[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Antenne mit einem parabolischen Reflektor und
einem zur Ausleuchtung desselben dienenden rohrförmigen Erreger, an den mindestens
ein denselben tragender Hohlleiter zur Führung elektromagnetischer Wellen angeschlossen
ist, bei welcher an der dem Erreger abgewandten Rückseite des Reflektors eine mechanisch
stabile Halterung zu seiner Festlegung an einem Träger angebracht ist (DE-C2-3 241
890).
[0002] Antennen mit parabolischem Reflektor werden beispielsweise für Richtfunk oder Satellitenfunk
verwendet. Sie können dabei zur direkten Ausleuchtung des Reflektors oder auch zur
Ausleuchtung desselben über einen Subreflektor (Cassegrainprinzip) eingesetzt werden.
''Ausleuchtung'' soll dabei beide Übertragungsrichtungen der elektromagnetischen Wellen
umfassen, also sowohl abzustrahlende als auch zu empfangene Wellen. Zur Ausleuchtung
werden beispielsweise rohrförmige Erreger verwendet, die am freien Ende einer Speiseleitung
angeordnet sind.
[0003] Bei der Antenne nach der eingangs erwähnten DE-C2-3 241 890 besteht die Speiseleitung
aus zwei rechteckigen Hohlleitern, die an ihren dem Erreger abgewandten Enden mittels
einer Halteplatte zentral im Reflektor befestigt sind. Die Speiseleitung und der Erreger
haben zusammen ein nicht unerhebliches Gewicht, so daß die Halteplatte sehr stabil
ausgeführt und sehr fest im Reflektor gehalten werden muß, damit die vorgegebene Position
des Erregers eingehalten werden kann. Zur Sicherung dieser Position werden in den
meisten Fällen am Erreger zusätzliche Spannelemente angebracht, die am Rand des Reflektors
festgelegt sind. Da außerdem die aus den beiden Hohlleitern bestehende Speiseleitung
genau geformt werden muß, ergibt sich insgesamt ein erheblicher Aufwand bei der Herstellung
einer kompletten Antenne.
[0004] Aus der US-A-2 605 414 ist außerdem eine um einen Drehpunkt frei drehbare Antenne
bekannt. Der Reflektor besteht aus einem Teil eines Paraboloids. Er ist einstückig
mit einer am Drehpunkt befestigten Halterung verbunden. Die Halterung trägt außerdem
einen in Form eines Schwanenhalses gebogenen rechteckigen Hohlleiter, an dessen Ende
ein ebenfalls rechteckiger Hohlleiter als Erreger der Antenne angebracht ist.
[0005] Eine Halterung für eine Antenne mit parabolischem Reflektor geht aus der DE-A-3 530
809 hervor. Die Halterung dient gleichzeitig zur Verstellung der Antenne. In einer
Aufnahme am Rande des Reflektors ist ein Tragerohr befestigt, das an seinem freien
Ende ein Bauteil trägt, in dem ein Erreger und ein Konverter zusammengefaßt sind.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte Antenne so zu
gestalten, daß ihr Aufbau einschließlich der Halterung des Erregers wesentlich vereinfacht
wird.
[0007] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst,
- daß die Halterung eine einteilig mit derselben verbundene, radial über den Rand des
Reflektors hinausragende Erweiterung mit einem Tragarm aufweist, der in Richtung der
Vorderseite des Reflektors abgebogen ist und parallel zu dessen Achse verlaufend nach
vorn über denselben hinausragt und
- daß der den Erreger tragende, geradlinig ausgebildete Hohlleiter an dem Tragarm befestigt
ist.
[0008] Bei dieser Antenne wird die ohnehin vorhandene, der Befestigung des Reflektors an
einem Mast dienende und denselben stabilisierende Halterung gleichzeitig zur Festlegung
des den Erreger tragenden Hohlleiters ausgenutzt. Dazu muß die Halterung nur an einer
Stelle bis über den Rand des Reflektors erweitert und mit dem Tragarm versehen werden.
Der Erreger selbst wird weiter von dem Hohlleiter getragen, der besonders einfach
am Tragarm festgelegt werden kann. Es ist dafür keine besondere Formgebung für den
Hohlleiter erforderlich, der vielmehr geradlinig verläuft. Da die Halterung des Erregers
auf diese Weise außen um den Reflektor herumgeführt ist, kann derselbe ebenfalls einfacher
gestaltet werden. Es ist insbesondere im Reflektor keine zentrale Öffnung zur Aufnahme
einer Halteplatte mehr erforderlich.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen dargestellt.
[0011] Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Antenne nach der Erfindung.
[0012] Fig. 2 einen Ausschnitt der Antenne in vergrößerter Darstellung.
[0013] Fig. 3 und 4 ein Einzelteil der Antenne ebenfalls in vergrößerter Darstellung.
[0014] In den Zeichnungen ist eine Antenne zur Übertragung von zwei linear polarisierten,
senkrecht aufeinander stehenden Wellen dargestellt. An den Erreger sind daher zwei
Hohlleiter angeschlossen. Die Anordnung nach der Erfindung ist auch dann anwendbar,
wenn nur eine Welle oder mehr als zwei Wellen übertragen werden sollen. An den Erreger
sind dann nur ein Hohlleiter oder mehr als zwei Hohlleiter angeschlossen, die den
Erreger tragen.
[0015] Aus der schematischen Darstellung in Fig. 1 geht ein parabolischer Reflektor 1 einer
Antenne hervor, der über eine Halterung 2 an einem Mast 3 befestigt ist. Der Reflektor
1 wird durch einen rohrförmigen Erreger 4 ausgeleuchtet, an den zwei Hohlleiter 5
und 6 angeschlossen sind, die den Erreger 4 in seiner Position halten. In dieser Position
liegt die dem Reflektor 1 zugewandte Öffnung des Erregers 4 in dessen Brennpunkt.
Die Hohlleiter 5 und 6 sind an einem Tragarm 7 festgelegt, der einstückig mit der
Halterung 2 verbunden ist. Der Aufbau des Erregers 4 und die Gestaltung der Hohlleiter
5 und 6 sind grundsätzlich bekannt. Sie werden daher hier nicht erläutert.
[0016] Die Halterung 2 geht in vergrößerter Darstellung aus den Fig. 2 bis 4 hervor. Sie
besteht beispielsweise aus Aluminium und kann als Gußteil ausgeführt sein. Die Halterung
2 wird bei der Herstellung der Antenne auf der Rückseite des Reflektors 1 montiert.
Sie dient dabei gleichzeitig zur Stabilisierung des Reflektors 1 und zu seiner Befestigung
am Mast 3 oder an einem anderen ausreichend festen Träger.
[0017] Die aus Fig. 3 als Einzelteil hervorgehende Halterung 2 ist an einer Stelle des Umfangs
des Reflektors 1 in radialer Richtung so erweitert, daß sie bis über den Rand desselben
hinausragt, so wie es aus Fig. 2 zu ersehen ist. An dieser Erweiterung der Halterung
2 ist der Tragarm 7 angebracht, der in Richtung der Vorderseite des Reflektors 1 abgebogen
ist. Der Tragarm 7 ist parallel zur Achse A des Reflektors 1 angeordnet, in der auch
der Erreger 4 liegt.
[0018] Die beiden geradlinig ausgebildeten Hohlleiter 5 und 6 tragen den Erreger 4. Sie
sind auch aus elektrischen Gründen fest mit demselben verbunden. Auf der anderen Seite
sind die beiden Hohlleiter 5 und 6 am Tragarm 7 festgelegt. Dazu kann eine mit dem
Tragarm 7 zu verbindende Platte 8 verwendet werden, die beispielsweise an Stellen
9 mit dem Tragarm 7 verschraubt wird. Die Hohlleiter 5 und 6 können in einer Vorfertigung
an der Platte 8 festgelegt sein.
[0019] Zur einfachen Anbringung der beiden Hohlleiter 5 und 6 am Tragarm 7 kann derselbe
entsprechend Fig. 4 an seinem freien Ende gabelförmig ausgebildet sein, so daß sich
eine einseitig offene Ausnehmung 10 ergibt. Die beiden Hohlleiter 5 und 6 lassen sich
dann zusammen mit der Platte 8 von der offenen Seite der Ausnehmung 10 her in dieselbe
einschieben. In der Endposition wird die Platte 8 mit dem Tragarm 7 verschraubt.
[0020] Die Hohlleiter 5 und 6 können an ihren freien Enden mit Flanschen 11 abgeschlossen
sein, an die weiterführende Hohlleiter angeschlossen werden können.
1. Antenne mit einem parabolischen Reflektor (1) und einem zur Ausleuchtung desselben
dienenden rohrförmigen Erreger (4), an den mindestens ein denselben tragender Hohlleiter
(5,6) zur Führung elektromagnetischer Wellen angeschlossen ist, bei welcher an der
dem Erreger (4) abgewandten Rückseite des Reflektors (1) eine mechanisch stabile Halterung
(2) zu seiner Festlegung an einem Träger (3) angebracht ist,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Halterung (2) eine einteilig mit derselben verbundene, radial über den Rand
des Reflektors (1) hinausragende Erweiterung mit einem Tragarm (7) aufweist, der in
Richtung der Vorderseite des Reflektors (1) abgebogen ist und parallel zu dessen Achse
(A) verlaufend nach vorn über denselben hinausragt und
- daß der den Erreger (4) tragende, geradlinig ausgebildete Hohlleiter (5,6) an dem
Tragarm (7) befestigt ist.
2. Antenne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm (7) zur Aufnahme des Hohlleiters (5,6) an seinem freien Ende gabelförmig
gestaltet ist.
1. Antenna having a parabolic reflector (1) and a tubular exciter (4) used to illuminate
the same, to which exciter is connected at least one waveguide (5, 6), carrying the
said exciter and for guiding electromagnetic waves, in which antenna, on the rear
side, facing away from the exciter (4), of the reflector (1), a mechanically stable
holder (2) is attached for fixing the reflector to a carrier (3), characterized
- in that the holder (2) has an extension integrally connected to the same, projecting
radially beyond the edge of the reflector (1) and having a carrying arm (7) which
is bent over in the direction of the front side of the reflector (1) and, extending
parallel to the reflector axis (A), projects forwards beyond the same, and
- in that the linearly designed waveguide (5, 6) carrying the exciter (4) is fastened
to the carrying arm (7).
2. Antenna according to Claim 1, characterized in that the carrying arm (7) is configured
in the shape of a fork at its free end, to receive the waveguide (5, 6).
1. Antenne avec un réflecteur parabolique (1) et un excitateur de forme tubulaire (4),
qui sert à illuminer celui-ci, excitateur auquel est raccordé au moins un conducteur
creux (5,6), portant celui-ci, pour guider les ondes électromagnétiques, antenne dans
le cas de laquelle on met sur la face arrière du réflecteur (1), située à l'opposé
de l'excitateur (4), une monture (2) rendue mécaniquement stable pour la fixer sur
un support (3), antenne caractérisée en ce que:
- la monture (2) présente un élargissement relié d'une seule pièce à celle-ci et faisant
saillie radialement au-delà du bord du réflecteur (1), avec un bras porteur (7), qui
est coudé en direction de la face avant du réflecteur (1) et en s'étendant parallèlement
à son axe (A) fait saillie vers l'avant au-delà de celui-ci et
- le conducteur creux (5,6), qui porte l'excitateur (4) et est constitué de façon
rectiligne, est fixé sur le bras porteur (7).
2. Antenne selon la revendication 1, caractérisée en ce que le bras porteur (7), pour
recevoir le conducteur creux (5,6), est façonné en forme de fourche à son extrémité
libre.