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EP 0 480 118 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.07.1994 Patentblatt 1994/27 |
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Anmeldetag: 10.10.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B26F 3/00 |
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Einrichtung zum Auffangen des Flüssigkeitsstrahls einer Flüssigkeitsstrahl-Schneidmaschine
Receptacle for a fluid jet in a fluid jet cutting machine
Récipient pour un jet fluide dans une machine à couper à jet de fluide
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.04.1992 Patentblatt 1992/16 |
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Patentinhaber: Hediger, Peter |
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CH-5033 Buchs (CH) |
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Erfinder: |
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- Hediger, Peter
CH-5033 Buchs (CH)
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Vertreter: Rottmann, Maximilian R. |
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c/o Rottmann, Zimmermann + Partner AG
Glattalstrasse 37 8052 Zürich 8052 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 223 372 DE-C- 3 840 072
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EP-A- 0 270 364 US-A- 4 112 797
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Auffangen des Flüssigkeitsstrahls
einer Flüssigkeitsstrahl-Schneidmaschine, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Solche Flüssigkeitsstrahl-Schneidmaschinen sind bekannt und eignen sich zum Schneiden
der verschiedensten Materialien, wobei als Schneidflüssigkeit meistens Wasser verwendet
wird. Der Flüssigkeitsstrahl entströmt einer Düse mit einem Druck von bis zu 4000
bar und erlaubt das berührungslose Schneiden von Werkstücken aus Styropor, Rigips,
Holz, Fliesstoffen, Leder, Gummi, Textilien etc. Zum Schneiden von härteren Materialien,
wie Metall, Glas, Stein und dgl. werden der Schneidflüssigkeit Abrasivmittel wie Quarzsand,
Glasstaub, Korund etc. beigemischt.
[0003] Das strahlenförmige Trennmedium wird auf die Werkstückoberfläche gerichtet und die
Ausströmdüse meistens mittels einer CAD-Steuerung geführt. Der Strahl durchtrennt
den Werkstoff und tritt auf der Rückseite desselben wieder aus. Da der Strahl auch
nach dem Austritt aus dem geschnittenen Werkstoff noch eine sehr hohe Restenergie
besitzt, ist es unumgänglich, diese zu absorbieren.
[0004] Es wurde bereits vorgeschlagen hinter oder unter dem Werkstück ein Wasserbecken anzuordnen,
in welchem der Schneidstrahl aufgefangen wird. Das Wasserbecken muss dabei eine dicke
und widerstandsfähige Wandung besitzen, auf welche der Schneidstrahl auftrifft, wobei
es insbesondere bei der Verwendung von Abrasivmitteln oft nicht zu vermeiden ist,
dass die Wandung des Wasserbeckens beschädigt oder sogar zerstört wird. Um dies zu
verhüten, hat man bereits vorgeschlagen, im Wasserbecken ein Kugelbett anzuordnen,
welches aus einer Wanne besteht, die mit Kugeln aus Chromstahl oder Glas gefüllt ist.
Eine solche Vorrichtung hat sich grundsätzlich bewährt, ist jedoch verhältnismässig
gross, dementsprechend schwer und auch teuer. Die Rückgewinnung der Abrasivmittel
ist mit grossen Schwierigkeiten verbunden und oft gar nicht möglich.
[0005] Aus der US-A-4 112 797 ist eine Flüssigkeitsstrahl-Schneidmaschine mit den Merkmalen
des Oberbegriffes des Anspruchs 1 bekannt geworden, die zum Auffangen des aus dem
durchtrennten Werkstück austretenden Flüssigkeitsstrahls eine Wanne mit einer darin
angordneten Rostkonstruktion aufweist. Diese Rostkonstruktion ist durch eine Vielzahl
schräg-gestellter, untereinander paralleler Prallplatten gebildet. Damit ist zwar
erreicht, dass beim Schneiden mit zur Werkstückoberfläche lotrechtem Schneidstrahl
dieser schräg auf die Prallplatten auftrifft; beim Schneiden mit schräggestelltem
Schneidstrahl kann es jedoch vorkommen, dass die Prallplatten jegliche Wirkung verlieren.
Auch ist diese Lösung aufwendig und bedarf insbesondere hinsichtlich der Lagerung
der vielen Prallplatten einer aufwendigen Lösung.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine leichte und sehr wirksame Auffangvorrichtung
vorzuschlagen, welche trotzdem robust und widerstandsfähig ist und auch durch Flüssigkeitsstrahlen,
die Abrasivmittel enthalten, nicht beschädigt oder sogar zerstört wird. Ferner soll
die Auffangvorrichtung auch ein leichtes und einfaches Sammeln der Schneidflüssigkeit
und der Abrasivmittel zwecks Wiederverwendung ermöglichen.
[0007] Zu diesem Zweck wird eine Einrichtung zum Auffangen des Flüssigkeitsstrahls einer
Flüssigkeitsstrahl-Schneidmaschine gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1 vorgeschlagen,
welche nach den kennzeichnenden Merkmalen dieses Anspruchs ausgebildet ist.
[0008] Durch die Verwendung einer in einer Wanne angeordneten Rostkonstruktion mit unebener
Oberfläche, die vorzugsweise parallel zueinander verlaufende Rillen oder Kanäle aufweist,
wird eine sehr widerstandsfähige Prallfläche gebildet, auf die der Flüssigkeitsstrahl
immer unter einem schrägen Winkel auftrifft, so dass die Prallfläche schon durch diese
Ausbildung geschont wird. Die Verwendung eines Schutzbelages aus Keramikplatten erhöht
die Widerstandsfähigkeit der Rostkonstruktion, und die Anordnung von Durchlaßstellen
erleichtert und sichert das Auffangen des Schneidmediums, welches der Wiederverwendung
zugeführt werden kann.
[0009] Ferner wird mit der vorgeschlagenen Einrichtung nicht nur das Trockenschneiden, sondern
auch das Schneiden unter Wasser ermöglicht, welches meistens weitgehend geräuschlos
ausgeführt werden kann. Ferner wird beim Schneiden unter Wasser die Schnittqualität
bei vielen Objekten verbessert und die Staubentwicklung unterdrückt.
[0010] Auf beiliegender Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer vorgeschlagenen Einrichtung
im Vertikalschnitt schematisch dargestellt.
[0011] Die Einrichtung weist eine Wanne 1 auf, in welche oberhalb des Wannenbodens 2 eine
Rostkonstruktion 3 eingebaut ist. Die Rostkonstruktion 3 weist eine unebene Oberfläche
auf, die parallel zueinander verlaufende Rinnen oder Kanäle 9 umfasst. Die Rostkonstruktion
3 setzt sich aus einer Anzahl von Streifen 4 und 5 zusammen, die sich alle in parallel
zueinander verlaufenden Richtungen erstrecken, aber in verschiedenen Ebenen liegen.
Zwei benachbarte Streifen 4 und 5 liegen immer in zwei Ebenen, die einen Winkel miteinander
einschliessen, so dass in der Längsrichtung der Streifen 4 und 5 Rinnen oder Kanäle
9 entstehen. Die Streifen 4 und 5 werden zweckmässigerweise aus einer Lochplatte gebildet,
die mittels einer Blechbearbeitungsmaschine, z.B. mit Hilfe einer Biegepresse, in
die erläuterte Form gebracht wurde.
[0012] Anstelle der erläuterten und in der Zeichnung dargestellten Form der Rostkonstruktion,
kann diese auch anders, z.B. wellblechartig geformt sein. Wesentlich ist nur, dass
die Rostkonstruktion gesamthaft keine ebene Oberfläche besitzt.
[0013] Die Streifen 4 und 5 sind mit einem Belag versehen, wobei zweckmässigerweise entsprechend
bemessene Keramikplatten 6 und 7 zur Verwendung gelangen, welche die Streifen 4 bzw.
5 derart bedecken, dass zwischen zwei aneinander anstossenden Keramikplatten je eine
Durchlaßstelle 8 verbleibt. In der erwähnten Weise begrenzen die Streifen 4 und 5
bzw. die Keramikplatten 6 und 7 die erwähnten Rinnen oder Kanäle 9, welche zweckmässigerweise
mit Kies oder mit einer Glasfüllung 10 versehen werden.
[0014] Oberhalb der Rostkonstruktion 3 ist ein Gitter 11 zur Aufnahme des zu schneidenden
Werkstücks 12 vorhanden. Die eigentliche Schneideinrichtung 3 besteht aus einer an
sich bekannten, nur streng schematisch angedeuteten Flüssigkeitsstrahl-Schneidmaschine
13, welche auf einer Tragvorrichtung 14 in mindestens zwei Richtungen verstellbar
angeordnet ist.
[0015] In der beschriebenen Weise ist die aus den Lochplatten gebildete Rostkonstruktion
3 nie direkt dem Schneidstrahl 15 ausgesetzt, indem der Schneidstrahl nie unter rechtem
Winkel auf die Rostkonstruktion trifft, so dass diese nicht stark beansprucht wird
und nicht beschädigt werden kann. Darüberhinaus schwächt die Kies- oder Glasfüllung
die Wirkung des Schneidstrahles auf die Wandung der Wanne noch weiter ab. Es wird
somit ermöglicht, mit sehr hohem Druck und mit Abrasivmitteln zu arbeiten, wobei der
Wasserstrahl in Kontakt mit der Kies- oder Glasfüllung 10 einen grossen Teil seiner
Energie verliert und anschliessend durch die Durchlaßstellen 8 und die Lochplatten
in die Wanne 1 entweicht, wo die Schneidflüssigkeit und das Abrasivmittel zur Wiederverwendung
gesammelt werden können.
[0016] Mit der beschriebenen Einrichtung ist wahlweise das Schneiden unter Wasser oder auch
trocken möglich. Beim Schneiden unter Wasser wird die Wanne 1 soweit mit Wasser gefüllt,
dass die Rostkonstruktion 3 samt Keramikplatten 6 und 7 und samt der Kies- oder Glasfüllung
10 unter Wasser stehen. Es ist auch möglich, das Gitter 11 samt Werkstück 12 unterhalb
des Wasserspiegels anzuordnen und das Schneiden vollständig unter Wasser durchzuführen.
Dies bringt den grossen Vorteil mit sich, dass das Schneiden mit geringer Lärmentwicklung
erfolgen kann und die Schnittqualität bei vielen Objekten verbessert wird. Auch die
Staubentwicklung wird unterbunden. Das Unterwasserschneiden ist jedoch nicht für jedes
Material anwendbar und insbesondere kön- nen poröse Materialen nicht unter Wasser
geschnitten werden.
[0017] Beim Trockenschneiden wird das Wasser kontinuierlich abgelassen, gegebenenfalls aufbereitet
und der Wiederverwendung zugeführt.
1. Einrichtung zum Auffangen des Flüssigkeitsstrahls (15) einer Flüssigkeitsstrahl-Schneidmaschine
(13), mit einer in einer Wanne (1) angeordneten Rostkonstruktion (3), welche mit Durchlaßstellen
(8) ausgerüstet ist, wobei sich die Rostkonstruktion (3) aus einer Anzahl Streifen
(4, 5) zusammensetzt, die sich in parallel zueinander verlaufenden Richtungen erstrecken,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rostkonstruktion (3) eine unebene, mit Rinnen oder Kanälen (9) versehene
Oberfläche aufweist, welche von einem Schutzbelag aus Keramikplatten (6, 7) bedeckt
ist, wobei zwischen zwei aneinander anstossenden Keramikplatten (6, 7) je eine Durchlaßstelle
(8) vorhanden ist,
und wobei zwei benachbarte Streifen (4, 5) in verschiedenen, untereinander einen Winkel
einschliessenden Ebenen liegen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Streifen (4, 5) aus einer Lochplatte geformt sind.
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Streifen (4, 5) und die Keramikplatten (6, 7) die Rinnen oder Kanäle (9)
begrenzen, welche mit Kies oder mit einer Glasfüllung (10) versehen sind.
4. Einrichtung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rostkonstruktion (3) aus Wellblech besteht.
1. Receptacle for the fluid jet (15) of a fluid jet cutting machine (13), with a grating
construction (3) located in a trough (1), which construction (3) is equipped with
passages (8), the grating construction (3) being composed of a number of strips (4,
5), which extend in directions running parallel to each other, characterised in that
the grating construction (3) has an uneven surface provided with grooves or channels
(9), which surface is covered by a protective covering of ceramic plates (6, 7), a
passage (8) being respectively provided between two ceramic plates (6, 7) abutting
one against the other, and two adjacent strips (4, 5) lying in different planes enclosing
an angle therebetween.
2. Receptacle according to Claim 1, characterised in that the strips (4, 5) are formed
from a perforated plate.
3. Receptacle according to Claims 1 and 2, characterised in that the strips (4, 5) and
the ceramic plates (6, 7) define the grooves or channels (9), which are provided with
gravel or with a glass filling (10).
4. Receptacle according to at least one of the preceding Claims, characterised in that
the grating construction (3) consists of corrugated sheet metal.
1. Dispositif pour recueillir le jet fluide (15) d'une machine à couper à jet fluide
(13), comportant une structure à grille (3) disposée dans une cuve (1), laquelle structure
est munie de passages (8), la structure à grille (3) étant composée d'un certain nombre
de bandes (4, 5) qui s'étendent des directions parallèles entre elles,
caractérisé en ce que
la structure à grille (3) présente une surface non plane munie de rigoles ou canaux
(9) laquelle est recouverte d'un revêtement de protection fait de plaques de céramique
(6, 7), un passage (8) existant à chaque fois entre deux plaques de céramique (6,
7) en butée l'une contre l'autre, et deux bandes voisines (4, 5) se trouvant dans
deux plans différents formant un angle entre eux.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les bandes (4, 5) sont formées d'une plaque à trous.
3. Dispositif selon les revendications 1 et 2,
caractérisé en ce que
les bandes (4, 5) et les plaques de céramique (6, 7) délimitent les rigoles ou canaux
(9), lesquels sontremplis de gravier ou de verre.
4. Dispositif selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la structure à grille (3) est en tôle ondulée.
