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EP 0 489 985 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.04.1996 Patentblatt 1996/14 |
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Anmeldetag: 10.12.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B41K 3/48 |
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Vorrichtung zum Bedrucken von Marken
Device for printing stamps, tickets or similar articles
Dispositif pour imprimer des timbres, des billets ou articles similaires
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.06.1992 Patentblatt 1992/25 |
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Patentinhaber: Klüssendorf Aktiengesellschaft |
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D-13599 Berlin (DE) |
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Erfinder: |
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- Krämer, Wilfried
W-1000 Berlin 19 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Pfenning, Meinig & Partner |
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Kurfürstendamm 170 D-10707 Berlin D-10707 Berlin (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
FR-A- 348 109 FR-A- 2 375 995 US-A- 2 176 690 US-A- 2 973 707
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FR-A- 849 600 NL-A- 6 806 264 US-A- 2 335 718
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bedrucken von Marken nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Aus der US-A-2 176 690 ist bereits eine Vorrichtung zum Bedrucken
von Marken bekannt, die von einem von einer Rolle abgezogenen Streifen abgeschnitten
werden. Diese Vorrichtung weist einen gemeinsamen Antrieb für den Vorschub des Streifens
und für die Betätigung einer Schneideinrichtung auf. Hierzu ist der Antrieb mit einer
bezüglich der Antriebsachse exzentrisch gelagerten, hin- und hergehenden Klinke, die
mit einer den Streifen mitnehmenden Walze für deren schrittweise Drehung in Eingriff
ist, sowie weiterhin mit einem nockengesteuerten Hebel, der mit einem bewegbaren Messer
der Schneideinrichtung verbunden ist, versehen. Die hin- und hergehende Klinke ist
an einem schwenkbaren Hebel angelenkt, der durch eine drehbar angetriebene Scheibe
betätigt wird. Dieser Antrieb ist daher relativ aufwendig und störanfällig. Auch kann
nicht ausgeschlossen werden, daß, wenn der Vorschub des Streifens möglichst schnell
durchgeführt wird, ruckartige Bewegungen auftreten, die zu plötzlichen Zugspannungsänderungen
in dem Streifen führen. Hierzu ist die Gefahr des Reißens des Streifens sehr groß,
insbesondere wenn dieser Transportlöcher aufweist.
[0002] Vorrichtungen zum Bedrucken von Marken besitzen zumeist Druckwerke mit einstellbaren
Typenrädern. Die Einstellung dieser Typenräder erfolgt im allgemeinen durch Klinkenantriebe,
die die Typenräder schrittweise solange drehen, bis diese die gewünschte Stellung
erreicht haben. Dieser Einstellvorgang ist jedoch langwierig und erfordert einen aufwendigen
Eintellmechanismus.
[0003] Weiterhin arbeiten diese Druckwerke üblicherweise mit einem zwischen zwei Spulen
reversierbar angetriebenen Farbband. Die Ausbildung des umkehrbaren Antriebs und dessen
Umschaltung bei Erreichen eines Bandendes sind jedoch relativ kompliziert.
[0004] Ausgehend von der US-A- 2 176 690 ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Vorrichtung zum Bedrucken von Marken zu schaffen, die einfach und wenig störanfällig
ist und bei der die Streifen trotz schneller Vorschubbewegungen ruckfrei transportiert
werden, so daß die Gefahr eines Reißens weitgehend unterbunden ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 angegebenen Merkmale. Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0006] Gemäß der Erfindung ist eine drehbar angetriebene, bei dem Vorschub eine Drehung
von 180° ausführende Scheibe vorgesehen, auf der die Klinke exzentrisch befestigt
ist und die einen Nocken für die Steuerung des Hebels trägt. Das Druckwerk weist vorzugsweise
verstellbare Typenräder auf, die zweckmäßig von einer gemeinsamen Welle über Reibkupplungen
drehbar sind, und es ist für jedes Typenrad eine eigenständig steuerbare Klinke vorgesehen
zur Arretierung des Typenrades in einer vorgegebenen Stellung. Weiterhin ist das Druckwerk
vorteilhaft mit einem auf zwei Spülenkörper aufgewickelten Farbband versehen, und
es ist zweckmäßig, ein vom Wickelzustand des Farbbandes gesteuerter Schalter vorgesehen
für die Bestimmung der Drehrichtung des die Spulenkörper drehenden Antriebs. Zur Umschaltung
des Antriebs kann ein in einem Langloch verschiebbar gelagertes, mit dem Antrieb verbundenes
Zahnrad vorgesehen sein, das abhängig von der Drehrichtung des Antriebs mit dem einen
oder dem anderen der beiden Spulenkörper in Eingriff bringbar ist.
[0007] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- die schematische Darstellung der Gesamtvorrichtung in der Seitenansicht ohne das umgebende
Gehäuse,
- Fig. 2
- die den Transport des Streifens bewirkende Walze,
- Fig. 3
- die Einstellvorrichtung für das Druckwerk, und
- Fig. 4
- die Antriebs- und Umschaltvorrichtung für das Farbband.
[0008] Von einer aus einem aufgewickelten Papierstreifen bestehenden Vordruckrolle 1 wird
der Streifen 2 schrittweise abgezogen; das vorgeschobene freie Ende des Streifens
2 wird dann bedruckt und abgeschnitten. Die Länge der abgeschnittenen Marke entspricht
dem jeweiligen Vorschub des Streifens. Die Marke kann als Briefmarke, Fahrkarte oder
anderweitige Wertmarke verwendet werden.
[0009] Über Führungsrollen 3 und 4 gelangt der Streifen 2 zu einer Stiftenwalze 5, die in
Fig. 2 näher dargestellt ist. Der Streifen 2 enthält Transportlöcher 6 und die Stiftenwalze
5 besitzt aus ihrer zylindrischen Umfangsfläche heraustretende Stifte 7, die in die
Transportlöcher 6 eingreifen. Bei einer Drehung der Stiftenwalze 5 wird daher der
Streifen 2 um ein entsprechendes Stück vorwärtsbewegt und von der Vordruckrolle 1
abgezogen. In Fig. 2 sind rechts und links von der Stiftenwalze 5 unterschiedliche
Streifen 2 gezeigt. Auf der jeweils zugewandten Seite ist dargestellt, wie die Stiftenwalze
5 ausgebildet ist, wenn entweder der rechte oder der linke Streifen 2 verwendet wird.
[0010] Die Stiftenwalze 5 ist auf Lagern 8 drehbar auf einer feststehenden Welle 9 angeordnet.
Die Welle 9 ist in einer Wand 10 verankert. Mittels einer in die Welle 9 eingeschraubten
Schraube 11 wird die Stiftenwalze 5 über eine Druckscheibe 12, eine Druckfeder 13
und eine Anlaufscheibe 14 federnd gegen eine an der Wand 10 anliegende Bremsscheibe
15 gedrückt. Die Stiftenwalze 5 ist somit nur unter Überwindung eines einstellbaren
Drehmomentes auf der Welle 9 verdrehbar.
[0011] Die Stiftenwalze 5 trägt auf einer Stirnseite im gleichen radialen Abstand von der
Drehachse mehrere in gleichem Abstand voneinander angeordnete Stifte 16, die mit einer
Klinke 17 in Eingriff gebracht werden können. Die Klinke 17 ist an einem Ende exzentrisch
und drehbar an einer Scheibe 18 befestigt; ihr anderes Ende liegt frei auf einem der
Stifte 16. Die Scheibe 18 wird von einem Motor 19 in Pfeilrichtung gedreht. Die Scheibe
18 ist in der dargestellten Lage umd 180
o gegenüber der Ausgangsstellung gedreht, in der die Vorrichtung einen extern ausgelösten
Befehl für die Ausgabe einer bedruckten Marke erwartet. Wenn dieser Befehl gegeben
wird, wird die Scheibe 18 aus ihrer Ausgangsstellung, in der der Lager- bzw. Drehpunkt
der Klinke 17 der Stiftenwalze 5 am nächsten ist, in Pfeilrichtung gedreht, wobei
die Klinke 17, die wie in Fig. 1 gezeigt hinter einem Stift 16 eingerastet ist, das
Stiftenrad 5 mitnimmt und dabei den Streifen 2 entsprechend vorzieht. Bei einer Drehung
der Scheibe 18 um 180° wird das Stiftenrad 5 um eine Teilung der Stifte 16 mitgenommen.
Bei der weiteren Drehung der Scheibe 18 aus der dargestellten Lage zurück in die Ausgangsstellung
wird der Eingriff zwischen der Klinke 17 und dem einen Stift 16 aufgehoben und die
abgeschrägte Vorderkante der Klinke 17 gleitet über den nachfolgenden Stift 16, bis
die am Ende dieser Vorderkante befindliche Nase bei Erreichen der Ausgangsstellung
über diesen Stift 16 rutscht und die Klinke 17 hinter diesen greift, so daß, wenn
die Scheibe 18 zum Zwecke eines erneuten Vorschubs des Streifens 2 wieder aus der
Ausgangsstellung herausgedreht wird, die Stiftenwalze 5 wieder um eine Teilung der
Stifte 16 weiterbewegt wird.
[0012] Der beschriebene Klinkenantrieb hat den Vorteil, daß die Bewegung der Stiftenwalze
5 nicht ruckartig einsetzt, sondern entsprechend dem Verlauf einer Sinuskurve bis
zum Erreichen einer Maximalgeschwindigkeit stetig zunimmt und dann stetig wieder abnimmt.
Obwohl auf diese Weise eine insgesamt hohe Transportgeschwindigkeit für den Streifen
2 erreicht wird, ist diese Bewegung völlig ruckfrei, so daß keine so hohen Zugspannungen
im Streifen 2 auftreten, daß die Gefahr eines Reißen besteht.
[0013] Von der Stiftenwalze 5 gelangt der Streifen 2 zwischen zwei Führungsblechen 20 und
21 sowie zwei Schneidmessern 22 und 23 hindurch zum Druckwerk, das im wesentlichen
aus einstellbaren Typenrädern 24, einem Druckhammer 25 und einem in Fig. 1 nicht gezeigten
Farbband besteht. In der Darstellung nach Fig. 1 schlägt der Druckhammer 25 gerade
gegen die Typenräder 24, so daß der dazwischenliegende vordere Abschnitt des Streifens
2 mit Hilfe des Farbbandes bedruckt wird. Fig. 1 zeigt somit die Vorrichtung in der
Druckposition. Der Druckhammer 25 wird von einem Druckmagneten 26 über eine angelenkte
Zugstange 27 betätigt. Die Ruhestellung des Druckhammers 25 ist in strichlierter Darstellung
angedeutet.
[0014] Zur Einstellung der einzelnen Typenräder 24 dienen ein Motor 28, dessen Ausgangswelle
über Zahnräder 29 und 30 mit einer Welle 31 verbunden ist, sowie für jedes Typenrad
24 je ein Klinkenmagnet 32 mit einer von diesem betätigbaren Klinke 33. In Fig. 3
ist der Einstellmechanismus näher dargestellt. Jedes Typenrad 24 ist an seinem Umfang
mit einer der Anzahl der Drucktypen entsprechenden Anzahl von Einkerbungen versehen.
In eine dieser Einkerbungen kann die Klinke 33 einrasten, so daß das Typenrad 24 mit
der zugeordneten Drucktype in Druckstellung arretiert ist. Die Klinke 33 ist um eine
Achse 34 schwenkbar und wird durch eine Feder 35 gegen das Typenrad 24 gezogen. Durch
Erregung des Klinkenmagneten 32 kann die Klinke 33 gegen die Kraft der Feder 35 außer
Eingriff mit dem Typenrad 24 gebracht werden. An jedem Typenrad 24 sind Magnete 36
in vorgegebener Anordnung befestigt und jedes Typenrad 24 ist von mehreren feststehenden,
mit den Magneten 36 zusammenwirkenden Hallelementen 37 umgeben. Aus den Ausgangssignalen
der Hallelemente 37 kann jederzeit die augenblickliche Stellung der Typenräder 24
ermittelt werden.
[0015] Die Welle 31 enthält eine Nut, in die jeweils der nach innen gerichtete Zapfen mehrerer
auf der Welle 31 gelagerter Kupplungsscheiben 38 eingreift, so daß diese drehfest
mit der Welle 31 verbunden sind. Die Kupplungsscheiben 38 werden durch Tellerfedern
39 gegen die Seitenflächen der Typenräder 24 gedrückt, so daß ein Reibungsschluß entsteht.
[0016] Zu Beginn eines Einstellvorganges werden die Klinkenmagnete 32 erregt, so daß die
Klinken 33 die zugeordneten Typenräder 24 freigeben, und die Welle 31 wird durch den
Motor 28 gedreht. Die einzelnen Typenräder 24 werden über die Kupplungsscheiben 38
mitgenommen. Die Hallelemente 37 erfassen den jeweiligen Stand der Typenräder 24,
und wenn ein Typenrad die vorgesehene Druckstellung erreicht hat, wird der zugehörige
Klinkenmagnet 32 entregt, so daß die entsprechende Klinke 33 in das Typenrad 24 eingreift
und dieses arretiert. Die sich weiter drehenden Kupplungsscheiben 38 rutschen dann
an den Seitenflächen der arretierten Typenräder 24 entlang. Auf diese Weise kann jedes
Typenrad 24 individuell in die gewünschte Druckstellung gebracht werden. Wenn der
Einstellvorgang beendet ist, wird der Motor 28 wieder stillgesetzt.
[0017] Das zum Drucken verwendete Farbband 40 (Fig. 4) ist auf zwei Spulenkörpern 41 und
42 aufgewickelt und wird zwischen diesen durch das Druckwerk geführt. Dabei wird es
im Betrieb auf den einen Spulenkörper aufgewickelt und von dem anderen Spulenkörper
abgewickelt. Nach vollständiger Abwicklung von diesem wird die Transportrichtung umgekehrt,
so daß der leere Spulenkörper nun zum Aufwickeln und der andere Spulenkörper zum Abwickeln
dient. Fig. 4 zeigt die Antriebs- und Umschaltvorrichtung für die Spulenkörper. Ein
in der Drehrichtung umkehrbarer Motor 43 treibt über seine Ausgangswelle 44 ein Zahnrad
45. Dieses steht mit einem in einem Langloch 46 gelagerten Zahnrad 47 in ständigem
Eingriff. Die Position des Zahnrades 47 wird durch die Drehrichtung des Zahnrades
45 bestimmt. Dreht sich dieses im Uhrzeigersinn, dann bewegt sich die Achse des Zahnrades
47 im Langloch 46 nach rechts und das Zahnrad 47 gelangt mit einem Zahnrad 48 des
Spulenkörpers 42 in Eingriff. Dreht sich das Zahnrad 45 entgegen dem Uhrzeigersinn,
dann bewegt sich die Achse des Zahnrades 47 im Langloch 46 nach links und das Zahnrad
47 gelangt mit einem Zahnrad 49 des Spulenkörpers 41 in Eingriff. Durch die Drehrichtung
des Motors 43 kann somit bestimmt werden, welcher der beiden Spulenkörper 41 oder
42 angetrieben wird, wobei der Antrieb stets in Aufwickelrichtung erfolgt. Das Abwickeln
vom jeweils anderen Spulenkörper wird durch die beim Aufwickeln erzeugte Zugspannung
im Farbband bewirkt, wobei die Abwicklung durch eine Friktionskupplung gebremst wird,
damit das Farbband 40 stets gespannt ist.
[0018] Das Farbband 40 wird an zwei Schaltrollen 50 und 51 vorbeigeführt, die auf je einem
Schalthebel 52 bzw. 52a fest angeordnet sind. Durch diese wird ein Schalter 53 betätigt,
dessen Schaltzustand wiederum die Drehrichtung des Motors 43 bestimmt.
[0019] Wird beispielsweise das Farbband 40 auf den Spulenkörper 41 aufgewickelt und vom
Spulenkörper 42 abgewickelt, dann befinden sich die Schalthebel 52 und 52a in ihrer
rechten Stellung. Das Farbband 40 drückt von links gegen die Schaltrolle 51, so daß
der Schalthebel 52a in dieser Stellung gehalten wird. Erst wenn das Farbband 40 fast
vollständig auf den Spulenkörper 41 aufgewickelt ist, wird der Durchmesser der so
gebildeten Spule so groß, daß das Farbband 40 die Schaltrolle 51 nicht mehr berührt
und sogar in einem solchen Abstand an dieser vorbeiläuft, daß der Schalthebel 52a
für eine Bewegung in seine linke Stellung freigegeben ist. Diese Bewegung wird durch
das Farbband 40 überdie Schaltrolle 50 bewirkt; jedoch erst dann, wenn das Farbband
vollständig vom Spulenkörper 42 abgewickelt ist. Die Enden des Farbbandes 40 sind
am jeweiligen Spulenkörper 41 bzw. 42 befestigt, so daß bei vollständiger Abwickelung
die Farbbandbewegung plötzlich angehalten wird und im Farbband eine relativ große
Zugspannung auftritt, die ausreicht, um den Schalthebel 52 und über diesen auch der
Schalthebel 52a umzulegen. Der Schalter 53 wird betätigt und kehrt die Drehrichtung
des Motors 43 um, d.h. das Zahnrad 47 löst sich vom Zahnrad 49 und tritt mit dem Zahnrad
48 in Eingriff, so daß nun auf den Spulen körper 42 aufgewickelt und vom Spulenkörper
41 abgewickelt wird. Nach dem Durchlauf des gesamten Farbbandes 40 durch das Druckwerk
erfolgt dann wieder die Umschaltung des Antriebs in der vorbeschriebenen Weise.
[0020] Die Schneideinrichtung für die Abtrennung des bedruckten Abschnitts vom Streifen
2 besteht aus dem bewegbaren Schneidmesser 22 und dem feststehenden Schneidmesser
23. Das Schneidmesser 22 ist über eine Stange 54 mit einem um eine Achse 55 schwenkbar
gelagerten Hebel 56 verbunden. Eine Feder 57 schwenkt den Hebel 56 im Uhrzeigersinn,
so daß das Schneidmesser 22 über die Stange 54 zurückgezogen wird und den Weg für
den Streifen 2 freigibt. Die Scheibe 18 trägt einen stiftförmigen Nocken 58, der bei
Drehung der Scheibe 18 gegen das obere Ende des Hebels 56 stößt und diesen entgegen
dem Uhrzeigersinn schwenkt, so daß über die Stange 54 das Schneidmesser 22 vorgeschoben
wird und im Zusammenwirken mit dem Schneidmesser 23 den unteren Abschnitt vom Streifen
2 abtrennt. Der Nocken 58 ist so auf der Scheibe 18 angeordnet, daß das Schneidmesser
22 nach dem Druckvorgang in Aktion gesetzt wird, und in die dargestellte Ausgangslage
zurückgekehrt ist, wenn die Scheibe 18 die Ruhestellung wieder erreicht hat.
[0021] Die abgeschnittenen Marken fallen auf ein Stapelblech 59, das so ausgestaltet ist,
daß die von ihm herabrutschenden Marken sich zueinander ausgerichtet übereinanderlegen.
[0022] Eine Lichtschranke 60 stellt das Ende des Streifens 2 fest und löst eine geeignete
Signalvorrichtung aus; außerdem wird der Betriebsablauf unterbrochen.
[0023] In einem Gehäuse 61 befinden sich das Netzteil und die Steuereinrichtung für die
Gesamtvorrichtung; einzelne den Typenrädern 24 zugeordnete Steuerplatinen 62 enthalten
die Hallelemente 37 und die an diese angeschlossene Auswertelogik.
[0024] Die dargestellte Vorrichtung ist einfach und kompakt aufgebaut. Die einzelnen Funktionseinheiten
sind modulartig ausgebildet und lassen sich leicht auf einer Grundplatine montieren
und auch auswechseln.
1. Vorrichtung zum Bedrucken von Marken, die von einem von einer Rolle (1) abgezogenen
Streifen (2) abgeschnitten werden, mit einem einstellbaren Druckwerk und mit einem
gemeinsamen Antrieb für den ruckfreien Vorschub des Streifens (2) und für die Betätigung
einer Schneideeinrichtung (22,23), der eine erste, bezüglich der Antriebsachse exzentrisch
gelagerte, hin- und hergehende Klinke (17) aufweist, die mit einer den Streifen (2)
mitnehmenden Walze (5) für deren schrittweise Drehung in Eingriff ist, und der weiterhin
einen nockengesteuerten Hebel (56) aufweist, der mit einem bewegbaren Messer (22)
der Schneideinrichtung verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine drehbar angetriebene, bei jedem Vorschub eine Drehung von 180° ausführende
Scheibe (18) vorgesehen ist, auf der die erste Klinke (17) exzentrisch befestigt ist
und die einen Nocken (58) für die Steuerung des Hebels (56) trägt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Streifen (2) mitnehmende
Walze (5) an einer Stirnfläche Stifte (16) trägt, die mit der hin- und hergehenden
ersten Klinke (17) unter schrittweiser Drehung der Walze (5) nacheinander in Eingriff
bringbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (5) auf ihrer Umfangsfläche
Stifte (7) für die Mitnahme des gelochten Streifens (2) trägt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckwerk verstellbare
Typenräder (24) aufweist, die von einer gemeinsamen Welle (31) über Reibkupplungen
(38,39) drehbar sind, und daß für jedes Typenrad (24) eine zweite, eigenständig steuerbare
Klinke (33) vorgesehen ist zur Arretierung des Typenrades (24) in einer vorgegebenen
Stellung.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung der zweiten
Klinke (33) die Stellung des zugeordneten Typenrades (24) erfassende Hallsensoren
(37) vorgesehen sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibkupplungen mit der
Welle (31) drehfest verbundene Kupplungsscheiben (38) aufweisen, die federnd gegen
die zugeordneten Typenräder (24) gedrückt sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckwerk mit einem auf
zwei Spulenkörpern (41,42) aufgewickelten Farbband (40) versehen ist und daß ein vom
Wickelzustand des Farbbandes (40) gesteuerter Schalter (53) vorgesehen ist zur Bestimmung
der Drehrichtung des die Spulenkörper (41,42) drehenden Antriebs (43).
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein in einem Langloch (46)
verschiebbar gelagertes, mit dem Antrieb (43) verbundenes Zahnrad (47) vorgesehen
ist, das abhängig von der Drehrichtung des Antriebs (43) mit dem einen oder dem anderen
der beiden Spulenkörper (41,42) in Eingriff bringbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (53) durch das
auf dem einen Spulenkörper (41 bzw. 42) vollständig aufgewickelte Farbband (40) zur
Umschaltung freigebbar ist und daß die Umschaltung durch die im Farbband (40) erzeugte
Zugspannung bei vollständiger Abwicklung von dem anderen Spulenkörper (42 bzw. 41)
bewirkbar ist.
1. An apparatus for printing stamps which are cut off a strip (2) which has been pulled
of a roll (1), with an adjustable printing mechanism and a common drive for jerkfree
feeding of the strip (2) and for operation of a cutting device (22, 23) which comprises
a first pawl (17) which is mounted eccentrically relative to the drive axis and which
moves to and fro and which engages a roller (45) which picks up the strip (2) for
the purpose of stepped rotation and which also comprises a cam-controlled lever (56)
which is connected to a movable knife (22) of the cutting device, characterized in that a rotatably driven disc (18) is provided, which performs a 180° rotation with each
thrust and to which the first pawl (17) is eccentrically mounted and which supports
a cam (58) for controlling the lever (56).
2. An apparatus according to claim 1, characterized in that the roller (5) which picks up the strip (2) has pins (16) at an end surface which
are one after the other engageable with the first pawl (17) which moves to and fro
whilst rotating the roller (5) step by step.
3. An apparatus according to claim 1, characterized in that the roller (5) has pins (7) on its peripheral surface for picking up the perforated
strip (2).
4. An apparatus according to claim 1, characterized in that the printing mechanism comprises adjustable type wheels (24) which are rotatable
by way of a common shaft (31) via friction clutches (38, 39), and that for each type
wheel (24) is provided a second and individually controllable pawl (23) for arresting
the type wheel (24) in specified position.
5. An apparatus according to claim 4, characterized in that Hall sensors (37) which determine the position of the associated type wheel (24)
are provided for controlling the second pawl (33).
6. An apparatus according to claim 4, characterized in that the friction clutches have clutch plates (38), which are non-rotationally connected
to the shaft (31) and which are resiliently pressed against the associated type wheels
(24).
7. An apparatus according to claim 1, characterized in that the printing mechanism is provided with a printing ribbon (40), which is wound onto
two spools (41, 42), and that a switch (53), which is controlled by the winding state
of the printing ribbon (40), is provided for determining the rotary direction of the
drive (43) which rotates the spools (41, 42).
8. An apparatus according to claim 7, characterized in that a toothed wheel (47) is provided, which is displaceably mounted in an oblong hole
(46) and connected to the drive (43) and which is engageable in dependence of the
rotary direction of the drive (43) with one of the two spools (41, 42).
9. An apparatus according to claim 7, characterized in that the switch (53) is released by the printing ribbon which is fully wound onto one
spool (41 or 42) for a switch-over, and that the switch-over is effected by a tension
generated in the printing ribbon (40) when fully wound off the other coil (42 or 41).
1. Dispositif d'impression d'étiquettes découpées dans une bande (2) dévidée d'un rouleau
(1), comprenant un système d'impression réglable et comportant un entraînement commun
pour l'avance sans à-coups de la bande (2) et pour l'actionnement d'un dispositif
de coupe (22, 23), présentant un premier cliquet (17) mû en va-et-vient, logé de façon
excentrée par rapport à l'axe d'entraînement, coopérant avec un tambour (5) entraînant
la bande (2) de manière provoquer une rotation pas-à-pas du tambour, et comportant
en outre un levier (56) commandé par une came, qui est relié à un couteau mobile (22)
du dispositif de coupe, caractérisé en ce qu'un disque (18) entraîné en rotation est
prévu, qui effectue à chaque avance une rotation de 180°, sur lequel est fixé de façon
excentrée le premier cliquet (17), et qui porte une came (58) pour la commande du
levier (56).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tambour (5) entraînant
la bande (2) porte, à une face frontale de celui-ci, des picots (16) pouvant entrer
en engagement les uns après les autres avec le premier cliquet (17) mû en va-et-vient,
de manière à produire une rotation pas-à-pas du tambour (5).
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tambour (5) porte, à
sa surface d'enveloppe, des picots (7) destinés à assurer l'entraînement de la bande
perforée (2).
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'impression
comporte des roues d'impression réglables (24) pouvant être entraînées en rotation
par un arbre commun (31), via des accouplements à friction (38, 39), et en ce qu'un
deuxième cliquet (33) à commande indépendante est prévu pour chacune des roues d'impression
(24), afin d'arrêter la roue d'impression (24) dans une position prédéfinie.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que, pour assurer la commande
du deuxième cliquet (33), des capteurs à effet Hall (37) sont prévus, qui détectent
la position de la roue d'impression correspondante (24).
6. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que les accouplements à friction
comportent des disques d'accouplement (38) reliés à l'arbre (31) de façon solidaire
en rotation, qui sont mis en appui élastiquement sur les roues d'impression correspondantes
(24).
7. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'impression
est pourvu d'un ruban encreur (40) enroulé sur deux corps de bobines (41, 42), et
en ce qu'un commutateur (53) commandé par l'état de bobinage du ruban encreur (40)
est prévu pour déterminer le sens de rotation du système d'entraînement (43) mettant
en rotation les corps de bobines (41,42).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'un pignon baladeur (47)
logé de façon coulissante dans un trou oblong (46), relié au système d'entraînement
(43), est prévu, qui peut être amené en engrènement soit avec l'un, soit l'autre des
deux corps de bobines (41, 42) en fonction du sens de rotation de l'entraînement (43).
9. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'exécution de la commutation
par le commutateur (53) est autorisée par le ruban encreur (40) lorsqu'il est entièrement
enroulé sur l'un des corps de bobine (41 ou 42), et en ce que la commutation est provoquée
par la tension de traction créée dans le ruban encreur (40) lorsqu'il est entièrement
dévidé de l'autre corps de bobine (42 ou 41).