| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 484 782 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
15.06.1994 Patentblatt 1994/24 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.10.1991 |
|
|
| (54) |
Stauchpresse zur Reduktion der Breite von Brammen in Warmbreitband-Vorstrassen
Upsetting press for reducing the width of slabs in hot wide strip roughing trains
Presse à refouler pour réduire la largeur des brames dans des trains dégrossisseurs
à chaud à larges bandes
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE DE ES FR GB GR IT NL SE |
| (30) |
Priorität: |
03.11.1990 DE 4035001
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
13.05.1992 Patentblatt 1992/20 |
| (73) |
Patentinhaber: SMS SCHLOEMANN-SIEMAG AKTIENGESELLSCHAFT |
|
40237 Düsseldorf (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Heitze, Gerhard
W-5902 Netphen 3 (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Valentin, Ekkehard, Dipl.-Ing. et al |
|
Patentanwälte
Hemmerich-Müller-Grosse-
Pollmeier-Valentin-Gihske
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 400 385 DE-A- 3 837 643
|
EP-A- 0 476 468
|
|
| |
|
|
- IRON AND STEEL ENGINEER Bd. 67, Nr. 11, November 1990, PITTSBURGH US Seite 61
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 13, no. 153 (M-813)(3501) 13. April 1989 & JP-A-63
313 623(ISHIKAWAJIMA HARIMA HEAVY IND.) 21 Dezember 1988
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Stauchpresse zur Reduktion der Breite von Walzgut, insbesondere
der Brammenbreite in Warmbreitband-Vorstraßen mit beidseitig zur Brammenkante angeordneten
Preßwerkzeuge aufnehmenden Werkzeugträgern, welche mit Hilfe mindestens eines Kurbeltriebes
in Richtung der Reduktion bewegbar sind, wobei der Kurbeltrieb und ein Vorschubantrieb
in einem Kurbelgehäuse angeordnet sind.
[0002] Bei einer fliegenden Stauchpresse gemäß der gattungsbildenden DE-A-39 17 398.4 sind
zur Reduktion der Breite von Brammen in einer Warmbreitband-Vorstraße zu beiden Seiten
der Brammenkante Preßwerkzeuge angeordnet, die von Werkzeugträgern aufgenommen sind.
Zur Ausbildung eines Reduktionsantriebes wird jedes Preßwerkzeug mit dem zugehörigen
Werkzeugträger mit Hilfe eines von einem Kurbeltrieb betätigten Lenkersystems in Richtung
der Breitenreduktion der Bramme bewegt, wobei der Kurbeltrieb in seinem Kurbelgehäuse
angeordnet ist. Der Kurbeltrieb besteht aus zwei angetriebenen Exzenterwellen; auf
jeder Exzenterwelle ist ein Pleuel gelagert; dessen Pleuelkopf steht mit dem Werkzeugträger
zur Übertragung der Stauchkräfte in Verbindung. Am Werkzeugträger greift ein im wesentlichen
in Richtung des Brammenvorschubs wirkender Vorschubantrieb an. Durch diese Maßnahmen
wird der Bewegungsablauf der Preßwerkzeuge für das reduzierende Pressen und für das
Vorschieben der Preßwerkzeuge voneinander getrennt steuerbar. Falls der Vorschubantrieb
als Hydraulikzylinder ausgebildet ist, kann die Verfahrbewegung des Hydraulikzylinders
besonders vorteilhaft in Form einer Weg-Zeitfunktion so gesteuert werden, daß für
jede beliebige Vorschubgröße die Synchronisation der Bewegung des Preßwerkzeugs mit
der Bewegung der seitlich zu pressenden Bramme gewährleistet ist. Diese Stauchpresse
ermöglicht die kontinuierliche Reduktion der Breite der Bramme auf walztechnisch vorgegebene
Werte. Die vorteilhafte Konstruktion der Stauchprese gewährleistet deren hohe Verfügbarkeit,
so daß eine hohe Produktivität der Walzstraße, in die die Stauchpresse eingebunden
ist, gegeben ist.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die zuvor beschriebene Stauchpresse weiter
zu verbessern, insbesondere deren Wartungszeiten zu verkürzen und den Erhaltungsaufwand
zu vermindern und die Produktivität der Walzstraße weiter zu erhöhen.
[0004] Diese Aufgabe wird mit den Maßnahmen des Patentanspruchs 1 gelöst. Die Maßnahmen
der Patentansprüche 2 bis 8 dienen der weiteren Ausgestaltung der Erfindung.
[0005] Nach Anspruch 1 zeichnet sich die gattungsgemäße Stauchpresse dadurch aus, daß das
Kurbelgehäuse mit Kurbeltrieb und Vorschubantrieb sowie mit dem Werkzeugträger zu
einer Baueinheit zusammengefaßt sind, und daß diese Baueinheit durch ein Ständerfenster
des liegenden Pressengerüsts seitlich und etwa parallel zur Brammenbewegung auf einer
Schienenanordnung verfahrbar ist, insbesondere mittels einer Verschiebeeinrichtung.
Bei der Wartung, bspw. bei einer Kontrolle der Lagerung der Exzenterwellen des Kurbeltriebs
wird die gesamte Baueinheit aus der Presse geschoben und auf einem gut zugänglichen
Bauplatz und abseits der Rollgänge, auf denen die heißen Brammen transportiert werden,
erfolgt dann die weitere Demontage bzw. Montage der Maschinenelemente der Presse,
die besonders hohen Beanspruchungen ausgesetzt sind. Sollten die Wartungsarbeiten
einen etwas längeren Zeitraum in Anspruch nehmen, so ist durch das Herausfahren der
Baueinheit aus der Stauchpresse und damit aus dem Bereich des Rollgangs soviel Platz
im Pressengerüst geschaffen, daß die Brammen ohne betriebliche Behinderung durch das
offene Ständerfenster hindurch den nachfolgenden Walzgerüsten zugeführt werden können.
Durch diese Maßnahme kann in kurzer Zeit die Walzproduktion in der Straße auch ohne
Pressenbetrieb, gegebenenfalls durch Einschieben eines Stauchgerüstes, in vollem Umfang
wieder aufgenommen werden.
[0006] Eine weitere Verbesserung der Wartung und Kontrolle der hochbelasteten drehenden
Teile des Kurbeltriebes ergibt sich dann, wenn die aus der Stauchpresse herausgefahrene
Baueinheit auf einer weiteren Schienenanordnung etwa quer zur Brammenbewegung verfahrbar
ist. Alle wartungsintensiven oder einer Kontrolle unterliegenden Maschinenteile werden
damit noch besser zugänglich. Diese Zugänglichkeit und das Verschieben der Baueinheit
aus dem Stauchgerüst wird außerdem dadurch verbessert, daß die Fundamentstützen für
das oberhalb der Stauchpresse in einem Getriebegehäuse angeordneten Stirnradgetriebe
nur auf einer Seite vorhanden sind und auf der dem Bauplatz zugewandten Gerüstseite
sich keine Fundamentstütze befindet.
[0007] Um die Baueinheit während des Transportes aus der Stauchpresse bzw. in die Stauchpresse
zu stabilisieren, ist der Werkzeugträger mittels einer Tragekonsole mit dem Kurbelgehäuse
verbunden. Da im Betrieb der Stauchpresse der Werkzeugträger auf einem im Pressengerüst
angeordneten Schlitten mit Gleitplatten gelagert ist, muß der Werkzeugträger beim
Ausfahren der gesamten Baueinheit von diesen Gleitplatten abgehoben werden, da der
Schlitten in dem Pressengerüst zurückbleibt. Das Anheben des Werkzeugträgers erfolgt
mittels der am Kurbelgehäuse, vorzugsweise an den Lagerschalen des Kurbeltriebes angeordneten
Verbindungselemente der Tragekonsole wie bspw. keilförmig unterlegte Schraubverbindungen.
[0008] Das Kurbelgehäuse, das auf Gleitplatten in dem Pressengerüst zwischen den Ständerholmen
geführt ist, wird am unteren Ständerholm auf beiden Seiten von schwerwiegenden Führungselementen
gehalten. Diese Führungselemente müssen zumindest zu der Bauplatzseite hin entfernt
werden, damit die Baueinheit aus dem Pressengerüst herausgeschoben werden kann. Zur
Vermeidung größerer Montagearbeiten bzw. Demontagearbeiten wird vorgeschlagen, daß
diese Führungselemente am Ständerholm angeordnet bleiben und in Richtung auf das Pressenfundament
mittels einer Langlochführung absenkbar sind, wozu in den Langlöchern entsprechende
Schraubverbindungen gelöst werden müssen.
[0009] Ferner wird die Verbindung des Kurbeltriebes mit den zwischen dem Getriebe und den
Exzenterwellen angeordneten kardanischen Antriebswellen möglichst nahe am Kurbelgehäuse
gelöst, damit die genannte Baueinheit möglichst einfach und unbehindert aus dem Pressengerüst
herausgeschoben werden kann. Da das Kurbelgehäuse in kurzer Zeit von der Anstellvorrichtung
und von der am Ständerquerholm abgestützten Ausbalanciereinrichtung vor dem Ausfahren
aus dem Gerüst getrennt werden muß, ist dort eine kuppelbare Verbindung vorgesehen.
[0010] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Antriebe
des Einlauf-Rollgangs auf einer Einlaufseite der Bramme in die Stauchpresse und die
Antriebe des Auslauf-Rollgangs auf der gegenüberliegenden Auslaufseite der Bramme
aus der Stauchpresse angeordnet sind, und daß die Baueinheit aus dem Pressengerüst
in die jeweils antriebsfreie Seite verfahrbar ist. Durch diese Anordnung konnten die
Rollgangsmotoren in dem Bereich untergebracht werden, wo für den Ausbau der Baueinheit
keine Demontage der Motore erforderlich ist, so daß während der Wartung der Baueinheit
bspw. der Lager oder der Lagerbandagen der Arbeitsrollgang für die Walzproduktion
in Betrieb bleibt und die Brammen aus dem Stoßofen durch das nunmehr geöffnete Fenster
des Pressengerüsts hindurch zu den nachfolgenden Walzgerüsten zur Weiterverarbeitung
geführt werden können.
[0011] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigen
- Figur 1
- die Seitenansicht der Stauchpresse teilweise im Schnitt,
- Figur 2
- das Kurbelgehäuse in Längsrichtung des Gerüstständers gesehen mit der seitlich verlaufenden
Schienenanordnung,
- Figur 3
- eine Draufsicht auf die Stauchpresse mit auf den Bauplatz gefahrenen Baueinheiten.
[0012] Figur 1 zeigt den Längsschnitt durch die fliegend arbeitende Stauchpresse 1 zur Reduktion
der Breite von Brammen 2 in einer Warmbreitband-Vorstraße, wobei die Brammen nahezu
kontinuierlich von einer der Stauchpresse vorgeschalteten, jedoch hier nicht näher
dargestellten Brammengießanlage zugeführt werden. Die Stauchpresse weist einen liegenden
Gerüstständer 3 auf mit den oberen und unteren Ständerholmen 4, 4′ sowie den Querholmen
5, 5′. Ein Kurbelgehäuse 6 ist von einer am Ständerholm 5, 5′ abgestützten Anstellvorrichtung
7 sowie mit Hilfe einer am Ständerholm ebenfalls abgestützten Ausbalanciereinrichtung
im Gerüstständer 3 der Stauchpresse 1 geführt. Die Anstellung des Kurbelgehäuses erfolgt
mit Hilfe einer mechanischen Anstellung. Es ist jedoch auch eine hydraulisch wirkende,
Kolben-Zylinder-Konstruktion als Anstellvorrichtung einsetzbar.
[0013] Zu beiden Seiten der Bramme 2 sind Preßwerkzeuge 9 an einem Werkzeugträger 10 angeordnet.
Das Preßwerkzeug und der Werkzeugträger haben einen senkrecht zur Bramme 2 wirkenden
Reduktionsantrieb 11 und einen parallel zur Bramme 2 wirkenden Vorschubantrieb 12.
Der Reduktionsantrieb und der Vorschubantrieb sind in dem Kurbelgehäuse 6 angeordnet.
Der Reduktionsantrieb wird dadurch gebildet, daß jeder Werkzeugträger 10 mit Hilfe
eines von zwei Exzenterwellen 13 betätigten Lenkersystems, welches zwei Pleuel 14
enthält, im wesentlichen in Richtung der in der Breite zu reduzierenden Bramme 2 bewegbar
ist. Der im wesentlichen in Richtung des Brammenvorschubs wirkende Vorschubantrieb
12 greift am Werkzeugträger 10 an und ist am Kurbelgehäuse 6 abgestützt, in welchem
die zwei Exzenterwellen 13 gelagert sind. Die Exzenterwellen stehen mit kardanisch
gelagerten Gelenkwellen 15 in Verbindung, die mit einem Stirnradgetriebe 16 verbunden
sind. Der Getriebekasten 17 ist oberhalb der Stauchpresse auf einer Fundamentstütze
18 gehalten. Die Eingangswelle 19 des Stirnradgetriebes ist mit einem Antriebsmotor
20 gekuppelt. Die Fundamentstütze 18 steht seitlich von der Stauchpresse 1 auf dem
Fundament 21 auf und kragt seitlich mit einem Kopfteil 22 über die Stauchpresse 1.
Der überkragende Kopfteil trägt den Getriebekasten mit Stirnradgetriebe.
[0014] Das Kurbelgehäuse 6 mit dem im Kurbelgehäuse angeordneten und aus den Exzenterwellen
13 und den Pleuel 14 bestehenden Kurbeltrieb 23 und mit dem Vorschubantrieb 12 sowie
mit dem Werkzeugträger 8 sind zu einer Baueinheit 24 zusammengefaßt (Fig. 2). Diese
Baueinheit ist durch ein Ständerfenster 25 des liegenden Pressengerüsts 3 seitlich
und etwa parallel zur Brammenbewegung auf einer Schienenanordnung 26 verfahrbar. Diese
Anordnung besteht im vorliegenden Beispiel aus zwei mit Gleitplatten belegten und
mit Abstand zueinander verlaufenden Schienensträngen 26′ mit entsprechenden Schienenteilen,
die zwischen den unteren Ständerholmen 4 angeordnet sind. Das Verschieben der Baueinheit
24 erfolgt mit Hilfe einer Verschiebeeinrichtung 27, bspw. einer Kolben-Zylinder-Einheit
28. Eine weitere Schienenanordnung 29 verläuft quer zur Brammenbewegung, so daß die
Baueinheit 24 zunächst auf der Schienenanordnung 26 parallel zur Brammenbewegung aus
dem Stauchgerüst herausgeschoben und anschließend auf der Schienenanordnung 29 um
einen bestimmten Weg quer zur Brammenbewegung auf einen frei zugänglichen Bauplatz
verschoben werden kann.
[0015] Der liegende Werkzeugträger 10 und die Pleuel 14 sind auf einem Schlitten 30 mit
nicht näher dargestellten Gleitplatten üblicher Bauart gleitend abgestützt. Zur Stabilisierung
der Baueinheit während des Verfahrens aus dem Stauchgerüst wird der Werkzeugträger
10 mit Hilfe einer Tragekonsole 31 mit dem Kurbelgehäuse 6 verbunden, und zwar vorzugsweise
mit den Lagerschalen des Kurbeltriebes. Mit Hilfe speziell ausgebildeter Verbindungselemente,
bspw. einer Schraubverbindung mit entsprechend geformten Unterlegkeilen für die Tragekonsole,
wird der Werkzeugträger 10 von dem mit dem Pressengerüst 3 verbundenen und den Werkzeugträger
im Betrieb abstützenden Schlitten bzw. von dessen Gleitplatten 30 anhebbar.
[0016] Die Baueinheit 24 wird mit folgenden Demontagemaßnahmen zum Herausfahren aus dem
Pressengerüst vorbereitet. Die zumindest an den unteren Ständerholmen 4 des Pressengerüsts
3 angeordneten Führungselemente 32 für das Kurbelgehäuse 6 werden in Richtung auf
das Pressenfundament 21 in einer in den Führungselementen angeordneten Langlochführung
abgesenkt. Die zwischen Kurbeltrieb 23 und den antreibenden Gelenkwellen 15 angeordnete
Trenn- bzw. Verbindungsvorrichtung 33 wird gelöst. Dies kann durch eine Flanschverbindung
erfolgen, die im Bereich zwischen der Oberkante des Kurbelgehäuses 6 und der Unterkante
der oberen Ständerholme 4′ des Pressengerüsts angeordnet ist. Ferner wird die das
Kurbelgehäuse 6 am Ständerquerholm 5 abstützende Anstellvorrichtung 7 sowie die ebenfalls
am Ständerholm 5 abgestützte Ausbalanciereinrichtung 8 mit Hilfe der kuppelbaren Verbindung
34 vom KUrbelgehäuse gelöst. Nachdem sämtliche hydraulischen Anschlüsse von der Baueinheit
24 gelöst wurden, ist diese von der Verschiebeeinrichtung 27 aus dem Fenster des Gerüstständers
auf der Schienenanordnung 26 und 29 auf den Bauplatz 35 verschiebbar. Insbesondere
Fig. 3 zeigt den seitlich von der Stauchpresse 1 liegenden Bauplatz 35, der von allen
Seiten frei zugänglich ist, so daß die Wartung bzw. Kontrolle der hochbelasteten Maschinenteile
der Baueinheit 24 wie Lager etc. ungehindert und schnell durchgeführt werden kann.
[0017] Die freie Zugänglichkeit des Bauplatzes 35 wird dadurch erreicht, daß die Antriebe
36 des Einlauf-Rollgangs 37 ausschließlich auf der einen Einlaufseite 38 der Bramme
2 in die Stauchpresse 1 angeordnet sind, und daß die Antriebe 39 des Auslauf-Rollgangs
40 auf der gegenüberliegenden Auslaufseite 41 der Bramme 2 aus der Stauchpresse 1
angeordnet sind, so daß die Baueinheit 24 aus dem Pressengerüst in die jeweils von
den Antrieben freie Seite verfahrbar ist. Falls also eine längere Wartung der Baueinheit
24 auf dem Bauplatz 35 erforderlich wird, bleiben die Arbeitsrollgänge, auf denen
die Bramme 2 zu den nachfolgenden Walzgerüsten geführt werden, betriebsbereit, so
daß die Walzproduktion auch ohne die Stauchpresse gegebenenfalls mit einem anderen
in die Walzlinie eingefahrenen Stauchgerüst aufgenommen werden kann.
[0018] Die Montage der Baueinheit 24 in die Stauchpresse 1 erfolgt in umgekehrter Reihenfolge
zu den oben beschriebenen Demontage-Maßnahmen. Die Baueinheit 24 wird vom Bauplatz
35 auf der Schienenanordnung 29, 26 in das Ständerfenster des Gerüstständers 3 zurückgeschoben,
die Führungselemente 32 werden in der Langlochführung nach oben gezogen und seitlich
verankert; die Ausbalanciereinrichtung und die Anstellvorrichtung werden an das Kurbelgehäuse
angekuppelt, die Verbindungsvorrichtung von Gelenkwellen 15 und Exzenterwellen 13
wird gekoppelt und die den Werkzeugträger 10 stabilisierende Tragekonsole 31 wird
mit den Verbindungselementen so gelöst, daß der Werkzeugträger auf die Gleitplatten
30 abgesenkt wird. Die Stauchpresse ist dann betriebsbereit. In Fig. 1 ist die zwischen
den Preßwerkzeugen 9 angeordnete Bramme 2 zu sehen, die im Betrieb von auf der Einlaufseite
38 und der Auslaufseite 41 angeordneten Treiberrollen 43 durch die Stauchpresse bewegt
wird und während des Stauchens von oberhalb und unterhalb der Bramme angeordneten
Halterollen 43 zur Vermeidung von Aufwölbungen geführt wird.
[0019] Es wird ersichtlich, daß mit den oben beschriebenen Maßnahmen die eingangs gestellte
Aufgabe technisch und wirtschaftlich in vorteilhafter Weise gelöst wird und daß dadurch
die Verfügbarkeit der Stauchpresse und die Produktivität einer Walzstraße, insbesondere
einer Warmbreitband-Vorstraße erhöht wird.
Bezugszeichenübersicht
[0020]
- 1
- Stauchpresse
- 2
- Bramme
- 3
- Pressengerüst/Gerüstständer
- 4, 4′
- Ständerholm
- 5, 5′
- Querholm
- 6
- Kurbelgehäuse
- 7
- Anstellvorrichtung
- 8
- Ausbalanciereinrichtung
- 9
- Preßwerkzeug
- 10
- Werkzeugträger
- 11
- Reduktionsantrieb
- 12
- Vorschubantrieb
- 13
- Exzenterwellen
- 14
- Pleuel
- 15
- Gelenkwellen
- 16
- Stirnradgetriebe
- 17
- Getriebekasten
- 18
- Fundament-Stütze
- 19
- Eingangswelle
- 20
- Antriebsmotor
- 21
- Fundament
- 22
- Kopfteil
- 23
- Kurbeltrieb
- 24
- Baueinheit
- 25
- Ständerfenster
- 26
- Schienenanordnung
- 27
- Verschiebeeinrichtung
- 28
- Kolben-Zylinder-Einheit
- 29
- Schienenanordnung
- 30
- Gleitplatten
- 31
- Tragekonsole
- 32
- Führungselemente
- 33
- Trenn-Verbindungsvorrichtung
- 34
- Kuppelbare Verbindung
- 35
- Bauplatz
- 36
- Rollen-Antrieb
- 37
- Einlauf-Rollgang
- 38
- Einlaufseite
- 39
- Antrieb
- 40
- Auslauf-Rollgang
- 41
- Auslaufseite
- 42
- Treibrollen
- 43
- Halterollen
- 44
- Lagerschale
1. Stauchpresse (1) zur Reduktion der Breite von Walzgut (2), insbesondere der Brammenbreite
in Warmbreitband-Vorstraßen, mit beidseitig zur Walzgutkante angeordneten, Preßwerkzeuge
(9) aufnehmenden Werkzeugträgern (10), welche jeweils mit Hilfe mindestens eines Kurbeltriebes
(23) in Richtung der Reduktion bewegbar sind, wobei der Kurbeltrieb (23) und ein Vorschubantrieb
(12) in einem Kurbelgehäuse (6) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kurbelgehäuse (6) mit Kurbeltrieb (23) und Vorschubantrieb (12) sowie mit
dem Werkzeugträger (10) zu einer Baueinheit (24) zusammengefaßt sind und daß diese
Baueinheit (24) durch ein Ständerfenster (25) des liegenden Pressengerüsts (3) seitlich
und etwa parallel zur Walzgutbewegung auf einer Schienenanordnung (26, 29) verfahrbar
ist, insbesondere mittels einer Verschiebeeinrichtung (27).
2. Stauchpresse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die aus der Stauchpresse (1) herausgefahrene Baueinheit (24) auf einer weiteren
Schienenanordnung (29) etwa quer zur Walzgutbewegung verfahrbar ist.
3. Stauchpresse nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Werkzeugträger (10) zur Stabilisierung der Baueinheit (24) mittels einer Tragekonsole
(31) mit dem Kurbelgehäuse (6) verbindbar ist.
4. Stauchpresse nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß mittels der am Kurbelgehäuse (6), vorzugsweise an den Lagerschalen (44) des Kurbeltriebes
(23) angeordneten Verbindungselemente der Tragekonsole (31) der Werkzeugträger (10)
von den mit dem Pressengerüst (3) verbundenen und den Werkzeugträger im Betrieb abstützenden
Gleitplatten (30) anhebbar ist.
5. Stauchpresse nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zumindest an den unteren Ständerholmen (4) des Pressengerüsts (3) angeordneten
Führungselemente (32) für das Kurbelgehäuse (6) in Richtung auf das Pressenfundament
(21) bspw. mittels einer Langlochführung absenkbar sind.
6. Stauchpresse nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kurbeltrieb (23) und die antreibende Gelenkwelle (15) eine Trenn- bzw. Verbindungsvorrichtung
(33) aufweisen, die im Bereich zwischen der Oberkante des Kurbelgehäuses (6) und der
Unterkante des oberen Ständerholmes (4′) des Pressengerüsts (3) angeordnet ist.
7. Stauchpresse nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kurbelgehäuse (6) mit der am Ständerquerholm (5, 5′) abgestützten Anstellvorrichtung
(7) sowie mit der eben dort abgestützten Ausbalanciereinrichtung (8) jeweils eine
kuppelbare Verbindung (34) aufweist.
8. Stauchpresse nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebe (36) des Einlauf-Rollgangs (37) auf einer Einlaufseite (38) des Walzgutes
(2) in die Stauchpresse (1) und die Antriebe (39) des Auslauf-Rollgangs (40) auf der
gegenüberliegenden Auslaufseite (41) des Walzgutes aus der Stauchpresse angeordnet
sind, und daß die Baueinheit (24) aus dem Pressengerüst (3) in die jeweils antriebsfreie
Seite verfahrbar ist.
1. Upsetting press (1) for reducing the width of rolled stock (2), in particular the
width of slabs in wide hot strip roughing trains, with tool carriers (10), which are
arranged at both sides of the edge of the rolled stock, receive press tools (9) and
are each movable in the direction of the reduction with the aid of at least one respective
crank drive (23), wherein the crank drive (23) and an advancing drive (12) are arranged
in a crankcase (6), characterised thereby, that the crankcase (6) with the crank drive
(23) and the advancing drive (12) as well as with the tool carrier (10) are combined
into one assembly (24) and that this assembly (24) is movable, in particular by means
of a displacing equipment (27), on a rail arrangement (26, 29) laterally and about
parallelly to the movement of the rolled stock and through a housing window (25) of
the horizontal press stand (3).
2. Upsetting press according to claim 1, characterised thereby, that the assembly (24),
when moved out of the upsetting press (1), is movable about transversely to the movement
of the rolled stock on a further rail arrangement (29).
3. Upsetting press according to claim 1 or 2, characterised thereby, that the tool carrier
(10) is connectable with the crankcase (6) by means of a carrier bracket (31) for
the rigidification of the assembly (24).
4. Upsetting press according to claim 1, 2 or 3, characterised thereby, that the tool
carrier (10) is raisable off from the glide plates (30), which are connected with
the press stand (3) and support the tool carrier (10) in operation, by means of the
connecting elements of the carrier bracket (31), which are arranged at the crankcase
(6), preferably at the bearing shells (44) of the crank drive (23).
5. Upsetting press according to at least one of the claims 1 to 4, characterised thereby,
that the guide elements (32) for the crankcase (6), which are arranged at at least
the lower housing posts (4) of the press stand (3), are lowerable in the direction
of the press foundation (21), for example by means of an elongate hole guide.
6. Upsetting press according to at least one of the claims 1 to 5, characterised thereby,
that the crank drive (23) and the driving articulated shaft (15) display a separating
or connecting device (33), which is arranged in the region between the upper edge
of the crankcase (6) and the lower edge of the upper housing post (4′) of the press
stand (3).
7. Upsetting press according to at least one of the preceding claims, characterised thereby,
that the crankcase (6) displays a respective couplable connection (34) with the screw-down
device (7) supported at the housing crossbeam (5, 5′) as well as with the balancing-out
equipment (8) supported just there.
8. Upsetting press according to at least one of the preceding claims, characterised thereby,
that the drives (36) of the intake roller bed (37) are arranged on one intake side
(38) of the rolled stock (2) into the upsetting press (1) and the drives (39) of the
output roller bed (40) are arranged on the opposite output side (41) of the rolled
stock out of the upsetting press (1) and that the assembly (24) is movable out of
the press stand (3) into the side respectively free of drive.
1. Presse à refouler (1) pour la réduction de la largeur de produits à laminer (2), en
particulier de la largeur de brammes dans des trains dégrossisseurs à large bande
laminée à chaud, comprenant des supports d'outils (10) disposés des deux côtés du
produit à laminer, destinés à recevoir les outils de compression (9), lesdits supports
d'outils pouvant être déplacés à l'aide d'au moins un mécanisme à bielle et à manivelle
(23) dans le sens de la réduction, le mécanisme à bielle et à manivelle (23) et un
entraînement d'avancement (12) étant disposés dans un carter (6), caractérisée en
ce que le carter (6) comprenant le mécanisme à bielle et à manivelle (23) et l'entraînement
d'avancement (12) forme une unité (24) avec le support d'outil (10) et en ce que cette
unité (24) peut être déplacée à travers une fenêtre (25) des montants de la cage (3)
couchée de la presse, latéralement et de manière environ parallèle au déplacement
du produit à laminer sur un dispositif de rails (26, 29), en particulier au moyen
d'un dispositif de déplacement (27).
2. Presse à refouler selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'unité (24) sortie
de la presse à refouler (1) peut être déplacée sur un autre dispositif de rails (29)
de manière environ transversale par rapport au déplacement du produit à laminer.
3. Presse à refouler selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le support
d'outil (10) peut être relié au carter (6) au moyen d'une poutre support en porte-à-faux
(31) de manière à stabiliser l'unité (24).
4. Presse à refouler selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisée en ce que le support
d'outil (10) peut être soulevé des plaques de glissement (30) reliées à la cage (3)
de la presse et supportant le support d'outil durant le fonctionnement au moyen des
éléments d'assemblage de la poutre support en porte-à-faux (31) disposés sur le carter,
de préférence sur les coussinets de support (44) du carter (23).
5. Presse à refouler selon au moins une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée
en ce qu'au moins les éléments de guidage (32) pour le carter (6) disposés sur les
longerons (4) inférieurs des montants de la cage (3) de la presse peuvent être abaissés
vers les fondations de la presse (21), par exemple au moyen d'un guidage à trou longitudinal.
6. Presse à refouler selon au moins une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée
en ce que le carter (23) et l'arbre articulé d'entraînement (15) présentent un dispositif
de séparation ou d'assemblage (33) qui est disposé entre le dessus du carter (6) et
le dessous du longeron supérieur (4′) des montants de la cage (3) de la presse.
7. Presse à refouler selon au moins une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce que le carter (6) comprenant le dispositif de réglage (7) s'appuyant sur le
longeron transversal (5, 5′) des montants ainsi que le dispositif d'équilibrage (8)
qui s'y appuie également présentent chacun un assemblage (34) pouvant être accouplé.
8. Presse à refouler selon au moins une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce que les entraînements (36) des rouleaux d'introduction (37) sont disposés d'un
côté d'introduction (38) du produit à laminer (2) dans la presse à refouler (1) et
en ce que les entraînements (39) des rouleaux de sortie (40) sont situés du côté sortie
(41) opposé du produit à laminer hors de la presse à refouler et en ce que l'unité
(24) peut être déplacée hors de la cage (3) de la presse du côté chaque fois exempt
d'entraînement.