[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmetauscher, insbesondere einen Ölkühler, mit einem
aus aufeinandergestapelten und untereinander mit Durchflußöffnungen in Verbindung
stehenden Scheibenkörpern aufgebauten Scheibenpaket und einem dieses einschliessenden
Gehäuse mit einem Kunststoffmantel, wobei Scheibenpaket und Gehäuse von je einem der
dem Wärmeaustausch unterworfenen Medien durchflossen sind.
[0002] Ein Wärmetauscher dieser Art ist bekannt (EP 0 124 217 A1). Bei dieser bekannten
Bauart werden die Scheibenkörper zunächst mit den beiden, den späteren Boden und den
Deckel bildenden Scheiben dicht verlötet, und anschließend wird der Kunststoffmantel
von der Deckelseite her über den noch hochstehenden Rand des Deckels unter Zwischenfügung
einer Dichtung in einen Bodenrand eingeschoben, wonach dann der hochstehende Deckelrand
ebenfalls unter Zwischenfügung einer Dichtung um die andere Stirnseite des Mantels
umgeschlagen wird. Diese Art der Herstellung und der Montage des Kunststoffgehäuseringes
auf dem vorgelöteten Grundkörper ist aufwendig.
[0003] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, einen Wärmetauscher der eingangs
genannten Art so auszubilden, daß auf das Umfalzen von Deckel und Boden um den Kunststoffmantel
und auf das verhältnismäßig komplizierte Aufsetzen des Kunststoffmantels auf das Scheibenpaket
verzichtet werden kann. Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einem Wärmetauscher der
eingangs genannten Art vorgesehen, daß der Boden und der Deckel des Gehäuses ebenfalls
aus Kunststoff bestehen, mit je einer eingepaßten Dichtung zur Abdichtung an dem Scheibenpaket
versehen und mit den Stirnseiten des Mantels verschweißt sind, wobei jeder Dichtung
ein Anschlagrand zur Anlage am Scheibenpaket zugeordnet ist und die Dichtung zwischen
Scheibenpaket und Boden oder Deckel unter Vorspannung steht.
[0004] Durch diese Ausgestaltung braucht lediglich das Scheibenpaket verlötet zu werden,
das dann durch das Verschweißen des Deckels und des Bodens mit dem Mantel gegenüber
Deckel und Boden und damit auch gegenüber dem zweiten Wärmetauschmedium ausreichend
abgedichtet ist. Aus der DE 32 47 502 A1 ist es zwar grundsätzlich bekannt, einen
aus Kunststoff bestehenden Rohrboden eines Wärmetauschers mit einem aus Kunststoff
bestehenden Wasserkasten zu verschweißen. Dabei spielt dort aber das Einpassen einer
Dichtung zwischen Teile der miteinander zu verschweissenden Kunststoffkörper keine
Rolle. Die Erfindung schlägt demgegenüber aber eine einfache Bauart eines gegenüber
einem Gehäuse sicher abzudichtenden Scheibenpaketes vor, bei dem diese Abdichtung
bisher ausschließlich durch Verlöten vorgenommen worden ist.
[0005] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Besonders vorteilhaft ist es dabei (Anspruch 2), wenn der Boden und der Mantel ein
einteiliges, topfartiges Gehäuse bilden, auf das dann nur noch der Kunststoffdeckel
aufgeschweißt werden muß. Vorteilhaft ist es auch (Anspruch 3), wenn die Dichtung
jeweils in einer Aussparung am Boden des Gehäuses und im Deckel eingepaßt ist, wobei
der Anschlagrand (Anspruch 4) diese Aussparung umgeben kann. Dabei ist es durchaus
möglich, das Dichtungsmaterial in Streifenform unmittelbar auf Bereiche der Aussparung
so aufzubringen, daß die gewünschte Dichtwirkung beim Verschweißen des Deckels mit
dem Gehäuse erreicht wird.
[0006] Besonders vorteilhaft ist es aber (Anspruch 5), wenn die Dichtung als ein Streifen
eines Dichtungsmateriales auf einem dünnen Trägermaterial aufgebracht ist, dessen
Kontur der Aussparung angepaßt ist. In diesem Fall nämlich genügt es, die Dichtung,
bei der in vorteilhafter Weise (Anspruch 6) das Dichtungsmaterial jeweils als geschlossene
Ringstreifen auf beiden Seiten einer als Trägermaterial dienenden Trägerfolie aufgebracht
sein kann, in die vom Anschlagrand umgebene Aussparung einzulegen, das Scheibenpaket
einzusetzen und den ebenfalls mit einer Trägerfolie mit dem Dichtmaterial versehenen
Deckel aufzusetzen und beim Schweißvorgang so lange gegen das Gehäuse zu drücken,
bis die Anschlagränder jeweils aufeinander aufliegen. Das Dichtungsmaterial kann dabei
in einfacher Weise (Anspruch 7) streifenförmig auf die Trägerfolie aufgespritzt sein,
und diese Dichtungsstreifen können vorteilhaft (Anspruch 8) spiegelsymmetrisch zu
einer durch die Mitte der Trägerfolie und parallel zu ihren mit dem Dichtungsmaterial
versehenen Flächen verlaufenden Ebene aufgebracht sein. Es entsteht so, da die Trägerfolie
nur sehr dünn zu sein braucht, eine gut handhabbare elastische Dichtung, die sich
exakt in die dafür vorgesehenen Aussparungen einlegen und einpassen läßt, so daß die
Montage sehr einfach wird.
[0007] Vorteilhaft können die Abmessungen des Anschlagrandes (Anspruch 9) und der Aussparung
einerseits und die Abmessung der Trägerfolie und der aufgebrachten Dichtungsstreifen
andererseits so aufeinander abgestimmt sein, daß das Dichtungsmaterial nach dem Verschweißen
von Deckel und Gehäuse auf ca. 60 % seiner Ausgangsstärke zusammengedrückt ist und
so unter der gewünschten und ausreichenden Vorspannung steht. Deckel und Boden können
dabei (Anspruch 10) zweckmäßig mit dem Mantel oder der Deckel mit dem Gehäuse durch
Ultraschallschweißung verbunden sein, wobei die miteinander zu verschweißenden Zonen
unter Erweichen sich miteinander verbinden und die bei diesem Schweißvorgang aufgebrachte
Axialkraft durch die aufeinandertreffenenden Anschlagränder begrenzt ist. Die dann
erreichte Vorspannung reicht einerseits aus, um eine sichere Abdichtung gegenüber
dem zweiten Wärmetauschmedium zu erreichen. Sie ist andererseits aber auch nicht zu
hoch, um die Gefahr einer frühzeitigen Ermüdung des Dichtungsmateriales mit sich zu
bringen. Zweckmäßig hat sich als Dichtungsmaterial Silikon erwiesen, das sich in einfacher
Weise auf die Trägerfolie aufspritzen läßt (Anspruch 11).
[0008] Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand eines Ausführungsbeispieles dargestellt
und wird im folgenden erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines topfartigen Gehäuses zur Herstellung eines erfindungsgemäßen
Ölkühlers,
- Fig. 2
- die Draufsicht in Richtung des Pfeiles II auf das Gehäuse der Fig. 1,
- Fig. 3
- den Schnitt durch das Gehäuse der Fig. 1 längs der Linie III-III,
- Fig. 4
- die Ansicht der Innenseite des Bodens des Gehäuses der Fig. 3,
- Fig. 5
- die Seitenansicht eines Scheibenpaketes zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Wärmetauschers,
- Fig. 6
- die Draufsicht in Richtung des Pfeiles VI auf das Scheibenpaket der Fig. 5,
- Fig. 7
- die schematische Darstellung des Einbaues des Scheibenpaketes der Fig. 5 in das Gehäuse
der Fig. 3 und die Anordnung eines das Gehäuse abschließenden Deckels in der Schnittdarstellung
der Fig. 8,
- Fig. 8
- den Deckel der Fig. 7 in einer Schnittdarstellung längs der Linie VIII-VIII durch
Fig. 10,
- Fig. 9
- die Ansicht der Innenseite des Deckels der Fig. 8 und 10 in Richtung des Pfeiles IX
gesehen,
- Fig. 10
- die Ansicht des gesamten Deckels der Fig. 8, ebenfalls in Richtung des Pfeiles IX
gesehen,
- Fig. 11
- die Draufsicht auf eine zwischen Gehäuseboden oder -deckel und Scheibenpaket nach
Fig. 7 einlegbare Dichtung und
- Fig. 12
- den Schnitt durch die Dichtung der Fig. 11 längs der Linie XII-XII.
[0009] In den Fig. 1 bis 3 ist ein topfförmiges Gehäuse (1) gezeigt, das mit zwei von einer
abgeflachten Gehäuseseite (1a) aus nach außen abragenden Anschlußstutzen (2 und 3)
für den Zu- und Ablauf eines Wärmetauschmediums, hier eines Kühlmittels, versehen
ist. Das Gehäuse (1) besteht aus Kunststoff und ist mit einem mit mehreren Verstärkungsrippen
(4 und 5) versehenen Boden (6) versehen, der eine zentrale Öffnung (7) aufweist. Das
Gehäuse (1), das mit Ausnahme der abgeflachten Wandung (1a) und deren seitlichen Übergängen
im wesentlichen kreisrunde Topfform aufweist, besitzt an seinem freien Rand (8), der
dem Boden (6) gegenüberliegt, einen dünneren, von der Stirnseite des Randes (8) nach
außen abragenden Wulstrand (8a), der, wie später noch erläutert werden wird, für die
Verschweißung mit einem Kunststoffdeckel dient. Im übrigen ist am Boden (6) des Gehäuses
und auf dessen Außenseite zwischen zwei rings umlaufenden konzentrischen Verstärkungsrippen
(4) eine Nut (9) zur Aufnahme einer Dichtung vorgesehen, die zur Abdichtung gegenüber
einem Anschlußteil, z.B. des Motors, dient, dessen Öl gekühlt werden soll. Die Fig.
3 zeigt, daß auf der Innenseite des Bodens (6) zwei nach innen abragende Zapfen (10
und 11) vorgesehen sind, die dazu dienen, das später in das Gehäuse (1) eingesetzte
Scheibenpaket gemäß den Fig. 5 und 6 in seiner Lage innerhalb des Gehäuses auszurichten.
[0010] Wie Fig. 4 aber auch zeigt, ist auf der Innenseite des Bodens (6) eine von einem
Anschlagrand (12) umgebene Aussparung (14) mit einem flacheren Rand (13) vorgesehen,
die dazu dient, eine flache Dichtung (29), wie sie in den Fig. 11 und 12 gezeigt und
erläutert ist, passend aufzunehmen.
[0011] Die Fig. 5 und 6 zeigen das - gemäß Fig. 7 - in das Gehäuse (1) einzusetzende Scheibenpaket
(15), das in bekannter Weise aus mehreren aufeinandergesetzten und untereinander verlöteten
hohlen Scheibenkörpern (16) besteht. Durch die Mitte aller Scheibenkörper verläuft
ein Rohrstutzen (17) der aus dem Scheibenpaket (15) oben und unten herausragt. Diese
herausragenden Stutzenteile des Rohres (17) werden beim Einbau des Scheibenpaketes
(15) in die Öffnung (7) des Gehäuses (1) bzw. in eine Öffnung (23) eines Deckels eingesetzt,
der noch anhand der Fig. 8, 9 und 10 erläutert wird. Alle Scheibenkörper (16) besitzen
auf den dem Rohr (17) diametral gegenüberliegenden Seiten zwei nierenförmig gestaltete
Langlöcher (18), die dazu dienen, zum einen die Innenräume sämtlicher Scheibenkörper
(16) untereinander zu verbinden und zum anderen auch den Anschluß zu nicht näher gezeigten
Zuflußkanälen bzw. Abflußkanälen für das zweite Wärmetauschmedium, im vorliegenden
Fall für Öl, herzustellen.
[0012] Die Fig. 7 läßt erkennen, daß die Zapfen (10 und 11) dann, wenn der Rohrstutzen (17)
in die Öffnung (7) des Gehäuses (1) hereinragt, ihrerseits in die eine der beiden
nierenförmigen Öffnungen (18) hereinragen und so, da sie an den Enden des Langloches
(18) anliegen, für eine exakte Lagesicherung des Scheibenpaketes (15) im Gehäuse (1)
sorgen. Durch diese Ausrichtung kommt das in der Fig. 6 auf der rechten Seite gelegene
Langloch (18) zur Deckung mit einer ebenfalls nierenförmig ausgebildeten Langlochöffnung
(19) im Boden (6) des Gehäuses (1), so daß durch diese Öffnung (19) z.B. der Zufluß
des zu kühlenden Öles in das Scheibenpaket (15) bewirkt werden kann. Das Öl kann auf
der anderen Seite des Scheibenpaketes (15) wiederum durch die dem Rohrstutzen (17)
diametral zur Öffnung (19) gegenüberliegende Öffnung (28) in einem Deckel (21) abund
durch einen nicht gezeigten Filter zurück in das Rohr (17) und von dort aus zum Motor
zurückfließen. Diese Rückführung des Öles ist aber nicht Gegenstand der vorliegenden
Erfindung.
[0013] Der Deckel (21) besteht ebenfalls aus Kunststoff, und zwar zweckmäßig aus dem gleichen
Kunststoff wie das Gehäuse (1). Der Deckel besitzt an seinem Außenrand eine umlaufende
Nut (22), in die der Rand (8 und 8a) des Gehäuses (1) hereingeführt und mit dem Deckel
(21) z.B. durch Ultraschallschweißung verbunden werden kann. Der Deckel (21) besitzt,
wie Fig. 10 erkennen läßt, auf seiner Außenseite ebenfalls radial und konzentrisch
verlaufende Verstärkungsrippen, die dem Deckel die notwendige Stabilität verleihen.
Er ist in seinem Zentrum mit einer Öffnung (23) versehen, deren Durchmesser dem Durchmesser
der Öffnung (7) entspricht und dem Durchmesser des Rohres (17) angepaßt ist.
[0014] Auf seiner Innenseite ist auch der Deckel (21) mit einem umlaufenden Anschlagrand
(24) versehen, der, wie auch beim Boden (6) des Gehäuses (1), eine Aussparung (25)
mit einem sie einrahmenden flacheren Rand (26) umgibt. Diese Aussparung (25) besitzt
eine zu einer Mittellängsebene (27) (Fig. 10) symmetrische Form, die etwa als der
Form einer Acht mit einem mittleren aufgebauchten Teil entsprechend bezeichnet werden
kann. In der einen Hälfte dieser Aussparung (25) ist ein nierenförmiges Langloch (28)
angeordnet, das in seiner Form den Langlöchern (18) des Scheibenpaketes (15) entspricht
und das, wie schon angedeutet, dazu dient, den Ausfluß des durch die Scheibenkörper
(16) des Scheibenpaketes (15) geströmten Öles in einen Umlenk- oder Filterraum zu
erlauben, von wo es dann durch das Rohr (17) des Scheibenpaketes (15) hindurch wieder
zurück zum Ausgangspunkt, in der Regel zum Motor geführt werden kann. Mit Ausnahme
der Lage der Langlöcher (28) und (19) entsprechen sich die Ausnehmungen (13, 14) im
Boden (6) und die Ausnehmungen (26, 25) im Deckel (21).
[0015] Um die Abdichtung des Scheibenpaketes (15) im Bereich der Langlöcher (18) zu den
zugeordneten Eintrittsöffnungen (19) im Gehäuse (1) bzw. zu der Austrittsöffnung (28)
im Deckel (21) zu bewirken, ist die in den Fig. 11 und 12 gezeigte Dichtung (29) vorgesehen,
die aus einer dünnen Trägerfolie (30) aus Metall oder aus einem genügend steifen Kunststoff
besteht, auf die beidseitig umlaufende Streifen (31) aus einem Dichtungsmaterial,
z.B. aus Silikon aufgespritzt sind. Der Dichtungsstreifen besitzt beim Ausführungsbeispiel,
wie insbesondere Fig. 11 zu entnehmen ist, eine Kontur eines mittleren, eine kreisrunde
Öffnung (32) in der Trägerfolie (30) umgebenden Ringes, der nach beiden Seiten durch
ohrenförmige Ansätze ergänzt ist, welche nierenförmige Öffnungen (33) in der Trägerfolie
(30) umgeben, deren Form wiederum der Form der Öffnungen (28) im Deckel bzw. (19)
im Boden (6) des Gehäuses (1) angepaßt ist. Die Trägerfolie kann dabei aus einem etwa
0,5 mm starken Material bestehen, das auf beiden Seiten spiegelsymmetrisch zu einer
durch die Mitte der Trägerfolie (30) und parallel zu ihren mit den Dichtungsstreifen
(31) versehenen Flächen verlaufenden Ebene (30a) mit den Dichtungsstreifen (31) in
einer gleichmäßigen Schichtstärke von etwa 0,4 mm versehen ist. Bekanntlich läßt sich
Silikon sehr genau dosiert aufspritzen, so daß die Dichtung (29) unter Verwendung
eines Trägermateriales in sehr einfacher Weise hergestellt werden kann.
[0016] Zur Montage wird die Dichtung (29) dann einerseits in die Aussparung (13, 14) des
Gehäuses (1) eingelegt und eine zweite Dichtung in die Aussparung (25, 26) im Deckel
(21). Die Trägerfolie legt sich dabei auf die flachere Umrandung (13) bzw. (26) im
Boden und im Deckel auf und zentriert sich dort, während die von der Trägerfolie abragenden
Dichtstreifen (31) sich jeweils in die tiefere Aussparung (14) des Bodens (6) bzw.
(25) des Deckels (21) hereinerstrecken. Die Abmessungen sind dabei so getroffen, daß
die Aussparung (14) nicht viel tiefer ist als der umlaufende Rand (13) am Boden (6)
und der umlaufende Rand (12) nur so weit vom Boden (6) gegen das Scheibenpaket (15)
vorragt, daß er dann zur Anlage am Scheibenpaket kommt, wenn die beiden symmetrisch
auf der Trägerfolie (30) der Fig. 11 und 12 aufgebrachten Dichtstreifen (31) gleichmäßig
jeweils auf etwa 60 % ihrer ursprünglichen Ausgangsstärke zusammengedrückt sind. Dieser
Zustand tritt ein, wenn gemäß Fig. 7 das Scheibenpaket (15) unter Zwischenlage der
Dichtungen (29) mit seiner oberen Anlagefläche (15a) am Anschlagrand (12) des Bodens
(6) des Gehäuses (1) einerseits und andererseits an dem umlaufenden Anschlagrand (24)
des Deckels (21) mit der Anlagefläche (15b) anliegt. In diesem Fall ist auch der Rand
(8, 8a) des Gehäuses (1) in der Nut (22) des Deckels (21) aufgenommen und fest mit
dem Deckel durch Ultraschall verschweißt. Der gesamte Scheibenölkühler gemäß dem Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist dann fertiggestellt.
[0017] Natürlich wäre es auch möglich, die Dichtstreifen (31) in der gezeigten Form nicht
auf eine gesonderte Trägerfolie (30) aufzubringen und dann in Deckel und Boden unverdrehbar
einzulegen, sondern es wäre auch möglich, die Dichtungsstreifen unmittelbar im gewünschten
Umfang um die Öffnungen (7 bzw. 23) herum und um die Öffnungen (19 und 28) herum anzubringen.
Auch dann wäre es bei Wahl geeigneter Abmessungen möglich, die so gebildete Dichtung
auf 60 % ihrer ursprünglichen Dicke zusammenzudrücken und ihr eine Vorspannung zu
erteilen, die ausreichend ist, um die notwendige Dichtkraft aufzubringen, andererseits
aber nicht zu groß ist, um zu einer zu frühen Ermüdung der Elastizität beizutragen.
Beim gewählten Ausführungsbeispiel und bei Verwendung einer Dichtung (29) kann die
Dichtung aber serienmäßig und getrennt von den beiden Kunststoffteilen des Gehäuses
(1) hergestellt werden. Sie wird deshalb auch mit zwei der Öffnung (32) gegenüberliegenden
Langlochöffnungen (33) versehen, damit sie sowohl für den Boden (6) als auch für den
Deckel (21) verwendbar ist, ohne daß beim Einlegen darauf geachtet werden muß, daß
die Öffnung in der Dichtung auch der Öffnung im Boden bzw. im Deckel zugeordnet ist.
1. Wärmetauscher, insbesondere Ölkühler mit einem aus aufeinandergestapelten und untereinander
mit Durchflußöffnungen in Verbindung stehenden Scheibenkörpern (16) aufgebauten Scheibenpaket
(15) und einem dieses einschließenden Gehäuse (1) mit einem Kunststoffmantel, wobei
Scheibenpaket und Gehäuse von je einem der dem Wärmeaustausch unterworfenen Medien
durchflossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (6) und der Deckel (21) des
Gehäuses (1) ebenfalls aus Kunststoff bestehen, mit je einer eingepaßten Dichtung
(29) zur Abdichtung an dem Scheibenpaket (15) versehen und mit den Stirnseiten (8)
des Mantels verschweißt sind, wobei jeder Dichtung ein Anschlagrand (12, 24) zur Anlage
am Scheibenpaket zugeordnet ist und die Dichtung zwischen Scheibenpaket und Boden
oder Deckel unter Vorspannung steht.
2. Wärmetauscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (6) und der Mantel
ein einteiliges topfartiges Gehäuse (1) bilden.
3. Wärmetauscher nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung
(29) jeweils in einer Aussparung (14, 25) im Gehäuse (1) und im Deckel (21) eingepaßt
sind.
4. Wärmetauscher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlagrand (12, 24)
die Aussparung (14, 25) umgibt.
5. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung
(29) als ein Streifen (31) eines Dichtungsmateriales auf einem dünnen Trägermaterial
(30) aufgebracht ist, dessen Kontur der Aussparung (14, 25) angepaßt ist.
6. Wärmetauscher nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungsmaterial jeweils
als geschlossene Ringstreifen (31) auf beiden Seiten einer als Trägermaterial dienenden
Trägerfolie (30) aufgebracht ist.
7. Wärmetauscher nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungsmaterial (31)
aufgespritzt ist.
8. Wärmetauscher nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsstreifen
(31) spiegelsymmetrisch zu einer durch die Mitte der Trägerfolie (30) und parallel
zu ihren mit dem Dichtungsmaterial versehenen Flächen verlaufenden Ebene (30a) aufgebracht
ist.
9. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Abmessungen
des Anschlagrandes (12, 24) und der Aussparung (14, 25) einerseits und die Abmessung
der Trägerfolie (30) und der aufgebrachten Dichtungsstreifen (31) andererseits so
aufeinander abgestimmt sind, daß das Dichtungsmaterial nach dem Verschweißen von Deckel
(21) und Gehäuse (1) auf ca. 60 % seiner Ausgangsstärke zusammengedrückt ist.
10. Wärmetauscher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (21)
und Boden (6) mit dem Mantel oder der Deckel (21) mit dem Gehäuse (1) durch UltraschallSchweißung
verbunden sind.
11. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß als Dichtungsmaterial
Silikon vorgesehen ist.