[0001] Leimwerke und Vorschmelzer werden bei Buchbindeanlagen in Klebebindern eingesetzt,
um innerhalb der kompletten Buchbindeanlage ein automatisches Verleimen von Buchrücken
durchführen zu können. Um einen kontinuierlichen Produktionsablauf zu gewährleisten,
wird das Leimbecken des Leimwerks automatisch vom Vorschmelzer mit Leim versorgt,
so daß mit Hilfe der in den Leim eintauchenden Auftragswalzen ein automatisches Verleimen
der Buchrücken erfolgen kann.
[0002] Bei dem Vorschmelzer (auch "Premelter" genannt) kommen als Hotmelt bezeichnete Leime
bzw. Klebstoffe zur Anwendung, die als Granulat in den Vorschmelzer eingefüllt und
darin geschmolzen werden. Dieser flüssige Leim wird dann dem Leimbecken des Leimwerks
für das Verleimen der Buchrücken zugeführt.
[0003] Es ist üblich, den Vorschmelzer getrennt von dem Leimwerk als separaten Bestandteil
oberhalb des Leimwerks anzuordnen, wie dies in dem deutschen Gebrauchsmuster DE-U-86
12 0̸70̸.0̸ beschrieben ist. Mit solchen bekannten Vorschmelzern läßt sich zwar grundsätzlich
ein Klebebinder betreiben, allerdings treten dabei verschiedene Probleme auf.
[0004] Von Nachteil ist die Niveauregelung, mit welcher gewährleistet werden soll, daß im
Leimbecken des Leimwerks eine ausreichende Menge von flüssigem Leim zur Verfügung
steht, so daß über die Auftragswalzen eine zufriedenstellende Verleimung der Buchrücken
gewährleistet ist. Zum Zwecke der Niveauregelung ist es bekannt, im Leimbecken einen
Sensor anzuordnen, der die Zufuhr des Heißleims vom Vorschmelzer steuert. Wenn der
Sensor feststellt, daß ein bestimmtes Flüssigkeitsniveau des Heißleims im Leimbecken
des Leimwerks unterschritten ist, wird der Zulauf von dem oberhalb angeordneten Vorschmelzer
freigegeben, und das Leimbecken wird aufgefüllt. Wenn danach ein bestimmter oberer
Pegel von dem Sensor ermittelt ist, wird der Zulauf gestoppt, bis aufgrund des verbrauchten
Leims ein unteres Niveau erreicht ist.
[0005] Bei dieser Niveauregelung erfolgt ein intermittierender Betrieb, indem der in dem
Vorschmelzer verflüssigte Leim zu bestimmten Zeiten in das Leimbecken läuft. Es sind
daher Ventile am unteren Boden des Vorschmelzers erforderlich, welche die Leimzufuhr
freigeben oder unterbinden, und diese Ventile müssen ständig beheizt werden, damit
sie ihre Funktion einwandfrei erfüllen können. Die zur Ermittlung des jeweiligen Niveaus
verwendeten Sensoren sind wegen ihres Einsatzes bei dem Heißleim störanfällig, so
daß es erforderlich ist, die Sensoren des öfteren zu erneuern bzw. zu reinigen.
[0006] Damit von dem Vorschmelzer immer eine ausreichende Menge von Heißleim für das Leimbecken
des Leimwerks nachgeliefert werden kann, ist es von Zeit zu Zeit erforderlich, den
Vorschmelzer von oben her mit Granulat zu füllen, aus dem sich beim Erwärmen der flüssige
Heißleim bildet. Hier besteht nun ein weiterer Nachteil darin, daß der Vorschmelzer
oberhalb des Leimwerks angeordnet ist, und daß es somit schwierig ist, den Vorschmelzer
mit dem Granulat zu füllen. Die Bedienungsperson muß zu diesem Zweck auf eine Leiter
oder dergleichen steigen, weil die Einfüllhöhe des oberhalb des Leimwerkes angeordneten
Vorschmelzers so groß ist, daß sie normalerweise nicht vom Boden aus zu erreichen
ist.
[0007] Abgesehen davon, daß immer eine Leiter oder dergleichen zur Verfügung stehen muß,
wird durch ein solches Einfüllen auch eine gewisse Unfallgefahr hervorgerufen, weil
die Bedienungsperson auf der Leiter nicht so sicher steht, wie auf dem Boden.
[0008] Außerdem stellt sich auch die Energiebilanz bzw. der Wirkungsgrad als nachteilig
dar. Der oberhalb des Leimwerks frei angeordnete Vorschmelzer strahlt nämlich einen
wesentlichen Teil der zum Schmelzen des Granulats benötigten Wärme an die Umgebung
ab. Da der Vorschmelzer jedoch auf eine bestimmte Mindest-Temperatur gehalten werden
muß, um das Granulat zu schmelzen und den geschmolzenen Leim flüssig zu halten, ergibt
sich ein schlechter Wirkungsgrad.
[0009] Schließlich ist aus der GB-A-20 50 873 ein Leimwerk bekannt, bei dem ein Leimbecken
und ein Vorschmelzer in das Leimwerk integriert sind und mittels einer Leimpumpe Heißleim
über ein Förderrohr vom Vorschmelzer in das Leimbecken gepumpt wird. Bei dieser Ausführung
sind der Vorschmelzer und das Leimbecken seitlich voneinander abgesetzt. Eine Ausnutzung
der vom Vorschmelzer abgestrahlten Wärme für das Leimwerk ist dadurch nicht möglich.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Leimwerk mit zugeordnetem Vorschmelzer
zu schaffen, wobei die Energiebilanz wesentlich verbessert und die Bedienung beim
Nachschütten des Granulats gefahrloser und einfacher wird.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgabe beschreitet die Erfindung den neuen und überraschenden
Weg, den bisher separat vom Leimwerk angeordneten Vorschmelzer in das Leimwerk selbst
zu integrieren.
[0012] Das Leimwerk stellt sich als ein Gehäuse dar, dessen Seitenwände einen rechteckigen
Innenraum bilden. Im oberen Bereich des Leimwerkes befindet sich dabei in an sich
bekannter Weise das Leimbecken mit den Auftragswalzen. Erfindungsgemäß wird in vorteilhafter
Weise der untere Raum des Gehäuses dadurch ausgenutzt, daß hier der Vorschmelzer in
das Leimwerk integriert ist. Die Seitenwände des Leimwerkes bilden also im unteren
Teil zugleich die Begrenzungen für den Vorschmelzer. Das Leimwerk selbst kann demnach
in vorteilhafter Weise seine ursprünglichen Abmessungen durchaus beibehalten.
[0013] Um den flüssigen Heißleim vom unteren Vorschmelzer in den jetzt entgegen dem Stand
der Technik oberhalb befindlichen Leimbehälter zu fördern, ist eine Leimpumpe vorgesehen,
welche den Heißleim über ein Förderrohr, welches wegen der guten Wärmeleitfähigkeit
vorzugsweise als Kupferrohr ausgebildet ist, nach oben zum Leimbehälter transportiert.
Dabei endet das Förderrohr am unteren Boden des Leimbehälters, wo der Heißleim in
den Leimbehälter eintreten kann. Auch hierbei handelt es sich um eine neue Maßnahme,
denn beim Stand der Technik erfolgte die Zufuhr des Heißleims zum Leimbehälter von
oben her und nicht von unten.
[0014] Nach einer weiteren erfindungsgemäßen Maßnahme ist vorgesehen, mindestens eine Seitenwand
des Leimbehälters in ihrer Höhe so zu verringern, daß ein Überlauf gebildet wird.
Wenn das Niveau des Heißleims in dem Leimbehälter die Höhe dieses Überlaufs erreicht,
läuft der flüssige Heißleim über und gelangt nach unten in den Vorschmelzer zurück.
Dadurch kann die beim Stand der Technik erforderliche aufwendige und störanfällige
Niveauregelung entfallen. Die Leimpumpe wird nämlich bezüglich ihrer Leistung so eingestellt,
daß sie immer geringfügig mehr Heißleim in den Leimbehälte fördert, als von den Auftragswalzen
zum Leimen der Buchrücken verbraucht wird. Somit findet ein stetiger Überlauf statt,
d.h., der Heißleim wird in einem kontinuierlichen Kreislauf geführt.
[0015] Dabei ist die Leimpumpe ständig in Betrieb, so daß auch eine kontinuierliche Zuführung
von Heißleim zu dem Leimbecken erfolgt, was im Gegensatz zu dem beim Stand der Technik
vorgesehenen intermittierenden Betrieb steht. Dabei ist durch den Überlauf stets ein
gleichbleibendes Niveau des flüssigen Heißleimes innerhalb des Leimbehälters gewährleistet.
[0016] In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist es auch möglich, die Leistung
der Leimpumpe automatisch in Abhängigkeit der Arbeitsleistung bzw. Arbeitsgeschwindigkeit
des gesamten Klebebinders zu steuern. Je höher die Arbeitsgeschwindigkeit des Klebebinders
eingestellt ist, um so höher wird auch automatisch die Leistung der Leimpumpe. Eine
solche Anpassung der Zufuhr des Heißleimes zum Leimbecken des Leimwerkes war beim
Stand der Technik nicht bekannt. Erreichen läßt sich diese automatische Anpassung
durch eine einfache mechanische Kopplung mit den weiteren Antriebsaggregaten des gesamten
Klebebinders. Für die Pumpe selbst kann in vorteilhafter Weise eine Zahnradpumpe verwendet
werden.
[0017] Als Vorteil bei der Erfindung ist noch anzumerken, daß trotz des stetigen Überlaufs
des Heißleimes dieser nicht verlorengeht, denn der Heißleim wird ja im Sinne des schon
erwähnten Kreislaufes stets wieder dem Vorschmelzer zugeführt.
[0018] Die aus einem wärmeleitfähigen Material bestehende Wandung des Leimbeckens nimmt
in an sich bekannter Weise Heißstäbe auf, um den Heißleim auf die erforderliche Temperatur
zu halten. In einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung verläuft das Förderrohr
der Leimpumpe nach Art einer Rohrschlange in mehreren Windungen innerhalb der Gehäusewandung
bevor es am Boden des Leimbeckens für den Austritt des Heißleimes endet. Dadurch läßt
sich erreichen, daß der zugeführte Heißleim bereits mit der gewünschten Temperatur
in das Leimbecken eintritt.
[0019] Der Vorteil dieser Maßnahme besteht darin, daß im Sinne einer Energieeinsparung die
Temperatur des Vorschmelzers geringer als beim Stand der Technik gehalten werden kann,
da der dem Leimbecken zugeführte Heißleim seine eigentliche bestimmungsgemäße Arbeitstemperatur
innerhalb der sich in der Wandung des Leimbeckens erstreckenden Rohrschlange erhält
und dann mit diese Temperatur in das Leimbecken gelangt. Entscheidend ist hier auch
die Gleichmäßigkeit der Temperatur des gesamten im Leimbecken befindlichen Heißleimes.
[0020] Da bei der Erfindung eine kontinuierliche Zuführung des Heißleimes vorgesehen ist,
und da außerdem wegen der voranstehend geschilderten Maßnahme auch für eine gleichmäßige
Temperatur gesorgt wird, ergibt sich in vorteilhafter Weise, daß das Leimbecken des
Leimwerks vergleichsweise klein ausgebildet werden kann. Im Vergleich zum Stand der
Technik mit der intermittierenden Zuführung ist es nämlich nicht mehr erforderlich,
für eine gewisse Reserve zu sorgen. Vielmehr wird wegen des Überlaufes stets das erforderliche
Niveau eingehalten, wodurch das Fassungsvermögen des Leimbehälters verringert werden
kann.
[0021] Das geringere Volumen des Leimbeckens bei dem erfindungsgemäßen Leimwerk hat daneben
auch noch den weiteren Vorteil, daß sogenannte Verbrennungen des Heißleims weitgehend
vermieden sind. Solche Verbrennungen äußern sich dadurch, daß sich an den Wandungen
Feststoffe bilden, die bei einer Reinigung entfernt werden müssen. Die Gefahr der
Verbrennungen ist bei der Erfindung aber wesentlich geringer, weil in Verbindung mit
der erwähnten Rohrschlange, in der der Heißleim schon weiter aufgeheizt wird, wesentlich
weniger Energie erforderlich ist, um den Heißleim auf die gewünschte Temperatur zu
bringen. Die Energieeinsparung kann bis zu 50̸ % betragen.
[0022] Da sich der Vorschmelzer innerhalb des Leimwerkes und unterhalb des Leimbeckens befindet,
wird die Bedienung wesentlich erleichtert. Es ist nämlich möglich, das Granulat in
einer für eine Bedienungsperson normalen Füllhöhe über eine Rutsche in den Vorschmelzer
einzufüllen. Diese Rutsche ist in zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung als Bestandteil
einer der Seitenwände des Leimwerkes ausgebildet und läßt sich bei Bedarf nach außen
schwenken, um das Granulat einzuschütten. Im geschlossenen Zustand befindet sich die
klappbare Rutsche wie gesagt in einer Ebene mit der betreffenden Seitenwand, so daß
nach wie vor durch die Seitenwände des Leimwerkes ein geschlossener Raum gebildet
werden kann.
[0023] Dieser weitgehend abgeschlossene Raum des Leimwerks, in welchen der Vorschmelzer
integriert angeordnet ist, führt zu einem weiteren Vorteil der Erfindung. Die sich
beim Vorschmelzer zwangsläufig bildenden schädlichen Dämpfe bzw. die sich beim Heißleim
bildenden Gase können nämlich über einen in einer Seitenwand angeordneten Absaugstutzen
abgesaugt werden und somit nicht einfach in die unmittelbare Umgebung austreten. Da
diese Dämpfe über den Ablaufstutzen stetig entfernt werden, schadet es auch nicht,
wenn die voranstehend erwähnte klappbare Rutsche kurzzeitig geöffnet wird, um Granulat
nachzufüllen.
[0024] Das Absaugen der schädlichen Heißleim-Dämpfe wirkt sich vorteilhaft auf die Wartungsarbeiten
aus, weil damit eine wesentlich verringerte Kondensatbildung im gesamten Bereich des
Leimwerkes erzielt wird, so daß Reinigungsarbeiten nur noch in großen Zeitabständen
erforderlich sind.
[0025] Im übrigen wirkt sich das im wesentlichen geschlossene Gehäuse des Vorschmelzers
bzw. des Leimwerks auch dahingehend positiv aus, daß die Abwärme des Vorschmelzers
zum größten Teil innerhalb des Gehäuses verbleibt und nicht als nutzlose Wärme nach
außen gelangt. Dadurch wird die Energiebilanz weiter verbessert.
[0026] Es wurde weiter oben schon erwähnt, daß der Transport des Heißleims vom Vorschmelzer
zum Leimbecken über die beheizten Rohrschlangen erfolgt, wodurch eine Temperaturerhöhung
des Leimes auf die Verarbeitungstemperatur erfolgt, und daß nur ein relativ kleines
Leimvolumen im Leimbecken erforderlich ist. Dadurch ergeben sich in der Praxis sehr
kurze Aufheizzeiten sowie eine schnellere Umwälzung mit der Folge, daß kaum ein Verbrennen
des Leimes zu beobachten ist. Von entscheidender Bedeutung ist hierbei aber die wesentliche
Energieeinsparung, die wie gesagt bis zu 50̸ % gegenüber der herkömmlichen Lösung
beim Stand der Technik beträgt.
[0027] Zum besseren Verständnis wird die Erfindung nachfolgend anhand des in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Querschnittsansicht eines Leimwerkes mit einem integrierten Vorschnmelzer,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht eines Leimbehälters,
- Fig. 3
- eine Draufsicht eines Leimbehälters, und
- Fig. 4
- eine schematische perspektivische Darstellung eines Leimbehälters.
[0028] Das in Fig. 1 zeichnerisch dargestellte Leimwerk 10̸ umfaßt in seinem unteren Teil
einen in das Leimwerk 10̸ integrierten Vorschmelzer 12. Das Leimwerk 10̸ besitzt vier
Seitenwände 14, die im unteren Teil zugleich auch die Seitenwände für den Vorschmelzer
12 mit dem Boden 44 bilden. Unterhalb dieses Bodens 44 befinden sich vier Rollen 16,
so daß das Leimwerk 10̸ mit dem integrierten Vorschmelzer 12 selbständig bewegbar
ist.
[0029] Der unten innerhalb des durch die Seitenwände 14 und den Boden 44 gebildeten Raumes
als Bestandteil des Leimwerkes 10̸ befindliche Vorschmelzer 12 besitzt mehrere senkrecht
verlaufende Heizelemente 18, um ein eingefülltes Granulat zu erhitzen, um so den flüssigen
Heißleim zu bilden. Zur Erzielung einer optimalen Ausnutzung der erzeugten Wärme werden
die Heizelemente im Querschnitt etwa kreuzförmig ausgebildet, wodurch sich eine große
Oberfläche für die abzugebende Wärme ergibt.
[0030] An einer Seitenwand 14, vorzugsweise an der Rückwand, befindet sich oberhalb des
Vorschmelzers 12 ein Absaugstutzen 20̸, über welchen die von dem Heißleim des Vorschmelzers
12 erzeugten Dämpfe abgesaugt werden können.
[0031] Im oberen Teil des Leimwerkes befindet sich ein Leimbecken 22, dem Auftragswalzen
24 zugeordnet sind. Die Auftragswalzen 24 tauchen in den im Leimbecken befindlichen
flüssigen Leim ein und bewirken in bekannter Weise die Verleimung von Buchrücken,
die oben über die Auftragswalzen 24 geführt werden. Der geschmolzene flüssige Leim
des Vorschmelzers 12 wird mit Hilfe einer Leimpumpe 32 über ein Förderrohr 34 nach
oben in das Leimbecken 22 transportiert. Dabei verläuft das Förderrohr nach Art einer
Rohrschlange in mehreren Windungen innerhalb der Wandung des Leimbeckens 22, wobei
sich in dieser Wandung auch noch Heizstäbe 30 befinden. Das Förderrohr 34 verläuft
dabei möglichst nahe zu den Heizstäben 30̸, und das Förderrohr 34 endet am unteren
Boden des Leimbeckens in einer Zuführungsöffnung 36.
[0032] Wie insbesondere in Fig. 1 - 4 zu erkennen ist, besitzt das Leimbecken 22 an den
beiden Längsseiten je einen Überlauf 26. Nach außen hin schließt sich an den Überlauf
26 jeweils ein Trichter 28 an, durch den der überschüssige Leim wieder nach unten
in den Vorschmelzer gelangt.
[0033] Fig. 3 zeigt an der linken Querwand des Leimbeckens 20̸ noch zwei zusätzliche Überläufe
42. Durch die Drehung der linken Auftragswalze wird in diesem Bereich der Pegel des
flüssigen Leimes nämlich etwas angehoben, weil die Auftragswalze 24 den flüssigen
Leim mitnimmt. Durch die beiden zusätzlichen Überläufe wird der überschüssige Leim
ebenfalls nach unten zum Vorschmelzer 12 abgeleitet und steht wieder zur Verfügung.
[0034] Zum Nachfüllen des Vorschmelzers 12 mit Granulat befindet sich gemäß Fig. 1 in der
einen Seitenwand 14 eine klappbare Rutsche 40̸. Durch den Doppelpfeil A ist die mögliche
Schwenkbewegung dieser Rutsche angedeutet, die in ihrer in Fig. 1 gezeigten Offenstellung
den Nachfüllvorgang ermöglicht. Da sich der Vorschmelzer 12 im unteren Teil des Leimwerkes
10̸ befindet, ergibt sich eine bedienungsfreundliche und angenehme Füllhöhe. Nach
dem Verfüllen wird die Rutsche in die gestrichelt gezeichnete Lage zurückgeschwenkt,
wodurch die Seitenwand 14 wieder geschlossen ist.
1. Leimwerk (10) mit zugeordnetem, in das Leimwerk (10) integriertem Vorschmelzer (12)
für einen Klebebinder, wobei das Leimwerk ein Leimbecken (22) umfaßt, das vom Vorschmelzer
(12) mittels einer Leimpumpe (32) über ein Förderrohr (34) automatisch mit Heißleim
versorgt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das vier Seitenwände (14) und einen Boden (44) umfassende Leimwerk (10) im unteren
Teil zugleich die Seitenwände (14) und den Boden (44) des Vorschmelzers (12) bildet
und daß das Leimbecken (22) im oberen Bereich des Leimwerkes (10) angeordnet ist.
2. Leimwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderrohr (34) an unteren
Boden des Leimbeckens (22) endet.
3. Leimwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderrohr (34) nach
Art einer Rohrschlange in mehreren Windungen innerhalb der Gehäusewandung des Leimbeckens
(22) verlauft.
4. Leimwerk nach einem der vorherigen Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
eine Seitenwand (14) des Leimbeckens (22) in ihrer Höhe verringert ist, so daß ein
Überlauf (26) gebildet wird.
5. Leimwerk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Leimpumpe (32) ständig in
Betrieb ist, so daß eine kontinuierliche Zufuhrung von Heißleim zum Leimbecken (22)
erfolgt.
6. Leimwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Leistung der Leimpumpe (32)
automatisch in Abhängigkeit von der Arbeitsleistung bzw. Arbeitsgeschwindigkeit des
Klebebinders gesteuert ist.
7. Leimwerk nach einem der vorherigen Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß in
einer Seitenwand (14) des Leimwerkes (10) eine nach außen schwenkbare Rutsche (40)
vorgesehen ist.
8. Leimwerk nach einem der vorherigen Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß in
einer Seitenwand (14) des Leimwerkes (10) bzw. des Vorschmelzers (12) ein Absaugstutzen
(20) vorgesehen ist.
1. Pasting device (10) with associated premelter (12) integrated into the pasting device
(10), for an adhesive binding machine, wherein the pasting device comprises a paste
tank (22) which is automatically supplied with hot paste from the premelter (12) by
means of a paste pump (32) through a delivery pipe (34), characterized in that the
pasting device (10), comprising four side walls (14) and a bottom (44), forms in the
lower part also the side walls (14) and the bottom (44) of the premelter (12), and
that the paste tank (22) is disposed in the upper region of the pasting device (10).
2. Pasting device according to Claim 1, characterized in that the delivery pipe (34)
terminates at the lower bottom of the paste tank (22).
3. Pasting device according to Claim 1 or 2, characterized in that the delivery pipe
(34) runs in the manner of a pipe coil in several turns inside the housing wall of
the paste tank (22).
4. Pasting device according to one of the preceding Claims 1 to 3, characterized in that
at least one side wall (14) of the paste tank (22) is reduced in height, so that an
overflow (26) is formed.
5. Pasting device according to Claim 4, characterized in that the paste pump (32) is
continually in operation, so that a continuous feed of hot paste to the paste tank
(22) takes place.
6. Pasting device according to Claim 5, characterized in that the output of the paste
pump (32) is regulated automatically as a function of the output or output rate of
the adhesive binding machine.
7. Pasting device according to one of the preceding Claims 1 to 6, characterized in that,
in one side wall (14) of the pasting device (10), an outwardly pivotal chute (40)
is provided.
8. Pasting device according to one of the preceding Claims 1 to 7, characterized in that,
in one side wall (14) of the pasting device (10) or of the premelter (12), a suction
pipe connection (20) is provided.
1. Dispositif d'encollage (10) à agent de préfusion (12) intégré dans le dispositif d'encollage
(10) destiné à une brocheuse, qui comprend un bac de colle (22) qui est alimenté automatiquement
en colle chaude à partir de l'agent de préfusion (12) au moyen d'une pompe à colle
(32) par une canalisation (34), caractérisé en ce que le dispositif d'encollage (10), comportant quatre parois latérales (14) et un
fond (44), forme, en même temps, dans la partie inférieure les parois latérales (14)
et le fond (44) de l'agent de préfusion (12) et en ce que le bac de colle (22) est
situé dans la zone supérieure du dispositif d'encollage (10).
2. Dispositif d'encollage suivant la revendication 1, caractérisé en ce que la canalisation (34) se termine au fond inférieur du bac de colle (22).
3. Dispositif d'encollage suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la canalisation (34) fait, à la manière d'un serpentin, plusieurs tours à l'intérieur
de la paroi de l'enceinte du bac de colle (22).
4. Dispositif d'encollage suivant l'une des revendications précédentes 1 à 3, caractérisé en ce qu'au moins une paroi latérale (14) du bac de colle (22) a sa hauteur réduite pour
que soit formé un déversoir (26).
5. Dispositif d'encollage suivant la revendication 4, caractérisé en ce que la pompe à colle (32) est en service permanent pour produire vers le bac de colle
(22) une alimentation continue en colle chaude.
6. Dispositif d'encollage suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le débit de la pompe à colle (32) soit commandé automatiquement en fonction du
rendement effectif ou de la vitesse de travail du dispositif d'encollage.
7. Dispositif d'encollage suivant l'une des revendications précédentes 1 à 6, caractérisé en ce que, dans une paroi latérale (14) du dispositif d'encollage (10), est prévue une goulotte (40) pouvant basculer vers l'extérieur.
8. Dispositif d'encollage suivant l'une des revendications précédentes 1 à 7, caractérisé en ce que, dans une paroi latérale (14) du dispositif d'encollage (10) ou de l'agent de
préfusion (12), est prévue une tubulure d'aspiration (20).