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(11) |
EP 0 485 829 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.02.1995 Patentblatt 1995/08 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.11.1991 |
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| (54) |
Sauerstoffbleichung
Oxygene bleaching
Blanchiment à l'oxygène
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
10.11.1990 DE 4035813
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.05.1992 Patentblatt 1992/21 |
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Patentinhaber: Akzo Nobel N.V. |
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6824 BM Arnhem (NL) |
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Erfinder: |
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- Reiche, Angelika, Dr.
W-5000 Köln 30 (DE)
- Brauer, Hans Dieter, Dr.
W-6246 Glashütten (DE)
- Behnke, Joachim, Dr.
W-5608 Radevormwald (DE)
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| (74) |
Vertreter: Fett, Günter et al |
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Akzo Nobel Faser AG
Postfach 10 01 49 42097 Wuppertal 42097 Wuppertal (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 034 219 FR-A- 2 598 727
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FR-A- 2 340 399 GB-A- 632 967
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- WORLD PATENTS INDEX LATEST Derwent Publications Ltd., London, GB; AN 8110766D
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum chlorfreien Bleichen von Zellstoffen mit
einem α-Cellulosegehalt von mehr als 90%, bei dem mittels Sauerstoff in einem Einstufenverfahren
mehr als 75% Weißgrad erzielt werden.
[0002] Bleichen mittels Sauerstoff ist bereits bekannt, wobei als die wichtigsten Bleichmittel
Wasserstoffperoxid und Natriumperoxid zu nennen sind. Große Bedeutung besitzt auch
dar Natriumperborat (NaBO₃ · 4 H₂O) das bisher aus wirtschaftlichen Überlegungen für
die industrielle Bleiche keine Verwendung fand, jedoch als Bestandteil selbsttätiger
Waschmittel eingesetzt wurde.
[0003] Peroxoessigsäure bereitet bei den bisherigen Verfahren Handhabungsschwierigkeiten
und wurde allenfalls in sehr beschränktem Umfange zur Bleiche naphtholgefärbter Textilien
benutzt. Auch Kaliummonopersulfat wurde bereits für die Bleiche vorgeschlagen, wie
auch Natriumpersulfat als Zusatzmittel bei der Peroxidbleiche.
[0004] Molekularer Sauerstoff ist ebenfalls als Bleichmittel beim MODO oder bei SAPPI-Verfahren
mit Erfolg eingesetzt worden, wobei eine Sauerstoffbehandlung in Gegenwart von NaOH
bei Temperaturen von etwa 100°C erfolgt. Um die starke Oxidation der Cellulose zurückzudrängen,
werden MgCO₃ oder komplexe Mg-Verbindungen eingesetzt.
[0005] Die bisher bekannt gewordenen Bleichverfahren mit Sauerstoff und Peroxoverbindungen
benötigen Temperaturen von wenigstens 100°C und ein im allgemeinen stark alkalisches
Milieu, welches im allgemeinen durch Alkalihydroxide eingestellt wird.
[0006] Für den Verlauf der Bleiche sind die Aktivierung und Stabilisierung bestimmend.
[0007] Die Stabilisierung hat die Aufgabe, den radikalischen Zerfall von Wasserstoffperoxid
zu verhindern und eventuell vorhandene Katalysatoren, die diesen Zerfall begünstigen,
unwirksam zu machen.
[0008] Ein bei der Peroxidbleiche gebräuchlicher Stabilisator ist Wasserglas, welches oft
in Kombination mit Magnesiumsalzen verwendet wird. Andere Stabilisatoren sind Magnesiumsalze
zusammen mit Dispergatoren oder Komplexbildnern. Weitere bekannte Stabilisatoren für
Wasserstoffperoxid sind Phosphorsalze wie Na₂H₂P₂O₇.
[0009] Die Aktivierung wird durch Erhöhung der Temperatur, Alkalität und Konzentration erzielt.
Die Aktivierung startet und beschleunigt den Bleichprozeß, begünstigt aber auch den
Ablauf von unerwünschten Nebenreaktionen, insbesondere den Abbau der Cellulose.
[0010] Die Disproportionierung von Peroxoverbindungen erfolgt beispielsweise für H₂O₂ nach
folgendem allgemeinen Reaktionsschema:

Zwei O-Atome erhöhen die Oxidationszahl um +1;
Zwei O-Atome erniedrigen die Oxidationszahl um -1.
[0011] Ebenso gilt für die Disproportionierung von Peroxosäuren, z.B. Peroxoessigsäure:

Verläuft die Disproportionierung der Peroxoverbindungen nicht über Radikale, dann
wird dabei molekularer Sauerstoff in einer Form freigesetzt, der Oxidationsreaktionen
bei niedrigen Temperaturen in Gang setzt. Dadurch ermöglicht Sauerstoff aus nicht
über Radikale verlaufende Diproportionierung eine sehr schonende Oxidation unter Vermeidung
von Nebenreaktionen.
[0012] Aus der DE-A-22 19 505 ist eine chlorfreie Mehrstufenbleiche von Zellstoff bekannt,
wobei mindestens 3 Bleichstufen angewendet werden, bei denen in der 1. Stufe mit einem
Peroxid, in der 2. Stufe mit einer Persäure und in der 3. Stufe wieder mit einem Peroxid
gebleicht wird. Bei diesem Verfahren wird außer auf Chlor auch auf Wasserglas verzichtet.
Als Base wird bevorzugt NaOH eingesetzt, wobei die Bleichtemperatur bei 20° bis 140°C,
vorzugsweise bei 40°C bis Siedetemperatur der Bleichflotte betragen soll.
[0013] Unter diesen Bedingungen findet auch eine Zersetzung zu Sauerstoffradikalen statt,
die dann eine weitgehend unkontrollierte Oxidation durch die Sauerstoffradikale in
Gang setzt.
[0014] Die sich in kurzer Zeit vollziehende Bleichung mit Sauerstoff aus der nicht über
Radikale verlaufende Disproportionierung findet hier nicht statt. Die Bleichzeiten
je Stufe betragen bei ca.70° 4 Stunden, bei 100° ca 20 Minuten.
[0015] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, ein Bleichverfahren zu finden, bei dem
auf Chlor bzw. Hypochlorit vollständig verzichtet wird und die Sauerstoff abgebende
Reaktion im wesentlichen keine Radikale bildet und bei niedriger Temperatur und kurzen
Reaktionszeiten eine ausreichende Bleichung von Zellstoffen mit mehr als 90% α-Cellulosegehalt
ermöglicht wird.
[0016] Gelöst wird erfindungsgemäß diese Aufgabe durch ein Verfahren, welches dadurch gekennzeichnet
ist, daß mit Sauerstoff gebleicht wird, der durch Disproportionierung von Peroxoverbindungen
im pH-Bereich von 6 - 13 erhalten wurde und die Bleichdauer in Abhängigkeit von der
Bleichtemperatur von 35°C bis 15°C zwischen 15 und 150 min beträgt.
[0017] Für die Herstellung von Dialysemembranen aus regenerierter Cellulose werden überwiegend
als Rohstoff gebeuchte Baumwollinters verwendet. Zur Bleichung dieser Baumwolllinters
eignet sich das erfindungsgemäße Verfahren wegen der schonenden Bleichung besonders
gut. Bisher bestand die Gefahr, daß Produkte von Nebenreaktionen aus üblichen Bleichverfahren
bei der Hemodialyse ins Blut des Patienten gelangen und bei diesem Überempfindlichkeiten
auslösen. Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahren besteht
darin, daß der Zellstoff mit mehr als 90% α-Cellulosegehalt aus gebeuchten Baumwollinters
besteht.
[0018] Bevorzugte Peroxoverbindungen sind Wasserstoffperoxid und/oder Peroxomonoschwefelsäure
und/oder Peressigsäure und/oder Perborate, gegebenenfalls in Form von deren Salzen,
die jeweils nur in einem engen Bereich von pH-Wert, Temperatur der nicht über Radikale
verlaufenden Disproportionierung zugänglich sind, wobei im Fall von H₂O₂ und Perborat
Katalysatoren unerläßlich sind.
[0019] Solche Katalysatoren sind vorzugsweise Metalloxide und/oder Metallhydroxide eines
Metalles der 2. Hauptgruppe und/oder der dritten, vierten, fünften oder sechsten Nebengruppe
des Periodensystems. Alkalihydroxide hingegen führen bei H₂O₂ bei Raumtemperatur nicht
zu der gewünschten Disproportionierungsreaktion.
[0020] Für die gewünschte Disproportionierung von Wasserstoffperoxid hat sich Calciumhydroxid
als Katalysator beim erfindungsgemäßen Verfahren in besonderem Maße bewährt, obwohl
die Spinnereifachleute bei Calciumhydroxid Störung beim Verspinnen erwarteten.
[0021] Für das erfindungsgemäße Verfahren reichen bereits relativ geringe Mengen an Metalloxiden
und/oder Metallhydroxiden aus. Vorzugsweise beträgt das Gewichtsverhältnis Wasserstoffperoxid
zu Metalloxid bzw. Metallhydroxid von 1 : 1 bis 25 : 1.
[0022] Bei den Peroxosäuren bzw. deren Salzen erfolgt die Disproportionierung in einem sehr
engen pH-Bereich, der sich nach dem pK-Wert der Peroxosäure richtet. Vorzugsweise
beträgt deshalb das Verhältnis des pH-Wertes zum pK-Wert der Peroxosäure 0,6 bis 1,3.
[0023] Um Neben- und Folgereaktion während des Bleichens weitgehend auszuschließen, beträgt
erfindungsgemäß der Temperaturbereich 15 bis 35°C.
[0024] Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Beispiele näher erläutert.
Beispiel 1
[0025] In einem Labor-HT-Kocher der Firma Obermaier wurden 3,8 kg gebeuchte Linters vom
DP 850 mit einer wässrigen Lösung, die 0,02 Gew.-% Ca(OH)₂ und 0,15 Gew.-% H₂O₂ enthielt,
bei einer Temperatur von 30°C gebleicht. Das Flottenverhältnis Linters : Bleichmedium
betrug ca. 1 : 11. Die Reaktion wurde nach 90 Minuten beendet. Nach Entfernung des
Bleichmediums und Waschen der Linters wurde der Remissionsgrad der Cellulose gegen
BaSO₄ als Standard gemessen, er betrug 76%.
Beispiel 2
[0026] In Abänderung zum Beispiel 1 wurde die Bleiche mit einer H₂O₂-Konzentration von 0,85
Gew.-% und einer Ca(OH)₂-Konzentration von 0,13 Gew.-% durchgeführt. Die Reaktionstemperatur
wurde auf 20°C abgesenkt. Nach einer Reaktionsdauer von 90 Minuten wurde die Bleiche
beendet und der Remissionsgrad der Linters nach Waschen zu 78% bestimmt.
Beispiel 3
[0027] In einer mit Rührwerk versehenen emaillierten 600 l-Reaktionsblase wurden in 300
l einer wässrigen Lösung, die 0,85 Gew.-% H₂O₂ und 0,125 Gew.-% Ca(OH)₂ enthielt,
bei 30°C 7 kg Beuchlinters gebleicht. Das Flottenverhältnis betrug 1 : 43. Der pH-Wert
der Bleichflotte lag bei 10.0. Nach 90 Minuten Reaktionszeit wurde die Suspension
abzentrifugiert und gewaschen. Der Remissionsgrad der Bleichlinters betrug 80%.
Beispiele 4 - 9
[0028] Analog den Beispielen 1 - 3 wurden weitere Bleichversuche durchgeführt. Die Bedingungen
und die Ergebnisse sind in der Tabelle 1 zusammengestellt.
| Nr. |
Bleich-System |
Konzentration (Gew.%) |
Reaktions temp. (°C) |
Flottenverhältnis 1 : |
pH der Bleichflotte |
Reaktionszeit (min) |
Remissions grad (%) |
| 4 |
H₂O₂/Ca(OH)₂ |
0,85/0,125 |
30 |
21,4 |
10,2 |
90 |
81 |
| 5 |
H₂O₂/Ca(OH)₂ |
0,29/0,125 |
30 |
37,5 |
9,9 |
90 |
77 |
| 6 |
CH₃COOOH |
0,15 |
30 |
40 |
8,2 |
90 |
76 |
| 7 |
2KHSO₅·KHSO₄· K₂SO₄ |
3,1 |
20 |
33,3 |
9,4 |
60 |
79 |
| 8 |
2KHSO₅·KHSO₄· K₂SO₄ |
3,1 |
20 |
30 |
9,4 |
60 |
82 |
| 9 |
2KHSO₅·KHSO₄· K₂SO₄ |
3,1 |
20 |
42,8 |
9,4 |
60 |
80 |
[0029] In allen Beispielen war ein signifikanter Abbau des Cellulose-DP nicht zu beobachten.
1. Verfahren zum chlorfreien Bleichen von Zellstoffen mit einem α-Cellulosegehalt von
mehr als 90%, bei dem mittels Sauerstoff in einem Einstufenverfahren mehr als 75%
Weißgrad erzielt werden, dadurch gekennzeichnet, daß mit Sauerstoff gebleicht wird,
der durch Disproportionierung von Peroxoverbindungen im pH-Bereich von 6 - 13 erhalten
wurde und die Bleichdauer in Abhängigkeit von der Bleichtemperatur von 35°C bis 15°C
zwischen 15 und 150 min beträgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zellstoff mit mehr als
90% α-Cellulosegehalt aus gebeuchten Baumwollinters besteht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Peroxoverbindung
Wasserstoffperoxid und/oder Peroxomonoschwefelsäure und/oder Peroxoessigsäure und/oder
Perborate, gegebenenfalls in Form von deren Salzen, eingesetzt werden.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Disproportionierung von Wasserstoffperoxid mit einem Metalloxid und/oder Metallhydroxid
eines Metalles der 2. Hauptgruppe und/oder der dritten, vierten, fünften oder sechsten
Nebengruppe des Periodensystems katalysiert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Disproportionierung von
Wasserstoffperoxid mit Calciumhydroxid katalysiert wird.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis
von Wasserstoffperoxid : Metalloxid bzw. Metallhydroxid 1 : 1 bis 25 : 1 beträgt.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, daß die Peroxoverbindung
eine oder ein Gemisch mehrerer Peroxosäuren ist und das Verhältnis des pH-Wertes zum
pK-Wert der Peroxosäure 0,6 bis 1,3 beträgt.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Molverhältnis von disproportionierbarem Sauerstoff zu Cellulose (bezogen auf
die Glucoseeinheit) von 1 : 5 bis 1 : 100 beträgt.
1. Method for the chlorine-free bleaching of pulps having an α-cellulose content of more
than 90%, whereby a degree of whiteness of more than 75% is attained by means of oxygen
in a one-stage process, characterised in that bleaching is carried out using oxygen
which has been obtained by disproportionation of peroxo compounds in the pH range
of from 6 to 13 and the bleaching period, depending upon the bleaching temperature
of from 35°C to 15°C, is between 15 and 150 min.
2. Process according to claim 1, characterised in that the cellulose having an α-cellulose
content of more than 90% is composed of kier-boiled cotton linters.
3. Process according to claim 1 or 2, characterised in that the peroxo compounds used
are hydrogen peroxide and/or peroxysulphuric acid and/or peracetic acid and/or perborates,
optionally in the form of salts thereof.
4. Process according to one or more of claims 1 to 3, characterised in that the disproportionation
of hydrogen peroxide is catalysed by a metal oxide and/or metal hydroxide of a metal
of the second main group and/or of the third, fourth, fifth or sixth subgroups of
the periodic table.
5. Process according to claim 4, characterised in that the disproportionation of hydrogen
peroxide is catalysed by calcium hydroxide.
6. Process according to claims 4 or 5, characterised in that the weight ratio of hydrogen
peroxide : metal oxide or metal hydroxide is from 1 : 1 to 25 : 1.
7. Process according to one or more of claims 1 to 3, characterised in that the peroxo
compound is one peroxo acid or a mixture of several peroxo acids and the ratio of
the pH value to the pK value of the peroxo acid is from 0.6 to 1.3.
8. Process according to one or more of claims 1 to 7, characterised in that the molar
ratio of oxygen which can be disproportionated to cellulose (referred to the glucose
unit) is from 1 : 5 to 1 : 100.
1. Procédé pour le blanchiment sans chlore de cellulose ayant une teneur en α-cellulose
supérieure à 90 %, lequel procédé permet d'obtenir par un procédé à étape unique utilisant
de l'oxygène un taux de blanchiment supérieur à 75 %, caractérisé en ce que le blanchiment
se fait par de l'oxygène obtenu par dismutation de composés peroxydés à un pH compris
entre 6 et 13 et la durée de blanchiment est comprise entre 15 et 150 minutes et dépend
de la température de blanchiment qui est comprise entre 35 et 15 °C.
2. Procédé conforme à la revendication 1, caractérisé en ce que la cellulose ayant une
teneur en α-cellulose supérieure à 90 % provient des linters de coton mercerisés.
3. Procédé conforme à la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'on utilise comme
composé peroxydé du peroxyde d'hydrogène et/ou de l'acide monopersulfurique et/ou
de l'acide peracétique et/ou des perborates, éventuellement sous forme de sel.
4. Procédé conforme à une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
la dismutation de peroxyde d'hydrogène est catalysée par un oxyde métallique et/ou
un hydroxyde d'un métal du groupe principal II et/ou des groupes III, IV, V ou VI
des métaux de transition du système périodique des éléments.
5. Procédé conforme à la revendication 4, caractérisé en ce que la dismutation de l'hydroperoxyde
est catalysée par l'hydroxyde de calcium.
6. Procédé conforme à la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que le rapport en poids
(peroxyde d'hydrogène/oxyde métallique) ou (peroxyde d'hydrogène/hydroxyde de métal)
est compris entre 1/1 et 25/1.
7. Procédé conforme à une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
le composé peroxydé est un peracide ou un mélange de plusieurs peracides et le rapport
du pH au pK du peracide est compris entre 0,6 et 1,3.
8. Procédé conforme à une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que
le rapport en moles d'oxygène dismutable / cellulose (rapporté au nombre de motifs
glucose) est compris entre 1/5 et 1/100.