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EP 0 480 240 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.11.1994 Patentblatt 1994/44 |
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Anmeldetag: 25.09.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: H01R 9/26 |
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Trennschieberanordnung
Sliding device to make a disconnection
Disrupteur glissant
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
10.10.1990 DE 4032146
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.04.1992 Patentblatt 1992/16 |
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Patentinhaber: Weidmüller Interface GmbH & Co. |
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D-32760 Detmold (DE) |
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Erfinder: |
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- Murray Peter
W-4930 Detmold (DE)
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Vertreter: Stracke, Alexander, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Dipl.-Ing. Loesenbeck
Dipl.-Ing. Stracke
Jöllenbecker Strasse 164
Postfach 10 18 82 33518 Bielefeld 33518 Bielefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 415 132 DE-C- 3 146 914
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DE-A- 2 430 736
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Trennschieberanordnung mit zwei oberhalb und unterhalb
einer geteilten Stromschiene angeordneten, zwischen deren einander gegenüberliegenden
Enden verschieblich angeordneten Spannstücken, die von einer Spannschraube durchquert
sind. Bei den bekannten Trennschieberanordnungen, die vielfach bei Reihenklemmen zum
Einsatz kommen (DE-B-24 30 736),haben die Spannstücke in der Offenstellung der Spannschraube,
d.h. bei gegebener Verschiebemöglichkeit, nur einen unzureichenden Halt und eine unzureichende
Führung auf den einander gegenüberliegenden Endbereichen der geteilten Stromschiene.
Es kommt beim Verschieben vielfach zu Verkantungen und es ist dann schwierig, den
Spannschieber zu schließen, in dem man die Spannstücke auf das in der Schließstellung
zu beaufschlagende Ende des bislang nicht angeschlossenen Stromschienenteiles zuschieben.
In begrenztem Ausmaß versucht man Abhilfe dadurch zu schaffen, daß man für die Stromschiene
zumindest in diesen Endbereichen und auch für die Spannstücke besondere Profilierungen,
insbesondere in Form Hinterschneidungen, vorsieht, was den konstruktiven Aufbau derartiger
Blechbiegeteile erheblich verkompliziert und damit verteuert. In der Schließstellung
des Trennschiebers werden bei der bisherigen Ausgestaltung bei Anziehen der Spannschraube
nicht unbeträchtliche Kräfte auf beide Teile der geteilten Stromschiene aufgebracht,
mit dem Ergebnis, daß beide Stromschienenteile in einem umgebenden Gehäuse od. dgl.
einer besonderen verdreh- und verkantungssicheren Verankerung bedürfen. Auch dies
verkompliziert und verteuert die Herstellung.
[0002] Es ist ferner aus der DE-C-31 46 914 eine Trennklemme bekannt, bei der ein Trennschieber,
im wesentlichen bestehend aus einem oberen und einem unteren Spannstück, die von einer
Spannschraube durchquert werden, im Klemmengehäuse auf einer ungeteilten Stromschiene
hin- und herverschieblich angeordnet ist, der aus dem Klemmengehäuse heraus zu einer
vorbeiführenden Sammelschiene verschoben werden kann. Um den Trennschieber einwandfrei
ohne Verkantungsgefahr verschieben zu können, ist dabei bereits auf dem oberen Spannstück
oberseitig ein aus Kunststoff bestehendes Führungsteil angeordnet, das mit einer oberen
Gleitfläche großflächig an einer Innenwand des Isolierstoffgehäuses dieser Trennklemme
geführt ist. Damit wird die bei diesem Klemmentyp baulich vorhandene Möglichkeit der
Führung des Trennschiebers am Isolierstoffgehäuse der Klemme genutzt. In weiterer
Ausgestaltung befindet sich an dem Führungsteil rückwärtig eine nach unten weisende
Abwinklung, an der Stege vorgesehen sind, die von hinten in das obere und untere Spannstück
vorstehen. Diese Anordnung trägt zur Führung nicht bei, sondern verhindert, daß beim
Anziehen der Spannschraube die Spannstücke seitlich aus der Spannebene herausdrehen
können. In der Abwinklung ist eine Durchbrechung für den Durchtritt der ungeteilten
Stromschiene vorgesehen.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Trennschieberanordnung
der gattungsgemäßen Art zu schaffen, die bei einfachem konstruktiven Aufbau ein gehöhtes,
verkantungsfreies Bewegen und eine zuverlässige Festsetzung der Spannstücke gewährleistet.
Die erfindungsgemäße Lösung ergibt sich aus dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches
1. Dank der rückwärtigen Führungsleiste an einem der Spannstücke und der rückwärtigen
Verlängerung an dem anderen Spannstück sowie der Führung dieser Führungsleiste sowohl
in einer Durchbrechung des abgebogenen Schenkels des einen Stromschienenteiles als
auch dahinter in der Verlängerung des anderen Spannstückes bilden die beiden Spannstücke
nunmehr ein stabiles, lagehaltiges Verbundsystem mit Führung an dem einen Stromschienenteil,
das sich problemlos zuverlässig und verkantungsfrei zwischen der Offenstellung und
der Schließstellung der Trennschieberanordnung auf den Stromschienenteilen hin- und
herbewegen läßt. Man kann dabei trotzdem auf komplizierte Profilierungen an den Stromschienenteilen
und/oder den Spannstücken verzichten. In der Schließstellung der Trennschieberanordnung
bildet sich zwischen der Spannstelle und der Durchtrittsstelle der Führungsleiste
durch den abgebogenen Schenkel des einen Stromschienenteiles ein kurzes, in sich geschlossenes
Kräftesystem aus, das auch eine stabile Festsetzung gewährleistet. Dabei wird die
gesamte Spannkraft praktisch nur von diesem einen Stromschienenteil aufgenommen, das
entsprechend in einem Gehäuse oder dergleichen zu verankern ist, während das andere
Teilstück der geteilten Stromschiene keiner besonderen Verankerung mehr bedarf. In
weiterer zweckmäßiger Ausgestaltung braucht auch nur dieses die Spannkraft aufnehmende
Stromschienenteil im Bereich des Trennschiebers mit einem Eintrittsschlitz für die
Spannschraube versehen zu werden.
[0004] In weiterer zweckmäßiger Ausgestaltung werden die Spannstücke der Trennschieberanordnung
mit ihren rückwärtigen Führungsleisten bzw. Verlängerungen als einstückige einfache
Blechbiegeteile ausgebildet.
[0005] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Trennschieberanordnung gemäß der Erfindung
wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine Trennschieberanordnung gemäß der Erfindung in perspektivischer Darstellung in
der Offenstellung des Trennschiebers,
- Fig. 2
- die Trennschieberanordnung nach Fig. 1 in der Schließstellung des Trennschiebers.
[0006] Die dargestellte Trennschieberanordnung beinhaltet eine geteilte Stromschiene mit
zwei Stromschienenstücken 1a und 1b, die sich im Bereich der Trennstelle mit den betroffenen
Enden einander gegenüberliegen. Die Trennschieberanordnung beinhaltet ferner zwei
oberhalb und unterhalb des Stromschienenstückes 1b (Offenstellung gemäß Fig. 1) bzw.
oberhalb und unterhalb der beiden Stromschienenstücke 1a, 1b (Schließstellung gemäß
Fig. 2) angeordnete und zwischen den einander gegenüberliegenden Enden der Stromschienenstücke
1a und 1b verschiebliche Spannstücke 2a und 2b, die von einer Spannschraube 3 durchquert
sind.
[0007] Erfindungsgemäß hat nun im dargestellten Ausführungsbeispiel das obere Spannstück
2a einen Führungsansatz 4, der im dargestellten Ausführungsbeispiel eine rückwärtige
Führungsleiste ist, wobei das Spannstück 2a mit der Führungsleiste 4 als einstückiges
Blechbiegeteil ausgebildet ist.
[0008] Die Führungsleiste 4 ist in einer Durchbrechung eines angrenzenden Elementes der
Trennschieberanordnung geführt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel bildet das entsprechende
Stromschienenstück 1b der geteilten Stromschiene selbst dieses Element. Das Stromschienenstück
1b weist hierzu einen nach oben weisenden Schenkel 5 auf, der an entsprechender Stelle
eine Durchbrechung 6 hat, in der die Führungsleiste 4 geführt wird.
[0009] Das andere Spannstück 2b weist ferner eine Verlängerung auf, im dargestellten Ausführungsbeispiel
ein rückwärtiges Winkelstück 7, in dessen hinteren kurzen Schenkel das hintere freie
Ende der Führungsleiste 4 festgesetzt ist. Auch das Spannstück 2b mit dem rückwärtigen
Winkelstück 7 ist als einstückiges Blechbiegeteil ausgebildet. In dem hochgebogenen
Schenkel des Winkelstückes ist eine Stecköffnung 8 vorgesehen, in die das freie Ende
der Führungsschiene 4, nach Durchtritt durch die Durchbrechung 6 im Schenkel 5 des
Stromschienenteiles 1b, eingesteckt ist.
[0010] Die beiden Spannstücke 2a und 2b bilden über die Führungsschiene 4 und das winkelförmige
Verlängerungsstück 7 einen stabilen insich geschlossenen Teileverbund, der sich durch
die Führung der Führungsschiene 4 in dem Schenkel 5 des Stromschienenteiles 1b verkantungsfrei
und zuverlässig ohne weitere zusätzliche Hilfsmaßnahmen auf dem Stromschienenteil
1b führen und problemlos in der Schließstellung (Fig. 2) auf das betroffene Ende des
Stromschienenteiles 1a aufschieben läßt. In der Schließstellung (Fig. 2) bildet die
Spannstelle unter Einschluß der Spannschraube 3 und der Durchtrittsbereich der Führungsleiste
4 durch den Schenkel 5 des betroffenen Stromschienenteiles ein insich geschlossenes
Kraftsystem, das die Spannkraft aufnimmt. Insoweit braucht lediglich das Stromschienenteil
1b dreh- und verkantungssicher in einem angrenzenden Gehäusebereich festgelegt zu
werden.
[0011] Es braucht bei dieser Ausgestaltung auch lediglich dieses Stromschienenteil 1b in
seinem Endbereich im Bereich der Trennzone mit einem Eintrittsschlitz 9 für den Schaft
der Spannschraube 3 versehen zu werden.
1. Trennschieberanordnung mit zwei oberhalb und unterhalb einer geteilten Stromschiene
(1a, 1b) zwischen deren einander gegenüberliegenden Enden verschieblich angeordneten
Spannstücken (2a, 2b), die von einer Spannschraube (3) durchquert sind, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Spannstück (2a) eine rückwärtige Führungsleiste (4) und das andere
Spannstück (2b) eine rückwärtige Verlängerung (7) mit einer Einstecköffnung (8) aufweisen
und die Führungsleiste (4) sowohl in einer Durchbrechung (6) eines abgebogenen Schenkels
(5) des einen Stromschienenteiles (1b), als auch hinter der Durchbrechung (6) in der
Eintrittsöffnung (8) der Verlängerung (7) des anderen Spannstückes (1a) geführt ist.
2. Trennschieberanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannstück
(2a) mit der rückwärtigen Führungsleiste (4) als einstückiges Biegeteil ausgebildet
ist.
3. Trennschieberanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlängerung
des anderen Spannstückes (2b) ein rückwärtiges Winkelstück (7) ist.
4. Trennschieberanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannstück
(2b) mit dem rückwärtigen Winkelstück (7) als einstückiges Blechbiegeteil ausgebildet
ist.
5. Trennschieberanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur das die Durchbrechung
(6) aufweisende Stromschienenteil (1b) in seinem der Trennzone zugewandten Endbereich
einen Eintrittsschlitz (9) für den Schaft der Spannschraube (3) aufweist.
1. A disconnect slider arrangement having two clamping portions (2a, 2b) which are arranged
displaceably above and below a divided current bar (1a, 1b) between the mutually oppositely
disposed ends thereof and through which passes a clamping screw (3), characterised
in that the one clamping portion (2a) has a rearward guide bar (4) and the other clamping
portion (2b) has a rearward extension (7) with an insertion opening (8) and the guide
bar (4) is guided both in an aperture (6) of a bent-over limb (5) of the one current
bar part (1b) and also behind the aperture (6) in the insertion opening (8) in the
extension (7) of the other clamping portion (1a).
2. A disconnect slider arrangement according to claim 1 characterised in that the clamping
portion (2a) with the rearward guide bar (4) is in the form of a one-piece bent portion.
3. A disconnect slider arrangement according to claim 1 characterised in that the extension
of the other clamping portion (2b) is a rearward angle portion (7).
4. A disconnect slider arrangement according to claim 3 characterised in that the clamping
portion (2b) with the rearward angle portion (7) is in the form of a one-piece bent
sheet portion.
5. A disconnect slider arrangement according to claim 1 characterised in that only the
current bar part (1b) having the aperture (6) has in its end region towards the disconnect
zone an entry slot (9) for the shank of the clamping screw (3).
1. Dispositif à curseur de sectionnement comportant deux pièces de serrage (2a, 2b) situées
au-dessus et au-dessous d'un rail électrique (1a, 1b) interrompu et coulissant entre
ses extrémités opposées l'une à l'autre, lesquelles pièces de serrage sont traversées
par une vis de serrage (3), caractérisé en ce qu'une pièce de serrage (2a) comporte
une baguette de guidage (4) arrière et l'autre pièce de serrage (2b) un prolongement
(7) arrière avec une ouverture d'introduction (8) et en ce que la baguette de guidage
(4) est guidée à travers une découpe (6) d'une branche (5) pliée d'une partie (1b)
du rail électrique ainsi que, derrière la découpe (6), dans l'ouverture d'introduction
(8) du prolongement (7) de l'autre pièce de serrage (1a).
2. Dispositif à curseur de sectionnement selon la revendication 1, caractérisé en ce
que la pièce de serrage (2a) avec la baguette de guidage (4) arrière est réalisée
sous la forme d'un élément plié d'une seule pièce.
3. Dispositif à curseur de sectionnement selon la revendication 1, caractérisé en ce
que le prolongement de l'autre pièce de serrage (2b) est une pièce coudée (7) arrière.
4. Dispositif à curseur de sectionnement selon la revendication 3, caractérisé en ce
que la pièce de serrage (2b) est réalisée d'une seule pièce avec la pièce coudée (7)
arrière sous la forme d'un élément en tôle pliée.
5. Dispositif à curseur de sectionnement selon la revendication 1, caractérisé en ce
que seule la partie (1b) du rail électrique présentant la découpe (6) comporte, dans
sa zone d'extrémité tournée vers la zone de sectionnement, une fente d'introduction
(9) de la tige de la vis de serrage (3).
