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EP 0 484 644 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.06.1994 Patentblatt 1994/23 |
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Anmeldetag: 29.08.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: D03C 9/02 |
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Weblitze
Weaving heddle
Lisse de tissage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH ES FR GB IT LI |
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Priorität: |
08.11.1990 DE 4035582
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.05.1992 Patentblatt 1992/20 |
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Patentinhaber: GROB & CO. AKTIENGESELLSCHAFT |
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CH-8810 Horgen 1 (CH) |
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Erfinder: |
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- Koch, Bernhard
CH-8815 Horgenberg (CH)
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Vertreter: Troesch Scheidegger Werner AG |
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Patentanwälte,
Siewerdtstrasse 95,
Postfach 8050 Zürich 8050 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 032 472 GB-A- 1 109 695
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DE-C- 570 356
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Weblitze mit an den Enden des Litzenschafts angeordneten
J- oder C-förmigen Endösen zur Halterung auf der Litzentragschiene eines Webschaftes
durch Umgreifen der Schiene mit einem bzw. zwei gegenüberliegenden freien Schenkein
der Endöse.
[0002] Die heute gebräuchlichen Weblitzen der vorbezeichneten Art mit gerader Endösenform
weisen kleine Radien an den Innenkanten der Endösenöffnung auf und haben verhältnismässig
viel Spiel gegenüber der Litzentragschiene, damit sie sich auf dieser frei einstellen
und den Fadenzugkräften in Kettrichtung anpassen können. Da die Webmaschinen heute
mit immer höheren Tourenzahlen laufen, sind die Weblitzen in dem eine sehr schnelle
oszillierende Bewegung ausführenden Webschaft einer entsprechend immer höheren Beanspruchung
ausgesetzt, weil die beiden die Weblitzen tragenden Schaftstäbe des rahmenförmigen
Webschaftes aufgrund der durch die oszillierende Bewegung verursachten Biegung nicht
parallel zueinander verbleiben, sodass bei hoher Beanspruchung Brüche an den Endösen
der Weblitzen auftreten, und zwar in dem Rückenteil der Endöse im Bereich neben der
inneren Auflagekante auf der Litzentragschiene. Man hat daher mit verschiedenen Massnahmen
die Endöse zu verstärken versucht, beispielsweise die innere Auflagekante der Endöse
halbrund ausgebildet, mit welcher Innenkante die Endöse auf einer entsprechend geformten
Litzentragschiene aufliegt. Eine Weblitze mit der halbrunden Endösen-Innenkante neigt
jedoch zum Verklemmen auf der Litzentragschiene, was dann nicht nur einen Bruch der
Weblitze zur Folge hat, sondern auch die Entstehung von Streifen im hergestellten
Gewebe.
[0003] Eine ähnliche Weblitze beschreibt die DE-A-4 032 472 (Offenlegungstag 2.10.91). Die
darin vorgestellte Rückenpartie der Endöse weist in Richtung zum Ende der Endöse und
zum gegenüberliegenden Hakenende hin einen konstant breiter werdenden Querschnitt
auf.
[0004] Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, eine Weblitze an jeder
der Endösen so auszubilden, dass sie ohne Gefahr von Brüchen wesentlich höheren Belastungen
standhält und darüberhinaus auch genügend Spiel gegenüber der Litzentragschiene aufweist,
damit ein Verklemmen und die sich damit ergebenden negativen Auswirkungen ausgeschlossen
sind. Zur Lösung dieser Aufgabe weist die Weblitze die Merkmale nach Anspruch 1 auf.
Vorzugsweise weist die Innenkantenkontur der Endöse auf der Seite des Rückenteils
einen Bogen mit einem grösseren Krümmungsradius auf als der Krümmungsradius des Bogens
auf der gegenüberliegenden Seite des freien Schenkels. Dieser grössere Bogen kann
vorzugsweise auch einen zur Litzenmitte hin zunehmend grösser werdenden Krümmungsradius
aufweisen, sodass ein einer Parabel ähnlicher Verlauf der Innenkante entsteht.
[0005] Um das Verklemmen der Weblitzen auf der Litzentragschiene zu verhindern, weist in
bevorzugter Ausgestaltung die Innenkante zwischen den Bögen einen geradlinigen Kantenabschnitt
auf, an dessen beiden asymmetrisch zur Längssymmetrielinie liegenden Enden die Bögen
beginnen. Mit dem geradlinigen Kantenabschnitt und den unterschiedlichen Rundungen
auf den gegenüberliegenden Seiten der Längssymmetrielinie besitzt die Weblitze genügend
freies Spiel auf der Litzentragschiene, um die Nachteile des Verklemmens und die Entstehung
von Gewebestreifen zu verhindern.
[0006] Ausführungsbeispieie der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. eine J-förmige Endöse in grösserem Massstab;
Fig. 2 die gleiche Endöse, mit gestrichelt dargestellter bisher üblicher Form;
Fig. 3 und 4 eine C-förmige und eine J-förmige Endöse auf der zugehörigen Litzentragschiene.
[0007] Von einer nicht dargestellten Webelitze ist abgebrochen nur die eine der beiden J-förmigen
Endösen 1 dargestellt. In die Endösen-Öffnung 2 greift die nicht dargestellte Litzentragschiene
hinein, sodass die Endöse mit der Innenkante 3 der Öffnung 2 gegen die Litzentragschiene
ansteht. In Bezug auf die durch die Mitte der Endösen-Öffnung 2 verlaufende Längssymmetrielinie
4 befindet sich auf der einen Seite der Rückenteil 5 und auf der anderen Seite der
freie Schenkel 6. Im Rückenteil 5 ist die bei hoher Beanspruchung am meisten gefährdete
Zone 7, in der es zu einem Bruch kommt, etwa in der Höhe der oberen Innenkante 3 auf
der Endösen-Öffnung 2.
[0008] Um die Endöse in dieser gefährdeten Zone 7 zu verstärken, besitzt die Innenkante
der Endöse in dem mit der Schmalseite der Litzentragschiene in Kontakt kommenden Bereich
3 eine in bezug auf die Längssymmetrielinie 4 asymmetrische Kontur. Vorzugsweise besitzt
der Bogen 8 auf der Seite des Rückenteils 5 einen grösseren Krümmungsradius R1 als
der Radius R2 des Bogens 9 auf der gegenüberliegenden Seite des freien Schenkels 6.
Auf jeden Fall ist eine Asymmetrie bezüglich des Abstands der Krümmungsmittelpunkte
von der Längssymmetrielinie 4 vorhanden. Die Bögen 8 und 9 der Innenkante 3 können
Kreisform aufweisen. Vorzugsweise besitzt der Bogen 8 auf der Seite des Rückenteils
eine Form mit einem einer Parabel ähnlichen Verlauf und geht allmählich in den geraden
Teil der Begrenzungskante des Rückenteils 5 über. Bei einer nicht dargestellten Ausführungsform
kann der Bogen 8 mit seinem rechten Ende auch über die Längssymmetrielinie 4 hinaus
sich erstrecken. Der Bogen 9 kann auch deswegen einen kleineren Krümmungsradius R2
aufweisen, weil auf der Seite des freien Schenkeis 6 die Beanspruchung wesentlich
kleiner ist.
[0009] Um das Verklemmen der Weblitzen auf der Litzentragschiene zu verhindern, weist die
mit der Litzentragschiene in Kontakt kommende Innenkante zwischen dem Bogen 8 und
dem Bogen 9 einen geradlinigen Abschnitt 10 auf. Dieser geradlinige Abschnitt ist
vorzugsweise asymmetrisch bezüglich der Längssymmetrielinie 4 angeordnet, d.h. an
den in unterschiedlichem Abstand von der Längssymmetrielinie liegenden Endpunkten
beginnen die beiden Bögen 8 und 9. Der geradlinige Abschnitt 10 und die beschriebene
Form der Bögen der Innenkante 3 geben der Weblitze genügend freies Spiel auf der Litzentragschiene,
um ein Verklemmen der Weblitze und das Entstehen von Gewebestreifen im hergestellten
Gewebe auszuschliessen.
[0010] In Fig. 2 ist in der Endöse gemäss Fig. 1 zum Vergleich die bisher bei Weblitzen
übliche Form der Eckbögen 11 und 12 in gestrichelten Linien dargestellt, um den Unterschied
deutlich zu machen.
[0011] Bei der vorstehend beschriebenen J-förmigen Endöse ist nur eine Innenkante in der
beschriebenen Weise ausgebildet. Im Unterschied dazu besitzt die C-förmige Endöse
gemäss Fig. 3 zwei einander gegenüberliegende und mit der Litzentragschiene 14 in
Kontakt kommende Innenkanten der Endösen-Öffnung. Bei dieser C-förmigen Endöse kann
die dem Litzenschaft zugewandte Innenkante in gleicher Weise wie vorbeschrieben ausgebildet
sein, es kann aber auch auf die vorstehend beschriebene besondere Ausgestaltung der
Innenkante verzichtet und eine mit herkömmlichen Kreisbögen gemäss Fig. 2 versehene
Innenkante vorgesehen werden, da der gegen die Litzenmitte hin gelegene Teil der Endöse
weniger belastet ist.
[0012] Fig. 4 stellt die vorstehend beschriebene J-förmige Endöse 1 auf einer Litzentragschiene
15 dar.
1. Weblitze mit an den Enden des Litzenschafts angeordneten J- oder C-förmigen Endösen
(1), zur Halterung auf der Litzentragschiene (14,15) eines Webschaftes durch Umgreifen
der Schiene mit dem Rückenteil (5) und einem bzw. zwei gegenüberliegenden freien Schenkeln
(6) der Endöse (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Innenkante (3) der Endöse (1)
in dem mit der Schmalseite der Litzentragschiene in Kontakt kommenden Bereich eine
in bezug auf die Längssymmetrielinie (4) durch die Endöse (1) asymmetrische Kontur
mit Bögen (8,9) um in einem unterschiedlichen Abstand von der Längssymmetrielinie
liegenden Krümmungsmittelpunkten auf der Seite des Rückenteils (5) und der gegenüberliegenden
Seite des freien Schenkels (6) der Endöse (1) aufweist.
2. Weblitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenkante (3) zwischen
den Bögen (8,9) einen geradlinigen Kantenabschnitt (10) aufweist, an dessen beiden
asymmetrisch zur Symmetrielinie (4) liegenden Enden die Bögen beginnen.
3. Weblitze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenkantenkontur
der Endöse (1) auf der Seite des Rückenteils (5) einen Bogen (8) mit einem grösseren
Krümmungsradius aufweist, als der Krümmungsradius des Bogens (9) auf der gegenüberliegenden
Seite des freien Schenkels (6).
4. Weblitze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die bogenförmige Innenkante
(8) der Endöse (1) auf der Seite des Rückenteils (5) einen zur Litzenmitte hin zunehmend
grösser werdenden Krümmungsradius, vorzugsweise einen einer Parabel ähnlichen Verlauf
aufweist.
5. Weblitze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Bogen (8) der Endösen-Innenkante auf der Seite des Rückenteils (5) sich bis über die
Längssymmetrielinie (4) hinaus erstreckt.
1. Heald having J- or C-shaped end loops(l) arranged at the extremities of the heald
shaft for attachment to the heald carrying rods (14, 15) of a heald frame by enclosing
the rod with the back portion (5) and one or two opposite free legs (6) of the end
loop (1), characterised in that the inner edge (3) of the end loop (1) shows, in the
zone engaging the small edge of the heald carrying rod, an asymmetric contour with
respect to the longitudinal symmetry line (4) through the end loop (1) comprising
curves (8, 9) around curvature centres located on different distances from the longitudinal
symmetry line on the side of the back portion (5) and on the opposite side of the
free leg (6) of the end loop (1).
2. Heald according to claim 1, characterised in that the inner edge (3) shows a rectilinear
edge section (10) between the curves (8, 9) which start from both ends of said section,
said ends being disposed asymmetrically with respect to the symmetry line (4).
3. Heald according to claim 1 or 2, characterised in that the inner edge contour of the
end loop (1) comprises a curve (8) with a larger curvature radius on the side of the
back portion (5) than the curvature radius of the curvature (9) on the opposite side
of the free leg (6).
4. Heald according to claim 3, characterised in that the curved inner edge (8) of the
end loop (1) shows on the side of the back portion (5) a curvature radius increasing
progressively towards the middle of the heald, and having preferably a parabolic like
shape.
5. Heald according to any one of the preceding claims, characterised in that the curve
(8) of the end loop's inner edge on the side of the back portion (5) extends beyond
the longitudinal symmetry line (4).
1. Lisse comportant des boucles d'extrémité (1) en forme de J ou de C, disposés aux extrémités
de la tige de lisses, pour le support sur les tringles porte-lisses (14, 15) d'un
cadre, par enveloppement de la tringle par la partie arrière (5) et une aile libre
(6) de la boucle d'extrémité (1) ou deux ailes libres opposées de celui-ci, caractérisée
en ce que le bord interne (3) de la boucle d'extrémité (1) présente, dans la zone
venant en contact avec la tranche de la tringle porte-lisses, un contour asymétrique
par rapport à la ligne de symétrie longitudinale (4) passant à travers la boucle d'extrémité
(1) avec des arcs (8, 9) autour de centres de courbure situés à des distances différentes
de la ligne de symétrie longitudinale du côté de la partie arrière (5) et au côté
opposé de l'aile libre (6) de la boucle d'extrémité (1).
2. Lisse suivant la revendication 1, caractérisée en ce que le bord interne (3) présente
entre les arcs (8, 9) une section de bord rectiligne (10) aux deux extrémités de laquelle
commencent les arcs, ces extrémités étant disposées de manière asymétrique par rapport
à la ligne de symétrie (4).
3. Lisse suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisée en ce que le contour du
bord interne de la boucle d'extrémité (1) présente, au côté de la partie arrière (5),
un arc (8) présentant un rayon de courbure plus grand que le rayon de courbure de
l'arc (9) au côté opposé de l'aile libre (6).
4. Lisse suivant la revendication 3, caractérisé en ce que le bord interne de forme arquée
(8) de la boucle d'extrémité (1) présente, du côté de la partie arrière (5), un rayon
de courbure devenant progressivement plus grand vers le milieu de la lisse, en présentant
de préférence une allure analogue à une parabole.
5. Lisse suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'arc (8)
du bord interne de la boucle d'extrémité du côté de la partie arrière (5) s'étend
jusqu'au-delà de la ligne de symétrie longitudinale (4).

