[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung einer Vollmantelzentrifuge,
wie Dekanter, bei dem von sich ändernden Kräften an der Schnecke Regelsignale gewonnen
und zur Nachstellung der Maschinenregelung herangezogen werden.
[0002] Vollmantelzentrifugen der hier infrage stehenden Art arbeiten beispielsweise als
Dekanter in Trennprozessen für Klärung, Entwässerung, Nassklassierung, Fest-Flüssig-Extraktion
u. dgl. Hierbei läuft in einer Aussentrommel mit geringem Spalt eine Schnecke gleichsinnig
um, die durch eine geringe Drehzahldifferenz als Förderelement für den abgesetzten
relativ trockenen Rückstand wirkt, wogegen die geklärte Flüssigkeit am Innenmantel
der Aussentrommel gegengerichtet abströmt.
[0003] Zur Beeinflussung der Trennresultate der Zentrifuge kann die Differenz- oder Schneckendrehzahl
oder die Wehrscheibenhöhe oder die Zulaufmenge geregelt werden.
[0004] Für eine solche Regelung ist bis heute das Schneckendrehmoment die wichtigste Führungsgrösse.
Ein Grund hierfür liegt in der relativen Einfachheit, sich diese Information zu verschaffen,
je nach Antriebssystem als elektrische oder hydrostatische Grösse. Zudem ist, bei
inkompressiblen, also nicht weiter verdichtbaren Feststoffen das Drehmoment eine Aussage
des Füllungsgrades der Maschine mit Feststoffen und deren Menge in der Trockenstrecke.
Bei kompressiblen Feststoffen ist das Drehmoment eine Aussage, die sich einerseits
aus dem Füllungsgrad und andererseits aus dem Verdichtungsgrad des Feststoffes und
seiner Scherrfestigkeit zusammensetzt. Eine solche Regelung ist in der FR-A-1431973
beschrieben.
[0005] In der Regel wird das Drehmoment der Schnecke als Führungsgrösse der Schneckendrehzahl
eingesetzt. Der Grund hierfür liegt einerseits darin, dass die Anordnung zur Gewinnung
des Drehmomentes als messbare Grösse meistens auch noch als Stellorgan der Regelung
benützt werden kann, andererseits, dass die Schneckendrehzahlregelung eine Regelung
ist, die die Flexibilität der Zentrifuge über ein breites Arbeitsfeld sichert bei
gleichzeitiger Optimierung der trenntechnischen Resultate.
[0006] In den Randbereichen des Drehmomentes, sei es bei extrem niedrigen Drehmomenten,
verursacht durch sehr fliessfähige Sedimente, oder auch bei extrem hohen Drehmomenten,
verursacht durch eine hohe Verdichtung, treten bei Regelungssystemen, die das Drehmoment
als Führungsgrösse haben, Schwierigkeiten auf, die das Arbeitsfeld drastisch einschränken
oder sogar zum gänzlichen Versagen der Regelung führen können. Bei Anwendungen, in
denen die Feststoffphase noch sehr grosse Fliesseigenschaften besitzt, ist das erfasste
Drehmoment derart niedrig, dass sein Betrag weit unterhalb des mittleren Pegels von
Störgrössen liegt, die durch Reibung von einzelnen, zufällig vorhandenen, grösseren
Partikeln hervorgerufen werden. Bei Anwendungen, wo der Verdichtungsgrad der Feststoffe
hoch wird, versagt die vom Drehmoment abhängige Regelung als System. In der Tat ist
eine solche Regelung ein Regelkreis, bei dem das Drehmoment sowohl Ausgangsgrösse
als auch Eingangsgrösse der Regelung ist, also ein Regelkreis mit "Feed-back", der
eindeutig zur Rückkoppelung neigt. Die Eigenfrequenz eines solchen Regelkreises, welcher
ins Schwingen gerät, hängt von der Zeitkonstante des Kreises ab. Bei einer vom Drehmoment
abhängigen Schneckendrehzahlregelung ist die Verdichtungszeit ausschlaggebend, bei
der vom Drehmoment abhängigen Zulaufregelung ist es die Sedimentations- und Verdichtungszeit.
Solange, dass die Sedimente in der Speicherzone der Maschine gute Fliesseigenschaften
besitzen, vermag diese Masse jede Störgrösse vom Zulauf her zu "verschlucken", d.h.
also, dass überall in dieser Masse die Konzentration, die Verdichtung und die Scherrfestigkeit
in zentrifugaler Richtung monoton ansteigt. Sinken aber die Fliesseigenschaften der
Sedimente, was bei zunehmender Verdichtung die Regel ist, so beginnt diese Masse ein
"Gedächtnis" für zulaufseitige Störgrössen zu entwickeln, und die Schwingungsneigung
des Regelkreises steigt. Eine Verkleinerung des Regelungsfaktors bzw. Verstärkerfaktors
des Regelkreises oder der Dämpfung der Führungsgrösse schränkt das Arbeitsfeld der
Regelung so sehr ein, dass letztere nicht mehr fähig ist, einen momentan grösseren
Feststoffanfall zu bewältigen, und sie verfehlt somit einen ihrer wichtigsten Zwecke.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist deshalb die Schaffung eines Verfahrens zur
Regelung einer Vollmantelzentrifuge der vorgenannten Art, welches gestattet, die vorgenannten
Probleme des Standes der Technik zu überwinden und unter allen möglichen Betriebsbedingungen
eine optimale Regelung zu bewerkstelligen.
[0008] Dies wird erfindungsgemäss zunächst dadurch erreicht, dass mindestens an der Schnecke
auftretende Axialkräfte oder Komponenten davon gemessen und zu Rückkopplungssignalen
für die Nachstellung umgeformt werden.
[0009] Eine bevorzugte Ausgestaltung des Verfahrens kann dann darin gesehen werden, dass
die Axialkräfte ortsweise oder sektionsweise und/oder an mehreren Stellen der Schnecke
gemessen werden, wobei dann die gemessenen Axialkräfte mindestens teilweise statisch
sind.
[0010] Es können aber auch die gemessenen Axialkräfte die Summe der statischen und der dynamischen
Axialkräfte sein.
[0011] Ferner kann das Verfahren so ausgestaltet sein, dass die dynamischen Axialkräfte
Führungsgrössen einer Regelung, insbesondere Schneckendrehzahlregelung sind und ferner,
dass für eine Schneckendrehzahlregelung oder eine drehmomentabhängige Regelung zusätzlich
das Drehmoment an der Schnecke zur Signalgewinnung herangezogen wird.
[0012] Ferner kann zusätzlich der Schneckendrehzahlregelung eine Trommeldrehzahlregelung
vorgenommen werden. Zudem kann durch Regelung insbesondere Schneckendrehzahlregelung
die statische axiale Schneckenlast konstant gehalten werden.
[0013] Weiter betrifft die vorliegende Erfindung eine Zentrifuge mit einer, in einer Aussentrommel
mit geringem Spalt gleichsinnig umlaufenden Schnecke mit zugehörigem Antriebssystem
zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens.
[0014] Diese Zentrifuge zeichnet sich dann erfindungsgemäss aus durch ortsweise oder sektorenweise
einfach oder mehrfach im Bereich der Schnecke angeordnete Kraftmessanordnungen zur
Erzeugung von Ausgangssignalen als ein Mass der an der Schnecke auftretenden Axialkräfte
oder Komponenten davon, welche Ausgangssignale zur Erzeugung von Regelsignalen für
den Antrieb an einer Wandler- und Verstärkerstufe anliegen.
[0015] Hierbei kann die Zentrifuge dann so ausgestaltet sein, dass die Kraftmessanordnungen
elektronische oder hydrostatische Sensoren resp. Axiallager mit Axialkraftsensoren
resp. Druckmesser an hydrostatischen Axiallagern umfassen.
[0016] Beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind nachfolgend anhand
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung, teilweise im Schnitt, eine zur Durchführung des erfindungsgemässen
Verfahrens geeignete Vollmantelzentrifuge;
- Fig. 2 und 3
- Veranschaulichungen der hier infrage stehenden Axialkräfte an der Schnecke der Zentrifuge
gemäss Fig. 1;
- Fig. 4 und 5
- schematisch angedeutete Mess-Stellen zur Gewinnung der Axialkräfte für die erfindungsgemässe
Regelung; und
- Fig. 6 und 7
- schematisch angedeutet der Aufbau der statischen resp. dynamischen Axialkräfte am
Schneckenwendel gemäss Fig. 2 und 3.
[0017] Der Dekanter gemäss Fig. 1 umfasst eine sich kegelförmig verjüngende Aussentrommel
1, in der mit geringem Spalt eine Schnecke 2 gleichsinnig umläuft. Vorzugsweise umfasst
dabei die Aussentrommel 1 einen ausgeprägten zylindrischen Teil zur Erhöhung der Verweilzeit,
wogegen der kegelige Teil den Rückstand weitgehend trocken schleudert.
[0018] Die Schnecke 2 wirkt hierbei durch eine geringe Drehzahldifferenz von beispielsweise
2 bis 70 U/Min. als Förderelement für den abgesetzten relativ trockenen Rückstand.
Beispielsweise kann die Aussentrommel mit 1410 U/Min. und die Schnecke mit 1370 U/Min.
umlaufen, welcher Antrieb über Antriebsmaschine 3 und Getriebe 4 erfolgt.
[0019] Die Suspension wird durch die Hohlwelle 5 der Schnecke 2 etwa der Mitte des Trommelraumes
6 zugeführt, wofür sich im Mantel der Hohlwelle 5 der Schnecke 2 radiale Oeffnungen
7 befinden.
[0020] Die geklärte Flüssigkeit fliesst unter Wirkung der zentrifugalen Trennung zum weiteren
Trommelraum und strömt dort über Ueberlaufkanten 9 auf der Höhe der Teichoberfläche
10 durch stirnseitige Oeffnungen 11 ab.
[0021] Die Schnecke 2 hingegen fördert den im Mittelteil der Aussentrommel 1 abgesetzten
Rückstand zum engen Kegelende und wirft diesen dort weitgehend trockengeschleudert
durch Oeffnungen 8 aus.
[0022] Zur Beeinflussung der Trennresultate der Zentrifuge wird die Differenz- oder Schneckendrehzahl
durch Ansteuern der Antriebsmaschine 3 und/oder Getriebe 4 geregelt.
[0023] Soweit sind Vollmantelzentrifugen der hier infrage stehenden Art bekannt.
[0024] Erfindungswesentlich ist hier, dass mindestens an der Schnecke auftretende Axialkräfte
oder Komponenten davon gemessen und zu Rückkopplungssignalen für mindestens eine Schneckendrehzahlregelung
umgeformt werden.
[0025] Solche Axialkräfte Fa resp. Komponenten können ortsweise (Fig. 2) oder sektorenweise
(Fig. 3) mittels Kraftmessanordnung 12 am Wendel 2' der Schnecke 2 gemessen werden,
wobei dann das Ausgangssignal 13 der Kraftmessanordnung 12 über eine Wandler- und
Verstärkerstufe 14 das Rückkopplungs- resp. Regelsignal 15 für die Antriebsmaschine
3 liefert, wie das in Fig. 4 schematisch angedeutet ist.
[0026] Wie Fig. 5 zeigt, können die angreifenden Axialkräfte Fa1, Fa2 auch an mehreren Stellen
der Schnecke 2 gemessen und die Messwerte über Kraftmessanordnungen 121,122 als Ausgangssignale
131,132 gewonnen werden.
[0027] Besonders interessant sind die Axialkräfte Fa am Schneckenwendel 2' im konischen
Teil der Zentrifuge (Fig. 4).
[0028] Fig. 6 zeigt die axialen Druckkräfte an einem Schneckenwendel 2' im konischen Teil
der Zentrifuge bei stillstehender Schnecke. Der Dichteunterschied zwischen Stirn-
und Rückseite der Schnecke erzeugt einen Druckunterschied, der nach steigender Konzentration
und nach steigendem Durchmesser wächst, wobei die resultierende Kraft Fa am Wendel
2' nochmals mit steigendem Durchmesser zunimmt. Somit kann gesagt werden, dass diese
Kraft weitgehend eine Funktion der Dichte der Zone ist, welche sich im Bereich des
grössten Durchmessers befindet. Diese axiale Kraft am Wendel ist die statische axiale
Kraft, und diese kann nur bei stillstehender Schnecke erfasst werden.
[0029] Solche statischen Axialkräfte können etwa als Bezugssignal für die Regelung herangezogen
werden.
[0030] Bei rotierender Schnecke treten dann auch Scherrungskräfte auf, die direkt proportional
zur Schneckendrehzahl sind. Fig. 7 zeigt, wie sich zum statischen Druck am Wendel
2' der dynamische Druck addiert, wenn der Wendel die Sedimente in Richtung D schiebt.
Dabei bildet sich frontseitig des Wendels ein Feststoffwulst, der umso grösser wird,
je dichter das Sediment und je schneller die Schneckendrehzahl ist, während der Feststoff
auf der Rückseite des Wendels ein Abhang bildet. Somit ändert die Scherrungsarbeit
auch den statischen Druck, wobei die Zunahme dieses statischen Druckes schneckendrehzahlabhängig
ist, und dabei in Grenzen dem dynamischen Druck zugerechnet werden darf.
[0031] Somit gibt die dynamische Axialkraft Aufschluss über die Verdichtung der Zone, die
sich im Bereich des örtlichen Mantelradius befindet, wobei bei laufender Schnecke
die ermittelte Axialkraft eine Addition der statischen Axialkraft und der dynamischen
Axialkraft bildet. Zur Ermittlung der dynamischen Axialkraft muss die statische Axialkraft
als Regelungsvorgabewert eingegeben werden, entweder als Erfahrungswert oder durch
periodisches Messen bei stillstehender Schnecke.
[0032] Für eine Schneckendrehzahlregelung wird dann die Schneckendrehzahl proportional zur
dynamischen Axialkraft an der Schnecke verstellt. Ein solches Regelungssystem erlaubt
einen Feststoffaustrag, der in der Trockenheit über einen weiten Bereich konstant
ist. Dabei kann allerdings diese Regelung genau den gleichen Instabilitätserscheinungen
unterworfen sein, welche auch bei der drehmomentabhängigen Regelung auftreten.
[0033] Bei einer dynamischen axialkraftabhängigen bzw. schneckendrehmomentabhängigen Regelung
wird hingegen im Arbeitspunkt die Schneckendrehzahl so verstellt, dass das Verhältnis
von dynamischer Axialkraft zum Drehmoment längerfristig konstant bleibt. Eine solche
Regelung zwingt die Zentrifuge auch bei variablen Feststofffrachten zu geometrisch
ähnlichen Feststoffverteilungen und verhindert somit Rückwirkungen in der Regelung.
Eine solche Regelung erlaubt also auch bei hoher Verdichtung der Sedimente einen stabilen
Lauf. Dabei kann man auch, um der Ermittlung der statischen Axialkraft an der Schnecke
aus dem Wege zu gehen, die Schneckendrehzahl so verstellen, dass der Differentialquotient
aus zeitlicher Aenderung der gesamten Axialkraft und zeitliche Aenderung des Drehmomentes
längerzeitig konstant bleibt.
[0034] Der Quotient aus dynamischer Axialkraft und Drehmoment ist bei gleichbleibender Trommeldrehzahl
und gleicher spezifischer Flockungsmittelbeimengung eine Feststoffkonstante und gibt
Aufschluss über deren Verdichtbarkeit bzw. "Schneckbarkeit".
[0035] Besteht ein variabler, freier Schneckenantrieb, kann zusätzlich der Schneckendrehzahlregelung
eine Trommeldrehzahlregelung vorgenommen werden. Dies erlaubt, über die zusätzliche
Trommeldrehzahlregelung ein konstantes Verhältnis von dynamischer Axialkraft und Drehmoment
zu erzielen, um damit Schwankungen durch Aenderung der Verdichtbarkeit entgegenzutreten.
[0036] Die vorbeschriebenen Massnahmen erlauben somit eine Regelung, welche eine konstante
statische axiale Schneckenlast erzeugt. Ein solches Regelsystem ist sehr interessant
bei sog. "schmierigen" Sedimenten, die sehr voluminös sind und nur mühsam verdichten.
Solche Sedimente erzeugen sehr niedrige Drehmomente, die, wie schon erwähnt, sehr
stark durch dynamische Störgrössen beeinflusst werden. Dabei erzeugt aber die statische
axiale Schneckenlast, besonders wenn sie für die gesamte Schnecke erfasst wird, Kräfte,
die vom Betrag her sehr gut messbar sind, und die nur von der Dichte der Zone im Bereich
des Mantels im konischen Teil der Maschine abhängig sind. Damit lässt sich eine elegante
und feinfühlige Dichtemessung bzw. Regelung bewerkstelligen.
[0037] Aus dem Vorstehenden ergibt sich somit eine optimale Regelung der hier infrage stehenden
Zentrifugen.
[0038] Hierbei ist weder die Regelschaltungsanordnung problematisch noch das Erfassen der
Axialkräfte oder Komponenten davon an der Schnecke, wofür geeignete Fühler, elektronische
oder hydrostatische Sensoren zur Verfügung stehen. Ebenso kann die Erfassung der abschnittweise
oder gesamthaft auftretenden Axialkräfte an der Schnecke über ein oder mehrere Axiallager
mit Axialkraftsensoren oder durch den benötigten Betriebsdruck von einem oder mehreren
hydrostatischen Axiallagern bewerkstelligt werden.
1. Verfahren zur Regelung einer Vollmantelzentrifuge, wie Dekanter, bei dem von sich
ändernden Kräften an der Schnecke Regelsignale gewonnen und zur Nachstellung der Maschinenregelung
herangezogen werden, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens an der Schnecke auftretende
Axialkräfte oder Komponenten davon gemessen und zu Rückkopplungssignalen für die Nachstellung
umgeformt werden.
2. Verfharen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Axialkräfte ortsweise
oder sektionsweise und/oder an mehreren Stellen der Schnecke gemessen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gemessenen Axialkräfte
mindestens teilweise statisch sind.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die gemessenen Axialkräfte
die Summe der statischen und der dynamischen Axialkräfte sind.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die dynamischen Axialkräfte
Führungsgrössen einer Regelung, insbesondere Schneckendrehzahlregelung sind.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für eine Schneckendrehzahlregelung
oder eine drehmomentabhängige Regelung zusätzlich das Drehmoment an der Schnecke zur
Signalgewinnung herangezogen wird.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich der
Schneckendrehzahlregelung eine Trommeldrehzahlregelung vorgenommen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch Regelung, insbesondere
Schneckendrehzahlregelung die axiale Schneckenlast konstant gehalten wird.
9. Zentrifuge mit einer, in einer Aussentrommel (1) mit geringem Spalt gleichsinnig umlaufenden
Schnecke (2) mit zugehörigem Antriebssystem (3,4) zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ortsweise oder sektorenweise einfach oder mehrfach
im Bereich der Schnecke (2) angeordnete Kraftmessanordnungen (12) zur Erzeugung von
Ausgangssignalen (13) als ein Mass der an der Schnecke (2) auftretenden Axialkräfte
(Fa) oder Komponenten davon, welche Ausgangssignale (13) zur Erzeugung von Regelsignalen
(15) für den Antrieb (3,4) an einer Wandler- und Verstärkerstufe (14) anliegen.
10. Zentrifuge nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftmessanordnungen
(12) elektronische oder hydrostatische Sensoren resp. Axiallager mit Axialkraftsensoren
resp. Druckmesser an hydrostatischen Axiallagern umfassen.
1. A method for controlling a solid-shell centrifuge, such as a decanter, by which control
signals are obtained from the changing forces on the scroll and are used for adjusting
the machine control, wherein at least the axial forces or components thereof acting
upon the scroll are measured and converted to feedback signals for the adjustment.
2. The method as defined in claim 1, wherein the axial forces are measured place-wise
or section-wise and/or at several positions of the scroll.
3. The method as defined in claim 1, wherein the measured axial forces are at least partially
static.
4. The method as defined in claim 1 and 3, wherein the measured axial forces are the
sum of the static and the dynamic axial forces.
5. The method as defined in claim 1, wherein the dynamic axial forces are command variables
of a control, in particular the control of the scroll speed.
6. The method as defined in claim 1, wherein the torque on the scroll is also used in
order to obtain a signal for a scroll speed control or a control dependent upon torque.
7. The method as defined in claims 5 and 6, wherein in addition to the scroll speed control,
a shell (drum) speed control is undertaken.
8. The method as defined in claim 1, wherein by means of control, in particular scroll
speed control, the axial scroll load is kept constant.
9. A centrifuge consisting of a bowl shell (1) inside which a scroll (2) rotates with
slight gap in the same direction and to which a driving system (3,4) is attached in
order to execute the method as defined in claim 1, characterized by dynamometer arrangements
(12) disposed place-wise or sector-wise, singularly or in multiple in the area of
the scroll (2) in order to generate output signals (13) as a measure of the axial
forces (Fa) or components thereof acting upon the scroll (2), said output signals
(13) adjoining a transformer stage and intensifier stage (14) in order to generate
control signals (13) for the drive (3,4).
10. The centrifuge as defined in claim 9, wherein the dynamometer arrangements (12) comprise
electronic or hydrostatic sensors or axial bearings with axial force sensors or pressure
gauges on hydrostatic axial bearings.
1. Procédé de réglage d'une centrifugeuse à paroi pleine, tel qu'un décanteur, dans lequel
des signaux de réglage sont obtenus à partir de forces variables agissant sur la vis
sans fin et sont utilisés pour ajuster le réglage de la machine, caractérisé en ce
qu'au moins des forces axiales agissant sur lavis sans fin ou des composantes de celles-ci
sont mesurées et converties en signaux de rétroaction pour l'ajustement du réglage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les forces axiales sont mesurées
localement ou par section et/ou en plusieurs points de la vis sans fin.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les forces axiales mesurées
sont au moins partiellement statiques.
4. Procédé selon les revendications 1 et 3, caractérisé en ce que les forces axiales
mesurées sont égales à la somme des forces axiales statiques et dynamiques.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les forces axiales dynamiques
sont des grandeurs de conduite d'une régulation, en particulier de la régulation de
la vitesse de rotation de la vis sans fin.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour une régulation de la
vitesse de rotation de la vis sans fin ou une régulation dépendant du couple de rotation,
on utilise en plus le couple de rotation de la vis sans fin, pour obtenir des signaux.
7. Procédé selon les revendications 5 et 6, caractérisé en ce qu'en plus de la régulation
de la vitesse de rotation de la vis sans fin, on procède à une régulation de la vitesse
de rotation du tambour.
8. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la charge axiale de la vis
sans fin est maintenue constante par régulation, en particulier régulation de la vitesse
de rotation de la vis sans fin.
9. Centrifugeuse comportant une vis sans fin (2) tournant dans le même sens dans un tambour
extérieur (1) avec une faible fente, avec système d'entraînement (3, 4) correspondant
pour la mise en oeuvre du procédé selon la revendication 1, caractérisée par des dispositifs
de mesure de forces (12) disposés localement ou par section, en nombre simple ou multiple,
dans la zone de la vis sans fin (2), afin de produire des signaux de sortie (13) constituant
un critère des forces axiales (Fa) agissant sur la vis sans fin (2) ou des composantes
de celles-ci, lesquels signaux de sortie (13) s'appliquent, pour produire des signaux
de régulation (15) de l'entraînement (3, 4), à un étage convertisseur et amplificateur
(14).
10. Centrifugeuse selon la revendication 9, caractérisée en ce que les dispositifs de
mesure de force (12) comportent des capteurs électroniques ou hydrostatiques, respectivement
des paliers axiaux avec des capteurs de force axiale respectivement des indicateurs
de pression sur les paliers axiaux hydrostatiques.