[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein gegen eine Führungsstütze einer Grabenverbauvorrichtung
abstützbares Endstück für eine sich über die Grabenbreite erstreckende Spindel bzw.
Spreize mit einer ersten Bohrung zur Aufnahme des Spindel- bzw. Spreizenendes, einer
in Querrichtung der Stütze parallel zur Grabenachse verlaufenden zweiten Bohrung zur
Aufnahme eines Gelenkzapfens zur gelenkigen Lagerung des Endstücks an der Stütze und
einem vorspannbaren, sich an der Stütze abstützenden elastischen Element.
[0002] Ein solches Endstück ist aus der DE-PS 27 02 750 bekannt. Das Endstück wird in dieser
Veröffentlichung als Gleitschuh bezeichnet und umfaßt oberhalb und unterhalb des Gelenkzapfens
jeweils einen Stützblock, der als Führung für eine ihn umgebende, gegen eine Gleitplatte
abgestützte Druckfeder dient. Der lichte Abstand zwischen dem freien Ende des Stützblockes
und der zugeordneten Gleitplatte ist dabei so gewählt, daß die Auslenkung der Stützplatte
aus der Normallage einen vorbestimmten Winkel nicht überschreitet.
[0003] Die für die entsprechenden Druckfedern vorgesehenen Stützblöcke stellen daher sicher,
daß sich die Stütze relativ zur Spreize nur um einen bestimmten Winkel bewegen kann.
Auf diese Weise wird verhindert, daß beim Absenken der Grabenverbauvorrichtung, das
abwechselnd an beiden Seiten des Grabens vorgenommen wird, eine zu starke Schrägstellung
zwischen Stütze und Spreize auftritt. Eine solche hätte den Verlust der Abstützwirkung
zur Folge. Der geometrische Spielraum zwischen der an der Feder vorgesehenen Gleitplatte
und dem als Anschlag wirkenden Stützblock bewirkt somit eine Auslenkungsbegrenzung,
während die Feder als Dämpfungsglied die Auslenkung des Endstückes progressiv behindert
und damit plötzliche Spannungsänderungen vermeidet. Zugleich wird damit die Bruchgefahr
weitgehend vermieden.
[0004] Bei der bekannten Lösung stützt sich somit das Endstück, abgesehen von seiner Lagerung
in der Stütze über dem Gelenkzapfen, nur über die beiden den Federn zugeordneten Gleitplatten
an der Stütze ab. Bei der Aufstellung der Grabenverbauvorrichtung vor der Montage,
d.h. im unbelasteten Zustand der Stützen, sorgen die beiden Federn für eine Geradstellung
der Stütze.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Endstück der eingangs beschriebenen
Art zu schaffen, das einen besonders einfachen, störunanfälligen Aufbau bei besonders
bequemer Handhabbarkeit besitzt.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Endstück der eingangs beschriebenen
Art dadurch gelöst, daß das Endstück ein einziges elastisches Element unterhalb oder
oberhalb der Gelenkzapfenachse aufweist und daß die der Stütze zugewandte Stirnfläche
des Endstücks im Bereich des Gelenkzapfens als Abrollfläche zum Kontakt mit der Stütze
und der sich an die Abrollfläche anschließende, vom elastischen Element entfernte
Stirnflächenbereich als geringfügig gegenüber der Vertikalebene zur Seite des Gelenkzapfens
hin geneigte Fläche ausgebildet ist.
[0007] Bei der erfindungsgemäßen Lösung erfolgt, abgesehen von der Lagerung des Endstücks
über den Gelenkzapfen an oder in der Stütze, die stirnseitige Abstützung des Endstücks
an der Stütze nur über ein elastisches Element. Bereits aus diesem Grund ist das Endstück
einfacher ausgebildet als das nach dem vorstehend beschriebenen Stand der Technik.
Da ein elastisches Element in Fortfall kommt, ist das Endstück auch weniger störanfällig.
[0008] Das Endstück stützt sich des weiteren unmittelbar mit seiner Stirnfläche an der Stütze
ab. Hierbei ist die Stirnfläche im Bereich des Gelenkzapfens als Abrollfläche ausgebildet.
An diese Abrollfläche schließt sich eine zum Grabeninneren hin geneigte Fläche an,
die die Schrägstellung der Stütze relativ zur Spreize beschränkt und als Auslenkungsbegrenzung
wirkt. Auch hierbei behindert das elastische Element als Dämpfungsglied die Auslenkung
des Endstückes progressiv und vermeidet damit plötzliche Spannungsänderungen. Das
elastische Element ist vorspannbar, wobei es im vorgespannten Zustand in die entsprechende
Stütze eingebaut wird, so daß hierdurch Behinderungen des Einbaues durch das entspannte
elastische Element vermieden werden. Im belasteten Zustand der Verbauvorrichtung wird
dann die Vorspannung aufgehoben, so daß sich das elastische Element gegen die Stütze
pressen kann.
[0009] Die Abrollfläche und der geneigte Stirnflächenbereich des Endstücks sind derart gestaltet,
daß eine gewisse Relativbewegung zwischen Endstück und Stütze möglich ist, vorzugsweise
bis zu einem Winkel von 7,5
o. Das Endstück rollt dabei auf der Anlagefläche der Stütze ab, bis der als Anschlag
wirkende schräge Stirnflächenbereich mit der Stützenfläche zur Anlage kommt.
[0010] Die erfindungsgemäße Lösung ist einfach aufgebaut und wenig störanfällig, da nur
ein elastisches Element zum Einsatz gelangt und somit die Störanfälligkeit, beispielsweise
durch Brechen des elastischen Elementes, Behinderung der Beweglichkeit desselben durch
festklemmende Steine u. dgl., auf die Hälfte reduziert ist.
[0011] Eine geringfügige Schrägstellung der Stütze während des Aufbaues der Grabenverbauvorrichtung
im nicht belasteten Zustand derselben bei Anordnung von nur einer Spreize wird in
Kauf genommen. Sind zwei Spreizen übereinander angeordnet, so ergibt sich ohnehin
eine angenäherte Geradstellung der Stütze.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung ist das Endstück zweckmäßigerweise so gestaaltet,
daß die Stirnfläche desselben beidseitig der durch die Gelenkzapfenbohrung verlaufenden
Horizontalachse ggf. mit einer Abrundung im Scheitelpunkt dachartig geneigt ist.
[0013] Konstruktiv ist die geneigte Fläche des Stirnflächenbereiches zweckmäßigerweise von
einem Plattenabschnitt gebildet, der rückseitig mindestens einen Verstärkungsabschnitt
aufweist. Vorzugsweise sind zwei Verstärkungsabschnitte am linken und rechten Rand
des Plattenabschnittes angeordnet, deren Höhe sich zur Umrandung der ersten Bohrung
hin verringert.
[0014] Unterhalb oder oberhalb der Gelenkzapfenachse weist das Endstück vorzugsweise eine
das elastische Element aufnehmende Ausnehmung auf. Diese Ausnehmung ist zweckmäßigerweise
nur oben oder unten (abhängig von der Anordnung des elastischen Elementes) über oder
unter dem Gelenkzapfen) und hinten begrenzt, wobei die hintere Begrenzung vorzugsweise
durch einen rückseitig mindestens einen Verstärkungsabschnitt aufweisenden Plattenabschnitt
gebildet ist. Auch hier kommen zweckmäßigerweise zwei Verstärkungsabschnitte an beiden
seitlichen Kanten des Plattenabschnittes zur Anwendung, deren Höhe sich ebenfalls
zur Umrandung der ersten Bohrung hin verringert. Zwischen den Verstärkungsabschnitten
kann eine geeignete Spanneinrichtung für das elastische Element angeordnet sein.
[0015] Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung besteht darin, daß das elastische Element derart
vorspannbar ist, daß seine Vorspannung beim Absenken der Verbauvorrichtung selbsttätig
gelöst wird. Um den Einbau des Endstücks in eine Stütze bzw. einen entsprechenden
Pfosten zu erleichtern, kann daher das elastische Element vorgespannt werden, so daß
es nur geringfügig über die Stirnfläche des Endstücks vorsteht. Das Endstück kann
dann mit Hilfe des Gelenkzapfens in bzw. an der Stütze festgelegt werden. Beim einseitigen
Absenken der Stütze erfolgt dann eine selbsttätige Lösung der Vorspannung, so daß
das elastische Element den Druckweg voll ausschöpfen und die aus Endstück und Stütze
bestehende Einheit aussteifen kann. Wie erwähnt, erfolgt das Lösen der Vorspannung
vorzugsweise dabei selbsttätig, so daß hierfür keine zusätzlichen Arbeiten erforderlich
sind.
[0016] Das elastische Element ist dabei im einzelnen vorzugsweise so ausgebildet, daß es
auf seiner der Stütze zugewandten Stirnseite ein Anschlagelement aufweist, das über
ein durch das elastische Element geführtes Spannelement mit einer Spanneinrichtung
verbunden ist. Durch Bewegen des Spannelementes zur Grabenmitte hin wird somit auch
das Anschlagelement in diese Richtung bewegt, wodurch das elastische Element, beispielsweise
eine Schraubenfeder oder ein Gummikissen, zusammengepreßt und damit unter Vorspannung
gebracht wird.
[0017] Um ein selbsttätiges Lösen der Vorspannung zu erreichen, ist die Spanneinrichtung
so ausgebildet, daß sie beim Absenken der Verbauvorrichtung durch Trägheitskräfte
bzw. Reaktionskräfte aus dem gespannten Zustand um 90
o gedreht und in den ungespannten Zustand überführt wird. Je nach Anordnung des elastischen
Elementes unter oder über dem Gelenkzapfen kann dabei die Spanneinrichtung im gespannten
Zustand eine 0
o-Stellung oder 90
o-Stellung einnehmen. Wenn das elastische Element unterhalb des Gelenkzapfens angeordnet
ist, ist die Spanneinrichtung vorzugsweise in der 0
o-Stellung, d.h. in paralleler Lage zur Spindel bzw. Spreize, gespannt. Wird nunmehr
die Stütze mit zugehörigem Endstück abgesenkt, dreht sich die Spanneinrichtung durch
ihr Eigengewicht bzw. entsprechende Krafteinwirkungen um 90
o, so daß sie nach unten weist. Hierdurch wird die Vorspannung gelöst. Im umgekehrten
Fall, bei dem das elastische Element über dem Gelenkzapfen angeordnet ist, ist die
Spanneinrichtung vorzugsweise in der 90
o-Stellung, d.h. der nach oben weisenden Stellung, gespannt. Auch hier erfolgt beim
Absenken eine Drehung um 90
o, so daß die Spanneinrichtung die 0
o-Stellung im ungespannten Zustand einnimmt.
[0018] Im einzelnen ist die Spanneinrichtung vorteilhafterweise so aufgebaut, daß sie einen
mit dem Spannelement gelenkig verbundenen Exzenterabschnitt und einen Angriffsabschnitt
für ein Spannwerkzeug aufweist. Der Exzenterabschnitt liegt zweckmäßigerweise an der
Rückseite des die hintere Begrenzung der Ausnehmung für das elastische Element bildenden
Plattenabschnitts an, wobei sich das elastische Element hierbei im gespannten oder
entspannten Zustand befindet und wobei der Exzenterabschnitt durch Drehung um 90
o das elastische Element in den entgegengesetzten Zustand bringt. Zum Spannen der Spanneinrichtung
findet ein Spannwerkzeug Anwendung, das an einem entsprechenden Angriffsabschnitt
der Spanneinrichtung, der mit dem Exzenterabschnitt verbunden ist, angreift. Vorzugsweise
wird der Angriffsabschnitt für das Spannwerkzeug durch einen Rohrabschnitt gebildet,
in den ein rohrförmiges Spannwerkzeug eingreift. Durch Einstecken des Werkzeuges in
den Rohrabschnitt und Drehen desselben um 90
o gelangt der Exzenterabschnitt in die Spannstellung.
[0019] Vorzugsweise weist die Spanneinrichtung zwei parallel zueinander angeordnete Exzenterabschnitte
auf, zwischen denen das Spannelement gelenkig gelagert ist. Dies ist beispielsweise
durch einen die beiden Exzenterabschnitte und das mittlere Spannelement durchgreifenden
Gelenkzapfen verwirklicht.
[0020] Es wird erfindungsgemäß bevorzugt, das elastische Element unterhalb des Gelenkzapfens
anzuordnen, so daß der geneigte Stirnflächenbereich oberhalb des Gelenkzapfens zu
liegen kommt. Diese Lösung hat den Vorteil, daß das elastische Element unterhalb der
Gelenkzapfenachse auf die Stütze einwirkt, d.h. an einer Stelle, an der sehr hohe,
durch das Erdreich verursachte Gegenkräfte auf die Stütze einwirken, so daß in diesem
Bereich der Dämpfungs- und Reguliereffekt des elastischen Elementes voll ausgenutzt
werden kann. Da bei dieser Lage des elastischen Elementes die Spanneinrichtung im
gespannten Zustand eine 0
o-Stellung einnimmt, d.h. sich parallel zur Spindelachse erstreckt, kann mit Hilfe
eines Spannwerkzeuges durch Drehung der Spanneinrichtung nach unten die Vorspannung
ohne weiteres gelöst werden, ohne daß dabei eine Behinderung durch die Spindel eintritt.
[0021] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist das Anschlagelement für das elastische
Element als Winkelelement ausgebildet, das die Stirnseite und die Unter- oder Oberseite
des elastischen Elementes abdeckt. Die Winkelform des Anschlagelementes verhindert
das Eindringen von Steinen, Schmutz u. dgl. in den Bereich des elastischen Elementes.
[0022] Bei der unteren Lage des elastischen Elementes bildet es einen Schutz gegen eine
Verschmutzung von unten, während der obere Bereich durch den vorspringenden, die Gelenkzapfenbohrung
umgebenden Bereich des Endstücks abgedeckt wird. Bei Anordnung des elastischen Elementes
oberhalb des Gelenkzapfens bildet das winklige Anschlagelement einen Schutz in bezug
auf das Eindringen von Fremdpartikeln von oben.
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zwei Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit der Zeichnung im einzelnen erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer ersten Ausführungsform eines gegen
eine Führungsstütze einer Grabenverbauvorrichtung abstützbaren Endstücks für eine
sich über die Grabenverbaubreite erstreckende Spindel bzw. Spreize; und
- Figur 2
- eine zweite Ausführungsform eines derartigen Endstücks in der Seitenansicht, teilweise
im Schnitt.
[0024] Das in Figur 1 dargestellte Endstück 1 ist ein blockartiges Gebilde mit einer eine
Führungsstütze einer Grabenverbauvorrichtung zugewandten Stirnfläche 6. Auf der der
Stirnfläche 6 entgegengesetzten Seite besitzt das Endstück eine erste Bohrung 2 zur
Aufnahme des Endes einer Spindel bzw. Spreize der Grabenverbauvorrichtung, die sich
über zwei derartige Endstücke an gegenüber angeordneten Führungsstützen abstützt.
Die Führungsstützen sind längs der Grabenseitenwände angeordnet und dienen zur Halterung
und Führung von das Erdreich abstützenden Verbauplatten.
[0025] Eine derartige Spindel bzw. Spreize ist mit einer geeigneten Spanneinrichtung versehen,
die ein Verspannen der Spindel bzw. Spreize zwischen gegenüberliegenden Endstücken
1 ermöglicht. Zum Festlegen der entsprechenden Spreize bzw. Spindel am Endstück dient
eine Querbohrung 3, die zur Aufnahme eines geeigneten Fixierbolzens dient.
[0026] Die erste Bohrung 2 erstreckt sich vom in der Figur linken Rand des Endstücks bis
etwa in dessen Mitte hinein. Im in der Figur rechten Bereich des Endstücks nahe der
Stirnwand befindet sich eine zweite Bohrung 4 zur Aufnahme eines Gelenkzapfens, der
zur gelenkigen Lagerung des Endstücks an der dazugehörigen Führungsstütze dient. Eine
solche Führungsstütze ist normalerweise C-förmig ausgebildet, wobei die gegenüberliegenden
Flansche eine entsprechende Bohrung wie die zweite Bohrung 4 des Endstücks aufweisen.
Durch diese drei Bohrungen kann ein entsprechender Gelenkzapfen geschoben und dort
fixiert werden. Damit ist eine gelenkige Festlegung des Endstücks 1 an bzw. in der
zugehörigen Führungsstütze erreicht.
[0027] Das Endstück 1 kann sich somit um die Achse des in der Bohrung 4 angeordneten Gelenkzapfens
drehen. Dabei läßt die vorliegende Konstruktion jedoch nur eine beschränkte Drehung
des Endstücks relativ zur Stütze zu. Die Drehung wird dadurch eingeschränkt, daß das
Endstück 1 mit seiner Stirnfläche 6 an der der Grabenmitte zugewandten Stützfläche
(bei einer C-förmigen Stütze der Steginnenfläche) anliegt. Im Bereich des Gelenkzapfens
ist dabei die Stirnfläche 6 als Abrollfläche zum Kontakt mit der Stütze ausgebildet.
Diese Abrollfläche ist in der Figur bei 7 dargestellt. Sie ist dort als dachflächenartig
abgeschrägter Bereich angedeutet. Demgegenüber wird ein gekrümmter Bereich bevorzugt.
Nach oben hin schließt sich an die Abrollfläche 7 ein sich schräg einwärts erstreckender
Stirnflächenbereich 17 an, der zur Vertikalen unter einem Winkel von 5
o geneigt ist. Ein solcher Schrägflächenbereich erstreckt sich ebenfalls von der Abrollfläche
7 aus nach unten. Der obere Schrägflächenbereich stellt die Begrenzung für die Drehbewegung
des Endstücks relativ zur Stütze dar. Demnach kann das Endstück 1 im Uhrzeigersinn
um die Achse des in der Bohrung 4 angeordneten Gelenkzapfens relativ zur Stütze bzw.
Vertikalen um 5
o gedreht werden, bis die Schrägfläche 17 ganzflächig an der entsprechenden Stützenfläche
anliegt.
[0028] Die Schrägfläche 17 wird durch die Vorderseite eines Plattenabschnitts des Endstücks
1 gebildet, von dem aus sich zur Grabenmitte hin beidseitig zwei schräg ausgebildete
Verstärkungsrippen 5 erstrecken.
[0029] Im unteren Bereich des Endstücks 1 springt die Stirnfläche nach innen zurück, so
daß eine Art Ausnehmung 8 gebildet wird, die durch einen rückwärtigen Plattenabschnitt
10 und einen Abschnitt unterhalb der Bohrung 4 begrenzt wird. Eine seitliche und untere
Begrenzung ist nicht vorgesehen. Von der rückwärtigen Seite des Plattenabschnitts
10 bis zum Ende der Bohrung 2 erstrecken sich ebenfalls zwei schräg ausgebildete Verstärkungsrippen,
die in dem mittig durch das Endstück geführten Schnitt nicht dargestellt sind.
[0030] Der Plattenabschnitt 10 weist ein Langloch 18 auf, durch das sich ein flaches Spannelement
11 erstreckt. Das Spannelement 11 ist auf seiner der Stütze zugewandten Seite mit
einem winkelförmigen Anschlagelement 12 verschweißt. Das winkelförmige Anschlagelement
12 weist einen Schenkel auf, der sich vertikal, d.h. parallel zur Führungsstütze erstreckt,
und einen sich unter einem Winkel von 90
o dazu erstreckenden Schenkel, der horizontal, d.h. senkrecht zur Stütze, verläuft.
Das Spannelement umgibt ein geeignetes elastisches Element 9, bei dem es sich in der
Darstellung um ein Gummikissen handelt. Dieses elastische Element kann jedoch genauso
gut durch eine Schraubendruckfeder oder andere Elemente gebildet sein.
[0031] Am rückwärtigen Ende des Spannelementes 11 befindet sich eine geeignete Spanneinrichtung,
die einen Aufnahmeabschnitt 15 für ein geeignetes Spannwerkzeug und einen exzentrisch
ausgebildeten Spannabschnitt 14 aufweist. Der exzentrisch ausgebildete Spannabschnitt
14 wird durch zwei parallel zueinander angeordnete Exzenterscheiben gebildet, zwischen
die das Spannelement 11 greift. Spannelement 11 und die beiden Exzenterscheiben sind
über einen Gelenkzapfen 13 gelenkig miteinander verbunden.
[0032] Mit Hilfe der Spanneinrichtung kann das elastische Element 9 vorgespannt werden.
Hierdurch wird der Einbau des Endstücks in eine entsprechende Stütze erleichtert.
Wenn die Stütze dann abgesenkt wird, erfolgt durch die auftretenden Kräfte bzw. durch
entsprechende Trägheitskräfte eine selbsttätige Entspannung des elastischen Elementes,
so daß dieses das Anschlagelement 12 gegen die entsprechende Stützenfläche preßt.
In der Figur ist die Spanneinrichtung im gespannten Zustand dargestellt, d.h. sie
nimmt in diesem Zustand eine etwa horizontale Lage ein. Durch die einwirkenden Kräfte
bewegt sich der Werkzeugaufnahmeabschnitt 15 der Spanneinrichtung beim Absenken allmählich
nach unten und erreicht letztendlich die gestrichelt angedeutete Stellung 16, in der
sich der Spannabschnitt 14 nicht mehr am Plattenabschnitt 10 abstützt, so daß sich
das elastische Element 9 entspannen kann. Soll das elastische Element wieder gespannt
werden, wird ein geeignetes Spannwerkzeug, beispielsweise ein entsprechendes Rohr,
in den Aufnahmeabschnitt 15 von unten eingesetzt. Der Abschnitt 15 wird dann in die
Horizontalstellung gedreht, so daß der Kurvenabschnitt des Spannabschnitts 14 wieder
mit dem Plattenabschnitt 10 in Kontakt tritt und mit diesem verspannt wird. Hierdurch
wird über das Spannelement 11 und das Anschlagelement 12 eine Zugkraft ausgeübt, durch
die das elastische Element komprimiert wird.
[0033] Das hier dargestellte Endstück besitzt somit ein einziges elastisches Element 9,
das beim Einbau des Endstücks in die Stütze vorgespannt ist und beim Absenken der
Stütze durch Lösen der Vorspannung selbsttätig gegen die Stütze gepreßt wird. In diesem
Zustand stützt sich daher das Endstück an zwei Stellen an der Stütze ab, nämlich einerseits
über die Abrollfläche 7 und andererseits über das dem elastischen Element 9 zugeordnete
Anschlagelement 12. Eine zu große Schiefstellung der Stütze relativ zum Endstück verhindert
die Schrägfläche 17, die allenfalls eine Neigung der Stütze relativ zum Endstück von
5
o zuläßt.
[0034] Bei der in Figur 2 gezeigten Ausführungsform eines Endstücks dienen gleiche Bezugszeichen
zur Bezeichnung gleicher Teile. Diese Teile, deren Aufbau und Wirkung denen der Figur
1 entspricht, werden hier im einzelnen nicht mehr beschrieben.
[0035] Der einzige wesentliche Unterschied der Ausführungsform nach Figur 2 gegenüber der
der Figur 1 besteht darin, daß hierbei das elastische Element 9 oben am Endstück,
d.h. oberhalb der zweiten Bohrung 4, angeordnet ist. Um bei dieser Ausführungsform
ein automatisches Lösen der Vorspannung beim Absenken der Verbauvorrichtung zu erreichen,
nimmt die Spanneinrichtung im gespannten Zustand eine 90
o-Stellung zur Achse des Spannelementes ein, während sie sich im entspannten Zustand
parallel zum Spannelement erstreckt. In der Figur ist der entspannte Zustand gezeigt.
Beim Spannen wird der Abschnitt 15 gegen den Uhrzeigersinn in eine Vertikalposition
bewegt, wodurch der Kurvenabschnitt des Spannabschnitts 14 auf der Rückseite des Plattenabschnitts
10 abrollt und hierbei das Spannelement nach innen zieht, wodurch das elastische Element
9 komprimiert wird. Beim Absenken wandert die Spanneinrichtung durch die auftretenden
Kräfte im Uhrzeigersinn wieder in die gezeigte Horizontalstellung, wodurch sich das
Spannelement nach links bewegen und sich das elastische Element entspannen kann.
[0036] Im übrigen entspricht der Aufbau des Endstücks dem der Figur 1.
1. Gegen eine Führungsstütze einer Grabenverbauvorrichtung abstützbares Endstück für
eine sich über die Grabenbreite erstreckende Spindel bzw. Spreize mit einer ersten
Bohrung zur Aufnahme des Spindel- bzw. Spreizenendes, einer in Querrichtung der Stütze
parallel zur Grabenachse verlaufenden zweiten Bohrung zur Aufnahme eines Gelenkzapfens
zur gelenkigen Lagerung des Endstücks und einem vorspannbaren, sich an der Stütze
abstützenden elastischen Element, dadurch gekennzeichnet, daß das Endstück (1) ein
einziges elastisches Element (9) unterhalb oder oberhalb der Gelenkzapfenachse aufweist
und daß die der Stütze zugewandte Stirnfläche (6) des Endstücks (1) im Bereich des
Gelenkzapfens als Abrollfläche (7) zum Kontakt mit der Stütze und der sich an die
Abrollfläche (7) anschließende, vom elastischen Element (9) entfernte Stirnflächenbereich
(17) als geringfügig gegenüber der Vertikalebene zur Seite des Gelenkzapfens hin geneigte
Fläche ausgebildet ist.
2. Endstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel des vom elastischen
Element (9) entfernten Stirnflächenbereichs (17) maximal 7,5o beträgt.
3. Endstück nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnfläche (6) des
Endstücks (1) beidseitig der durch die Gelenkzapfenbohrung (4) verlaufenden Horizontalachse,
ggf. mit einer Abrundung im Scheitelpunkt, dachartig geneigt ist.
4. Endstück nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der geneigte
Stirnflächenbereich (17) von einem Plattenabschnitt gebildet ist, der rückseitig mindestens
einen Verstärkungsabschnitt (5) aufweist.
5. Endstück nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es unterhalb
oder oberhalb der Gelenkzapfenachse eine das elastische Element (9) aufnehmende Ausnehmung
(8) besitzt.
6. Endstück nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (8) nur oben
oder unten und hinten begrenzt ist, wobei die hintere Begrenzung durch einen rückseitig
mindestens einen Verstärkungsabschnitt aufweisenden Plattenabschnitt (10) gebildet
ist.
7. Endstück nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische
Element (9) derart vorspannbar ist, daß seine Vorspannung beim Absenken der Verbauvorrichtung
selbsttätig gelöst wird.
8. Endstück nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Element (9) auf
seiner der Stütze zugewandten Stirnseite ein Anschlagelement (12) aufweist, das über
ein durch das elastische Element (9) geführtes Spannelement (11) mit einer Spanneinrichtung
verbunden ist.
9. Endstück nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanneinrichtung beim Absenken
der Verbauvorrichtung durch Trägheitskräfte bzw. Reaktionskräfte aus dem gespannten
Zustand um 90o gedreht und in den ungespannten Zustand überführt wird.
10. Endstück nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanneinrichtung
einen mit dem Spannelement (11) gelenkig verbundenen Exzenterabschnitt (14) und einen
Angriffsabschnitt (15) für ein Spannwerkzeug aufweist.
11. Endstück nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Exzenterabschnitt (14)
an der Rückseite des die hintere Begrenzung der Ausnehmung (8) für das elastische
Element (9) bildenden Plattenabschnitts (10) anliegt, wobei sich das elastische Element
(9) hierbei im gespannten oder entspannten Zustand befindet, und durch Drehung um
90o das elastische Element (9) in den entgegengesetzten Zustand bringt.
12. Endstück nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanneinrichtung bei Anordnung
des elastischen Elementes (9) unterhalb der Gelenkzapfenachse in der um 90o zur Achse des Spannelementes (11) gedrehten Stellung entspannt und bei Anordnung
des elastischen Elementes (9) oberhalb der Gelenkzapfenachse gespannt ist.
13. Endstück nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Exzenterabschnitt
(14) etwa Rechteckform mit mindestens einer gekrümmten Kante besitzt.
14. Endstück nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Angriffsabschnitt
(15) für das Spannwerkzeug durch einen Rohrabschnitt gebildet ist.
15. Endstück nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanneinrichtung
zwei parallel zueinander angeordnete Exzenterabschnitte (14) aufweist, zwischen denen
das Spannelement (11) gelenkig gelagert ist.
16. Endstück nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlagelement
(12) als Winkelelement ausgebildet ist, das die Stirnseite und die Unterseite oder
Oberseite des elastischen Elementes (9) abdeckt.