| (19) |
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(11) |
EP 0 483 539 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.01.1995 Patentblatt 1995/03 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.10.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: E04F 13/04 |
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Verfahren zum Überbrücken von Materialübergängen
Method of bridging material joints
Procédé pour recouvrir les joints de matériaux
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FR IT LI NL |
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Priorität: |
29.10.1990 CH 3435/90
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.05.1992 Patentblatt 1992/19 |
| (73) |
Patentinhaber: GRANOL AG |
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CH-6210 Sursee (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Bischof, Hansjörg
CH-6207 Nottwil (CH)
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| (74) |
Vertreter: Troesch Scheidegger Werner AG |
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Patentanwälte,
Siewerdtstrasse 95,
Postfach 8050 Zürich 8050 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 378 152 FR-A- 2 407 317
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FR-A- 2 394 651
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung befasst sich mit einem Verfahren zur Verhinderung von Rissbildung
an einem Mauerwerk resp. an einer Mauerwerksfassade im Bereich von Uebergängen unterschiedlicher
Materialien resp. von Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften wie Zug- Dehnungsverhalten,
Dichte, Festigkeit, Quell- und Schwundverhalten und/oder in darüberliegenden Beschichtungen,
Verputz- oder Isolierschichten; mit einer Anordnung zum Ueberbrükken von Uebergängen
von unterschiedlichen Materialien in einem Mauerwerk zur Verhinderung von Rissbildung
im Bereich dieses Ueberganges und/oder in darüberliegenden Beschichtungen am Mauerwerk,
Verputz- oder Isolierschichten; mit einem undilatierten Materialübergang in einem
Mauerwerk resp. in einer Mauerwerksfassade, sowie mit einer Anwendung des Verfahrens.
[0002] Bei Mauerwerken resp. Mauerwerksfassade, resp. Hausfassaden mit undilatierten Materialübergängen,
d.h. mit Uebergängen zwischen unterschiedlichen Materialien, welche unterschiedliches
Verhalten der Materialien auszugleichen resp. aufzunehmen haben, besteht das Problem
der Rissbildung. Dabei ist nicht unbedingt die Rissbildung im Mauerwerk selbst problematisch,
da diese ja beispielsweise mittels elastischen Fugenmassen auszugleichen ist, sondern
vielmehr die Rissbildung in am Mauerwerk resp. der Hausfassade angebrachten Beschichtungen
resp. Isolier- oder Verputzschichten. Als Beispiele hierzu sind Fenster- oder Rolladenstürze
zu nennen, wo beispielsweise ein faserverstärkter Beton, mittels welchem der Fenster-
oder Rolladensturz gefertigt ist, seitlich auf das Backsteinmauerwerk trifft; oder
der Uebergang des Aussenmauerwerkes aus Backsteinen am Mauerfuss auf die Fundament-
resp. Kellerwände oder Kellerdecke, die aus armiertem Beton besteht. Da die aufeinandertreffenden
Materialien unterschiedliche Eigenschaften, wie Dehn- Zugverhalten, Dichte, Festigkeit,
Quell- oder Schwundverhalten aufweisen, ergeben sich am Mauerwerk resp. am Gebäude
nach einer gewissen Zeit Risse, beispielsweise im Aussenverputz.
[0003] Die gängigste Methode zur Lösung dieses Problems besteht nach wie vor in der Sanierung,
indem beispielsweise der Verputz im Bereich des Risses abgeschlagen und der Riss mittels
geeigneten Sanierungssystemen überbrückt resp. mit elastischen Materialien ausgeglichen
wird, und anschliessend mittels erneutem Verputzen überdeckt wird. Die angebotenen
Sanierungssysteme sind vielfältig und mehr oder weniger zuverlässig. Sanieren kann
aber in jedem Fall immer nur eine Hilfslösung sein, und die Forderung, dass die Risse
erst gar nicht entstehen, wird durch Sanieren nicht erfüllt.
[0004] In der FR-A-23 94 651 wird eine Rissbrücke auf Fugen und Rissen offenbart, welche
ein elastisches, den Riss oder die Fuge überlappendes, sogenanntes Calicotband aufweist,
das mit einem Plastikband kombiniert und fest verbunden ist. Einerseits handelt es
sich dabei wiederum, wie oben vorgeschlagen, primär um eine Sanierungsmassnahme. Bei
der vorgeschlagenen Massnahme ist das Plastikband an einer Seite fest mit dem Calicotband
verbunden und auf der anderen Seite nicht haftend ausgebildet. Der Nachteil dieser
Lösung besteht darin, dass aufgrund der Nichtdiffusionsfähigkeit des über der Fuge
bzw. dem Riss angeordneten Plastikbandes zu beiden Längsseiten dieses Bandes Haftungsprobleme
der das Calicotband beinhaltenden Deckschicht aufgrund erhöhter Feuchtigkeit bzw.
Diffusion auftreten. Zudem handelt es sich beim Calicotband um ein Textilband, das
früher oft für die Sanierung beschädigter Gipswände und zum Ueberdecken von Rissen
verwendet worden war, das aber den heute geltenden Anforderungen in bezug auf Druck
und Zugfestigkeit in Rissüberbrückungssystemen kaum mehr zu genügen vermag.
[0005] Von Fenstersturzherstellern wird seit einiger Zeit empfohlen, im Bereich der seitlichen
Materialübergänge auf das Fassadenmauerwerk sogenannte Gittergewebe im Verputz einzubetten.
Die Idee besteht darin, Zugspannungen vom Untergrund aufnehmen zu können. Bei grösseren
Sturzlängen jedoch und besonders in einer mineralischen Beschichtung nützen auch diese
Gewebe nichts und erneut sind Risse zu verzeichnen. Auch überall dort wo sehr dünne
Rolladensturzblenden beispielsweise aus Glasfaserbeton oder Faserverbundwerkstoffen
eingesetzt werden, tritt mit relativ grosser Häufigkeit Rissbildung auf.
[0006] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren vorzuschlagen,
mittels welchem bereits beim Erstellen eines Mauerwerkes resp. einer Hausfassade mögliche
spätere Rissbildung an Materialübergängen wirksam verhindert werden kann, speziell
auch im am Mauerwerk oder der Hausfassade angebrachten Aussenverputz.
[0007] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe mittels einem Verfahren und einer Anordnung gemäss
dem Wortlaut nach Anspruch 1 resp. nach Anspruch 5 gelöst.
[0008] Vorgeschlagen wird ein Verfahren zur Verhinderung von Rissbildung an einem Mauerwerk
resp. an einer Mauerwerksfassade im Bereich von Uebergängen unterschiedlicher Materialien
resp. von Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften wie Zug- Dehnungsverhalten,
Dichte, Festigkeit, Quell- und Schwundverhalten und/oder in darüberliegenden Beschichtungen,
Verputz- oder Isolierschichten, gemäss welchem im Bereich des Materialüberganges entlang
dem und direkt auf den Uebergang ein im wesentlichen nicht oder nur schwach auf dem
Mauerwerk resp. auf mindestens einem der Materialien haftendes gewebeartiges Gleitband
derart angeordnet wird, dass je ein nahezu gleich grosser Streifen der Materialien
beidseits entlang des Ueberganges durch das Band überdeckt wird, und gemäss welchem
anschliessend das bandartige Gewebe und das Mauerwerk resp. die Mauerwerksfassade
durch Beschichtungen, Verputz- und/oder Isolationsschichten überdeckt werden.
[0009] Weiter wird vorgeschlagen, dass anschliessend das bandartige Gewebe und das Mauerwerk
resp. die Fassade seitlich des gewebeartiges Gleitbands mittels einer Armierungsschicht
überdeckt werden, die wengistens teilweise elastisch ist, gute Haftung auf dem Untergrund
sowie hohe Festigkeit resp. Härte aufweist.
[0010] Auf die Armierungsschicht wird vorschlagsgemäss, wenigstens im Bereich des bandartigen
Gewebes und dieses beidseits überlappend, ein Armierungsgewebe angeordnet, wobei eine
gute Haftung zwischen Armierungsgewebe und Armierungsschicht zu bewerkstelligen ist.
Das Armierungsgewebe wird in die Armierungsschicht eingebettet, wenn diese noch "nass"
und nicht gehärtet ist, um so eine gute Haftung zu erreichen.
[0011] Das Armierungsgewebe, resp. seitlich davon, die Armierungsschicht können anschliessend
durch mindestens eine Verputzschicht, eine Isolations- und/oder andere Deckschicht
überdeckt werden.
[0012] Analog der oben angeführten erfindungsgemässen Verfahren wird eine Anordnung zum
Ueberbrücken von Uebergängen von unterschiedlichen Materialien in einem Mauerwerk
resp. an einer Mauerwerksfassade zur Verhinderung von Rissbildung im Bereich dieses
Ueberganges und/oder in darüberliegenden Beschichtungen am Mauerwerk, Verputz- oder
Isolierschichten vorgeschlagen, die im Bereich des Ueberganges entlang diesem und
direkt auf diesem, sowie auf je einem streifenartigen Abschnitt der beiden Materialien
entlang des Ueberganges am Mauerwerk aufliegend, ein gewebeartiges Gleitband umfasst,
das im wesentlichen nicht oder nur schwach auf dem Mauerwerk resp. auf mindestens
einem der Materialien haftet und das durch mindestens eine Beschichtung am Mauerwerk
überdeckt ist.
[0013] Das angeordnete gewebeartige Gleitband ist vorzugsweise wenigstens teilweise diffusionsfähig
wie verrottungsfest, damit Feuchtigkeit durch dieses hindurch diffundieren kann.
[0014] Beim gewebeartige Gleitband kann es sich beispielsweise um ein vliesartiges Gewebe
oder ein sogenanntes "non-woven"-Gewebe handeln, das aus Kunststoffasern, wie Polyamid
oder Polyesterfasern, aus Glasfasern oder einer anderen organischen oder mineralischen
Faser hergestellt sein kann. Um die Haftung des Bandes wenigstens auf dem Mauerwerk
herabzusetzen, kann es wenigstens einseitig zusätzlich mit einem geeigneten Material
beschichtet sein.
[0015] Auf das gewebeartige Gleitband aufliegend und seitlich des bandartigen Gewebes das
Mauerwerk resp. die Mauerwerksfassade überdeckend, ist weiter eine Armierungsschicht
vorgesehen, die wenigstens teilweise elastisch ist, gute Haftung auf dem Untergrund
sowie hohe Festigkeit resp. Härte aufweist.
[0016] Damit die Armierungsschicht die oben erwähnten erwünschten Eigenschaften aufweist
wird vorgeschlagen, dass die Armierungsschicht ein Gemisch aus einem Zement-gebundenen
mineralischen System zum Erzeugen einer hohen Härte resp. Festigkeit sowie aus einer
Kunststoff-gebundenen Formulierung umfasst, welche für die Erzeugung einer gewissen
Elastizität verantwortlich ist. Beim Zement-gebundenen, mineralischen System kann
es sich beispielsweise um ein Verputzsystem handeln, das ein mineralisches Bindemittel
umfasst sowie mineralische und organische Zusätze welches sich durch optimale Haftfestigkeit,
ausreichende Wasserdampfdurchlässigkeit sowie gute Elastizität (niedriges E-Modul)
auszeichnet. Bei der Kunststoff-gebundenen Formulierung kann es sich beispielsweise
um eine Spachtelmasse auf wässriger Basis handeln, basierend auf Copolymeren oder
Terpolymeren aus Vinylacetat, Versatat, Styrolacrylat, etc., wobei als Füllstoffe
unter anderem PVC, Styrol oder mineralische oder organische Fasern in Frage kommen.
[0017] In die Armierungsschicht eingebracht umfasst die Anordnung vorzugsweise ein Armierungsgewebe,
wobei zwischen Armierungsgewebe und Armierungsschicht eine gute Haftung besteht.
[0018] Als Armierungsgewebe eignen sich beispielsweise grobmaschiche Glasfasergewebe, wie
sie beispielsweise als sogenannte Panzerarmierungsgewebe verwendet werden. Selbstverständlich
können für Armierungsgewebe irgendwelche Materialien verwendet werden, wie beispielsweise
Stahlfasern, mineralische Fasern, organische Fasern, wie Kevlar, Aramid-Fasern, Kohlenstoffasern;
wesentlich dabei ist, dass die verwendeten Materialien einen hohen E-Modul aufweisen.
Im Gegensatz zur teilweise elastischen Armierungsschicht, in welcher die unterschiedlichen
Materialeigenschaften am Uebergang des Mauerwerkes aufgenommen, resp. absorbiert werden,
soll mittels dem Armierungsgewebe die nötige Festigkeit der Uebergangsüberbrückung
erreicht werden.
[0019] Die oben erwähnten, erfindungsgemässen Anordnungen eignen sich insbesondere zum Ueberbrücken
von undilatierten Materialübergängen in einem Mauerwerk resp. in einer Mauerwerksfassade.
[0020] Die erfindungsgemäss erwähnten Anordnungen resp. die erfindungsgemäss beschriebenen
Verfahren eignen sich insbesondere zum Ueberbrücken der Materialübergänge bei Fenster-
oder Rolladenstürzen, wie auch zum Ueberbrücken von Materialübergängen am sogenannten
Mauerfuss von Hausfassaden.
[0021] Selbstverständlich eignen sich die erfindungsgemässen Verfahren und Anordnungen zum
Ueberbrücken irgendwelcher Materialübergänge in Mauerwerken oder an Fassaden, wo Materialien
mit unterschiedlichen Eigenschaften aufeinander treffen.
[0022] Die Erfindung wird nun anschliessend anhand von Beispielen und unter Bezug auf die
beigefügten Figuren näher erläutert.
Dabei zeigen:
- Fig. 1
- schematisch dargestellt in Perspektive der Aufbau einer erfindungsgemässen Anordnung
zur Ueberbrückung eines Materialüberganges,
- Fig. 2
- die Ueberbrückung des Materialüberganges seitlich eines Rolladen- resp. Fenstersturzes
an einer Hausfassade, und
- Fig. 3
- den Materialübergang von Fig. 2 schematisch dargestellt in sogenannter von oben Draufsicht.
[0023] In Fig. 1 ist ein Materialübergang beispielsweise an einem Mauerwerk dargestellt,
wo die beiden Materialien 2 und 3 entlang dieses Ueberganges 1 aufeinander treffen.
Beim Material 2 kann es sich beispielsweise um einen armierten Beton handeln, währenddem
Material 3 Backsteine umfasst. Der armierte Beton 2 kann beispielsweise noch nicht
vollständig ausgetrocknet sein, wodurch im Laufe der Zeit im Bereich des Betons 2
noch ein gewisser Schwund auftreten kann. Demgegenüber ist das Mauerwerk im Bereich
der Backsteine 3 im wesentlichen inert. Dazu kommt, dass beispielsweise bei starker
Sonneneinstrahlung das Zug-Dehnverhalten der beiden Materialien unterschiedlich ist.
Aufgrund dieses Sachverhaltes ist es klar, dass im Bereich des Ueberganges 1 hohe
Spannungen auftreten können, was leicht zu Rissbildung im Mauerwerk führen kann. Damit
verbunden kann dies als Folge der Spannungen zu Rissen im darüberliegenden Verputz
führen.
[0024] Zur Verhinderung der möglichen Rissbildung wird nun der Uebergang 1 mittels einem
vliesartigen Gleitband 6 derart überdeckt, dass beidseitig das gewebeartige Gleitband
die beiden Materialien entlang nahezu gleich grosser Streifen überdeckt. Wesentlich
dabei ist nun, dass das gewebeartige, vliesartige Gleitband 6 nicht oder nur schwach
auf den Untergründen 2 und 3 haftet, wobei es durchaus zulässig ist, dass das Band
wenigstens derart haftet, dass es leicht montiert werden kann. Die Haftung darf aber
nicht derart sein, dass beim Auftreten gewisser Spannungen im Bereich des Ueberganges
1 das Gewebe reisst. In diesem Fall muss die Haftung zwischen dem Gleitband 6 und
dem Untergrund, sowohl im Bereich des Materiales 2, wie auch im Bereich des Materiales
3 unterbrochen werden.
[0025] Das Gleitband 6 seinerseits wird nun mittels einer Armierungsschicht 8 überdeckt,
welche somit im Bereich zwischen den beiden seitlichen Abschlusskanten 7 des Gleitbandes
nicht auf dem Mauerwerk aufliegt, sondern auf dem Gleitband 6. Bei der Armierungsschicht
8 handelt es sich um ein Gemisch aus einem Zement-gebundenen, mineralischen System
sowie aus einer Kunststoff-gebundenen Formulierung. Diese Formulierung kann sowohl
als 2-Komponenten-System appliziert werden, wie auch als 1-Komponenten-Mischung vorgelegt,
die mit Wasser, auf die nötige Konsistenz verdünnt, appliziert wird. Durch die beiden
Komponenten wird einerseits sichergestellt, dass die Armierungsschicht gut auf dem
Mauerwerk haftet, hohe Festigkeit und Härte aufweist, sowie eine gewisse Elastizität
aufweist. Durch diese Konstruktion wird sichergestellt, dass Spannungen im Bereich
des Ueberganges 1 entlang der ganzen Breite des Gleitbandes 6 zwischen ihren Seitenkanten
7 durch die Armierungsschicht aufgefangen werden. Je nach Wahl der Breite des Gleitbandes
6 ist also die Auffangstrecke grösser oder kleiner, womit die Konstruktion den Bedürfnissen
angepasst gewählt werden kann.
[0026] Um der Armierungsschicht 8 eine weitere Festigkeit zu verleihen wird gemäss der Konstruktion
von Fig. 1 auf derselben ein Armierungsgewebe 10 angeordnet, das beispielsweise aus
Glasfasern hergestellt sein kann und eine relativ grobe Maschung aufweist. Ein derartiges
Armierungsgewebe 10 ist beispielsweise unter der Bezeichnung Panzerarmierungsgewebe
bekannt. Das Armierungsgewebe 10 kann ganzflächig auf oder in der Armierungsschicht
angeordnet sein, oder aber wenigstens im Bereich des Gleitbandes 6, wobei vorzugsweise
das Armierungsgewebe 10 derart gewählt wird, dass es seitlich über die Seitenkanten
7 des Gleitbandes 6 hinausragt, resp. dieses überlappt. In der in Fig. 1 gezeigten
Anordnung wird das Gleitband 6 je seitlich um je ca. seine Breite durch das Armierungsgewebe
10 überlappt. Die Breite des Ueberlappens kann variiert werden und hängt im wesentlichen
von den aufzunehmenden Zugkräften ab.
[0027] Auf das Armierungsgewebe 10 kann anschliessend eine Ausgleichsmasse 12 mit Zahntraufelstruktur
aufgetragen werden und ein Aussenverputz (nicht dargestellt). Die Zahntraufelstruktur
wird ausgebildet, damit eine auf die Ausgleichsschicht zu applizierende Deckschicht
besser haftet. Selbstverständlich ist es möglich auf dem Armierungsgewebe 10 andere
Beschichtungen anzubringen, wie beispielsweise eine Isolationsschicht.
[0028] In Fig. 2 ist analog Fig. 1 ein Materialübergang 21 dargestellt, welcher zwischen
einem Fenster resp. Rolladensturz 22 und einem Aussenfassadenmauerwerk 23 ausgebildet
ist. Innenliegend umfasst der Rolladensturz 22 den Rolladenkasten 22a. Hohe Zug-Dehnspannungen
entstehen vor allem im seitlichen Materialübergang 21 und weniger im oberhalb des
Rolladenkastens angeordneten Längsübergang 21a. Entsprechend wird der Uebergang 21
wiederum mit einem Gleitband 26 überdeckt, das seinerseits durch die Armierungsschicht
28 überdeckt wird. Analog der Anordnung von Fig. 1 wird die Armierungsschicht 28 durch
ein Armierungs- oder Panzergewebe 30 überdeckt, welches seinerseits durch mindestens
eine weitere Schicht 32 überdeckt wird, die auf ihrer Oberfläche waagrechte Rillen
durch eine Zahntraufel aufweist.
[0029] Insbesondere bei sehr hoher Sonneneinstrahlung besteht bei Rolladenkästen resp. Fensterstürzen
an Hausfassaden das Problem, dass diese bei Erwärmung resp. anschliessender Abkühlung
unterschiedliches Zug-Dehnverhalten aufweist als das übrige Backsteinmsuerwerk. Dabei
ist vor allem der seitliche Materialübergang an den Fensterstürzen kritisch, da durch
die Längsausdehnung des Fenstersturzes hier besonders hohe Spannungen bei Temperaturunterschieden
auftreten können. Diese, in diesem Bereich auftretenden Spannungen werden durch die
Armierungsschicht im Bereich der Breite des Gleitbandes 26 aufgefangen. Damit kann
wirksam die Rissbildung in einer darüberliegenden Verputzschicht verhindert werden.
[0030] In Fig. 3 letztendlich ist in Obendraufsicht der Fenstersturz von Fig. 2 schematisch
dargestellt. Der seitliche Abschluss, resp. Materialübergang 21 des Fenstersturzes
22 ist durch das Gleitband 26 überdeckt. Zusätzlich ist, das Sturzauflager überdeckend,
ein Gleitbandstreifen 26a angeordnet. Auf das Gleitband 26 und das darunterliegende
Mauerwerk 23, sowie der Fenstersturz 22 wird die Armierungsschicht 28 angeordnet,
welche in der Darstellung gemäss Fig. 3 nicht sichtbar ist. Das Gleitband 26 resp.
26a, mindestens teilweise überlappend, ist das Armierungsgewebe 30 resp. 30a angeordnet.
Selbstverständlich kann auch der obere Sturzlängsabschluss mit einem Gleitband gemäss
der Erfindung überdeckt werden, falls dies erforderlich ist.
[0031] Die für die Ausführungsbeispiele gemäss den Figuren 1 - 3 verwendete Armierungsschicht
8 resp. 28 ist ein Gemisch aus einem Zement-gebundenen, mineralischen System, wie
er beispielsweise als sogenannter Ausgleichsputz verwendet wird, mit einer Kunststoff-gebundenen
Formulierung, wie sie beispielsweise als Spachtelmasse für Riss-Sanierungen verwendet
wird. Das Gemisch kann auch als 1-Komponenten-Trockenmischung vorgelegt werden, die
für die Applikation entsprechend mit Wasser gemischt wird. Als Armierungsgewebe 10
resp. 30 kann ein grobmaschiges Glasfasergewebe verwendet werden, wie es beispielsweise
als sogenanntes Panzerarmierungsgewebe Anwendung findet.
[0032] Der in den Fig. 1 - 3 beispielsweise dargestellte Aufbau eines Materialüberganges
kann in x-beliebiger Art und Weise abgeändert, resp. modifiziert werden, wesentlich
dabei ist, dass der Materialübergang selbst und streifenförmige Partien beidseits
des Ueberganges mit einem vliesartigen Gewebe überdeckt wird, das auf dem Untergrund
nur schwach oder gar nicht haftet. Das vliesartige Gewebe seinerseits wird mittels
einer Armierungsschicht überdeckt, die einerseits gut auf dem Untergrund haftet, eine
gewisse Härte aufweist und zudem wenigstens teilweise elastisch ist, um Spannungen
im Bereich des Ueberganges entlang der Breite des Gleitbandes auszugleichen.
[0033] Auch die Verwendung des beispielsweise dargestellten Aufbaues resp. der Anordnung
ist nicht auf die Verwendung im Bereich eines Fenster- oder Rolladensturzes beschränkt.
Der dargestellte Aufbau einer Uebergangsüberbrückung kann an irgendeiner Stelle an
einem Mauerwerk oder einer Fassade verwendet werden, wo Spannungen aufzufangen sind.
Dies kann beispielsweise auch im Bereich des Mauerfusses erfolgen, wo beispielsweise
armierter Beton des Fundamentes mit dem Backsteinmauerwerk aufeinander treffen.
1. Verfahren zur Verhinderung von Rissbildung an einem Mauerwerk resp. an einer Mauerwerksfassade
im Bereich von Uebergängen (1, 21) unterschiedlicher Materialien (2, 3; 22, 23) resp.
von Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften wie Zug-, Dehnungsverhalten, Dichte,
Festigkeit, Quell- und Schwundverhalten, und/oder in darüberliegenden Beschichtungen,
Verputz- oder Isolierschichten, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Materialüberganges
(1, 21) entlang und direkt über dem Uebergang ein im wesentlichen nicht oder nur schwach
auf dem Mauerwerk resp. auf mindestens einem der Materialien haftendes gewebeartiges
Gleitband (6, 26) derart angeordnet wird, dass je ein wenigstens nahezu gleich grosser
Streifen der Materialien beidseits entlang des Ueberganges durch das Band überdeckt
wird, und dass anschliessend das bandartige Gewebe und das Mauerwerk durch Beschichtungen,
Verputz- und/oder Isolationsschichten überdeckt werden.
2. Verfahren, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das bandartige Gewebe (6, 26) und das Mauerwerk (2, 3,
22, 23) resp. die Fassade seitlich des bandartigen Gewebes mittels einer Armierungsschicht
(8, 28) überdeckt werden, die wenigstens teilweise elastisch ist, gute Haftung auf
dem Untergrund sowie hohe Festigkeit resp. Härte aufweist.
3. Verfahren, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass in die Armierungsschicht (8, 28) wenigstens im Bereich
des gewebeartigen Gleitbandes und dieses seitlich mindestens überlappend ein Armierungsgewebe
(10, 30) angeordnet wird, wobei eine gute Haftung zwischen Armierungsgewebe und Armierungsschicht
zu bewerkstelligen ist.
4. Verfahren, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass über dem Armierungsgewebe (10, 30) resp. seitlich davon
über der Armierungsschicht (12, 13; 32, 33) mindestens eine weitere Beschichtung wie
ein Verputz, eine Isolationsschicht und/oder eine weitere Deckschicht angeordnet wird.
5. Anordnung zum Ueberbrücken von Uebergängen (1, 21) von unterschiedlichen Materialien
(2, 3; 22, 23) an einem Mauerwerk resp. einer Mauerwerksfassade zur Verhinderung von
Rissbildung im Bereich dieses Ueberganges und/oder in darüberliegenden Beschichtungen
am Mauerwerk, Verputz oder Isolierschichten, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich
des Ueberganges (1, 21), entlang diesem und direkt auf diesem, sowie auf je einem
streifenartigen nahezu gleich grossen Abschnitt der beiden Materialien (2, 3; 22,
23) entlang des Ueberganges am Mauerwerk aufliegend ein streifenartiges gewebeartiges
Gleitband (6, 26) angeordnet ist, das im wesentlichen nicht oder nur schwach auf dem
Mauerwerk resp. auf mindestens einem der Materialien haftet und das durch mindestens
eine Beschichtung am Mauerwerk resp. der Fassade überdeckt ist.
6. Anordnung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das gewebeartiges Gleitband (6, 26) wenigstens teilweise
diffusionsfähig sowie verrottungsfest ist.
7. Anordnung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach einem der Ansprüche
5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass es sich beim gewebeartigen Gleitband (6, 26)
um ein vliesartiges Gewebe resp. ein sogenanntes "non-woven"-Gewebe handelt, bestehend
aus einer Kunstfaser wie Polyamid oder Polyester, aus Glasfaser oder einer anderen
Faser.
8. Anordnung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach einem der Ansprüche
5 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass das gewebeartige Gleitband (6, 26) und seitlich
davon das Mauerwerk resp. die Fassade mittels einer guthaftenden, wenigstens teilweise
elastischen und eine hohe Festigkeit resp. Härte aufweisende Armierungsschicht (8,
28) überdeckt sind.
9. Anordnung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Armierungsschicht (8, 28) ein Gemisch aus einem Zementgebundenen
mineralischen System sowie einer Kunststoff-gebundenen Formulierung umfasst.
10. Anordnung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach einem der Ansprüche
8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Armierungsschicht (8, 28) wenigstens im
Bereich des gewebeartigen Gleitbandes (6, 26) und mindestens dieses seitlich überlappend
von einem Armierungsgewebe (10, 30) verstärkt wird.
11. Anordnung, vorzugsweise nach mindestens einem der Ansprüche, wie nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass es sich beim Armierungsgewebe (10, 30) um ein grobmaschiges
Gewebe aus einem Material mit hoher Festigkeit resp. mit einem hohen E-Modul handelt,
wobei vorzugsweise Glasfasern, Stahlfasern, mineralische Fasern, organische Fasern,
wie Aramid-Fasern, Kefflar oder Kohlenstoff-Fasern in Frage kommen.
12. Undilatierter Materialübergang an einem Mauerwerk resp. in einem verputzten Fassadenmauerwerk
mindestens umfassend eine Anordnung nach einem der Ansprüche 5 - 11.
13. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 - 4, zur Verhinderung von Rissbildung
bei Rolladenstürzen in oder an einem Mauerwerk resp. an einer Mauerwerksfassade.
14. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 - 4 zur Verhinderung von Rissbildung
im Bereich des Mauerfusses an einer Hausfassade.
1. A method of preventing the formation of cracks on a masonry or a masonry facade in
the region of joints (1, 21) between different materials (2, 3; 22, 23) or materials
having different properties, such as tension and expansion behaviour, density, strength
and bulking and shrinkage behaviour, and/or in coatings and roughcast or insulating
layers overlying said joints, characterized in that in the region of the material
joint (1, 21) along and directly over said joint, there is provided a weblike smooth
tape (6, 26), which does not substantially adheres or which adheres only slightly
to the masonry or to at least one of said materials and which is so disposed that
strips of the materials of at least approximately similar size are covered by said
tape on either side along the joint, and in that the tapelike web and masonry are
then covered with coatings, roughcast and/or insulating layers.
2. The method preferably according to at least one of the claims, such as claim 1, characterized
in that the tapelike web (6, 26) and masonry (2, 3, 22, 23) or façade, laterally of
the tapelike web, are covered with a reinforcing layer (8, 28), which is at least
partially elastic and which exhibits good adhesion to the substrate as well as high
strength or hardness.
3. The method preferably according to at least one of the claims, such as claim 2, characterized
in that in the reinforcing layer (8, 28), at least in the region of the weblike smooth
tape and in such a manner as to overlap said tape at least laterally, there is disposed
a reinforcing fabric (10, 30), whereby good adhesion is to be achieved between the
reinforcing fabric and reinforcing layer.
4. The method preferably according to at least one of the claims, such as claim 3, characterized
in that over the reinforcing fabric (10, 30) or laterally thereof over the reinforcing
layer (12, 13; 32, 33), there is disposed at least one further coating, such as a
roughcast, an insulating layer and/or another cover layer.
5. A device for bridging joints (1, 21) of different materials (2, 3; 22, 23) on a masonry
or masonry façade for preventing the formation of cracks in the region of said joints
and/or in coatings, roughcasts or insulating layers overlying said joints on the masonry,
characterized in that in the region of the joint (1, 21), along and directly on said
joint as well as on respective striplike sections of both materials (2, 3; 22, 23)
approximately of same size along the joint on the masonry, there is disposed a weblike
smooth tape (6, 26), which does not substantially adheres or which adheres only slightly
to the masonry or to at least one of said materials, and which is covered with at
least one coating provided on the masonry or façade.
6. The device preferably according to at least one of the claims, such as claim 5, characterized
in that the weblike smooth tape (6, 26) allows at least partially a diffusion and
is rot resistant.
7. The device preferably according to at least one of the claims, such as claim 5 or
6, characterized in that the weblike smooth tape (6, 26) is a so-called nonwoven fabric
formed of a synthetic fibre, such as polyamid or polyester, a glass fibre or another
fibre.
8. The device preferably according to at least one of the claims, such as one of claims
5 to 7, characterized in that the weblike smooth tape (6, 26) and, laterally thereof,
the masonry or facade are covered by means of a well adhering reinforcing layer (8,
28), which is at least partially elastic and which exhibits high strength or hardness.
9. The device preferably according to at least one of the claims, such as claim 8, characterized
in that the reinforcing layer (8, 28) comprises a mixture of a cement bound mineral
system and synthetic material bound composition.
10. The device preferably according to at least one of the claims, such as claim 8 or
9, characterized in that the reinforcing layer (8, 28) is reinforced at least in the
region of the weblike smooth tape (6, 26) with a reinforcing fabric (10, 30) overlapping
said tape at least laterally.
11. The device preferably according to at least one of the claims, such as claim 10, characterized
in that the reinforcing fabric (10, 30) is a coarse meshed fabric formed of a material
with a high strength or modulus of elasticity, wherein preferably glass fibres, steel
fibres, mineral fibres, organic fibres, such as aramid fibres, Kevlar or carbon fibres
are used.
12. A non-expanded material joint on a masonry or in a roughcast masonry façade, comprising
at least one device according to one of claims 5 to 11.
13. A use of the method according to one of claims 1 to 4, for preventing the formation
of cracks in case of roller blind lintels in or on a masonry or masonry façade.
14. The use of the method according to one of claims 1 to 4, for preventing the formation
of cracks in the region of the wall footing on a building façade.
1. Procédé pour empêcher la formation de fissures sur une maçonnerie ou une façade de
maçonnerie dans la zone de jonctions (1, 21) entre des matériaux (2, 3 ; 22, 23) différents
ou présentant des propriétés différentes comme le comportement de traction et de dilatation,
la densité, la solidité et le comportement de gonflement et de retrait, et/ou dans
des revêtements et couches de crépi ou d'isolation posés par dessus, caractérisé en
ce qu'il est prévu, dans la zone de la jonction de matériaux (1, 21), le long de celle-ci
et directement sur elle, une bande lisse en forme de tissu (6, 26) qui n'adhère pratiquement
pas, ou que faiblement, à la maçonnerie ou à l'un au moins des matériaux, et qui est
disposée de telle sorte que des franges des matériaux au moins approximativement de
même taille soient couvertes par ladite bande, des deux côtés, le long de la jonction,
et en ce que le tissu en forme de bande et la maçonnerie sont ensuite couverts par
des revêtements, des couches de crépi et/ou d'isolation.
2. Procédé de préférence selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tissu en
forme de bande (6, 26) et la maçonnerie (2, 3, 22, 23) ou la façade sont couverts,
sur le côté du tissu en forme de bande, à l'aide d'une couche d'armature (8, 28) qui
est au moins partiellement élastique et qui présente une bonne adhérence sur le substrat
et une solidité ou une dureté élevées.
3. Procédé de préférence selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'un tissu d'armature
(10, 30) est disposé dans la couche d'armature (8, 28), au moins dans la zone de la
bande lisse en forme de tissu et de manière à chevaucher celle-ci au moins latéralement,
étant précisé qu'une bonne adhérence doit être réalisée entre le tissu d'armature
et la couche d'armature.
4. Procédé de préférence selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs
autres revêtements tels qu'un crépi, une couche d'isolation et/ou une autre couche
de recouvrement sont disposés sur le tissu d'armature (10, 30) ou, sur le côté de
celui-ci, sur la couche d'armature (12, 13 ; 32, 33).
5. Dispositif pour recouvrir des jonctions (1, 21) entre des matériaux différents (2,
3 ; 22, 23) sur une maçonnerie ou une façade de maçonnerie afin d'empêcher la formation
de fissures dans la zone de cette jonction et/ou dans des revêtements, crépis ou couches
d'isolation prévus sur la maçonnerie et posés par dessus, caractérisé en ce qu'il
est prévu, posée dans la zone de la jonction (1, 21), le long de celle-ci et directement
sur elle ainsi que sur des sections des deux matériaux (2, 3 ; 22, 23) en forme de
franges et approximativement de même taille, le long de la jonction sur la maçonnerie,
une bande lisse en forme de tissu (6, 26) qui n'adhère pratiquement pas ou que faiblement
à la maçonnerie ou à l'un au moins des matériaux, et qui est couverte par au moins
un revêtement prévu sur la maçonnerie ou la façade.
6. Dispositif de préférence selon la revendication 5, caractérisé en ce que la bande
lisse en forme de tissu (6, 26) permet au moins partiellement une diffusion et résiste
au pourrissement.
7. Dispositif de préférence selon l'une des revendications 5 ou 6, caractérisé en ce
que la bande lisse en forme de tissu (6, 26) est un tissu du type non-tissé formé
d'une fibre synthétique comme le polyamide ou le polyester, d'une fibre de verre ou
d'une autre fibre.
8. Dispositif de préférence selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que
la bande lisse en forme de tissu (6, 26) et, sur le côté de celle-ci, la maçonnerie
ou la façade sont couvertes à l'aide d'une couche d'armature (8, 28) qui adhère bien,
qui est au moins partiellement élastique et qui présente une solidité ou une dureté
élevées.
9. Dispositif de préférence selon la revendication 8, caractérisé en ce que la couche
d'armature (8, 28) comprend un mélange formé d'un système minéral à liant en ciment
et d'une formulation à liant en matière synthétique.
10. Dispositif de préférence selon l'une dès revendications 8 ou 9, caractérisé en ce
que la couche d'armature (8, 28) est renforcée au moins dans la zone de la bande lisse
en forme de tissu (6, 26) par un tissu d'armature (10, 30) qui chevauche au moins
latéralement celle-ci.
11. Dispositif de préférence selon la revendication 10, caractérisé en ce que le tissu
d'armature (10, 30) est un tissu à grandes mailles formé d'un matériau présentant
une solidité élevée ou un coefficient d'élasticité élevé, étant précisé qu'on envisage
de préférence des fibres de verre ou d'acier, des fibres minérales ou des fibres organiques
comme des fibres d'aramide, du Kevlar ou des libres de carbone.
12. Jonction de matériaux non dilatée sur une maçonnerie ou dans une maçonnerie de façade
crépie, comprenant au moins un dispositif selon l'une des revendications 5 à 11.
13. Application du procédé selon l'une des revendications 1 à 4, pour empêcher la formation
de fissures dans le cas de linteaux de volets roulants, dans ou sur une maçonnerie
ou une façade de maçonnerie.
14. Application du procédé selon l'une des revendications 1 à 4, pour empêcher la formation
de fissures dans la zone du pied d'un mur, sur une façade de maison.