände verzahnen (Fig.12).
[0015] Nasen- bzw. falzartige Hohlkeile hkl, mök ( Fig.1,2,6,8,10) in der Innenwandung des
Formsteines nehmen die Federnoppen fnp auf und bewirken zugleich, daß der Beton in
den Bereich der mörtelfreien Lagerfuge einfließt und der Betonkern sich mit den Wandungen
der Formsteine intensiv verkrallt. Dabei entsteht ein monolithischer Verbund aus hochfestem
Kalksandstein der Formsteine und hochfestem Beton.
[0016] Die falzartigen Verschiebenuten vsn (Fig.1 bis 6 und 12) in der Mitte der Formsteine
fungieren sowohl als Hohlkeile hkl als auch als Möglichkeit, die Formsteine in Laufrichtung
des Mauerwerkes gegeneinander zu verschieben. Dies ist nötig, wenn eine aus den Formsteinen
gebildete Wand auf ein beliebiges Maß zugeschnitten werden soll, ohne daß dabei der
randständige vertikale Vergußkanal vhk zerstört wird, der für die übliche Verbindung
von Mauerteilen mittels überlappender Baustahlschlaufen in den Fugen sowie Fugenverguß
notwendig ist. Der Formstein im Inneren der Wand wird verkürzt und die Randsteine
werden um das herausgenommene Formsteinstück in die Wand hineingeschoben, wobei die
konvexen Verbundorgane, z.B. die Federnoppen fnp, in den länglichen Verschiebenuten
ein Stück weit zur Mitte hin verschiebbar sein müssen.
[0017] Die Möglichkeit, die obere Lagerfuge nach unten zu kehren, wird durch obere Verschiebenuten
vsn gewährleistet, in welche die Federnoppen fnp einrasten, wenn der Formstein in
versetzter Position umgedreht wird. Dabei wird eine obere Lagerfläche ohne konvexe
Verbundorgane nop,fed,fnp gebildet, was beim Versetzen von Wandtafeln oder Sturzelementen
nützlich ist, wobei die Federnoppen fnp nur stören würden. Zugleich kommem die tieferen
Hälften der horizontalen Vergußkanäle vvk nach oben, so daß Ringankereisen günstig
eingebracht werden können und der Beton gut unter die Fertigteile fließt, die auf
umgekehrte Formsteine gelegt werden. Hierin liegt u.a. der Sinn der Asymmetrie des
Steinquerschnittes.
[0018] Weiter kann der Stein durch die Ausbildung von Nuten in den Stoßflächen auch hochkant
auf die Stoßflächen gestellt werden, wobei die konvexen Verbundorgane der Lagerfuge
der darunter befindlichen Steinlage in den Nuten aufgenommen werden. Das System von
Vergußkanälen bleibt dabei im wesentlichen erhalten. Reihen von senkrecht stehenden
Steinen lockern ästhetisch auf und erlauben die Ausbildung von Stürzen mit großer
statischer Höhe.
[0019] Die Positionierungsrillen ril erlauben das Einlegen von Betonstahl arm in klar definierten
Positionen, entweder direkt oder mittels Abstandshaltern pra (Fig.9). Dies ist nötig,
damit der Betonstahl eine den jeweiligen klimatischen Bedingungen entsprechende, ausreichende,
korrosionsschützende Betonüberdeckung erhält. Zugleich bewirken die Positionierungsrillen
ril eine gute Verbindung der Unterseiten der Stege stg mit dem Betonkern, da etwaige
Blasen sich nicht groß auf einer Fläche ausdehnen können, sondern nur einen kleinen
Raum zwischen den Graten der Positionierungsrillen ril wegnehmen, wobei die Höhenlinien
der Grate sich mit dem Betonkern verbinden.
[0020] Die an den Stegbasen stb (Fig.10) der Formsteine im Übergang zwischen Wandungen und
Stegen stg ausgebildeten Schwalbenschwänze ssz (Fig.6), die den Betonkern hinterschneiden
und bewirken, daß die Wandungen der Formsteine sich mit dem Betonkern kraftschlüssig
verbinden, bilden sich dadurch, daß die trapezförmigen Überleitungsteile stb von den
Stegen stg in die Wandungen der Formsteine von den Positionierungsrillen ril, von
der Seite her betrachtet, keilförmig eingeschnitten werden. Wenn die gesamte, aus
Formsteinen gebildete Wand unter Biegedruck gerät, wird durch die Schwalbenschwänze
ssz erschwert, daß die Wandungen der Formsteine abplatzen. Ferner verteilen die die
Schwalbenschwänze ssz bildenden Positionierungsrillen ril in günstiger Weise das Wasser,
das zum Zwecke der Vornässung vor dem Betonieren eingebracht wird.
[0021] Die Keilförmigkeit der Stege stg (Fig.10) und der zu den Wandungen der Formsteine
überleitenden Teile bzw. deren Verjüngungen nach unten zu gewährleistet hohe Standzeiten
der abrasionsbelasteten Kalksandstein-Stahlformen, aus denen die Formsteine nach oben
entformt werden, und bewirkt weiter, daß die Stege stg Kräfte, die diese von der Oberseite
her aufnehmen, durch ihren keilförmigen Querschnitt auch seitlich an den Betonkern
sowie diagonal über den Betonkern auf weiter unten liegende Stegoberseiten weitergeben.
[0022] Die nicht-keilförmigen, randständigen Falze flz (Fig.2,4,10) der Innenwandung der
Formsteine gestatten es durch ihren parallelen Verlauf zur Außenseite der Wandungen
der Formsteine zwischen den trapezoiden Basen der Stege stg, die Wandung einzusägen
und einen Verbindungssteg mit einer parallel-randigen Ausnehmung fest in die Einsägung
einzustecken. Der Steg verkrallt sich mit dem Betonkern und dient als hochbelastbares
Verbindungsmittel.
[0023] Die umlaufende Fasung fas (Fig.1,2,6,12) der Sichflächen der Formsteine schützt die
Kanten vor häßlichem Kantenbruch und kann bei der Herstellung von ästhetisch hochwertigem,
unverputztem Sichtmauerwerk zum Ausfüllen mit Dichtmassen genutzt werden, womit die
Gefahr beseitigt wird, daß Betonmilch durch die Ritzen zwischen den Formsteinen ausfließt.
[0024] Die glatten Stoßflächen ohne Nut nut und Feder fed erlauben, daß die Sichtfläche
von als Ecksteine ausgebildeten Formsteinen, zu denen andere Formsteine rechtwinklig
versetzt werden sollen, weder Nut noch Feder tragen müssen. Dies ermöglicht die Herstellung
von ästhetischem Sichtmauerwerk und vermeidet die Notwendigkeit, zahlreiche Sondersteintypen
für Mauerstöße an verschiedenen Positionen (L-Stoß, T-Stoß) (Fig.12) und in verschiedenen
Steinstärken herstellen und handhaben zu müssen.
[0025] Die Wandungsstärken und Lagerflächen von Tragschalensteinen sind mit z.B. 25 mm Stärke
so bemessen, daß mindestens bei Steinstärken über 100 mm der bei weitem überwiegende
Teil der Horizontal-Querschnitte vom Kernverbund eingenommen wird und daß die Armierung
arm an den statisch günstigen, möglichst weit von der Bauteilmitte entfernt liegenden
Punkten in den Kernverbund eingebracht werden kann. Weiter ist vorgesehen, die Dimension
der Vergußkanäle so zu reduzieren, daß sich als Füllmaterial - bei schmalen Mauern
oder zur reinen Abdichtung - nur noch feinkörniger Gießmörtel einsetzen läßt, oder
die Kanäle für reines Trockenmauerwerk ohne jede Verfüllung nur noch für das Einbringen
von Spanngliedern zu bemessen (Fig.11). Durch die kompatiblen Verbundorgane können
Trockenmauersteine betonsparend in Verbindung mit Schalensteinen eingesetzt werden.
[0026] Die die Wandungen der Formsteine verbindenden Stege stg untergliedern die vertikal
fluchtenden Verfüllkanäle in breitere und schmälere Verfüllkanäle (Fig.1,2,4), wobei
die breiteren so breit sind, daß genügend Platz zum Einfüllen von Füllmasse mit einer
bestimmten Körnung neben eingebrachter vertikaler Armierung arm in den Armierungskanälen
verbleibt. Die schmäleren Verfüllkanäle sind so schmal, daß die Füllmasse noch in
diese einfließen und an eingesteckten Verbindungsmitteln vorbeifließen kann, die in
die schmalen Vergußkanäle vvk ohne Konflikt mit der vertikaler Armierung arm in den
breiteren vertikalen Vergußkanälen vvk,vkh hineinragen. Ein Läuferstein umfaßt z.B.
vier Stege stg mit zwei schmäleren Verfüllkanälen zwischen den Stegen stg und einem
breiteren, ganzen Verfüllkanal vvk in der Mitte des Formsteines und zwei halben, breiten
Verfüllkanälen vhk an den Stoßflächen. Die Stege stg sind z.B. zur Masseersparnis
und zur Entlüftung beim Verfüllen unterseitig gelocht, jedoch nicht durchgelocht (Fig.3).
[0027] Die vertikale Lage der Stege stg von Tragschalensteinen ist asymmetrisch (Fig.6),
so daß ein tieferer und ein flacherer horizontaler Verfüllhalbkanal hzk entsteht.
Bei als Verfüllkanal-Leibungssteinen ausgebildeten Formsteinen sind die horizontalen
Halbkanäle hzk durch Verlängerung eines Steges stg und seiner Stegbasen stb nach oben
und nach unten verschlossen.
[0028] Bei den als Einbindungssteinen ausgebildeten Verbundsteinen sind zur Einbindung von
steinhohen Bauteilen in eine Mauer ohne Durchbrechung der Wand einseitige Ausnehmungen
angebracht, indem eine der beiden Flanken der randständigen Verfüll-Halbkanäle vhk
von Schalen- bzw. Tragschalensteinen weggelassen wird.
[0029] Der Formstein kann als Winkelstein (Fig.7) mit einer in einem bestimmten Winkel,
z.B. 45°, stehenden Flanke oder als drehbarer Gelenkstein (Fig.8) für beliebige Mauerwinkel,z.B.
von 90° bis 180°, oder für gebogene Mauern ausgebildet sein, wobei ein im Grundriß
kreisrundes Gelenkelement auf einer Seite eine kreisförmige Nut nut aufweist, in der
konvexe Verbundorgane nop,fed, fnp mit kongruentkreisförmiger Anordnung kreisförmig
verschiebbar sind. Dem Gelenkelement steht auf der anderen Stirnseite des Formsteines
ein formschlüssiges, z.B. viertelkreisförmiges Gegenstück gegenüber.
[0030] Der Formstein zeichnet sich insbesondere durch seine an allen Kanten und Grundrißformen
abgerundeten sowie im Querschnitt abgeflachten Verbundorgane nop,fed,fnp,pfa,nut,
insbesondere mit wellenförmigem Querschnitt (Fig.1 bis 6 und 11), aus, so daß der
Formstein eine bruch- und abschlagsresistente Form aufweist, die für den präzisen,
mörtelfreien Versatz der Formsteine ohne Kantenabschlag bzw. ohne Bruchstücke in den
Lagerfugen entscheidend ist, da Verunreinigungen in den Lagerfugen dazu führen würden,
daß die Wand aus dem Lot geriete. Die Flankenneigung der Verbundorgane ermöglicht
eine automatische Positionierung durch sanftes Ineinandergleiten der Verbundorgane
nop,fed,fnp,pfa,nut. Es sind die unverschiebliche Positionierung und Fixierung in
jeder Richtung, d.h. längs und quer zur Mauer, unter präzisem Fluchten der Vergußkanäle
vvk, vhk und der Maueroberfläche und somit die problemlose Einfüllbarkeit des Kernbetons
sichergestellt. Es ist eine unverschiebliche, rechtwinklige Verzahnung von miteinander
verkämmten Formsteinen jeder Breite ohne Sonderverbundorgane möglich, da die Wandung
eines rechtwinklig aufgesetzten Steines, egal welcher Breite, immer im mittleren Steinbereich
zu liegen kommt, der von hervorstehenden hinderlichen Verbundorganen frei ist, und
die konvexen Verbundorgane des rechtwinklig eingebundenen Steins, egal welcher Breite,
immer in einem quer verlaufenden, konkaven Verbundorgan vsn mit entsprechend großer
Längsersteckung im folgenden Stein Platz finden (Fig.1 bis 5 und 12).
[0031] Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung der konkaven Verbundorganen pfa,nut als
Hohlkeile hkl (fig.2,5,6) zur Verkrallung von Betonkern und Tragschalen-Formsteinwandung.
Der monolithische Verbund von Kernbeton und Formstein stellt sich beim Formstein als
Schalungsstein bereits weitgehend über die Stege stg her, wobei durch die systemgemäßen
Hohlkeile hkl und die Schwalbenschwänze ssz in Lagerfugen und Wandungen zusätzlich
sichergestellt wird, daß auch die äußeren Schalungswandungen, die im Bereich der größten
statischen Beanspruchung liegen, weitgehend in den kraftschlüssigen Wandverbund miteinbezogen
werden. Es erfolgt eine sichere, diagonale Kraftübertragung von den Flanken keilförmiger
Stege stg und Stegbasen auf die Stegoberseiten in Verbindung mit der Rillung ril der
Stegunterseiten, die den Verbund von Füllmasse und Steg stg dadurch begünstigt, daß
Luftblasen in den Rillen ril bleiben, die Grate dagegen mit dem Beton in Kontakt kommen.
[0032] Durch die erfindungsgemäße Wahl eines Materials - insbesondere Kalksandstein - mit
gleichen Druckfestigkeiten und Schwindeigenschaften wie der Kernbeton, sowie mit einer
hohen Maßhaltigkeit, die kraftschlüssigen Lagerfugenkontakt auch ohne Mörtel sicherstellt,
und durch die Verbundformgebung, die Steine und Betonkern verzahnt, wird im Unterschied
zu vorbekannten Schalensteinen gewährleistet, daß die mörtelfrei versetzten Schalen-Steine
und der Betonkern im gleichen Maße mittragen. Es kann deshalb von einem neuen Typ
des Schalensteins, dem Tragschalenstein, gesprochen werden. Der erfindungsgemäße Tragschalenstein
erlaubt somit eine Synthese der Vorteile des Mauerwerksbaus und des Betonbaus, insbesondere
des Stahlbetonbaus, ohne dabei die jeweiligen Nachteile in Kauf zu nehmen, wie Lohnkostenintensität
und mangelnde Festigkeit des Mauerwerks durch Spaltzugkräfte im Mörtellager und fehlende
Biegezugfestigkeit, hohe Kosten für Schalungsbau und Betonstahleinbau und mangelnde
Flexibilität beim Stahlbetonfertigteilbau.
[0033] Die Wahl des Materials wird nur möglich durch eine Formgebung, welche die Herstellbarkeit
des Formsteins in dem gewählten Material ermöglicht. Kalksandsteinmaterial wirkt auf
Stahlformen hochabrasiv, weshalb die Form durch Keilförmigkeit jegliche Reibung vermeiden
muß. Daher resultiert u.a. die Keilförmigkeit der Stege stg sowie der Flankenneigung
der Verbundorgane. Die Kalksandmischung bleibt leicht in Kanten und tiefen Ausnehmungen
der Form kleben (Saugeffekt), weshalb u.a. die Kanten der Verbundorgane abgerundet
und die Form abgeflacht ist. Der obere Formstempel kann nicht mit seinen Vorsprüngen
beliebig tief in das von oben eingefüllte Kalksandsteinmaterial eintauchen, da es
sonst zu ungleichen Druck-und Materialverteilungen bzw. Materialspannungen kommt.
Deshalb sind u.a. die oberen, horizontalen, halben Verfüllkanäle hzk flacher als die
unteren. Kalksandstein ist als Grünling sehr brüchig und rißgefährdet, weshalb der
Übergang von Stegen zu Wandungen möglichst bruchfest sein muß. Die Stegbasen stb sind
daher trapezförmig verbreitert oder ausgerundet (Fig. 1,2,3,4 und 10).
[0034] Durch die Wahl des im gehärteten Zustand bruchfesten Materials Kalksandstein und
die solide Formgebung ist sichergestellt, daß Transportschäden minimiert werden und
daß beim Einfüllen des Kernbetons das bei üblichen Schalensteinens aus leichten Materialien
häufig vorkommende Versagen der Wandungen unter dem Druck der Füllmasse ausgeschlossen
ist.
[0035] Schließlich ist zu betonen, daß die Erfindung eines mörtelfrei zu versetzenden Tragschalensteins,
insbes. aus Kalksandstein, ein statisch vollwertiges Baumaterial schafft, das wesentlich
rascher als beim üblichen Mauern mit Mörtel verarbeitet werden kann und damit Lohnkosten
spart und sich sowohl für die Verarbeitung durch ungelernte Kräfte eignet, also auch
durch präzise und schnell arbeitende Stapelroboter. Damit wird die bisher in der Bauindustrie
nicht genutzte Möglichkeit eröffnet, einen statisch, ästhetisch und wohnklimatisch
optimalen Baustoff mit den Mitteln einer computergestützten, automatisierten Industrie-Vorfertigung
mit voller Flexibilität in der Gestaltung zu verarbeiten. Ferner kann durch die Formgebung
der Steine rationelles Hebezeug eingesetzt werden: Haken-Traversen greifen in die
vertikalen Verfüllkanäle vvk und unter die Stege stg und verheben mehrere Quadratmeter
Wand in einem Hub.
[0036] Durch die Erfindung eines Baustoffes für den mörtelfreien Versatz kann in rationeller
Weise Dämmung werksseitig auf jeden Stein aufgeklebt werden, die beim Aufführen der
Mauer eine dichte Dämmschicht ohne Unterbrechung durch Mörtelfugen bildet. Auf die
Dämmung können weiter Fassadenplatten aufgeklebt werden, so daß beim Aufstapeln der
Wand die fertige Fassade mit entsteht. Kosten für Außengerüste entfallen.
[0037] Durch die Wahl eines ästhetisch hochwertigen Materials sowie durch die Paßfunktion
der Verbundorgane wird die Erstellung von hochwertigem, glattem Sichtmauerwerk ohne
Mörtelfugen möglich. Verputzkosten, die in der Größenordnung des Rohmauerwerks selbst
liegen, können damit vermieden werden, oder es kann kostengünstiger Dünnputz Anwendung
finden.
[0038] Durch die Wahl eines massereichen, wärmeleitfähigen, schallschluckenden Materials
ist im Sinne einer Rationalisierung des Bauprozesses nicht zuletzt die Möglichkeit
gegeben, Installationen für Elektrik, Wasser, Heizung und Kühlung in den Betonkern
einzubauen. Hierbei verdient der Vorteil des umweltschonenden, effizienten Einsatzes
von Wärmepumpen als Heiz-und Kühlaggregat in Verbindung mit großen Strahlungsheizflächen
und niedriger Vorlauftemperatur bzw. mit großen Kühl-oder Absorberflächen (z.B.Gartenmauern)
besondere Aufmerksamkeit.
1. Formstein für die Erstellung von Steinverbänden im Trockenversatz, insbesondere Schalungsstein
für das nachfolgende Verfüllen mit Gießmörtel, Fließbeton od.dgl., mit Seitenwandungen,
mit diese verbindenden Stegen und mit Verbundorganen zur unverschieblichen Positionierung,
insbesondere quer zu einer Mauer, wobei die Verbundorgane aus konvexen Verbundorganen,
die an mindestens einer Seite des Formsteins hervorstehen, und aus konkaven Verbundorganen
bestehen, die mindestens in eine Seite des Formsteins eingelassen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die bruchgefährdeten Kanten der Verbundorgane (nop,fed,-fnp;pfa,nut) abgerundet,
die Querschnittsformen der Verbundorgane (nop,fed, fnp;pfa,nut) abgeflacht und die
Grundrißformen, insbesondere die Anschlagsflanken, der Verbundorgane (nop,fed,fnp;pfa,nut)
ausgerundet sind, wobei die konvexen Verbundorgane (nop,fed, fnp) insbesondere als
Noppen (nop) mit vollkreisförmiger oder ovaler Grundrißform oder als längliche Federnoppen
(fnp) mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von etwa vier zu eins und mit halb-oder
viertelkreisförmig ausgerundeten Enden oder als lange Federn (fed) mit einem Längen-Breiten-Verhältnis
von über vier zu eins und wobei die konkaven Verbundorgane (pfa, nut) insbesondere
als Pfannen (pfa) zur Aufnahme der Noppen (nop), als Nutpfannen (nut) zur Aufnahme
der Federnoppen (fnp) oder als Nuten (nut) zur Aufnahme der Federn (fed) ausgebildet
sind, wobei Nuten (nut) zur Aufnahme geradlinig verlaufender konvexer Verbundorgane
geradlinig, insbesondere an den Stoßflächen, zur Aufnahme bogenförmig verlaufender
oder angeordneter konvexer Verbundorgane dagegen bogenförmig verlaufen.
2. Formstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die konkaven Verbundorgane
(pfa,nut) steilere Flanken aufweisen als die konvexen Verbundorgane (nop,fed,fnp).
3. Formstein nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch Verbundorgane zur unverschieblichen
Positionierung der Formsteine in Längsrichtung des Steinverbandes, wobei die konvexen
Verbundorgane (nop,fed,fnp) in Längsrichtung des Formsteins nicht über die volle Länge
durchlaufen, sondern unterbrochen sind, und insbesondere auf der Quermittelachse eines
rastermäßigen Steinabschnittes sitzen, insbesondere auf einem Viertel-Steinabschnitt.
4. Formstein nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch Verbundorgane zum
abgewinkelten Versatz von Formsteinen aufeinander, insbesondere von Formsteinen jeder
Breite und von Kastensteinen auf Läufersteinen, wobei die Abfolge der Zwischenräume
zwischen den konvexen Verbundorganen (nop,fed, fnp) mit der Abfolge der verschiedenen
Steinbreiten maßlich abgestimmt ist und die konvexen Verbundorgane (nop,fed,fnp) abgewinkelten
Steine in entsprechend abgewinkelte, konkave Verbundorgane (pfa,nut,hkl) eingreifen,
die insbesondere im rechtwinkligen Querversatz entweder auf eine rastermäßige Zunahme
der Steinbreiten in relativ kleinen Rasterschritten, z.B. in Zehntel-Steinabschnitten
abgestimmt sind oder sich über so große Länge des Formsteines erstrecken, daß diese
die konvexen Verbundorgane (vsn,hkl) von Formsteinen jeder vorkommenden Breite aufnehmen
können .
5. Formstein nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerflächen
und die angrenzenden Steinwandungen Ausnehmungen zur kraftschlüssigen Verbindung mit
einfließender Füllmasse aufweisen, die sich nach innen hin öffnen, wobei die Ausnehmungen
insbesondere zugleich als konkave Verbundorgane ausgebildet sind und die Form von
Mörtelkanülen (mök) oder die Form von nach innen sich keilförmig öffnenden, falzartigen
Hohlkeilen (hkl) haben, wobei die Hohlkeile (hkl) insbesondere in die obere und die
untere Lagerfläche eingelassen sind und sich um die Lagerfläche herum spiegelsymmetrisch
ergänzen.
6. Formstein nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die konkaven
Verbundorgane als Versatznuten (vsn) ausgebildet sind, die eine größere Längenerstreckung
aufweisen als die entsprechenden konvexen Verbundorgane, wobei die Versatznuten als
Hohlkeile (hkl) ausgebildet sind und in der Längsmitte des Formsteines angeordnet
sind und wobei insbesondere zwei Nutpfannen (npf) zu einer durchgehenden Versatznut
( vsn ) zusammengefaßt sind, indem deren rastermäßige Abteilung in der Steinmitte
weggelassen ist.
7. Formstein nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbundorgane
(nop) zum abgewinkelten gelenkigen Versatz aufeinander entweder auf einer rotationssymmetrischen
Linie um die Drehachse des Gelenkes herum liegen oder selbst rotationssymmetrische
Form haben und mit ihrem Mittelpunkt im Drehpunkt liegen, wobei die konkaven Verbundorgane
insbesondere als nicht unterbrochene Nuten (nut) sowie als Hohlkeile (hkl) ausgeformt
sind, wobei ein Gelenkstein in seinem Grundriß insbesondere einen Gelenkkopf aufweist,
der aus einer kreisförmigen, insbesondere dreiviertelkreis-förmigen Wandung gebildet
ist, sowie eine Gelenkpfanne, die kreisförmig, insbesondere viertelkreisförmig anschließt.
8. Formstein nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Formstein
vertikale und horizontale Verfüllkanäle (vhk,vvk,hzk) aufweist, die dadurch gebildet
sind, daß die Wandungen über die Stege hinausragen, wobei die Verfüllkanäle insbesondere
auf beiden Seiten der Lager- und der Stoßfugen liegen und wobei ein Vier-Viertel-Formstein
entweder zwei randständige, halbe Verfüllkanäle und einen ganzen,mittigen Verfüllkanal
aufweist und/oder insbesondere die Stege weiter geteilt sind, so daß sich schmälere
Vertikalkanäle an den Viertelspunkten und breitere am Rand und der Mitte bilden.
9. Formstein nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß dieser zum
Bau von Trockenmauern oder Pflaster keine Ausnehmungen oder Vertikallochungen ( zr
) zum Einbringen von Spanngliedern enthält, die insbesondere zum Einbringen von Muttern
(mut), insbesondere versenkten Muttern (mut) und Druckverteilungselementen an den
Öffnungen entweder aufgeweitet oder an den abgeflachten, konvexen Verbundorganen am
Rand (ran) entsprechend abgeflacht sind.
10. Formstein nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen
und die unteren horizontalen Halb-Verfüllkanäle (hvr,hzk) nach außen hin trapezoid
sich öffnende Querschnittsformen haben und daß die horizontalen Halb-Verfüllkanäle
insbesondere auf einer Seite flacher als auf der anderen Seite ausgebildet sind, indem
die Stege (stg) in vertikaler Richtung assymmetrisch angebracht sind.
11. Formstein nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stege ( stg ) im Querschnitt keilförmig ausgebildet sind.
12. Formstein nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß konkave Verbundorgane
auch auf der Seite des Formsteines angeordnet sind, auf der die konvexen Verbundorgane
sitzen, wobei diese konkaven Verbundorgane insbesondere an der Längsmitte des Formsteines
angeordnet und als Versatznuten ( vsn ) und als Hohlkeile ( hkl ) ausgebildet sind.
13. Formstein nach einem der Ansprüche 1 bis 12, insbesondere nach den Ansprüchen 9 und
11, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (stg) zum Einlegen von Armierung (arm) Positionierungsrillen
(ril) aufweisen, die in Querrichtung des Formsteines den gesamten Steg in ununterbrochener
Abfolge parallel überziehen, wobei die Abfolge der Rillen im randnahen Bereich bei
Formsteinen unterschiedlicher Breite gleich und in Längsrichtung fluchtend ist und
wobei die Rillen insbesondere an den oberen und unteren Stegseiten angeordnet sind
und die Stege (stg ) an deren sich verbreiternden Übergang in die Wandungen (stb)
oder die Wandungen selbst hinterschneiden, so daß sich Schwalbenschwänze (ssz) zur
Verkrallung der Wandungen mit dem Füllmassenkern bilden.
14. Formstein nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohdichte,
das Schwindmaß und der Elastizitätsmodul des Steinmaterials den Werten der einzubringenden
Füllmasse entsprechen, wobei das Material insbesondere eine Rohdichte von mindestens
1,8 kg/kbdm aufweist und insbesondere aus Kalksandstein mit einer Rohdichte von 1,8
bis 2,2 kg/kbdm besteht.
1. A moulded brick for the erection of compound compound arrangements in dry assembly,
in particular a shell brick for the subsequent filling of casting mortar, free-flowing
concrete or the like, comprising side walls, stays connecting the latter, and joining
members for a different positioning, in particular transversely to a brick wall, said
joining members being composed of convex joining members consisting of convex joining
members projecting at least at one side of the moulded brick and of concave joining
members integrated at least at one side of the moulded brick, characterized by that
the edges prone to breakage of the joining members (nop, fed, fnp; pfa, nut) are rounded
off, the cross-sectional shapes of the joining members (nop, fed, fnp; pfa, nut) are
flattened and the horizontal-sectional shapes, in particular the abutting flanks,
of the joining members (nop, fed, fnp; pfa, nut) are rounded off, the convex joining
members (nop, fed, fnp) being adapted in particular as knubs (nop) having a completely
circular or oval horizontal section or as elongated key knubs (fnp) with a length
to width ratio of approximately 4:1 and with ends rounded off with semi-circles or
quarter circles or as elongated keys (fed) with a length to width ratio of more than
4:1, the concave joining members (pfa, nut) being adapted as pans (pfa) for receiving
the knubs (nop), as slots (nut) for receiving the key knubs (fnp) or as slots (nut)
for receiving the keys (fes), slots (nut) for receiving straight convex joining members
extending linearly, in particular at the abutting faces, for receiving curved convex
joining members extending in curved manner, however.
2. A moulded brick according to claim 1, characterized by that the concave joining members
(pfa, nut) have steeper flanks than the convex joining members (nop, fed, fnp).
3. A moulded brick according to claim 1 or 2, characterized by joining members for differently
positioning the moulded bricks in the longitudinal direction of the compound brick
arrangement, the convex joining members (nop, fed, fnp) not extending over the entire
longitudinal length of the moulded brick, but being interrupted, and resting in particular
on the transverse centre axis of a grid-type brick section, in particular on a quarter
brick section.
4. A moulded brick according to one of claims 1 to 3, characterized by joining members
for an angled placing of the moulded bricks upon one another, in particular runner
bricks of any width and box bricks upon runner bricks, the sequence of the clearances
between the convex joining members (nop, fed, fnp) being dimensionally fitted to the
sequence of the different brick widths and the angled bricks engaging into correspondingly
angled concave joining members (pfa, nut, hkl) which in particular in the rectangular
transverse arrangement are fitted to a grid-type increase of the brick widths in relatively
small grid steps, for instance one tenth brick sections, or extend over so large lengths
of the moulded brick that these can receive the convex joining members (vsn, hkl)
of moulded bricks of any existing width.
5. A moulded brick according to one of claims 1 to 4, characterized by that the bearing
surfaces and the adjacent brick walls comprise recesses for a pressure locking connection
with flowing in filling mass, said recesses opening inwardly and being also adapted
as concave joining members and having the shape of mortar channels (mök) or of fold-type
hollow wedges (hkl) opening inwardly in a wedge-type manner, the hollow wedges (hkl)
being integrated in particular in the upper and lower bearing surfaces and complementing
one another symmetrically about the bearing surface.
6. A moulded brick according to one of claims 1 to 5, characterized by that the concave
joining members are adapted as placing slots (vsn) extending over a longer length
than the respective convex joining members, the placing slots being adapted as hollow
wedges (hkl) and being disposed in the longitudinal centre of the moulded brick, and
in particular two slot pans (npf) being combined to a continuous placing groove (vsn),
by omitting its grid-type partitioning in the brick centre.
7. A moulded brick according to one of claims 1 to 6, characterized by that the joining
members (nop) for an angled, flexible placing upon one another are disposed either
on a rotationally symmetrical line about the axis of rotation of the joint or have
themselves a rotationally symmetrical shape and have their centres in the point of
rotation, the concave joining members being formed in particular as not interrupted
slots (nut) and as hollow wedges (hkl), a joint brick comprising in its horizontal
section in particular a joint head formed of a circular, in particular three quarters
circular wall, and a joint pan following in a circular, in particular quarter circular
arrangement.
8. A moulded brick according to one of claims 1 to 7, characterized by that the moulded
brick comprises vertical and horizontal filling channels (vhk, vvk, hzk) formed by
that the walls extend over the stays, the filling channels being placed in particular
on both sides of the bearing and butt joints and a four quarters moulded brick comprising
either two border half-filling channels and one centre full-filling channel and/or
the stays being further partitioned so that narrower vertical channels are formed
at the quarter positions and wider ones at the border and in the centre.
9. A moulded brick according to one of claims 1 to 8, characterized by that for the erection
of dry walls or pavement it does not include any recesses or vertical perforations
for mounting tensioning members which are in particular for mounting nuts (mut), in
particular sunk nuts (mut), and pressure distribution members at the apertures either
widened or are flattened at the flattened convex joining members at the edges (ran).
10. A moulded brick according to one of claims 1 to 9, characterized by that the upper
and lower horizontal half-filling channels (hvr, hzk) have trapezoidal outwardly opening
cross-sectional shapes, and that the horizontal half-filling channels are in particular
flatter on one side than on the other side, by asymmetrically mounting the stays (stg)
in the vertical direction.
11. A moulded brick according to one of the preceding claims, characterized by that the
stays (stg) have wedged cross-sections.
12. A moulded brick according to one of claims 1 to 11, characterized by that the concave
joining members are also disposed on the other side of the moulded brick where the
convex joining members are disposed, said concave joining members being disposed in
particular in the longitudinal centre of the moulded brick and being adapted as placing
grooves (vsn) or as hollow wedges (hkl).
13. A moulded brick according to one of claims 1 to 12, in particular claims 9 and 11,
characterized by that the stays (stg) for incorporating reinforcements (arm) have
positioning grooves (ril) parallely extending over the complete stay in a transverse
direction and an uninterrupted sequence, the sequence of the grooves in the edge area
for moulded bricks having different widths being identical and being flush in the
longitudinal direction, and the grooves being disposed in particular at the upper
and lower stay sides and undercutting the stays (stg) at their widening transitions
into the stay bases (stb) or undercutting the latter themselves so that dovetails
(ssz) for locking the bases to the filling mass core are formed.
14. A moulded brick according to one of claims 1 to 13, characterized by that the bulk
density, the shrinkage percentage and the elasticity modulus of the brick material
correspond to the values of the filling mass to be brought in, the material having
in particular a bulk density of at least 1.8 kg/kbdm and consisting in particular
of chalky sandstone having a bulk density of 1.8 to 2.2 kg/kbdm.
1. Brique moulée pour la construction d'appareils de maçonnerie par décalage à sec, particulièrement
brique de coffrage, destinée au remplissage ultérieure avec du mortier de coulage,
du béton fluidifié ou similaire, à parois latérales avec âmes reliant ces parois et
à organes de liaison assurant le positionnement immuable, en particulier dans le sens
transversal d'un mur, les organes de liaison comportant des organes convexes de liaison
en saillie sur au moins une face de la brique moulée et des organes concaves de liaison
noyées dans au moins une face de la brique moulée, caractérisée par ce que les arrêtes
en danger de rupture des organes de liaison (nop, fed, fnp; pfa, nut) sont arrondies,
que les formes de section des organes de liaison (nop, fed, fnp; pfa, nut) sont aplaties
et que les formes de plan, en particulier les flancs d'arrêt, des organes de liaison
(nop, fed, fnp; pfa, nut) sont arrondies en creux, les organes convexes de liaison
(nop, fed, fnp) étant réalisés sous forme de boutons (nop) à forme de plan en cercle
entier ou ovale ou bien sous forme de boutons oblongs en languette (fnp) à rapport
longueur/largeur d'environ quatre à un et à bouts arrondis en creux en demi-cercle
ou quart de cercle ou sous forme de languettes longues (fed) à rapport longueur/largeur
supérieure de quatre à un, les organes concaves de liaison (pfa, nut) étant réalisés,
en particulier, sous forme de poches (pfa) destinées au logement des boutons (nop),
sous forme de poches en rainure (nut) destinées au logement des boutons en languette
(fnp) ou sous forme de rainures (nut) destinées aux logements des languettes (fed),
les rainures (nut) destinées aux logements d'organes convexes de liaison à allure
rectiligne présentant une allure rectiligne, en particulier aux surfaces d'about,
et les rainures destinées aux logements des organes convexes de liaison à allure ou
à disposition en arc présentant une allure en arc.
2. Brique moulée suivant la revendication 1, caractérisée par ce que les organes concaves
de liaison (pfa, nut) présentent des flancs plus raides que les organes convexes de
liaison (nop, fed, fnp).
3. Brique moulée suivant la revendication 1 ou 2, caractérisée par des organes de liaison
assurant le positionnement immuable des briques moulées en sens longitudinal de l'appareil
de maçonnerie, les organes convexes de liaison (nop, fed, fnp) ne s'étendant pas sur
toute la longueur de la brique moulée, mais étant interrompus et reposant, en particulier,
sur l'axe central transversal d'un segment modulaire de brique, en particulier sur
un quart de brique.
4. Brique moulée suivant une des revendications 1 à 3, caractérisée par des organes de
liaison permettant le décalage en angle de briques moulées entre eux, en particulier
de briques moulées de largeurs quelconques et de briques en caisson sur des briques
de parement, la suite des espacements entre les organes convexes de liaison (nop,
fed, fnp) étant accordés, quant aux dimensions, à la suite des largeurs diverses des
briques et les organes convexes de liaison (nop, fed, fnp) des briques disposées en
angle étant en prise avec des organes concaves de liaison (pfa, nut, hkl) disposées
en angle de manière correspondante, ces derniers organes de liaison étant accordés,
en particulier lors d'un décalage transversal rectangulaire, à une augmentation modulaire
des largeurs de brique en pas modulaires relativement petits, par exemple en segments
de dixième de brique, ou bien s'étendent sur une telle longueur de la brique qu'ils
permettent le logement des organes convexes de liaison (vsn, hkl) de briques moulées
de toutes les largeurs existantes.
5. Brique moulée suivant une des revendications 1 à 4, caractérisée par ce que les surfaces
d'appui et les parois des briques adjacentes présentent des creux permettant la liaison
par adhérence de la matière de remplissage étant introduite, ces creux s'ouvrant vers
l'intérieur et, en particulier, ces creux étant réalisés sous forme d'organes concaves
de liaison et présentant la forme de passages de mortier (mök) ou de cales creuses
(hkl) évasées de manière cunéiforme vers l'intérieur, les cales creuses (hkl) étant
noyées, en particulier, dans les surfaces d'appui supérieure et inférieure et complétant
l'une l'autre de manière antisymétrique des deux côtés de la surface d'appui.
6. Brique moulée suivant une des revendications 1 à 5, caractérisée par ce que les organes
concaves de liaison sont réalisés sous forme de rainures décalées (vsn) présentant
une longueur plus grande que les organes convexes de liaison correspondants, les rainures
décalées étant réalisées sous forme de cales creuses (hkl) et étant disposées dans
l'axe longitudinal de la brique moulée et, en particulier, les deux poches en rainures
(npf) étant réunies pour former, grâce à la suppression de leur séparation modulaire
au milieu de la brique, une rainure décalée continue (vsn).
7. Brique moulée suivant une des revendications 1 à 6, caractérisée par ce que les organes
de liaison (nop) permettant le décalage articulé angulaire d'une brique sur l'autre
sont disposés sur une ligne à symétrie de révolution autour de l'axe de pivotement
de l'articulation ou bien présentent elles mêmes une forme à symétrie de révolution
dont le centre coïncide avec le centre de pivotement, les organes concaves étant réalisés,
en particulier, sous forme de rainures continues (nut) ainsi que sous forme de cales
creuses (hkl), une brique articulée presentant, dans son plan, en particulier une
tête d'articulation réalisée sous forme d'une paroi circulaire, en particulier d'une
paroi en forme de trois quart de cercle, ainsi qu'un coussinet d'articulation disposé
de sorte qu'il forme une continuation circulaire, en particulier une continuation
de forme de quart de cercle.
8. Brique moulée suivant une des revendications 1 à 7, caractérisée par ce que la brique
moulée présente des passages verticaux et horizontaux de remplissage (vhk, vvk, hzk)
formé par ce que les parois dépassent les âmes, les passages de remplissage étant
disposés, en particulier, des deux côtés des joints d'assise et des joints de bout
et la brique moulée quatre quarts présentant deux demi-passages périphériques de remplissage
et un passage central complet de remplissage et/ou que les âmes, en particulier, sont
subdivisés de sorte que des passages verticaux plus étroits soient formés aux points
de partage en quatre et des passages plus larges soient formés au bord et au centre.
9. Brique moulée suivant une des revendications 1 à 8, caractérisée par ce que cette
brique, en vue de la construction de murs en pierres sèches ou de pavé, ne présente
pas de creux ou de trous verticaux (zr) permettant l'introduction de membres de précontrainte
qui, en particulier en vue de l'introduction d'écrous (mut), en particulier d'écrous
noyés (mut), et d'éléments de répartition de compression, sont évasés aux ouvertures
ou, au niveau des organes convexes et aplatis de liaison disposés au bord (ran), sont
aplatis de manière correspondante.
10. Brique moulée suivant une des revendications 1 à 9, caractérisée par ce que les demi-passages
supérieur et inférieur de remplissage (hvr, hzk) présentent, vers l'extérieur, des
formes de section s'ouvrant de manière trapézoïdale et que, grâce à la disposition
asymétrique en sens vertical des âmes (stg), les demi-passages horizontaux de remplissage
sont réalisés en particulier de l'un côté de manière moins profonde que de l'autre
côté.
11. Brique moulée suivant une des revendications ci-dessus, caractérisée par ce que les
âmes (stg) présentent une section cunéiforme.
12. Brique moulée suivant une des revendications 1 à 11, caractérisée par ce que les organes
concaves de liaison sont également disposés de l'autre côté de la brique moulée où
les organes convexes de liaison sont disposés, ces organes concaves de liaison étant
disposés en particulier le long de l'axe longitudinale de la brique moulée et étant
réalisés sous forme de rainures décalées (vsn) ainsi que sous forme de cales creuses
(hkl).
13. Brique moulée suivant une des revendications 1 à 12, en particulier suivant les revendications
9 et 11, caractérisée par ce que les âmes (stg) permettant la pose d'armatures (arm)
présentent des rainures de positionnement (ril) couvrant, en sens transversale de
la brique moulée, la totalité de l'âme en une suite ininterrompue de manière parallèle,
la suite des rainures étant, en cas de briques moulées de largeurs diverses, égales
et alignées en sens longitudinal, tandis que les rainures sont disposées, en particulier,
aux côtés supérieur et inférieur des âmes et contre-dépouillent les âmes (stg) leur
congé de rapport élargi avec les parois (stb) ou bien les parois elles-mêmes, de sorte
que des queues d'aronde (ssz) soient formés assurant la liaison par griffes des parois
avec le noyau en matière de remplissage.
14. Brique moulée suivant une des revendications 1 à 13, caractérisée par ce que la densité
brute, le retrait et le module d'élasticité de la matière de brique correspondent
à ceux de la matière de remplissage à introduire, cette matière présentant, en particulier,
une densité brute d'au moins 1,8 kg/dm³ et consistant en brique silico-calcaire d'une
densité brute de 1,8 à 2,2 kg/dm³.