(19)
(11) EP 0 491 271 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
22.11.1995  Patentblatt  1995/47

(21) Anmeldenummer: 91121241.3

(22) Anmeldetag:  11.12.1991
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6F41A 9/56

(54)

Waffensystem mit vier Rohrwaffen

Weapon system with four barrels

Système d'arme comportant quatre canons


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE DK ES FR GB IT NL SE

(30) Priorität: 17.12.1990 DE 4040327

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
24.06.1992  Patentblatt  1992/26

(73) Patentinhaber: Mauser-Werke Oberndorf GmbH
D-78727 Oberndorf (DE)

(72) Erfinder:
  • Bertiller, Roland
    W-7230 Schramberg (DE)
  • Reudelsterz, Helmut
    W-7238 Oberndorf (DE)
  • Kersting, Friedhelm, Dipl.-Ing.
    W-7234 Aichhalden (DE)

(74) Vertreter: Pfeiffer, Helmut, Dipl.-Ing. 
Kennedydamm 17
40476 Düsseldorf
40476 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
FR-A- 806 767
GB-A- 2 000 576
FR-A- 971 359
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Waffensystem, an dem vier Rohrwaffen angeordnet sind, der mittels Schildzapfen zwischen zwei von einer Oberlafette nach oben stehenden Wiegenträgern gelagert und mittels einer Antriebseinrichtung in der Elevation verstellbar ist.

    [0002] Um mit einem derartigen Waffensystem eine hohe Kadenz zu erzielen, ist ein ungehinderter schneller Munitionstransport erforderlich. Bezüglich des Munitionstransportes ergibt sich bei Waffensystemen mit ortsfesten Rohrwaffen kein Problem, anders liegen die Verhältnisse jedoch bei Waffensystemen mit in der Elevation bzw. Höhe verstellbaren Rohrwaffen. Deshalb läßt die Kadenz bei Waffensystemen der zuletzt genannten Art noch Wünsche offen. Desweiteren ist bei bekannten Waffensystemen mit in der Elevation einstellbaren Rohrwaffen die Höchstkadenz auch nicht sofort, sondern erst nach einer bestimmten Startphase verfügbar, was als ein weiterer Mangel der bekannten Waffensysteme anzusehen ist.

    [0003] Die GB-A-2 000 576 offenbart ein Waffensystem mit einer Rohrwaffe, die an einem Waffenträger angeordnet ist, der mittels Schildzapfen zwischen zwei von einem Grundteil nach oben stehenden Wiegenträgern gelagert und in der Höhe verstellbar ist. Bei diesen bekannten Waffensystemen ist nur eine Rohrwaffe vorgesehen. Die Verbindungsabschnitte des zur Rohrwaffe zugehörigen Munitionszuführkanals sind bogenförmig ausgebildet in der Art, daß sie um die durch die Schildzapfen verlaufenden Schwenkachse konzentrisch sind. Sie bilden mehr oder weniger lange, parallel und im Bogen verlaufende Abschnitte, die in ihrem Mittelabschnitt verbindend ineinander übergehen. Diese Ausführungsart ist bei Waffensystemen mit nur einer Rohrwaffe möglich. Bei einem Waffensystem mit vier Rohrwaffen und insgesamt vier Munitionsbehältern in jeweiliger Zuordnung ist diese bekannte Ausführung nicht durchführbar, denn die bekannten Gelenkabschnitte sind um den Schildzapfen nur axial nebeneinander liegend denkbar.

    [0004] Die FR-A-971.359 offenbart (siehe den Oberbegriff des Anspruchs 1) ein Waffensystem mit vier im Quadrat und jeweils parallel angeordneten Waffenrohren. Die Munitionszuführkanäle sind jeweils seitlich im Boden zur Waffe geführt, wobei die Position und die Funktion der Schwenkachse der Waffenrohre um die Schildzapfenachse unberücksichtigt bleiben. Um das Höhenrichten der Waffenrohre bei dieser Art von Munitionszuführkanälen ohne Funktionsstörung zu gewährleisten, müssen die Munitionszuführkanäle eine große Flexibilität und eine insgesamt große Länge aufweisen. Bei der Elevationsbewegung der Waffenrohre werden die Munitionszuführkanäle ständig nachgeführt und in Schleifen zurückgedrückt.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Waffensystem der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welchem ein einfacher Munitionstransport gegeben ist, und bei welchem außerdem die Höchstkadenz sofort verfügbar ist.

    [0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Waffensystem der eingangs genannten Art durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Waffensystems sind in den Unteransprüchen 2 und 3 genannt.

    [0007] Das erfindungsgemäße Waffensystem ist in vorteilhafter Weise sehr kompakt ausgebildet; alle Munitionsbehälter sind in vorteilhafter Weise auf der Oberlafette des Waffensystems vorgesehen. Durch die gleichmäßige Verteilung der Munitionsbehälter auf der Oberlafette ergibt sich ein optimale Massenverteilung und folglich der Vorteil, daß die Azimuteinstellung des Waffensystems in bezug auf eine Unterlafette, auf welcher die Oberlafette drehbar gelagert sein kann, infolge des relativ kleinen Massenträgheitsmomentes schnell durchführbar ist.

    [0008] Ein ganz wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Waffensystems besteht darin, daß jeder Munitionszuführkanal zwischen dem entsprechenden Munitionsbehälter und der zugehörigen Rohrwaffe quasi starr ausgebildet ist, so daß der Munitionstransport vom Behälter zur Rohrwaffe problemlos gewährleistet wird. Dadurch ist eine angestrebte Höchstkadenz realisierbar, die außerdem sofort verfügbar ist. Dadurch, daß jeder Munitionszuführkanal sich in der Nachbarschaft eines der beiden Schildzapfen erstreckt, ist der einfache Munitionstransport mit sofort verfügbarer Höchstkadenz unabhängig von der jeweiligen Elevationsstellung des Waffenträgers gewährleistet, so daß die sofort verfügbare Höchstkadenz in jeder Elevationswinkelstellung gegeben ist.

    [0009] Bei einem erfindungsgemäßen Waffensystem mit vier Rohrwaffen, das als "Vierling" bezeichnet wird, ist es außerdem möglich, jede Rohrwaffe einzeln zu schießen oder die Rohrwaffe beliebig kombiniert zu schießen. Desweiteren ist es möglich, die verschiedenen Rohrwaffen mit unterschiedlichen Kadenzen zu schießen. Auf diese Weise ergibt sich ein sehr weiter Bereich eines Beschuß-, d. h. Trefferfeldes.

    [0010] Beim erfindungsgemäßen Waffensystem bildet die Unterlafette, die üblicherweise mit einem Drehlager ausgebildet ist, eine Schnittstelle, durch welche das Waffensystem in die unterschiedlichsten Systeme integrierbar ist, wobei das Waffensystem nach seiner Integration sofort funktionsbereit ist. Bei den zuletzt genannten Systemen handelt es sich beispielsweise um Landfahrzeuge oder um Wasserfahrzeuge.

    [0011] Die Rohrwaffe selbst des erfindungsgemäßen Waffensystems ist an sich als Einzelrohrwaffe in der Anwendung als Bordkanone an Flugzeugen bekannt.
    In der Zeichnung ist ein Beispiel der Erfindung dargestellt.

    [0012] Es zeigen:
    Figur 1
    eine räumliche Darstellung des Waffensystems,
    Figur 2
    eine Ansicht des Waffensystems von der Seite, und
    Figur 3
    eine Teilansicht des Waffensystems gemaß Figuren 1 und 2 von oben.


    [0013] Fig. 1 zeigt eine bevorzugte Ausbildung des Waffensystems 10, das als sog. "Vierlingswaffe" mit vier Rohrwaffen 12 ausgebildet ist. Die vier Rohrwaffen 12 sind zueinander parallel ausgerichtet an einem Waffenträger 14 mit (nicht gezeichneten) Dämpfungseinrichtungen befestigt, um die Rückstosswirkung der Rohrwaffen 12 zu reduzieren.

    [0014] Vom Waffenträger 14 stehen seitlich miteinander axial fluchtende Schildzapfen 16 weg, die in entgegengesetzte Richtungen weisen. In Fig. 1 ist nur einer dieser beiden seitlichen Schildzapfen 16 sichtbar. Mit den beiden Schildzapfen 16 ist der Waffenträger 14 an Wiegenträgern 18 schwenkbar gelagert, von denen in dieser Figur ebenfalls nur einer sichtbar ist. Die beiden voneinander beabstandeten Wiegenträger 18, zwischen denen der Waffenträger 14 mit den Rohrwaffen 12 schwenkbeweglich gelagert ist, stehen von einer Oberlafette 20 senkrecht nach oben. Die Oberlafette 20 ist vorzugsweise mittels eines (nicht dargestellten) Drehlagers an einer nicht gezeichneten Unterlafette gelagert, so dass um die Hochachse des Waffensystemes 10 herum jede Azimut-Winkeleinstellung zwischen 0 und 360 Winkelgrad möglich ist. Mit Hilfe der Schildzapfen 16 ist der Waffenträger 14 mit den Rohrwaffen 12 in der Elevation, d.h. in der Höhe einstellbar. Zu diesem Zweck ist der Waffenträger 14 mit einer Antriebseinrichtung verbunden.

    [0015] Jede Rohrwaffe 12 ist mittels eines zugehörigen Munitionszuführkanals 22 bzw. 24 mit einem zugehörigen Munitionsbehälter 26 bzw. 28 verbunden. Jeder Munitionszuführkanal 22 bzw. 24 mündet mit einem Zuführabschnitt 30 in die zugehörige Rohrwaffe 12 ein.

    [0016] Aus Fig. 1 ist ausserdem ersichtlich, dass die Munitionsbehälter 26 und 28 zu seitlichen Munitionsbehälter-Paaren zusammengefasst sind, die zur Längsrichtung der Rohrwaffen 12 parallel ausgerichtet in ihrer Längsrichtung hintereinander angeordnet und gegeneinander seitlich versetzt vorgesehen sind. Diese Anordnung der Munitionsbehälter 26 und 28, die auf der Oberlafette 20 befestigt sind, ist auch aus Fig. 3 deutlich ersichtlich. Die beiden Munitionsbehälter 26 und 28 jedes seitlichen Munitionsbehälter-Paares sind auf der Oberlafette 20 derart angeordnet, dass ihre einander zugewandten Stirnflächen 34 voneinander nur einen kleinen Abstand aufweisen und sich in der Nachbarschaft des entsprechenden Schildzapfens 16 befinden. Hierdurch ergibt sich ein kompakter Aufbau des Waffensystems 10. Aus Fig. 3 ist ausserdem deutlich ersichtlich, dass die beiden Munitionsbehälter 26 und 28 jedes der beiden seitlichen Munitionsbehälter-Paare nicht nur in Längsrichtung des Waffensystemes 10 mit kleinem Abstand hintereinander angeordnet sind, sondern es ist auch deutlich ersichtlich, dass die Munitionsbehälter 26 und 28 jedes seitlichen Munitionsbehälter-Paares seitlich, d.h. in axialer Richtung der Schildzapfen 16 gegeneinander versetzt sind.

    [0017] Der Munitionszuführungskanal 22 des einen Munitionsbehälters 26 weist einen starren ersten Kanalteilabschnitt 36 auf, der zur entsprechenden Rohrwaffe 12 zugeordnet ist. Der Munitionszuführkanal 22 weist ausserdem einen starren zweiten Kanalteilabschnitt 38 auf, der zum Munitionsbehälter 26 zugeordnet ist. Der erste Kanalteilabschnitt 36 und der zweite Kanalteilabschnitt 38 des ersten Munitionszuführkanals 22 sind mit einem bogenförmigen Verbindungsendabschnitt 40, 42 ausgebildet, mit welchem der entsprechende Munitionszuführkanal 22 am entsprechenden seitlichen Schildzapfen 16 derart angeordnet ist, dass er zum Schildzapfen 16 konzentrisch ist und am Schildzapfen 16 anliegt. Die beiden bogenförmigen Verbindungsendabschnitte 40 und 42 des Munitionszuführkanales 22 sind derartig ausgebildet, dass sie in jeder Höhen- bzw. Elevationsstellung des Waffenträgers 14 bzw. der Rohrwaffen 12 ineinandergreifen, so dass der Munitionstransport aus dem entsprechenden Munitionsbehälter 26 heraus zur zugehörigen Rohrwaffe 12 einfach und zuverlässig gegeben ist, so dass an der entsprechenden Rohrwaffe 12 sofort Höchstkadenz verfügbar ist.

    [0018] Der in die entsprechende Rohrwaffe 12 einmündende Zuführabschnitt des zum Munitionsbehälters 26 zugehörigen Munitionszuführkanales 22 ist auch in Fig. 2 mit der Bezugsziffer 30 bezeichnet.

    [0019] Der zweite Munitionsbehälter 28 ist mit der zugehörigen Rohrwaffe 12 mittels des Munitioszuführkanales 24 verbunden, der wie der oben erwähnte Munitionszuführkanal 22 mit einem ersten Kanalteilabschnitt 44 und einem zweiten Kanalteilabschnitt 46 ausgebildet ist, wobei der erste Kanalteilabschnitt 44 zur entsprechenden Rohrwaffe 12 zugeordnet und mit dem in diese Rohrwaffe 12 einmündenden Zuführabschnitt 30 ausgebildet ist. Der zweite Kanalteilabschnitt 46 ist zum entsprechenden Munitionsbehälter 28 zugeordnet, d.h. mit diesem verbunden. Der erste Kanalteilabschnitt 44 des Munitionszuführkanales 24 und sein zweiter Kanalteilabschnitt 46 sind mit bogenförmigen Verbindungsendabschnitten 48, 50 ausgebildet und über den bogenförmigen Verbindungsendabschnitt 40, 42 des ersten Munitionszuführkanales 22 angeordnet. Die bogenförmigen Verbindungsendabschnitte 48 und 50 des Munitionszuführkanales 24 sind zum entsprechenden Schildzapfen 16 konzentrisch derartig ausgebildet, dass in jeder Höhen- d.h. Elevationsstellung des Waffenträgers 14 und somit der Rohrwaffen 12 zwischen den Kanalteilabschnitten 44 und 46 des Munitionszuführkanales 24 eine Verbindung gewährleistet ist, so dass der Munitionstransport aus dem Munitionsbehälter 28 heraus zur zugehörigen Rohrwaffe 12 ungestört gewährleistet ist.

    [0020] Aus Fig. 2 ist auch ersichtlich, dass der Munitionszuführkanal 24 bzw. sein starrer zweiter Kanalteilabschnitt 46 um 180 Winkelgrad umgelenkt ausgebildet ist, um die Verbindung zwischen dem Munitionsbehälter 28 und der zugehörigen Rohrwaffe 12 zu realisieren.

    [0021] Nachdem die Rohrwaffen 12 in bezug auf den Waffenträger 14 des Waffensystemes 10 rücklaufbeweglich sind, was in Fig. 2 durch den Doppelpfeil 52 angedeutet ist, sind der erste starre Kanalteilabschnitt 36 des Munitionszuführkanales 22 und der starre erste Kanalteilabschnitt 44 des zweiten Munitionszuführkanales 24 mittels eines entsprechenden Verbindungsabschnittes 54 bzw. 56 innerhalb bestimmter Bewegungsgrenzen entsprechend der zum Waffenträger 14 relativen Rücklaufbeweglichkeit der entsprechenden Rohrwaffe 12 in der Längenerstreckung veränderlich ausgebildet. Der entsprechende Verbindungsabschnitt 54 bzw. 56 ist zu diesem Zweck zu den zueinander parallelen Rohrwaffen 12 parallel orientiert.

    [0022] Fig. 3 verdeutlicht, dass der/jeder Munitionszuführkanal 24 nicht nur in Richtung der Hochachse des Waffensystemes 10 (sh. Fig. 2) um 180 Winkelgrad gebogen ist, sondern auch in einer die zentrale Achse 58 der Schildzapfen 16 enthaltenen mehr oder weniger horizontalen Ebene um 180 Winkelgrad gebogen ausgebildet ist. In Fig. 3 sind gleiche Einzelheiten mit denselben Bezugsziffern bezeichnet wie in den Figuren 1 und 2, so dass es sich erübrigt, in Verbindung mit Fig. 3 alle diese Einzelheiten noch einmal detalliert zu beschreiben. In Fig. 3 ist die Oberlafette 20 nur abschnittweise gezeichnet. Desgleichen ist in dieser Figur der eine starre erste Kanalteilabschnitt 44 des Munitionszuführkanales 24 nur abschnittweise gezeichnet, um den einen seitlichen Schildzapfen 16 sowie den Schildträger 16 zu verdeutlichen, von welchem der besagte Schildzapfen 16 seitlich wegsteht.


    Ansprüche

    1. Waffensystem mit einem Waffenträger (14), an dem vier Rohrwaffen (12) angeordnet sind, der mittels Schildzapfen (16) zwischen zwei von einer Oberlafette (20) nach oben stehenden Wiegenträgern (18) gelagert und mittels einer Antriebseinrichtung in der Elevation bzw. Höhe verstellbar ist, wobei in jede Rohrwaffe (12) ein zugehöriger, mit einem Munitionsbehälter (26,28) verbundener Munitionszuführkanal (22,24) mit einem Zuführabschnitt (30) einmündet, dadurch gekennzeichnet, daß

    - die vier Rohrvaffen (12) so auf dem Waffenträger aufgesetzt sind, daß jeweils zwei Rohrwaffen (12) in einem Abstand übereinander angeordnet sind, der dem Abstand zwischen sich seitlich gegenüberliegenden Rohrwaffen (12) entspricht;

    - auf der Oberlafette (20) vier Munitionsbehälter (26,28) angeordnet sind, die paarweise seitlich neben den beiden Wiegenträgern (18) vorgesehen sind;

    - der Munitionszuführkanal (22,24) eines Munitionsbehälters (26,28) eines Munitionsbehälter-Paares (26,28) einen starren, zur entsprechenden Rohrwaffe (12) zugeordneten ersten Kanalteilabschnitt (36,44) und einen starren, zum entsprechenden Munitionsbehälter (26,28) zugeordneten zweiten Kanalteilabschnitt (36,38,46) aufweist, die mittels formmäßig aneinander angepaßten Verbindungsendabschnitten (40,42;48,50) miteinander verbunden sind, wobei

    -- der erste Kanalteilabschnitt (36,44) den in die Rohrwaffe (12) einmündenden Zuführabschnitt (30) aufweist und sein vom Zuführabschnitt (30) entfernter Verbindungsabschnitt (40,42;48,50) bogenförmig ausgebildet an einem der beiden Schildzapfen (16) derart angeordnet ist, daß er zum Schildzapfen (16) konzentrisch ist;

    -- der zweite Kanalteilabschnitt (38,46) mit seinem vom Munitionsbehälter (26,28) entfernten Verbindungsendabschnitt (42,46) zur Verbindung der beiden Verbindungsendabschnitte (40,42;48,50) in jeder Elevations- bzw. Höhenstellung des Waffenträgers (14) bogenförmig an den bogenförmigen Verbindungsendabschnitt (40,48) des zugehörigen ersten Kanalteilabschnittes (36,44) angepaßt ist,

    -- der bogenförmige Verbindungsendabschnitt (40,48) des zur Rohrwaffe (16) zugeordneten ersten Kanalabschnitts (36,44) in den zugehörigen ortsfesten bogenförmigen Verbindungendabschnitt (42,50) des zum entsprechenden Munitionsbehälter (26,28) zugeordneten zweiten Kanalabschnitts (38,46) eingreift;

    -- die bogenförmigen Verbindungsendabschnitte (40,42; 48,50) des ersten und des zweiten Kanalteilabschnittes (36,38; 44,46) des entsprechenden Munitionszuführkanals (22,24) in jeder Elevations- bzw. Höhenstellung des Waffenträgers ineinandergreifen;

    - die bogenförmigen Verbindungsendabschnitte (40,42) zweier jeweils auf einer Seite des Waffenträgers (14) vorgesehenen Munitionszuführkanäle (22,24) in radialer Richtung des entsprechenden Schildzapfens (16) übereinander vorgesehen sind;

    - der erste Kanalteilabschnitt (36,44) des entsprechenden Munitionszuführkanals (22,24) innerhalb bestimmter Bewegungsgrenzen entsprechend einer zum Waffenträger (14) relativen Rücklaufbeweglichkeit der entsprechenden Rohrwaffe (12) in einem Längenabschnitt, der zur Rohrwaffe (12) parallel orientiert ist, in seiner Längenerstreckung veränderlich ausgebildet ist.


     
    2. Waffensystem nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die beiden Munitionsbehälter (26,28) eines seitlichen Munitionsbehälter-Paares zur Längsrichtung der Rohrwaffen (12) parallel ausgerichtet hintereinander und gegeneinander seitlich versetzt angeordnet sind, wobei sich die einander zugewandten Stirnflächen (34) der Munitionsbehälter (26,28) des entsprechenden Munitionsbehälter-Paares in der Nähe der Schildzapfenachse befinden.
     
    3. Waffensystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der zweite Kanalteilabschnitt (38) des zum seitlichen Wiegenträgers (18) benachbarten ersten Munitionsbehälters (26) zur Längsrichtung der Rohrwaffen (12) parallel und geradlinig verlaufend ausgebildet ist, und daß der zweite Kanalteilabschnitt (46) des seitlich versetzten zweiten Munitionsbehälters (28) um 180° zurückgebogen ist, und sein Verbindugsendabschnitt (42) über dem Verbindungsendabschnitt (50) des zweiten Kanalteilabschnittes (38) des ersten Munitionsbehälters (26) angeordnet ist und die ersten Kanalteilabschnitte (36,44) übereinander vorgesehen sind.
     


    Claims

    1. Weapon system with a weapon carrier (14), on which four barrelled weapons (12) are arranged, which carrier is supported by means of trunnions (16) between two cradle supports (18) rising from an upper mount (20) and is adjustable for elevation or height by means of a drive device, an associated ammunition feed duct (22, 24), connected to an ammunition box (26, 28) opening into each barrelled weapon (12), characterised in that

    - the four barrelled weapons (12) are mounted on the weapon carrier so that in each case two barrelled weapons (12) are arranged at an interval one above the other, which interval is equal to the interval between laterally opposite barrelled weapons (12);

    - four ammunition boxes (26, 28), which are provided in pairs at the side of the two cradle supports (18), are arranged on the upper mount (20);

    - the ammunition feed duct (22, 24) of one ammunition box (26, 28) of an ammunition box pair (26, 28) has a rigid first duct section (36, 44) assigned to the corresponding barrelled weapon (12) and a rigid second duct section (36, 38, 46) assigned to the corresponding ammunition box (26, 28), which ducts are connected to one another by means of connecting end sections (40, 42; 48, 50) shaped to fit one another,

    -- the first duct section (36, 44) having the feed section (30) opening into the barrelled weapon (12) and its connecting section (40, 42; 48, 50) remote from the feed section (30) being of curved design and arranged on one of the two trunnions (16) in such a way that it is concentric with the trunnion;

    -- the second duct section (38, 46) with its connecting end section (42, 46) remote from the ammunition box (26, 28) being curved to fit the curved connecting end section (40, 48) of the associated first duct section (36, 44) for connection of the two connecting end sections (40, 42; 48, 50) in any elevation or height position of the weapon carrier (14),

    -- the curved connecting end section (40, 48) of the first duct section (36, 44) assigned to the barrelled weapon (16) engaging in the associated, fixed, curved connecting end section (42, 50) of the second duct section (38, 46) assigned to the corresponding ammunition box (26, 28);

    -- the curved connecting end sections (40, 42; 48, 50) of the first and second duct section (36, 38; 44, 46) of the corresponding ammunition feed duct (22, 24) engaging in one another in any elevation or height position of the weapon carrier;

    - the curved connecting end sections (40, 42) of two ammunition feed ducts (22, 24), each provided on one side of the weapon carrier (14) respectively, are provided one above another in the radial direction of the corresponding trunnion (16);

    - the first duct section (36, 44) of the corresponding ammunition feed duct (22, 24) in a longitudinal section, which is aligned parallel to the barrelled weapon (12) being variable in its longitudinal extent within certain limits of travel according to a recoil mobility of the corresponding barrelled weapon (12) relative to the weapon carrier (14).


     
    2. Weapon system as claimed in claim 1,
    characterised in that,
    the two ammunition boxes (26, 28) of a lateral ammunition box pair are arranged in series, aligned parallel to the longitudinal direction of the barrelled weapon (12) and laterally staggered, the mutually opposing end faces (34) of the ammunition boxes (26, 28) of the corresponding ammunition box pair being situated in proximity to the trunnion axis.
     
    3. Weapon system as claimed in one of claims 1 or 2,
    characterised in that,
    the second duct section (38) of the first ammunition box (26) adjacent to the lateral cradle support (18) is designed parallel to the longitudinal direction of the barrelled weapon (12) and running in a straight line, and that the second duct section (46) of the laterally staggered second ammunition box (28) is bent back by 180°, and its connecting end section (42) is arranged above the connecting end section (50) of the second duct section (38) of the first ammunition box (26) and the first duct sections (36, 44) are provided one above another.
     


    Revendications

    1. Système d'arme avec un support (14), sur lequel sont disposés quatre armes à tube (12) et qui est monté, au moyen de tourillons de bouclier (16), entre deux supports de berceau (18) se projetant vers le haut depuis un affût principal (20), et réglable en élévation, ou en hauteur, au moyen d'un dispositif d'entraînement, un canal d'alimentation de munitions (22, 24) particulier débouchant dans chaque arme à tube (12), et étant relié à un caisson à munitions (26, 28), avec une section d'alimentation (30), caractérisé en ce que

    - les quatre armes à tube (12) sont disposées sur le support, de manière que deux armes à tube (12) soient disposées l'une au-dessus de l'autre, à un intervalle correspondant à l'intervalle latéral entre les armes à tube (12) situées côte à côte;

    - quatre caissons à munitions (26, 28), prévus par paires latéralement à côté des deux supports de berceau (18), sont disposés sur l'affût principal (20);

    - le canal d'alimentation de munitions (22,24) d'un caisson à munitions (26, 28) d'une paire (26, 28) présentant une première section partielle de canal (36, 44) rigide associée à l'arme à tube (12) correspondante et une deuxième section partielle de canal (36, 38, 46) rigide, associée aux caissons à munitions (26, 28) correspondants, ces sections partielles de canal étant reliées ensemble au moyen de section d'extrémité de liaison (40,42;48,50) à formes adaptées les unes autres,

    -- la première section partielle de canal (36, 44), présentant la section d'alimentation (30) débouchant dans l'arme à tube (12) et sa section de liaison (40, 42; 48, 50), éloignée de la section d'alimentation (30), étant arquée et adaptée à l'un des deux tourillons de bouclier (16), de manière à être concentrique par rapport au tourillon de bouclier (16);

    -- la deuxième section partielle de canal (38, 46) est adaptée, par sa section d'extrémité de liaison (42,44) éloignée du caisson à munitions (26,28) et destinée à assurer la liaison entre les deux sections d'extrémité de liaison (40, 42; 48, 50), pour toute position en élévation ou hauteur du support d'arme (40), par une forme arquée, à la section d'extrémité de liaison (40, 48) arquée de la première section partielle de canal (36, 44) afférente,

    -- la section d'extrémité de liaison (40, 48) arquée de la première section partielle de canal (36, 44) associée à l'arme à tube (16) s'engage dans la section d'extrémité de liaison (42, 50) arquée localement fixe, afférente, de la deuxième section de canal (38, 46) associée au caisson à munitions (26, 28) correspondant;

    -- les sections de liaison arquées (40, 42; 48, 50) de la première et de la deuxième sections partielles de canal (36,38;46,48) du canal d'alimentation de munitions (22, 24) correspondant s'engage les unes dans les autres pour toute position en élévation ou en hauteur du support d'arme;

    - les sections d'extrémité de liaison (40, 42) arquées chaque fois de deux canaux d'alimentation de munitions (22, 24) prévus sur un côté du support d'arme (14) sont prévues l'une au-dessus de l'autre dans la direction radiale du tourillon de bouclier (16) correspondant;

    - la première section partielle de canal (36,44) du canal d'alimentation de munitions (22,24) correspondant, est réalisée de longueur variable, dans des limites de déplacement déterminées, en fonction d'une mobilité relative par rapport au support (14) de l'arme à tube (12) correspondante, dans une section longitudinale orientée parallèlement à l'arme à tube (12).


     
    2. Système d'arme selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux caissons à munitions (26,28) d'une paire latérale sont disposés l'un derrière l'autre et décalés latéralement l'un par rapport à l'autre par rapport à la direction longitudinale de l'arme à tube (12), les faces frontales (34), tournées l'une vers l'autre, des caissons à munition (26, 28) de la paire correspondante se trouvant à proximité de l'axe de tourillon de bouclier.
     
    3. Système d'arme selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la deuxième section partielle de canal (38) du premier caisson à munitions (26) voisin du support de berceau (18) latéral, est réalisée de façon rectiligne par rapport parallèlement par rapport à la direction longitudinale de l'arme à tube (12), et en ce que la deuxième section partielle de canal (46) du deuxième caisson à munitions (28) décalé latéralement est repliée de 180°, et sa section d'extrémité de liaison (42) est disposée au-dessus de la section d'extrémité de liaison (50) de la deuxième section partielle de canal (38) du premier caisson à munitions (26) et les premières sections partielles de canal (36, 44) étant prévues l'une au-dessus de l'autre.
     




    Zeichnung