(19)
(11) EP 0 487 173 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
27.05.1992  Patentblatt  1992/22

(21) Anmeldenummer: 91250285.3

(22) Anmeldetag:  15.10.1991
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5F15B 13/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 20.11.1990 DE 4037353

(71) Anmelder: MANNESMANN Aktiengesellschaft
D-40027 Düsseldorf (DE)

(72) Erfinder:
  • Sekler, Thomas
    W-3153 Lahstedt 3 (DE)
  • Brausfeld, Walter
    W-3000 Hannover (DE)
  • Möller, Rudolf
    W-3007 Gehrden 1 (DE)

(74) Vertreter: Presting, Hans-Joachim, Dipl.-Ing. et al
Meissner & Meissner, Patentanwaltsbüro, Postfach 330130
14171 Berlin
14171 Berlin (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Steuereinrichtung für fluidische Medien, insbesondere für Druckluft


    (57) Bei einer Steuereinrichtung mit aneinanderreihbaren Grundplattenmodulen (1), ferner mit Elektromagnetventilen (2) für deren elektrische Zuleitungen Schutzkontaktleiter (7a), Nulleiter (6a) und Signalleiter (8a) vorgesehen sind, von denen der Schutzkontaktleiter (7a) und der Nulleiter (6a) in Längsrichtung (10) der Reihe durchgeschleift sind und der Signalleiter (8a) das Elektromagnetventil (2) mit dem jeweiligen Ausgang einer Signalquelle verbindet, können einzelne Grundplattenmodule mit individuellen Signalen versorgt werden, jedoch auch mehrere Grundplattenmodule mit demselben Signal zur selben Zeit, indem angrenzend zu dem durchgeschleiften Schutzkontaktleiter (7a) und dem Nulleiter (6a) eine Vielzahl von Signalleitern (8) vom ersten bis zum letzten Grundplattenmodul (1) parallel in einer elektrisch nicht leitenden Lagerplatte (13a) angeordnet sind und indem sich über der Lagerplatte (13a) eine elektrisch leitende Signalanschlußplatte (13) befindet und indem von jeder Signalanschlußplatte (13) eine elektrische Verbindung (13b) zum Steckersockel (11) schaltbar ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für fluidische Medien, insbesondere für Druckluft, mit aneinanderreihbaren Grundplattenmodulen, deren in Längsrichtung der Reihe fluchtend verlaufende erste Fluidkanäle dicht aneinander schließen, ferner mit jedem Grundplattenmodul zugeordneten Elektromagnetventil, dessen kontrolliert absperrbare oder freigebbare zweite Fluidkanäle in die ersten Fluidkanäle münden, außerdem mit an jedem Elektromagneten angeschlossenen Schutzkontaktleiter, Nulleiter und Signalleiter, von denen der Schutzkontaktleiter und der Nulleiter in Längsrichtung der Reihe durchgeschleift sind und der Signalleiter das Elektromagnetventil mit dem jeweiligen Ausgang einer Signalquelle verbindet.

    [0002] Derartige Fluidströme beeinflussende Steuereinrichtungen bedienen sich Elektromagnetventilen, an deren Magnetspule jeweils drei Kontakte erforderlich sind: Für das elektrische Potential der Nulleiter, für einen Schutzleiteranschluß ein Schutzkontaktleiter und für die Übermittlung des Steuerbefehls ein Signalleiter.

    [0003] Für den Fall, daß mehrere Elektromagnetventile dieser Art in Reihe angeordnet werden, muß jedes dieser Elektromagnetventile mit den drei Leitern verbunden sein. Der Schutzkontaktleiter und der Nulleiter werden hierbei vom ersten bis zum letzten Baustein durchgeschleift und bei Befestigung eines Ventils direkt abgenommen. Da die in Reihe angeordneten Elektromagnetventile meist nicht gleichzeitig geschaltet werden sollen, muß jedes einzelne Elektromagnetventil mit dem jeweiligen Ausgang der Signalquelle verbunden werden.

    [0004] Es ist eine Einrichtung zur Steuerung von Maschinen bekannt (DE-C2-30 42 205) mit Schaltmodulen, die sich aus einem peumatischen Ventil und einem elektrischen Antrieb für das Ventil zusammensetzen, wobei das Ventil lösbar mit einer pneumatischen Verteilerleiste verbunden ist und einen elektrischen Steuermodul für den Antrieb aufweist. Hier ist das elektrische Steuermodul einerseits über einen Mehrfachstecker elektrisch mit dem Elektromagneten und andererseits über einen weiteren Mehrfachstecker mit einer elektrischen Verteilerschiene verbunden. Eine unmittelbare Zuordnung eines Steuermoduls zu der Verteilerschiene ist jedoch nicht in allen Fällen möglich und erwünscht. Bei Vorhandensein eines derartigen Steuermoduls ist daher das Grundplattenmodul erheblich kompliziert gestaltet und die gesamte Einrichtung wird sehr aufwendig.

    [0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln das bekannte Modulsystem mit der Zielrichtung weiterzuentwickeln, eine größere Anzahl von aneinanderreihbaren Grundplattenmodulen in der Weise schalten zu können, daß einerseits einzelne Grundplattenmodule mit individuellen Signalen versorgt werden können und andererseits jedoch auch mehrere Grundplattenmodule mit demselben Signal zur selben Zeit.

    [0006] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jedem Grundplattenmodul ein Steckersockel für den Schutzkontaktleiter, Nulleiter und Signalleiter zugeordnet ist, daß angrenzend zu dem durchgeschleiften Schutzkontakleiter und dem Nulleiter eine Vielzahl von Signalleitern vom ersten bis zum letzten Grundplattenmodul parallel in einer elektrisch nicht leitenden Lagerplatte angeordnet sind, daß sich über der Lagerplatte eine elektrisch leitende Signalanschlußplatte befindet und daß von jeder Signalanschlußplatte eine elektrische Verbindung zum Steckersockel schaltbar ist. Eine solche Steuereinrichtung gestattet, mit einfachen Mitteln entweder individuell ein ausgewähltes Elektromagnetventil anzusteuern oder aber eine beliebige Einteilung von mehreren Elektromagnetventilen zusammen und gleichzeitig mit dem Signal zu versorgen.

    [0007] Eine verbesserte Ausführungsform sieht vor, daß in der Signalanschlußplatte Gruppen von einem durchgeschleiften isolierten Signalleiter zugeordneten Kontaktöffnungen vorgesehen sind, wobei innerhalb einer ausgewählten Kontaktöffnung der Signalleiter leitend ist und daß die Verbindung zum Elektromagneten mittels eines Kontaktsteckers schaltbar ist. Hierbei dienen die Kontaktstecker nicht nur zur Übertragung des elektrischen Signals, sondern auch zur Kenntlichmachung der Schaltungskonfiguration.

    [0008] Nach einer weiteren Verbesserung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Grundplattenmodul und die für die Isolierung der Signalanschlußplatte gebildete, nicht leitende Lagerplatte in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind. Dadurch wird insbesondere die Kompaktheit und ein entsprechend niedriger Raumbedarf für die Steuereinrichtung erzielt.

    [0009] Weiterhin ist vorgesehen, daß das Grundplattenmodul auch als Befestigung für die Signalanschlußplatte und für die Lagerplatte dient. Durch diese Lösung ergibt sich praktisch ein einheitliches Gehäuse für Grundplattenmodul, Steckersockel, Lagerplatte, Signalanschlußplatte und die entsprechenden Leiter.

    [0010] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
    Fig. 1
    eine perspektivische Ansicht mit Grundplattenmodul und
    Fig. 2
    eine perspektivische Ansicht ohne Grundplattenmodul und ohne Ventile.


    [0011] Als Beispiel einer Steuereinrichtung für Fluide sind vier vereinte Grundplattenmodule 1 erkennbar. Jedem Grundplattenmodul 1 ist ein Elektromagnetventil 2, bestehend aus einem pneumatischen Ventil 2a und einem angeschlossenen Elektromagneten 2b zugeteilt. Die Grundplattenmodule 1 weisen in der Richtung der Reihe aus vier Einheiten fluchtend verlaufende erste Fluidkanäle 3 und 4 auf. Jeweils zwei Grundplattenmodule 1 sind an den Fluidkanälen 3 und 4 dichtend aneinander gefügt. Von dem Ventil 2a münden zweite Fluidkanäle 5a und 5b in die ersten Fluidkanäle 3 und 4. An jedem Elektromagnetventil 2 bzw. an den Elektromagneten 2b sind ein Schutzkontaktleiter 7, Nulleiter 6 und ein Signalleiter 8a angeordnet. Die vier gezeichneten Elektromagnetventile 2 bilden eine Reihe, und senkrecht zu einer Längsachse 9 eines Elektromagneten 2b verlaufen die durchgeschleiften Schutzkontaktleiter 7 und Nulleiter 6. Die Längsrichtung 10 steht daher zur Richtung der Längsachse 9 senkrecht.

    [0012] Jedes auf einer nicht gezeigten Schiene aufgereihte Grundplattenmodul 1 weist einen Steckersockel 11 auf für den Schutzkontaktleiter 7 bzw. den Schutzkontaktleiter 7a, den Nulleiter 6 bzw. den Nulleiter 6a. Im Steckersockel 11 ist für den Signalleiter 8a eine Stecköffnung 8b eingearbeitet. Der Schutzkontaktleiter 7 und der Nulleiter 6 weisen jeweils Aufnahmeschlitze 12 auf.

    [0013] An den durchgeschleiften Schutzkontaktleiter 7 und den Nulleiter 6 angrenzend ist eine Vielzahl von Signalleitern 8 vom ersten bis zum letzten Grundplattenmodul 1 parallel zur Längsrichtung 10 unterhalb einer elektrisch leitenden Signalanschlußplatte 13 und innerhalb einer Lagerplatte 13a durchgeschleift. Die durchgeschleiften Signalleiter 8 sind jedoch zur elektrisch leitenden Signalanschlußplatte 13 im allgemeinen isoliert bzw. nur an ganz bestimmten Stellen ist eine leitende elektrische Verbindung geschaffen (z.B. durch einen dip-Schalter), so daß das vom Ausgang der Signalquelle kommende elektrische Signal auf den Steckersockel 11 schaltbar ist. Die elektrisch leitende Verbindung kann daher schon bei ihrer Herstellung durch entsprechende Gestaltung der Signalanschlußplatte 13 im Inneren geschaffen werden, z.B. durch dip-Schalter. Von der Signalanschlußplatte 13 ist über einen Leiter 13b eine Verbindung über die Stecköffnung 8b zum Signalleiter 8a geschaffen.

    [0014] Eine mit mehreren Funktionen und daher besonders Interessante Lösung ist in Fig. 1 zusätzlich dargestellt: In der Signalanschlußplatte 13 sind Gruppen 15 von zumindest zwei Kontaktöffnungen 16 vorgesehen.

    [0015] Innerhalb einer ausgewählten Kontaktöffnung 16 ist der Signalleiter 8, entweder in einer oberen oder in einer unteren Ebene kontaktiert. Ein in eine Kontaktöffnung 16 eingeführter Kontaktstecker 17 (in der eingeführten Stellung mit 17a bezeichnet) schaltet in diesem Fall die elektrische Verbindung. Nicht benötigte Kontaktöffnungen 16 können auch mittels isolierter Kontaktstecker oder mit kleineren Deckeln verschlossen werden.

    [0016] Es ist möglich, alle Kontakte in einer elastischen Ebene, den Öffnungen zugeordnet, anzubringen. Bei Kontaktierung wird ein Stift in die Öffnung eingedrückt.

    [0017] Die elastische Ebene kann auch als Trennschicht gegen Feuchtigkeit fungieren.

    [0018] Das Grundplattenmodul 1 ist in den Steckersockel 11 weitergeführt und darüber hinaus ist eine für die Isolierung der Signalanschlußplatte 13 gebildete, nicht leitende Lagerplatte 13a in einem gemeinsamen Gehäuse 18 angeordnet (Fig. 1). Die Lagerplatte 13a kann schon mit einem Gehäuse 18 einteilig ausgeführt sein. Die Lagerplatte 13a besitzt selbstverständlich die zur Signalanschlußplatte 13 passenden Kontaktöffnungen 16.

    [0019] Hierbei dient das Grundplattenmodul 1 mit seinem Gehäuse 18 auch als Befestigung für die Signalanschlußplatte 13.


    Ansprüche

    1. Steuereinrichtung für fluidische Medien, insbesondere für Druckluft, mit aneinanderreihbaren Grundplattenmodulen (1), deren in Längsrichtung (10) der Reihe fluchtend verlaufende erste Fluidkanäle (3,4) dicht aneinander schließen, ferner mit jedem Grundplattenmodul (1) zugeordnetem Elektromagnetventil (2), dessen kontrolliert absperrbare oder freigebbare zweite Fluidkanäle (5a,5b) in die ersten Fluidkanäle (3,4) münden, außerdem mit an jedem Elektromagneten (2b) angeschlossenem Schutzkontaktleiter (7a), Nulleiter (6a) und Signalleiter (8a) von denen der Schutzkontaktleiter (7a) und der Nulleiter (6a)in Längsrichtung (10) der Reihe durchgeschleift sind und der Signalleiter (8a) das Elektromagnetventil (2) mit dem jeweiligen Ausgang einer Signalquelle verbindet,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß jedem Grundplattenmodul (1) ein Steckersockel (11) für den Schutzkontaktleiter (7), Nulleiter (6) und Signalleiter (8a) zugeordnet ist, daß angrenzend zu dem durchgeschleiften Schutzkontaktleiter (7a) und dem Nulleiter (6a) eine Vielzahl von Signalleitern (8) vom ersten bis zum letzten Grundplattenmodul (1) parallel in einer elektrisch nicht leitenden Lagerplatte (13a) angeordnet sind, daß sich über der Lagerplatte (13a) eine elektrisch leitende Signalanschlußplatte (13) befindet und daß von jeder Signalanschlußplatte (13) eine elektrische Verbindung (13b) zum Steckersockel (11) schaltbar ist.
     
    2. Einrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß in der Signalanschlußplatte (13) Gruppen (15) von einem durchgeschleiften isolierten Signalleiter (8) zugeordneten Kontaktöffnungen (16) vorgesehen sind, wobei innerhalb einer ausgewählten Kontaktöffnung (16) der Signalleiter (8) leitend ist und daß die Verbindung zum Elektromagneten (2b) mittels eines Kontaktsteckers (17) schaltbar ist.
     
    3. Einrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Grundplattenmodul (1) und die für die Isolierung der Signalanschlußplatte (13) gebildete, nicht leitende Lagerplatte (13a) in einem gemeinsamen Gehäuse (18) untergebracht sind.
     
    4. Einrichtung nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Grundplattenmodul (1) auch als Befestigung für die Signalanschlußplatte (13) und für die Lagerplatte (13a) dient.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht