[0001] Die Erfindung geht aus von einem Mittel zum Schutz von blanken Silberoberflächen
gegen Anlaufen, welches als hydrophoben Inhibitor eine langkettige aliphatische Mercaptoverbindung
mit mindestens 12 C-Atomen in der Kette und Wasser enthält.
[0002] Silberwaren und versilberte Teile laufen in schwefelwasserstoffhaltiger Atmosphäre
an und werden infolge der Bildung von Silbersulfid braun bis schwarz. Um ein Anlaufen
zu verhindern, ist es bekannt, Silberoberflächen mit einer anorganischen Deckschicht,
z.B. mit Rhodium oder mit Silberchromat, welche durch elektrolytische Verfahren aufgebracht
werden, zu schützen. Es ist auch bekannt, Silberoberflächen durch Klarsichtlacke oder
Wachse, welche durch Tauchen, Sprühen oder Bedampfen aufgebracht werden, zu schützen.
Ein wesentlicher Nachteil dieser Überzüge ist, dass sie das äussere Erscheinungsbild
des Silbers verändern, was insbesondere bei dekorativen Gegenständen von Nachteil
ist. Bei Anwendungen in der Elektrotechnik, insbesondere bei elektrischen Kontakten,
sind derartige passivierende Überzüge nicht erwünscht, weil sie den elektrischen Übergangswiderstand
stark erhöhen. Ausserdem erschweren solche Passivierungsschichten das Weichlöten einer
Silberoberfläche. Es sind deshalb auch Mittel bekannt, mit denen Silberoberflächen
nur zeitweise vor einem Anlaufen geschützt werden, nämlich vom Zeitpunkt der Herstellung
bis zum Zeitpunkt der Weiterverarbeitung bzw. der Inbenutzungnahme. So ist es aus
der DE-OS 1 621 459 bekannt, langkettige aliphatische Verbindungen, die eine SH-Gruppe
enthalten (Mercapto-Verbindungen), in flüchtigen organischen Lösungsmitteln, nämlich
in Chlorkohlenwasserstoffen, zu lösen, mit der Lösung die zu schützenden Silberoberflächen
zu behandeln und dann zu trocknen, indem man die Lösung ablaufen und die restliche,
an die Oberfläche noch haftende Lösung verdampfen läßt. Bei hinreichend langkettigen
aliphatischen Mercapto-Verbindungen als Inhibitoren verbleibt auf der Silberoberfläche
eine transparente, farblose, im Idealfall monomolekulare Schutzschicht, welche zumindestens
solange auf der Ware haftet, bis diese weiterverarbeitet wird oder zum Verbraucher
gelangt. Nachteilig dabei ist, dass die Inhibitoren in halogenierten Kohlenwasserstoffen
gelöst werden, welche umweltschädlich sind.
[0003] Um halogenierte Kohlenwasserstoffe als Lösungsmittel zu vermeiden, ist es aus der
DE-OS 39 05 850, bekannt, die Inhibitoren, bei welchen es sich wiederum um langkettige
aliphatische Verbindungen mit SH-Gruppe handelt, nämlich um Mercaptoverbindungen mit
12 bis 25 C-Atomen, in organischen Lösemitteln wie Glykolen und/oder Glykoläthern
mit insgesamt 4 oder 5 C-Atomen zu lösen und die zu schützenden Silberoberflächen
mit dieser Lösung zu behandeln. Glykole und Glykoläther haben den Vorteil, weniger
umweltschädlich zu sein als halogenierte Kohlenwasserstoffe. Sie haben jedoch den
Nachteil, dass sie entflammbar sind und dass die aus der Behandlungslösung entweichenden
Dämpfe ein explosives Gemisch bilden können, so dass bei dem Arbeiten mit solchen
Lösungen besondere Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen sind. Um dem Entstehen von entflammbaren
oder explosiven Gasgemischen entgegenzuwirken, ist es aus der DE-OS 39 05 850 bereits
bekannt, die behandelten Oberflächen nicht dadurch zu trocknen, dass man das Lösungmittel
verdampfen läßt. Vielmehr wird das Lösungsmittel von den behandelten Oberflächen durch
Spülen mit wässrigen Lösungsmitteln oder mit warmem Wasser mit Detergentien entfernt.
Um die Verdampfungsraten zu reduzieren, ist es aus der DE-OS 39 05 850 weiterhin bekannt,
der Lösung des Inhibitors in Glykol oder Glykoläther Wasser zuzusetzen. Das Glykol
und der Glykoläther lösen sich im Wasser und werden dadurch verdünnt. Es wird jedoch
darauf geachtet, dass bei dieser Verdünnung die Löslichkeitsgrenze des Inhibitors
im Glykol bzw. Glykoläther nicht überschritten wird, damit es nicht zu Trübungen oder
Ausfällungen kommt. Durch den Wasserzusatz wird die Gefährlichkeit des Glykols bzw.
des Glykoläthers zwar vermindert, aber nicht beseitigt.
[0004] Aus der DE-AS 1 279 428 ist es bereits bekannt, Silberwaren zum Schutz gegen Schwefelanlauf
mit Hilfe von aliphatischen Thiokarbonsäuren zu schützen, welche in wässriger Emulsion
angewendet werden und auf der Silberoberfläche besser haften sollen. Die wässrige
Emulsion benötigt keinen Emulgator, weil die Thiokarbonsäuren eine hydrophile Carboxylgruppe
haben, durch die sie teilweise sogar wasserlöslich sind. Wässrige Emulsionen von Thiokarbonsäuren
haben aber nur eine geringe Standzeit und ihre Handhabung ist schwierig. Sie haben
deshalb für die Tauchbehandlung oder Sprühbehandlung von Silberwaren, keinen Eingang
in die Praxis gefunden, vielmehr wurden die Thiokarbonsäuren als Zusatz zu Polierpasten
verwendet (DE-AS 1 279 428, Anspruch 5). Ein weiterer, besonders wesentlicher Nachteil
der Thiokarbonsäuren besteht darin, dass sich an ihre hydrophile Carboxylgruppe Wasser
anlagern kann, welches dem Schwefelwasserstoff, vor welchem die Silberoberfläche geschützt
werden soll, letztlich den Angriff auf die Silberoberfläche doch ermöglicht, so dass
man keine gegenüber Schwefelwasserstoff dichte Schutzschicht erhält. Auf dekorative
Silberwaren soll das Mittel, das vor dem Anlaufen der Oberfläche schützen soll, als
so gleichmässiger Film aufziehen, dass der Glanz der Oberfläche erhalten bleibt. Mit
einer wässrigen Emulsion von Thiokarbonsäuren ist das kaum möglich, denn dazu genügt
es nicht, den Überschuß der Emulsion von der Oberfläche ablaufen zu lassen, vielmehr
müßte man die Oberfläche mit Wasser spülen; dabei würde aber ein erheblicher Teil
der Thiokarbonsäure wieder abgespült, weil sie hydrophile Gruppen hat.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Mittel zum zeitweiligen
Schutz von blanken Silberoberflächen anzugeben, welches bequem und gefahrlos gehandhabt
werden kann, auch in Tauchbädern, und umweltverträglich ist. Diese Aufgabe wird gelöst
durch ein Mittel mit der im Anspruch 1 angegebenen Zusammensetzung. Ein besonders
geeignetes Verfahren zum Anwenden dieses Mittels ist Gegenstand des Anspruchs 11.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0006] Das erfindungsgemässe Mittel enthält als organische Inhibitor-Substanz eine
hydrophobe aliphatische Thioverbindung mit wenigstens 12 C-Atomen in der Kette aus der Gruppe
der Thioalkohole und deren Veresterungsprodukten ohne hydrophile Carboxylgruppen,
wobei die Thioalkohole besonders bevorzugt sind. Sie werden aber nicht in einem organischen
Lösungsmittel gelöst, sondern in Form einer wässrigen Emulsion angewendet. Überraschenderweise
hat es sich gezeigt, dass man
mit diesen hydrophoben Verbindungen auch dann
hauchdünne, aber dichte und dadurch zuverlässig passivierende Deckschichten auf Silberoberflächen oder Silberlegierungsoberflächen bilden kann, wenn die Inhibitor-Substanzen
nicht in organischer Lösung angewendet werden, sondern in Form einer wässrigen Emulsion,
obwohl sie in der Emulsion in Form von wesentlich größeren Teilchen vorliegen als
in einer echten Lösung.
[0007] Insbesondere hat sich gezeigt, dass der Emulgator, den man zwangsläufig benötigt,
um die ausgewählten Inhibitoren in eine Emulsion zu bringen, nur in vernachlässigbarer
Menge in den Inhibitor-Film eingelagert wird, der sich auf der Silberoberfläche bildet,
die mit der Emulsion behandelt wurde. Nach dem Behandeln der Silberoberfläche mit
der Emulsion kann der Emulgator leicht durch Spülen mit Wasser abgewaschen werden,
während der passivierende Film aus der Inhibitor-Substanz auf der behandelten Silberoberfläche
verbleibt.
[0008] Es ist besonders günstig, wenn die Silberoberfläche in der Emulsion bei einer Temperatur
behandelt wird, die oberhalb des Schmelzpunktes der Inhibitor-Substanz liegt. In diesem
Fall verteilt sich die Inhibitor-Substanz nämlich besonders bereitwillig gleichmässig
dünn auf der zu passivierenden Oberfläche. Das anschließende Spülen der Oberfläche
führt man dann am besten bei einer Temperatur unterhalb des Schmelzpunktes der Inhibitor-Substanz
durch, was den Vorteil hat, dass diese dann besonders fest auf der passivierten Oberfläche
haftet.
[0009] Das erfindungsgemässe Mittel ist problemlos in der Handhabung. Es enthält weder ein
umweltgefährdendes noch ein brennbares Lösungsmittel, sondern als Trägersubstanz der
Emulsion lediglich Wasser. Die im Wasser enthaltenen Sub-Substanzen, der Inhibitor
und der Emulgator, sind biologisch abbaubar.
[0010] Das erfindungsgemässe Mittel ist leicht anzuwenden. Es kann als Konzentrat aus dem
Inhibitor und dem Emulgator in den Handel gebracht und vom Anwender durch Einrühren
in Wasser gebrauchsfertig gemacht werden. Es kann durch Tauchen, Sprühen oder Aufstreichen
angewendet werden. Vorzugsweise taucht man die zu behandelnde Ware in die Emulsion
ein, weil dann die Behandlungszeiten am kürzesten sind. Für das Behandeln der Ware
durch Eintauchen in die Emulsion, Spülen und Trocknen können herkömmliche Einrichtungen
wie in der galvanischen Beschichtungstechnik eingesetzt werden mit dem Unterschied,
dass die Ausrüstung mit Elektroden entfällt und dass keine Probleme mit der Entsorgung
der Bäder und Spülwässer bestehen.
[0011] Das erfindungsgemässe Mittel enthält zweckmässigerweise 0,05 bis 50 g/l, vorzugsweise
5 bis 20 g/l des Inhibitors. Unterhalb eines Gehaltes von 0,05 g/l könnte die Beschichtung
unvollständig bzw. die Beschichtungsdauer zu lang sein, während oberhalb eines Gehaltes
von 50 g/l eher damit zu rechnen ist, dass zu viel des Inhibitors auf der Silberoberfläche
abgeschieden wird und die Abscheidung ungleichmässig dick wird.
[0012] Der Emulgator ist in dem Mittel zweckmässigerweise in einer Menge von 0,05 bis 50
g/l, vorzugsweise von 2 bis 20 g/l enthalten. Bei weniger als 0,05 g/l ist die emulgierende
Wirkung ungenügend, bei mehr als 50 g/l wird die Stabilität der Emulsion nicht weiter
verbessert; ein weiterer Zusatz von Emulgator wäre unwirtschaftlich und könnte zu
einem unerwünschten Einlagern des Emulgators in der Schutzschicht auf der Ware führen.
[0013] Zur Unterstützung der Benetzung können dem Mittel bis zu 2 g/l, vorzugsweise 0,05
bis 1 g/l eines anionischen oder nicht-ionischen Tensids zugesetzt werden. Kationische
Tenside sind ungeeignet.
[0014] Erfindungsgemäss werden solche Inhibitoren ausgewählt, die mindestens 12 und vorzugsweise
nicht mehr als 20 C-Atome in der Kette haben. Bei weniger als 12 C-Atomen ist teils
kein gut haftender Schutzüberzug erzielbar, teils treten starke Geruchsbelästigungen
auf. Bei mehr als 20 C-Atomen werden die Inhibitoren in ihrer Konsistenz zu fest und
es wird schwieriger, eine befriedigende Emulsion herzustellen.
[0015] Es hat sich gezeigt, dass sich die Inhibitoren sehr fein und langzeitstabil emulgieren
lassen und in dünner, aber dichter Schicht auf die zu schützenden Oberflächen aufziehen.
Als Emulgatoren eignen sich dafür besonders verzweigte Fettalkohole mit 9 bis 20 C-Atomen,
insbesondere mit 10 bis 15 C-Atomen, wobei die verzweigten Fettalkohole vorzugsweise
alkoxyliert, insbesondere ethoxyliert, sind mit einem Alkoxylierungsgrad von 2 bis
10. Geeignet sind aber auch langkettige Polyglykoläther und Alkylphenolethoxylate.
[0016] Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass bei Einstellung des Passivierungsmittels
auf einen pH-Wert von 1-10, besser 1-8, vorzugsweise 2-4, der Emulgator aus der abgeschiedenen
Inhibitorschicht praktisch vollständig mit Wasser ausgewaschen werden kann, was für
einen zuverlässigen Oberflächenschutz wichtig ist. Bei hohem pH-Wert wird weniger
Inhibitor ausgewaschen, wodurch die Schutzwirkung und die Schmierwirkung verstärkt
werden; allerdings können dabei Flecken auf der Oberfläche auftreten, die das Aussehen
von dekorativen Oberflächen stören. Dekorative Oberflächen werden deshalb vorzugsweise
mit einem Mittel passiviert, dessen pH-Wert niedriger liegt, vorzugsweise zwischen
2 und 4, wobei auch dann nach dem Auswaschen genügend Inhibitorsubstanz zurückbleibt,
um eine dichte Schutzschicht zu bilden. Bei einem pH-Wert über 10 besteht die Gefahr
einer Spaltung der Emulsion.
[0017] Unerwartet hat es sich ferner gezeigt, dass das erfindungsgemässe Mittel darüberhinaus
geeignet ist, Oberflächen aus Kupfer und Kupferlegierungen zu passivieren. Entsprechendes
gilt damit auch für Bimetallteile aus einem Silberwerkstoff einerseits und einem Kupferwerkstoff
andererseits, z.B. für Bimetall-Kontaktniete. Der in Wasser emulgierte Inhibitor zieht
auch auf Kupfer und kupferhaltige Werkstoffe sehr gut auf und schützt die Oberfläche
vor dem Angriff von Schwefelverbindungen und vor Oxidation. Die gute Lötbarkeit und
die elektrischen Eigenschaften werden dadurch nicht verschlechtert.
Beispiele von Bädern, mit denen sich deckende und gut haftende Überzüge auf Oberflächen
von Silber- und Kupferwerkstoffen erzielen lassen:
[0018]
1.
In einem Liter deionisiertem Wasser gelöst:
- 0,5 - 30 g Inhibitor:
- Octadecanthiol
- 0,5 - 30 g Emulgator:
- Alkylpolyethylenglykolether
- 0,00 - 1 g Tensid:
- Natriumlaurylsulfat
pH-Wert 3 mit Mineralsäure eingestellt
Besonders geeignet für Silber und Silberlegierungen.
2.
In einem Liter deionisiertem Wasser gelöst:
- 0,5 - 30 g Inhibitor:
- Octadecanthiol
- 0,5 - 30 g Emulgator:
- Verzweigtes Fettalkoholethxylat mit 8 bis 16 C-Atomen (C₈ - C₁₆) und einem Ethoxylierungsgrad
von 2 bis 10
- 0,00 - 1 g Tensid:
- Natriumlaurylätherphosphat
pH-Wert 2 mit einer Mineralsäure eingestellt
Besonders geeignet für Silber und Silberlegierungen.
3.
In einem Liter deionisiertem Wasser gelöst:
- 0,5 - 40 g Inhibitor:
- Hexadecanthiol
- 0,5 - 40 g Emulgator:
- Alkylphenolethoxylat
- 0,00 - 1 g Tensid:
- Natriumlaurylsulfonat
pH-Wert 3,5 mit einer Mineralsäure eingestellt
Besonders geeignet für Silber und Silberlegierungen.
4.
In einem Liter deionisiertem Wasser gelöst:
- 0,05 - 30 g Inhibitor:
- Octadecanthiol
- 0,05 - 30 g Emulgator:
- Verzweigte Fettalkoholethoxylate mit 8 bis 16 C-Atomen (C₈ - C₁₆) und einem Ethoxylierungsgrad
von 2 bis 10
- 0,00 - 1 g Tensid:
- Natriumlaurylsulfat
pH-Wert 10 mit NaOH eingestellt.
Besonders für Teile aus Kupfer oder Kupferlegierungen geeignet.
[0019] Die Anwendung dieser Bäder geschieht vorzugsweise so, dass die zu passivierenden
Teile in die ca. 40°C bis 50°C warmen Bäder getaucht werden. Nach 2 bis 3 Minuten
ist die Oberfläche der Teile gleichmässig und dicht mit dem Inhibitor benetzt. Die
Teile werden anschließend mit kaltem Wasser gespült und dann getrocknet, vorzugsweise
mit Heißluft.
[0020] Die Wirkung der Anlaufschutzschicht auf Silber läßt sich mit Hilfe einer zweiprozentigen
Natriumsulfidlösung gut nachweisen. Unbehandelte Silberteile laufen sofort an, behandelte
Teile bleiben über einen längeren Zeitraum blank. Die Wirkung der Schutzschicht auf
Kupfer wurde überprüft, indem passivierte Kupferteile für mehrere Stunden in einer
Schwefelwasserstoffatmosphäre mit 1 ppm H₂S ausgelagert wurden; die Kupferteile verfärbten
sich dabei nicht.
1. Mittel zum zeitweiligen Schutz von blanken Silberoberflächen und Silberlegierungsoberflächen
gegen Anlaufen, welches als hydrophoben Inhibitor eine langkettige aliphatische Thio-Verbindung
mit mindestens einer SH-Gruppe und mindestens 12 C-Atomen in der Kette aus der Gruppe
der Thioalkohole und deren Veresterungsprodukten, Wasser und einen wasserlöslichen
Emulgator enthält, mit dessen Hilfe der Inhibitor in dem Wasser emulgiert ist, und
auf einen pH-Wert von 1 bis 10 eingestellt ist.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es auf einen pH-Wert kleiner 7, vorzugsweise von 2 bis 4 eingestellt ist.
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass es
0,05 bis 50 g/l Inhibitor,
0,05 bis 50 g/l Emulgator,
0 bis 2 g/l eines anionischen oder nichtionischen Tensids
und als Rest Wasser enthält.
4. Mittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass es 2 bis 20 g/l Inhibitor enthält.
5. Mittel nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass es 2 bis 20 g/l Emulgator enthält.
6. Mittel nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass es 0,05 bis 1 g/l des Tensids enthält.
7. Mittel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es keine Inhibitoren mit mehr als 20 C-Atomen in der Kette enthält.
8. Mittel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Emulgator ausgewählt ist aus der Gruppe der verzweigten, alkoxylierten -
vorzugsweise ethoxylierten - Fettalkohole mit 4 bis 20 C-Atomen und einem Alkoxylierungsgrad
von 2 bis 10.
9. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Emulgator ausgewählt ist aus der Gruppe der Alkylphenolethoxylate und der
langkettigen Polyglykoläther.
10. Anwendung des Mittels gemäss einem der vorstehenden Ansprüche auf den Schutz von blanken
Kupfer- und Kupferlegierungsoberflächen.
11. Verfahren zum Passivieren von blanken Silber- und Silberlegierungsoberflächen bzw.
Kupfer- und Kupferlegierungsoberflächen mit einer Emulsion der in den Ansprüchen 1
bis 9 angegebenen Zusammensetzung, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächen mit der Emulsion bei einer Temperatur behandelt werden, die
oberhalb des Schmelzpunktes des Inhibitors liegt, und dass die Oberflächen danach
bei einer Temperatur gespült werden, die unterhalb des Schmelzpunktes des Inhibitors
liegt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächen mit Wasser gespült werden.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die gespülten Oberflächen mit Heißluft getrocknet werden.