[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von O/W (Öl-in-Wasser)-Rostschutzemulsionen
auf Basis einer Öl-Komponente, Wasser, mindestens einer Emulgator-Komponente und einem
Korrosionsinhibitor. Hierbei führt die Einhaltung bestimmter Bedingungen zu besonders
stabilen und niedrig-viskosen O/W-Emulsionen, die einen guten Korrosionsschutz für
Metalloberflächen aus Eisen und Stahl gewährleisten.
[0002] Rostschutzemulsionen werden zum temporären Schutz metallischer Werkstücke vor atmosphärischen,
eine Korrosion bewirkenden Einflüssen eingesetzt. Sie enthalten im wesentlichen unpolare
oder polare Öle, Emulgatoren, Korrosionsinhibitoren und Wasser. Ihre Wirkung beruht
auf der Adsorption von Inhibitormolekülen auf der Metalloberfläche und der Bildung
eines Schutzfilms aus Emulsionsbestandteilen, der als Diffusionsbarriere für Luftsauerstoff
sowie Wasser wirkt. Th. Förster et al. berichten in "Oberfläche-Surface", 1989, Nr.
4, S. 8 bis 12, über Wirkungsweise und Untersuchungsmethoden von Rostschutzemulsionen.
Andere handelsübliche Systeme basieren auf Ölkonzentraten, die Emulgatoren und Korrosionsinhibitoren
- jedoch kein Wasser - enthalten. Dies bedingt, daß die verwendeten Emulgatoren und
Korrosionsinhibitoren öllöslich sein müssen. Für die Herstellung von O/W-Emulsionen
aus solchen Ölkonzentraten bedeutet dies ferner, daß derartige Systeme selbstemulgierend
sein müssen.
[0003] Es ist bekannt, daß Öl-in-Wasser-Emulsionen, die mit nichtionogenen Emulgatoren hergestellt
und stabilisiert sind, beim Erwärmen eine Phaseninversion erleiden, d.h. daß bei höheren
Temperaturen die äußere, wäßrige Phase zur inneren Phase werden kann. Dieser Vorgang
ist in der Regel reversibel, d.h. daß sich beim Abkühlen wieder der ursprüngliche
Emulsionstyp zurückbildet. Es ist auch bekannt, daß die Lage der Phaseninversionstemperatur
von vielen Faktoren abhängig ist, z.B. von der Art und dem Phasenvolumen der Ölkomponente,
von der Hydrophilie und der Struktur des Emulgators oder der Zusammensetzung des Emulgatorsystems,
vergleiche beispielsweise K. Shinoda und H. Kunieda in "Encyclopedia of Emulsion Technology",
Vol. I, ed. P. Becher 1983 (M. Decker, N.Y.), S. 337 bis 367. Weiterhin ist bekannt,
daß Emulsionen, die bei oder wenig unterhalb der Phaseninversionstemperatur (PIT)
hergestellt werden, sich durch besondere Feinteiligkeit und Stabilität auszeichnen,
während solche, die oberhalb der Phaseninversionstemperatur hergestellt werden, weniger
feinteilig sind (vergl. S. Friberg, C. Solans, "J. Colloid Interface Sci.",
66, S. 367 bis 368 (1978)). F. Schambil, F. Jost und M.J. Schwuger berichten in "Progress
in Colloid & Polymer Science"
73, (1987), S. 37 bis 47 über die Eigenschaften kosmetischer Emulsionen, die Fettalkohole
und Fettalkoholpolyglycolether enthalten und beschreiben dabei auch, daß Emulsionen,
die oberhalb der Phaseninversionstemperatur hergestellt wurden, eine niedrige Viskosität
und eine hohe Lagerstabilität aufweisen. In der bislang unveröffentlichten deutschen
Patentanmeldung P 38 19 193.8 der Anmelderin wird ein entsprechendes Verfahren zur
Herstellung stabiler, niedrig-viskoser O/W-Emulsionen polarer Ölkomponenten beschrieben.
[0004] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein geeignetes Verfahren zur
Herstellung von O/W-Rostschutzemulsionen, die ganz oder überwiegend polare Carbonsäuren
als Korrosionsinhibitoren enthalten, zu entwickeln. Solche O/W-Emulsionen sollen in
der Lage sein, bei Temperaturen unter 100 °C zu invertieren, um auf diese Weise zu
besonders stabilen, feinverteilten und niedrig-viskosen Emulsionen zu gelangen. Die
so erhaltenen Emulsionen sollen ferner mit Wasser verdünnbar sein, die Verdünnungen
sollen ebenfalls stabil sein und einen wirksamen Korrosionsschutz bedingen.
[0005] Gegenstand der Erfindung ist dementsprechend ein Verfahren zur Herstellung stabiler,
niedrig-viskoser O/W-Rostschutzemulsionen, wobei man ein Gemisch, enthaltend eine
Öl-Komponente, Wasser und mindestens eine Emulgator-Komponente, bei einer Temperatur,
bei der alle Komponenten des Gemisches in flüssiger Form vorliegen, emulgiert und
die gebildete Emulsion auf eine Temperatur innerhalb oder oberhalb des Phaseninversions-Temperaturbereichs
der Emulsion erhitzt oder das Gemisch bei einer Temperatur innerhalb oder oberhalb
des Phaseninversions-Temperaturbereichs emulgiert, anschließend die Emulsion auf eine
Temperatur unterhalb dieses Temperaturbereichs abkühlt und gegebenenfalls mit Wasser
verdünnt,
dadurch gekennzeichnet, daß man ein Gemisch der folgenden Zusammensetzung zur Emulsionsbildung
einsetzt:
a) 10 bis 60 Gew.-% einer Öl-Komponente,
b) 1 bis 10 Gew.-% einer Emulgator-Komponente, bestehend aus mindestens einem Anlagerungsprodukt
von 2 bis 20 Mol Ethylenoxid an Fettalkohole mit 10 bis 22 C-Atomen,
c) 1 bis 10 Gew.-% eines Korrosionsinhibitors, bestehend aus mindestens einer Carbonsäure
der allgemeinen Formel (I):
R-COOH (I)
wobei R einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten Alkylrest
mit 6 bis 22 C-Atomen oder einen Rest der allgemeinen Formel (II)

mit R¹ = gesättigter, geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 8 bis 18 C-Atomen,
darstellt
d) 0 bis 10 Gew.-% einer Coemulgator-Komponente, bestehend aus mindestens einem Fettalkohol
mit 12 bis 22 C-Atomen,
e) Rest: Wasser.
[0006] Im Sinne der Erfindung sind insbesondere die folgenden Punkte von wesentlicher Bedeutung:
Einerseits die Auswahl geeigneter Carbonsäuren, die in der Lage sind, in ihrer sauren
Form als Korrosionsinhibitoren wirksam zu sein und andererseits die Art und Weise
der Herstellung stabiler und niedrig-viskoser O/W-Emulsionen, die derartige Korrosionsinhibitoren
enthalten. Hierbei dürfen die Carbonsäuren eine Phaseninversion der Emulsion nicht
beeinträchtigen oder gar verhindern. Weiterhin ist die Auswahl geeigneter Emulgatoren
wesentlich, welche einerseits solche stabilen Emulsionen mit den genannten Korrosionsinhibitoren
bilden und andererseits die Wirksamkeit der Korrosionsinhibitoren auf der Substratoberfläche
unter atmosphärischen Korrosionsbedingungen nicht durch Reemulgierung beeinträchtigen.
[0007] Überraschenderweise ermöglicht es das erfindungsgemäße Verfahren, solche stabilen
und niedrig-viskosen O/W-Rostschutzemulsionen herzustellen. Hierbei wird das Gemisch
aller angeführten Emulsions-Komponenten einschließlich der Carbonsäuren einer Phaseninversion
unter Erwärmen des Gemisches bzw. der bereits vorliegenden Emulsion auf eine Temperatur
innerhalb oder oberhalb des Phaseninversions-Temperaturbereichs unterworfen. Auf diese
Weise ist es möglich, die genannten Korrosionsinhibitoren in der gewünschten fein-verteilten
Form in die Emulsion einzubringen und stabil darin zu emulgieren.
[0008] Innerhalb der oben definierten Zusammensetzung von erfindungsgemäßen O/W-Rostschutzemulsionen,
die relativ hohe Anteile von Carbonsäuren als Korrosionsinhibitoren enthalten, findet
eine Phaseninversion unterhalb von 100 °C statt. Diese Phaseninversion erfolgt sowohl
mit unpolaren Ölen (Paraffinöle), als auch mit leicht polaren Ölen (Mineralöle). Diese
nach der sogenannten PIT-Methode, d.h. Phaseninversionstemperatur-Methode, hergestellten
Rostschutzemulsionen zeigen eine - verglichen mit Emulsionen gleicher Zusammensetzung,
die keine Phaseninversion durchlaufen haben - höhere Lagerstabilität. Außerdem vergehen
im Korrosionstest, bewertet nach DIN 51 359, mehr als 40 Tage, bis 100 % Korrosion
beobachtet wird. Die Korrosionsschutzwirksamkeit liegt damit in der gleichen Größenordnung
wie die dem Stand der Technik angehörigen Produkte.
[0009] Im Sinne der Erfindung ist es bevorzugt, ein Gemisch der folgenden Zusammensetzung
zur Emulsionsbildung einzusetzen:
a) 20 bis 50 Gew.-% einer Öl-Komponente,
b) 2 bis 8 Gew.-% einer Emulgator-Komponente,
c) 2 bis 6 Gew.-% eines Korrosionsinhibitors,
d) 0 bis 6 Gew.-% einer Coemulgator-Komponente,
e) Rest: Wasser.
[0010] Für die einzelnen Komponenten der erfindungsgemäß herzustellenden O/W-Rostschutzemulsionen
gilt im einzelnen das Folgende:
Als Öl-Komponente können Öle unterschiedlicher Polarität, beispielsweise Paraffinöle
oder Mineralöle, Verwendung finden. Auch sogenannte Esteröle, d.h. Fettsäure-Glyceride,
können im Gemisch mit Mineralölen und/oder Paraffinölen eingesetzt werden. Im Sinne
der Erfindung werden bevorzugt Paraffinöle oder Mineralöle als Öl-Komponente a) eingesetzt.
[0011] Als Emulgator-Komponente b) kommen Anlagerungsprodukte von 2 bis 20 Mol Ethylenoxid
an Fettalkohole mit 10 bis 22 C-Atomen in Frage. Hierfür geeignete Fettalkohole sind
native und/oder synthetische Fettalkohole, wie Decanol, Undecanol, Dodecanol, Tridecanol,
Tetradecanol, Pentadecanol, Hexadecanol (Cetylalkohol), Heptadecanol, Octadecanol
(Stearylalkohol), Nonadecanol, Eicosanol, Heneicosanol und Docosanol (Behenylalkohol).
Technisch hergestellte Anlagerungsprodukte von Ethylenoxid an derartige Fettalkohole
stellen üblicherweise Gemische von Polyglykolethern der Ausgangsfettalkohole dar,
deren mittlerer Oxethylierungsgrad der angelagerten Molmenge an Ethylenoxid entspricht.
Im Sinne der Erfindung werden bevorzugt als Emulgator-Komponente b) Anlagerungsprodukte
von 4 bis 12 Mol Ethylenoxid an Fettalkohole mit 12 bis 18 C-Atomen eingesetzt. Insbesondere
finden hierbei Verwendung: Anlagerungsprodukte von 4 Mol Ethylenoxid an Fettalkohol-Gemische
mit 12 bis 14 C-Atomen, Anlagerungsprodukte von 4 Mol Ethylenoxid an Gemische von
Fettalkoholen mit 12 bis 18 C-Atomen oder Anlagerungsprodukte von 12 Mol Ethylenoxid
an Fettalkohol-Gemische mit 16 bis 18 C-Atomen.
[0012] Die als Korrosionsinhibitoren c) eingesetzten Carbonsäuren der allgemeinen Formel
(I)
R-COOH (I)
können von unterschiedlicher Struktur sein.
[0013] Im Sinne der Erfindung sind einerseits solche Carbonsäuren der allgemeinen Formel
(I) geeignet, in denen der Rest R einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten
oder ungesättigten Alkylrest mit 6 bis 22 C-Atomen darstellt. Hierzu zählen insbesondere
native oder synthetische Fettsäuren, beispielsweise Hexansäure (Capronsäure), Heptansäure,
Octansäure (Caprylsäure), Nonansäure, Decansäure (Caprinsäure), Undecansäure, Dodecansäure
(Laurinsäure), Tridecansäure, Tetradecansäure (Myristinsäure), Pentadecansäure, Hexadecansäure
(Palmitinsäure), Heptadecansäure, Octadecansäure (Stearinsäure), Nonadecansäure, Arachinsäure,
Heneicosansäure und Behensäure. In gleicher Weise sind entsprechende verzweigtkettige
oder ungesättigte Carbonsäuren als Korrosionsinhibitoren im Sinne der Erfindung geeignet.
Bevorzugt sind hierbei erfindungsgemäß solche Carbonsäuren der allgemeinen Formel
(I), in denen der Rest R einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten
Alkylrest mit 8 bis 18 C-Atomen, darstellt. Aus der vorstehenden Aufzählung sind die
entsprechenden geradkettigen und gesättigtefl Fettsäuren ersichtlich. Als verzweigtkettige
oder ungesättigte Carbonsäuren dieses Typs kommen insbesondere Isononansäure, Ölsäure,
Linolsäure oder Linolensäure in Frage. Auch Gemische derartiger Carbonsäuren sind
wirksame Korrosionsinhibitoren im Sinne der Erfindung; beispielsweise ein Gemisch
aus Stearinsäure und Palmitinsäure im Gewichtsverhältnis 1 : 1.
[0014] Als Korrosionsinhibitoren im Sinne der Erfindung kommen weiterhin solche Carbonsäuren
der allgemeinen Formel (I) in Frage, in denen der Rest R einen Rest der allgemeinen
Formel (II)

darstellt, wobei der Rest R¹ für einen gesättigten, geradkettigen oder verzweigten
Alkylrest mit 8 bis 18 C-Atomen steht. Derartige Alkylbenzoylacrylsäuren sowie deren
Verwendung als Korrosionsinhibitoren in Schmierölen und Schmierfetten sind in der
DE-A-36 00 401 beschrieben. In dieser deutschen Offenlegungsschrift finden sich auch
Angaben zur Synthese derartiger Alkylbenzoylacrylsäuren. Als Alkylreste R¹ kommen
somit unverzweigte oder verzweigte Reste aus der Gruppe Octyl, Nonyl, Decyl, Undecyl,
Dodecyl, Tridecyl, Tetradecyl, Pentadecyl, Hexadecyl, Heptadecyl und Octadecyl in
Frage, wobei entsprechende geradkettige Alkylreste mit 8 bis 12 C-Atomen erfindungsgemäß
bevorzugt sind. Von diesem Typ der Carbonsäuren wird erfindungsgemäß die 3-(p-Dodecylbenzoyl)acrylsäure
mit besonderem Vorteil eingesetzt.
[0015] Für das erfindungsgemäße Verfahren hat es sich ferner als vorteilhaft erwiesen, zusätzlich
zur Emulgator-Komponente eine Coemulgator-Komponente (d) einzusetzen. Der Coemulgator
ist aufgrund seiner Hydrophilie selbst nicht zur Herstellung von O/W-Emulsionen geeignet,
gemeinsam mit den zuvor definierten Emulgator-Komponenten lassen sich jedoch erfindungsgemäß
besonders stabile und feinteilige Emulsionen von polaren Öl-Komponenten herstellen.
Als Coemulgatoren kommen erfindungsgemäß gesättigte Fettalkohole mit 12 bis 22 C-Atomen
in Frage. In der vorstehenden Aufzählung von Fettalkoholen sind die hier geeigneten
Fettalkohole im einzelnen genannt. Auch Gemische derartiger Fettalkohole, wie sie
bei der technischen Hydrierung von pflanzlichen und tierischen Fettsäuren mit 12 bis
22 C-Atomen oder der entsprechenden Fettsäuremethylester erhalten werden, sind geeignet.
Im Sinne der Erfindung ist es bevorzugt, daß man derartige Coemulgatoren in Mengen
von 1 bis 6 Gew.-%, bezogen auf das Gemisch, einsetzt. Besonders bevorzugt als Coemulgatoren
sind Fettalkohole mit 16 bis 18 C-Atomen, beispielsweise ein Gemisch aus Cetylalkohol
und Stearylalkohol im Gewichtsverhältnis 1 : 1.
[0016] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden
die Öl-Komponente a), die Emulgator-Komponente b) und der Korrosionsinhibitor c) in
einem bestimmten Gewichtsverhältnis von a) : b) : c) = 1 : (0,1 bis 0,3) : (0,1 bis
0,3) eingesetzt. Auf diese Weise gelangt man zu besonders niedrig-viskosen und lagerbeständigen
Rostschutzemulsionen. Besonders bevorzugt ist hier ein Gewichtsverhältnis von a :
b : c: = 1 : 0,2 : 0,15.
[0017] Das erfindungsgemäße Verfahren kann in der Weise durchgeführt werden, daß zunächst
die Phaseninversions-Temperatur bestimmt wird, indem man eine Probe der auf übliche
Weise hergestellten Emulsion unter Verwendung eines Leitfähigkeitsmeßgerätes erhitzt
und die Temperatur bestimmt, bei der die Leitfähigkeit stark abnimmt. Die spezifische
Leitfähigkeit der zunächst vorhandenen Öl-in-Wasser-Emulsion nimmt üblicherweise innerhalb
eines Temperaturbereichs von 2 bis 8 °C von anfänglich über 1 mS/cm beim Übergang
in eine invertierte Emulsion auf Werte unter 0,1 mS/cm ab. Dieser Temperaturbereich
wird als Phaseninversions-Temperaturbereich bezeichnet.
[0018] Nachdem nun der Phaseninversions-Temperaturbereich für eine bestimmte Zusammensetzung
einer Emulsion bekannt ist, kann man das erfindungsgemäße Verfahren entweder in der
Weise durchführen, daß man die zunächst wie üblich hergestellte Emulsion, die alle
erfindungswesentlichen Komponenten enthält, nachträglich auf eine Temperatur erhitzt,
welche innerhalb oder obernalb des Phaseninversions-Temperaturbereichs liegt. Eine
weitere Herstellungsmöglichkeit besteht darin, daß man bereits bei der Herstellung
einer bestimmten Emulsion eine solche Temperatur wählt, welche innerhalb oder oberhalb
des Phaseninversions-Temperaturbereichs liegt. In der Regel geht man in der zuletzt
geschilderten Art und Weise vor; d.h. man vermischt alle für eine bestimmte Emulsion
erfindungswesentlichen Komponenten, erhitzt dieses Gemisch auf eine Temperatur oberhalb
des Phaseninversions-Temperaturbereiches und emulgiert das Gemisch durch intensives
Rühren. Anschließend läßt man die gebildete Emulsion auf eine Temperatur unterhalb
des Phaseninversions-Temperaturbereichs abkühlen, bzw. man kühlt die Emulsion auf
eine entsprechende Temperatur ab. Auf diese Weise werden Konzentrate von O/W-Rostschutzemulsionen
erhalten, die gegebenenfalls mit Wasser verdünnt werden können.
[0019] Die in der erfindungsgemäßen Weise hergestellten O/W-Rostschutz-emulsionen können
sowohl in Form der Konzentrate als auch in der mit Wasser verdünnten Form Verwendung
finden. Üblicherweise werden sie jedoch in der verdünnten Form angewendet. Sowohl
die Konzentrate als auch die mit Wasser verdünnten Emulsionen gewährleisten einen
sehr guten Korrosionsschutz für Metalloberflächen aus Eisen und Stahl. Die Korrosionsschutzwirksamkeit
der in erfindungsgemäßer Weise hergestellten Emulsionen bleibt auch dann erhalten,
wenn die als Korrosionsinhibitoren wirksamen Carbonsäuren in neutralisierter Form
vorliegen. Im Hinblick hierauf ist es möglich, die erfindungsgemäß hergestellten O/W-Rostschutzemulsionen
nachträglich mit geeigneten alkalischen Mitteln, beispielsweise Laugen wie NaOH oder
Ca(OH)₂ zu neutralisieren.
[0020] Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren durch Temperaturinversion hergestellten
Öl-in-Wasser-Rostschutzemulsionen sind im Vergleich zu unterhalb der Phaseninversionstemperatur
hergestellten Emulsionen besonders fein verteilt und niedrig-viskos und daher ausgießbar
und pumpbar (Fig. 2). Darüber hinaus weisen diese Rostschutzemulsionen eine ausgeprägte
Lagerstabilität auf. Beim Vergleich des Zeitraumes innerhalb dem an Prüfblechen 100
% Korrosion (bewertet nach DIN 51359) eintritt, zeigen die Bleche, die mit erfindungsgemäßen
Korrosionsschutzemulsionen behandelt wurden, eine geringere Korrosionsanfälligkeit
als Bleche, die mit herkömmlichen Korrosionsschutzemulsionen behandelt wurden. Durch
Phaseninversion konnten Rostschutzemulsionskonzentrate erhalten werden, die mehr als
50 % organische Anteile enthalten. Da diese Konzentrate nach Herstellung Öl-in-Wasser-Systeme
darstellen und die Öl-Phase feinstverteilt vorliegt, sind sie sehr leicht mit Wasser
verdünnbar, ohne dabei die hohe Lagerstabilität zu verlieren (Fig. 3). Gegenüber herkömmlichen,
auf Öl-Konzentraten basierenden Systemen müssen zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens die Emulgatormischungen und Korrosionsinhibitoren nicht notwendigerweise
öllöslich sein.
[0021] Das erfindungsgemäße Verfahren und die Vorteile der auf diese Weise hergestellten
O/W-Rostschutzemulsionen werden in den nachfolgenden Beispielen näher erläutert.
Beispiele
[0022] Die nachstehend angegebenen Formulierungen wurden unter Verwendung von verschiedenen
Handelsprodukten hergestellt, deren Zusammensetzung und Herkunft hier näher charakterisiert
seien:
- Mineralöl Pionier® 4556:
- Mineralöl (naphthenbasisch) der Firma Hansen & Rosenthal, Hamburg
- Eumulgin® B1:
- Anlagerungsprodukt von ca. 12 Mol Ethylenoxid an Cetylstearylalkohol (Gemisch aus
Cetyl- und Stearylalkohol im Gew.-Verhältnis von ca. 1 : 1), Firma Henkel KGaA, Düsseldorf
- Lanette® O:
- Cetylstearylalkohol (Gemisch aus Cetyl- und Stearylalkohol im Gew.-Verhältnis von
ca: 1 : 1), Firma Henkel KGaA, Düsseldorf
- Dehydol® LS4:
- Anlagerungsprodukt von ca. 4 Mol Ethylenoxid an C₁₂₋₁₄-Fettalkohole, Firma Henkel
KGaA, Düsseldorf
- Dehydol® LT4:
- Anlagerungsprodukt von ca. 4 Mol Ethylenoxid an C₁₂₋₁₈-Fettalkohole, Firma Henkel
KGaA, Düsseldorf
Rezepturen der Formulierungen A bis D
Formulierung A:
[0023] 40 Gew.-% Mineralöl Pionier® 4556,
8 Gew.-% Eumulgin® B1
6 Gew.-% Stearinsäure/Palmitinsäure (Verhältnis 1 : 1)
46 Gew.-% Wasser
Formulierung B:
[0024] 20 Gew.-% Paraffinöl
5 Gew.-% Dehydol® LS4
3 Gew.-% 3-(p-Dodecylbenzoyl)acrylsäure
2 Gew.-% Lanette® O
70 Gew.-% Wasser
Formulierung C:
[0025] 20 Gew.-% Mineralöl Pionier® 4556
3 Gew.-% Eumulgin® B1
1 Gew.-% Dehydol® LT4
3 Gew.-% Stearinsäure/Palmitinsäure (Verhältnis 1 : 1)
73 Gew.-% Wasser
Formulierung D:
[0026] 20 Gew.-% Mineralöl Pionier® 4556
4 Gew.-% Eumulgin® B1
3 Gew.-% Laurinsäure
73 Gew.-% Wasser
Beispiel 1
[0027] Herstellung der erfindungsgemäßen O/W-Rostschutzemulsionen auf Basis der Formulierungen
A bis D:
Die für die Formulierungen A bis D angegebenen Einzelkomponenten wurden miteinander
vermischt und jeweils bei einer Temperatur, die oberhalb des Phaseninversions-Temperaturbereiches
des jeweiligen Gemisches lag, durch intensives Rühren emulgiert. Die einzelnen Daten
sind aus der nachstehenden Tabelle 1 ersichtlich.
Tabelle 1
| Beispiel |
Formulierung |
Phaseninversions-Temperaturbereich |
Emulgier-Temperatur |
| 1.1 |
A |
62 bis 64 °C |
70 °C |
| 1.2 |
B |
60 bis 75 °C |
80 °C |
| 1.3 |
C |
67 bis 89 °C |
95 °C |
| 1.4 |
D |
62 bis 71 °C |
95 °C |
Beispiel 2
[0028] Vergleich der Stabilität von Emulsionen gleicher Zusammensetzung aber unterschiedlicher
Herstellungstemperatur (Fig. 1).
[0029] Es wurden zwei Emulsionen aus Mischungen gemäß Formulierung D hergestellt, wobei
für die erste Emulsion eine Herstellungstemperatur von 45 °C - unterhalb des Phaseninversions-Temperaturbereichs
(PIT) -, für die zweite Emulsion eine Herstellungstemperatur von 95 °C - oberhalb
PIT, analog Beispiel 1.4 - gewählt wurde. Zur Beurteilung der Stabilität der jeweiligen
Emulsion wurde jeweils die Leitfähigkeit im oberen bzw. unteren Bereich des Meßgefäßes
ermittelt (vergleiche die linke Skala von Fig. 1) und die prozentuale Differenz gebildet
(vergleiche die rechte Skala von Fig. 1). Als Meßgefäß diente hierbei ein Glaszylinder
(Höhe 125 mm, Durchmesser 25 mm), in dem - im Abstand von 2 mm vom oberen bzw. vom
unteren Rand - jeweils zwei Platin-Elektroden (Typ PP 1042 der Firma Radiometer) angebracht
waren. Zur Messung wurde das Gefäß mit der jeweiligen Emulsion - die als Leitsalz
jeweils 50 mg NaCl pro Liter Emulsion enthielt - vollständig gefüllt, so daß auch
die Elektroden im oberen Teil des Gefäßes mit der Emulsion vollständig bedeckt waren.
Die Messungen wurden jeweils bei Raumtemperatur durchgeführt.
[0030] Im Falle einer instabilen Emulsion zeigt sich eine Tendenz zum Aufrahmen - im Sinne
eines Trennprozesses der Emulsion über den Meßzeitraum - durch unterschiedliche Leitfähigkeiten
im oberen bzw. im unteren Bereich des Meßgefäßes; der prozentuale Differenzwert ist
von Null verschieden. Im Falle einer stabilen Emulsion hingegen ergeben sich hierbei
nahezu keine Unterschiede in der Leitfähigkeit in den unterschiedlichen Meßbereichen;
die prozentuale Differenz ist dementsprechend Null bzw. nur gering.
[0031] Fig. 1 zeigt die Ergebnisse der Messungen. Hieraus ist ersichtlich, daß die erste
Emulsion - Herstellungstemperatur 45 °C (unterhalb PIT) - schon über einen Meßzeitraum
von nur 20 Stunden instabil, die zweite, erfindungsgemäße Emulsion - Herstellungstemperatur
95 °C (oberhalb PIT) - jedoch über einen wesentlich längeren Zeitraum stabil war.
Beispiel 3
[0032] Vergleich der Viskosität von Emulsionen gleicher Zusammensetzung aber unterschiedlicher
Herstellungstemperatur (Fig. 2).
[0033] Es wurden zwei Emulsionen aus Mischungen gemäß Formulierung A hergestellt, wobei
für die erste Emulsion eine Herstellungstemperatur von 60 °C - unterhalb PIT -, für
die zweite, erfindungsgemäße Emulsion eine Herstellungstemperatur von 70 °C - oberhalb
PIT, analog Beispiel 1.1 - gewählt wurde. Diese Emulsionen wurden im Verhältnis 1
: 1 mit Wasser verdünnt und anschließend die Viskositäten dieser Emulsionen bei unterschiedlichen
Schergeschwindigkeiten bestimmt.
[0034] Fig. 2 zeigt die Ergebnisse der Messungen, die das Viskositätsverhalten einer verdünnten
Emulsion, d.h. der bevorzugten Anwendungsform, wiedergeben. Hieraus ist ersichtlich,
daß die zweite, erfindungsgemäße Emulsion (mit Phaseninversion) wesentlich niedrig-viskoser
war als die erste Emulsion (ohne Phaseninversion).
Beispiel 4
[0035] Lagerstabilität erfindungsgemäßer Emulsionen
Die Lagerstabilität bei Raumtemperatur der erfindungsgemäßen Emulsionen gemäß Beispiel
1.1 bis 1.3 wurde visuell beurteilt. Hierbei wurden die Emulsionen in Form der Konzentrate
eingesetzt; die Emulsionen gemäß Beispiel 1.1 und 1.3 in unveränderter Form, die Emulsion
gemäß Beispiel 1.2 wurde zuvor mit Ca(OH)₂ neutralisiert. Die Ergebnisse sind aus
Tabelle 2 ersichtlich.
Tabelle 2
| Emulsion gemäß Beispiel |
Lagerstabilität bei Raumtemperatur |
| 1.1 |
> 6 Monate |
| 1.2 |
> 1 Monat |
| 1.3 |
> 6 Monate |
[0036] Diese Ergebnisse zeigen, daß die erfindungsgemäßen Konzentrate eine sehr gute Lagerstabilität
aufweisen.
Beispiel 5
[0037] Stabilität einer verdünnten erfindungsgemäßen Emulsion (Fig. 3)
Eine Emulsion gemäß Beispiel 1.1 wurde im Verhältnis 1 : 9 mit wäßriger NaOH-Lösung
verdünnt und neutralisiert. Zur Beurteilung der Stabilität dieser Emulsion wurden
die Leitfähigkeiten im oberen und unteren Bereich des Meßgefäßes ermittelt (vergleiche
die linke Skala von Fig. 3) und die prozentuale Differenz gebildet (vergleiche die
rechte Spalte von Fig. 3). Die Bedeutung dieses Meßverfahrens hinsichtlich der Emulsionsstabilität
wird im Beispiel 2 näher erläutert.
[0038] Fig. 3 zeigt die Ergebnisse der Messungen. Hieraus ist ersichtlich, daß auch die
verdünnte Emulsion, d.h. in ihrer bevorzugten Anwendungsform, über einen Zeitraum
von nahezu 100 Stunden stabil war. Im Vergleich zur Konzentrat-Form, d.h. derjenigen
Form, in der die Emulsionen üblicherweise gelagert werden, ist dieser Zeitraum für
die Stabilität einer mit Wasser verdünnten Emulsion, d.h. derjenigen Form, in der
derartige Emulsionen üblicherweise zur Anwendung gelangen, völlig hinreichend.
Beispiel 6
[0039] Prüfung des Korrosionsschutzvermögens
Das Korrosionsschutzvermögen von erfindungsgemäßen Emulsionen sowie einer Vergleichsemulsion
wurde nach DIN 51 359 geprüft. Das Prüfverfahren wurde wie folgt durchgeführt: Stahlbleche
der Qualität St 1405 (unlegierter Stahl, oberflächenvergütet, Abmessungen 2,5 x 5
cm) wurden jeweils in eine der nachstehend angegebenen Rostschutzemulsionen getaucht.
Die Stahlbleche wurden in kurzem Kontakt mit der Rostschutzemulsion gehalten, danach
entnommen und nach 24 Stunden Abtropf- bzw. Trockendauer in eine Feuchtigkeitskammer
nach DIN 51 359 gehängt, in der bei kontinuierlicher Luftzufuhr von 875 l/h und einer
Temperatur von 50 °C die relative Luftfeuchte 100 % betrug. Es wurde jeweils die Zeitdauer
ermittelt, nach der 100 % Korrosion (bezogen auf die Fläche des Prüfblechs) - bewertet
nach DIN 51 359 - zu beobachten war.
[0040] Zum Test wurden jeweils eingesetzt:
- Beispiel 6.1:
- Emulsion gemäß Beispiel 1.1, unverdünnt und in unterschiedlichen Verdünnungen mit
Wasser (siehe Tabelle 3).
- Beispiel 6.2:
- Emulsion gemäß Beispiel 1.2 neutralisiert mit Ca(OH)₂, unverdünnt und in unterschiedlichen
Verdünnungen mit Wasser (siehe Tabelle 3).
- Beispiel 6.3:
- Emulsion gemäß Beispiel 1.3.
- Beispiel 6.4:
- Emulsion gemäß Beispiel 1.4.
- Vergleichsbeispiel:
- Auf Basis der Formulierung D wurde eine Emulsion hergestellt, wobei die Emulgiertemperatur
45 °C betrug (nicht-invertierte Emulsion). Diese Emulsion wurde mit Diethanolamin
neutralisiert.
[0041] Die Ergebnisse der Tests sind aus Tabelle 3 ersichtlich:
Tabelle 3
| Beispiel |
Verdünnungen mit Wasser |
100 % Korrosion nach |
| 6.1 |
1 : 1; 1 : 3; 1 : 7; 1 : 9 |
40 Tagen |
| 6.2 |
1 : 1; 1 : 4 |
40 Tagen |
| 6.3 |
- |
40 Tagen |
| 6.4 |
- |
26 Tagen |
| Vergleich |
- |
13 Tagen |
[0042] Bei den Beispielen 6.1 und 6.2 wurde die vorstehend angegebene Zeitdauer jeweils
bei der unverdünnten Emulsion sowie bei allen Verdünnungen erreicht.
1. Verfahren zur Herstellung stabiler, niedrig-viskoser O/W-Rostschutzemulsionen, wobei
man ein Gemisch, enthaltend eine Öl-Komponente, Wasser und mindestens eine Emulgator-Komponente,
bei einer Temperatur, bei der alle Komponenten des Gemisches in flüssiger Form vorliegen,
emulgiert und die gebildete Emulsion auf eine Temperatur innerhalb oder oberhalb des
Phaseninversions-Temperaturbereichs der Emulsion erhitzt oder das Gemisch bei einer
Temperatur innerhalb oder oberhalb des Phaseninversions-Temperaturbereichs emulgiert,
anschließend die Emulsion auf eine Temperatur unterhalb dieses Temperaturbereichs
abkühlt und gegebenenfalls mit Wasser verdünnt,
dadurch gekennzeichnet, daß man ein Gemisch der folgenden Zusammensetzung zur Emulsionsbildung
einsetzt:
a) 10 bis 60 Gew.-% einer Öl-Komponente,
b) 1 bis 10 Gew.-% einer Emulgator-Komponente, bestehend aus mindestens einem Anlagerungsprodukt
von 2 bis 20 Mol Ethylenoxid an Fettalkohole mit 10 bis 22 C-Atomen,
c) 1 bis 10 Gew.-% eines Korrosionsinhibitors, bestehend aus mindestens einer Carbonsäure
der allgemeinen Formel (I):
R-COOH (I)
wobei R einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten Alkylrest
mit 6 bis 22 C-Atomen oder einen Rest der allgemeinen Formel (II)

mit R¹ = gesättigter, geradkettiger oder verzweigter Alkylrest mit 8 bis 18 C-Atomen,
darstellt
d) 0 bis 10 Gew.-% einer Coemulgator-Komponente, bestehend aus mindestens einem Fettalkohol
mit 12 bis 22 C-Atomen,
e) Rest: Wasser.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Gemisch der folgenden
Zusammensetzung zur Emulsionsbildung einsetzt:
a) 20 bis 50 Gew.-% einer Öl-Komponente,
b) 2 bis 8 Gew.-% einer Emulgator-Komponente,
c) 2 bis 6 Gew.-% eines Korrosionsinhibitors,
d) 0 bis 6 Gew.-% einer Coemulgator-Komponente
e) Rest: Wasser.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch
1 bis 6 Gew.-% der Coemulgator-Komponente d) enthält.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Coemulgator-Komponente
d) mindestens einen Fettalkohol mit 16 bis 18 C-Atomen einsetzt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Öl-Komponente
a) ein Paraffinöl und/oder ein Mineralöl einsetzt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Emulgator-Komponente
b) mindestens ein Anlagerungsprodukt von 4 bis 12 Mol Ethylenoxid an Fettalkohole
mit 12 bis 18 C-Atomen einsetzt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Korrosionsinhibitor
c) mindestens eine Carbonsäure der allgemeinen Formel (I), in der R einen geradkettigen
oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten Alkylrest mit 8 bis 18 C-Atomen oder
einen Rest der allgemeinen Formel (II) mit R¹ = gesättigter, geradkettiger Alkylrest
mit 8 bis 12 C-Atomen darstellt, einsetzt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man die Komponenten
a, b und c im Gewichtsverhältnis a : b : c = 1 : (0,1 bis 0,3) : (0,1 bis 0,3), vorzugsweise
im Gewichtsverhältnis a : b : c = 1 : 0,2 : 0,15, einsetzt.
1. A process for preparing stable low-viscosity O/W rust-inhibiting emulsions, wherein
a mixture containing an oil component, water and at least one emulsifier component
is emulsified at a temperature where all components of the mixture are in the liquid
state and the emulsion formed is heated at a temperature within or above the temperature
range of phase inversion, or the mixture is emulsified at a temperature within or
above the temperature range of phase inversion, followed by cooling the resulting
emulsion to a temperature below said temperature range and optionally by dilution
with water,
characterized in that a mixture having the following composition is employed for the
formation of the emulsion:
a) from 10 to 60% by weight of an oil component,
b) from 1 to 10% by weight of an emulsifier component consisting of at least one addition
product of from 2 to 20 moles of ethylene oxide to fatty alcohols having from 10 to
22 carbon atoms,
c) from 1 to 10% by weight of a corrosion inhibitor consisting of at least one carboxylic
acid having the general formula (I)
R-COOH (I)
wherein
R represents a straight-chain or branched saturated or unsaturated alkyl moiety
comprising from 6 to 22 carbon atoms or a moiety having the general formula (II)

wherein
R¹ represents a saturated straight-chain or branched alkyl moiety comprising from
8 to 18 carbon atoms,
d) from 0 to 10% by weight of co-emulsifier component consisting of at least one fatty
alcohol comprising from 12 to 22 carbon atoms, and
e) water as the balance.
2. The process according to claim 1, characterized in that a mixture is employed for
forming the emulsion which mixture has the composition as follows:
a) from 20 to 50% by weight of an oil component,
b) from 2 to 8% by weight of an emulsifier component,
c) from 2 to 6% by weight of a corrosion inhibitor,
d) from 0 to 6% by weight of a co-emulsifier component, and
e) water as the balance.
3. The process according to anyone of claims 1 and 2, characterized in that the mixture
contains from 1 to 6% by weight of the co-emulsifier component d).
4. The process according to anyone of claims 1 to 3, characterized in that at least one
fatty alcohol having from 16 to 18 carbon atoms is employed as the co-emulsifier component
d).
5. The process according to anyone of claims 1 to 3, characterized in that a paraffin
oil and/or a mineral oil is employed as the oil component a).
6. The process according to anyone of claims 1 to 3, characterized in that at least one
addition product of from 4 to 12 moles of ethylene oxide to fatty alcohols having
from 12 to 18 carbon atoms is employed as the emulsifier component b).
7. The process according to anyone of claims 1 to 3, characterized in that, as the corrosion
inhibitor c), there is employed at least one carboxylic acid having the general formula
(I), wherein R is a straight-chain or branched, saturated or unsaturated alkyl moiety
having from 8 to 18 carbon atoms or a moiety having the general formula (II) wherein
R¹ is a saturated straight-chain alkyl moiety having from 8 to 12 carbon atoms.
8. The process according to anyone of claims 1 to 7, characterized in that the components
a, b and c are employed in a ratio by weight of a:b:c = 1:(0.1 to 0.3):(0.1 to 0.3),
and preferably of a:b:c = 1:0.2:0.15.
1. Procédé de préparation d'émulsions huile dans l'eau (H/E) antirouille, stables et
peu visqueuses, dans lequel on émulsionne un mélange renfermant un composant huileux,
de l'eau et au moins un composant émulsifiant, à une température à laquelle tous les
composants du mélange sont sous forme liquide, on porte l'émulsion formée à une température
se situant à l'intérieur ou au-delà de la plage de températures d'inversion de phase
de l'émulsion ou bien on émulsionne le mélange à une température se situant à l'intérieur
ou au-delà de la plage de températures d'inversion de phase, puis on refroidit l'émulsion
à une température se situant en-deçà de cette plage de températures et on la dilue
éventuellement avec de l'eau, caractérisé en ce que l'on met en oeuvre pour la formation
de l'émulsion un mélange présentant la composition suivante:
a) 10 à 60 % en poids d'un composant huileux,
b) 1 à 10 % en poids d'un composant émulsifiant, constitué d'au moins un produit d'addition
de 2 à 20 moles d'oxyde d'éthylène à des alcools gras comportant 10 à 22 atomes de
C,
c) 1 à 10 % en poids d'un inhibiteur de corrosion, constitué d'au moins un acide carboxylique
de la formule générale (I)
R-COOH (I)
dans laquelle R représente un radical alkyle saturé ou insaturé, à chaîne droite ou
ramifiée, comportant 6 à 22 atomes de C ou un radical de la formule générale (II)

dans laquelle R¹ représente un radical alkyle saturé, à chaîne droite ou ramifiée
comportant 8 à 18 atomes de C
d) 0 à 10 % en poids d'un composant co-émulsifiant, constitué d'au moins un alcool
gras comportant 12 à 22 atomes de C,
e) reste: eau.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on met en oeuvre pour la
formation de l'émulsion un mélange présentant la composition suivante:
a) 20 à 50 % en poids d'un composant huileux,
b) 2 à 8 % d'un poids d'un composant émulsifiant,
c) 2 à 6 % en poids d'un inhibiteur de corrosion,
d) 0 à 6 % en poids d'un composant co-émulsifant
e) reste : eau
3. Procédé selon une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le mélange renferme
1 à 6 % en poids du composant co-émulsifiant d).
4. Procédé selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on met en oeuvre
comme composant co-émulsifiant d) au moins un alcool gras comportant 16 à 18 atomes
de C.
5. Procédé selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on met en oeuvre
comme composant huileux a), une huile de paraffine et/ou une huile minérale.
6. Procédé selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on met en oeuvre
comme composant co-émulsifiant b), au moins un produit d'addition de 4 à 12 moles
d'oxyde d'éthylène à des alcools gras comportant 12 à 18 atomes de C.
7. Procédé selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on met en oeuvre
comme inhibiteur de corrosion c), au moins un acide carboxylique de la formule générale
(I), dans laquelle R représente un radical alkyle saturé ou insaturé, à chaîne droite
ou ramifiée, comportant 8 à 18 atomes de C ou un radical de la formule générale (II)
dans laquelle R¹ correspond à un radical alkyle saturé, à chaîne droite, comportant
8 à 12 atomes de C.
8. Procédé selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'on met en oeuvre
les composants a, b et c en rapport pondéral a : b : c = 1 : (0,1 à 0,3) : (0,1 à
0,3), de préférence en rapport pondéral a : b : c = 1 : 0,2 : 0,15.