[0001] Die Neuerung betrifft eine selbstfahrende Erntemaschine mit einem Antriebsmotor,
einem Kühler mit Kühlerventilator und einer letzterem zugeordneten Siebeinrichtung
zum Zurückhalten von in der angesogenen Kühlluft vorhandenen Schmutzpartikel, wobei
der rotierenden Siebeinrichtung im Bereich der Luftansaugseite ein zur Siebeinrichtung
zumindest teilweise offenes Sauggehäuse zugeordenet ist, dessen wirksame Saugfläche
kleiner ist als die Lufteinlaßfläche der rotierenden Siebeinrichtung.
[0002] Aus der Praxis ist ein selbstfahrender Mähdrescher bekannt, der eine rotierende Siebeinrichtung
aufweist, die dem Motorkühler und dem Ventilator des Antriebsmotors vorgeordnet ist.
Der Zweck einer derartigen rotierenden Siebeinrichtung liegt darin, Schutzpartikel
aus der vom Motorventilator angesaugten Luft zurückzuhalten, damit der zwischen Siebeinrichtung
und Ventilator angeordnete Wasserkühler nicht mit Staub und Schmutz zusetzt. Um nun
aber zu erreichen, daß sich die rotierende Siebeinrichtung selbst nicht mit Staub
und Schmutz zusetzt, ist ein Umgehungskanal vorgesehen, der den Kühler umgeht und
mit seinem einen offenen Ende direkt vor der Ansaugseite des Ventilators endet und
in ein Sauggehäuse mündet, welches auf der Luftzufuhrseite der rotierenden Siebeinrichtung
nahe dieser angebaut ist und an seiner der Siebeinrichtung zugewandten Seite offen
ist. Auf diese Weise wird erreicht, daß vom Motorventilator Luft über den Umgehungskanal
durch das Gehäuse gesaugt wird und durch den Luftstrom die an der Ansaugseite der
rotierenden Siebeinrichtung anhaftenden Staub- und Schmutzpartikel abgesaugt werden.
Die rotierende Siebeinrichtung bleibt infolgedessen sauber , so daß stets genügend
saubere Luft zur Kühlung des Wasserkühlers vom Motorventilator angesogen werden kann.
Der Nachteil, so zu verfahren, liegt allerdings darin, daß der durch das Reinigungsgehäuse
von der Außenseite der rotierenden Siebeinrichtung abgezogene mit Verunreinigungen
durchsetzte Luftstrom direkt in den Motorraum geblasen wird und diesen verschmutzt.
Der Schmutz primär ist hier nicht der ausschlaggebende Faktor, sondern vielmehr die
durch den von der Motorwärme getrockneten Staub hervorgerufene Brandgefahr. Es wurde
auch schon vorgeschlagen, die angesogene verschmutzte Luft über Luftführungskanäle
im Motorraum am Motor vorbeizuführen. Dieser Versuch brachte aber nicht den gewünschten
Erfolg, da die Kanäle wegen Mangel an Einbauraum nur relativ klein im Durchmesser
gehalten werden konnten, so daß keine ausreichende Abfuhr der verschmutzten Luft gewährleistet
war.
[0003] Der Neuerung liegt, ausgehend von einer Erntemaschine der eingangs näher bezeichneten
Art das Problem zugrunde, die sich an der Ansaugseite einer rotierenden Siebeinrichtung
absetzenden Schmutzpartikel abzusaugen und so abzuleiten, daß weder Verunreinigungen
der Erntemaschine noch Brandgefahr durch sich festsetzende Verunreinigungen entstehen,
ohne komplizierte und teure Luftleitsysteme im inneren des Motorraumes wegen des geringen
vorhandenen Einbauraums hierfür vorsehen zu müssen. Das wird neuerungsgemäß dadurch
erreicht, daß das Sauggehäuse über eine äußere Rohrleitung mit der Saugseite eines
das Erntegut beaufschlagenden Gebläses verbunden ist. Dieses Gebläse kann beispielsweise
das der Siebeinrichtung eines Mähdreschers zugeordnete Druckwindgebläse sein. Da der
Staubanfall im Bereich eines solchen Gebläses ohnehin sehr groß ist, fallen die vom
Gehäuse mitgeförderten Staubpartikel aus dem Bereich der dem Motorkühler vorgeordneten
rotierenden Siebeinrichtung ohnehin kaum ins Gewicht.
[0004] Ein wesentliches Merkmal der Neuerung ist allerdings darin zu sehen, daß die Erntemaschine
ein an sich bekannter Häcksler mit in seinem Auswurfschacht angeordneten Nachbeschleuniger
ist, wobei das der rotierenden Siebeinrichtung zugeordnete Sauggehäuse über eine Leitung
mit der Saugseite des Nachbeschleunigers verbunden ist, wobei beispielsweise die rotierende
Siebeinrichtung zwischen dem Motorraum und der Leitung angeordnet ist. In diesem Fall
gestaltet sich zum einen die Verbindung vom Nachbeschleuniger zur rotierenden Siebeinrichtung
sehr einfach und zum anderen gelangt der Luftstrom direkt über das Ausfallrohr ins
Freie, ohne irgendwelche Maschinenteile mit Staub zu belasten.
[0005] Im folgenden soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und zweier dieses
schematisch darstellender Figuren näher erläutert werden.
[0006] Dabei zeigt:
Fig. 1 einen selbstfahrenden Feldhäcksler in der Seitenansicht ohne Seitenverkleidung
und
Fig. 2 Einzelheiten des in Fig. 1 dargestellten Feldhäckslers in vergrößerter Darstellung.
[0007] Mit 1 ist ein selbstfahrender Feldhäcksler bezeichnet, der in an sich bekannter Weise
vordere Guteinzugsorgane 2 aufweist, denen das eigentliche Häckselaggregat 3 nachgeschaltet
ist. Das von diesem Häckselaggregat 3 zerkleinerte Gut gelangt zu einem Konditionierwalzenpaar
4, durch welches das Häckselgut zerquetscht wird. Um nun dieses zerquetschte Häckselgut
einwandfrei durch den gekrümmten Auswurfkanal 5 beispielsweise auf ein paralell neben
dem Feldhäcksler herfahrendes Transportfahrzeug abwerfen zu können, ist in Förderrichtung
betrachtet hinter dem Konditionierwalzenpaar 4 ein Nachbeschleuniger 6 vorgesehen.
Er besteht im wesentlichen aus einer antreibbaren Achse 7 und ihr zugeordneten Förderleisten
8, wobei die Förderleisten 8 einen Abstand zur Achse 7 aufweisen. Die Förderleisten
wirken mechanisch auf das ihnen durch das Konditionierwalzenpaar zugeführte Erntegut
ein und schleudern letzteres durch den Auswurfkanal 5 mit genügender Energie nach
außen. Der Nachbeschleuniger 6 ist als Teil des Auswurfkanals 5 ausgebildet. An die
Saugseite dieses Nachbeschleunigers ist eine Leitung 9 angeschlossen, die mit ihrem
anderen Ende an ein GEhäuse 10 angeschlossen ist. Letzteres ist einer rotierenden
Siebeinrichtung 11 zugeordnet und bedeckt sowohl einen Teil ihrer Stirnfläche 12 wie
auch einen Teil ihres Mantels 13, wobei das Gehäuse an seiner der rotierenden Siebeinrichtung
11 zugewandten Seite ganz offen ist oder zumindest Öffnungen aufweist, so daß Staub
und Verunreinigungen über die Leitung 9 abgesaugt werden können. Auf diese Weise ist
gewährleistet, daß sich einerseits die rotierende Siebeinrichtung nicht zusetzen kann
und andererseits der Motorraum 14 nicht verschmutzt, da die abgesaugten Teilchen mit
dem Häckselgut über den Auswurfkanal den Maschinenraum verlassen.
1. Selbstfahrende Erntemaschine mit einem Antriebsmotor, einem Kühler mit Kühlventilator
und einer letzterem vorgeordneten Siebeinrichtung zum Zurückhalten von in der angesogenen
Kühlluft vorhandenen Schmutzpartikeln, wobei der rotierenden Siebeinrichtung im Bereich
der Luftansaugseite ein zur Siebeinrichtung zumindest teilweise offenes Gehäuse zugeordnet
ist, dessen Wirksaugfläche kleiner ist als die Lufteinlaßfläche der rotierenden Siebeinrichtung,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (10) über eine äußere Rohrleitung (9) mit
der Saugseite eines das Erntegut beaufschlagenden Gebläses (6) verbunden ist.
2. Selbstfahrende Erntemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erntemaschine
ein an sich bekannter Feldhäcksler (1) mit in seinem Auswurfschacht (5) angeordnetem
Nachbeschleuniger (6) ist, wobei das der rotierenden Siebeinrichtung (11) zugeordnete
Sauggehäuse (10) über eine Leitung (9) mit der Saugseite des Nachbeschleunigers (6)
verbunden ist.