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EP 0 485 854 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.12.1994 Patentblatt 1994/51 |
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Anmeldetag: 05.11.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: D06P 1/00 |
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Verfahren zur Erzeugung von Mustern auf einem Stoff, insbesondere auf einem Seiden-,
Baumwoll- oder Wollstoff
Method of producing patterns on a textile, particularly on silk-, cotton- or wooltextile
Méthode de production d'un dessin sur un textile, en particulier sur soie, coton ou
laine
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH ES FR GB IT LI NL |
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Priorität: |
15.11.1990 DE 4036322
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.05.1992 Patentblatt 1992/21 |
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Patentinhaber: Wachenfeld, Gabriele |
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D-34119 Kassel (DE) |
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Erfinder: |
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- Wachenfeld, Gabriele
D-34119 Kassel (DE)
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Vertreter: Walther, Horst, Dipl.-Ing. |
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Postfach 41 01 45 34063 Kassel 34063 Kassel (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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- WORLD PATENTS INDEX Derwent Publications Ltd.,London, GB; AN 75-59299W &JP-A-49 035
501 (TOYO KUROSU CO., LTD.) 2. April 1974
- WORLD PATENTS INDEX LATEST Derwent Publications Ltd.,London, GB; AN 88-013030 &SU-A-1
313 911 (LENINGRAD TEXTILE LIGHT) 30. Mai 1987
- M.PETER, H.K. ROUETTE'Grundlagen der Textilveredlung' Dezember 1989, DEUTSCHER FACHVERLAG
, DE, FRANKFURT
- E. BARTHOLOME 'Ullmanns Encyclopädie, Band 16' 1978 , VERLAG CHEMIE , WEINHEIM
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Farbmustern auf einem Textilstoff,
insbesondere auf einem Seiden-, Baumwoll- oder Wollstoff, bei dem der Textilstoff
in Falten gelegt und in diesem Zustand im Färbebad gefärbt wird, und wobei nach dem
Färbevorgang die Falten wieder gelöst werden. Das Aufbringen von Mustern auf Stoffen
kann auf verschiedene Arten erfolgen. Bekannt ist hierbei das Aufbringen von Mustern
durch Weben oder auch durch Bedrucken. Aus der GB-PS 14 20 316 ist ein Färbeverfahren
der eingangs genannten Art bekannt. Hierbei wird der Stoff zunächst gefaltet, dann
werden mittels einer Presse die Falten fixiert, worauf der Stoff zusammen mit der
Presse in ein Färbebad gegeben wird. Aus dieser Schrift ist auch ein kontinuierliches
Verfahren zum Färben von Stoffen bekannt, wobei die Fixierung der Falten durch ein
sogenanntes Andruckband erfolgt. Diesen beiden Färbetechniken ist als Nachteil gemein,
daß von dem jeweiligen Andruckmittel immer eine gewisse Menge an Stoff überdeckt wird.
Dies läßt sich auch nicht dadurch verhindern, daß die Platten der Presse perforiert,
gegebenenfalls nach Art von Mustern perforiert sind.
[0002] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Musterungsverfahren zu schaffen,
bei dem die Musterung des Gewebes nicht durch Abdecken des Gewebes erfolgt.
[0003] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Falten durch Nähen mittels
Ober- und Unterfaden festgehalten werden.
[0004] Die durch das erfindungsgemäße Verfahren entstehende Musterung zeichnet sich durch
einen Kreppeffekt des Textilstoffes aus, der insbesondere durch die Faltenlegung und
Nahtbildung hervorgerufen wird, und der mit bekannten Musterungsverfahren nicht erreichbar
ist. Der erzielte Musterungseffekt besticht durch eine Vielfarbigkeit, die durch Abstufungen
von Farbschattierungen hervorgerufen wird.
[0005] Hierbei wird nach einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung zum Nähen ein
Faden zumindest der Unterfaden verwendet, der aus einer Polyvinylalkoholfaser besteht.
Eine solche Polyvinylalkoholfaser, auch unter der Produktbezeichnung "Solvron" bekannt,
löst sich bei 95 Grad C in Wasser auf. D.h., daß zum Lösen des bzw. der Fäden beim
Abschluß des Färbevorganges der Stoff in ein Wasserbad mit einer Temperatur von 95
Grad C gebracht wird.
[0006] Als Farbstoffe für das Färbebad finden nach einem weiteren vorteilhaften Merkmal
der Erfindung Metallkomplexfarben Verwendung. Es hat sich gezeigt, daß bei der Verwendung
von Metallkomplexfarben Schattierungen erzielt werden könne, die beispilesweise bei
der Verwendung von Reaktivfarben nicht möglich sind, da durch die Reaktivfarben eine
Durchfärbung des Gewebes erfolgt. Es hat sich herausgestellt, daß bei Verwendung von
Metallkomplexfarben der zuvor gefärbte Nähfaden aus Seide als Oberfaden seine Farbe
an den umgebenden Stoff abgibt, wobei hierdurch ein weiterer besonderer Musterungseffekt
hervorgerufen wird. Der Unterfaden kann hierbei nach wie vor aus der oben beschriebenen
Polyvinylalkoholfaser bestehen.
[0007] Nach einem weiteren besonderen Merkmal der Erfindung wird zur Fixierung der Falten
durch das Nähen dem Stoff ein Vlies hinterlegt. Durch diese Maßnahme können die Falten
in der vorbestimmten Position auf dem Stoff besser fixiert werden, d.h. sie neigen
nicht so schnell zum Verrutschen. Darüber hinaus ist auch durch diese Maßnahme ein
zusätzlicher Musterungseffekt erzielbar.
1. Verfahren zur Erzeugung von Farbmustern auf einem Textilstoff, insbesondere auf einem
Seiden-, Baumwoll- oder Wollstoff, bei dem der Textilstoff in Falten gelegt und in
diesem Zustand im Färbebad gefärbt wird, und wobei nach dem Färbevorgang die Falten
wieder gelöst werden dadurch gekennzeichnet, daß die Falten durch Nähen mittels Ober- und Unterfaden festgehalten werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß
zum Nähen ein Faden, bestehend aus einer Polyvinylalkoholfaser, verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2
dadurch gekennzeichnet, daß
der Unterfaden aus einer Polyvinylalkoholfaser besteht.
4. Verfahren nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß
als Farbstoffe Metallkomplexfarben Verwendung finden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 und 4
dadurch gekennzeichnet, daß
als Oberfaden ein Seidenfaden eingesetzt wird, wobei durch die Verwendung der Metallkomplexfarben
der vorher gefärbte Seidenfaden seine Farbe an den umgebenden Textilstoff abgibt.
6. Verfahren nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Fixierung der Falten dem Textilstoff ein Vlies hinterlegt wird.
1. Method of producing coloured patterns on a textile material, especially on a silk,
cotton or wool material, in which the textile material is laid in folds and in this
state is dyed in the dye bath and wherein after the dyeing process the folds are loosened
out again, characterised thereby that the folds are secured by stitches by means of
over threads and under threads.
2. Method according to claim 1, characterised thereby that a thread consisting of a polyvinylalcohol
strand is used for the stitches.
3. Method according to claim 2, characterised thereby that the under thread consists
of a polyvinylalcohol strand.
4. Method according to claim 1, characterised thereby that metal complex dyes are used
as dyestuffs.
5. Method according to claims 1 and 4, characterised thereby that a silk thread is used
as over thread, wherein through the use of the metal complex dyes the previously dyed
silk thread gives out its colour to the surrounding textile material.
6. Method according to claim 1, characterised thereby that a sheet of fibrous material
is placed behind for the fixing of the folds at the textile material.
1. Procédé de production de dessins colorés sur un textile, notamment sur un textile
de soie, de coton ou de laine, dans lequel on met le textile en plis et on le teint
dans cet état dans un bain de teinture, et où l'on défait les plis après l'opération
de teinture, caractérisé en ce que les plis sont maintenus par couture au moyen d'un fil supérieur et d'un
fil inférieur.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise pour la couture un fil fait d'une fibre d'un alcool de polyvinyle.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le fil inférieur est fait d'une fibre d'un alcool de polyvinyle.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise comme colorants des colorants à complexes métalliques.
5. Procédé selon les revendications 1 et 4, caractérisé en ce que l'on utilise comme fil supérieur un fil de soie, de sorte que par l'utilisation
des colorants à complexes métalliques le fil de soie teinté au préalable délivre sa
couleur au textile adjacent.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on dépose un voile de carde pour fixer les plis du textile.