[0001] Die Erfindung betrifft eine Erdungsfeder (hier insbesondere eine Erdungsfederscheibe)
zur elektrischen Verbindung eines aus Metall bestehenden Befestigungsbügels, Veschlußgehäuses
oder dgl. von Stangen- oder Vorreiberverschlüssen, oder dgl., mit der metallischen
Befestigungswand, wie Schaltschranktür oder Schaltschrankklappe.
[0002] Desweiteren beschäftigt sich die Erfindung mit mittels Erdungsfederscheibe erdbaren
Stangenverschlüssen für Schaltschranktüren, Schaltschrankklappen oder dergleichen,
wobei der metallische oder elektrisch leitende Schloßkasten oder ein diesen tragender
metallischer Befestigungsbügel durch die Erdungsfeder mit der metallischen oder elektrisch
leitenden Verschlußbefestigungsfläche, wie Türblatt, elektrisch verbunden ist.
[0003] Eine Erdungsfeder, die einen Befestigungsbügel eines Stangenverschlusses mit der
metallischen Wand eines elektrischen Schaltschrankes verbindet, sowie ein Stangenverschluß,
an dessen Schloßkasten sich eine derartige Erdungsfeder anschmiegt, sind bereits Stand
der Technik, siehe beispielsweise das Katalogblatt B152 eines Katalogs der Firma EMKA
Beschlagteile, Velbert, der im Dezember 1988 herausgegeben wurde, sowie aus dem gleichen
Katalog das Katalogblatt B 145,2.
[0004] Der in dem Katalogblatt B 152 dargestellte Stangenverschluß, der auch in der Figur
12 zu erkennen ist, (während Fig. 13 auf das Katalogblatt B145,2 Bezug nimmt, welche
Figuren auch zur Erläuterung der folgenden Erfindung herangezogen werden), arbeitet
in der Weise, daß an dem metallischen Befestigungsbügel, der den Schloßkasten eines
Stangenverschlusses trägt, ein Schweißbolzen mit Mutter und Federscheibe zur Erdung
des Stangenschlosses bei innenseitig lackierten Türen vorgesehen ist. Diese Maßnahme
erfüllt zwar ihren Zweck, hat aber verschiedene Nachteile. So ist es umständlich,
auf dem zu erdenden Türblatt einen Schweißbolzen aufzubringen, der dann mittels der
aufgesetzten Erdungsfeder und einer Mutter (wie bei Fig. 12 dargestellt) geerdet werden
kann. Ähnlich arbeitet die Ausführungsform gemäß Fig. 12, die auch noch aus einem
weiteren Katalog der Firma EMKA Beschlagteile, Velbert entnehmbar ist, veröffentlicht
im April 1990, sihe dort das Katalogblatt B145.4. Der dort in Türblattmitte angebrachte
Schweißbolzen trägt wiederum eine Erdungsfeder, die sich an den hier etwas anders
gestalteten Schloßkasten federnd anlegt und ihn dadurch elektrisch mit dem Türblatt
verbindet.
[0005] Neben der umständlichen Befestigung eines Schweißbolzens am Türblatt ist häufig auch
der für die dargestellte Konstruktion notwendige Platz nicht vorhanden bzw. der in
Anspruch genommene Platz geht für andere Konstruktionsteile verloren.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, erstens eine Erdungsfederscheibe der eingangs genannten
Art zu schaffen, die Stangenverschlüsse wie sie in Fig. 12 und 13 beispielsweise dargestellt
sind, in einfacherer Weise zu erden in der Lage ist, sowie zweitens auch einen mittels
Erdungsfeder erdbaren Stangenverschluß zu schaffen, der das Anbringen eines Schweißbolzens
am Türblatt erübrigt und außerdem keinen wesentlichen zusätzlichen Raum auf der Türblattfläche
erfordert, so daß keine Einschränkungen hinsichtlich der Anbringung von verschiedenen
Zusatzteilen, wie Stangenführungen, Verriegelungszapfen auf der Stange, Aufnahmen
für versenkbare Betätigungshebel und dergleichen entstehen.
[0007] Hinsichtlich der Erdungsfederscheibe wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Erdungsfederscheibe
einen, vorzugsweise ringförmigen Klemmbereich besitzt, der bei Montage des Verschlusses
oder dgl. zwischen einer metallisch blanken oder elektrisch leitenden Verschlußbefestigungsfläche
(wie Außenfläche eines Befestigungsbügels, Außenfläche eines Schloßkastens oder dergleichen)
und der Befestigungswandfläche zu liegen kommt und unter Klemmwirkung durch Befestigungsmittel
wie Muttern oder Schrauben kommt, und daß von dem Klemmbereich ein Vorsprung sich
wegerstreckt, der in Richtung auf die Wandfläche so gebogenen ist, daß Kanten oder
Spitzen des Vorsprungs sich beim Festziehen des Befestigungsmittels an die Wandfläche
zunächst schräg anlegen und bei weiterem Festziehen sich teilweise abflachen und die
Kanten oder Spitzen entlang der Wandfläche ein Stück verschieben. Dadurch entsteht
eine sehr intensive Kratzwirkung, die eine sichere Erdung ermöglicht, ohne daß ein
zusätzlicher Platzbedarf entsteht oder zusätzliche Anbringung von Schweißbolzen am
Türblatt notwendig wäre.
[0008] Die Feder kann einfach oder zweifach axial symmetrisch sein und eine Rechteckform
aufweisen, an deren Ecken sich Ein- oder Ausschnitte befinden, wobei der durch den
Schnitt sich ergebende Bereich aus der Rechteckgrundebene herausgebogen ist, beispielsweise
durch Herausbiegen an den verbleibenden Verbindungsbereich. Die Feder kann eine an
die Außenkontur des Befestigungsbügels oder des Schloßkastens angepaßte Außenkontur
und eine an den Befestigungsbügeldurchbruch oder die aus dem Schloßkasten herausragenden
Bauteile, wie Betätigungsachse, angepaßte Durchbrüche aufweisen.
[0009] Die Feder kann auch zur Montagefixierung in einer bestimmten Ausrichtung nur einfach
axial symmetrisch oder sogar unsymmetrisch ausgebildet sein, und der Schloßkasten
oder der Befestigungsbügel kann einen Rücksprungbereich bilden, in den die Feder in
dieser Ausrichtung aufnehmbar ist.
[0010] Die Innenkontur der Durchbruchöffnung kann auch eine Sehne bilden, um auf diese Weise
eine bestimmte Ausrichtung zu erreichen. Ähnliches kann erreicht werden, wenn die
Außenkontur eine Abflachung bildet. Besonders günstig ist es, wenn die Federansätze
bei montiertem Verschluß optisch sichtbar bleiben, um so eine Überprüfung der Tatsache
zu ermöglichen, daß die Erdungsfeder tatsächlich montiert worden ist.
[0011] Bezüglich des mittels Erdungsfeder erdbaren Stangenverschlusses wird die Aufgabe
dadurch gelöst, daß die Erdungsfederscheibe mit einem, vorzugsweise ringförmigen Klemmbereich
versehen ist, der bei Montage des Verschlusses zwischen einer metallisch blanken oder
elektrisch leitenden Verschlußbefestigungsfläche (wie Befestigungsbügelaußenfläche,
Schloßkastenaußenfläche) und der Befestigungswandfläche zu liegen und unter Klemmwirkung
durch Befestigungsmittel wie Muttern oder Schrauben kommt, wobei von dem Klemmbereich
ein Vorsprung sich wegerstreckt, der in Richtung auf die Wandfläche so gebogen ist,
daß Kanten oder Spitzen des Vorsprungs sich beim Festziehen der Befestigungsmutter
oder Befestigungsschraube an die Wandfläche zunächst schräg anlegen und bei weiterem
Festziehen sich teilweise abflachen und dabei die Kanten oder Spitzen entlang der
Wandfläche ein Stück verschoben werden.
[0012] Die hier verwendete Erdungsfederscheibe kann ähnliche Ausbildungen aufweisen, wie
sie vorstehend bereits erwähnt wurden. Insbesondere ist es möglich, beispielsweise
den Schloßkasten so auszubilden, daß er eine günstige Unterbringung für diese Erdungsfeder
ermöglicht und gleichzeitig deren korrekte Montage durch entsprechende Maßnahmen sicherstellt.
Das kann dadurch geschehen, daß entsprechende Rücksprünge für die z. B. nicht mehr
symmetrische Feder zur Verfügung stellt, so daß diese nur in einer ganz bestimmten
Position montiert werden kann, die für den Erdungszweck überhaupt oder besonders gut
geeignet ist.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert,
die in den Figuren dargestellt sind.
[0014] Es zeigt:
- Fig. 1
- in einer teiweise geschnittenen Seitenansicht einen mittels eines Montagebügels an
einem Türblatt festgelegten Schloßkasten eines Stangenverschlusses;
- Fig. 2
- eine Ansicht von oben auf den Stangenverschluß gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf eine zwischen Türblatt und Montagebügel eingelegte Erdungsfederscheibe;
- Fig. 4
- eine Ansicht von oben auf die Federscheibe der Fig. 3;
- Fig. 5
- in einer ähnlichen Ansicht wie Fig. 1 einen Schloßkasten für einen Flachstangenverschluß,
der mittels eines Schlüsselfangs und in diesen eingeschraubte Schrauben an einem Türblatt
gehalten wird, wobei dieser Schloßkasten wiederum eine Erdungsfederscheibe zwischen
sich und dem Türblatt einklemmt;
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf den Schloßkasten mit aufgesetzter Erdungsfederscheibe;
- Fig. 7
- in einer Draufsicht die in Fig. 6 ebenfalls erkennbare Erdungsfederscheibe;
- Fig. 8
- eine Ansicht von oben auf die Federscheibe gemäß Fig. 7;
- Fig. 9
- eine andere mögliche Ausführungsform in einer Ansicht von oben;
- Fig. 10
- den Schloßkasten gemäß Fig. 5 in einer Ansicht von oben während des Montagevorganges
bei noch entspannter Feder;
- Fig. 11
- in einer ähnlichen Ansicht wie Fig. 10 den fertig montierten Schloßkasten mit gerade
ausgerichteter, unter Spannung stehender und den Schloßkasten elektrisch mit dem Türblatt
verbindende Erdungsfeder;
- Fig. 12
- eine Seitendarstellung eines mittels Befestigungsbügels montierten Rundstangenverschlusses
herkömmlicher Bauart zur Erläuterung der Erfindung gemäß den Fig. 1 bis 4;
- Fig. 13
- in einer Ansicht von hinten einen direkt am Türblatt montierbaren Flachstangentürverschluß
herkömmlicher Bauart zur Erläuterung der Erfindung gemäß den Fig. 5 bis 11;
- Fig. 14
- eine Seitenansicht und
- Fig. 15
- eine axiale Schnittansicht auf den Schloßkasten gemäß Fig. 13, zur Erläuterung der
Erfindung gemäß den Fig. 5 bis 11.
[0015] In Fig. 12 ist ein mittels Befestigungsbügel 12 an einem Türblatt 14 montierter Schloßkasten
16 zu erkennen, von dem zwei Stangen 18, 20 sowie eine Vorreiberzunge 22 in üblicher
Weise ausgehen. Zur Betätigung des Verschlusses dient ein Vierkant 24, der in hier
nicht näher interessierender Weise in einem mit Flansch 22 und Außengewinde 26 versehenen
zylindrischen Gehäuse 28 gelagert ist und in den Schloßkasten 16 zur Betätigung einer
Schloßnuß hineinreicht. Der Bügel 12 wird dadurch am Türblatt 14 gehalten, daß auf
das Gewinde 26 eine Überwurfmutter 30 aufgeschraubt wird, die einerseits den Befestigungsbügel
12 gegen das Türblatt 14 preßt, andererseits auch das Gehäuse 28 in dem Türblatt 14
festlegt.
[0016] Zu Erdungszwecken weist das Türblatt an der Stelle 32, vorzugsweise ist das die Türblattmitte,
einen Schweißbolzen auf, der durch eine entsprechende Öffnung im Bügel 12 hindurchreicht
und auf den eine Federscheibe 34 üblicher Bauart aufgesetzt und dann mittels einer
Mutter 36 gegen den Bügel 12 gepreßt wird. Dadurch entsteht ein elektrischer Leitweg
zwischen dem aus Metall bestehenden Türblatt 14, dem daran angeschweißten Schweißbolzen
32, der auf diesem Schweißbolzen aufgesetzten Mutter 36, der mit der Mutter in Reib-
und Druckkontakt stehenden Federscheibe 34, und der mit dem Bügel 12 ebenfalls in
Reib- und Druckkontakt stehenden Federscheibe 34.
[0017] Offensichtlich muß ein derartiger Schweißbolzen vorab angebracht werden, um die Erdungsmaßnahme
durchführen zu können. Auch ist der Schweißbolzen durch den Schloßkasten 16 abgedeckt
und daher schlecht zugänglich. Sieht man von hinten auf den Schloßkasten 16, ist nicht
erkennbar, ob der Schweißbolzen vorhanden ist und in korrekter Weise mittels einer
Federscheibe und einer Mutter 36 geerdet ist.
[0018] Um dies erkennen zu können, müßte das Türblatt so geformt sein, daß von der Seite
her Blickkontakt möglich ist, oder aber der Schloßkasten müßte demontiert werden,
wozu dann auch eine Demontage der Schloßstangen 20 ggf. auch der mittels eines Schweißbolzens
montierten Stangenführungen, siehe Bezugszahl 38, erforderlich wäre.
[0019] In Fig. 1 ist nun eine Ausführungsform zu erkennen, die wiederum einen Schloßkasten
16 erkennen läßt, montiert mittels eines Befestigungsbügels 12 an einem Türblatt 14,
und zwar wiederum mittels eines Gehäuses 28, das einen Flansch 22 und eine auf ein
Außengewinde dieses Gehäuses aufgeschraubte Überwurfmutter 30 aufweist. Jedoch fehlt
hier der Schweißbolzen 32, die Federscheibe 34 und die darauf aufgesetzte Mutter 36.
[0020] Stattdessen ist eine Erdungsfederscheibe 40 zu erkennen, die einen vorzugsweise ringförmigen
Klemmbereich 42 (siehe die Draufsicht gemäß Fig. 3) besitzt, der einen Durchbruch
oder zumindest Einschnitt 44 aufweist, durch den das Befestigungsmittel, hier das
mit Überwurfmutter versehene Gehäuse 28, hindurchgeführt werden kann. Bei Montage
des Verschlusses wird dieser Klemmbereich zwischen einer metallisch blanken oder elektrisch
leitenden Verschlußbefestigungsfläche, hier der Befestigungsbügelaußenfläche 46 und
der Befestigungswandfläche 48 des Türblatts eingelegt und gelangt dort unter Klemmwirkung.
[0021] Wie insbesondere die Fig. 3 und 4 erkennen lassen, weißt der Klemmbereich 42 zumindest
einen, hier sogar vier Vorsprünge 50 auf, welche Vorsprünge sich in Richtung auf die
Wandfläche 48 wegerstrecken, wobei diese Vorsprünge 50 so gebogen sind, daß Kanten
oder Spitzen 52 des Vorsprungs sich beim Festziehen des Befestigungsmittels an der
Wandfläche 48 zunächst schräg anlegen und beim weiteren Festziehen sich teilweise
abflachen, wobei die Kanten oder Spitzen 52 entlang der Wandfläche ein Stück verschoben
werden, bis sie die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Stellung erreicht haben. Bei
diesem Verschieben graben sich die Spitzen 52 durch eventuell vorhandene Lackschichten
der Wandfläche hindurch und dringen dabei in das metallische Basismaterial des Türblatts
14 ein und stellen dadurch einen sicheren Erdungskontakt zwischen diesem Türblatt
14 und der Erdungsfederscheibe 40 her, die dann wiederum in direktem elektrischen
Flächenkontakt mit der blanken Fläche des Befestigungsbügels 12 oder auch, in den
hier dargestellten Figuren nicht vorgesehen, mit dem Schloßkasten 16 in Verbindung
stehen.
[0022] Damit können gefährliche Spannungen, die z. B. durch Berühren eines losen Drahtes
innerhalb des Schaltschrankes mit der Vorreiberzunge 22 oder dem Schloßkasten 16,
entstehen, direkt zum (stets geerdeten) Türblatt 14 fließen und werden nicht eine
Bedienungsperson gefährden, die beispielsweise einen Schlüssel auf den Vierkant 24
steckt, um den Verschluß zu betätigen.
[0023] Wie aus der Fig. 13, einer Ansicht von hinten auf einen Flachstangenverschluß, aus
der Fig. 14, einer Seitenansicht des zugehörigen Schloßkastens, und der Fig. 15, einer
Axialschnittansicht durch diesen Schloßkasten, zu erkennen ist, kann der Schloßkasten
116 am Türblatt 14 auch auf andere Weise als vorstehend beschrieben befestigt werden,
nämlich durch einen Schlüsselfang 54, in den z. B. zwei Schrauben 56 eingedreht werden
können, die den aus zwei symmetrischen Halbschalen bestehenden Schloßkasten 116 mit
Randbereichen 58 gegen entsprechende Ränder des Türblatts 14 pressen, die durch einen
passend vorgesehenen Durchbruch im Türblatt gebildet werden. Aus dem Schloßkasten
treten wiederum Stangen aus, hier in Form von Flachstangen 118, 120, die mittels Stangenführungen
138 geführt sind und in hier nicht näher dargestellter Weise Verriegelungseinrichtung
tragen, wie Auflaufrollen 21, die sich hinter die Abkantung 23 einer Türzarge oder
eines Schrankgehäuses 25 legen kann.
[0024] Gemäß Fig. 13 ist wiederum ein im Türblatt eingeschweißter Schweißbolzen 132 (vorzugsweise
in Türblattmitte) vorgesehen, auf dem eine bis zum Gehäuse 116 des Schloßkastens reichende
und an diesen sich anlegende Zunge 11 mittels einer üblichen Federscheibe befestigt
und damit das Gehäuse 116 geerdet werden kann. Für diese Zunge 11 wird Platz benötigt,
der beispielsweise die Anbringung von nahe am Schloßkasten 116 gelegenen Befestigungsmittel
auf der Verschlußstange 120 oder die Anbringung einer Aufnahme 90 für einen versenkbaren
Schwenkhebel erschweren kann.
[0025] Aus diesem Grunde ist die erfindungsgemäß verbesserte Ausführungsform gemäß Fig.
5 bis 10 vorgesehen, wobei die Fig. 5 wiederum eine Seitenansicht eines Schloßkastens
216 zum Betätigen von zwei Flachstangen 118, 120 erkennen läßt, befestigt wiederum
mittels Schrauben 56, die in einem Schlüsselfang 154 (der hier eine etwas andere Ausbildung
haben kann) eingeschraubt sind. Der Schloßkasten 260 unterscheidet sich von dem gemäß
Fig. 14 (mit der Bezugszahl 116) dadurch, daß der Randbereich 158 eine (vorzugsweise
sogar zwei) Aussparungen 60 aufweist, in die eine Erdungsfederscheibe 140 wiederum
derartig eingesetzt werden kann, daß sie mit einem ringförmigen Klemmbereich, siehe
Bezugszahl 142 in Fig. 7, bei der Montage des Verschlusses sich zwischen eine metallisch
blanke oder zumindest elektrisch leitende Verschlußbefestigungsfläche, hier die Schloßaußenfläche
146, siehe Fig. 10, und der Befestigungswandfläche 48 setzen kann, wobei unter zunehmender
Klemmwirkung beim Festschrauben der Schrauben 56, vergleiche die Fig. 10 und 11, der
von dem Klemmbereich 142 ausgehende Vorsprung 150 mit seiner Spitze 152 an der Wandfläche
sich zunächst schräg anlegt, wie Fig. 10 zeigt, beim weiteren Festziehen aber die
Kante oder Spitze 152 entlang der Wandfläche ein Stück verschoben wird, siehe Pfeil
62, und schließlich die in Fig. 11 erkennbare Position erreicht.
[0026] Während gemäß Fig. 3 die Feder axial (sogar doppelt axial) symmetrisch ist, und dort
eine Rechteckform aufweist, an deren Ecken sich Ein- oder Ausschnitte 64 befinden,
wobei der durch diesen Schnitt oder Ausschnitt 64 abgetrennte Bereich 50 aus der Rechteckgrundebene
66 an der verbleibenden Verbindung 68 herausgebogen ist, ist bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 7 hinsichtlich der Vorsprünge 150 nur eine einfache Axialsymmetrie (um
die Achse 70) vorhanden. Berücksichtigt man die unsymmetrische Form des Durchbruches
144, fehlt es an einer Symmetrie völlig. Dieser Durchbruch 144 bewirkt, daß (wenn
der Butzen 72, der vom Schlüsselfang 154 ausgeht, eine entsprechende Außenkontur aufweist,
siehe Fig. 6) die Erdungsfederscheibe nur in einer bestimmten Position montiert werden
kann, nämlich in der Position, bei der die Spitzen 152 in Richtung auf die Wandfläche
48 des Türblatts 14 weisen. Daher kann durch diese unsymmetrische Formgebung eine
falsche Montage ausgeschlossen werden, bei der beispielsweise die Spitzen nicht zur
Türblattfläche 48, sondern zur Fläche 146 des Schloßkastens 216 weisen würden. Diese
Unsymmetrie kann durch eine sehnenartige Einschnürung 74 erzeugt werden, wie es die
Fig. 7 erkennen läßt. Entsprechend besitzt der Butzen 72 eine Abflachung 76.
[0027] Die Feder 140 weist auch eine Abflachung 78 an ihrer den Vorsprüngen 150 abgewandten
Seite auf, die beispielsweise dazu dient, den Gehäusewänden 80 des Flansches 154,
die den Aufnahmeraum 82 für einen Steckschlüssel bilden, Platz zu geben.
[0028] Wie aus Fig. 6 hervorgeht, ist die Erstreckung der Feder 140 derartig, daß sie über
den Außenrand 84 des Schloßkastens 216 um ein Maß 86 vorspringt, so daß von außen
optisch sichtbar ist, ob die Erdungsfederscheibe 140 bei dem montierten Schloßkasten
überhaupt vorhanden ist. Dabei ist auch zu erkennen, in welcher Ausrichtung die Spitzen
152 liegen, so daß auch die einwandfreie Funktion der montierten Feder optisch erkennbar
wird.
[0029] Der Rücksprung 146 besitzt im übrigen eine solche Tiefe und Erstreckung, daß die
im wesentlichen flachgedrückte Feder 140 in ihrer Dicke wie auch Erstreckung aufgenommen
werden kann.
[0030] In Fig. 6 ist nur eine derartige Feder 140 zu erkennen, doch ist es zweckmäßig, auch
aus Symmetrie- und Herstellungsgründen und wegen der Umstellbarkeit von rechts und
links, beide Butzen 76, die bei der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform vom Flansch
154 ausgehen, mit der Abflachung 76 zu versehen und auch auf beiden Seiten in den
Schloßkasten 216 hinreichenden Randbereich 258 beidseitig mit einem Rücksprungbereich
246 zu versehen, um auch hier die Feder beidseitig einlegen zu können.
[0031] Insofern weist sowohl der Flanschteil 154 als auch die auf diesem Flanschteil zugerichtete
Hälfte 86 des Schloßkastens 216 eine für die Feder vorgesehene Einsenkung 246 bzw.
146 auf, wobei aus Symmetriegründen wiederum es günstig ist, auch die andere Hälfte
88 mit einer derartigen Einsenkung zu versehen, die in Fig. 10 mit 346 bezeichnet.
Es spielt dann keine Rolle, wie herum der Schloßkasten montiert wird.
[0032] Wie deutlich wird, ist der von der hier verwendeten Erdungsfeder benötigte Platz
außerhalb des Schloßkastenbereiches sehr gering (praktisch nur der um das Maß 86 vorspringende
Bereich zur optischen Kontrolle), während beim Stand der Technik, wie er in der Fig.
13 zu erkennen ist, die von dem Schweißbolzen 132 getragene Feder 11, die sich an
die Außenfläche des Schloßkastens 116 erdend anlegt, wesentlich mehr Raum beansprucht
und bei manchen Ausführungensformen, bei denen beispielsweise ein Zusatzteil 90 (hier
beispielsweise eine Aufnahme für einen Schwenkhebel) vorgesehen ist, dieses Zusatzteil
90 nicht beliebig nahe am Schloßkasten 116 montiert werden kann, was manchmal zweckmäßig
wäre, beispielsweise bei sehr kurzen Schwenkhebelverschlüssen.
[0033] In Fig. 9 ist eine noch etwas andere Form einer Erdungsfeder 240 zu erkennen, die
ebenfalls eingesetzt werden kann und mit ihrer einen Spitze 152 sich an das Türblatt
14 legt, mit ihrer weiteren Spitze 253 dagegen an die Außenfläche 146 des Schloßkastens.
Diese Ausführungsform kann nicht falsch montiert werden, da bei umgedrehter Montage
wiederum jeweils eine Spitze zum Türblatt 14 und eine andere Spitze zum Schloßkasten
weisen würde.
[0034] Die Feder besteht vorzugsweise aus Edelstahl oder verzinktem Federstahl und weist
dann eine Dicke von z. B. 0,4...0,6 mm auf.
1. Erdungsfederscheibe zur elektrischen Verbindung eines aus Metall bestehenden Befestigungsbügels
(12), Verschlußgehäuses (16), oder dgl., von Stangen- und Vorreiberverschlüssen oder
dergleichen, mit der metallischen Befestigungswand (14), wie Schaltschranktür oder
Schaltschrankklappe, dadurch gekennzeichnet, daß die Erdungsfederscheibe (40, 140,
240) einen, vorzugsweise ringförmigen, Klemmbereich (42) besitzt, der bei Montage
des Verschlusses oder dgl. zwischen einer metallisch blanken oder elektrisch leitenden
Verschlußbefestigungsfläche (wie Befestigungsbügelaußenfläche (46), Schloßkastenaußenfläche
(146)) und der Befestigungswandfläche (48) zu liegen und unter Klemmwirkung durch
Befestigungsmittel, wie Muttern (30) oder Schrauben (56), kommt, und daß von dem Klemmbereich
(42) ein Vorsprung (50, 150) sich wegerstreckt, der in Richtung auf die Wandfläche
(48) so gebogen ist (50; 150), daß Spitzen oder Kanten (52, 152, 252) des Vorsprungs
sich beim Festziehen des Befestigungsmittels an die Wandfläche zunächst schräg anlegen
(Fig. 10), und beim weiteren Festziehen sich teilweise abflachen und die Kanten oder
Spitzen entlang der Wandfläche ein Stück verschieben (Fig. 11).
2. Erdungsfederscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder einfach
oder zweifach axial symmetrisch ist (Fig. 3) und eine Rechteckform aufweist, an deren
Ecken sich Ein- oder Ausschnitte (64) befinden, und daß der durch den Schnitt abgetrennte
Bereich (50) aus der Rechteckgrundebene (66) z. B. an dem verbleibenden Verbindungsbereich
(68) herausgebogen ist.
3. Erdungsfederscheibe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Federscheibe
an dem Befestigungsbügel oder dergleichen angepaßte Außenkontur und einen an den Befestigungsbügeldurchbruch
oder dergleichen angepaßten Durchbruch (44) aufweist.
4. Feder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein
Teil eines eine Kante oder Spitze tragenden Vorsprungs (50) nach Montage weiterhin
optisch sichtbar ist, beispielsweise dadurch, daß er über die Außenkontur des Befestigungsbügels
oder dergleichen hinausragt (86, Fig. 3, Fig. 6).
5. Erdungsfederscheibe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenkontur der
Durchbruchöffnung (144, Fig. 7) eine Sehne (74) bildet, die die Federscheibe unsymmetrisch
macht.
6. Erdungsfederscheibe nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnnet, daß die Außenkontur
eine Abflachung (78) bildet.
7. Federscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Federansätze
(50, 150) bei montiertem Verschluß optisch sichtbar sind.
8. Erdungsfederscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Federscheibe zwei (oder vier) Vorsprünge (150) aufweist, wobei der eine Vorsprung
in die eine (z. B. zum Türblatt 14 gerichtete) Richtung weist, (252), und die andere
in entgegengesetzte Richtung weist (253).
9. Mittels Erdungsfeder erdbarer Stangenverschluß für Schaltschranktüren, Schaltschrankklappen
oder dergleichen, wobei der metallische oder elektrisch leitende Schloßkasten (16,
116, 216) oder ein diesen tragender metallischer Befestigungsbügel (12) durch die
Feder mit der metallischen oder elektrisch leitenden Verschlußbefestigungsfläche (48),
wie Türblatt (14) elektrisch verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Erdungsfederscheibe
mit einem, vorzugsweise ringförmigen, Klemmbereich (40, 140) versehen ist, der bei
Montage des Verschlusses zwischen einer metallisch blanken oder elektrisch leitenden
Befestigungsfläche des Verschlusses (wie Befestigungsbügelaußenfläche (46) oder Schloßkastenaußenfläche
(146) und der Befestigungswandfläche (48) zu liegen und unter Klemmwirkung durch Befestigungsmittel
wie Muttern (30) oder Schrauben (56) kommt, und daß von dem Klemmbereich (42) ein
Vorsprung (50, 150, 250) sich wegerstreckt, der in Richtung auf die Wandfläche (48)
so gebogen ist, daß Kanten oder Spitzen (52) des Vorsprungs (50) sich beim Festziehen
des Befestigungsmittel an die Wandfläche zunächst schräg anlegen und bei weiterem
Festziehen sich teilweise abflachen und die Kanten und Spitzen entlang der Wandfläche
ein Stück verschieben (Fig. 10, 11).
10. Stangenverschluß nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder zur Montagefixierung
in einer bestimmten Ausrichtung nur einfach axial symmetrisch oder unsymmetrisch ist
und der Schloßkasten den Rücksprungbereich (146; 246) bildet, in der die Feder in
der gewünschten Ausrichtung aufnehmbar ist.
11. Stangenverschluß nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Schloßkasten aus
zwei identisch aufgebauten Teilen (86, 88) und nur einem auf diese Teile wahlweise
aufsetzbaren Flansch (154) besteht, wobei die Befestigungsfläche (14) bei der Montage
zwischen einen der beiden Teile (86) und dem Flansch (154) eingeklemmt wird, wobei
ein Randbereich des Flansches (154) durch einen Durchbruch in der Wand hindurch bis
in eine Einsenkung des Schloßkastenteils (86) hindurchreicht und eine gegenseitige
Arretierung diese Teile zueinander und zu dem Wanddurchbruch bewirkt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Randbereich des Flansches (154) einen Rücksprung (246) zur Aufnahme der Erdungsfeder
(140) bildet.
12. Stangenverschluß nach Anspruch 11, wobei der Schloßkastenteil (86) sich mit einem
Rand (158) auf der Wandfläche auflegt, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der
Erdungsfeder (140) auch dieser Rand (158) einen Rücksprung (146) aufweist.
13. Stangenverschluß nach Anspruch 12, wobei der Flansch (154) im Bereich der Befestigungsschrauben
Butzen bildet, die in Richtung auf den einen Schloßkastenteil (86) weist, dadurch
gekennzeichnnet, daß der Butzen eine unsymmetrische Außenkontur (beispielsweise eine
Kreisform mit eingeschnittener Sehne), aufweist und daß die Erdungsfeder mit ihrem
Durchbruch (144) über diesen Butzen derart gelegt werden kann, daß eine Ausrichtung
in einer bestimmten Richtung erfolgt.