[0001] Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für fluidische Medien, insbesondere
für Druckluft, mit aneinanderreihbaren Grundplattenmodulen, deren in Längsrichtung
der Reihe fluchtend verlaufende erste Fluidkanäle dicht aneinander schließen, ferner
mit jedem Grundplattenmodul zugeordneten Elektromagnetventil, dessen kontrolliert
absperrbare oder freigebbare zweite Fluidkanäle in die ersten Fluidkanäle münden,
außerdem mit an jedem Elektromagneten angeschlossenen Schutzkontaktleiter, Nulleiter
und Signalleiter, von denen der Schutzkontaktleiter und der Nulleiter in Längsrichtung
der Reihe durchgeschleift sind und der Signalleiter das Elektromagnetventil mit dem
jeweiligen Ausgang einer Signalquelle verbindet.
[0002] Derartige Fluidströme beeinflussende Steuereinrichtungen bedienen sich Elektromagnetventilen,
an deren Magnetspule jeweils drei Kontakte erforderlich sind: Für das elektrische
Potential der Nulleiter, für einen Schutzleiteranschluß ein Schutzkontaktleiter und
für die Übermittlung des Steuerbefehls ein Signalleiter.
[0003] Für den Fall, daß mehrere Elektromagnetventile dieser Art in Reihe angeordnet werden,
muß jedes dieser Elektromagnetventile mit den drei Leitern verbunden sein. Der Schutzkontaktleiter
und der Nulleiter werden hierbei vom ersten bis zum letzten Baustein durchgeschleift
und bei Befestigung eines Ventils direkt abgenommen. Da die in Reihe angeordneten
Elektromagnetventile meist nicht gleichzeitig geschaltet werden sollen, muß jedes
einzelne Elektromagnetventil mit dem jeweiligen Ausgang der Signalquelle verbunden
werden.
[0004] Es ist eine Einrichtung zur Steuerung von Maschinen bekannt (DE-C2-30 42 205) mit
Schaltmodulen, die sich aus einem peumatischen Ventil und einem elektrischen Antrieb
für das Ventil zusammensetzen, wobei das Ventil lösbar mit einer pneumatischen Verteilerleiste
verbunden ist und einen elektrischen Steuermodul für den Antrieb aufweist. Hier ist
das elektrische Steuermodul einerseits über einen Mehrfachstecker elektrisch mit dem
Elektromagneten und andererseits über einen weiteren Mehrfachstecker mit einer elektrischen
Verteilerschiene verbunden. Eine unmittelbare Zuordnung eines Steuermoduls zu der
Verteilerschiene ist jedoch nicht in allen Fällen möglich und erwünscht. Bei Vorhandensein
eines derartigen Steuermoduls ist daher das Grundplattenmodul erheblich kompliziert
gestaltet und die gesamte Einrichtung wird sehr aufwendig.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln das
bekannte Modulsystem mit der Zielrichtung weiterzuentwickeln, eine größere Anzahl
von aneinanderreihbaren Grundplattenmodulen in der Weise schalten zu können, daß einerseits
einzelne Grundplattenmodule mit individuellen Signalen versorgt werden können und
andererseits jedoch auch mehrere Grundplattenmodule mit demselben Signal zur selben
Zeit.
[0006] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jedem Grundplattenmodul
ein Steckersockel für den Schutzkontaktleiter, Nulleiter und Signalleiter zugeordnet
ist, daß angrenzend zu dem durchgeschleiften Schutzkontakleiter und dem Nulleiter
eine Vielzahl von Signalleitern vom ersten bis zum letzten Grundplattenmodul parallel
in einer elektrisch nicht leitenden Lagerplatte angeordnet sind, daß sich über der
Lagerplatte eine elektrisch leitende Signalanschlußplatte befindet und daß von jeder
Signalanschlußplatte eine elektrische Verbindung zum Steckersockel schaltbar ist.
Eine solche Steuereinrichtung gestattet, mit einfachen Mitteln entweder individuell
ein ausgewähltes Elektromagnetventil anzusteuern oder aber eine beliebige Einteilung
von mehreren Elektromagnetventilen zusammen und gleichzeitig mit dem Signal zu versorgen.
[0007] Eine verbesserte Ausführungsform sieht vor, daß in der Signalanschlußplatte Gruppen
von einem durchgeschleiften isolierten Signalleiter zugeordneten Kontaktöffnungen
vorgesehen sind, wobei innerhalb einer ausgewählten Kontaktöffnung der Signalleiter
leitend ist und daß die Verbindung zum Elektromagneten mittels eines Kontaktsteckers
schaltbar ist. Hierbei dienen die Kontaktstecker nicht nur zur Übertragung des elektrischen
Signals, sondern auch zur Kenntlichmachung der Schaltungskonfiguration.
[0008] Nach einer weiteren Verbesserung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Grundplattenmodul
und die für die Isolierung der Signalanschlußplatte gebildete, nicht leitende Lagerplatte
in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind. Dadurch wird insbesondere die Kompaktheit
und ein entsprechend niedriger Raumbedarf für die Steuereinrichtung erzielt.
[0009] Weiterhin ist vorgesehen, daß das Grundplattenmodul auch als Befestigung für die
Signalanschlußplatte und für die Lagerplatte dient. Durch diese Lösung ergibt sich
praktisch ein einheitliches Gehäuse für Grundplattenmodul, Steckersockel, Lagerplatte,
Signalanschlußplatte und die entsprechenden Leiter.
[0010] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt werden im folgenden
näher beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht mit Grundplattenmodul und
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht ohne Grundplattenmodul und ohne Ventile.
[0011] Als Beispiel einer Steuereinrichtung für Fluide sind vier vereinte Grundplattenmodule
1 erkennbar. Jedem Grundplattenmodul 1 ist ein Elektromagnetventil 2, bestehend aus
einem pneumatischen Ventil 2a und einem angeschlossenen Elektromagneten 2b zugeteilt.
Die Grundplattenmodule 1 weisen in der Richtung der Reihe aus vier Einheiten fluchtend
verlaufende erste Fluidkanäle 3 und 4 auf. Jeweils zwei Grundplattenmodule 1 sind
an den Fluidkanälen 3 und 4 dichtend aneinander gefügt. Von dem Ventil 2a münden zweite
Fluidkanäle 5a und 5b in die ersten Fluidkanäle 3 und 4. An jedem Elektromagnetventil
2 bzw. an den Elektromagneten 2b sind ein Schutzkontaktleiter 7, Nulleiter 6 und ein
Signalleiter 8a angeordnet. Die vier gezeichneten Elektromagnetventile 2 bilden eine
Reihe, und senkrecht zu einer Längsachse 9 eines Elektromagneten 2b verlaufen die
durchgeschleiften Schutzkontaktleiter 7 und Nulleiter 6. Die Längsrichtung 10 steht
daher zur Richtung der Längsachse 9 senkrecht.
[0012] Jedes auf einer nicht gezeigten Schiene aufgereihte Grundplattenmodul 1 weist einen
Steckersockel 11 auf für den Schutzkontaktleiter 7 bzw. den Schutzkontaktleiter 7a,
den Nulleiter 6 bzw. den Nulleiter 6a. Im Steckersockel 11 ist für den Signalleiter
8a eine Stecköffnung 8b eingearbeitet. Der Schutzkontaktleiter 7 und der Nulleiter
6 weisen jeweils Aufnahmeschlitze 12 auf.
[0013] An den durchgeschleiften Schutzkontaktleiter 7 und den Nulleiter 6 angrenzend ist
eine Vielzahl von Signalleitern 8 vom ersten bis zum letzten Grundplattenmodul 1 parallel
zur Längsrichtung 10 unterhalb einer elektrisch leitenden Signalanschlußplatte 13
und innerhalb einer Lagerplatte 13a durchgeschleift. Die durchgeschleiften Signalleiter
8 sind jedoch zur elektrisch leitenden Signalanschlußplatte 13 im allgemeinen isoliert
bzw. nur an ganz bestimmten Stellen ist eine leitende elektrische Verbindung geschaffen
(z.B. durch einen dip-Schalter), so daß das vom Ausgang der Signalquelle kommende
elektrische Signal auf den Steckersockel 11 schaltbar ist. Die elektrisch leitende
Verbindung kann daher schon bei ihrer Herstellung durch entsprechende Gestaltung der
Signalanschlußplatte 13 im Inneren geschaffen werden, z.B. durch dip-Schalter. Von
der Signalanschlußplatte 13 ist über einen Leiter 13b eine Verbindung über die Stecköffnung
8b zum Signalleiter 8a geschaffen.
[0014] Eine mit mehreren Funktionen und daher besonders Interessante Lösung ist in Fig.
1 zusätzlich dargestellt: In der Signalanschlußplatte 13 sind Gruppen 15 von zumindest
zwei Kontaktöffnungen 16 vorgesehen.
[0015] Innerhalb einer ausgewählten Kontaktöffnung 16 ist der Signalleiter 8, entweder in
einer oberen oder in einer unteren Ebene kontaktiert. Ein in eine Kontaktöffnung 16
eingeführter Kontaktstecker 17 (in der eingeführten Stellung mit 17a bezeichnet) schaltet
in diesem Fall die elektrische Verbindung. Nicht benötigte Kontaktöffnungen 16 können
auch mittels isolierter Kontaktstecker oder mit kleineren Deckeln verschlossen werden.
[0016] Es ist möglich, alle Kontakte in einer elastischen Ebene, den Öffnungen zugeordnet,
anzubringen. Bei Kontaktierung wird ein Stift in die Öffnung eingedrückt.
[0017] Die elastische Ebene kann auch als Trennschicht gegen Feuchtigkeit fungieren.
[0018] Das Grundplattenmodul 1 ist in den Steckersockel 11 weitergeführt und darüber hinaus
ist eine für die Isolierung der Signalanschlußplatte 13 gebildete, nicht leitende
Lagerplatte 13a in einem gemeinsamen Gehäuse 18 angeordnet (Fig. 1). Die Lagerplatte
13a kann schon mit einem Gehäuse 18 einteilig ausgeführt sein. Die Lagerplatte 13a
besitzt selbstverständlich die zur Signalanschlußplatte 13 passenden Kontaktöffnungen
16.
[0019] Hierbei dient das Grundplattenmodul 1 mit seinem Gehäuse 18 auch als Befestigung
für die Signalanschlußplatte 13.
1. Steuereinrichtung für fluidische Medien, insbesondere für Druckluft, mit aneinanderreihbaren
Grundplattenmodulen (1), deren in Längsrichtung (10) der Reihe fluchtend verlaufende
erste Fluidkanäle (3,4) dicht aneinander schließen, ferner mit jedem Grundplattenmodul
(1) zugeordnetem Elektromagnetventil (2), dessen kontrolliert absperrbare oder freigebbare
zweite Fluidkanäle (5a,5b) in die ersten Fluidkanäle (3,4) münden, außerdem mit an
jedem Elektromagneten (2b) angeschlossenem Schutzkontaktleiter (7a), Nulleiter (6a)
und Signalleiter (8a) von denen der Schutzkontaktleiter (7a) und der Nulleiter (6a)in
Längsrichtung (10) der Reihe durchgeschleift sind und der Signalleiter (8a) das Elektromagnetventil
(2) mit dem jeweiligen Ausgang einer Signalquelle verbindet,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Grundplattenmodul (1) ein Steckersockel (11) für den Schutzkontaktleiter
(7), Nulleiter (6) und Signalleiter (8a) zugeordnet ist, daß angrenzend zu dem durchgeschleiften
Schutzkontaktleiter (7a) und dem Nulleiter (6a) eine Vielzahl von Signalleitern (8)
vom ersten bis zum letzten Grundplattenmodul (1) parallel in einer elektrisch nicht
leitenden Lagerplatte (13a) angeordnet sind, daß sich über der Lagerplatte (13a) eine
elektrisch leitende Signalanschlußplatte (13) befindet und daß von jeder Signalanschlußplatte
(13) eine elektrische Verbindung (13b) zum Steckersockel (11) schaltbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Signalanschlußplatte (13) Gruppen (15) von einem durchgeschleiften isolierten
Signalleiter (8) zugeordneten Kontaktöffnungen (16) vorgesehen sind, wobei innerhalb
einer ausgewählten Kontaktöffnung (16) der Signalleiter (8) leitend ist und daß die
Verbindung zum Elektromagneten (2b) mittels eines Kontaktsteckers (17) schaltbar ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Grundplattenmodul (1) und die für die Isolierung der Signalanschlußplatte
(13) gebildete, nicht leitende Lagerplatte (13a) in einem gemeinsamen Gehäuse (18)
untergebracht sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Grundplattenmodul (1) auch als Befestigung für die Signalanschlußplatte (13)
und für die Lagerplatte (13a) dient.