[0001] Die Erfindung betrifft allgemein ein elektronisches Vorschaltgerät (EVG) für Leuchtstofflampen.
Insbesondere betrifft sie Schaltungsanordnungen innerhalb des elektronischen Vorschaltgerätes
sowie ein Verfahren zur Steuerung der Helligkeit und des Betriebsverhaltens von Leuchtstofflampen.
[0002] Elektronische Vorschaltgeräte moderner Bauweise dienen der Ansteuerung von Leuchtstofflampen.
Dabei werden die Leuchtstofflampen zum einen schonender betrieben und zum anderen
kann der Wirkungsgrad derartiger Lampentypen heraufgesetzt werden. Ein elektronisches
Vorschaltgerät weist dabei regelmäßig die im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale auf.
[0003] Über einen Netzeingangsfilter wird eine Versorgungsspannung, die eine Gleich- oder
Wechselspannung sein kann, einem Gleichrichter und einem Zwischenkreiskondensator
zugeführt. Soweit das Gerät ausschließlich mit Gleichspannung betrieben wird, kann
letzterer Gleichrichter entfallen. Auf dem Zwischenkreiskondensator wird eine hohe
Zwischenkreisspannung U₀ gebildet, die bei üblicher Netzspannungsversorgung von 220
V in der Größenordnung von ca. 300 V liegt. An den Zwischenkreis schließt sich ein
Wechselspannungsgenerator an, dieser wird von einem Halbbrücken- oder Vollbrückenwechselrichter
gebildet. Er gibt eine frequenzvariable Ausgangsspannung an einen Ausgangs-Lastkreis
ab, der, sofern keine Halbbrückenschaltung mit künstlichem Spannungsmittelabgriff
vorgesehen ist, einen Serienresonanzkreis aufweist. In Reihe zu dem Serienresonanzkreis
liegt die Entladungsstrecke der zu steuernden Gasentladungslampe oder Leuchtstofflampe.
[0004] Die Ausgangsfrequenz des Wechselrichters beträgt in etwa 10 kHz - 50 kHz.
[0005] Bei den genannten Frequenzen wird der Wirkungsgrad der angeschlossenen Leuchtstofflampen
gegenüber einem Betrieb an dem 50 Hz-Versorgungsnetz erhöht. Eine erhöhte Lichtausbeute
wird bei gleicher elektrischer Leistungsaufnahme erzielt. Weiterhin kann aufgrund
der hohen Frequenz die wechselrichter-ausgangsseitige Induktivität des Serienresonanzkreises
kleingehalten werden. Schließlich erlaubt die variable Frequenzsteuerung eine Helligkeitsregelung
der - am normalen Netz nur schwer helligkeitsregelbaren (dimmbaren) - Leuchtstofflampe.
Hinzu kommt schließlich, daß über die Frequenzsteuerung auch eine Zündung der Leuchtstofflampe
vorbereitet und initiiert werden kann.
Zu dem Vorgenannten Zündvorgang gehört zur Schonung der Leuchtstofflampen auch ein
sog. Warmstart, bei dem die Heizwendeln der Leuchtstofflampe vorgeheizt werden, bevor
die Lampe aufgrund von Resonanzerscheinungen mit einer hohen Zündspannung beaufschlagt
wird, die zur Zündung und damit zum Betrieb der Gasentladungslampe führt. Die Variation
der Frequenz, welche die Zündung kontrolliert, erlaubt auch im Betrieb der Gasentladungslampe
durch Frequenzverschiebung eine nahezu stufenlose Helligkeitsregelung in weiten Grenzen.
Eine solche stufenlose und kontinuierliche Steuerung der Helligkeit erfordert aufgrund
des negativen Innenwiderstandes der in Betrieb befindlichen Leuchtstofflampe besondere
Maßnahmen.
[0006] Wesentlicher Gesichtspunkt für die Entwicklung eines modernen EVG bildet daher zum
einen eine möglichst vielseitige Steuerungsmöglichkeit insbes. eine Helligkeitsregelung.
Dies im Hinblick auf das Betriebsverhalten sowie die Helligkeitsregelung der an einem
jeweiligen EVG angeschlossenen Leuchtstofflampen.
[0007] Neben einer vielseitigen Steuerung und Regelung ist es ein anderes Anliegen moderner
EVGs eine komfortable Handhabung und Bedienung vieler dezentral angeordneter Lichtquellen
zu gewährleisten. Dies insbesondere im Hinblick auf Großprojekte, bei denen weitläufige
Beleuchtungssysteme mit einer großen Anzahl von Lichtquellen zu installieren sind.
[0008] Schließlich ist es ein wesentlicher
Zweck der Erfindung, erhöhte Sicherheit für die angeschlossenen Leuchtstofflampen sowie eine verbesserte
Überwachungsmöglichkeit dieser zu schaffen. Sicherheit nicht zuletzt auch für das
Betriebspersonal, was ausgefallene Lampen zu wechseln hat und hierbei darauf angewiesen
ist, daß die beim Lampenwechsel an dem Steckfassungen und im Gerät entstehenden Spannungen
für sie ungefährlich sind. Dies aus dem Grunde, da bei weitläufigen Beleuchtungssystemen
die einzelnen Lampen nicht individuell abschaltbar sind, sodaß ein Lampenwechsel im
Betrieb notwendig wird.
[0009] Lösungen des vorgenannten technischen Problems liegen bei einer Schaltungsanordnung
gem. Oberbegriff des Anspruchs 20 oder einem Verfahren gem. Oberbegriff des Anspruchs
1 in den jeweiligen kennzeichnenden Merkmalen. Eine weitere Lösung für den vorgenannten
technischen Problemkreis bietet die Ausgangs-Schaltungsanordnung für ein elektronisches
Vorschaltgerät gem. den Merkmalen des Anspruchs 28.
[0010] Das
erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, die Steuerfunktionen und die Helligkeitsregelung besonders genau und
komfortabel zu handhaben. Hierzu ist eine Steuer- und Regeleinrichtung vorgesehen,
die alle wesentlichen Steuer-, Regel- und Überwachungsfunktionen für ein dezentrales
EVG übernimmt. Ihr ist eine Sende- und Empfangseinrichtung zugeordnet, die als Schnittstelle
nach außen dient. Hier können Steuerbefehle und Helligkeitsbefehle zugeführt werden,
die von der Steuer- und Regeleinrichtung, abhängig von den derzeit gültigen Prozeßgrößen
(Meßgrößen) des jeweiligen dezentralen EVG, ausgeführt wird.
[0011] Vorteilhaft werden in einem jeweiligen dezentralen EVG ein Paar von Leuchtstofflampen
an einem Wechselspannungsgenerator betrieben. Dies entspricht einem sog. zweiflammigen
EVG.
[0012] Neben der komfortablen Helligkeitsregelung erlaubt die Steuer- und Regeleinrichtung
zielgerichtet eine Erhöhung der Lebensdauer der Leuchtstofflampen und eine Gewährung
von Sicherheitsinteressen. Mittels der vorgenannten Steuer- und Regeleinrichtung kann
das Betriebsverhaltung und der jeweilige Betriebszustand der von einem EVG versorgten
Leuchtstofflampen genauestens gesteuert und überwacht werden. So werden Warmstart-,
Zünd-, Dimm- und Abschaltvorgang (ZÜND,DIMM,AUS,EIN) mit hoher Präzision und lampenschonend
aneinandergereiht. Unzulässige Betriebsbedingungen werden vermieden, vor einer jeweiligen
Zündung wird für eine ausreichende Vorwärmung der Heizwendeln gesorgt. Neben einem
helligkeitsgeregelten Dimmbetrieb (DIMM) kann auch das gesamte EVG, wenn längere Zeit
keine Helligkeit gewünscht wird, stillgelegt werden (SLEEP). In diesem Zustand nimmt
das EVG nur eine minimale Leistung auf. Vermeidbare Verluste werden tatsächlich vermieden.
[0013] Neben dem regelmäßigen Dimmbetrieb, in welchem die Helligkeit der Leuchtstofflampen
zwischen einem Minimalwert (MIN) und einem Maximalwert (MAX) beliebig variierbar ist
(DIMM) ist auch ein Notbetrieb (NOT) möglich, bei dem die Lampe einen Notbeleuchtungs-Lichtpegel
einnimmt. Dieser ist dezentral am jeweiligen Gerät vorgebbar. Bei bestimmten Gefahrenbedingungen
wird er automatisch aktiviert.
[0014] Vorteilhaft ist die Sende- und Empfangseinrichtung über eine bidirektionale Busleitung
mit einem zentralen Steuergerät verbunden (Anspruch 4). Ein solches erlaubt es, von
einer zentralen Stelle aus eine Vielzahl von dezentral angeordneten EVGs fernzusteuern.
Neben der Femsteuerung bietet das Steuergerät auch eine Betriebszustandsinformation.
Es werden im Beleuchtungssystem aufgetretene Fehler aufgrund von Fehlermeldungen erkannt
und angezeigt, die von den dezentralen EVGs über die bidirektionale Busleitung an
das zentrale Steuergerät gesandt worden sind. Wartungsarbeiten werden hierdurch vereinfacht
und beschleunigt. Vielfältige Überwachungsfunktionen werden bereits dezentral vorgesehen,
so die Über- und Unterspannungsüberwachung (Anspruch 6). Durch sie wird die Lebensdauer
der Leuchtstofflampen spürbar erhöht.
[0015] Die über die Busleitung gesteuerte Helligkeitsregelung der dezentralen EVGs geschieht
über serielle digitale Steuerworte, die Steuerbefehle oder Helligkeits-Dateninformationen
darstellen (Anspruch 13). Besonders vorteilhaft ist die Organisation in Funktionsgruppen,
in welchen eine Mehrzahl von EVGs, die beispielsweise in einem Raum angeordnet sind,
gleichzeitig und mit einem einzelnen Befehl ansteuerbar sind.
[0016] Die Ankopplung der Sende- und Empfangseinrichtungen an die Busleitung wird vorteilhaft
durch ein Differenzierglied bewirkt. Sie gewährt eine starke Dämpfung der 50 Hz-Netzfrequenzen
und arbeitet mit sehr geringen Eingangsströmen. Die Dämpfung der Netzfrequenzen geht
soweit, daß auch ein Verpolungsschutz gewährt wird, das Anlegen von 220 V an der Busleitung
bleibt ohne Schadensfolge (Anspruch 15).
[0017] Wenn die Leuchtstofflampen nach einem Zündvorgang in den gedimmten Betrieb gesteuert
werden, kann es dazu kommen, daß kurzzeitige Lichtpulse auftreten. Sie haben ihre
Ursache in der im Ausgangskreis gespeicherten Energie des Zündvorganges, der sich
anschließend unerwünscht als Lichtpuls im gedimmten Betrieb äußert. Hier kann durch
Verlängern der - eigentlich lebensdauerverkürzenden - Glimmphase zwischen Zünd- und
stationärem Betrieb Abhilfe geschaffen werden (Anspruch 16). Eine tatsächliche Lebensdauerverkürzung
wird aber dadurch vermieden, daß der Glimmbereich nur bei geringen Helligkeitswerten
verlängert wird. Je größer die Helligkeit, desto kürzer demnach die Glimmphase und
desto schneller der Übergang vom Zündbetrieb zum Normalbetrieb (Anspruch 17).
[0018] Werden
erfindungsgemäß der Steuer- und Regeleinrichtung eine Mehrzahl m von Meßgrößen aus dem EVG zugeführt,
so können hieraus eine Vielzahl von Betriebszuständen und ggf. Gefahrenzustände erkannt
und vermieden werden. Weiterhin wird eine echte Leistungsregelung möglich, die lampentypunabhängig
(beispielsweise Argon-Lampen oder Krypton-Lampen) arbeitet. Vorteilhaft wird die Lampenhelligkeitsregelung
durch eine Frequenzmodulation (Anspruch 21) oder durch eine Kombination von Frequenzmodulation
und Tastverhältnisänderung erzielt (Anspruch 12).
[0019] Zum Aspekt der Überwachung zählt auch die Kontrolle der Heizwendelströme der Leuchtstofflampen.
Sie erlauben eine präzise Ermittlung, ob bestimmte Lampen defekt sind oder ggf. gar
nicht eingebaut wurden (Anspruch 23).
[0020] Die bei starken Dimmbetrieb auftretenden "laufenden Schichten" werden vorteilhaft
dann vermieden, wenn dem hochfrequenten Lampenwechselstrom eine geringe Gleichkomponente
überlagert wird (Anspruch 24).
[0021] Werden pro EVG ein Paar von Leuchtstofflampen eingesetzt, die von einem gemeinsamen
Wechselspannungsgenerator gespeist werden, so bewirkt das
erfindungsgemäße induktive Symmetrierelement einen symmetrischen Betrieb beider Leuchtstofflampen
(Anspruch 28). Eine spannungsgesteuerte Wendelbeheizung ermöglichen die lampenindividuellen
Heizübertrager, welche mit ihrer Primärwicklung am Wechselspannungs-Ausgangskreis
angeschlossen sind (Anspruch 31). Über eine Primärstromerfassung kann die Steuer-
und Regeleinrichtung jederzeit Rückschlüsse auf die Heizwendelbeschaffenheit ziehen
und so bereits beschädigte Leuchtstofflampen oder in Kürze ausfallende Leuchtstofflampen
identifizieren (Anspruch 32).
[0022] Weitere vorteilhafte Aspekte und Ausführungsformen des erfindungsgemäßen EVG und
des erfindungsgemäßen Arbeitsverfahrens sind in den Unteransprüchen näher ausgeführt.
Gestützt auf die Zeichnung werden nachfolgend Ausführungsbeispiele der Erfindung näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen EVG,
Fig. 2 ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Systemgedankens, bei dem mehrere
dezentrale EVGs mit einem zentralen Steuergerät über eine Busleitung 12 verbunden
sind,
Fig. 3 ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Steuer-
und Regeleinrichtung als integrierte Schaltung 17,
Fig. 4 ein Prinzipschaltbild eines Eingangskreises 20 mit zwei Meßwerterfassungen,
Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel der transformatorgekoppelten Wendelbeheizung einer
Leuchtstofflampe mit drei Meßfühlern,
Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Ausgangskreises 40 mit Symmetrierelement
TR1 für zwei Leuchtstofflampen,
Fig. 7 ein Prinzipschaltbild des Wechselspannungsgenerators mit ihn ansteuernder Treiberschaltung
31,
Fig. 8a-c jeweils ein Blockschaltbild der Sende- und Empfangseinrichtung 10 mit verschieden
ausgestalteten Koppelschaltungen zur Busleitung 12,
Fig. 9 ein Helligkeits-Zeitdiagramm zur Erläuterung des Abschalt- und des Notbeleuchtungsbetriebes,
Fig. 10 ein Helligkeits-Zeitdiagramm zur Erläuterung der Softstart- bzw. Softstop-Funktion
bei einer Systemkonfiguration gem. Fig. 2.
[0023] Fig. 1 zeigt zunächst ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
EVGs. Die Netzspannung U
N wird - ggf. über einen Schalter S1 - dem Eingangsschaltkreis 20 (Gleichrichterschaltkreis)
zugeführt. Dieser erzeugt die Zwischenkreisspannung U₀,U
dc, die dem Wechselspannungsgenerator 30 (Wechselrichter) zugeführt wird. Der Wechselspannungsgenerator
30 gibt seine hochfrequente Ausgangsspannung U
HF an einen Ausgangs-Lastkreis 40 ab, der eine oder mehrere Leuchtstofflampen LA1,LA2
enthält. Sowohl dem Wechselspannungsgenerator 30 als auch dem Lastkreis 40 sind eine
Mehrzahl von System-Meßwerten (Prozeßgrößen) entnehmbar. Gemeinsam werden die Meßwerte
einer Steuer- und Regelschaltung 17 zugeführt, die ihrerseits die digitalen Ansteuersignale
für den Wechselrichter 30 erzeugt. Diese werden über eine Treiberschaltung 31 potentialverschoben
und den Ausgangs-MOS-FETs des Wechselrichters zugeführt. Der Steuer- und Regeleinrichtung
17 ist außerdem eine Sende- und Empfangseinrichtung 10 zugeordnet, die über eine Busleitung
12 mit anderen EVGs und/oder mit einem zentralen Steuergerät 50 verbunden ist.
[0024] Letzteres wird von
Fig. 2 gezeigt. Dort sind eine Mehrzahl von EVGs 60-1,60-2,60-3,...,60-i an einer gemeinsamen
Busleitung 12 angeschlossen. Alle EVGs sind über diese Busleitung mit dem zentralen
Steuergerät 50 verbunden, dem eine Anzeigeeinheit 51 zugeordnet ist. Über die Busleitung
12 wird es nun möglich, einzelne oder mehrere der genannten EVGs anzusteuern und ihnen
Befehle zu übertragen, wie Ausschalten, Einschalten, Zünden o. ä. Auch können Helligkeitswerte
voreingestellt werden und im Gegenzug Fehlerinformationen von den einzelnen Geräten
abgefragt werden. So ist das Steuergerät 50 jederzeit über den Gesamt-Systemzustand
informiert, wodurch ein hohes Maß an Betriebssicherheit gewährt werden kann und eine
beschleunigte Wartung der dezentralen EVGs, bzw. für deren Leuchtstofflampen, möglich
wird.
[0025] Die in Fig. 1 gezeigten Funktionsblöcke 20,30,40,10,17 werden anhand der folgenden
Figuren nun näher erläutert.
[0026] Fig. 3 zeigt hierzu die Steuer- und Regeleinrichtung 17 als integrierte Schaltung. Ihr werden
die Vielzahl von Meßwerten m, welche den Prozeßsignalen der Fig. 1 entsprechen, zugeführt.
Sie gibt zwei digitale Ansteuersignale für die Endstufen-Transistoren des Wechselrichters
30 ab, die über eine Treiberschaltung 31 noch verstärkt und potentialverschoben werden.
[0027] Neben den m Meßwerten werden der Steuer- und Regeleinrichtung 17 auch n Sollwerte
zugeführt. Diese beeinflussen das vorgebbare Steuer- und Regelverhalten. Weiterhin
ist als Teil der Steuer- und Regelschaltung 17 oder separat eine Sende- und Empfangseinrichtung
10 vorgesehen, die direkt oder mittels eines Koppelschaltkreises mit der Busleitung
12 verbunden ist. Sie bildet die serielle Schnittstelle, die es der Steuer- und Regeleinrichtung
ermöglicht, Fehler- und Betriebszustandsinformationen dem zentralen Steuergerät 50
zu übermitteln.
[0028] Die zuvor genannten n Sollwerte können auch dieser Sende- und Empfangseinrichtung
10 zugeführt werden, die sie nach entsprechender Aufbereitung an die Steuer- und Regelschaltung
17 weitergibt. Sollwerte können beispielsweise sein der Notbeleuchtungspegel (NOT),
der minimale Helligkeitspegel (MIN) und der maximale Helligkeitspegel (MAX), innerhalb
letzterer beider kann sich der vorgebbare Helligkeitspegel (DIMM) im Betrieb bewegen.
[0029] Als Befehls- und Datenworte sowie als Fehlerinformationsworte werden serielle digitale
Datenworte verwendet, deren Länge 8 bit ist. Andere Wertlängen sind möglich. Jedem
dezentralen EVG wird eine Adresse zugeordnet, die es ermöglicht, einzelne EVGs über
die Adresse der Sende- und Empfangseinrichtung 10 anzusprechen und Informationen von
ihnen abzufragen oder ihnen Befehle zu erteilen. Die bidirektionelle Arbeitsweise
der Busleitung 12 ermöglicht ein problemloses und aufwandsarmes Verkabeln einer Vielzahl
von dezentraler EVGs mit einem zentralen Steuergerät (50).
[0030] Fig. 4 zeigt ein Prinzipschaltbild eines Eingangskreises, wie er zur Speisung des Wechselspannungsgenerators
30 aus einem Versorgungsnetz mit der Spannung U
N verwendbar ist. Der Eingangskreis besteht aus kapazitiven Eingangsfiltern sowie ggf.
aus einer Oberwellendrossel. Die Kondensatoren in Y-Schaltung dienen der Funkentstörung.
Ihnen ist ein Überspannungsableiter oder ein VDR parallel geschaltet. Es schließt
sich ein Vollwellengleichrichter an, der dann entfallen kann, wenn das Gerät betriebsmäßig
mit Gleichspannung betrieben wird. Dem Gleichrichter nachgeschaltet ist ein Zwischenkreiskondensator
C4, der sich bei 220 V Netzspannung auf ca. 300 V mit einer Restwelligkeit von ca.
10 % auflädt.
[0031] Aufgrund eines niedrig zu haltenden Crestfaktors sollte die Zwischenkreisspannung
U₀ gut geglättet sein.
[0032] Parallel zum Zwischenkreiskondensator C4 liegt ein Spannungsteiler R18,R28, an dem
ein der Zwischenkreis-Spannung proportionales Meßsignal abgreifbar ist. An einem Tiefpaß
R21,C25 wird ein der Versorgungsspannung proportionales Signal erfaßt und ebenso,
wie das zwischenkreisspannungs-abhängige Meßsignal der Steuer- und Regeleinrichtung
17 zugeführt. Beide Meßsignale dienen der Versorgungsspannungs-Überwachung und damit
der Betriebssicherheit des EVG.
[0033] Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Lastkreises 40 mit einem Heizübertrager
L5 für die Vorheizung der Wendeln der Leuchtstofflampe LA1. In Fig. 5 ist lediglich
einer von einem Paar von Lampenkreisen gezeigt. Das Ausführungsbeispiel der Erfindung
weist ein Paar dieser Zweige auf, d. h. zwei Leuchtstofflampen LA1,LA2 an einem Wechselspannungsgenerator-Ausgang,
der die hochfrequente Wechselspannung U
HF zwischen den in Serie geschalteten Leistungs-Schalttransistoren V21 und V28 abgibt.
Der Wechselspannungsgenerator wird aus der in Fig. 4 gezeigten Eingangsschaltung 20
mit einer Zwischenkreisspannung U
dc versorgt. Da die Leuchtstofflampen einen negativen Innenwiderstand bei Betrieb besitzen,
müssen sie beim Zündvorgang (ZÜND) mit hohen Spannungsspitzen und beim Heizen der
Wendeln mit entsprechender Heizenergie versorgt werden. Ausgehend von dem Ausgangsanschluß
des Wechselrichters 30 führt ein Serienresonanzkreis L2,C15 über ein Symmetrierelement
TR1, welches später erläutert wird, auf die Entladungsstrecke H2,H4 der Leuchtstofflampe.
Weiterhin ist zu der Leuchtstoffröhre ein Meßwiderstand R32 in Serie geschaltet, an
welchem eine dem Lampenstrom I
L1 proportionale Spannung abgegriffen und der Steuer- und Regelschaltung 17 zugeführt
wird. Zwischen Spule L2 und Kondensator C15 ist ein Zündkondensator C17 gegen Erde
(NULL) geschaltet. Mit Hilfe dieser Anordnung kann die Dimmerkennlinie der Entladungslampe
vergleichmäßigt werden, da bei steigender Frequenz der Widerstand des Kondensators
C15 abnimmt und der Widerstand der Entladungslampe zunimmt. Parallel zu dem Zündkondensator
C17 liegt auch die Primärwicklung des Heizübertragers L5 sowie in Serie zu dieser
weiterhin eine Zenerdiode V15 und ein Meßwiderstand R10. An letzterem wird eine dem
Heizwendelstrom I
W1 proportionale Spannung abgegriffen und dem Steuer- und Regelschaltkreis 17 als weitere
Systemmeßgröße zugeführt. Da der Wechselrichter 30 eine Ausgangsspannung einprägt
und der Heizübertrager im wesentlichen parallel zur Leuchtstofflampe LA1 liegt, wird
über den Heizübertrager auf seine Sekundärwicklungen eine Spannung eingeprägt. Die
beiden Sekundärwicklungen versorgen je potentialfrei eine der beiden Heizwendeln H1,H2
und H3,H4. An dem primärseitigen Meßwiderstand R10 wird so die Summe der Heizwendelströme
I
W1 gemessen.
[0034] Die weiterhin in Serie geschaltete Zenerdiode V15 erzeugt in der Primärwicklung von
L5 eine Gleichstromkompenente, die aber nicht übertragen wird, sondern im Lampenstrom
I
L1 fehlt und damit die Entladung der Lampe mit einem zusätzlichen Gleichstromanteil
in der Größenanordnung von ca. 1 % des tatsächlichen Entladungsstromes versorgt. Dies
verhindert den Effekt der "laufenden Schichten", die bei Dimmung der Lampen auftreten.
Die "laufenden Schichten" bestehen aus insbesondere beim Dimmen auftretenden Hell-/Dunkelzonen,
die mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit längs der Röhre laufen. Ein Überlagern
von geringem Gleichstrom beschleunigt diesen Laufeffekt derart, daß er nicht mehr
störend wirkt.
[0035] Zum Heizen wird der Wechselrichter 30 mit einer hohen Frequenz f
max betrieben, so daß an C17 eine Wechselspannung auftritt, die nicht zum Zünden der
Lampe LA1 geeignet ist. Über L5 werden in diesem Betriebszustand die Wendeln der Lampe
beheizt, wobei, bedingt durch den Kaltleitereffekt der Wendeln, die Lampe zuerst einen
hohen und dann einen geringeren Heizstrom aufnimmt. Nach ca. 750 msec Vorheizzeit
wird die Zündung (ZÜND) der Lampe eingeleitet.
[0036] Beim Zünden der Leuchtstofflampe wird die Frequenz f des Wechselrichters 30 reduziert,
sodaß sie näher an die Resonanzfrequenz f des Ausgangs-Serienresonanzkreises L2,C15
herankommt. Dadurch entsteht an C17 eine Spannungsüberhöhung, die in der Größenordnung
von ca. 750 V (Spitze) liegt. Hierdurch wird eine funktionsfähige Lampe gezündet.
[0037] Sobald die Lampe LA1 oder LA2 gezündet hat, wird der Serienresonanzkreis L2,C15 oder
L3,C16 stark bedämpft. Dies bewirkt einerseits eine Verschiebung der Resonanzfrequenzen
f₀ und andererseits ein sofortiges Absinken der an der jeweiligen Lampe liegenden
Wechselspannung. Das Absinken wird über den parallel zur Lampe geschalteten Spannungsteiler
R27,R25 von dem Steuer- und Regelschaltkreis 17 erkannt. Dieser leitet daraufhin die
eigentliche Betriebsphase (DIMM) der Lampen ein.
[0038] Zum effektiven Betrieb der Lampe wird die Frequenz f des Wechselrichters 30 so geregelt,
daß die Leistung der Lampe dem vorgegebenen Sollwert, d. h. dem gewünschten Helligkeitsniveau,
entspricht. Je höher die Frequenz im Betriebszustand wird, desto geringer wird die
Lampenhelligkeit. Die Betriebsfrequenz des Wechselspannungsgenerators 30 kann dabei
durchaus auch auf Werte verschoben werden, die in der Größenordnung der Heizfrequenz
oder darüber liegen. Auch kann bei einer maximalen Leistung (MAX) eine Ausgangsfrequenz
eingestellt werden, die unterhalb der Zündfrequenz, aber noch oberhalb der Resonanzfrequenz
des Serienresonanzkreises L2,C15 liegt.
Der Betriebszustand des Lampenkreises 14 kann abhängig von der eingesetzten Lampe,
beispielsweise Argon-, Krypton-Lampe, oder abhängig von der gewählten Lampenleistung,
stark variieren.
[0039] Die Kombination aus dem Kondensator C24 und den Dioden V30, V31 bewirkt eine frequenzabhängige
Bedämpfung des Ausgangskreises bei Spannungsüberhöhung. Sie ist vor allem dann wichtig,
wenn hohe Frequenzen und hohe Impedanzen vorkommen, also z.B. bei fehlender Lampe
oder beim Vorheizen bei bereits warmer Wendel. Die Beschaltung dieser Art hilft, die
Spannungsüberhöhung bei nicht gezündeter oder fehlender Lampe dann zu begrenzen, wenn
sie unerwünscht ist. C24 ist so gewählt, daß die Bedämpfung zum Zündzeitpunkt klein
genug bleibt.
[0040] Fig. 6 zeigt den Ausgangskreis der Fig. 5 für den zweiflammigen - zwei Leuchtstofflampen
an einem Wechselrichter - Betrieb. Hier ist auch der Symmetieübertrager TR1 vollständig
eingezeichnet. Jede Wicklung wird von einem der beide Lampenströme durchflossen. Dies
geschieht gegensinnig, so daß bei Stromamplituden-Abweichung eine resultierende Magnetisierung
entsteht, die in dem induktiven Element eine Spannung induziert, welche symmetrierend
wirkt. Ein solcher Übertrager ist vorteilhaft, wenn durch Bauteiltoleranzen und Lampentoleranzen
sowie unterschiedlichen Temperaturbedingungen die beiden Lampen im gedimmten Zustand
unterschiedlich hell brennen würden. Durch das Symmetrieelement TR1 wird dies bei
zweilampigen Leuchten vermieden. Werden mehrere Parre von Lampen an einem Wechselspannungsgenerator-Ausgang
betrieben, so ist für jeweils ein Paar ein solches Symmetrierelement TR1 vorzusehen.
[0041] Aus Fig. 6 ist weiterhin ersichtlich, daß jeder Leuchtstofflampe ein individueller
Serienresonanzkreis vorgeschaltet ist sowie ein individueller Zündkondensator C17,C18
parallelgeschaltet ist. Dies ermöglicht eine relativ unabhängige Zündphase sowie einem
Gleichlauf im Dimmbetrieb. Parallel zu den Zündkondensatoren C17,C18 liegt jeweis
ein Spannungsteiler R25-R28, die ein der Ausgangs-Wechselspannung proportionales Signal
an die Steuer- und Regeleinrichtung 17 führen. In gleicher Weise ist es auch möglich,
die Spannungsteiler direkt parallel zur Leuchtstofflampe zu schalten, d. h. hinter
das Symmetierelemente TR1. In Serie zu den Lampen, dies war anhand von Fig. 5 bereits
für einen Lampenkreis erläutert, findet sich je ein Strommeß-Shunt R31,R32. An ihnen
wird ein dem Lampenstrom proportionales Signal gewonnen, welches im Steuer- und Regelschaltkreis
17 mit dem vorgenannten Lampenspannungssignal multiplizierbar ist. Auf diese Weise
wird sichergestellt, daß jederzeit ein der tatsächlichen Lampenleistung P
ist bzw. der Helligkeit E proportionales Signal zur Verfügung steht, das einer genauen
Helligkeitsregelung als Istwert vorgebbar ist.
[0042] Fig. 7 zeigt detaillierter den Wechselrichter 30 mit seinen Ausgangs-Leistungstransistoren
V28,V21. Zwischen ihnen wird die hochfrequente Wechselspannung U
HF an den zuvor erläuterten Lastkreis 40 abgeben. Angesteuert werden die beiden Leistungstransistoren
über einen Ansteuer-Schaltkreis 31, der seine Steuersignale von dem Steuer- und Regelschaltkreis
17 erhält. Ggf. kommen unsymmetrische Abschalt-/Einschaltverzögerungen für die jeweiligen
Transistoren in Betracht, so daß ein gemeinsames Leiten beider Transistoren V21,V28
grundsätzlich vermieden werden kann. Der obere Transistor wird über eine (nicht eingezeichnete)
Bootstrap-Schaltung versorgt, der untere Transistor und die Systemsteuerung 10,17,31
erhalten ihre Ansteuerspannung über einen Vorwiderstand und einen Glättungskondensator
C5 aus der Zwischenkreisspannung U₀. Neben der genannten Stromversorgung aus dem Zwischenkreis
findet auch eine verlustarme Wechselspannungskopplung aus dem schwingenden Wechselrichter
30 über einen Koppelkondensator C21, die Dioden V12,V7 und die Induktivität L7 in
die Speicherkapazität C5 statt.
[0043] Der durch den Vorwiderstand oder eine Stromquelle I
q dem Glättungskondensator C5 zuführbare Strom ist ausreichend, um das IC31 und die
Steuer- und Regelschaltung 17 im abgeschalteten Betrieb (SLEEP) zu versorgen.
[0044] Bei Betrieb des Wechselrichters reicht die über einen Kondensator C21 ausgekoppelte,
über die genannten Bauteile V12,V7,L7 gleichgerichtete und über C5 geglätte lasteingekoppelte
Versorgung aus. Diese Versorgungsspannungsgewinnung ist nahezu verlustfrei, da lediglich
reaktive Elemente zur Strombegrenzung eingesetzt werden. Mittels der in den unteren
Wechselrichter-Halbzweig des Transistors V21 eingeschalteten antiparallelen Dioden
V14,V15 und dem diesen parallel geschalteten Widerstand R34 wird eine dem Zweigstrom
I
max proportionales Spannungssignal U
Kap gewonnen. Dieses wird, wie die anderen Prozeßsignale dem Steuer- und Regelschaltkreis
17 zugeführt. Er kann hieraus die Stromrichtung des durch den Wechselrichter im Moment
vor dem Öffnen von V21 fließenden Stromes feststellen. Ist dieser Strom negativ, so
befindet sich der Lastkreis 40 des Wechselrichters 30 in einem unzulässigen kapazitiven
Bereich. Er stellt hierbei eine Gefahr für den steuernden Wechselrichter dar. Neben
der reinen Amplituden-Detektion kann auch eine Phasenlagen-Betrachtung herangezogen
werden, bei der der Laststrom I
L1 in Bezug zum Wechselrichter-Zweigstrom I
max gesetzt wird und hieraus die relative Phase beider Ströme zur Detektion des Betriebszustandes
herangezogen wird.
[0045] Eine Erkennung eines unzulässigen kapazitiven Betriebsverhaltens wird von der Steuerschaltung
17 mit einer Erhöhung der Betriebsfrequenz f des Wechselrichters 30 beantwortet, womit
der Lastkreis 40 wieder induktiv betrieben wird. Die vorgenannte kapazitive Betriebsweise
tritt vorwiegend bei geringer Versorgungsspannung auf. Mit der Zweigstromerfassung
kann ein Zerstören von Bauelementen sicher vermieden werden.
[0046] Fig. 8 zeigt die Sende- und Empfangseinrichtung 10 sowie das ihr vorgeschaltete Koppelfilter,
mit dem die Busankopplung zu der Steuerleitung 12 erfolgt. Der Digitalschnittstelle
10 sind in diesem Beispiel die Sollwerte für minimale-, maximale- und Notbeleuchtungshelligkeit
(U
NOT,U
MIN,U
MAX) vorgegeben. Weiterhin ist ein Digitaleingang DAT vorgesehen, über den sowohl die
Steuersignale von einem zentralen Steuergerät zum dezentralen EVG gelangen, als auch
die Fehlersignale von dem dezentralen EVG zu dem zentralen Steuergerät übermittelt
werden. Das serielle Interface ermöglicht die Femsteuerung des elektronischen Vorschaltgerätes
durch ein digitales Befehlssignal oder Befehlswort. Als solches digitales Signal ist
ein 8 bit-Datenwort vorgesehen. Es wird von den beiden Kondensatoren C22,C23 differenziert,
sodann um die Hälfte der Versorgungsspannung des Regelschaltkreises 17 bzw. des Sende-
und Empfangsschaltkreises 10 potentialverschoben und dann über einen Dämpfungskondensator
C12 dem Digitaleingang DAT der Schnittstelle 10 zugeführt. Hierdurch können sowohl
die 50 Hz-Netzfrequenz unterdrückt, als auch die Eingangsströme jeder Schnittstelle
geringgehalten werden. Fig. 8b zeigt eine weitere Ausgestaltung der Busankopplung.
Hierbei sind die beiden Busleitungen 12 mit dem Dateneingang der Digitalschnittstelle
induktiv gekoppelt. Werden EVGs mit dem in Fig. 8a dargestellten Koppelfilter an verschiedenen
Phasen des Drehstromnetzes betrieben, können Ausgleichsströme fließen, die die Datenübertragung
störend beeinflußen. Diese Ausgleichsströme können zwar in der Schaltung gemäß Fig.
8b ebenfalls fließen, sie heben sich allerdings auf, da keine primärseitige Masseverbindung
existiert. Eine vorteilhafte Weiterbildung dieser Schaltung zeigt Fig. 8c. Durch die
Verwendung einer Sekundärwicklung mit Mittelanzapfung wird die Schaltung verpolungssicher.
Anwendbar ist auch eine optische Kopplung, jedoch weist diese einen erhöhten Stromverbrauch
auf.
[0047] Als Stellsignale werden 255 (entsprechend 8 bit) Helligkeitswerte vorgesehen. Auch
das Steuersigal "AUS", dargestellt durch das binäre Wort "Null" ist möglich. Durch
das vorgenannte Signal AUS versetzt sich das Gesamt-EVG sofort oder nach einer geringen
Zeitspanne in einen stromsparenden Abschaltmodus (SLEEP). In ihm wird der Meßstromverbrauch
des gesamten Vorschaltgerätes minimal. Der Wechselrichter 30 und die Ansteuerschaltung
31 werden stillgelegt und ggf. nach geringer weiterer Zeitverzögerung auch die wesentlichen
Baugruppen des Steuer- und Regelschaltkreises 17. Lediglich die Empfangsschaltung
der Sende- und Empfangseinrichtung 10 und die Überwachungsschaltung für die Erkennung
eines Notbetriebes (NOT) bleiben aktiviert. Die Gesamtkreisleistung sinkt damit unter
1 W. Trifft jedoch in einem solchen Zustand ein neues Stellsignal ein, so nimmt die
Steuer- und Regelschaltung 17 sofort die Einschaltsequenz vor, die mit Vorheizen und
Zündvorgang (ZÜND) in den stationären Betrieb überleitet und dort wird für eine sofortige
Einstellung des gewünschten Helligkeitswertes (DIMM) gesorgt.
[0048] Neben der Steuerung der Helligkeit und des Notbeleuchtungsmodus sowie des Abschalt-Modus
(SLEEP-Mode) obliegt dem Steuer- und Regelschaltkreis 17 auch die Aufgabe, sämtlichen
vorgenannten Prozeßgrößen die Informationen zu entnehmen, die zur Überwachung und
Steuerung des EVG von Wichtigkeit sind.
[0049] Dies sind die Spannungsüberwachung, die Notbetriebs-Aufrechterhaltung und die Überwachung
der Leuchtstofflampen hinsichtlich Wendelbruch oder Gasdefekt. Auch werden durch die
Meßgrößen die verschiedenen Betriebszustände der Leuchtstoffröhre, wie Zünden, Vorheizen
und stationärer Betrieb unterscheidbar. Nachfolgend sollen die gemessenen und zur
Überprüfung herangezogenen Prozeßgrößen zusammengefaßt werden:
Versorgungsspannung U
ac, U
N,
Unter/Überspannung U
Nmin, U
Nmax,
Batteriespannung U
B,
Zwischenkreisspannung U₀,U
dc,
Lampenstrom/Betriebsstrom I
L1,I
L2,
Lampenspannung U
L1,U
L2,
Ausgangsspannung U
HF,
Ausgangsstrom I
HF,
Wendelstrom I
W1, I
W2,
Wechselspannungsgenerator-Zweigstrom I
Kap.
[0050] Anhand der aufgeführten Größen werden Überspannung und Unterspannung im Zwischenkreis
und im Versorgungskreis erfaßt. Die Steuer- und Regelschaltung 17 schaltet dabei alle
Funktionen ab, wenn die Spannung zu hoch wird, und kann erst wieder in Funktion gehen,
wenn die Spannung einmal ab- und wieder zugeschaltet wurde.
[0051] Das Auftreten von Unterspannung - welches zu einem gefährdenden kapazitiven Betrieb
des Wechselrichters führt - wird damit beantwortet, daß die Ansteuerschaltung 31 gesperrt
wird. Solange die Netzversorgung nicht die notwendige Spannung hat, um den Heizvorgang
der Wendeln zu garantierten und den kapazitiven Betrieb zu vermeiden, nimmt die Steuer-
und Regeleinrichtung 17 keine Zündung vor. Erst nach Überschreiten eines vorgebbaren
Schwellenwertes wird der Zündvorgang ausgelöst. Dieses geschieht automatisch.
[0052] Eine Notbetriebsumschaltung auf eine vorgebbare Notbeleuchtungs-Helligkeit erfolgt
beispielsweise dann, wenn über den üblichen Wechselspannungs-Versorgungseingang des
Einschaltkreises 20 und über den Meßfühler R21,C25 (Fig. 4) eine Gleichspannung U
N von dem Regelschaltkreis 17 erkannt wird. Hierzu dient eine Zähllogik, die bei Ausbleiben
der Über- oder Unterschreitung eines vorgegebenen Schwellenwertes den Notbetrieb einleitet.
Dies kann nach einer vorgebenen Totzeit geschehen, die einzelne, möglicherweise fehlende,
Halbwellen, überbrückt.
[0053] Fällt in einem Leuchtensystem die normal speisende Wechselspannung U
ac, U
N aus, so wird eine Notspannungsversorgung U
B, die aus Batterien oder einem Generator gewonnen wird, auf die Netzspannungsleitung
gelegt. Dies erkennen die EVGs automatisch.
[0054] Im Notbetrieb wird die Helligkeit der Leuchtstofflampen nicht mehr durch den digital
vorgegebenen Helligkeitswert DIMM vorgegeben, sondern durch einen dezentral am Gerät
vorgebbaren Trimmwert, der über den Eingang U
NOT vorgebbar ist. Sollte sich das EVG beim Eintreten dieses Notbetriebes im Abschalt-Modus
(SLEEP) befinden, d. h. Lampe und Wechselrichter abgeschaltet, so führt es zuerst
den normalen Zündvorgang (ZÜND) durch, um nachher auf die Notbetriebshelligkeit zu
stellen.
[0055] Bei erkanntem Ende des Notbetriebszustandes geht das EVG in den vorherigen Zustand
zurück, dies kann der AUS-Zustand sein, wenn sich das EVG vorher dort befand. Dies
kann jedoch auch der ursprüngliche Helligkeitswert (DIMM) sein, sofern dieser vor
Anforderung des Notbetriebes vorlag.
[0056] Über die Erfassung des Wendelstromes erfolgt eine Erkennung, ob entweder eine Lampe
nicht eingesetzt ist oder eine der beiden Wendeln gebrochen ist. In einem dieser Fehler-Fälle
wird der Wechselrichter 30 an seiner maximalen Frequenz f
max betrieben, was einerseits einen nach wie vor fließenden Heizstrom zur Folge hat,
wenn die defekte Lampe ausgetauscht worden ist und andererseits die Spannung an der
defekten Lampe auf das kleinstmögliche Maß heruntersetzt. Dies ist zur Einhaltung
der Sicherheitsbestimmung nach VDE wichtig. Der induktive Teil des Serienresonanzkreises
im Ausgang wird bei der genannten hohen Frequenz f
max gegenüber dem kapazitiven Widerstand des Zündkondensators C17 so hoch, daß die Spannung
am Ausgang auf ungefährliche Werte beschränkt wird und keine Gefahr für das Wartungspersonal
besteht.
[0057] Bei Einsetzen einer funktionsfähigen Lampe wird ohne weitere Maßnahmen nach Abwarten
der Vorheizdauer der Zündvorgang (ZÜND) eingeleitet.
[0058] Die interne Ablaufsteuerung im Steuer- und Regelschaltkreis 17 begrenzt weiterhin
auch die Anzahl der Startversuche auf zwei und setzt (sendet) immer dann, wenn ein
Fehlerfall vorliegt, wenn z. B. die Lampe fehlt, wenn ein Wendelbruch oder ein Gasdefekt
vorliegt, ein Fehlersignal über die Sende- und Empfangseinrichtung 10 auf dem bidirektionalen
Bus 12 ab. Dies gilt auch im Notbetrieb, da beim Defekt der Lampe der Notbetrieb nicht
eingehalten werden kann.
[0059] Verdrahtungsfehler, die zu einem Kurzschluß der Entladungsstrecke der Lampe führen,
können aufgrund der Prozeßsignale dann erfaßt werden, wenn die Lampenspannungen auf
einen vorgegebenen minimalen Wert hin überwacht werden. Dabei führt eine Unterschreitung
dieses vorgegebenen Wertes, wie bei der Netzüberspannungs-Überwachung zu einem Abschalten
des gesamten EVG.
[0060] Auch die Zündunwilligkeit der Lampe, z. B. durch Gasdefekt, wird von dem Steuer-
und Regelschaltkreis 17 erkannt. Wenn die Lampe innerhalb einer vorgegebenen Zündvorgabezeit
nicht gezündet werden kann, d. h. wenn ein Abfallen der Spannung an dem Zündkondensator
C17 innerhalb dieser Zeitspanne nicht eintritt, greift die genannte Sperre ein.
[0061] Neben einem vollständigen Abschalten und einer Fehlermeldung kann auch eine Wiederholzeit
abgewartet werden, nach der ein erneuter Zünd- und Starversuch unternommen wird. Wird
auch hierbei kein Zünderfolg bewirkt, so reagiert die Steuer- und Regelschaltung 17
wie bei Heizwendelbruch und setzt die Frequenz des Wechselrichters 30 auf maximalen
Wert f
max.
[0062] Bei Austauschen der Lampe, was der Steuer- und Regelschaltkreis 17 an einem Ansteigen
der Lampenspannung oder an einem Verändern des Heizwendelstromes erkennt, erfolgt
nach Wiedereinsetzen einer neuen Lampe neuerlich ein Zündversuch. Zur Helligkeitsregelung
der Leuchtstofflampen sei folgendes erläutert. Es findet eine echte Helligkeitsregelung
Anwendung, da diese lampentypunabhängig gleiche Lampenleistungen - bei im wesentlichen
gleichem Lampenwirkungsgrad - gewährleistet. Die istwertbestimmenden Meßgrößen Lampenstrom,
Lampenspannung werden multipliziert und analog oder digital mit den über die Sende-
und Empfangseinrichtung 10 ferngesteuert vorgegebenen Sollwerten verglichen. Das Vergleichsergebnis
steuert unmittelbar oder über einen Regler die Frequenz f des Wechselspannungsgenerators
30. Wild eine genauere Helligkeitsabstufung gewünscht, so kann eine logarithmische
Sollwertanpassung erfolgen. Auf gleiche Weise kann eine exponentielle Istwertgewichtung
durchgeführt werden. Neben der Lampentypunabhängigkeit wird auch eine Kompensation
von Lampenalter, von der bestehenden Betriebstemperatur und auch von der möglicherweise
schwankenden Netzspannung U
N erreicht.
[0063] Mit der prozeßsignalgesteuerten Betriebszustandsüberwachung wird es auch möglich,
das Zünden der Lampen auf kleine Helligkeitswerte durchzuführen, wobei der normalerweise
auftretende Lichtimpuls vermieden werden kann. Letzterer ist bedingt durch die sich
im Ausgangskreis durch den Zündvorgang speichernde Energie, die dann nach Zünden schlagartig
in die Lampe entladen wird. Zur Unterdrückung bzw. Beseitigung wird eine schnelle
Zünderkennung - über die Änderung der Lampenbrennspannung U
L1,U
L2 -vorgesehen, sowie eine schnelle Reduktion des Lampenstroms nach dem Zünden ausgeführt.
Letzteres durch augenblickliche Verschiebung der Wechselrichter-Ausgangsfrequenz in
Richtung zu höheren Frequenzen hin. Hierdurch wird der Glimmbereich zwischen dem Zünden
und der stationären Gasentladung künstlich verlängert. Hierdurch würde unter normalen
Umständen eine Reduktion der Lampenlebensdauer auftreten. Dies wird gem. dem Ausführungsbeispiel
jedoch vermieden, da die Verlängerung der Glimmphase nur für die kritischen niedrigen
Helligkeitswerte eingesetzt wird. Fur große Helligkeitswerte wird der Strom auf einem
höheren Pegel gehalten, wodurch die Glimmphase verkürzt wird. Dies kann über digitale
Steuerworte und die Sende- und Empfangseinrichtung 10 per Software eingestellt werden.
[0064] In
Fig. 9 ist ein Helligkeits-Zeitdiagramm dargestellt, in welchem die Helligkeit der von dem
EVG gemäß Fig. 1 gesteuerten Lampe zeitabhängig variiert wird. Zunächst ist maximale
Helligkeit vorgesehen, es folgt ein über die Busleitung 12 und die Digitalschnittstelle
10 vorgegebener Abschalt-Zyklus. Die Helligkeit wird gem. einer vorgegebenen Steigung
bis auf Null reduziert, sodann schalten sich der Wechselrichter 30, seine Treiberschaltung
31 und wesentliche Teile des Steuer-ICs 17 zur Stromersparnis ab. Ein daraufhin folgender
Notbeleuchtungs-Zustand führt - trotz abgeschaltetem System - zu einem gesteuerten
Zünden sowie einem Aufbau der Helligkeit der Lampe auf die voreingestellte Notbeleuchtungshelligkeit
(NOT). Diese ist über die Sollwert-Vorgabe U
NOT für jedes dezentrale EVG veränderbar. Ebenso ist der in Fig. 9 eingezeichnete maximale
und minimale Helligkeitswert (MIN,MAX) über eine entsprechende Sollwertvorgabe einstellbar
oder abgleichbar.
[0065] In Fig.10 ist ein programmtechnisch gesteuerter "Softstart" als Helligkeits-Zeitdiagramm
schematisch dargestellt. Das EVG 60 befindet sich zunächst in abgeschaltetem Zustand
(AUS). Der Befehl "Softstart" führt nun entweder auf ein automatisches steigungsgeregeltes
Ansteigen der Lampenhelligkeit - nach deren Zündung - oder zu einem programmgesteuerten
inkrementalen Anwachsen der Lampenhelligkeitsstufen. Im letzteren Fall werden von
dem zentralen Steuergerät 50 aus in bestimmten Zeitabschnitten inkremental wachsende
Helligkeitswerte gesendet. Die dezentralen EVGs folgen den Anforderungen nahezu verzögerungslos.
Hierdurch wird ein änderungsgeschwindigkeits-gesteuertes (geregeltes) Ansteigen und
Abfallen der dezentralen Lichtquellen möglich.
1. Verfahren zur Steuerung der Helligkeit und des Betriebsverhaltens von Gasentladungslampen
(GE-Lampen) über ein elektronisches Vorschaltgerät (EVG) mit einem in seiner Ausgangsfrequenz
(f) variierbaren Wechselspannungsgenerator (WR,30),
mit einer Gleichrichterschaltung (GR,20), die den Wechselspannungsgenerator (30) speist,
und
mit einem Lastkreis (40), der mindestens einen Reihenschwingkreis (L3,C14) und mindestens
eine Gasentladungslampe (LA1,LA2,GE-Lampe) aufweist, und der von dem Wechselspannungsgenerator
(30) mit einer variierbaren Wechselspannung (UHF) gespeist wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Steuer- und Regeleinrichtung (17) und eine Sende- und Empfangseinrichtung
(10) vorgesehen sind, der über einen digitalen Steuereingang (DAT), Befehle zur Steuerung
und Regelung der Helligkeit (E,Pist) und des Betriebszustandes (MIN,MAX,NOT,SLEEP,DIMM,ZÜND,AUS,EIN), der mindestens
einen Gasentladungslampe (LA1,LA2) zuführbar sind, bzw. zugeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Abschalt-Betriebszustand (AUS), in welchem die Gasentladungs-Lampe abgeschaltet
wird, der Wechselspannungsgenerator (WR,30) über eine Treiberschaltung (31) und die
Steuer- und Regeleinrichtung (17) sofort oder nach einer vorgegebenen Zeitspanne stillgelegt
wird (SLEEP).
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuer- und Regeleinrichtung (17) mit dem Wechselspannungsgenerator (WR,30)
zeitgleich oder geringfügig verzögert stillgelegt wird (SLEEP) und daß bei Empfang
eines neuen digitalen Helligkeitsbefehls (DIMM) die Steuer- und Regeleinrichtung (17)
und der Wechselspannungsgenerator (30) wiederaktiviert werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere EVGs (60-1,60-2, ...,60-i) je mit einer Steuer- und Regeleinrichtung (17)
sowie einer Sende- und Empfangseinrichtung (10) versehen und über je ein Busleitungspaar
(12) oder über ein einzelnes Busleitungspaar (12) gemeinsam mit einem zentralen Steuergerät
(50,51) verbindbar sind, welches Befehle an die Empfangsteile der Sende- und Emfangseinrichtungen
(10) der mehreren EVGs (60-i) abgibt und Betriebszustandsinformation oder Fehlermeldungen
von ihren Sendeteilen empfängt, auswertet (50) und anzeigt (51) [Luxmate].
5. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Veränderung einer die Gleichrichterschaltung (20) speisenden Versorgungsspannung
(UN,Uac) erfaßt wird und die Steuer- und Regelschaltung (17) daraufhin den Betriebszustand
und/oder die Helligkeit (E) der GE-Lampe (LA1,LA2) entsprechend verändert, insbesondere
bei Erkennen von Gleichspannung (UB) einen vorgebbaren Notbeleuchtungspegel (NOT) einstellt [Nothelligkeit].
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Veränderung einer den Wechselspannungsgenerator (30) speisenden Zwischenkreis-Gleichspannung
(U₀,Udc) vor und/oder während des stationären Betriebes erfaßt und daraufhin der Betriebszustand
der GE-Lampe (LA1,LA2) entsprechend beeinflußt wird, insbesondere bei Überschreiten
eines vorgegebenen Überspannungswertes (UNmax) abgeschaltet und bei Unterschreiten eines Unterspannungswertes (UNmin) nicht gezündet wird [Spannungsüberwachung].
7. Verfahren nach Anspruch 1, 5 oder Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Erkennung einer des EVG (60) speisenden Gleichspannung (UB) statt einer regelmäßigen Versorgungs-Wechselspannung (UN,Uac) über eine Zähllogik erkennbar ist, die den zeitlichen Abstand des Auftretens eines
vorgebbaren Schwellenwertes in der Versorgungsspannung (UN,UB) überwacht bzw. erkennt.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der mittels eines Einstellorgans (R7,C28,R6) voreingestellte Notbeleuchtungspegel
(NOT) Vorrang vor einem mittels Befehlswort eingestellten Helligkeitspegel (DIMM)
und dem ggf. vorliegenden Abschaltzustand (AUS,SLEEP) hat.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
bei dem nach Aktivieren des Notbeleuchtungspegels (NOT) ein Zurückfallen in den Abschalt-Betriebszustand
(SLEEP,AUS) dann erfolgt, wenn letzterer vor Aktivieren des Notbeleuchtungspegels
(NOT) vorgelegen hat.
10. Verfahren nach Anspruch 1,
bei dem mehrere voreinstellbare Sollwerte (NOT,TR1,TR2) als Helligkeitspegel der GE-Lampe(n)
der oder jeder Steuer- und Regeleinrichtung (17) oder der oder jeder Sende- und Empfangseinrichtung
(10) mittels Potentiometern, Trimmwiderständen oder Spannungsteilern (R2,R6,R7,R32,R33)
vorgebbar sind, die über Befehlsworte an die Sende- und Empfangseinrichtung (10) individuell
abrufbar bzw. von der Steuer- und Regeleinrichtung (17) über den Wechselspannungsgenerator
(30) an der/den GE-Lampe(n) (40) einstellbar sind.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die gedimmten Helligkeitswerte (DIMM) über ein logarithmisch oder exponentiell
wirkendes Funktionsglied im Sollwertkanal oder im Istwertkanal des Helligkeitsregelkreises
(Psoll,Eist) verändert werden.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerung und Regelung der Helligkeit (E) und der Betriebszustände (DIMM,NOT,SLEEP,ZÜND)
der GE-Lampe(n) (LA1,LA2) über Frequenzveränderung (f) der von dem Wechselspannungsgenerator
(40) abgegebenen Wechselspannung (UHF) bewirkt werden oder
daß eine Frequenz-Veränderung (f) und eine Tastverhältnisänderung der Wechselspannung
(UHF) zur Helligkeitsveränderung (Eist) der GE-Lampe(n) durchgeführt wird, wobei insbesondere im unteren Dimmbereich (DIMM,
MIN) das Tastverhältnis geringer gewählt wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Befehlsworte als digitale Steuerworte, insbesondere mit 8bit-Wortlänge, seriell
über eine Steuerleitung (12) geführt werden und der oder jeder Sende- und Empfangseinrichtung
(10), der oder jeder Steuer- und Regeleinrichtung (17) des oder jedes angeschlossenen
EVGs (60-i) zugeführt werden [LAN].
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes angeschlossene EVG (60-i) über die Befehlsworte individuell oder in Funktionsgruppen
ansprechbar und steuerbar, insbesondere dimmbar, ist.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die seriellen Befehlsworte über einen Bandpass oder ein Differenzierglied (C22,C23,R3,R4,R5,C12)
der Sende- und Empfangseinrichtung (10) zugeführt werden [Koppelfilter].
16. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die seriellen Befehlsworte über einen Überträger der Sende- und Empfangseinrichtung
(10) induktiv zugeführt werden.
17. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Vermeidung von parasitärem Licht(im)pulsen die Zeitdauer der Glimmphase zwischen
Zündvorgang (ZÜND) und stationärem Nenn- oder Dimmbetrieb (DIMM) befehlswortgesteuert
(DAT,10) abhängig von der stationären Helligkeit (DIMM) verändert wird [Lichtpulskompensation].
18. Verfahren nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zeitdauer der Glimmphase für geringe stationäre Helligkeiten (DIMM,MIN) verlängert
wird.
19. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Helligkeit vom Abschalt-Zustand (AUS) der Gasentladungslampen-Lampe durch
einen Sammelbefehl oder mittels incrementaler Dimmbefehle änderungsgeschwindigkeitsgesteuert
zu der erwünschten stationäre Helligkeit (DIMM) geführt wird oder andersherum [Softstart,
-stop].
20. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach einer vorgebbaren Anzahl von, insbesondere zwei, erfolglosen Zündversuchen
(ZÜND) der GE-Lampe(n) (LA1,LA2), eine interne Ablaufsteuerung weitere Zündversuche
(ZÜND) unterbindet,
daß anhand von der Steuer- und Regeleinrichtung (17) zugeführten m Meßwertsignalen
(UL1,UL2,IW1,IW2,Udc,Uac) die Fehlerursache bestimmt wird und
daß eine entsprechende Fehlermeldung über die Sende- und Empfangseinrichtung (10)
auf dem Busleitungspaar (12) abgesetzt wird [Fehlererkennung].
21. Verfahren nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß die interne Ablaufsteuerung nach Unterbinden der Zündversuche weitere Zündversuche
initiiert, sofern die Lampe ausgewechselt wurde.
22. Schaltungsanordnung, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche,
mit einem in seiner Ausgangsfrequenz (f) variierbaren Wechselspennungsgenerator (30,WR),
mit einer Gleichrichterschaltung (GR,20), die den Wechselspannungsgenerator (30) speist,
und
mit einem Lastkreis (40), der mindestens einen Reihenschwingkreis (L3,C14) und mindestens
eine Gasentladungslampe (LA1,LA2,GE-Lampe) aufweist, und der von dem Wechselspannungsgenerator
(30) mit einer varriierbaren Wechselspannung (UHF) gespeist wird,
gekennzeichnet durch,
eine Steuer- und Regeleinrichtung (17), der eine Mehrzahl (m) von Meßgrößen, wie Lampenstrom
(IL1,IL2), Lampenwechselspannung (UL1,UL2), Heizwendelstrom (IW1,IW2), Wechselspannungsgenerator-Zweigstrom (iKap), Wechselrichter-Ausgangsspannung (UHF), Zwischenkreis-Gleichspannung (Udc,U₀), unmittelbar dezentral und eine Mehrzahl (n) von System-Sollwerten, wie Notbeleuchtungspegel
(NOT), oberer und unterer Helligkeitsgrenzwert (MIN,MAX,TR1,TR2), Betriebs-Helligkeitspegel
(Esoll,Psoll), entweder unmittelbar dezentral oder über eine Sende- und Empfangseinrichtung (10)
mittelbar zentral zuführbar sind.
23. Schaltungsanordnung nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß aus den Meßwerten Lampenstrom (IL1,IL2) und Lampenspannung (UL1,UL2) die tatsächliche Lampenleistung (Pist) bzw. deren Helligkeit (Eist) ermittelt wird und mit einem zentral vorgebbaren Helligkeitswert (Psoll,Esoll) vergleichbar ist und daß auf der Basis des Differenzsignales eine Frequenzänderung
(f) des dezentralen Wechselspannungsgenerators (30) im EVG (60-i) vorgenommen wird.
24. Schaltungsanordnung nach Anspruch 22 oder 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuer- und Regeleinrichtung (17) aus den Meßwerten Lampenstrom (IL1,IL2) und Wechselspannungsgenerator-Ausgangsspannung (UHF) durch Vergleich der Nulldurchgänge beider bzw. der relativen Phase zwischen beiden
Meßgrößen (UHF;IL1,IL2) ein kapazitiver Betrieb des Lastkreises (40) erfaßbar ist und daß bei Erfassen einer
solchen Betriebsweise die Frequenz (f) des Wechselspannungsgenerators (30) aufwärts
verschoben wird [Wechselrichterschutz].
25. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 22-24,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Meßwert Heizwendelstrom (IW1,IW2) daraufhin überwacht wird, daß er einen vorgegebenen Schwellenwert überschreitet
und
daß bei Absinken unter den vorgenannten Schwellenwert der Wechselspannungsgenerator
(30) von der Steuer- und Regeleinrichtung (17) zu seiner maximalen Frequenz (fmax) hin verschoben wird und
daß über die Sende- und Empfangseinrichtung (10) ein digitales Fehlersignal abgegeben
wird [Lampenüberwachung].
26. Schaltungsanordnung nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Meßwert Heizwendelstrom (Iw1, Iw2) auch während der Wechselspannungsgenerator
(30) mit max. Frequenz arbeitet überwacht wird, um einen Neustart beim Erkennen einer
neueingesetzten Lampe zu initiieren.
27. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 22-26,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Lampenstrom (IL1,IL2) eine unwesentliche Gleichstromkompenente überlagerbar ist, welche vorzugsweise im
Bereich geringer Helligkeitswerte (DIMM,MIN) der GE-Lampe (LA1,LA2) anwesend ist.
28. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 22 oder 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Veränderung der Frequenz (f) des Wechselspannungsgenerators (30) mittels eines
in der Steuer- und Regeleinrichtung (17) vorgesehenen spannungsgesteuerten Oszillators
(VCO) bewirkt wird.
29. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 22 oder 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Falle des Notbetriebes der zentral vorgegebene Helligkeitswert (Psoll,Esoll) durch den dezentral an der jeweiligen Steuer- und Regeleinrichtung (17) jedes EVGs
(60-i) vorgebbaren voreingestellen Notbeleuchtungspegel (NOT) ersetzt wird.
30. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 22-29,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßwertauswertung und Fehlerermittlung von der Steuer- und Regeleinrichtung
(17) dezentral lampenindividuell durchführbar ist und daß die jeweiligen Betriebszustandsinformationen
oder lampenindividuellen Fehlermeldungen von den Sendeteilen der Sende- und Empfangseinrichtung
(10) auf ein bidirektional arbeitendes Busleitungspaar (12) in digital kodierter oder
analoger Form übertragbar sind [Fehlerinformation].
31. Ausgangs-Schaltungsanordnung für ein elektronisches Vorschaltgerät (EVG) mit einer Steuer- und Regeleinrichtung
(17), insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche
1-19,
mit mindestens einem Paar von Serienresonanzkreisen (L2,C15;L3,C16), die den Ausgang
eines Wechselspannungsgenerators (30,WR) mit je einem Paar von Gasentladungslampen
(LA1,LA2,GE-Lampe) verbinden,
mit mindestens einem Paar von Zündkondensatoren (C17,C18) von denen je einer eines
Paares parallel zu je einer eines Paares von GE-Lampen (LA1,LA2), geschaltet ist und
mit mindestens einem induktiven Symmetrierelement (TR1), das von den Lampenströmen
(IL1,IL2) je eines Paares von GE-Lampen (LA1,LA2) gegensinnig magnetisierbar ist.
32. Ausgangs-Schaltungsanordnung nach Anspruch 31,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zündkondensator (C17; C18) zwischen der Spule (L2; L3) und dem Kondensator
(C15; C16) des Serienresonanzkreises angreift.
33. Ausgangs-Schaltungsanordnung nach Anspruch 32,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Symmetrierelemente (TR1) ein Zweiwicklungs-Übertrager ist, dessen beide Wicklungen
gleiche Windungszahlen aufweisen.
34. Ausgangs-Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 31 oder 32,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein Paar von Strommeßgliedern (R31, R32), vorzugsweise ein Paar von
niederohmigen Shunts, vorgesehen ist, wobei je ein Strommeßglied (R31,R32) in Serie
zu je einer Gasentladungslampe geschaltet ist,
daß mindestens ein Paar von Spannungsmeßgliedern (R25-R28), vorzugsweise von Paar
von Spannungsteilern vorgesehen ist, wobei je ein Spannungsmeßglied (R25,R27;R26,R28)
parallel zu je einer Gasentladungslampe geschaltet ist und
daß alle den Meßgliedern entnommenen Meßgrößen (UL1,UL2,IL1,IL2) der Steuer- und Regeleinrichtung zugeführt werden.
35. Ausgangs-Schaltungsanordnung nach Anspruch 31,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizwendeln je einer Gasentladungslampe von je einem Heizübertrager (L5,L4)
mit einer Primär und je einer Sekundärwicklung für jede Heizwendel der Gasentladungslampe
spannungsgesteuert beheizbar sind, wobei jeder Heizübertrager (L4,L5) primärseitig
parallel zu der Gasentladungslampe geschaltet ist, deren Heizwendeln er beheizt.
36. Ausgangs-Schaltungsanordnung nach Anspruch 35,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Heizübertrager (L4,L5) primärseitig je ein Strommeßglied (R10,R11) in Serie
geschaltet ist, dessen jeweiliges Ausgangssignal (IL1,IL2) der Steuer- und Regeleinrichtung (17) zur Detektion der Heizwendelbeschaffenheit
und zur Ableitung eines Fehlersignales hieraus zuführbar ist.
37. Ausgangs-Schaltungsanordnung nach Anspruch 31 oder 35,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Lampenstrom (IL1,IL2) eine geringfügige Gleichstromkomponente überlagerbar ist, die kontinuierlich oder
abhängig von der Helligkeit der Gasentladungslampe anwesend ist und bevorzugt etwa
1 % des Lampenstromes beträgt [Schichtenkompensation].
38. Ausgangs-Schaltungsanordnung nach Anspruch 37,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gleichstromkomponente im Lampenstrom durch eine Zenerdiode (V16,V17) bewirkt
wird, die in Serie zu dem oder den Heizübertragern(n) (L4,L5) geschaltet ist.