[0001] Die Erfindung geht von einem Heftgerät nach der Gattung des Patentanspruchs 1 aus
und bezieht sich insbesondere auf einen Mechanismus zum Loslösen der einzelnen Heftklammer
von einem Klammerstreifen und zum Eintreiben derselben in das zu heftende Material.
[0002] Handhefter der genannten Art, die U-förmige, z. B. durch Leimung zu einem Klammerstreifen
verbundene Metallklammern verwenden, sind bereits allgemein bekannt. Diese Heftgeräte
bestehen aus
a) einer Grundplatte mit einer Matrize und zur Halterung dienenden Seitenteilen am
entgegengesetzten Ende
b) einem Magazin für die Klammern mit
- einem als Zuführschiene vorgesehenen Mittelkanal zur Aufnahme und Führung des Klammerstreifens
bis eine einzelne Klammer am Anfang des Streifens ihre Auslöseposition erreicht hat,
- einer Auslöseschiene, die sich über der Auslöseposition der Zuführschiene befindet
und im wesentlichen senkrecht zu dieser steht,
- einem in der Auslöseschiene vertikal beweglich angeordneten Stoßmesser, das bei seiner
Abwärtsbewegung die am Ende des Klammerstreifens befindliche Klammer abtrennt, in
das zu heftende Material treibt und solange auf die Klammer drückt, bis deren Enden
durch die Matrize dauerhaft verformt sind;
und
c) einem das Magazin teilweise überdeckenden, als Bedienungsarm dienenden Oberteil,
das durch den Benutzer des Heftgerätes heruntergedrückt wird und dadurch die Kraft
auf das Magazin und das Stoßmesser überträgt, wobei das Magazin und das Oberteil beweglich
an einer gemeinsamen, durch die Seitenteile der Grundplatte gehaltenen Achse angebracht
sind.
[0003] Bei den Heftern der beschriebenen Gattung geschieht das Heften aufgrund der Abwärtsbewegung
des Oberteils und des Magazins in einer Reihe nachfolgend aufgeführter Einzelschritte:
1. Abwärtsbewegung des mit dem Magazin verbundenen Oberteils bis zur Berührung des
Magazins mit dem zu heftenden Material.
2. Lösen der einzelnen Klammer vom Klammerstreifen durch das Stoßmesser und Fortbewegung
der abgetrennten Klammer bis zu deren Berührung mit dem zu heftenden Material.
3. Eindringen der Klammerenden in das zu heftende Material und dessen Durchstoßen.
4. Umbiegen der Klammerenden auf der Rückseite des Heftmaterials durch Druck gegen
die Matrize der Grundplatte.
[0004] Abhängig von der Art der Klammer und deren Verbindung mit dem Klammerstreifen sowie
der Art und Dicke des zu heftenden Materials sind in den einzelnen Arbeitsstufen unterschiedlich
hohe Kraftspitzen zu verzeichnen, die bei der Betätigung eines herkömmlichen Heftgerätes
mit Matrize zu folgenden Schwierigkeiten für den Benutzer führen:
1. Auf den Bedienungsarm muß eine verschieden starke, in den letzten Schritten der
Abwärtsbewegung sich impulsartig verstärkende Kraft aufgebracht werden.
2. Der erhebliche Kraftaufwand zwingt zur Benutzung der Handfläche oder gar beider
Hände, wobei der unterschiedliche Kraftaufwand zwischen den einzelnen Stufen deutlich
zu spüren ist und eine ergonomisch vorteilhafte, leichte Betätigung, zum Beispiel
nur mit den Fingerspitzen einer Hand, nicht möglich ist.
[0005] Durch die GB-A-2 229 129 ist bereits ein handbetriebenes Heftgerät bekannt, dessen
Stoßmesser mit einer Feder verbunden ist, die ihrerseits zwischen den Gehäusehälften
des Heftgerätes gelagert ist, wobei das Stoßmesser in dem auch nach oben geschlossenen
Gehäuse geführt ist. In dem Gehäuse ist weiterhin eine Sperrklinke in einem Langloch
beweglich gelagert. Eine Nase greift in eine Öffnung des Stoßmessers ein, während
das andere, mit einer Rolle versehene Ende der Sperrklinke in ständiger Wirkverbindung
mit einem Betätigungshebel steht. Durch Druck auf den Betätigungshebel und damit auf
die Sperrklinke wird diese gegen das sich in der oberen Anschlagstellung befindliche
Stoßmesser aus der Stoßmesseröffnung gezogen, so daß das unter Federspannung stehende
Stoßmesser entriegelt wird und eine Klammer in das zu heftende Gut eintreibt. Das
Spannen der Feder soll nach Wiedereinrasten der Sperrklinke in die Öffnung des Stoßmessers
über die Sperrklinke und den Betätigungshebel unter der Wirkung einer zweiten, vorher
zusammengedrückten Feder, deren Kraft stärker als die der Spannfeder ist, erfolgen.
[0006] Dieser Betätigungsmechanismus ist insofern nachteilig, als seine Federelemente jeweils
für eine bestimmte bzw. für eine maximale Heftgutstärke ausgelegt sein müssen, so
daß größere, zumeist unnötige Federkräfte aufzubringen sind. Zum anderen erfolgt das
Spannen und Verriegeln mit ein und derselben Sperrklinke. Zum Spannen der zweiten
Feder sowie zum Entriegeln des Stoßmessers sind daher beträchtliche manuelle Kräfte
aufzubringen.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes, die Funktion
teilweise automatisierendes Heftgerät mit verbessertem Betätigungsmechanismus anzugeben,
das den Kraftaufwand für die Durchführung und Auslösung des Heftvorgangs vermindert
und bei geringer, der Stärke des Heftgutes nicht genügender Federkraft eine vollständige
Durchführung des Heftvorgangs ermöglicht.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Nach dem Grundgedanken der Erfindung wird die Aufgabe mit einem Heftgerät gelöst,
bei dem das Stoßmesser in der Nullstellung nach oben über seine seitlichen Führungswände
und Führungsstege hinausragt und dadurch bei stärkerem Heftgut, d.h. bei unvollständigem
Eintreiben der Klammer, eine Wirkverbindung mit dem Oberteil des Heftgerätes herstellbar
ist und somit manuell nachgeheftet werden kann. Das Spannen der am Stoßmesser befestigten
Feder erfolgt durch Druck auf das Oberteil unabhängig von der Sperrklinke, wobei am
Ende des Spannvorgangs die Sperrklinke, die das Stoßmesser bis dahin in einer konstanten
Lage arretiert hat, durch fortgesetzten Druck auf das Oberteil seitlich nach unten
verschwenkt wird, so daß das Stoßmesser freigegeben wird und unter der Wirkung der
Federspannung in das Heftgut eindringt.
[0010] Die Feder ist so ausgelegt, daß die Klammer Heftgut allgemein üblicher Stärke durchdringt
und die Klammerenden umgebogen werden. Bei im Ausnahmefall größeren Heftgutstärken
wird der Heftvorgang nach dem Eintreiben der Klammer über die Federkraft durch manuellen
Druck auf das Oberteil fortgesetzt und das Heftgut somit nachgeheftet.
[0011] Die Federkraft zum Eintreiben der Klammer und Umbiegen der Klammerenden kann dadurch
für die übliche Heftgutstärke ausgelegt sein, so daß die überwiegende Zahl der Heftvorgänge
auch bezüglich der durch den Benutzer zu überwindenden Federspannung mit geringem
Kraftaufwand durchgeführt werden kann. Gleichzeitig ist es aber möglich, stärkere
Heftgutstapel durch manuellen Druck auf das Oberteil zu verbinden. Durch die optimale
Auslegung der Feder kann in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Anordnung und Ausbildung
der Sperrklinke, die nur als Haltelement dient, das Spannen der am Stoßmesser befestigten
Feder und das Ausklinken der Sperrklinke durch eine gleichmäßige, geringe Krafteinwirkung
erfolgen.
[0012] Das erfindungsgemäße Heftgerät ist somit bei einfachster Handhabung vielseitig einsetzbar.
[0013] Im folgenden wird die Erfindung in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel anhand der
Zeichnungen näher erläutert.
[0014] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine graphische Darstellung der bei einem herkömmlichen Hefter beim Heftvorgang durch
den Benutzer aufzubringenden Kraft über dem Weg,
- Fig. 2
- eine graphische Darstellung der aufzubringenden Kraft über dem Weg für ein Heftgerät
gemäß der Erfindung,
- Fig. 3
- ein perspektivische Ansicht des Hefters, teilweise im Schnitt,
- Fig. 4
- eine vergrößerte Detailansicht aus Fig. 3 und
- Fig. 5-A bis Fig. 5-F
- eine schematische Darstellung der verschiedenen Stufen des Heftvorganges.
[0015] Aus Fig. 1 ist der erforderliche Kraftaufwand für den Benutzer bzw. die Krafteinwirkung
auf die Klammer in den vier bei einem Heftvorgang mit einem herkömmlichen Hefter ablaufenden
Betätigungsschritten, die aus
- der Abwärtsbewegung des Bedienungsarms bis zur Berührung mit dem zu heftenden Material
(1. Schritt)
- dem Lösen und Abwärtsbewegen der einzelnen Klammer bis zur Berührung mit dem zu heftenden
Material (2. Schritt)
- dem Durchstoßen des zu heftenden Materials (3. Schritt) und
- dem Umbiegen der Klammerenden auf der Rückseite des Heftmaterials (4. Schritt)
bestehen, erkennbar.
[0016] Aus dieser typischen Darstellung geht hervor, daß in einzelnen Betätigungsstufen
besonders große Kraftanstrengungen erforderlich sind, um die Heftung vornehmen zu
können. Die Rückführung der Betätigungsmechanismen in die Ausgangslage stellt sich
auf der rechten Seite der Graphik in Fig. 1 als plötzlicher Kraftabfall dar.
[0017] Demgegenüber macht Fig. 2 deutlich, daß der Kraftaufwand bei einem Heftvorgang mit
einem Hefter gemäß der Erfindung wesentlich geringer ist und der Kraftverlauf gleichmäßig,
d. h. ohne Kraftspitzen ist.
[0018] Das in Fig. 3 gezeigte und mit dem erfindungsgemäßen Auslösemechanismus ausgestattete
Heftgerät besteht aus der Grundplatte 10, an deren einem Ende sich Seitenteile 11
befinden und deren anderes Ende mit einer Matrize 12 ausgerüstet ist. Ein Magazin
20 zur Aufnahme der Klammern ist durch eine Achse 13 mit den Seitenteilen 11 der Grundplatte
10 verbunden. Das Magazin 20 besteht aus einem Mittelkanal 21, der in der Lage ist,
die Klammerstreifen aufzunehmen, zu führen und in eine Position zu schieben, aus der
eine einzelne Klammer G an dem Streifenende abgelöst werden kann.
[0019] Das Magazin 20 weist weiterhin auch Führungswände 22 mit Führungsstegen 23 auf. Die
Führungsstege 23 liegen über der Auslöseposition des Mittelkanals 21 und stehen im
wesentlichen senkrecht zu diesem. Die Führungsstege nehmen ein vertikal verschiebbares
Stoßmesser 24 auf, wobei das Stoßmesser bei der Abwärtsbewegung mit seiner Unterfläche
54 die sich in Auslöseposition befindliche Klammer G vom Klammerstreifen trennt, sie
in das zu heftende Material treibt und solange auf die Klammer G drückt, bis deren
Enden dauerhaft durch die Matrize 12 der Grundplatte 10 verformt sind.
[0020] Oberhalb des Magazins 20 befindet sich ein Oberteil 30, das zur Übertragung der vom
Benutzer aufgewendeten Kraft auf das Magazin 20 und das Stoßmesser 24 dient. Zwischen
der Grundplatte 10 und dem Magazin 20 ist eine Feder 14 vorgesehen, um das Magazin
nach Abschluß eines Heftvorgangs zurückzuziehen. Andererseits ist zwischen dem Magazin
20 und dem Oberteil 30 eine Rückholfeder 25 für das Oberteil 30 angeordnet, die im
Ausführungsbeispiel um eine Achse 26 gewickelt ist.
[0021] Der Hefter ist gemäß der Erfindung mit einem Auslösemechanismus, bestehend aus einer
mit Stiften 41; 42 am Oberteil 30 befestigten Feder 40, ausgestattet. Das hintere
Ende der Feder 40 wird durch eine im Magazin 20 vorhandene Arretierung 43 und durch
den Stift 41 gehalten. Das vordere Ende der Feder 40 ist in einer im Stoßmesser 24
vorgesehenen Öffnung 44 am Stoßmesser 24 gelagert.
[0022] Gemäß der Erfindung ist weiterhin eine Vorrichtung zur zeitweisen Arretierung des
Stoßmessers 24 in der in Fig. 3 dargestellten Position, in der sich die Unterfläche
54 des Stoßmessers 24 über der abzutrennenden Klammer G befindet, vorgesehen. In der
gezeigten Ausführung besteht diese Vorrichtung aus einer Sperrklinke 45, die durch
eine Achse an den vorderen Führungswänden 22 des Magazins 20 mit einem Scharnier befestigt
ist. Auf der Achse 46 befindet sich eine Torsionsfeder 47, die mit einem Ende gegen
das Magazin 20 und mit dem anderen Ende gegen die Sperrklinke 45 wirkt, so daß die
Torsionsfeder 47 die Sperrklinke 45 entgegen dem Uhrzeigersinn dreht und die Sperrklinke
somit mit dem Stoßmesser 24 zusammenwirken kann. Die Sperrklinke 45 ist mit zwei Vorsprüngen
48; 49 versehen, die in im Stoßmesser vorgesehene Öffnungen 50; 51 passen. Wenn sich
die Vorsprünge 48; 49 in den jeweiligen Öffnungen 50; 51 befinden, arretieren sie
das Stoßmesser 24 ungeachtet des Spannungsgrades der Feder 40 in seiner oberen Position
über der Klammer G.
[0023] Das Oberteil 30 ist mit einer Nase 52 versehen, die auf das obere freie Ende 53 der
Sperrklinke 45 Druck ausübt, wenn das Oberteil abwärts bewegt wird.
[0024] Die Funktion des anhand der Fig. 3 oben beschriebenen Arretier- und Auslösemechanismus
wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Fig. 5-A bis 5-F, in denen ein vollständiger
Heftvorgang in den verschiedenen Arbeitsstufen dargestellt ist, beschrieben.
[0025] In Fig. 5-A befindet sich das Heftgerät in Ruhestellung. Die Feder 40 ist nicht gespannt.
Die Vorsprünge 48; 49 der Sperrklinke 45, die durch die Torsionsfeder 47 gespannt
wird, befinden sich in den Öffnungen 50; 51 des Stoßmessers 24, so daß das Stoßmesser
über der Klammer G gehalten wird. Die Nase 52 des Oberteils 30 berührt das freie Ende
53 der Sperrklinke 45 nicht.
[0026] In Fig. 5-B wurde der Heftvorgang durch Druck auf das vordere Ende des Oberteils
30 eingeleitet. Mit der Rückholfeder 25 drückt das Oberteil 30 das hier nicht dargestellte
Magazin 20 bis auf das zu heftende Material nach unten.
[0027] Der weiterhin auf das Oberteil ausgeübte Druck hat gemäß Fig. 5-C und Fig. 5-D zur
Folge, daß einerseits die Feder 40 gespannt wird und andererseits die Sperrklinke
45 durch die Nase 52 über ihre Achse gegen die Torsionsfeder 47 gedreht wird, so daß
nun die Vorsprünge 48; 49 aus den jeweiligen Öffnungen 50; 51 des Stoßmessers 24 nach
und nach herausgezogen werden.
[0028] Wenn die Vorsprünge 48; 49 sich völlig außerhalb der Öffnungen 50; 51 befinden, ist
das Stoßmesser nicht mehr arretiert, so daß die Feder 40 unter Entspannung das Stoßmesser
ruckartig gegen die Klammer G stößt (Fig. 5-E). Größenmäßig sind die einzelnen Teile
so ausgelegt, daß die in der gespannten Feder angesammelte Energie ausreicht, die
Klammer in das zu heftende Material eindringen zu lassen und es zu durchstoßen. Dabei
werden die Enden der Klammer G auf der Rückseite des Heftmaterials mit Hilfe der Matrize
12 umgebogen.
[0029] Schließlich beendet der Benutzer des Hefters den Druck auf das Oberteil 30, so daß
die Rückholfeder 25 das Oberteil 30 wieder in seine Ausgangsposition bezüglich des
Magazins 20 zurückführt (Fig. 5-F). Die Vorsprünge 48; 49 an der Sperrklinke 45 rasten
wieder in die Öffnungen 50; 51 des Stoßmessers ein und arretieren es in einer Lage
oberhalb der neuen Klammer G. Andererseits nimmt das Magazin 20 unter der Wirkung
der Feder 14 wieder seine Ausgangsstellung entsprechend Fig. 3 und Fig. 5-A ein, so
daß das Gerät für einen neuen Heftvorgang bereit ist.
[0030] Das Stoßmesser 24 wird durch die Sperrklinke 45 bezüglich der loszutrennenden Klammer
G in einer im wesentlichen festen Position gehalten. Diese Lage behält sie vom Ende
des Heftvorgangs (Fig. 5-A) bis zur Auslösung des nächsten Heftvorgangs (Fig. 5-D;
Fig. 5-E) bei. In dieser im wesentlichen statischen Arretierungsposition verharrt
die Unterfläche 54 des Stoßmessers 24 oberhalb der Klammer G. Die Bezeichnung "im
wesentlichen statisch" schließt dabei die Möglichkeit kleiner Lageveränderungen des
Stoßmessers 24, die durch Abweichungen und Bewegungen der anderen Teile des Heftgerätes
hervorgerufen werden , nicht aus. Das gilt insbesondere für die Bewegung der Vorsprünge
48; 49, wenn sie in die entsprechenden Öffnungen 50; 51 eindringen oder aus ihnen
herausgezogen werden.
[0031] Die bei der Betätigung des Hefters aufzuwendende Kraft beschränkt sich in der Praxis
auf das Spannen der Torsionsfeder 40, wobei die für die Bewegung der Rückholfeder
erforderliche Kraft vernachlässigt werden kann. Der vom Benutzer aufzuwendende Kraftaufwand
ist völlig unabhängig von den Mermalen der Klammer, z. B. der erforderlichen Kraft
zum Ablösen der Klammern vom Klammerstreifen oder zur Verformung der Klammerenden.
[0032] Bei Heftgutstärken, für die die Stärke der Feder 40 nicht ausgelegt ist, wird nach
Einleitung des Heftvorgangs nunmehr manuell nachgeheftet, so daß das Heftgerät - trotz
Verwendung einer Feder 40 mit geringer Federkraft - verschiedensten Anwendungsbedingungen
gerecht wird. Hierzu ragt das Stoßmesser 24 in der Nullstellung über die oberen Stirnseiten
der Führungswände 22 und Führungsstege 23 hinaus, und zwar notwendigerweise um einen
Betrag, der mindestens dem Stoßmesserhub entspricht.
[0033] In Fig. 2 ist der für die Bewegung des Oberteils 30 erforderliche Kraftauswand graphisch
dargestellt, wobei zu bemerken ist, daß die aufzuwendende Kraft im Gegensatz zu ohne
Federkraft für den Eintreibvorgang arbeitenden Heftern (vgl. Fig. 1) annähernd gleichbleibend
ist, d.h. der impulsartige Kraftverlauf herkömmlicher Geräte oder Kraftspitzen sind
nicht zu verzeichnen. Die graphische Darstellung gemäß Fig. 2 ist im Gegensatz zu
Fig. 1 nicht repräsentativ für auf die Klammern wirkende Kräfte.
[0034] Bei dem Hefter gemäß dem Ausführungsbeispiel nimmt das Magazin 20 die Klammerstreifen
in einer Gleitschiene auf, die sich am oberen Teil des Gerätes befindet. Die Erfindung
kann jedoch unabhängig von der Form der Beschickung auch bei anderen Heftern herkömmlicher
Art angewendet werden, zum Beispiel bei Heftern, deren Klammerstreifen in eine feste,
d.h. nicht ausziehbare Zuführschiene im unteren Teil des Magazins eingelegt wurden,
nachdem deren oberer Teil vom unteren Teil gelöst wurde.
Aufstellung der Bezugszeichen:
[0035]
- 10
- Grundplatte
- 11
- Seitenteil
- 12
- Matrize
- 13
- Achse
- 14
- Feder
- 20
- Magazin
- 21
- Mittelkanal
- 22
- Führungswand
- 23
- Führungssteg
- 24
- Stoßmesser
- 25
- Rückholfeder
- 26
- Achse
- 30
- Oberteil
- 40
- Feder
- 41
- Stift
- 42
- Stift
- 43
- Arretierung
- 44
- Öffnung
- 45
- Sperrklinke
- 46
- Achse
- 47
- Torsionsfeder
- 48
- Vorsprung
- 49
- Vorsprung
- 50
- Öffnung
- 51
- Öffnung
- 52
- Nase
- 53
- freies Ende der Sperrklinke
- 54
- Unterfläche
- G
- Klammer
1. Handbetriebenes Heftgerät, insbesondere zum Heften Kleiner Papierstapel oder ähnlicher
Objekte aus Papier, bestehend aus einer Grundplatte (10) mit auf dieser angeordneter
Matrize (12), einem am gegenüberliegenden Ende in Seitenteilen (11) schwenkbar gelargerten
Magazin (20), das durch einen Mittelkanal (21) zur Aufnahme und Führung des Klammerstreifens
gebildet ist, im wesentlichen senkrechet zum Mittelkanal (21) stehenden Führungswänden
(22) und Führungsstegen (23) zur Aufnahme eines mit einer Feder (40) verbundenen Stoßmessers
(24) zum Lösen und Eintreiben der Klammer (G), einem als Betätigungsarm wirkenden
Oberteil (30) sowie einer zum Spannen und Ausklinken des Stoßmessers (24) dienenden
Sperrklinke (45), die in Öffnungen (50, 51) des Stoßmessers (24) eingreift, dadurch
gekennzeichnet, daß der Raum zwischen den Führungswänden (22) nach oben offen ist
und das Stoßmesser (24) in der Ausgangsstellung über deren Stirnseiten hinausragt
und nach Auslösung des Heftvorgangs durch die Feder (40) und unvollständigem Heftvorgang
eine Wirkverbindung zwischen der oberen Stirnseite des Stoßmessers (24) und dme Oberteil
(30) zum Nachheften herstellbar ist, wobei die Feder (40) in dem zwischen der Anbindung
am Stoßmesser (24) und am Magazin (20) liegenden Bereich im Oberteil (30) abgestütz
ist und zur Rückstellung des Stoßmessers (24) über das Oberteil (30) eine Rückholfeder
(25) zwischen Magazin (20) und Oberteil (30) vorgesehen ist und die Sperrklinie (45)
bei gleichbleibender Stoßmesserstellung während des Spannvorgangs am Stoßmesser (24)
gehalten ist und zur Auslösung des Heftvorgangs seitlich verschwankbar angeordnet
ist.
2. Handbetriebenes Heftgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke
(45) mit einer mit seitlichen, in die Öffnungen (50, 51) des Stoßmessers (24) engreifenden
Vorsprüngen (48, 49) versehenen Längsseite parallel zum Stoßmesser (24) verläuft und
entgegen der Winkung einer Torsionsfeder (47) um eine Achse (46) verschwenkbar ist.
3. Handbetriebenes Heftgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (46)
zur Lagerung der Sperrklinke (45) im unteren Bereich zwischen den Führungswänden (22)
nahe den Führungsschienen (23) angeordnet ist.
4. Handbetriebenes Heftgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (40)
als Schenkelspiralfeder ausgebildet ist, deren Federspirale an Stiften (41, 42) am
Oberteil (30) gehalten ist.
5. Handbetriebenes Heftgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß des Oberteil (30) in Höhe des freien Endes (53) des Sperrklinke (45) eine Nase
(52) zum Verschwenken der Sperrklinke (45) in die Entriegelungsposition aufweist.
1. Manually operated stapling device, in particular for the stapling of small stacks
of paper or similar objects of paper, consisting of a base plate (10) with a matrix
(12) arranged thereon, a magazine (20), which is borne to be pivotable in side parts
(11) at the opposite end and formed by a central channel (21) for the reception and
guidance of the strip of staples, guide walls (22) and guide webs (23) standing substantially
perpendicularly to the central channel (21) for the reception of a pusher blade (24),
which is connected with a spring (40), for the detaching and driving-in of the staple
(G), an upper part (30) acting as actuating arm as well as a locking pawl (45), which
serves for the tightening and disengaging of the pusher blade (24) and engages into
openings (50, 51) of the pusher blade (24), characterised thereby, that the space
between the guide walls (22) is open upwardly and the pusher blade (24) in the initial
setting projects beyond their end faces and an operative connection between the upper
end face of the pusher blade (24) and the upper part (30) for final stapling is producible
after initiation of the stapling operation by the spring (40) and an incomplete stapling
operation, wherein the spring (40) is supported in the upper part (30) in the region
lying between the tie to the pusher blade (24) and to the magazine (20) and a return
spring (25) is provided between the magazine (20) and the upper part (30) for the
resetting of the pusher blade (24) over the upper part (30) and the locking pawl (45)
is held against the pusher blade (24) during the tightening operation with constant
pusher blade setting and arranged to be pivotable laterally for initiation of the
stapling operation.
2. Manually operated stapling device according to claim 1, characterised thereby, that
the locking pawl (45) extends parallelly to the pusher blade (24) by a longitudinal
side, which is provided with projections (48, 49) engaging into the openings (50,
51) of the pusher blade (24) and is pivotable about an axle (46) against the effect
of a torsion spring (46).
3. Manually operated stapling device according to claim 2, characterised thereby, that
the axle (46) for the bearing of the locking pawl (45) is arranged near to the guide
rails (23) in the lower region between the guide walls (22).
4. Manually operated stapling device according to claim 1, characterised thereby, that
the spring (40) is constructed as helical lever spring, the spring helix of which
is retained at pins (41, 42) at the upper part (30).
5. Manually operated stapling device according to one of the preceding claims, characterised
thereby, that the upper part (30) at the height of the free end (53) of the locking
pawl (45) displays a lug (52) for the pivotation of the locking pawl (45) into the
unlocking position.
1. Agrafeuse manuelle, pour agrafer notamment de petites piles de papier ou objects analogues
en papier, comportant une embase (10) portant une matrice (12) et à l'extrémité opposée
des ailes latérales (11) à l'intérieur desquelles peut basculer un magasin (20) équipé
d'un canal central (21) recevant et guidant la bande d'agrafes des parois (22) et
des nervures (23) de guidage sensiblement perpendiculaires à ce canal recevant une
lame de poussée (24) reliée à un ressort (40) et servant à séparer et à pousser l'agrafe
(G), un capot supérieur (30) servant de bras de manoeuvre, un cliquet d'arrêt, en
prise avec des ouvertures (50, 51) de la lame (24) et servant à la mettre sous tension
et à la déclencher, caractérisée en ce que l'espace entre les parois de guidage (22)
est ouvert vers le haut, la lame de poussée (24) en position initiale dépasse le sommet
de ces parois, une coopération peut s'établir entre la face supérieure de la lame
(24) et la partie supérieure (30) pour terminer l'agrafage, démarré par le ressort
(40) mais non achevé, le ressort (40) s'appuyant sur le capot supérieur dans la zone
située entre ses liaisons avec la lame (24) et le magasin (20), tandis qu'un ressort
de rappel (25) est prévu entre le magasin (20) et le capot supérieur (30) pour ramener
la lame (24) par l'intermédiaire du capot supérieur (30), le cliquet d'arrêt (45)
étant retenu par la lame (24) lorsque celle-ci est fixe pendant la phase de mise en
tension pour basculer ensuite afin de déclencher le processus d'agrafage.
2. Agrafeuse manuelle selon la revendication 1, caractérisée en ce que le cliquet d'arrêt
(45) d'une part présente une paroi parallèle à la lame (24) et munie de bossages engrenant
avec des ouvertures (50, 51) de la lame, d'autre part peut basculer autour d'un axe
(46) contre l'action d'un ressort de torsion (47).
3. Agrafeuse manuelle selon la revendication 2, caractérisée en ce que l'axe (46) portant
le cliquet d'arrêt (45) est placé à la partie inférieure de l'espace compris entre
les parois de guidage (22), près des nervures de guidage (23).
4. Agrafeuse manuelle selon la revendication 1, caractérisée en ce que le ressort (40)
est un ressort hélicoïdal à deux branches, dont le corps en hélice est maintenu par
des broches (41, 42) fixées au capot supérieur.
5. Agrafeuse manuelle selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce
que le capot supérieur (30) présente, au niveau de l'extrémité libre (53) du cliquet
d'arrêt (45), une dent (52) qui sert à faire basculer le cliquet (45) pour l'amener
en position de déverrouillage.