[0001] Die Erfindung betrifft einen Aktivator zum Mischen, Zerkleinern oder dergleichen,
vorzugsweise zum Aktivieren von Materialien, mit mindestens zwei gegensinnig laufenden
Rotoren, welche In konzentrischen Kreisen angeordnete Schlag- bzw. Arbeitswerkzeuge,
vorzugsweise Platten oder Schaufeln, tragen, die beidseitig an Ringscheiben der Rotoren
befestigt sind, wobei die Arbeitswerkzeuge radial im wesentlichen vom Innenrand bis
zum Außenrand der jeweiligen Ringscheiben verlaufen.
[0002] Beim Zerkleinern, Mischen und insbesondere beim Aktivieren eines Materials kommt
es zu einer Veränderung der Struktur dieses Materials, welches eine fundamentale Bedeutung
für die Weiterverwendbarkeit hat. Eine wichtige Ursache für die Änderung des Stoffverhaltens
beruht auf der Veränderung der Gitterstruktur des Materials, was beim Eingriff in
das Gefüge von Grenzflächen der Materialpartikel geschieht. Diese Vorgänge werden
unter dem Begriff der Tribomechanik zusammengefaßt.
[0003] Als geeignete Vorrichtungen zur Durchführung der oben genannten Behandlungen sind
beispielsweise Schwing-, Kugel- oder Stift- bzw. Käfigmühlen vorgeschlagen worden.
Schwing- und Kugelmühlen haben allerdings einen engen Einsatzbereich, der von den
Materialparametern sowie dem energetisch günstigen Resonanzbereich der Vorrichtung
selbst abhängt. Überdies führen diese mühlen zu unerwünschten Veränderungen im Inneren
der resultierenden Teilchen, wodurch deren Festigkeit in nachteiliger Weise verringert
wird. Nachteilig wirkt sich auch die notwendige lange Behandlungszeit sowie der diskontinuierliche
Betrieb in diesen Vorrichtungen aus.
[0004] Stiftmühlen, wie sie z.B. in der AT-PS 362 289 beschrieben sind, können durch die
Regelung der Drehzahl an spezifische Charakteristiken des eingegebenen Materials angepaßt
werden. Sie bestehen im Prinzip aus zwei einander gegenüberliegenden Mahlscheiben,
welche mit konzentrischen Kreisen von Schlag- bzw. Arbeitswerkzeugen versehen sind.
Die konzentrischen Kreise dieser Arbeitswerkzeuge werden abwechselnd gegenläufig bewegt.
Für den Querschnitt dieser Arbeitswerkzeuge wurden bislang kreisrunde, dreieckige
oder auch wie in der AT-PS 325 396 platten- bzw. schaufelförmige Formen angegeben.
[0005] Jedoch sind auch diese Vorrichtungen mit einigen Nachteilen behaftet. So entstehen
beispielsweise bei der Variante der Stiftmühle mit nur an einer Seite befestigten
Arbeitswerkzeugen an der freien Seite dieser Werkzeuge unkontrollierbare Turbulenzen,
wodurch die Arbeitsleistung insbesondere im Sinn der Aktivierung des Materiales deutlich
absinkt. Es ist hierbei nicht sichergestellt, daß jedes Teilchen tatsächlich eine
Beeinflussung erfährt, oder in welchem Ausmaß diese Beeinflussung durchgeführt wird.
Daher ist auch hier ein kontinuierlicher Durchgang des Materials nicht möglich, da
zur Gewährleistung einer bestimmten Beeinflussung eine längere Behandlungszeit notwendig
ist. Zu diesem nachteiligen Effekt tragen auch Schlagkörper kreisförmigen bzw. dreieckigen
oder allgemein stabförmigen Querschnittes bei, welche die Teilchen bezüglich deren
Flugrichtung in weitem Bereich gestreut wegschleudern. Auch hierdurch kann die Energiemitteilung
auf die einzelnen Teilchen nicht genau definiert, sondern nur ungefähr abgeschätzt
werden.
[0006] Bei Verwendung von angestellten Platten oder Schaufeln als Arbeits-bzw. Schlagkörper
ist die Definition der Flugrichtung der Teilchen zwar besser, sie können jedoch hier
in die relativ großen Zwischenräume zwischen den Werkzeugen der aufeinanderfolgenden
konzentrischen Ringe gestreut werden, woraus eine ungenügende Energiemitteilung resultiert.
Andererseits können Teilchen auch durch die relativ grafen Zwischenräume zwischen
den einzelnen Scheiben, auf welchen die Schlagwerkzeuge befestigt sind, aus dem Raum
zwischen den beiden, die Arbeitswerkzeuge tragenden, Scheiben austreten und sich somit
einer Behandlung entziehen. Aufgrund dieser Effekte sind auch hierbei längere Behandlungszeiten
bzw. Wiederholungen der Aktivierungsbehandlungen notwendig, was sich nachteilig auf
die Wirtschaftlichkeit der Vorrichtung auswirkt.
[0007] Die letztgenannten Nachteile sind auch bei der Vorrichtung gem. der DE-OS 38 02 260
zu erwarten, bei welcher die Arbeitswerkzeuge beidseitig an Ringscheiben befestigt
sind. Auch hier können die Gase und davon mitgerissene Feststoffpartikel aus dem eigentlichen
Desintegrationsraum in außen liegende schmale ringförmige Kanäle gelangen, in welchen
wiederum Druckentlastungsöffnungen vorgesehen sind, durch welche die genannten Stoffe
weiter nach außen gelangen können, ohne wiederum in den Desintegrationsraum rückgeführt
zu werden. Selbst bei einer Rückführung in den Desintegrationsraum durch die besagten
Kanäle ist es sehr wahrscheinlich, daß aufgrund der radialen Geschwindigkeitskamponente
der Feststoffpartikel durch Durchlaufen des besagten Kanales an der Außenseite der
Ringscheiben ein Ring von Arbeitswerkzeugen umgangen wird und daher die Wirkung der
vorhaltsgemäßen Vorrichtung vermindert und die genau definierte Energiemitteilung
auf jedes Partikel nicht gewährleistet ist.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung bestand daher in der Entwicklung einer Vorrichtung,
mit welcher eine genau definierte Zahl von Beschleunigungen mit vorbestimmbarer Energiemitteilung
für jedes Teilchen möglich wird, und die für einen kontinuierlichen Betrieb bei einmaligem
Durchgang des Materials geeignet ist.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Zwischenräume zwischen
den Ringscheiben abgedichtet sind.
[0010] Für die zu behandelnden Teilchen hat das den Effekt, daß sie sich in einem praktisch
geschlossenen Kanal bewegen. Durch diese Maßnahmen kann nun jedes Teilchen gezielt
beeinflußt werden, sodaß auch die Gesamtmasse des durchgehenden Materials und nicht
nur eines Teiles davon gezielt beeinflußt wird. Die Teilchen sind in der erfindungsgemäßen
Vorrichtung einer genau definierten Zahl von Beschleunigungen ausgesetzt, welche durch
die Anzahl der Rotoren bestimmt ist. Durch die Wahl der Umdrehungsgeschwindigkeit
ist auch die Frequenz der Beschleunigungen und deren Stärke genau zu bestimmen, sodaß
die Energiemitteilung an die Teilchen exakt festgelegt werden kann. Damit wird die
mechanische Energie in einem sehr hohen Grad und in einer definierbaren Weise umgesetzt,
womit sich erheblich größere Durchsatzmengen und ein kontinuierlicher Betrieb, d.h.
ein kontinuierlicher Materialdurchfluß durch die erfindungsgemäße Vorrichtung, erzielen
lassen, wie dies bei herkömmlichen Stift- oder Plattenmühlen nicht möglich Ist. In
dem erfindungsgemäßen Aktivator werden die Tellchen keinem Mahl- oder Reibevorgang,
d.h. keiner Quetschkraft unterworfen, sondern beschleunigt, bis sie eine sehr hohe
Geschwindigkeit erhalten haben, worauf sie in die nächste Stufe, d.h. zum nächsten
Kranz von Arbeitswerkzeugen gelangen. Diese rotiert in der entgegengesetzten Richtung,
bremst daher die Körnchen ab, und beschleunigt sie in der anderen Richtung. Durch
das Abbremsen und Beschleunigen der Körnchen entstehen in deren einzelnen Bestandteilen
unterschiedliche Kräfte, wodurch die Teilchen an deren Schwachstellen zerstört werden,
ohne Verletzungen der eigentlichen Bestandteile nach sich zu ziehen. Dies resultiert
in einer Aktivierung der Oberflächenstruktur, ohne daß Defekte, welche die Festigkeit
der Teilchen beeinflussen, in deren Inneren entstehen. Im Gegensatz zu herkömmlichen
Kugelmühlen oder dgl. nimmt nach einer Behandlung im Aktivator die Volumenmasse zu
und auch die Enthalpie ist um rund 15% höher als beim Vermahlen in einer Kugelmühle.
Außerdem wurde festgestellt, daß die Oberflächenaktiviemg durch den erfindungsgemäßen
Aktivator selbst bei gröberem, nur kurz behandeltem Material weit besser ist als bei
fein vermahlenem Material aus herkömmlichen Einrichtungen, bei welchen oft lange Mahlzeiten
notwendig sind.
[0011] Zur Erzielung seitlicher Abdichtungen wird nach einem weiteren Merkmal der Erfindung
vorgeschlagen, daß die Ränder angrenzender Ringscheiben einander überlappen, wobei
die Arbeitswerkzeuge allenfalls Ausnehmungen der überlappenden Bereiche der Ringscheiben
aufwelsen.
[0012] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß dile Überlappung durch
eine an einer der Ringscheiben fix oder abnehmbarer montierten Schürze gebildet ist,
welche gegenüber der jeweiligen Ringscheibenebene geringfügig nach innen oder außen
versetzt ist. Dadurch wird eine Erhöhung des Dichtungseffektes und eine Verringerung
der Beanspruchung der Dichtungselemente erzielt.
[0013] Um den Verschleiß der Dichtung herabzusetzen, wird nach einer weiteren Maßnahme der
Erfindung vorgeschlagen, daß die Überlappung durch einen Randbereich geringerer Dicke
einer der Ringscheiben gebildet wird, welcher in eine Ringnut am Rand der angrenzenden
Ringscheibe eingreift.
[0014] Eine andere Maßnahme für die erwähnte Abdichtung, falls keine Überlappung oder Dickenverbinderung
möglich ist, ergibt sich nach einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch,daß am
radialinneren Ende der Arbeitswerkzeuge Dichtelemente, beispielsweise flexible Platten
oder Besenelemente, vorgesehen sind.
[0015] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
[0016] Dabei zeigt Fig.1 einen Längsschnitt entlang der Drehachse der erfindungsgemäßen
Vorrichtung, Fig.2 einen Querschnitt entlang der Linie II-II der Fig.1 und Fig.3a
und 3b je einen Detailquerschnitt der Randbereiche zweier angrenzender Ringkäfige
gemäß zweier vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung.
[0017] Auf zwei einander gegenüberliegenden koaxialen Basisscheiben 1, 2 sind kreis- oder
sternförmige oder ähnlich ausgestaltete Tragestrukturen 1′,2′ angebracht, welche Ringscheiben
3,5 bzw. 4 tragen, auf welchen die Arbeitswerkzeuge 6 befestigt sind. Diese Arbeits-
bzw. Schlagwerkzeuge 6 sind vorzugsweise platten- oder schaufelförmig ausgeführt.
An der der jeweiligen Tragestruktur 1′ bzw 2′ und deren zugehörigen Ringscheiben gegenüberliegenden
Seite der Arbeitswerkzeuge ist ebenfalls je eine Ringscheibe 3′, 5′ bzw. 4′ pro Kranz
von Arbeitswerkzeugen vorgesehen. Somit stellt jeder konzentrische Kreis von Arbeitswerkzeugen
6, an dem beidseitig die Ringscheiben 3 und 3′, 4 und 4′ sowie 5 und 5′ befestigt
sind, je einen betor bzw. Käfig von Arbeitswerkzeugen dar, wobei die aneinander angrenzenden
betoren jeweils gegensinnig bewegt werden. Zumindest sind zwei dieser Rotoren bzw.
Käfige vorhanden, es können jedoch je nach Bedarf und gewünschter Schlag- bzw.
Beschleunigungszahl auch beliebig viele betoren vorgesehen sein, vorzugsweise sind
drei derartige Rotoren vorhanden. Durch die Wahl verschiedener Scheibendurchmesser
und -breiten, der Anzahl der Arbeitswerkzeuge pro Scheibe und der Umdrehungsgeschwindigkeit
kann die Energiemitteilung auf die Teilchen in der erfindungsgemäßen Vorrichtung exakt
definiert werden.
[0018] Erfindungsgemäß verlaufen nun die Arbeitswerkzeuge 6 jedes Rotors radial im wesentlichen
vom Innenrand bis zum Außenrand der jeweiligen Ringscheiben, beispielsweise 3 und
3′, sodaß die Zwischenräume zwischen den Arbeitswerkzeugen aneinander angrenzender
Rotoren möglichst klein gehalten werden. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich bei
den Arbeitswerkzeugen 6 um gerade durchgehende Platten, Platten aus in bestimmten
Winkeln zusammengesetzten Teilstücken oder auch flügelähnlich geformten Schaufeln
handelt. Durch dieses Merkmal ist ein ganz gezielter und genau definierter Materialstrom
durch die Vorrichtung erzeugbar, wie er beispielsweise bei den bisher üblichen Stift-
oder auch Plattenmühlen mit kleinen Schlagwerkzeugen nicht möglich war. Schaufeln
bzw. Platten in schaufelförmiger Anordnung haben den Vorteil, daß sie die Luftströmung
in der Vorrichtung und damit auch den Materialstrom besser lenken als völlig gerade
Platten, während aber der Einfluß im Sinne der Schlag- bzw.
Beschleunigungswirkung bei beiden Varianten gleich ist.
[0019] Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal können am radial inneren Ende der Arbeitswerkzeuge
6 zusätzlich Dichtelemente 8 vorgesehen sein, beispielsweise in Form von flexiblen
Platten aus Gummi, Plastik etc., oder in Form von Besenelementen. Vorzugsweise sind
diese Dichtelemente austauschbar angebracht.
[0020] Zu behandelnde Materialteilchen, welche durch z.B. einen Trichter (nicht dargestellt)
im zentralen Bereich einer der Scheiben 1 oder 2 zugeführt werden, werden vom Innersten
der Rotoren und dessen Arbeitswerkzeugen 3, 3′; 6 erfaßt und beschleunigt. Durch die
Zentrifugalkraft wird das Material vom innersten Rotor in Richtung des nächstliegenden
äußeren Kranzes von Arbeitswerkzeugen beschleunigt und von diesem erfaßt. Dadurch
wird eine plötzliche Abbremsung und neuerliche Beschleunigung in der Gegenrichtung
bewirkt. Dieser Vorgang wiederholt sich zwischen jeweils zwei aneinandergrenzenden
Rotoren, bis die Teilchen schließlich vom äußersten Rotorkranz nach außen geschleudert
werden. Sie sammeln sich an der Innenwand des (nicht dargestellten) Gehäuses um die
Rotoren herum an und werden schließlich in beliebiger Weise aus der Vorrichtung abgeführt.
Aufgrund der Abdeckung der gesamten Querschnittsfläche jedes Käfigs durch die Arbeitswerkzeuge
werden alle Teilchen in jedem Käfig erfaßt, sodaß sie einer genau definierten Zahl
von Beschleunigungen bzw. Bewegungsumkehr ausgesetzt sind, und daher eine bezüglich
der Zahl eine von der Anzahl der Rotoren abhängige Energiemiteillung bekommen.
[0021] Um einen den Materialfluß der zu behandelnden Teilchen unterstützenden Luftstrom
hervozurrufen, können am äußersten Rotor In an sich bekannter Weise Ventilatorschaufeln
vorgesehen sein.
[0022] Gemäß einem weiteren erfindungswesentlichen Merkmal sind die Zwischenräume zwischen
aneinander angrenzende Ringscheiben, beispielsweise 3 und 4′, abgedichtet. Die Ringscheiben
der einzelnen betoren bilden derart miteinander ein geschlossenes System, wodurch
ein Austreten der Teilchen vor dem Ende der vollständigen Behandlung durch die Zwischenräume
zwischen den einzelnen Rotoren weitestgehend verhindert wird. Hierdurch wird sichergestellt,
daß jedes Teilchen wirklich exakt die vorbestimmte Anzahl von Beschleunigungen mitgeteilt
bekommt. Die besagte Abdichtung kann nun auf verschiedene Weise durchgeführt werden.
Neben Abdichtungen, welche in Form von Dichtringen zwischen aneinander angrenzenden
Ringscheiben, beispielsweise 3 und 4′, vorgesehen sind und mit keiner der besagten
Ringscheiben fix verbunden sind, werden vorzugsweise konstruktiv einfachere Lösungen
angewendet. Diese sind dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder angrenzender Ringscheiben,
beispielsweise 3 und 4′, einander überlappen, wobei die Arbeits- bzw. Schlagwerkzeuge
6 allenfalls Ausnehmungen 8 zur Aufnahme der überlappenden Bereiche der Ringscheiben
3 bzw. 4′aufweisen. Hierbei können die einzelnen Ringscheiben einander dachziegelartig
überlappend angeordnet sein, oder vorzugsweise genau in derselben Ebene liegen. Zwei
Beispiele für die letztere Variante sind in den Figuren 3a und 3b dargestellt. In
Fig.3a ist eine Variante dargestellt, bei der sich von der Innenseite eines der innenliegenden
Rotoren ringförmige Schürzen 7 in Richtung auf den jeweils nächsten außenliegenden
Rotor hin erstrecken. Eine besonders gute abdichtende Wirkung ergibt sich dadurch,
daß die Arbeitswerkzeuge am inneren Rand des außenliegenden betors mit Einschnitten
9 versehen sind, in welchen die außenliegenden Ränder der ringförmigen Schürzen 7
aufgenommen sind. Bei dieser Anordnung werden alle behandelten Teilchen vom inneren
Rotor durch die Arbeitswerkzeuge sowie die Schürzen 7 auf die Arbeitswerkzeuge des
nächsten äußeren betors geleitet. Gemäß einer Abwandlung dieser Variante können die
Schürzen 7 auch nur bis zum Innenrand der Arbeitswerkzeuge 6 des äußeren Rotors geführt
sein, was in der Herstellung zu Vereinfachungen führt.
Andererseits können aber auch vom äußeren betor Schürzen 7′ ausgehen, welche den jeweils
innenliegenden Rotor an dessen äußerer Seite umfassen. Auch hierbei ist eine gute
Leitwirkung der vom inneren Roetor weggeschleuderten Teilchen in Richtung der Arbeitswerkzeuge
des äußeren Rotors gegeben.
[0023] Zusätzlich zu dem Einfluß auf die genau definierte Zahl von Beschleunigungen der
Teilchen, wird durch diese Ausführung auch das einwandfreie Funktionieren der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in jeder beliebigen Lage, d.h. auch bei im wesentlichen senkrecht stehender
Drehachse der konzentrischen Rotoren gewährleistet.
[0024] Der zweite Faktor für eine genau definierte Energiemitteilung ist die Stärke der
Schläge auf das jeweilige Teilchen, bzw. genauer, die Größe der Beschleunigung, welcher
die einzelnen Teilchen unterworfen sind. Diese wird durch die Umdrehungsgeschwindigkeit
der Rotoren bestimmt. Durch geeignete Wahl der Rotationsgeschwindigkeit der Schlagwerkzeuge
sowie der Anzahl der hintereinander angeordneten Stufen bzw. Rotoren kann nun für
jedes beliebige Material die passende Behandlungsabfolge eingestellt werden.
[0025] Die besagten Schürzen 7 oder 7′ können den jeweils anderen Rotor selbstverständlich
auch beidseitig umfassen und somit eine Abdichtung in Form eines Nut-Feder-Systems
bilden. Die Schürzen können starr oder auch mehr oder weniger flexibel sein, und fix
oder abnehmbar an dem jeweiligen Rotor bzw. dessen Randbereich befestigt sein. Vorzugsweise
sind die inneren und äußeren Randbereiche der jeweiligen betoren schon mit den genannten
Schürzen versehen, jedoch können auch bereits bestehende Maschinen mit entsprechend
geformten Nachrüstteilen ausgestattet werden.
1. Aktivator zum Mischen, Zerkleinern oder dergleichen, vorzugsweise zum Aktivieren von
Materialien, mit mindestens zwei gegensinnig laufenden Rotoren, welche in konzentrischen
Kreisen angeordnete Schlag- bzw. Arbeitswerkzeuge, vorzugsweise Platten oder Schaufeln,
tragen, die beidseitig an Ringscheiben der Rotoren befestigt sind, wobei die Arbeitswerkzeuge
radial im wesentlichen vom Innenrand bis zum Außenrand der jeweiligen Ringscheiben
verlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenräume zwischen den Ringscheiben
(3 bis 5′) abgedichtet sind.
2. Aktivator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder angrenzender Ringscheiben
(beispielsweise 3 und 4′) einander überlappen, wobei die Arbeitswerkzeuge (6) allenfalls
Ausnehmungen zur Aufnahme der überlappenden Bereiche der Ringscheiben aufweisen.
3. Aktivator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlappung durch eine,
an einer der Ringscheiben fix oder abnehmbar montierten Schürze (7 bis 7′) gebildet
ist, welche gegenüber der jeweiligen Ringscheibenebene geringfügig nach innen oder
außen versetzt ist.
4. Aktivator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlappung durch einen
Randbereich geringerer Dicke einer der Ringscheiben gebildet wird, welcher in eine
Ringnut am Rand der angrenzenden Ringscheibe eingreift.
5. Aktivator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am radial inneren Ende der
Arbeitswerkzeuge (6) Dichtelemente (8), beispielsweise flexible Platten oder Besenelemente,
vorgesehen sind.