(19)
(11) EP 0 485 730 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.12.1994  Patentblatt  1994/51

(21) Anmeldenummer: 91116888.8

(22) Anmeldetag:  03.10.1991
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E04G 1/15, E04C 2/08, E04B 5/10

(54)

Belag für Gerüste

Seaffold platform

Plancher d'échafaudage


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT DE FR GB NL SE

(30) Priorität: 13.11.1990 DE 4036026

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
20.05.1992  Patentblatt  1992/21

(73) Patentinhaber: THYSSEN HÜNNEBECK GmbH
40853 Ratingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Grunert, Martin, Dipl.-Ing.
    W-4030 Ratingen 4 (DE)
  • Grebe, Horst
    W-4040 Neuss 1 (DE)

(74) Vertreter: Türk, Gille, Hrabal, Leifert 
Brucknerstrasse 20
40593 Düsseldorf
40593 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 218 180
DE-A- 1 962 274
US-A- 2 485 165
WO-A-89/00635
GB-A- 2 135 363
US-A- 3 290 077
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Belag für Gerüste wie Fassadengerüste oder sonstige an Wänden oder Bauwerken zu errichtende Gerüste, wobei dieser Belag einen tafelförmigen Boden aufweist.

    [0002] Gerüst-Beläge sind horizontal anzuordnende Gerüstelemente, welche zwischen die senkrechten Träger eines Fassadengerüstes od. dgl. eingebaut werden und sowohl horizontale Tragelemente sind als auch zum Begehen bzw. als Unterlage zum Aufstellen von Baumaterialien od. dgl. dienen.

    [0003] Es ist bekannt, derartige Beläge sowohl in Holz als auch in Stahl und Aluminium auszuzuführen. Solche Beläge bezeichnet man auch, insbesondere wenn sie aus Holz bestehen, als Bohlen.

    [0004] Der Werkstoff Holz verliert im Gerüstbau zunehmend an Bedeutung, wofür in erster Linie das Gewicht und die Brandgefahr verantwortlich sind, jedoch spielen auch sicherheitstechnische Überlegungen eine Rolle, denn Holz wird, wenn es naß ist, glitschig, so daß auf derartigen Belägen stehende oder gebende Personen leicht ausrutschen können.

    [0005] Wegen des geringeren Gewichtes gewinnt der Werkstoff Aluminium im Gerüstbau immer mehr an Bedeutung. Ungünstig sind dabei aber die hohen Materialkosten von Aluminium. Hinzu kommt, daß in bestimmten Einsatzbereichen auch Brandgefahr besteht. So ist beispielsweise der Einsatz von Gerüstbauteilen aus Aluminium in vielen Kraftwerken nicht gestattet, da Aluminium bei hohen Temperaturen verbrennt.

    [0006] Aus diesen Gründen werden immer mehr Gerüstbeläge aus Stahl hergestellt. Aus schweißtechnischen Gründen und weil der Stahl zum Korrosionsschutz verzinkt wird, ist man an relativ großen Dicken der eingesetzten Stahlbleche gebunden, so daß sich relativ hohe Gewichte der einzelnen Beläge ergeben, was gerade im Gerüstbau nachteilig ist, da dort der manuelle Transport der Gerüstbauteile überwiegt.

    [0007] In DE-OS 19 62 274 wird eine Lösung für den Aufbau eines horizontalen Gerüstelementes beschrieben, bei dem zwei verschieden geformte Metallplatten miteinander verbunden sind, wobei die eine dieser beiden Platten so verformt ist, daß ihre Ränder rechtwinklig abgebogen sind und längs verlaufende Stege bilden. Die freien Kanten dieser Stege sind ihrerseits zu Flanschen abgewinkelt. Zwischen den beiden Stegen ist die Platte derart verformt, daß sie längs verlaufende. durch Faltung entstandene Rippen bildet, die die gleiche Höhe haben wie die Stege. Die so geformte Metallplatte wird mit einer nicht verformten ebenen Gegenplatte in der Weise verbunden, daß sowohl die Flansche als auch die an der Gegenplatte anliegenden Kanten der Rippen mit ihr verschweißt werden.

    [0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gerüstbelag geringer Masse mit einem konstruktiv einfachen, montagefreundlichen Aufbau zu entwickeln, für dessen Herstellung keine Schweißverbindungen erforderlich sind.
    Eine erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist im Patentanspruch 1 angegeben.

    [0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

    [0010] Der erfindungsgemäße Belag für Gerüste läßt sich aus verhältnismäßig dünnen verzinkten Stahlblechen und insbesondere sendzimirverzinkten Stahlblechen herstellen, da keine Schweißverbindungen notwendig sind. Ein Teil der Stahlbleche wird zu rechteckigen bis zu quadratischen Hohlprofilen gewalzt, die in paralleler voneinander beabstandete Anordnung einstückig mittels eines den Abstand überbrückenden Zwischenbleches untereinander verbunden sind.

    [0011] Nach der erfindungsgemäßen Ausführung sind die beiden Hohlprofile einstückig mit einem sie verbindenden Zwischenblech geformt, wobei am unteren Ende der inneren Wand eines jeden Hohlprofils ein nach außen vorstehender Flansch vorhanden ist, der so abgewinkelt wird, daß er parallel zum Zwischenblech verläuft. Dieser Flansch wird gebildet von der jeweiligen Längsseite des für die Herstellung der Hohlprofile eingesetzten dünnen Stahlbleches. Die Längsseiten des Stahlbleches liegen dabei auf der Innenseite des Zwischenbleches auf und sind an diesem befestigt.

    [0012] Zum Fertigstellen des Gerüstbelages wird gegenüber dem ersten Zwischenblech ein separat hergestelltes zweites Zwischenblech eingebaut. Dieses separate Zwischenblech ist mit hakenartigen Ansätzen versehen, die in Nuten der Hohlprofile eingreifen bzw. eingehängt werden können.

    [0013] Die Nuten bzw. nach außen offenen nutartigen Vertiefungen. die einen speziell geformten und vorzugsweise hinterschnittenen Querschnitt haben können, befinden sich in den oberen inneren Eckbereichen der beiden Hohlprofile.

    [0014] Durch die Erfindung ergibt sich der Vorteil, daß für die Ausgestaltung und den Zusammenbau der aus Stahlblech bestehenden Teile des Gerüst-Belages keine Schweißarbeiten oder auch keine aufwendigen Nietarbeiten notwendig sind. Daher kann man Stahlbleche mit wesentlich geringerer Dicke als bisher notwendig verarbeiten,so daß sich auch geringere Gesamtgewichte der erfindungsgemäß ausgebildeten Gerüstbeläge ergeben. Weiterhin ergibt sich der Vorteil, daß bei gleichbleibenden gewalzten Hohlprofilen durch Veränderungen der Breite der einfach ausgebildeten separaten Zwischenbleche oder Zwischenprofile eine Anpassung an individuelle Gerüstbreiten möglich ist. Auch können mehr als zwei rechteckige Profile durch Zwischenbleche in einer Einheit verbunden werden, so daß sowohl die Stabilität als auch die Breite erfindungsgemäßer Gerüst-Beläge variabel ist, ohne die Geometrie der eingesetzten gewalzten Rechteckprofile verändern zu müssen.

    [0015] In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Gerüst-Belages schematisch dargestellt, und zwar zeigt
    Fig. 1
    in einem Querschnitt die Grundelemente eines Gerüstbelages einer ersten Ausführungsform vor dem Zusammenfügen,
    Fig. 2
    einen Querschnitt einer zweiten Ausführungsform des Gerüst-Belages und
    Fig. 3
    eine Teildraufsicht auf den Gerüst-Belag aus Fig. 2.
    Fig. 4
    einen Querschnitt ähnlich wie in Fig. 1 einer weiteren Ausführungsform des Gerüst-Belages,


    [0016] Der in Fig. 1 dargestellte Belag bildet ähnlich wie die Ausführungsform gemäß Fig. 4 in der Endausbaustufe eine im Querschnitt rechteckige Bohle, die als Gerüst-Belag geeignet ist. Diese Ausführungsform nach Fig. 1 ist jedoch einfacher ausgebildet und daher preiswerter herzustellen.

    [0017] Aus einem verhältnismäßig breiten verzinkten Stahlblech 18 sind zwei parallel zueinander verlaufende und im Querschnitt rechteckige Hohlprofile 19 und 20 geformt, die von einem aus dem Stahlblech 18 bestehenden Zwischenelement oder Zwischenblech 21 einstückig miteinander verbunden sind. Im jeweils oberen Abschnitt 22 bzw. 23 der beiden Hohlprofile 19 und 20 ist jeweils ein nach innen vorstehender Steg 24 vorgesehen, der als Verstärkung dient und aus dem Stahlblech 18 gefaltet ist.

    [0018] Am - in Fig. 1 gesehen - unteren Ende der inneren Wand 25 jedes der Hohlprofile 19 und 20 ist jeweils ein nach außen vorstehender Flansch 26 abgewinkelt, der auf der Innenseite des Zwischenbleches 21 aufliegt und durch Druckfügen fest mit dem Zwischenblech 21 verbunden ist. Durch das Druckfügen ist wenigstens eine nach innen weisende Ausbeulung 27 entstanden.

    [0019] Die beiden einstückig durch das Zwischenblech 21 miteinander verbundenen Hohlprofile 19 und 20 sind ein in sich bereits verhältnismäßig stabiles Gebilde, das seine endgültige Stabilität durch ein dem Zwischenblech 21 gegenüberliegend einzufügendes separates weiteres Zwischenblech 28 erhält.

    [0020] Das zunächst separate Zwischenblech 28 besteht ebenfalls aus verzinktem Stahlblech und weist im mittleren Bereich einen als Verstärkung dienenden, nach innen weisenden Steg 29 auf, der durch eine Faltung des Stahlbleches entstanden ist. An den Längskanten des Zwischenbleches 28 befinden sich hakenartig ausgebildete, schräg nach einwärts weisende Ansätze 30, die mit einem nach auswärts weisenden abgewinkelten Flansch 31 enden.

    [0021] Die Ansätze 30 können, wenn das Zwischenblech 28 in Richtung von Pfeilen 32 gegen die Hohlprofile 19 und 20 bewegt wird, in an den inneren oberen Ecken der Hohlprofile befindliche hinterschnittene Nuten 33 eingehängt werden, wodurch der Gerüst-Belag gemäß Fig. 1 fertiggestellt wird.

    [0022] Obwohl es zweckmäßig ist, das Zwischenblech 28 in Richtung der Pfeile 32 auf die Hohlprofile aufzustecken und dabei sozusagen senkrecht zu der Oberfläche der Hohlprofile zu bewegen, kann man das Zwischenblech 28 auch von einer Stirnseite des Belages aufschieben.

    [0023] In jedem Falle ist es zweckmäßig, beim Aufsetzen oder Aufschieben des Zwischenbleches 28 die Hohlprofile 19 und 20 etwas nach oben und damit gegeneinander zu drücken, damit sich die Nuten 33 in einem Ausmaß einander nähern, das ein leichtes Aufstecken oder Aufschieben des Zwischenbleches erlaubt. Befindet sich das Zwischenblech 28 in seiner gewünschten Endposition, können die Hohlprofile 19 und 20 losgelassen werden, so daß sie in ihrer Ausgangsposition zurückkehren und nunmehr eine feste, formschlüssige Verbindung zwischen dem Zwischenblech 28 und den Hohlprofilen 19 und 20 hergestellt ist.

    [0024] Beim Bewegen der Hohlprofile 19 und 20 gegeneinander wird das diese verbindende Zwischenblech 21 gebogen. Da dieses Zwischenblech aus Stahlblech besteht, ist diese Biegung ohne dauerhafte Verformung möglich, so daß das Zwischenblech 21 die Hohlprofile 19 und 20 nach dem Aufsetzen des Zwischenbleches 28 in ihrer Ausgangslage zurückfedern läßt. Durch eine beim Verformen des Stahlbleches 18, das durch Walzen erfolgen kann, vorzusehende entgegengesetzte Wölbung des Zwischenbleches 21 kann dieser Rückfedereffekt noch verstärkt werden.

    [0025] Der in Fig. 2 und 3 dargestellte Belag ist in seiner Grundform ähnlich wie der Belag gemäß Fig. 1 ausgebildet, jedoch noch preiswerter herzustellen.

    [0026] Wiederum sind aus einem verhältnismäßig breiten verzinkten Stahlblech 18 zwei parallel zueinander verlaufende und im Querschnitt rechteckige Hohlprofile 34 und 35 geformt, die von einem aus dem Stahlblech 18 bestehenden Zwischenelement oder Zwischenblech 21 einstückig miteinander verbunden sind. Wie insbesondere Fig. 2 zeigt, sind die Hohlprofile 34 und 35 im Querschnitt als einfache Rechtecke geformt und somit noch einfacher ausgebildet als die Hohlprofile 19 und 20 der Ausführungsform gemäß Fig. 1. Auch bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 und 3 ist das untere Ende der inneren Wand 25 jedes der Hohlprofile 34 und 35 jeweils als nach außen vorstehender Flansch 26 abgewinkelt, der auf der Innenseite des Zwischenbleches 21 aufliegt und durch Druckfügen fest mit dem Zwischenblech verbunden ist. Die durch das Druckfügen entstandenen, nach innen weisende Ausbeulungen 27 sind insbesondere in Fig. 3 zu erkennen.

    [0027] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 und 3 sind die Hohlprofile 34 und 35 außerdem mittels bandförmigen Laschen 36, die dem Zwischenblech 21 gegenüberliegend angeordnet sind, untereinander verbunden. Die laschen 36 sind schmale Blechstreifen, die in einem gegeneitigen Abstand von beispielsweise etwa einem Meter vorgesehen sind. Bei der Ausführungsform gemaß Fig. 2 und 3 liegen diese Laschen 36 mit ihren beiden Enden 37 und 38 auf der Außenseite 40 bzw. der Hohlprofile 34 und 35 auf und sind mittels Nieten 41 an diesen Hohlprofilen befestigt.

    [0028] Das Annieten der Laschen 36 ist eine besonders vorteilhafte Verbindungsart. Da zum Verbinden der dem Zwischenblech 21 gegenüberliegenden Seiten der Hohlprofile 34 und 35 kein durchgehendes Blech benötigt wird, sondern in größerem Abstand voneinander, beispielsweise im Abstand von etwa einem Meter, angeordnete schmale streifenförmige Laschen 36, kann das Gesamtgewicht des Belages weiter verringert werden.

    [0029] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 und 3 wird der Belag zweckmäßig so im Gerüst angeordnet, daß die Laschen 36 nach unten weisen.

    [0030] In Fig. 3 ist durch strichpunktierte Linien 42 angedeutet, daß die in dieser Zeichnungsfigur gezeigte Draufsicht nur einen Teilausschnitt eines Gerüst-Belages im Bereich einer als Verbindungselement verwendeten Lasche 36 zeigt. Der Belag ist tatsächlich wesentlich länger und kann den Abstand zwischen zwei benachbarten senkrechten Säulen eines Traggerüstes überbrücken.

    [0031] Ein für Gerüste wie Fassadengerüste bestimmter Belag besteht bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 in seiner Grundform aus zwei im Querschnitt rechteckigen Hohlprofilen 1 und 2 und aus zwei diese Hohlprofile untereinander verbindenden zunächst separat hergestellten Zwischenblechen 3 und 4. Sowohl die Hohlprofile 1 und 2 als auch die Zwischenbleche 3 und 4 sind aus dünnen Stahlblech gewalzt, wobei dieses Stahlblech verzinkt und insbesondere sendzimirverzinkt sein kann.

    [0032] Da die beiden Hohlprofile 1 und 2 ebenso wie die beiden Zwischenbleche 3 und 4 jeweils gleich ausgebildet sind, wird nachstehend nur das eine der beiden Hohlprofile und auch nur das eine der beiden Zwischenbleche im einzelnen beschrieben, um Wiederholungen zu vermeiden.

    [0033] Jedes Hohlprofil 1 bzw. 2 ist aus einem dünnen und zuvor verzinkten Stahlblech 5 zu einem rechteckigen Querschnitt gewalzt, wobei in jeder Seite des rechteckigen Querschnittes sich ein aus dem Stahlblech gefalteter, nach innen weisender Steg 6 befindet, der durch eine Faltung des Stahlbleches 5 gebildet ist und zur Stabilisierung des Hohlprofiles dient. In der hier zeichnerisch kürzeren und nach außen weisenden Seitenwand 7 des Hohlprofils sind die Enden des das Hohlprofil 1 bzw. 2 bildenden Stahlbleches 5 formschlüssig miteinander verbunden, und zwar mittels eines nach innen weisenden abgekanteten Steges 8 und eines über diesen Steg 8 zurückgefalzten gegenüberliegenden weiteren Steges 9. Das Stahlblech 5 bildet somit ohne Schweißungen oder Nietverbindungen ein geschlossenes rechteckiges Hohlprofil 1 bzw. 2, das Teil des Gerüst-Belages ist. Die Verbindung der Kanten des Stahlbleches erfolgt mit Hilfe eines im Querschnitt U-förmiges Falzes, der in der Zeichnung erkennbar ist.

    [0034] Im Bereich der vier Ecken 11 des Hohlprofiles 1 bzw. 2 ist das Stahlblech 5 komplex derart verformt, daß ein nach außen offener, nach innen bogenförmig verlaufender Schlitz 12 gebildet ist, dessen Einlaufende 13 in derselben Ebene wie die entsprechende Seitenwand 14 des Hohlprofiles 1 bzw. 2 liegt oder mit dieser Seitenwand fluchtet. Ein nach außen vorstehender Ansatz 15 des profiliert gewalzten Stahlbleches 5 begrenzt den Schlitz 12 nach außen.

    [0035] Die Zwischenbleche 3 und 4 sind zum Verbinden zweier benachbarter und sich parallel zueinander erstreckender Hohlprofile 1 und 2 vorgesehen. Jedes Zwischenblech ist ebenso wie jedes Hohlprofil aus dünnem und verzinktem Stahlblech 5 gewalzt und weist etwa in der Mitte einen doppelwandigen gefalteten Steg 6 auf, der, wie die Zeichnung zeigt, nach innen weist und wie die entsprechenden Stege der Hohlprofile 1 und 2 zur Stabilisierung bzw. Verstärkung des Zwischenbleches dient.

    [0036] Jedes Zwischenblech 3 bzw. 4 weist an seinen beiden Längskanten einen zunächst rechtwinklig abgebogenen Rand 16 auf. Beim Zusammenfügen der Hohlprofile 1 und 2 mit den Zwischenblechen 3 und 4 werden die rechtwinklig abgebogenen Ränder 16 der Zwischenbleche 3 und 4 in das Einlaufende 13 der betreffenden Schlitze 12 der Hohlprofile 1 und 2 eingesteckt. Mittels einer hier nicht dargestellten Presse werden die Zwischenbleche 3 und 4 gegen die entsprechenden Hohlprofile 1 und 2 gedrückt, wobei die Ränder 16 der Zwischenbleche 3 und 4 der Krümmung der innerhalb der Hohlprofile 1 und 2 nach innen verlaufenden Schlitze 12 folgen und dabei dauerhaft verbogen werden, so daß schließlich eine formschlüssige Verbindung zwischen den Zwischenblechen 3 und 4 und den benachbarten Hohlprofilen 1 und 2 herbeigeführt ist und die Zwischenbleche mit der Oberseite bzw. der Unterseite der Hohlprofile 1 und 2 in einer Ebene liegen. Auch für diese Verbindung ist kein Schweißen oder Nieten erforderlich.

    [0037] Der so gebildete Belag hat insgesamt einen rechteckigen Qerschnitt, der aus zwei äußeren Hohlprofilen und dazwischen angeordneten Zwischenblechen besteht. Durch Anbauen weiterer Hohlprofile mit Hilfe von dazwischen angeordneten weiteren Zwischenblechen läßt sich der Belag in der Breite beliebig erweitern.

    [0038] Pfeile 17 deuten an, wie bzw. in welcher Richtung die Zwischenbleche 3 und 4 und deren Ränder 16 gegenüber den Hohlprofilen 1 und 2 bewegt werden, um die Zwischenbleche mit den Hohlprofilen dauerhaft zu verbinden.


    Ansprüche

    1. Belag für Gerüste wie Fassadengerüste oder dgl., mit einem tafelförmigen Boden, der zwei parallel im Abstand voneinander angeordnete, im Querschnitt rechteckige Hohlprofile (19, 20) aus einem dünnen Stahlblech (5; 18) aufweist, die einstückig mittels eines Zwischenbleches (21) untereinander verbunden sind,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Längsseiten (26) des Stahlbleches (18) auf der Innenseite des Zwischenbleches (21) liegend an diesem befestigt sind.
     
    2. Belag nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Längsseiten (26) des Stahlbleches (18) durch Druckfügen (27) mit dem Zwischenblech (21) verbunden sind.
     
    3. Belag nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, daß ein dem Zwischenblech (21) gegenüber einzufügendes separates Zwischenblech (28) an seinen Längskanten mit nach innen weisenden hakenförmigen Ansätzen (30, 31) versehen ist, die in jeweils eine hinterschnittene Nut (33) eines der Hohlprofile (19, 20) einzuhängen sind.
     
    4. Belag nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, daß ein dem Zwischenblech (21) gegenüber einzufügendes Zwischenblech aus wenigstens einer streifenförmigen Lasche (36) besteht.
     
    5. Belag nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet, daß jede Lasche (36) mit ihren Enden (37, 38) an jeweils dem einen der beiden Hohlprofile (34, 35) befestigt ist.
     


    Claims

    1. Scaffold platform for structures such as façade scaffoldings or the like, comprising a platelike bottom portion including a pair of parallely spaced rectangular hollow profiles (19, 20) made of a thin steel plate (5; 18), which are mutually connected to each other in one piece by means of an intermediate steel plate (21),
    characterized in that
    the longitudinal edges (26) of said steel plate (18) are fixed to said intermediate steel plate (21) applying to the inside thereof.
     
    2. Scaffold platform as defined by claim 1,
    characterized in that
    the longitudinal edges (26) of said steel plate (18) are connected by means of a compression connection (27) to said intermediate steel plate (21).
     
    3. Scaffold platform as defined by either of claims 1 or 2,
    characterized in that
    the longitudinal edges of a separate intermediate steel plate (28) to be integrated in opposite relationship with said intermediate steel plate (21), is provided with internally projecting hook-like projections (30, 31) to be engaged with an undercut groove (33) of one of said hollow profiles (19, 20).
     
    4. Scaffold platform as defined by either of claims 1 or 2,
    characterized in that
    that an intermediate steel plate to be integrated in opposite relationship to said intermediate steel plate (21) consists of at least one strip-like bracket (36).
     
    5. Scaffold platform as defined by claim 4,
    characterized in that
    the end portions (37, 38) of said strip-like bracket (36) are secured to one of said hollow profiles (34, 35).
     


    Revendications

    1. Plancher pour échafaudages tels que des échafaudages de façade ou analogues comportant un fond en forme de plateau, qui comporte deux profilés creux (19,20), disposés parallèlement à distance l'un de l'autre, possédant une section transversale rectangulaire et constitués par une tôle d'acier mince (5;18), et qui sont reliés d'un seul tenant au moyen d'une tôle intercalaire (21), caractérisé en ce que les côtés longitudinaux (26) de la tôle d'acier (18) sont fixés à la tôle intercalaire (21) en étant appliqués contre la face intérieure de cette tôle intercalaire.
     
    2. Plancher selon la revendication 1, caractérisé en ce que les côtés longitudinaux (26) de la tôle d'acier (18) sont reliés à la tôle intercalaire (21), par des joints (27) travaillant en compression.
     
    3. Plancher selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une tôle intercalaire séparée (28), qui doit être insérée en vis-à-vis de la tôle intercalaire (21), comporte, sur ses bords longitudinaux, des appendices saillants en forme de crochets (30,31) dirigés vers l'intérieur et qui doivent être accrochés dans une rainure respectivement en contre-dépouille (33) de l'un des profilés creux (19,20).
     
    4. Plancher selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une tôle intercalaire, qui doit insérée en vis-à-vis de la tôle intercalaire (21), est constituée par au moins une patte en forme de bande (36).
     
    5. Plancher selon la revendication 4, caractérisé en ce que chaque patte (36) est fixée, par ses extrémités (37,38), à respectivement l'un des deux profilés creux (34, 35).
     




    Zeichnung