[0001] Die Erfindung betrifft eine Brammen-Stranggießanlage, insbesondere eines Dünnbrammen-Stranggießanlage,
mit nachgeordnetem Walzwerk, wobei zwischen einer an einem Auslaufrollgang der Stranggießanlage
vorgesehenen Strang-Trenneinrichtung und dem Walzwerk ein Ofen mit einer Eingangsseite,
einer Ausgangsseite und mit einer Querfördereinrichtung zum Fördern einer Bramme von
einer an der Eingangsseite angeordneten Längsfördereinrichtung zu einer an der Ausgangsseite
angeordneten Längsfördereinrichtung mit einem parallel zu den Längsfördereinrichtungen
angeordneten Lagerplatz für eine Bramme vorgesehen ist.
[0002] Eine Anlage dieser Art ist aus der DE-A - 37 41220 und der EP-A - 0 264 459 bekannt.
Bei der aus letzterem Dokument bekannten Anlage weist der im Querschnitt T-förmige
Ofen einen horizontal gerichteten und einen vertikal gerichteten Teil auf, wobei in
dem horizontal gerichteten Teil eine Querfördereinrichtung vorgesehen ist, die mehrere
nebeneinander liegende Lagerplätze für die Brammen aufweist. In dem vertikalen Ofenteil
ist eine vertikal verfahrbare regalartige Ablage mit Fächern für einzelne Brammen
vorgesehen, in der mehrere Brammen im Notfall, d.h. bei Walzwerksstillstand, gespeichert
werden können, so daß der Gießbetrieb nicht unterbrochen werden muß.
[0003] Diese bekannte Anlage ist konstruktiv aufwendig und erfordert einen beträchtlichen
Investitionsaufwand, zumal eine vertikal verfahrbare Ablage erforderlich ist, die
imstande sein muß, sämtliche auf dieser Ablage gespeicherten Brammen gleichzeitig
zu heben und zu senken. Weiters ist man durch die Querfördereinrichtung, die bei dem
bekannten Ofen nur als Hubbalkensystem verwirklicht sein kann, an deren schrittweises
Ausfördern gebunden, so daß die Verweilzeit einer Bramme im Ofen allein von der Förderleistung
der Querfördereinrichtung und der Anzahl der Speicherplätze auf dieser abhängt.
[0004] Zusätzliche Nachteile sind darin zu sehen, daß ein Kreuzen der Längsfördereinrichtung
mit der Querfördereinrichtung und mit der Hubeinrichtung für die vertikal verfahrbare
Ablage erforderlich ist. Dies erfordert eine komplizierte Konstruktion und macht Manipulationen
im heißen Ofen dementsprechend aufwendig. Der Ofen weist zudem eine beträchtliche
Quererstreckung und eine beträchtliche Höhenerstreckung und durch den T-förmigen Querschnitt
bedingt eine große zu isolierende Oberfläche auf.
[0005] Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und stellt
sich die Aufgabe, eine Anlage der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, bei der
der Ofen eine kompakte Bauweise aufweist, d.h. bei der der Ofen nur eine geringe Quererstreckung
und eine sehr geringe Höhenerstreckung aufweist. Zudem sollen die Manipulationseinrichtungen
zum Querfördern der Brammen auch beim Speichern von Brammen heranziehbar sein, so
daß hierfür keine eigenen Vorrichtungen erforderlich sind.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß innerhalb des Ofens parallel
zu den Längsfördereinrichtungen mindestens ein Festherd mit einer einer Brammenbreite
angepaßten Mindestbreite vorgesehen ist und daß die Querfördereinrichtung von einem
durch die Ofendecke in das Innere des Ofens ragenden Hebezeug gebildet ist, welches
von einer Position oberhalb der Längsfördereinrichtungen in eine Position oberhalb
des Festherdes und umgekehrt verfahrbar ist.
[0007] Hierdurch ist die Querfördereinrichtung sowohl für das Ablegen von Brammen auf dem
Festherd als auch für das Weiterfördern vom Festherd zur Ausgabeseite heranziehbar,
wobei eine solche einzige Querfördereinrichtung ohne weiteres auch für einen Ofen
mit mehr als einer Eingangsseite einsetzbar ist. Erfindungsgemäß lassen sich innerhalb
des Ofens in einfacher Weise mit einer einzigen Querfördereinrichtung sämtliche Brammenmanipulationen
durchführen und der Ofen kann äußerst kompakt gebaut sein.
[0008] Vorzugsweise ist der Festherd zur Aufnahme einer Mehrzahl von übereinander gestapelten
Brammen ausgelegt. Hierdurch lassen sich viele Brammen im Ofen speichern, ohne daß
hierfür eine platzaufwendige Erweiterung des Ofens notwendig ist. Es ist lediglich
die Höhe des Ofens nach der maximalen gewünschten Speicherkapazität auszurichten.
[0009] Zweckmäßig ist das Hebezeug mit an den Brammenlängsrändern angreifenden Greifzangenarmen
ausgestattet, die über die Ofenlänge verteilt angeordnet sind.
[0010] Zur Vermeidung von Wärmeverlusten und Ausflammverlusten sind die Greifzangenarme
gegenüber der Ofendecke in an sich bekannter Weise mittels einer Flüssigkeitsdichtung
abgedichtet.
[0011] Zur Schonung der Greifzangenarme sind vorteilhaft die Greifzangenarme in eine an
der Ofendecke vorgesehene Ausnehmung in Ruheposition zurückziehbar, wobei zweckmäßig
die die Ruheposition der Greifzangenarme bildende Ausnehmung von einem Kühlflüssigkeitsmantel
begrenzt ist.
[0012] Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß die Greifzangenarme
jeweils von einer oberhalb der Ofendecke angeordneten Hülse umschlossen sind, welche
Hülse an ihrem oberen Ende eine Flüssigkeitsdichtung aufweist, in die eine am Greifzangenarm
angreifende Tauchglocke eintaucht, und welche Hülse an ihrem unteren Ende in ein quer
zur Hülse verlaufendes Dichtungsband, vorzugsweise ein Metallband, dicht eingesetzt
ist, welches Dichtungsband sich in einer längs des Fahrweges des Hebezeugs angeordneten
Fahrrinne erstreckt und mit seinen Längsseitenrandbereichen an in Längsrichtung der
Fahrrinne angeordneten und an den Enden der Fahrrinne sich auch quer zu ihr erstreckenden
Auflageflächen aufliegt und gegen diese mit sich längs der Fahrrinne und an den Enden
der Fahrrinne auch quer zu ihr erstreckenden Dichtleisten gepreßt ist, wobei das Dichtungsband
bei einer Fahrbewegung des Hebezeuges zwischen den Dichtleisten und den Auflageflächen
verschiebbar ist und die Enden des Dichtungsbandes jeweils auf eine Trommel auf- bzw.
abwickelbar sind.
[0013] Hierbei ist zweckmäßig unterhalb der Fahrrinne eine weitere Rinne mit einer mittigen
schlitzförmigen Durchtrittsöffnung für die Greifzangenarme vorgesehen, die zur Aufnahme
von Leckflüssigkeit dient.
[0014] Eine besonders vorteilhafte und auch bei hohen Ofentemperaturen wenig störanfällige
Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß die Längsfördereinrichtungen von Gleichschrittfördereinrichtungen
gebildet sind, wobei zweckmäßig die Gleichschrittfördereinrichtungen mit in den Ofeninnenraum
ragenden innengekühlten Tragelementen ausgestattet sind.
[0015] Um auch schmale Dünnbrammen sicher zu fördern und ein Herabhängen der Enden einer
Dünnbramme möglichst zu vermeiden, erstrecken sich vorteilhaft die Tragelemente quer
zur Transportrichtung über etwa die gesamte Brammenbreite und sind mit sich in Transportrichtung
erstreckenden Fortsätzen ausgestattet, die jeweils zwischen Fortsätze des benachbarten
Tragelementes bei Annäherung der Tragelemente aneinander eingreifen.
[0016] Zur Förderung von besonders dünnen Dünnbrammen erstrecken sich die Tragelemente in
Transportrichtung und sind mit quer zur Transportrichtung vorgesehenen Verbreiterungen
ausgestattet, wobei sich die zwischen benachbarten Tragelementen vorgesehenen Verbreiterungen
in einem Abstand befinden.
[0017] Um ein Herabfallen einer vom Hebezeug ergriffenen Bramme während der Querförderung
zu vermeiden, sind nach einer bevorzugten Ausführungsform an den Greifzangenarmen
Sicherungshaken angelenkt, die bei frei im Raum befindlicher Position der Greifzangenarme
eine Ruheposition einnehmen, in der ihre Hakenenden unterhalb der die Brammenlängsränder
ergreifenden Backen der Greifzangenarme ragen und diese geringfügig untergreifen,
wobei vorteilhaft die gelenkige
[0018] Befestigung der Sicherungshaken über ein Gelenkparallelogramm verwirklicht ist, dessen
Steg ein Greifzangenarm und dessen Koppel ein Sicherungshaken bilden.
[0019] Um im Falle einer Belastung der Sicherungshaken durch eine Bramme die auftretenden
Kräfte schonend in die Greifzangenarme einzuleiten, sind zweckmäßig die Sicherungshaken
mit einer Stütznase ausgestattet, die jeweils in Ruheposition eines Sicherungshakens
in eine korrespondierende Ausnehmung an dem Greifzangenarm eingreift, wobei eine am
Sicherungshaken angreifende, vertikale Kräfte aufnehmende Fläche der Ausnehmung eine
korrespondierende Stützfläche der Stütznase kontaktiert.
[0020] Zur Vermeidung eines Durchhängens der Brammen sind vorteilhaft die Längsfördereinrichtungen
und der Festherd in Querrichtung mit nach oben gewölbten Brammenauflagen ausgestattet.
[0021] Für besonders lange Brammen oder Brammen mit verhältnismäßig niedriger Eintrittstemperatur
ist zur Sicherung des Erreichens der Walztemperatur für das zuletzt einlaufende Brammenende
zweckmäßig der Ofen an seiner Einlaufseite mit einem an die Ofenquerwand anschließenden
Vorheizraum ausgestattet.
[0022] Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß der Ofen mindestens
zwei Eingangsseiten aufweist und an jede ein Auslaufrollgang einer Stranggießanlage
anschließt, wobei für jede Einlaufseite ein eigener Festherd vorgesehen ist, der Ofen
jedoch nur eine einzige Auslaufseite aufweist.
[0023] Die Erfindung ist nachfolgend an mehreren in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert, wobei Fig. 1 den Grundriß einer erfindungsgemäßen Anlage nach einer
ersten Ausführungsform und Fig. 2 einen Schnitt gemäß der Linie II-II der Fig. 1 zeigen.
In den Fig. 3 und 4 ist jeweils ein Detail der Dichtung des Hebezeugs gegenüber der
Ofendecke im Ofenlängsschnitt nach je einer Ausführungsform veranschaulicht. Fig.
5 stellt einen gemäß den Linien V-V der Fig. 4 geführten Schnitt dar. Die Fig. 6 und
7 zeigen Details der Längsfördereinrichtungen der erfindungsgemäßen Anlage in Draufsicht.
Die Fig. 8 und 9 veranschaulichen Details des Hebezeugs in einer in Längsrichtung
des Ofens gerichteten Ansicht. Fig. 10 stellt in zu Fig. 1 analoger Darstellung eine
weitere Ausführungsform dar.
[0024] Mit 1 und 2 sind zwei Auslaufrollgänge einer Doppelstranggießanlage 3 bezeichnet,
an deren Enden Trenneinrichtungen 4 zum Abtrennen des gegossenen Stranges in Brammen
5 vorgegebener Länge, vorzugsweise in Brammen 5 gleicher Länge, vorgesehen sind. Bei
den Brammen handelt es sich um sogenannte "Dünnbrammen", d.h. Brammen mit einer Dicke
bis zu 70 mm. Die erfindungsgemäße Anlage kann jedoch auch für Normalbrammen, also
Brammen mit 100 mm Dicke und mehr, Anwendung finden.
[0025] Die abgelängten Dünnbrammen gelangen von den Auslaufrollgängen 1, 2, die sie mit
einer die Gießgeschwindigkeit etwas überschreitenden Geschwindigkeit, beispielsweise
3 m/min verlassen, in einen Ofen 6 über dessen Eingangsseite 7, werden in dem Ofen
6 hinsichtlich ihrer Temperatur vergleichmäßigt und aufgeheizt, so daß sie über den
Querschnitt gesehen überall die erforderliche Walztemperatur aufweisen. Die Dünnbrammen
verlassen den Ofen 6 über dessen Ausgangsseite 8 und werden über einen Rollgang 9
einem nachgeordneten Walzwerk 10 mit Walzgeschwindigkeit, beispielsweise 12 m/min,
zugeführt.
[0026] Der Ofen 6 weist eine Länge auf, die der maximalen gewünschten Brammenlänge entspricht.
Diese kann 30 bis 50 m betragen. Der Querschnitt des Ofens 6 ist rechteckig. Die Seitenwände
11, der Boden 12 und die Decke 13 des Ofens sind feuerfest ausgekleidet und gegebenenfalls
wärmeisoliert. In den Längsseitenwänden 11 sind Brenner 14 vorgesehen, die in Betrieb
gesetzt werden, wenn die Eigenwärme der Brammen 5 unterhalb der Walztemperatur liegt.
Diese Brenner 14 könnten auch als Deckenbrenner ausgebildet sein; der Ofen könnte
jedoch auch mit einer elektrischen Beheizung ausgestattet sein.
[0027] Unmittelbar an jeden Auslaufrollgang 1, 2 der Stranggießanlage 3 schließt an jeder
Eingangsseite 7 des Ofens 6 eine Längsfördereinrichtung 15, 16 an, die im Gegensatz
zum Stand der Technik nicht als Rollgang, sondern als Gleichschrittfördereinrichtung
ausgebildet sind. Dies hat den Vorteil, daß die sich an im Inneren des Ofens vorgesehenen
Rollen bildenden Pickel, welche Pickel Eindruckstellen an der Auflageseite des Warmgutes
hervorrufen und damit die Oberflächenqualität des Endproduktes beeinträchtigen, vermieden
werden können. Zudem wären Rollen innerhalb des Ofens wegen der hohen Ofentemperaturen
(Walztemperatur) mit einer Wasserkühlung auszustatten, so daß sich deren Ausbau zwecks
Entfernung der Pickel kompliziert gestalten würde.
[0028] Die Gleichschrittfördereinrichtung ist gemäß der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform
von von unterhalb des Bodens 12 des Ofens 6 in den Ofenraum 17 ragenden Tragelementen
18 gebildet, die sich quer zur Ofenlängsachse erstrecken. Die Tragelemente 18 jeweils
einer Längsfördereinrichtung 15, 16 sind an zwei sich in Ofenlängsrichtung erstreckenden
Hubbalkensystemen 19, 20 gelagert. Jedes der Hubbalkensysteme 19, 20 führt eine Hub-
und Senkbewegung sowie eine Bewegung in Förderrichtung 21 und retour aus. Von den
Tragelementen 18 ist jedes zweite an ein- und demselben Hubbalkensystem 19, 20 gelagert,
so daß zwei Gruppen von Tragelementen 18 gebildet sind, die jede für sich gehoben
und gesenkt werden und gegeneinander in Längsrichtung des Ofens 6, u.zw. im gehobenen
Zustand in Förderrichtung 21 der Längsfördereinrichtungen 15, 16 und im gesenkten
Zustand entgegengesetzt, verschoben werden können. Hierdurch ergibt sich eine kontinuierliche
gleichförmige Fortbewegung der auf den Tragelementen 18 aufliegenden Dünnbrammen 5.
Die Tragelemente 18 sind durch schlitzförmige Durchbrüche 12′ des Ofenbodens 12 geführt.
Diese Durchbrüche 12′ sind durch eine Flüssigkeitsclichtung 12˝ gegen Falschlufteintritt
in den Ofenraum 17 gedichtet.
[0029] Die an den Rollgang 9 zum Walzwerk 10 an der Ausgangsseite 8 des Ofens 6 anschließende
Längsfördereinrichtung 22 ist ebenfalls als Gleichschrittfördereinrichtung ausgebildet.
Ihre Tragelemente 18 sind unabhängig von den Tragelementen 18 der an den Eingangsseiten
7 liegenden Längsfördereinrichtungen 15, 16 bewegbar, so daß die Dünnbrammen 5 einerseits
in den Ofen 6 mit einer etwas über der Gießgeschwindigkeit liegenden Geschwindigkeit
eingebracht und andererseits aus dem Ofen 6 mit Walzgeschwindigkeit, d.h. Anstichgeschwindigkeit
(an der Ausgangsseite 8) ausgefördert werden können.
[0030] Die Tragelemente 18 aller Gleichschrittfördereinrichtungen weisen gemäß der in Fig.
1 dargestellten Ausführungsform Fortsätze 23 auf, die sich in Förderrichtung 21 und
entgegengesetzt erstrecken. Diese Fortsätze 23, auf denen die Dünnbrammen 5 ebenfalls
aufliegen, greifen beim Gegeneinanderbewegen der Tragelemente 18 kammartig ineinander,
so daß eine gute Auflage der Dünnbrammen 5 gegeben ist und das Dünnbrammenende nicht
gegen eines der Tragelemente 18 stößt. Die Tragelemente 18 sind weiters mit einer
vorzugsweise als Flüssigkeitskühlung ausgebildeten Innenkühlung 24 ausgestattet und
weisen an ihren Auflageseiten Reiter 25 aus hitzebeständigem Stahl auf.
[0031] Eine etwas abgeänderte Ausführungsform der Tragelemente ist in den Fig. 6 und 7 dargestellt.
Bei diesen Varianten erstrecken sich die Tragelemente 18′, 18˝ nicht so wie bei Fig.
1 quer zur Transportrichtung 21, sondern längs der Transportrichtung 21, d.h. parallel
zur Ofenlängsrichtung. Diese Variante ist vorzugsweise für den Transport besonders
dünner Dünnbrammen 5 vorgesehen. Um eine sichere Auflage der Dünnbrammen 5 auf diesen
Tragelementen 18′, 18˝ zu gewährleisten, weisen die gegenläufig bewegbaren Tragelemente
18′, 18˝ einer Gleichschrittfördereinrichtung 15, 16 bzw. 22 quer zu ihrer Längserstreckung
gerichtete Verbreiterungen 23′, 23˝ auf. Diese Verbreiterungen 23′, 23˝ greifen, wie
aus den Fig. 6 und 7 ersichtlich, ineinander; ihre Längserstreckung ist so bemessen,
daß die Längsbewegung der gegenläufig bewegbaren Tragelemente 18′, 18˝ nicht behindert
ist.
[0032] Seitlich neben jeder der an den Eingangsseiten 7 angeordneten Längsfördereinrichtungen
15, 16 ist jeweils ein Festherd 26 vorgesehen, der von in Längsrichtung des Ofens
6 hintereinander liegenden Ablageböcken 27 aus feuerfestem Material gebildet ist.
Auf diese Ablageböcke 27 sind die in den Ofen eingebrachten Dünnbrammen 5 auflegbar,
wobei, wie noch später ausgeführt wird, die Dünnbrammen 5 auf den Ablageböcken 27
auch übereinander gestapelt werden können, u.zw. im Falle eines Walzwerkstillstandes.
Die Erstreckung der Ablageböcke 27 in Querrichtung des Ofens 6 entspricht etwa der
maximalen Breite eines auf der Stranggießanlage 3 zu vergießenden Stranges. Die Ablageböcke
27 könnten jedoch auch doppelt so breit gestaltet sein, um beispielsweise zwei Brammen
5 nebeneinander aufnehmen zu können.
[0033] Zur Föderung der Dünnbrammen von der Einlaufseite 7 zum Festherd 26 und vom Festherd
26 zur Auslaufseite 8 dient ein Hebezeug 28, welches oberhalb der Ofendecke 13 quer
zur Längsachse 19 des Ofens 6 entlang von Schienen 29 verfahrbar ist. Dieses Hebezeug
28 weist durch die Ofendecke 13 ins Innere 17 des Ofens ragende Greifzangenarme 30
auf, die in Längsrichtung des Ofens 6 in der erforderlichen, sich nach der Dicke der
Dünnbrammen 5 richtenden Anzahl verteilt vorgesehen sind. Jeweils zwei Greifzangenarme
30 sind symmetrisch angeordnet und können zum Klemmen der Dünnbrammen 5 mittels an
deren Brammenlängsrändern 31 angreifender Backen 32 gegeneinander bewegt werden. Weiters
können die heb- und senkbaren Greifzangenarme 30 in eine Ruheposition A (strichpunktierte
Lage in Fig. 4) gehoben werden, in der die Backen 32 der Greifzangenarme 30 in eine
in der Ofendecke 13 vorgesehene Ausnehmung 33 zurückgezogen sind. Diese Ausnehmung
ist von einem Mantel 34, der mit einer Flüssigkeitskühlung versehen ist, begrenzt.
Die Greifzangenarme 30 könnten auch mit einer Innenkühlung versehen sein, in welchem
Fall sich dann die Ausnehmung 33 erübrigt.
[0034] An jedem Greifzangenarm 30 ist am unteren Ende ein Sicherungshaken 35 gelenkig befestigt,
wobei die gelenkige Befestigung außerhalb des Ofenraumes 17 liegt und als Gelenkparallelogramm
ausgebildet ist. Der Greifzangenarm 30 bildet den Steg der Gelenkparallelogramm-Befestigung
und der Sicherungshaken 35 dessen Koppel. Die Schwingen werden von einerseits am Greifzangenarm
30 und andererseits am Sicherungshaken 35 gelenkig befestigten Laschen 36 gebildet.
Der Sicherungshaken 35 greift mit seinem Hakenende 37 bei frei im Raum befindlichen
Greifzangenarm 30 unterhalb der einen Brammenlängsrand 31 kontaktierenden Backe 32
des Greifzangenarmes 30 und untergreift diesen geringfügig.
[0035] Jeder Sicherungshaken 35 weist eine Stütznase 38 auf, die bei abgesenktem Sicherungshaken
(vgl. Fig. 8) in eine korrespondierende Ausnehmung 39 des Greifarmes ragt, wobei eine
nach unten gerichtete Stützfläche 40 der Stütznase 38 eine vertikale Kräfte aufnehmende
Gegenfläche 41 der Ausnehmung kontaktiert. Hierdurch werden im Belastungsfall der
Sicherungshaken 35 die Gelenke seiner gelenkigen Befestigung weitgehend entlastet.
[0036] Wie aus Fig. 9 ersichtlich ist, gelangen die Sicherungshaken 35 bei Ablage einer
Dünnbramme 5 auf eine gleich breite oder etwas breitere Dünnbramme 5 selbslätig in
eine Freigabestellung, in der sie sich seitlich der Enden der Greifzangenarme 30 befinden.
Bei Anheben der Greifzangenarme 30 schwenken die Sicherungshaken 3S selbsttätig wiederum
in die in Fig. 8 dargestellte Position.
[0037] In Fig. 3 ist eine Möglichkeit für eine Abdichtung der in der Ofendecke 13 für die
Greifzangenarme 30 vorgesehenen Ausnehmungen, die als sich über die gesamte Ofenbreite
erstreckende Schlitze 42 ausgebildet sind, veranschaulicht. Die Greifzangenarme 30
bewegen sich bei Verfahren des Hebezeuges 28 entlang dieser Schlitze 42, da sie durchragen,
wobei jeweils ein Greifzangenpaar einen der Schlitze 42 durchsetzt. Parallel zu jedem
Schlitz 42 sind jeweils mit Flüssigkeit 43, wie Wasser, gefüllte Rinnen 44 vorgesehen,
u.zw. an jeder Seite des Schlitzes 42 eine. Diese beiden Rinnen stehen an beiden Schlitzenden
miteinander in Verbindung, so daß die Flüssigkeit 43 den Schlitz 42 als geschlossenen
Ring umgibt.
[0038] Das ofenaußenseitige Ende der Greifzangenarme 30 ist jeweils an einem sich quer zum
Schlitz erstreckenden Querträger 45 befestigt, der mit dem die Ofendecke 13 durchragenden
Teil des Greifzangenarmes 30 die Form eines T bildet. An den Enden dieses Querträgers
45 sind sich senkrecht nach unten erstreckende U-förmige Streben 46 mit ihrem inneren
Schenkel 47 befestigt. Die jeweils außenseitigen Schenkel 48, die die innenseitigen
Schenkel 47 längenmäßig überragen, sind an einem gemeinsamen Querträger 49 befestigt.
Dieser Querträger 49, der parallel zum unteren Querträger 45 gerichtet ist, ist im
Hebezeug 28 heb- und senkbar und zum Erfassen der Brammenränder in Querrichtung verschieb-
oder verschwenkbar gelagert und kann gemeinsam mit dem Hebezeug 28 über die Länge
des Schlitzes 42 bewegt werden.
[0039] Die U-förmigen Streben ragen jeweils in eine der sich längs des Schlitzes 42 erstreckenden
Rinnen 44. In der Höhe zwischen den beiden Querträgern 45 und 49 ist eine sich über
den gesamten Fahrweg des Hebezeugs 28 erstreckende Glocke 50 ortsfest angeordnet,
deren unteres Ende in die Rinnen 44 ragt, u.zw. jeweils zwischen den beiden Schenkeln
47, 48 der U-förmigen Streben. Die Glocke 50 ist an den Längsseitenwänden 11 des Ofens
6 zu einem Ring geschlossen ausgebildet, so daß keinerlei Ofenluft durch den Schlitz
42 nach außen entweichen kann.
[0040] Gemäß der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsform ist jeder Greifzangenarm
30 außerhalb des Ofens 6 von einer Hülse 51 umgeben, die eine geringfügige Querbewegung
des Greifzangenarmes 30 zwecks Erfassens der Dünnbrammenränder 31 zuläßt, jedoch bei
Verfahren des Hebezeugs 28 längs des Schlitzes 42 mit dem Hebezeug 28 und damit mit
den Greifzangenarmen 30 mitbewegt wird. Das obere Ende der Hülse ist von einer mit
Flüssigkeit 43 gefüllten Rinne umgeben, in die eine am Greifzangenarm 30 angeordnete
Tauchglocke 52 eintaucht.
[0041] Das untere Ende der Hülse 51 ist in ein quer zur Hülse 51 verlaufendes Dichtungsband
53 dicht eingesetzt, welches Dichtungsband sich quer zur Ofenlängsrichtung, also in
Fahrrichtung des Hebezeugs 28 über die gesamte Länge des Schlitzes 42 erstreckt. Dieses
Dichtungsband 53 liegt in einer sich über die gesamte Ofenbreite erstreckenden Fahrrinne
54 und ruht mit seinen Längsrandbereichen auf Auflageflächen 55 dieser Fahrrinne 54
auf. Das Dichtungsband 53 wird mittels sich längs der Fahrrinne 54 erstreckender und
an den Enden der Fahrrinne 54 auch quer zu dieser erstreckender Dichtleisten 56 gegen
diese Auflageflächen 55 gepreßt, wobei sich die Auflageflächen 55 ebenfalls an den
Enden der Fahrrinne 54 quer zu dieser erstrecken. Zwischen der Hülse 51 und den Dichtleisten
56 ist eine Dichtflüssigkeit 43, wie Wasser, eingefüllt.
[0042] Bei Verfahren des Hebezeugs 28 wird das Dichtungsband 53 zwischen den Auflageflächen
55 und den Dichtleisten 56 verschoben, so daß der Schlitz 42 der Ofendecke 13, den
die Greifzangenarme 30 durchragen, stets vom Dichtungsband 53 bedeckt ist. Um zwischen
den Dichtleisten 56 bzw. den Auflageflächen 55 und dem Dichtungsband 53 austretende
Leckflüssigkeit aufzufangen, ist unterhalb der Fahrrinne 54 eine weitere Rinne 57
vorgesehen, die eine mittige, von den Greifzangenarmen 30 durchsetzte schlitzförmige
Durchtrittsöffnung 58, die den Schlitz 42 der Ofendecke 13 nach oben verlängert, aufweist.
Die Leckflüssigkeit wird von dieser Rinne 57 über eine Ableitung 59 abgeleitet und
über eine Zuleitung 60 wiederum in die Fahrrinne 54 zurückgeleitet.
[0043] Das Dichtüngsband 53 ist flexibel und vorzugsweise als Metallband (ChromNickelstahl)
ausgebildet Damit es beim Verfahren des Hebezeugs keinen Platz seitlich des Ofens
6 benötigt, sind seine Enden auf an den vertikalen längsseitenwänden 11 des Ofens
6 angeordneten Trommeln 61 auf- bzw. abwickelbar.
[0044] Um ein sicheres Greifen von besonders dünnen Dünnbrammen zu ermöglichen und ein Durchhängen
und damit ein Abrutschen derselben beim Klemmen zwischen den Greifzangenarmen 30 zu
vermeiden, sind gemäß einer bevorzugten Ausführungsform die Auflagen an den Tragelementen
18 bzw. am Festherd 26 nach oben gewölbt ausgebildet (vgl. die strichlierten Linien
62 der Fig. 2), so daß sich die Dünnbrammen 5 ebenfalls nach oben wölben. Sie können
dann im nach oben gewölbten Zustand von den Greifzangenarmen 30 erfaßt werden.
[0045] Gemäß der in Fig. 10 dargestellten Variante ist der Ofen 6′ eingangsseitig jeweils
mit einem Vorheizraum 63 ausgestattet, so daß dem zuletzt in den Ofen 6′ einlaufende
Ende der Dünnbramme 5 eine Verweilzeit im Ofen 6′ zukommt, die genügt, um auch dieses
Ende auf Walztemperatur zu bringen bzw. um einen Temperaturausgleich in diesem Ende
zu erzielen.
[0046] Im Normalbetrieb wird jeweils eine Dünnbramme 5 von der Einlaufseite 7 auf den benachbarten
Festherd 26 gelegt. Nachdem sie von der Einlaufseite 7 abgehoben wurde, kann bereits
die nächste Dünnbramme 5 eingefördert werden. Nach einer gewissen Zeit, in der der
Temperaturausgleich bzw. das Aufheizen der ersten Dünnbramme 5 auf Walztemperatur
stattgefunden haben, wird die zuerst eingelieferte Dünnbramme 5 mit dem Hebezeug 28
zur Auslaufseite 8 und von dort mittels der Gleichschrittfördereinrichtung 22 dem
Walzwerks-Rollgang 9 zugeführt. Anschließend wird die nächste Dünnbramme 5 von der
Einlaufseite 7 auf den Festherd 26 gelegt.
[0047] Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, befindet sich eine Trenneinrichtung 4′ am Beginn
des zum Walzwerk 10 führenden Rollganges 9, die für gewisse Notsituationen erforderlich
sein kann.
[0048] Der Ofen 6 bzw. 6′ muß nicht direkt anschließend an die Stranggießanlage 3 vorgesehen
sein. Es können zwischen dem Auslaufrollgang 1 der Stranggießanlage 3 und der Eingangsseite
7 des Ofens 6, 6′ verschiedene Einrichtungen vorgesehen sein, wie beispielsweise eine
Entzunderungseinrichtung, eine Dickenmeßeinrichtung etc. Ebensowenig ist es erforderlich,
daß der zum Walzwerk 10 führende Rollgang 9 direkt an die Ausgangsseite 8 des Ofens
6, 6′ anschließt. Die Brammen 5 könnten beispielsweise auch mit anderen Transporteinrichtungen
als einem Rollgang von der Stranggießanlage 3 zum Ofen 6 und vom Ofen 6 zum Walzwerk
10 verbracht werden.
[0049] Der Ofen 6, 6′ kann auch zum Aufwärmen bzw. zum Temperaturausgleich von Brammen,
die von zwei oder mehr Stranggießanlagen kommen, dienen, wobei diese Stranggießanlagen
wiederum ein- oder mehrsträngig ausgebildet sein können.
1. Brammen-Stranggießanlage (3), insbesondere DünnbrammenStranggießanlage, mit nachgeordnetem
Walzwerk (10), wobei zwischen einer an einem Auslaufrollgang (1, 2) der Stranggießanlage
(3) vorgesehenen Strang-Trenneinrichtung (4) und dem Walzwerk (10) ein Ofen (6, 6′)
mit einer Eingangsseite (7), einer Ausgangsseite (8) und mit einer Querfördereinrichtung
(28) zum Fördern einer Bramme (5) von einer an der Eingangsseite (7) angeordneten
Längsfördereinrichtung (15, 16) zu einer an der Ausgangsseite (8) angeordneten Längsfördereinrichtung
(22) mit einem parallel zu den Längsfördereinrichtungen (15, 16 und 22) angeordneten
Lagerplatz für eine Bramme vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des
Ofens (6, 6′) parallel zu den Längsfördereinrichtungen (15, 16, 22) mindestens ein
Festherd (26) mit einer einer Brammenbreite angepaßten Mindestbreite vorgesehen ist
und daß die Querfördereinrichtung (28) von einem durch die Ofendecke (13) in das Innere
des Ofens (6, 6′) ragenden Hebezeug gebildet ist, welches von einer Position oberhalb
der Längsfördereinrichtungen (15, 16, 22) in eine Position oberhalb des Festherdes
(26) und umgekehrt verfahrbar ist.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Festherd (26) zur Aufnahme
einer Mehrzahl von übereinander gestapelten Brammen (5) ausgelegt ist.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Hebezeug (28) mit an
den Brammenlängsrändern (31) angreifenden Greifzangenarmen (30) ausgestattet ist,
die über die Ofenlänge verteilt angeordnet sind.
4. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifzangenarme (30) gegenüber
der Ofendecke (13) in an sich bekannter Weise mittels einer Flüssigkeitsdichtung (43)
abgedichtet sind.
5. Anlage nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifzangenarme (30)
in eine an der Ofendecke (13) vorgesehene Ausnehmung (33) in Ruheposition (A) zurückziehbar
sind.
6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die die Ruheposition der Greifzangenarme
(30) bildende Ausnehmung (33) von einem Kühlflüssigkeitsmantel (34) begrenzt ist.
7. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifzangenarme (30) jeweils
von einer oberhalb der Ofendecke (13) angeordneten Hülse (51) umschlossen sind, welche
Hülse (51) an ihrem oberen Ende eine Flüssigkeitsdichtung (43) aufweist, in die eine
am Greifzangenarm angreifende Tauchglocke (52) eintaucht, und welche Hülse (51) an
ihrem unteren Ende in ein quer zur Hülse (51) verlaufendes Dichtungsband (53), vorzugsweise
ein Metallband, dicht eingesetzt ist, welches Dichtungsband (53) sich in einer längs
des Fahrweges des Hebezeugs (28) angeordneten Fahrrinne (54) erstreckt und mit seinen
Längsseitenrandbereichen an in Längsrichtung der Fahrrinne (54) angeordneten und an
den Enden der Fahrrinne (54) sich auch quer zu ihr erstreckenden Auftageflächen (55)
aufliegt und gegen diese mit sich längs der Fahrrinne und an den Enden der Fahrrinne
auch quer zu ihr erstreckenden Dichtleisten (56) gepreßt ist, wobei das Dichtungsband
(53) bei einer Fahrbewegung des Hebezeuges (28) zwischen den Dichtleisten (56) und
den Auflageflächen (55) verschiebbar ist und die Enden des Dichtungsbandes (53) jeweils
auf eine Trommel (61) auf- bzw. abwickelbar sind (Fig. 4, 5).
8. Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Fahrrinne eine weitere
Rinne (57) mit einer mittigen schlitzförmigen Durchtrittsöffnung (58) für die Greifzangenarme
(30) vorgesehen ist, die zur Aufnahme von Leckflüssigkeit dient (Fig. 4, 5).
9. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Längsfördereinrichtungen (15, 16, 22) von Gleichschrittfördereinrichtungen gebildet
sind.
10. Anlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichschrittfördereinrichtungen
mit in den Ofeninnenraum ragenden innengekühlten Tragelementen (18, 18′, 18˝) ausgestattet
sind.
11. Anlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragelemente (18) sich quer
zur Transportrichtung (21) über etwa die gesamte Brammenbreite erstrecken und mit
sich in Transportrichtung erstreckenden Fortsätzen (23) ausgestattet sind, die jeweils
zwischen Fortsätze (23) des benachbarten Tragelementes (18) bei Annäherung der Tragelemente
(18) aneinander eingreifen (Fig. 1).
12. Anlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragelemente (18′, 18˝) sich
in Transportrichtung (21) erstrecken und mit quer zur Transportrichtung (21) vorgesehenen
Verbreiterungen (23′, 23˝) ausgestattet sind, wobei sich die zwischen benachbarten
Tragelementen (18′, 18˝) vorgesehenen Verbreiterungen (23′, 23˝) in einem Abstand
befinden (Fig. 6, 7).
13. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
an den Greifzangenarmen (30) Sicherungshaken (35) angelenkt sind, die bei frei im
Raum befindlicher Position (Fig. 8) der Greifzangenarme (30) eine Ruheposition (Fig.
8) einnehmen, in der ihre Hakenenden (37) unterhalb der die Brammenlängsränder (31
) ergreifenden Backen (32) der Greifzangenarme (30) ragen und diese untergreifen (Fig.
8, 9).
14. Anlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die gelenkige Befestigung der
Sicherungshaken (35) über ein Gelenkparallelogramm (30, 35, 36) verwirklicht ist,
dessen Steg ein Greifzangenarm (30) und dessen Koppel ein Sicherungshaken (35) bilden
(Fig. 8, 9).
15. Anlage nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungshaken (35)
mit einer Stütznase (38) ausgestattet sind, die jeweils in Ruheposition (Fig. 8) eines
Sicherungshakens (35) in eine korrespondierende Ausnehmung (39) an dem Greifzangenarm
(30) eingreift, wobei eine am Sicherungshaken (35) angreifende, vertikale Kräfte aufnehmende
Fläche (41) der Ausnehmung (39) eine korrespondierende Stützfläche (40) der Stütznase
(38) kontaktiert (Fig. 8, 9).
16. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß
die Längsfördereinrichtungen (15, 16, 22) und der Festherd (26) in Querrichtung mit
nach oben gewölbten Brammenauflagen (62) ausgestattet sind.
17. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ofen (6′) an seiner Einlaufseite (7) mit einem an die Ofenquerwand anschließenden
Vorheizraum (63) ausgestattet ist (Fig. 10).