| (19) |
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(11) |
EP 0 484 789 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.04.1995 Patentblatt 1995/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.10.1991 |
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Verfahren zum Herstellen eines Durchbruches in der Wandung eines als Hohlkörper ausgebildeten
Werkstückes und Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens
Method and device for producing holes in the wall of a hollow bodied workpiece
Procédé et outil pour la production des trous dans la paroi d'un corps creux
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT SE |
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Priorität: |
09.11.1990 DE 4035625
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.05.1992 Patentblatt 1992/20 |
| (73) |
Patentinhaber: AUDI AG |
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85002 Ingolstadt (DE) |
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Erfinder: |
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- Schiessl, Gerhard, Dipl.-Ing.
W-8073 Kösching (DE)
- Lindner, Horst, Dipl.-Ing.
W-8070 Ingolstadt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Geissler, Manfred |
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Audi AG,
Abteilung I/EXA-1,
Postfach 10 02 20 85002 Ingolstadt 85002 Ingolstadt (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
GB-A- 1 166 532
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US-A- 2 732 897
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- BLECH ROHRE PROFILE Bd. 35, Nr. 3, März 1988,Seiten 175 - 180; F.KLAAS: 'AUFWEITSTAUCHEN
VON ROHREN DURCH INNENHOCHDRUCKFORMUNG'
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines Durchbruches in
der Wandung eines als Hohlkörper ausgebildeten Werkstückes gemäß Oberbegriff des Patentanspruches
1 sowie auf ein Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens gemäß Oberbegriff des Patentanspruches
3.
[0002] Im Stand der Technik sind eine Reihe von Möglichkeiten bekannt (Bohren, Stanzen usw.),
um beispielsweise rotationssymmetrische oder auch eine bestimmte Formkontur aufweisende
Durchbrüche in die Wandung eines Werkstückes einzubringen.
[0003] Auch ist es bekannt (GB-A 11 66 532, US-A 27 32 897), Performationen in einem Hohlkörper
dadurch herzustellen, daß dessen Wandung sich auf der einen Seite an einem perforierten
Stützkörper abstützt, während die gegenüberliegende Seite einem unter hohen Druck
stehenden Medium (hydraulisch, pneumatisch) ausgesetzt wird.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, diese Anwendungsmöglichkeiten des letztgenannten Herstellungsverfahrens
zu erweitern.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch eine Verfahrensweise, wie sie im
Kennzeichen des Patentanspruches 1 angegeben ist.
[0006] Dadurch lassen sich in vorteilhafter Weise zwei an sich bekannte Werkstück-Bearbeitungsverfahren
in einem einzigen Bearbeitungsschritt durchführen.
[0007] In besonders vorteilhafter Weiterbildung wird das erfindungsgemäße Verfahren während
eines Umformens des Werkstückes unter Anwendung des Innenhochdruckverfahrens angewendet
(Patentanspruch 2).
[0008] Das Innenhochdruckumformen (von vorzugsweise rohrförmigen Werkstücken) ist im Stand
der Technik bekannt und in der einschlägigen Literatur beschrieben (DE-Z "Bänder Bleche
Rohre" 6/1986, Seiten 117 bis 120; DE-Z "Bleche Rohre Profile" 35 (1988) 3, Seiten
175 bis 180; "Fortschrittsberichte" VDI Reihe 2 Nr. 142, VDI-Verlag; jeweils mit Querverweisen
zu weiterführendem Schrifttum).
[0009] Das Innenhochdruckumformverfahren wird vorzugsweise zur Herstellung unterschiedlich
geformter Hohlteile angewendet und ist ein materialsparendes Verfahren, das den Forderungen
einer ressourcensparenden Fertigungstechnik entspricht. Die Arbeitsweise dieses Umformverfahrens
ist dabei dergestalt, daß ein Werkstück-Rohling in eine Form gelegt, unter Zuhilfenahme
eines geeigneten Hydraulikfluids mit hohem Innendruck beaufschlagt und unter gleichzeitiger
Beaufschlagung mit axialem Druck auf die Rohrwandung umgeformt wird. Axialdruck und
Innendruck bewirken, daß sich der Werkstück-Rohling an die Innenkontur der Form anlegt.
Dabei wird der Werkstoff in den plastischen Zustand versetzt, der während des gesamten
Umformvorganges unter Berücksichtigung von Werkstoffverfestigung und etwaiger Werkzeugkräfte
aufrechterhalten bleibt.
[0010] Ein besonders geeignetes Werkzeug zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist ausgehend von Werkzeugen, wie sie in "Aufweitstauchen von Rohren durch Innenhochdruckumformung",
Blech Rohre Profile, Band 35, Nr. 3, März 1988, Seite 175, Bild 2, beschrieben sind,
in Patentanspruch 3 angegeben.
[0011] Dadurch, daß das Werkzeug im Randbereich einer Ausformung sowohl eine scharfe Schnittkante
als auch "Bremskonturen" aufweist, wobei letztere die Aufgabe haben, den Werkstoff
im Bereich der Schnittkante gezielt am Nachfließen zu hindern, wird in vorteilhafter
Weise eine definierte Sollbruchlinie zuverlässig gebildet.
[0012] Eine in der Ausformung vorzugsweise mittig angeordnete Abstützfläche, wie in Patentanspruch
4 beschrieben, begrenzt die Werkstoffstreckung im inneren Bereich der auszuschneidenden
Werkstückwandung und erhöht gleichzeitig die Werkstoffstreckung im frei tragenden
Bereich.
[0013] Ist die Abstützfläche gleichzeitig Teil eines Auswerfers, wie dies in Anspruch 5
angegeben ist, so kann nach Herstellung des Durchbruches die in der Ausformung gebenenenfalls
noch festsitzende ausgeschnittene Werkstückwandung herausgedrückt werden.
[0014] Die Einhaltung der Randbedingungen, wie sie mit den Patentansprüchen 6 und 7 angegeben
sind, gewährleisten eine zuverlässige Herstellung des Durchbruches.
[0015] Die Erfindung ist nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles beschrieben, wobei
die Herstellung des Durchbruches während eines Umformens eines Werkstückes unter Anwendung
des Innenhochdruckverfahrens erfolgt. Die zugehörige Zeichnung zeigt in
- Fig. 1
- eine Schematische Darstellung von Werkstück und Werkzeug in der Anordnung für ein
rotationssymmetrisches Aufweitstauchen im geöffneten Werkzeug als eines der Grundverfahren
des Innenhochdruckumformens und
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung des Bereiches X gemäß Fig. 1, in dem im Werkstück ein
Durchbruch hergestellt wird.
[0016] Das Innenhochdruckumformverfahren kennt im wesentlichen drei Grundverfahren, nämlich
das partielle Ausbauchen im geschlossenen Werkzeug, das rotationssymmetrische Aufweiten
im geschlossenen Werkzeug und das rotationssymmetrische Aufweitstauchen im geöffneten
Werkzeug. Fig. 1 zeigt in schematisierter Form das letztgenannte Verfahren. Dabei
wird ein als Rohr ausgebildetes Werkstück 1 in ein geöffnetes (Abstand a
o), aus Ober- und Unterwerkzeug 2.1, 2.2 sich zusammensetzendes und während des Umformvorganges
mitbewegtes Werkzeug 2 eingelegt. Nach dem Einspannen und der Abdichtung mittels geeigneter
Dichtringe (nicht dargestellt) wird ein Hohlraum 3 des Werkstückes 1 über eine Zuflußöffnung
4 mit einem flüssigen Wirkmedium gefüllt. Anschließend erfolgt die Umformung, wobei
sich während des Umformvorganges Ober- und Unterwerkzeug 2.1, 2.2 solange mit einer
Axialkraft F
a bei gleichzeitiger Wirkung eines vom Wirkmedium erzeugten Innendruckes p
i aufeinander zubewegen, bis die gewünschte Aufweitform im Werkstück 1 erreicht ist.
Der Innendruck p
i ist in Abhängigkeit von insbesondere Werkstoff und Wandstärke des Werkstückes 1 zu
wählen. Nach Abschluß des Umformvorganges weisen Ober- und Unterwerkzeug 2.1, 2.2
noch einen Abstand a₁ auf.
[0017] Ein detaillierteres Eingehen auf das Innenhochdruckumformverfahren dürfte entbehrlich
sein. Es genügt an dieser Stelle ein Verweis auf die eingangs angegebene, insgesamt
sehr umfangreiche Literatur hierzu.
[0018] Mit der Bezugsziffer X ist derjenige Werkzeugbereich näher gekennzeichnet, in dem
während des Umformvorganges auf erfindungsgemäße Weise ein Durchbruch hergestellt
wird. Nähere Einzelheiten ergeben sich aus Fig. 2.
[0019] Fig. 2 zeigt ausschnittsweise das Unterwerkzeug 2.2, welches auf seiner inneren Wandfläche
5 eine der Kontur (beispielsweise rotationssymmetrisch) des gewünschten Werkstück-Durchbruches
entsprechende Ausformung 6 aufweist. In deren mittlerem Bereich ragt durch eine Bohrung
7 im Unterwerkzeug 2.2 ein mittels Druckkraft F
s beaufschlagbarer Stößel 8 in die Ausformung 6 hinein, wobei dessen Stirnfläche 9
(mit abgerundeter Umfangskante) dem Werkstück 1 während der Herstellung des Durchbruches
als Stützfläche dient.
[0020] Die Stirnfläche 9 begrenzt die Werkstoffstreckung in diesem Bereich und erhöht gleichzeitig
die Werkstoffstreckung im frei tragenden Bereich der Ausformung 6.
[0021] Eine umlaufende Kante 10 der Ausformung 6 ist scharfkantig ausgeführt (90°) und dient
insoweit als Schnittkante. Desweiteren ist nahe dieser Kante 10 die innere Wandfläche
5 des Unterwerkzeuges 2.2 mit ebenfalls umlaufenden zackenförmigen Erhebungen 13 ausgestattet,
die als Bremskonturen wirken und ein Nachfliesen des Werkstück-Werkstoffes verhindern
sollen, um das Einreißen der Werkstückwandung entlang der Schnittkante (Kante 10)
bei Erreichen eines bestimmten Innendruckes P
i zu begünstigen.
[0022] Dabei kommt es bei zunehmendem Innendruck p
i zu einem verstärktem Einschneiden des Werkstoffes. Außerdem ist in der Schneidkanteneinflußzone
ein gleichmäßiger Festigkeitszustand gegeben, so daß an der Kante 10 die Beanspruchung
steigt. Ist der Werkstoff etwa in der Größenordnung 1/3 s (s = Werkstück-Wandstärke)
eingeschnitten, so kommt es zum Bruch.
[0023] Ist die Ausformung 6 kreisförmig (Durchmesser D), so sollte bezüglich des Stößelquerschnittes
d etwa ein Verhältnis von d/D = 1/3 eingehalten werden, wobei das genaue Verhältnis
insbesondere von Werkstück-Werkstoff und -Wandstärke abhängig und entsprechend zu
wählen ist.
[0024] Der Abstand T, um den die Stirnfläche 9 des Stößels 8 gegenüber der inneren Wandfläche
5 des Unterwerkzeuges 2.2 zurückversetzt ist, ist unter Berücksichtigung der Durchmesser
d, D und der Werkstoffeigenschaften (maximale Bruchdehnung δ in %) des Werkstückes
1 zu wählen.
[0025] Höhe und Fußbreite der zackenförmigen Erhebungen 13 sollten in etwa der Wandstärke
s des Werkstückes 1 entsprechen. Im Übergangsbereich zwischen Mantelfläche 14 und
Stirnfläche 9 des Stößels 8 sollte eine Rundung vorhanden sein, deren Radius R mindestens
der Werkstückwandstärke s entsprechen sollte. Für die Ausformung 6 ist eine Tiefe
T₁ zu wählen, für die zumindest gelten sollte: T₁ ≧ 1,5 T.
[0026] Der Stößel 8 dient gleichzeitig als Auswerfer, da es durchaus passieren kann, daß
beim Bruch des auszuschneidenden Werkstückbereiches sich dieser innerhalb der Ausformung
6 verklemmt. Das Auswerfen erfolgt vor oder während des Öffnens von Ober- und Unterwerkzeug
2.1, 2.2 durch eine entsprechende mechanische Einrichtung, die den Stößel 8 betätigt.
Dabei könnte die Werkzeug-Öffnungsbewegung genutzt werden, um die Stößelbewegung einzuleiten.
Selbstverständlich könnte das Auswerfen auch in einem zweiten Arbeitsschritt erfolgen.
[0027] Soweit die in das Werkstück 1 einzubringende Durchbrechung ein gewisses Maß (z. B.
0̸ < 8 mm) unterschreitet, könnte gegebenenfalls auf ein Stützelement verzichtet werden.
Für eine kreisförmige Ausformung sollte dann T ≧ D eingehalten werden.
1. Verfahren zur Herstellung eines Durchbruches in der Wandung eines als Hohlkörper ausgebildeten
Werkstückes (1), wobei das Werkstück (1) in ein Werkzeug (2) eingesetzt wird, welches
im Bereich des vorgesehenen Durchbruches mit einer Ausformung (6) mit einer dem Durchbruch
entsprechenden Randkontur versehen ist und der Hohlraum (3) des Werkstückes (1) mit
einem Wirkmedium bis zu einem das Einschneiden der Werkstückwandung entlang einer
Kante (10) der Ausformung (6) bewirkenden Innendruck (pi) beaufschlagt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück (1) in ein eine durch Einwirken von Verformungskräften hervorrufbare
Aufweitung des Werkstückes (1) in gewissen Grenzen zulassendes Formwerkzeug (2) eingesetzt
wird und daß die Herstellung des Durchbruches während eines gleichzeitigen Umformens,
insbesondere Aufweitens, zum Herbeiführen einer geänderten Kontur des Werkstückes
(1) erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Umformen des Werkstückes (1) unter Anwendung des Innenhochdruckumformverfahrens
erfolgt.
3. Werkzeug mit das Werkstück (1) aufnehmenden Ober- und Unterwerkzeugen (2.1, 2.2) mit
einer Wirkmedium-Zuflußöffnung (4) zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch eine im Bereich des vorgesehenen Durchbruches angeordnete Ausformung (6), wobei der
Übergang von einer inneren Werkzeug-Wandfläche (5) zur Ausformung (6) scharfkantig
ist (10) und nahe dieser die Wandfläche (5) mit nach innen ragenden, entlang der Kante
(10) verlaufenden zackenförmigen Erhebungen (13) ausgestattet ist.
4. Werkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im mittleren Bereich der Ausformung (6) durch eine Bohrung (7) des Unterwerkzeuges
(2.2) ein Stößel (8) in die Ausformung (6) hineinragt, dessen Stirnfläche (9) das
sich in diesem Bereich verformende Werkstück (1) abstützt.
5. Werkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Stößel (8) als Auswerfer dient und von einer Druckkraft Fs beaufschlagbar ist.
6. Werkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei kreisförmigem Querschnitt von Stößel (8) und Ausformung (6) das Verhältnis
d: D 1:3 ist, wobei d der Stößeldurchmesser und D der Ausformungsdurchmesser ist.
7. Werkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer kreisförmigen Ausformung (6) deren Tiefe T₁ stets größer ist, als
ihr Durchmesser D.
1. Process for producing a passage in the wall of a workpiece (1) constructed as a hollow
body, the workpiece (1) being inserted into a die (2) which in the region of the envisaged
passage is provided with a shaped area (6) with a rim contour that matches the passage,
and the cavity (3) in the workpiece (1) being acted upon by an operating medium up
to an internal pressure (pi) that causes the wall of the workpiece to be incised along an edge (10) of the shaped
area (6), characterised in that the workpiece (1) is inserted into a die (2) allowing
the workpiece (1) to be enlarged within certain limits as a result of the action of
deformation forces, and that the passage is produced simultaneously with a re-shaping
operation, in particular an enlarging operation, to bring about an altered contour
of the workpiece (1).
2. Process according to claim 1, characterised in that the re-shaping of the workpiece
(1) is carried out using the internal high-pressure re-shaping process.
3. Die with upper and lower dies (2.1, 2.2) to receive the workpiece (1) and an operating-medium
inflow port (4) for carrying out the process according to claim 1, characterised by
a shaped area (6) disposed in the region of the envisaged passage, the interface from
one internal die wall surface (5) to the shaped area (6) being sharp-edged (10) and
near to the latter the wall surface (5) being equipped with inward-projecting, zig-zag
shaped raised areas (13) extending along the edge (10).
4. Die according to claim 3, characterised in that in the central region of the shaped
area (6) a ram (8) projects into the shaped area (6) through a bore (7) in the lower
die (2.2), the end surface (9) of said ram (8) supporting the workpiece (1) being
deformed in said region.
5. Die according to claim 4, characterised in that the ram (8) acts as an ejector and
is adapted to be acted on by a compressive force Fs.
6. Die according to claim 4, characterised in that when the ram (8) and shaped area (6)
are circular in cross-section the ratio d:D is 1:3, where d is the diameter of the
ram and D the diameter of the shaped area.
7. Die according to claim 3, characterised in that when the shaped area (6) is circular
its depth T₁ is always greater than its diameter D.
1. Procédé pour la formation d'un trou dans la paroi d'une pièce à usiner (1) réalisée
sous forme de corps creux, la pièce à usiner (1) étant insérée dans un outil (2) qui
présente, dans la région du trou prévu, un creux (6) dont le contour du bord correspond
au trou, et un fluide actif étant injecté dans la cavité (3) de la pièce à usiner
(1) jusqu'à une pression interne (pi) qui produit l'entaillage de la paroi de la pièce à usiner le long d'une arête (10)
du creux (6) de l'outil, caractérisé en ce que la pièce a usiner (1) est insérée dans
un outil de formage (2) qui permet, dans certaines limites, un élargissement de la
pièce a usiner (1) pouvant être produit sous l'effet de forces de déformation, et
en ce que la formation du trou est effectuée pendant un changement de forme simultané,
en particulier un élargissement, pour créer un contour modifié de la pièce a usiner
(1).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le changement de forme de
la pièce à usiner (1) est effectué par application du procédé de changement de forme
sous haute pression interne.
3. Outil pour l'exécution du procédé selon la revendication 1, comprenant des outils
supérieur et inférieur (2.1, 2.2), qui reçoivent la pièce à usiner (1), et un orifice
d'admission (4) pour un fluide actif, caractérisé par un creux (6) situé dans la région
du trou prévu, la transition entre une surface de paroi interne (5) de l'outil et
le creux (6) étant à arête vive (10) et, à proximité de celle-ci, la surface de paroi
(5) étant pourvue de surélévations en forme de dents (13), qui font saillie vers l'intérieur
et s'étendent le long de l'arête (10).
4. Outil selon la revendication 3, caractérisé en ce que, dans la région centrale du
creux (6), un poussoir (8), sur la surface d'extrémité (9) duquel prend appui la pièce
à usiner (1) qui se déforme dans cette région, pénètre par une forure (7) de l'outil
inférieur (2.2) et fait saillie dans le creux (6).
5. Outil selon la revendication 4, caractérisé en ce que le poussoir (8) sert d'éjecteur
et peut être actionne par une force hydraulique ou pneumatique Fs.
6. Outil selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'en cas de section circulaire
du poussoir (8) et du creux (6), le rapport d : D est égal à 1 : 3, d étant le diamètre
du poussoir et D étant le diamètre du creux.
7. Outil selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'avec un creux (6) de forme circulaire,
la profondeur T₁ de celui-ci est toujours plus grande que son diamètre D.
