[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Dämpfung der Schallentwicklung im Bereich
eines ausströmenden Gases, bei dem das Gas entlang mindestens eines Bereiches seines
Strömungsweges von mindestens einem Dämpfungselement beaufschlagt wird.
[0002] Die Erfindung betrifft darüber hinaus eine Vorrichtung zur Schalldämpfung bei pneumatischen
Systemen, die mindestens einen Einlaß, mindestens einen Ausströmbereich sowie mindestens
ein zwischen dem Einlaß und dem Ausströmbereich angeordnetes Dämpfungselement aufweist.
[0003] Derartige Verfahren und Vorrichtungen werden eingesetzt, um oft erhebliche Geräuschentwicklungen
im Bereich der Ablaßventile von pneumatischen Anlagen zu dämpfen. Entsprechende Geräusche
treten beispielsweise auf, wenn bei pneumatischen Verstellsystemen nach einer Druckluftbeaufschlagung
eines Verstellzylinders in den Zylinder eingeleitete Druckluft abgelassen wird, um
eine Rückführung eines innerhalb des Zylinders beweglichen Kolbens zu ermöglichen.
Insbesondere treten erhebliche Geräuschentwicklungen jedoch auch im Bereich von Blasmaschinen
auf, die zur Formung von Behältern aus thermoplastischen Materialien verwendet werden.
Neben Extrusionsblasmaschinen, bei denen der zu fertigende Behälter aus einem in die
Blasform eingeklemmten schlauchförmigen Vorformling erzeugt wird, sind insbesondere
auch Blasmaschinen zur Fertigung von Behältern aus gespritzten Vorformlingen verbreitet.
Ein typisches Material für derartige blasgeformte Behälter ist Polyäthylenterephthalat.
Es sind jedoch auch andere Materialien verfügbar und werden für geeignete Verwendungszwecke
eingesetzt.
[0004] Im Bereich von pneumatischen Systemen werden zur Schalldämpfung Dämpfungselemente
verwendet, die im wesentlichen Bereich ihrer Ausdehnung aus einem amorphen Material
ausgebildet sind, das einen großflächigen Druckausgleich und damit im Ausströmbereich
geringe Strömungsgeschwindigkeiten des austretenden Gases ermöglicht. Darüber hinaus
werden durch das amorphe Material Geräusche im Bereich eines Auslaßventiles oder im
Bereich einer dem Auslaßventil vorgeschalteten Mechanik entstehende Geräusche gedämpft.
Insbesondere bei einer Verwendung im Bereich von Blasmaschinen, bei denen die zu fertigenden
Behälter oft mit einem Druck im Bereich von etwa 40 bar beaufschlagt werden, wird
der emittierte Schall als ein erhebliches Problem empfunden. Bei dem zum Ablassen
dieses Überdruckes erforderlichen Druckausgleich entstehen erhebliche Geräuschpegel,
die mit den bislang verwendeten Dämpfungselementen nicht in vollem Umfang befriedigend
reduziezt werden konnten. Dies führt dazu, daß insbesondere bei großen Blasmaschinen
ein erheblicher zusätzlicher Dämmungsaufwand erforderlich ist, um zu hohe Geräuschbelastungen
aufgrund von im Bereich einer Umgebung der Blasmaschine angeordneten Arbeitsplätzen
auf einen tolerierbaren Geräuschpegel zu begrenzen.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren der einleitend genannten
Art so zu verbessern, daß die Dämpfung der Schallentwicklung verbessert wird.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Dämpfung in mindestens
zwei Schritten durchgeführt wird und im Bereich einer zuerst vom Gas durchströmten
Dämpfungsstufe eine erste Druckreduzierung und im Bereich mindestens einer anschließend
vom Gas durchströmten weiteren Dämpfungsstufe eine weitere Druckreduzierung durchgeführt
wird.
[0007] Weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Vorrichtung der einleitend
genannten Art so zu konstruieren, daß sie zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
geeignet ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mindestens zwei in einer vom
Einlaß zum Ausströmbereich weisenden Strömungsrichtung hintereinander angeordnete
Dämpfungselemente vorgesehen sind, die mindestens bereichsweise einen Abstand zueinander
aufweisen.
[0009] Durch das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung ist es
möglich, mit einem kompakten Dämpfungsglied eine sehr hohe Schalldämpfung zu realisieren.
Gegenüber einer einstufigen Schalldämpfung kann eine Dämpfung realisiert werden, mit
der der Geräuschpegel relativ zur einstufigen Dämpfung um etwa 20 % reduziert wird.
Durch die auf zwei Druckstufen verteilte Druckreduzierung werden im Bereich der ersten
Druckstufe auftretende Strömungsgeräusche durch das Dämpfungsmaterial der zweiten
Druckstufe gedämpft. Darüber hinaus wird ein Strömungsprofil des Gases vergleichmäßigt,
so daß das Gas einer Umgebung mit einer im gesamten Bereich der Ausströmfläche etwa
gleichmäßigen Strömungsgeschwindigkeit zugeleitet werden kann.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird zwischen der ersten Dämpfungsstufe
und der zweiten Dämpfungsstufe ein Druckausgleich durchgeführt. Durch diesen Druckausgleich
wird eine Vergleichmäßigung der der zweiten Dämpfungsstufe zugeführten Gasströmung
erreicht und damit Schallemissionen durch strömungsunterschiede weiter reduziert.
Der Druckausgleich kann innerhalb eines zwischen den Dämpfungsstufen angeordneten
Hohlraumes durchgeführt werden.
[0011] Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß
der Hohlraum eine Dimensionierung aufweist, die durch innerhalb des Hohlraumes erfolgende
Schallreflexionen eine zusätzliche Dämpfung durch phasenverschobene Reflexionen ermöglicht.
Darüber hinaus ist es aber auch möglich, daß durch eine geeignete Dimensionierung
in Abhängigkeit von einem typischerweise vorliegenden Frequenzbereich Resonanzeffekte
hervorgerufen werden, die ebenfalls durch eine Überlagerung mit den zu dämpfenden
Geräuschen zu Dämpfungen führen.
[0012] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird vorgeschlagen, daß die Vorrichtung
im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist und zwei im wesentlichen zylindrisch ausgebildete
Dämpfungselemente abstandsbehaftet und etwa koaxial zueinander angeordnet sind. Durch
diese Ausbildung wird eine sehr raumsparende Konstruktion bei gleichzeitiger hoher
Geräuschdämpfung ermöglicht. Diese Konstruktion ermöglicht somit einen Einsatz der
Dämpfungselemente auch bei beengten räumlichen Verhältnissen. Zur Realisierung einer
erwünschten Ausströmfläche können in einfacher Weise sowohl bezüglich des Durchmessers
als auch bezüglich der Länge dieser zylindrischen Anordnung fertigungstechnisch leicht
realisierbare Variationen vorgesehen werden, die eine Anpassung an lokale Einbaubedingungen
zulassen. Derart konstruierte Dämpfungselemente können darüber hinaus mit einem geringen
Baugewicht versehen werden, so daß auch ein Einsatz im Bereich von bewegten Maschinenteilen,
beispielsweise rotierenden Blasrädern, ohne eine wesentliche Beeinflussung der Dynamik
dieser Maschinenteile möglich ist.
[0013] Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist das dem Einlaß zugewandte Dämpfungselement
mit einer quer zur Strömungsrichtung angeordneten Querschnittfläche versehen, die
im wesentlichen einer Querschnittfläche des Einlasses entspricht. Bei einer koaxialen
Ausbildung der Vorrichtung erstreckt sich somit das erste Dämpfungselement im wesentlichen
zylindrisch als eine Fortsetzung des Anschlußstutzens. Hierdurch wird eine äußerst
gleichmäßige Verteilung des ausströmenden Gases bereits im Ausströmbereich des ersten
Dämpfungselementes ermöglicht. Eine Streuscheibe, die im Bereich eines Überganges
des Anschlußstutzens zum Innenraum angeordnet werden kann und gleichfalls zu einer
Vergleichmäßigung der Gasströmung führt, ist bei dieser Ausführungsform entbehrlich.
[0014] Weitere Einzelheiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
ausführlichen Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung beispielsweise veranschaulicht sind.
[0015] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- eine teilweise Darstellung eines Längsschnittes durch eine Vorrichtung mit koaxial
angeordneten Dämpfungselementen, die durch einen Abstand voneinander getrennt sind,
- Fig. 2:
- eine teilweise Darstellung eines Längsschnittes einer anderen Vorrichtung,
- Fig. 3:
- eine teilweise Darstellung eines Längsschnittes durch eine Vorrichtung mit koaxialer
Anordnung der Dämpfungselemente, bei der sich eines der Dämpfungselemente in Richtung
einer Längsachse verjüngt,
- Fig. 4:
- einen Horizontalschnitt durch eine mit koaxialen Dämpfungselementen versehene Vorrichtung,
- Fig 5:
- eine Prinzipdarstellung einer zweitstufigen Schalldämpfung,
- Fig. 6:
- ein Diagramm zur Gegenüberstellung einer einstufigen und einer zweistufigen Druckreduzierung,
- Fig. 7:
- einen Längsschnitt einer im wesentlichen koaxial ausgebildeten Vorrichtung, die im
Bereich eines Überganges des Anschlußstutzens in den Innenraum eine Streuscheibe aufweist
und
- Fig. 8:
- einen Längsschnitt durch eine mit drei Dämpfungselementen versehene Vorrichtung, bei
der das dem Einlaß zugewandte Dämpfungselement im wesentlichen eine gleiche Querschnittfläche
wie der Anschlußstutzen aufweist.
[0016] Eine Vorrichtung zur Schalldämpfung besteht im wesentlichen aus Dämpfungselementen
(1,2), die durch Abstände (3) voneinander getrennt sind. Bei den in den Figuren dargestellten
Ausführungsformen sind die Dämpfungselemente (1,2) koaxial zueinander angeordnet und
das innere Dämpfungselement (1) ist vom äußeren Dämpfungselement (2) zylindrisch umschlossen.
Die zu bedämpfende Gasströmung wird über einen Anschlußstutzen (4) in einen vom inneren
Dämpfungselement (1) begrenzten Innenraum (5) eingeleitet. Der Anschlußstutzen (4)
erstreckt sich im wesentlichen entlang einer Längsachse (6) der Dämpfungselemente
(1,2). Der Anschlußstutzen (4) mündet in einen Deckel (7) ein, der Passungen (8,9)
zur Aufnahme der Dämpfungselemente (1,2) aufweist. Im Bereich von dem Deckel (7) abgewandt
angeordneten Enden der Dämpfungselemente (1,2) ist ein Boden (10) angeordnet, der
über Passungen (11,12) zur Ausrichtung der Dämpfungselemente (1,2) beiträgt. Bei einer
zylindrischen Ausbildung der Dämpfungselemente (1,2) ist es ausreichend, die Passungen
(8,9, 11,12) als Anschläge auszubilden, die ein Verrutschen der Dämpfungselemente
(1,2) verhindern. Zur Verbindung des Bodens mit dem Deckel (7) sind Schrauben (13)
vorgesehen, die eine Verspannung des Bodens (10) gegenüber dem Deckel (7) und damit
eine Abdichtung relativ zu den Dämpfungselementen (1,2) ermöglichen.
[0017] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 1 weist das innere Dämpfungselement (1) in Richtung
der Längsachse (6) eine größere Ausdehnung als das äußere Dämpfungselement (2) auf.
Der Boden (10) erstreckt sich im wesentlichen eben und etwa senkrecht zur Längsachse
(6).
[0018] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 2 weist das äußere Dämpfungselement (2) eine
größere Ausdehnung in Richtung der Längsachse (6) auf als das innere Dämpfungselement
(1). Der Boden (10) ist mit einer in Richtung auf den Innenraum (5) weisenden Wölbung
(14) versehen, die das innere Dämpfungselement (1) abstützt.
[0019] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 3 weist das innere Dämpfungselement (1) eine
sich in eine dem Anschlußstutzen (4) abgewandte Richtung erstreckende Verjüngung auf.
Insbesondere ist dabei daran gedacht, das Dämpfungselement (1) mit einem konischen
Verlauf zu versehen. Hierdurch wird eine gleichmäßige Durchströmung des inneren Dämpfungselementes
(1) unterstützt, da bei gleichmäßig ausgebildeten Dämpfungselementen (1,2) in einem
dem Anschlußstutzen (4) zugewandten Bereich mit einer intensiveren Durchströmung als
in einem dem Anschlußstutzen (4) abgewandten Bereich zu rechnen ist. Statt der geometrischen
Variation des Dämpfungselementes (1) in Richtung der Längsachse (6) ist es auch möglich,
das Dämpfungselement (1) mit einer im wesentlichen konstanten Bemaßung zu versehen,
die Gasdurchlässigkeit jedoch durch eine geeignete Beeinflussung des Strömungswiderstandes
innerhalb des Dämpfungselementes (1) zu steuern. Der Strömungswiderstand kann beispielsweise
durch eine Materialverdichtung oder eine gezielte Variation der Größe von den Gasdurchtritt
zulassenden Poren beeinflußt werden. Darüber hinaus ist es denkbar, mindstens eines
der Dämpfungselemente (1,2) in Richtung der Längsachse (6) aus unterschiedlichen Materialien
auszubilden. Gleichfalls ist es denkbar, die Dämpfungselemente (1,2) modular auszubilden
und mindestens eines der Dämpfungselemente (1,2) in Richtung der Längsachse (6) aus
aneinander grenzenden Segmenten auszubilden, die gegeneinander abgedichtet sind.
[0020] Bei der schematischen Darstellung gemäß Figur 5 ist zwischen den Dämpfungselementen
(1,2) eine Druckausgleichsstufe (15) angeordnet, in deren Bereich eine Vergleichmäßigung
der aus dem Dämpfungselement (1) austretenden Gasströmung erfolgt.
[0021] Der Deckel (7), der Boden (10) sowie die Schrauben (13) können zur Gewährleistung
einer hohen Druckfestigkeit aus einem Metall ausgebildet sein. Die Dämpfungselemente
(1,2) sind aus einem gasdurchlässigen Material gefertigt. Insbesondere ist es möglich,
ein amorphe Eigenschaften aufweisendes Sintermetall zu verwenden. Zur Vereinfachung
von Fertigungsprozessen können die Dämpfungselemente (1,2) aus einem einheitlichen
Material ausgebildet sein. Zur Erzielung eines vorgebbaren Strömungsprofils ist es
aber auch möglich, unterschiedliche Materialien zu verwenden. Insbesondere bei segmentartig
ausgebildeten Dämpfungselementen (1,2) ist auch in Richtung der Längsachse (6) eine
Materialvariation möglich.
[0022] Bei dem in Figur 6 dargestellten Kennlinienverlauf (19) ist in einem Hauptkoordinatenkreuz
(20) bezüglich einer Achse (21) für eine angenommene lineare Druckverteilung der Druckverlauf
des strömenden Mediums und bezüglich einer Achse (22) die räumliche Ausdehnung des
Dämpfungselementes (1,2) dargestellt. Im Bereich einer dem Einlaß (16) zugewandten
Begrenzung des Dämpfungselementes (1,2) liegt ein maximaler Druck (23) und im Ausströmbereich
(18) ein Umgebungsdruck (24) an. Bei einer Unterteilung in zwei stufig miteinander
verkoppelte Dämpfungselemente (1,2) liegt im Bereich des Dämpfungselementes (1) die
Druckdifferenz zwischen dem maximalen Druck (23) und einem mittleren Druck (25) an
und das Dämpfungselement (2) wird mit der Druckdifferenz zwischen dem mittleren Druck
(25) und dem Umgebungsdruck (24) beaufschlagt. Es zeigt sich nun, daß die Schallemission
im Bereich der Dämpfungselemente (1,2) überproportional zur Reduzierung der lokalen
Druckdifferenz abnimmt. Durch die Aufteilung in Dämpfungsstufen wird somit die Summe
der Schallemissionen reduziert.
[0023] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 7 ist in einem dem Anschlußstutzen (4) zugewandten
Bereich des Innenraumes (5) eine Streuscheibe (27) angeordnet, die eine Perforation
aufweist. Mit Hilfe der Streuscheibe (27) wird eine über eine Querschnittfläche des
Innenraumes (5) gleichmäßig verteilte Gaseinleitung ermöglicht. Einzelne Segmente
eines aus mehreren Teilen aufgebauten Dämpfungselementes (1,2) können durch Kupplungselemente
(28) miteinander verbunden werden. Die Kupplungselemente (28) sind dazu im wesentlichen
symmetrisch zur Längsachse (6) ausgebildet und weisen im Bereich ihrer äußeren Begrenzungen
Passungen auf, die zur Aufnahme der einander jeweils zugewandten Enden der Segmente
der Dämpfungselemente vorgesehen sind. Die Streuscheibe (27) wirkt bei dieser Anordnung
wie eine Vorstufe zur Druckreduzierung, so daß letztlich eine dreistufige Schalldämpfung
realisiert ist.
[0024] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 8 ist das Dämpfungselement (1) mit einer im wesentlichen
gleichen Querschnittfläche wie der Anschlußstutzens (4) versehen. Das Dämpfungselement
(1) erstreckt sich im wesentlichen zylindrisch entlang der Längsachse (6) und ermöglicht
eine gleichmäßige Einleitung des über den Anschlußstutzen (4) zuströmenden Gases in
den dem Dämpfungselement (1) zugewandt angeordneten Hohlraum (17). Zusätzlich ist
ein drittes Dämpfungselement (26) vorgesehen, das gemeinsam mit den Dämpfungselementen
(1,2) eine dreistufige Schalldämpfung ausbildet. Statt einer Ausbildung des Dämpfungselementes
(1) aus einem amorphen Material ist es auch möglich, einen mit Perforationen bzw.
kleinen Bohrungen versehenen Einsatz vorzusehen. Eine besonders gleichmäßige Verteilung
des einströmenden Gases kann dadurch erzielt werden, daß sich das Dämpfungselement
(1) bis in den Bereich des Bodens (10) erstreckt.
[0025] Eine zu bedämpfende Gasströmung wird im Bereich eines dem Innenraum (5) abgewandten
Einlasses (16) des Anschlußstutzens (4) in die Vorrichtung eingeleitet und dem Innenraum
(5) zugeführt. Die Gasströmung durchdringt anschließend das Dämpfungselement (1) und
strömt in einen den Abstand (3) ausbildenden Hohlraum (17). Bei einer zweistufigen
Vorrichtung erreicht die Gasströmung nach einem im Bereich des Hohlraumes (17) durchgeführten
Druckausgleich das äußere Dämpfungselement (2) und wird von diesem einer die Vorrichtung
umschließenden Umgebung zugeführt. Bei einer mit weiteren Dämpfungselementen versehenen
Vorrichtung schließen sich an das Dämpfungselement (2) weitere Paarungen von jeweils
einem Hohlraum (17) und einem weiteren Dämpfungselement (1,2) an.
[0026] Bei der Bedämpfung der Gasströmung üben die Dämpfungselemente (1,2) im wesentlichen
zwei Funktionen aus. Zum einen vergleichmäßigen sie die Gasströmung, so daß in einem
dem Dämpfungselement (1) abgewandt angeordneten Ausströmbereich (18) des Dämpfungselementes
(2) eine sehr gleichmäßige Gasströmung auftritt, die relativ zu einer Umgebung nur
eine geringe Strömungsgeschwindigkeit aufweist. Darüber hinaus dämpft das Dämpfungselement
(1) über den Anschlußstutzen (4) in den Bereich des Innenraumes (5) eindringende Geräusche.
Das Dämpfungselement (2) dämpft sowohl vom Dämpfungselement (1) übertragene als auch
im Bereich des Dämpfungselementes (1) entstehende Geräusche. Eine zusätzliche Dämpfung
kann auch bei einer geeigneten und an einen vorwiegend auftretenden Frequenzbereich
angepaßten Dimensionierung des Hohlraumes (17) erzielt werden.
1. Verfahren zur Dämpfung der Schallentwicklung im Bereich eines ausströmenden Gases,
bei dem das Gas entlang mindestens eines Bereiches seines Strömungsweges von mindestens
einem Dämpfungselement beaufschlagt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfung
in mindestens zwei Schritten durchgeführt wird und im Bereich einer zuerst vom Gas
durchströmten Dämpfungsstufe eine erste Druckreduzierung und im Bereich mindestens
einer anschließend vom Gas durchströmten weiteren Dämpfungsstufe eine weitere Druckreduzierung
durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Durchlaufen der ersten
Dämpfungsstufe und einer anschließenden Zuführung des Gases zu mindestens einer weiteren
Dämpfungsstufe ein Druckausgleich durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckausgleich innerhalb
mindestens eines Hohlraumes (17) durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnbet, daß durch die konstruktive Gestaltung
des Hohlraumes (17) eine Schallabsorption durchgeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bemaßung des Hohlraumes
(17) mindestens in einer räumlichen Dimension an ein überwiegend vorliegendes Frequenzspektrum
der zu bedämpfenden Gasströmung angepaßt wird.
6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Gas im Bereich mindestens einer Dämpfungsstufe von einem amorphen Material bedämpft
wird.
7. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens zwei Dämpfungsstufen relativ zueinander koaxial angeordnet werden.
8. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schallentwicklung im Bereich eines Entlüftungsventils einer Blasform für die Herstellung
von Behältern aus einem thermoplastischen Material bedämpft wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallentwicklung im Bereich
einer auf einem rotierenden Blasrad angeordneten Blasform bedämpft wird.
10. Vorrichtung zur Schalldämpfung bei pneumatischen Systemen, die mindestens einen Einlaß,
mindestens einen Ausströmbereich sowie mindestens ein zwischen dem Einlaß und dem
Ausströmbereich angeordnetes Dämpfungselement aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens zwei in einer vom Einlaß (16) zum Ausströmbereich (18) weisenden Strömungsrichtung
hinereinander angeordnete Dämpfungselemente (1,2) vorgesehen sind, die mindestens
bereichsweise einen Abstand (3) zueinander aufweisen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Abstandes
(3) eine Druckausgleichsstufe (15) angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 und 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckausgleichsstufe (15) als ein Hohlraum (17) ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine räumliche
Dimensionierung des Hohlraumes (17) an ein vorwiegend zu bedämpfendes Frequenzspektrum
angepaßt ist.
14. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eines der Dämpfungselemente (1,2) aus einem amorphen Material ausgebildet
ist.
15. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens zwei Dämpfungselemente (1,2) aus einem gleichartigen Material ausgebildet
sind.
16. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dämpfungselemente (1,2) im wesentlichen zylindrisch ausgebildet und koaxial
zueinander angeordnet sind.
17. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dämpfungselemente (1,2) von einem dem Einlaß (16) zugewandt angeordneten Deckel
(7) sowie einem dem Einlaß (16) abgewandt angeordneten Boden (10) gehaltert sind.
18. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
daß der Einlaß (16) im Bereich eines in einen vom Dämpfungselement (1) begrenzten
Innenraum (5) einmündenden Anschlußstutzens (4) angeordnet ist.
19. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausströmbereich (18) als dem inneren Dämpfungselement (1) abgewandte Begrenzungsfläche
des äußeren Dämpfungselementes (2) ausgebildet ist.
20. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 19, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei koaxial zueinander angeordnete Dämpfungselemente (1,2) vorgesehen sind.
21. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
daß das dem Innenraum (5) zugewandt angeordnete Dämpfungselement (1) im Bereich seiner
dem Anschlußstutzen (4) zugewandten Ausdehnung einen höheren Strömungswiderstand als
im Bereich seiner dem Anschlußstutzen (4) abgewandten Ausdehnung abweist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Dämpfungselement
(1) entlang der Längsachse (6) in eine dem Anschlußstutzen (4) abgewandte Richtung
im wesentlichen konusförmig verjüngt.
23. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 22, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens zwei der Dämpfungselemente (1,2) unterschiedliche große im wesentlichen
quer zur Gasströmung angeordnete Durchlaßquerschnitte aufweisen.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Innenraum (5) abgewandt
angeordnete Dämpfungselement (2) eine größere Querschnittfläche als das dem Innenraum
(5) zugewandte Dämpfungselement (1) aufweist.
25. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 24, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eines der Dämpfungselemente (1,2) aus in Richtung der Längsachse (6)
hintereinander angeordneten Segmenten ausgebildet ist.
26. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 25, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dämpfungselemente (1,2) im Bereich einer Blasmaschine zur Produktion von Behältern
aus einem thermoplastischen Material angeordnet sind.
27. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlußstutzen (4)
mit einem Ablaßventil einer Blasform der Blasmaschine verbunden ist.
28. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 28, dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich einer Einmündung des Anschlußstutzens (4) in den Innenraum (5) eine
Streuscheibe (27) angeordnet ist, die sich im wesentlichen quer zur Längsachse (6)
erstreckt.
29. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 27, dadurch gekennzeichnet,
daß das dem Einlaß (16) zugewandte Dämpfungselement (1) im wesentlichen eine gleiche
Querschnittfläche aufweist wie der Anschlußstutzen (4).
30. Vorrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß das Dämpfungselement (1)
sich im wesentlichen als eine Verlängerung des Anschlußstutzens (4) entlang der Längsachse
(6) erstreckt.
31. Vorrichtung nach Anspruch 29 und 30, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Dämpfungselement
(1) ausgehend vom Anschlußstutzen (4) bis in den Bereich des Bodens (10) erstreckt.
32. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 29 bis 31, dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich des Dämpfungselementes (1) eine Vielzahl von Ausnehmungen angeordnet
ist, die eine relativ zur Ausdehnung des Dämpfungselementes (1) geringe Bemaßung aufweisen.