[0001] Die Erfindung betrifft eine Nähmaschine nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Bei einer bekannten derartigen Nähmaschine (DE-PS 32 35 121) kann eine Vielzahl unterschiedlicher
vorprogrammierter Nähmuster hergestellt werden. Die Auswahl dieser Nähmuster erfolgt
dabei aus einer Tabelle, in der die Nähmuster zusammen mit einer zugehörigen Codezahl
dargestellt sind, wobei letztere zur Wahl des Musters über eine Tastatur eingeben
wird. Dies erfordert bereits einen größeren Aufwand zum Aufsuchen des Nähmusters.
Zur Erstellung der verschiedenen Nähparametern des ausgewählten Nähmusters muß dann
über weitere, jeweils den einzelnen Parameteranzeigen zugeordnete Tasten die Nähparameterwerte
eingegeben werden. Dies ist für die Bedienungsperson sehr verwirrend und erfordert
meist ein mehrmaliges Nachschauen in der Gebrauchsanleitung für die Nähmaschine.
[0003] Durch die US-A-4 860 678 ist eine den Oberbegriff des Patentanspruchs 1 entsprechende
Nähmaschine bekanntgeworden. Die Anzeigeeinheit dieser Nähmaschine zeigt gleichzeitig
eine überaus große Zahl von Anzeigeformen auf, aus denen die Bedienungsperson mit
Hilfe eines durch Tasten gesteuerten Cursors eine Auswahl treffen kann. Das gleichzeitige
Angebot einer solchen Vielzahl von Auswahlmöglichkeiten verwirrt die Bedienungsperson
und erschwert daher die Bedienung der Nähmaschine.
[0004] In der US-A-4 622 907 ist eine Nähmaschine geoffenbart, mit der eine Vielzahl von
Buchstaben und Buchstabenkombinationen herstellbar ist. Jedem ausführbaren Buchstaben
ist eine eigene Taste eines Tastenfeldes zugeordnet, wobei diese Taste ein dem zugehörigen
Buchstaben entsprechendes Nähmustersymbol aufweist. Eine derartige Anordnung mag zwar
zur Auswahl von Mustern, welche Buchstaben darstellen sollen, geeignet sein, zur Auswahl
von einzelnen Nähmustern oder von Gruppen von ähnlich gestalteten Nähmustern und deren
Einstellungsparameter würde sich bei dieser Ausführung aber ein unübersichtlicher
Bedienungsaufwand ergeben.
[0005] Zur Behebung dieser Nachteile liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Wähl-
und Anzeigeeinrichtung für die Musterauswahl einer elektronischen Nähmaschine zu schaffen,
mit der sowohl die Musterauswahl als auch die Parametereinstellung des ausgewählten
Nähmusters in problemloser Weise aufeinanderfolgend durchführbar ist.
[0006] Mit der erfindungsgemäßen Lösung nach dem Kennzeichen des Anspruchs 1 ergibt sich
eine bedienungstechnisch einfache Musterwähl- und Anzeigeeinrichtung, die trotz der
wesentlich vergrößerten Nähmusterund der Parameter-Darstellung kompakt ausgebildet
ist.
[0007] In den Fig. 1 bis 7 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt:
- Fig. 1
- die Vorderansicht einer Nähmaschine mit ausgeklapptem Armdeckel;
- Fig. 2
- den Antrieb der Stichlage- und der Vorschubsteuerung der Nähmaschine;
- Fig. 3
- ein Blockschaltbild des Steuersystems der Nähmaschine;
- Fig. 4 - 6
- verschiedene Anzeigeformen der im Armdeckel der Nähmaschine eingebauten Anzeigeeinrichtung
und
- Fig. 7
- eine Darstellung zur Erläuterung des Speicherinhaltes des Arbeitsspeichers.
[0008] Wie die Fig. 2 zeigt, ist die Nähmaschine mit einer Hauptwelle 1 ausgestattet, welche
über eine Kurbel 2 und einen Lenker 3 eine mit einer Nadel 4 versehene, in einer Führungsschwinge
5 gelagerte Nadelstange 6 in vertikale Hubbewegungen versetzt. Die Führungsschwinge
5 ist dabei in dem in Fig. 1 dargestellten Gehäuse der Nähmaschine mittels eines Zapfens
7 gelagert.
[0009] Die Führungsschwinge 5 weist einen Ansatz 8 auf, der über einen Lenker 9 mit einer
Kurbel 10 verbunden ist, die auf einer Welle 11 eines im Gehäuse der Nähmaschine angeordneten
Schrittmotors 12 zur Steuerung der Stichpositionen der Nadel 4 befestigt ist.
[0010] Die Hauptwelle 1 treibt über eine nicht dargestellte Kette eine untere Welle 13 an.
Auf der Welle 13 ist ein Zahnrad 14 befestigt, welches mit einem Zahnrad 15 in Eingriff
steht, das auf einer parallel zur Welle 13 gelagerten Welle 16 befestigt ist. Auf
dieser ist ein Hebeexzenter 17 festgeschraubt, welcher einen Nocken 18 trägt. Auf
der Welle 16 ist ferner einer Exzenter 19 befestigt, der von einer Exzenterstange
20 umgriffen wird, an der mittels eines Bolzens 21 zwei Lenker 22 und 23 angelenkt
sind. Der Lenker 22 ist über einen Bolzen 24 mit einem Winkelhebel 25 drehbar verbunden,
der auf einer im Gehäuse der Nähmaschine befestigten Achse 26 drehbar gelagert ist
und über einen Arm 27 des Winkelhebels 25 und eine Stange 28 mit einer Kurbel 29 verbunden
ist, die auf der Welle 30 eines zweiten in dem Gehäuse der Maschine angeordneten Schrittmotors
31 befestigt ist, der die Steuerung des Vorschubes der Nähmaschine bewirkt.
[0011] Durch einen Bolzen 32 ist der Lenker 23 mit einem Arm 33 eines auf der Welle 13 gelagerten
Schwinghebels 34 gelenkig verbunden. Ein zweiter nach oben ragender Arm 35 des Schwinghebels
34 weist an seinem Ende einen Führungsschlitz 36 auf, in dem ein Zapfen 37 geführt
ist. Dieser ist an einem Tragarm 38 befestigt, der auf einer horizontalen, im Gehäuse
der Nähmaschine parallel zur Vorschubrichtung befestigten Achse 39 verschiebbar gelagert
ist. An seinem freien Ende trägt der Tragarm 38 einen Stoffschieber 40, der zum Transport
von Nähgut vorgesehen ist, welches von der Nadel 4 im Zusammenwirken mit einem nicht
dargestellten Greifer vernäht wird. Der Tragarm 38 stützt sich über einen nach unten
gerichteten Steg 41 auf den Nocken 18 des Hebeexzenters 17 ab.
[0012] Die beiden Schrittmotore 12 und 31 sind in ihrem Aufbau und in ihrer prinzipiellen
Steuerung identisch. Der Schrittmotor 12 dient zur Steuerung der seitlichen Pendelbewegung
der Führungsschwinge 5, während der Schrittmotor 31 zur Steuerung der Schiebebewegung
des Stoffschiebers 40 vorgesehen ist.
[0013] In dem Gehäuse der Nähmaschine ist ein Mikrocomputer (Fig. 3) vorgesehen, dessen
Zentralprozessor 42 über Leitungen 43 mit einem von der Hauptwelle 1 der Nähmaschine
synchron angetriebenen Impulsgeber 44 verbunden ist. Der Impulsgeber 44 gibt bei jeder
Maschinenumdrehung dann jeweils einen Impuls an den Zentralprozessor 42 ab, wenn die
Nadel 4 das Nähgut verlassen hat und der Schrittmotor 12 die Nadelstangenposition
verstellen kann; außerdem auch dann, wenn der Stoffschieber 40 seine Vorschubbewegung
beendet hat und der Schrittmotor 31 die Steuerung eines neuen Vorschubbetrages durchführen
kann. Mit dem Zentralprozessor 42 ist über Leitungen 45 eine Stichlagesteuereinheit
46 verbunden, die über Leitungen 47 an dem Schrittmotor 12 angeschlossen ist. Über
Leitungen 48 ist der Zentralprozessor 42 mit einer Vorschubsteuereinheit 49 und diese
über Leitungen 50 mit dem Schrittmotor 31 verbunden.
[0014] An den Zentralprozessor 42 sind über Leitungen 51 ein Festspeicher (ROM) 52, über
Leitungen 53 ein Arbeitsspeicher (RAM) 54 und über Leitungen 55 eine Anzeigeeinheit
56 angeschlossen. Außerdem sind über Leitungen 57 eine Tastatur 58 an den Zentralprozessor
42 angeschlossen. Die Tastatur 58 ist an der Vorderseite 59 des Gehäuses (Fig. 1)
der Nähmaschine angebracht und weist Tasten 58a auf, deren Oberseite jeweils mit einem
Symbol (0 ... 9) gekennzeichnet ist. Die Tastatur 58 weist außerdem zwei gesonderte
Tasten 58b auf, deren Oberseite mit je einem besonderen -Symbol (+, -) gekennzeichnet
ist.
[0015] Die Anzeigeeinheit 56 besteht aus einem LCD-Display-Modul, auf dem sich verschiedene
Anzeigeformen 56a, 56b, 56c (Fig. 1, 4 bis 6) darstellen lassen, in denen sowohl grafische
Zeichen als auch Schriftzeichen enthalten sein können. Sie ist im Inneren eines schwenkbar
auf dem Gehäuse der Nähmaschine befestigten Deckel 60 angeordnet.
[0016] Im Festspeicher 52 sind eine Mehrzahl von Näh-Grundmustern in binärer Form abgespeichert.
Das einzelne Grundmuster kann dabei aus einer beliebig langen Folge von Einzelstichen,
aber auch aus nur einem einzigen oder ganz wenigen Einzelstichen bestehen. Am Anfang
von jedem abgespeicherten Nähmuster sind dabei eine Musternummer und mehrere spezifische
Datenwerte für dieses Nähmuster, wie z. B. Normbreite, Normstichlänge, Normmusterlänge,
max. Länge usw. gespeichert. Dann folgen die für das Herstellen des Nähmusters vorgegebenen
Stichlage- und Vorschubkoordinaten.
[0017] Die Wahl der Nähmuster sowie die Einstellung der Stichbreite, der Stichlage sowie
der Stichlänge erfolgt über die Tasten 58a der Tastatur 58. Dabei wird die Anzeigeeinheit
56 durch den Mikroprozessor 42 so angesteuert, daß die Bedienungsperson mit Hilfe
der Anzeige in der Anzeigeeinheit 56 an das gewünschte Nähmuster sowie an die Auswahl
der notwendigen oder gewünschten Nähparameter des ausgewählten Nähmusters herangeführt
wird. Beim Betätigen einer der Tasten 58a oder 59a steuert der Mikroprozessor 42 neben
der entsprechenden Umschaltung der Anzeigeeinheit 56 auf eine andere Anzeigeform 56a
gleichzeitig auch die der betätigten Taste 58a jeweils zugeordnete Funktion zur Beeinflussung
eines Steuervorganges, der in einer Auswahl eines Grundmusters oder in einer Verstellung
eines Steuermittels für die Stichlage oder des Vorschubes bestehen kann.
[0018] Im ROM 52 sind verschiedene Tabellen enthalten, in denen die Darstellungsart verschiedener
in der Anzeigeeinheit 56 anzeigbarer Menüs, die Verstellbereiche der Nähparameter
(Breite, Stich- bzw. Musterlänge), sowie die Darstellungsart der Muster in der Anzeigeeinheit
56 abgelegt sind. Bei der Auswahl eines Grundmusters oder der Einstellung von Nähparametern
steuert der Mikroprozessor 42 die Startadresse der zu dem Muster gehörigen Tabelle
an, entnimmt dieser die entsprechenden Anzeigedaten und zeigt diese in der entsprechenden
Anzeigeform 56a, 56b, 56c in der Anzeigeeinheit 56.
[0019] Unmittelbar nach dem Wählvorgang eines Grundmusters durch eine Taste 58a werden die
dem gewählten Nähmuster entsprechenden Grunddaten zur Herstellung der Nähmuster durch
die Nähmaschine vom Mikroprozessor 42 aus dem Festspeicher 52 in den Arbeitsspeicher
54 übernommen. Dabei werden die Grunddaten des Nähmusters in aufeinanderfolgende Speicherzellen
gespeichert (Fig. 6). In der ersten Speicherzelle 71 steht dann die Musternummer MR,
in der nächsten Speicherzelle 72 die dem Nähmuster zugeordnete Normbreite NB, in der
Speicherzelle 73 der dem Nähmuster zugeordneten Normvorschub NV, in der Speicherzelle
74 die dem Nähmuster zugeordnete Normmusterlänge NL, in der Speicherzelle 75 die aktuelle
Breite AB, in der Speicherzelle 76 der aktuelle Vorschub AV und in der Speicherzelle
77 die aktuelle Musterlänge AL. Bei der Übernahme der Grunddaten aus dem Festspeicher
52 in den Arbeitsspeicher 54 werden die in die Speicherzellen 72, 73 und 74 übernommenen
Normwerte auch in die entsprechenden Speicherzellen 75, 76 und 77 gespeichert. Die
Inhalte der Speicherzellen 75, 76 und 77 werden über die Leitungen 53 vom Zentralprozessor
42 abgerufen, umgerechnet und dann in vom Nähmuster abhängiger Weise in einen Anzeigecode
umgewandelt, der in der Anzeigeeinheit 56 angezeigt wird. Sie können durch Betätigung
der Tasten 79a verändert werden. Der veränderte Wert erscheint dann auch in der Anzeigeeinheit
56. Gleichzeitig wird auch der veränderte Wert vom Zentralprozessor 42 entsprechend
codiert in den Speicherzellen 75, 76 und 77 abgelegt.
[0020] Beim Nähvorgang werden die im Festspeicher 52 dem Nähmuster zugeordneten aufeinanderfolgenden
Normkoordinatenwerte für die Nadellage NNK und den Vorschub NVK für jeden folgenden
Stich, durch den Impulsgeber 44 gesteuert, vom Zentralprozessor 42 aus dem Festspeicher
52 gelesen und in die Speicherzellen 91 und 92 des Arbeitsspeichers 54 übernommen.
Aus dem jeweiligen Normkoordinatenwert, dem Normwert und dem aktuellen Wert errechnet
der Mikrocomputer den tatsächlich auszuführenden neuen Koordinatenwert und speichert
ihn durch den Mikroprozessor 42 in die entsprechende Speicherzelle 91 oder 92 ein.
Anschließend errechnet aus dem in den Speicherzellen 93 bzw. 94 gespeicherten Koordinatenwert
ANK bzw. AVK des vorhergehenden Stiches und aus dem Koordinatenwert des neuen Stiches
NNK bzw. NVK aus den Zellen 91 und 92 die Anzahl der auszuführenden Schritte und die
Drehrichtung des entsprechenden Schrittmotors 12 oder 31 und steuert über die Stichlagesteuereinheit
46 den Schrittmotor 12 oder über die Vorschubsteuereinheit 49 den Schrittmotor 31.
[0021] Der Schrittmotor 12 verschwenkt über die Kurbel 10 und den Lenker 9 die Führungsschwinge
5 in die neue Stichlage für die Nadel. Der Schrittmotor 31 verstellt über die Kurbel
29 die Stange 28 und den Winkelhebel 25 den Bolzen 24 so, daß seine Längsachse nicht
mehr mit der Längsachse des Bolzens 32 fluchtet. Damit wird dem Schwinghebel 34 beim
Umlauf des Exzenters 19 eine Schwingbewegung um die Welle 13 erteilt, die über den
Arm 35 um den Tragarm 38 als Schiebebewegung auf den das Nähgut transportierenden
Stoffschieber 40 übertragen wird. Dieser erhält seine übliche Hebebewegung über den
mit dem Steg 41 des Tragarmes 38 zusammenwirkenden Nocken 18 des Hebeexzenters 17.
[0022] Beim Einschalten der Nähmaschine wird durch die Steuerung des Mikroprozessors 42
ein Hauptmenü auf der Anzeigeeinheit 56 angezeigt, wie es die Fig. 1 zeigt.
[0023] Dabei werden durch den Mikroprozessor 42 gesteuert, die Tasten 58a mit den Symbolen
1 bis 6 aktiviert, während die übrigen Tasten 58a gesperrt sind. Der Mikroprozessor
42 schaltet eine einfache Geradstichnaht mit Stichlänge 2,5 mm ein. Dies entspricht
der Betätigung der Taste 58a mit dem Symbol "1".
[0024] Wird nun der Anlasser der Nähmaschine betätigt, ohne daß die Bedienungsperson eine
Taste 58a gedrückt hat, so wird dieser beschriebene Geradstich von der Nähmaschine
ausgeführt.
[0025] Die Bedienungsperson wird normalerweise vor dem Anlassen der Maschine die Auswahl
eines Grundmusters durch Betätigung einer der Tasten 58a treffen. Dies geschieht zuerst
aus dem in der Anzeigeeinheit 56 angezeigten Hauptmenü (Fig. 1) - der Anzeigeform
56a - heraus. In dieser sind die wesentlichsten Grundmustergruppen durch Bezeichnung
angezeigt. Neben den Bezeichnungen ist jeweils ein Symbol (1 ... 6) dargestellt, von
denen jedes mit einem Symbol (1 ... 6) auf jeweils einer der Tasten 58a übereinstimmt.
Sollen weitere Grundmuster-Gruppen angezeigt werden, kann die Umschaltung der Anzeigeeinheit
56 auf diese anderen Grundmuster-Gruppen durch Betätigung der Taste 58a mit dem Symbol
"6" erfolgen.
[0026] Der Mikroprozessor 42 schaltet bei Betätigung einer der aktivierten Tasten 58a die
Anzeigeeinheit 56 jeweils auf eine andere Anzeigeform mit speziellen Auswahlkriterien
zu der gerade vorgenommenen Wahl. Wird beispielsweise die Taste 58a mit dem Symbol
"2" gedrückt, schaltet der Mikroprozessor 42 die Anzeigeeinheit 56 um, die nunmehr
das in Fig. 4 dargestellte Zickzack-Menü - Anzeigeform 56b - anzeigt. In der Anzeigeform
56b sind verschiedene ausführbare Zickzack-Muster dargestellt, von denen jeweils eines
durch Betätigung der Taste 58a ausgewählt werden kann, deren Symbol mit dem Symbol
des entsprechenden Musters übereinstimmt.
[0027] Wird jetzt z. B. die Taste mit dem Symbol "3" gedrückt, erscheint in der Anzeigeeinheit
56 die in Fig. 5 dargestellte Anzeigeform 56c, wobei links das Nähmuster in vergrößerter
Darstellung angezeigt wird. Daneben sind die Tastennummern angegeben, die ausgewählt
werden können, sowie deren Parameterbedeutung (Breite, Länge usw.).
[0028] Neben der Bezeichnung "Breite" und der Bezeichnung "Länge" ist jeweils eine Skala
65, 66 dargestellt, die in vergrößerter Form die mögliche Überstichbreite bzw. die
mögliche Stichlänge anzeigen. Unterhalb der Skala 65 erscheint ein Querbalken 67,
dessen angezeigte Länge die aktuell eingestellte Stichbreite und dessen Lage unterhalb
der Skala 65 die aktuell eingestellte Stichlage des Überstiches innerhalb des ausführbaren
Stichfeldes anzeigt. Unterhalb der Skala 66 erscheint ein Zeiger 68, dessen Lage die
aktuell eingestellte Stichlänge anzeigt. Die entsprechenden Parameterwerte der Länge
und der Lage des Querbalkens 67 bzw. der Lage des Zeigers 68 werden einer dem jeweiligen
Muster zugeordneten Parameter-Tabelle im ROM 52 entnommen. Dabei steuert der Mikroprozessor
42 bei der Umschaltung auf die Parameteranzeige, wie sie beispielsweise in Fig. 5
dargestellt ist, die dem Muster entsprechende Normbreite, Normlage und Normlänge an.
In der Parameter-Tabelle sind die möglichen Breiten- bzw. Längenveränderungen schrittweise
hintereinander abgelegt, so daß bei Betätigung einer der Tasten 58a der Mikroprozessor
42 jeweils den nächsten oder den zurückliegenden Parameterwert ausliest und in entsprechender
Weise in der Anzeigeeinheit 56 anzeigt.
[0029] So zeigt beispielsweise der Querbalken 67 in Fig. 5 eine eingestellte Stichbreite
von 3 mm in Mittellage M des Stichfeldes an. Durch Betätigung der Taste 58b mit dem
Symbol "+" bzw. "-" kann nun die Länge des Balkens und damit die Stichbreite vergrößert
oder verkleinert werden.
[0030] Zum Verändern der Stichlage wird die Taste 58a mit dem Symbol "2" gedrückt, worauf
die Ziffer 2 invers und die Ziffer "1" normal angezeigt wird. Beim Betätigen der Taste
58b mit dem Symbol "+" bzw. "-" kann nun die Lage der eingestellten Stichbreite innerhalb
des vorgesehenen Stichfeldes verschoben werden, so z. B. nach rechts, wie die Fig.
6 zeigt.
[0031] Die Einstellung der Stichlänge wird durch Betätigung der Taste 58a mit dem Symbol
"3" ausgelöst, das dann invers dargestellt wird. Beim Betätigen der Taste 58b mit
dem Symbol "+" bzw. "-" wird der Zeiger 68 unterhalb der Skala 66 nach rechts oder
links verschoben. Er zeigt dann den Wert der vom Mikroprozessor 42 neu eingestellten
Stichlänge an.
[0032] Die jeweils eingestellten Werte werden invers dargestellt und können mit der das
Symbol "+" bzw. "-" tragenden Taste 58b geändert werden. Dazu muß vorher die dementsprechenden
Parameter 1 ... 3 zugeordnete Taste 58a gedrückt sein, wodurch die entsprechende Zahl
1 ... 3 in der Anzeigeeinheit 56 ebenfalls invers dargestellt wird. Auf diese Weise
wird die Bedienungsperson vom Hauptmenü ausgehend, wie es in Fig. 1 in der Anzeigeform
56a der Anzeigeeinheit 56 dargestellt ist, nacheinander beispielsweise über die Darstellung
der Anzeigeform 56b in Fig. 4 an die Einstellung des gewünschten Nähmusters und an
die Einstellung von dessen Parametern (Anzeigeform 56c in Fig. 5) herangeführt, ohne
dieses Nähmuster und dessen Parameter aus einer Tabelle herauszusuchen und dann eine
diesem Muster entsprechende Codezahl bzw. auf verschiedenen, den einzelnen Parametern
zugeordnete Tastaturen die entsprechenden Parameterwerte eingeben zu müssen.
1. Nähmaschine mit
a) Stichbildemitteln,
b) Stofftransportmitteln,
c) einem Mikroprozessor, der mit einem Festwertspeicher (ROM) zum Speichern von Grundmustern
und von Steuerprogrammen für den Antrieb der Stichbildemittel und den Antrieb der
Stofftransportmittel sowie einem Schreib-/Lesespeicher (RAM) zur temporären Speicherung
der durch die Steuerprogramme abwandelbaren Grundmuster verbunden ist,
d) einer Tastatur, deren Tasten zur Auswahl eines gespeicherten Grundmusters und zur
Eingabe gewünschter Korrekturen der vorgegebenen Parameter des Grundmusters mit dem
Mikroprozessor verbunden sind,
e) einer Anzeigeeinheit, die mit dem Mikroprozessor verbunden ist, um wahlweise Kennwerte
eines Grundmusters oder Parameter eines Grund- oder abgewandelten Musters anzuzeigen,
wobei die Anzeigeeinheit ein einziges Punktmatrix-Display aufweist, dessen Anzeigefeld
vom Mikroprozessor entsprechend den über die Tastatur eingegebenen Werten ganz oder
in Teilbereichen auf unterschiedliche Anzeigeformen (Grafik oder Text) umschaltbar
ist,
gekennzeichnet durch die Kombination der nachfolgenden Merkmale:
f) die Umschaltung der Anzeigeformen (56a bis 56c) in der Anzeigeeinheit (56) erfolgt
zur Bildung einer fortschreitenden Auswahlmöglichkeit derart, daß lediglich die zur
Ausführung des nächsten Auswahlschrittes notwendigen unterschiedlichen Anzeigeformen
(56a bis 56c) angezeigt werden,
g) die Anzeigeformen der Anzeigeeinheit (58) zeigen Muster bzw. Bezeichnungen an,
denen jeweils ein Symbol (0 ... 9) zugeordnet ist,
h) die Tasten (58a) der Tastatur (58) sind mit Symbolen (0 ... 9) versehen, die mindestens
teilweise mit den in den Anzeigeformen angezeigten Symbolen (0 ... 9) übereinstimmen,
i) der Mikroprozessor (42) aktiviert diejenigen Tasten (58a), deren Symbol (0 ...
9) mit den in der jeweils aktuellen Anzeigeform dargestellten Symbolen (0 ... 9) übereinstimmt,
j) der Mikroprozessor (42) steuert bei Betätigung einer aktivierten Taste (58a) die
dem entsprechenden Symbol (0 ... 9) in der Anzeigeform der Anzeigeeinheit (56) zugeordnete
Funktion zur Auswahl des zugehörigen Grundmusters bzw. zur Beeinflussung des zugehörigen
Steuermittels (12, 31) für die Stichlage und/oder des Vorschubes.
2. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei mindestens einem Teil
der Anzeigeformen der Anzeigeeinheit (56) Nähmuster-Nachbildungen darstellbar sind,
denen jeweils ein mit einer Taste (58a) der Tastatur (58) übereinstimmendes Symbol
(0 ... 9) zugeordnet ist.
3. Nähmaschine nach Anspruch 1, bei der ein Teil der Anzeigeformen der Anzeigeeinheit
als Skala dargestellt ist, der ein in seiner Lage vom Mikroprozessor gesteuerter und
über Tasten (58b) veränderbarer Zeiger (67, 68) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zeiger (65) als balkenförmige parallel zur Skala verlaufende Linie ausgebildet
ist, deren Länge durch Betätigung der gesonderten Tasten (58b) veränderbar ist.
4. Nähmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mikroprozessor
(42) die Anzeige des Symbols (0 ... 9) der jeweils betätigten Taste (58a) im Anzeigefeld
in inverser Darstellung steuert.
1. Sewing machine comprising
a) stitch-forming mechanisms,
b) material-transporting mechanisms,
c) a microprocessor, which is connected to a read-only memory (ROM) for storage of
basic patterns and control programs for the drive of the stitch-forming mechanisms
and for the drive of the material-transporting mechanisms, as well as a write/read
memory (RAM) for temporary storage of basic patterns which are modifiable by the control
programs,
d) a keypad, the keys of which are connected to the microprocessor for the purpose
of selecting stored basic patterns and entering desired corrections of specified parameters
of the basic pattern,
e) an indicator unit, which is connected to the microprocessor, for selective indication
of identification values of a basic pattern or parameters of a basic or modified pattern,
in which respect the indicator unit comprises a single dot-matrix display, the display
field of which is switched over by the microprocessor in total or in partial areas
to different indicator forms (graphics or text) according to values entered via the
keypad,
characterised by a combination of the following features:
f) switch-over of indicator forms (56a to 56c) in indicator unit (56) is carried out
in order to establish a progressive selectivity, so that only those indicator forms
(56a to 56c) are shown which are necessary for executing the next selective step,
g) the indicator forms of the indicator unit (58) indicate patterns, or descriptions
respectively, which are associated with a symbol (0̸ ... 9),
h) the keys (58a) of the keypad (58) are provided with symbols (0̸ ... 9), which at
least partially match the symbols (0̸ ... 9) of the indicator forms,
i) the microprocessor (42) activates those keys (58a), the symbol (0̸ ... 9) of which
matches the symbols (0̸ ... 9) illustrated in a respective current indicator form,
j) the microprocessor (42) controls, on operating an activated key (58a) a function
which has been assigned to the corresponding symbol (0̸ ... 9) in the indicator form
of the indicator unit (56) for the purpose of selecting the associated basic pattern,
or to affect an associated control mechanism (12, 31) for stitch position and/or a
forward feed.
2. Sewing machine according to claim 1, characterised in that, at least in one portion of the indicator forms of the indicator unit (56),
sewing-pattern images are produced, which are assigned a respective symbol (0̸ ...
9) which matches a key (58a) of the keypad (58).
3. Sewing machine according to claim 1, wherein a portion of the indicator forms are
represented as a dial which is associated with an indicator (67, 68), the position
of which is controlled by the microprocessor and changeable by means of keys (58b),
characterised in that the indicator (65) is arranged as a bar-like line, which extends parallel with the
dial and the length of which is changed by operating a special key (58b).
4. Sewing machine according to one of claims 1 or 2, characterised in that the microprocessor (42) controls the indication of symbols (0̸ ... 9) of a respectively
operated key (58a) in the indicator field in inverse illustration.
1. Machine à coudre, avec
a) des moyens de formation de points,
b) des moyens de transport d'ouvrage,
c) un microprocesseur, relié à une mémoire de valeurs fixes (ROM), en vue de stocker
en mémoire des modèles de base et des programmes de commande pour l'entraînement des
moyens de formation de points et l'entraînement des moyens de transport d'ouvrage,
ainsi qu'une mémoire d'écriture/lecture (RAM), destinée au stockage en mémoire temporaire
des modèles de base déclinables au moyen des programmes de commande,
d) un clavier, dont les touches destinées à la sélection d'un modèle de base stocké
en mémoire et à l'introduction de corrections souhaitées des paramètres prédéterminés
du modèle de base sont reliées au microprocesseur,
e) une unité d'affichage, reliée au microprocesseur, afin d'afficher, de façon sélective,
des valeurs caractéristiques d'un modèle de base ou des paramètres d'un modèle de
base ou dérivé, l'unité d'affichage présentant un affichage à matrice de points unique,
dont la zone d'affichage est susceptible d'être commutée, en totalité ou par zones,
par le microprocesseur, en fonction des valeurs introduites par l'intermédiaire du
clavier, pour adopter différentes formes d'affichage (graphique ou texte),
caractérisée par la combinaison des caractéristiques suivantes :
f) la commutation des formes d'affichage (56a à 56c) dans l'unité d'affichage (56)
s'effectue en vue de former une possibilité de sélection progressive, de telle façon
que seulement les différentes formes d'affichage (56a à 56c) nécessaires à la réalisation
de l'étape de sélection venant ensuite sont affichées,
g) les formes d'affichage de l'unité d'affichage (58) représentent des modèles, respectivement
des dessins auxquels est chaque fois associé un symbole (0...9),
h) les touches (58a) du clavier (58) sont pourvues de symboles (0...9), coïncidant
au moins partiellement avec les symboles (0...9) affichés dans les formes d'affichage,
i) le microprocesseur (42) active les touches (58a) dont le symbole (0...9) coïncide
avec les symboles (0...9) représentés dans la forme d'affichage en cours de mise en
oeuvre,
j) le microprocesseur (42) commande, lors de l'actionnement d'une touche (58a) activée,
la fonction associée dans la forme d'affichage de l'unité d'affichage (56), en vue
d'opérer la sélection du modèle de base associé, respectivement d'influencer le moyen
de commande (12,31) associé, pour la position du point et/ou de l'avance,
2. Machine à coudre selon la revendication 1, caractérisée en ce que, pour au moins une
partie des formes d'affichage de l'unité d'affichage (56), sont représentables des
reproductions de modèle de couture auxquelles chaque fois est associé un symbole (0...9)
coïncidant avec une touche (58a) du clavier (58).
3. Machine à coudre selon la revendication 2, dans lequel une partie des formes d'affichage
de l'unité d'affichage est représentée sous forme d'échelle, à laquelle est associée
une aiguille d'indexation (67,68), dont la position est commandée par le microprocesseur
et modifiable par l'intermédiaire de touches (58b), caractérisée en ce que l'aiguille
d'indexation (65) est réalisée sous forme de ligne s'étendant, sous forme de trait,
parallèlement à l'échelle, dont la longueur est modifiable par actionnement des touches
(58b) séparées.
4. Machine à coudre selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le microprocesseur
(42) commande l'affichage du symbole (0...9) de la touche (58a) chaque fois actionnée,
dans la zone d'affichage, en mode de représentation inversé.