(57) Gefahrenmeldeanlage mit einer Zentrale und zumindest einer daran angeschlossenen
Meldeprimärleitung, auf der eine Vielzahl von Meldern angeordnet sind, wobei diese
Melder von der Zentrale zyklisch abgefragt werden und zumindest einen eine beliebige
Gefahr detektierenden Sensor, eine selbsttätig abschaltbare und mittels eines Steuersignals
wieder einschaltbare Übertragungseinrichtung, einen während einer Initialisierung
der Anlage mit einer Adresse versehenen Adreßspeicher und einen die Leitung unterbrechenden
oder durchverbindenden Schalter aufweisen und wobei die Übertragungseinrichtung eines
jeweiligen Melders in einem der folgenden Betriebszustände sein kann:
sie ist ständig eingeschaltet und somit in jedem Abfragezyklus für Empfang von Steuersignalen
und Abgabe von Meldungen bereit, sie ist nur im i-ten Abfragezyklus eingeschaltet,
sie ist nur im Alarmfall, aufgrund eines Steuersignals vom Sensor, eingeschaltet,
sie ist aufgrund eines Steuersignals von der Zentrale eingeschaltet.
[0001] Gefahrenmelder müssen, je nach Aufgabe, analoge oder digitale Meldungen zu einer
Zentrale übertragen. Dabei sind die Anforderungen bezüglich des Übertragungszeitpunkts
unterschiedlich, z.B. muß ein Einbruch sofort gemeldet werden, während die beginnende
Verschmutzung eines Rauchmelders später gemeldet werden kann. Aus Kostengründen sind
auf einer Meldeprimärleitung häufig mehrere Gefahrenmelder angeordnet, die, ebenfalls
je nach Aufgabe, einzeln, in Gruppen oder kollektiv adressiert werden. Dabei ist eine
hohe Datensicherheit auch für die Adressen erforderlich. Die Meldeprimärleitung soll,
wieder aus Kosten- und Zuverlässigkeitsgründen, aus möglichst wenig Adern bestehen
und auch die Energieversorgung den Melder übernehmen.
[0002] Je nach Anforderung werden unterschiedliche Gefahrenmeldeanlagen verwendet, um z.B.
Einbruch-, Brand- und Störungsmeldungen zu übertragen. Es werden auf diese Weise in
der Regel mehrere Anlagen parallel betrieben, wobei jede Anlage eine unterschiedliche
Zahl von Adern benötigt und eine unterschiedliche Adressierungstiefe besitzt. Auf
diese Weise entstehen trotz bewährter und relativ preiswerter Einzelsysteme aufwendige
Gesamtanordnungen, die darüberhinaus meist nur die jeweiligen Minimalanforderungen
erfüllen. In letzter Zeit wurden integrierte Systeme vorgeschlagen, die allerdings
ebenfalls sehr aufwendig sind, besonders hinsichtlich der Adressierung.
[0003] Mit zunehmender Anzahl von Meldern auf einer Meldeprimärleitung steigt natürlich
auch der Energiebedarf, zumal die Melder auch immer häufiger mit Mikrorechnern ausgerüstet
sind. Es ist deshalb schon vorgeschlagen worden, die Übertragungseinrichtungen, d.h.
die Mikrorechner der Melder nicht ständig eingeschaltet zu lassen. So ist beispielsweise
aus der europäischen Anmeldung Aktenzeichen 89 111766.5 bekannt, bestimmte Melder
mit niedriger Meldungsrate nicht in jedem Abfragezyklus abzufragen, sondern nur in
den Zyklen, die ihrer Meldungsrate entsprechen und in den anderen Abfragezyklen in
einen inaktiven Zustand zu schalten, um Energie zu sparen.
[0004] Um Energie zu sparen ist es aus den europäischen Anmeldungen Aktz. 89118339.4 und
Aktz. 89118338.6 bekannt, nach der Initialisierung der Leitung alle Mikrorechner abzuschalten
und dann bei der Abfrage nach dem Prinzip der Kettensynchronisation in Abhängigkeit
von bestimmten, für die Gefahrenmeldeanlage spezifischen Kriterien, die Mikrorechner
der einzelnen Rechner nacheinander durch Steuersignale wieder einzuschalten und meldebereit
zu machen. Bei diesen Anlagen werden jedoch immer alle Melder in jedem Abfragezyklus
abgefragt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Gefahrenmeldeanlage, bei der die Vorteile der
oben aufgeführten Anlagen zusammengefaßt sind, sowie ein Verfahren zum Betrieb einer
solchen Gefahrenmeldeanlage anzugeben.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Gefahrenmeldeanlage mit einer Zentrale und zumindest
einer daran angeschlossenen Meldeprimärleitung, auf der eine Vielzahl von Meldern
angeordnet ist, wobei diese Melder von der Zentrale zyklisch abgefragt werden und
zumindest einen eine beliebige Gefahr detektierenden Sensor, eine selbsttätig abschaltbare
und mittels eines Steuersignals wieder einschaltbare Übertragungseinrichtung, einen
während einer Initialisierung der Anlage mit einer Adresse versehenen Adreßspeicher
und einen die Leitung unterbrechenden oder durchverbindenden Schalter aufweisen und
wobei die Übertragungseinrichtung eines jeweiligen Melders in einem der folgenden
Betriebszustände sein kann: sie ist ständig eingeschaltet und somit in jedem Abfragezyklus
für Empfang von Steuersignalen und Abgabe von Meldungen bereit, sie ist nur im i-ten
Abfragezyklus eingeschaltet, sie ist nur im Alarmfall, aufgrund eines Steuersignals
vom Sensor, eingeschaltet, sie ist aufgrund eines Steuersignals von der Zentrale eingeschaltet.
[0007] Die erfindungsgemäße Gefahrenmeldeanlage besteht also aus Meldern mit gleicher Übertragungseinrichtung,
wobei diese Melder nach dem Prinzip der Kettensynchronisation, wie z.B. in der Pulsmeldetechnik,
verbunden sind. Es können Brand- und Einbruchmelder auf derselben Leitung betrieben
werden, wobei die einzelnen Melder in verschiedenen Betriebszuständen sein können.
So werden beispielsweise Rauch- und Wärmemelder ständig eingeschaltet sein, während
sich Druckknopfmelder spontan im Alarmfall einschalten. Einbruchmelder werden nur
bei Bedarf von der Zentrale eingeschaltet, wobei sich Kontaktmelder auch dann nur
im Alarmfall selbst einschalten. Auf diese Weise kann ein Abfragezyklus in normalem
Betriebszustand sehr kurz gehalten werden, auch wenn sehr viele Melder auf der Meldeprimärleitung
angeordnet sind.
[0008] Erfindungsgemäß erfolgt der Betrieb einer solchen Gefahrenmeldeanlage nach einem
Verfahren, bei dem auf einer Meldeprimärleitung Gruppen von Meldern angeordnet sind,
die nach dem Prinzip der Kettensynchronisation in jedem oder nur in jedem i-ten Abfragezyklus
adressiert werden, und auf derselben Leitung Melder, die ihre Meldung im Alarmfall
spontan abgeben oder Melder, die von der Zentrale direkt adressiert und abgefragt
werden, angeordnet sind, wobei diese Melder im Zuge der Meldeprimärleitung zwischen
den Meldern einer nach dem Prinzip der Kettensynchronisation adressierbaren Gruppe
von Meldern angeordnet und bei der Abfrage von der Zentrale als nicht zu dieser Gruppe
gehörig erkannt werden, so daß die Adreßzuordnung der Melder dieser Gruppe nicht gestört
wird.
[0009] In weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens schaltenn sich aktive
Melder nach Abgabe einer Meldung selbsttätig wieder ab oder werden aufgrund eines
Quittungssignals von der Zentrale abgeschaltet. Es ist aber auch möglich, daß sie
in einen der anderen Betriebszustände übergehen.
[0010] Da alle Melder mit einer Adresse versehen sind, können sie auch mit freiem Zugriff
betrieben werden. Ebenfalls vorgesehen ist es, z.B. von und zu Meldern mit besonders
hohen Anforderungen an die Übertragungssicherheit spezielle, z.B. längere Telegramme
mit zusätzlichen Signalen zur Datensicherung zu übertragen.
[0011] Es ist also in vorteilhafter Weise möglich, die gesamte Übertragungskapazität derart
aufzuteilen, daß jede einzelne Übertragungseinrichtung je nach Bedürfnis unterschiedlich
oft aufgerufen wird bzw. sich spontan meldet, unterschiedlich lange Steuersignale
bekommt und unterschiedlich lange Meldungen absetzt. Damit läßt sich die verfügbare
Übertragungskapazität optimal nutzen, so daß ein preiswertes, universell nutzbares
Übertragungssystem für Gefahrenmeldungen entsteht. Natürlich ist bei entsprechender
Ansteuerung weiterhin der Betrieb mit der bekannten, einheitlichen Kettensynchronisation
möglich und vorsehbar.
1. Gefahrenmeldeanlage mit einer Zentrale und zumindest einer daran angeschlossenen Meldeprimärleitung,
auf der eine Vielzahl von Meldern angeordnet sind,
wobei diese Melder von der Zentrale zyklisch abgefragt werden und zumindest
- einen eine beliebige Gefahr detektierenden Sensor,
- eine selbsttätig abschaltbare und mittels eines Steuersignals wieder einschaltbare
Übertragungseinrichtung,
- einen während einer Initialisierung der Anlage mit einer Adresse versehenen Adreßspeicher
und einen die Leitung unterbrechenden oder durchverbindenden Schalter aufweisen
und wobei die Übertragungseinrichtung eines jeweiligen Melders in einem der folgenden
Betriebszustände sein kann:
- sie ist ständig eingeschaltet und somit in jedem Abfragezyklus für Empfang von Steuersignalen
und Abgabe von Meldungen bereit,
- sie ist nur im i-ten Abfragezyklus eingeschaltet,
- sie ist nur im Alarmfall, aufgrund eines Steuersignals vom Sensor, eingeschaltet,
- sie ist aufgrund eines Steuersignals von der Zentrale eingeschaltet.
2. Verfahren für den Betrieb einer Gefahrenmeldeanlage nach Anspruch 1, mit folgenden
Merkmalen:
- Es gibt auf einer Meldeprimärleitung Gruppen von Meldern, die nach dem Prinzip der
Kettensynchronisation in jedem oder nur jedem i-ten Abfragezyklus adressiert werden,
und
- es gibt auf derselben Leitung Melder, die ihre Meldung im Alarmfall spontan abgeben
oder Melder, die von der Zentrale direkt adressiert und abgefragt werden, wobei diese
Melder im Zuge der Meldeprimärleitung zwischen den Meldern einer nach dem Prinzip
der Kettensynchronisation adressierbaren Gruppe von Meldern angeordnet sind und bei
der Abfrage von der Zentrale als nicht zu dieser Gruppe gehörig erkannt werden, so
daß die Adreßzuordnung der Melder dieser Gruppe nicht gestört wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß aktive Melder sich nach Abgabe einer Meldung selbsttätig abschalten,
oder daß sie aufgrund eines Quittungssignals von der Zentrale abgeschaltet werden,
oder daß sie in einen der anderen Betriebszustände übergehen.