[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schachtel mit einem Klappdeckel gemäss Oberbegriff
des Anspruchs 1. Eine derartige Schachtel ist bekannt aus der CH-A-534 616. Diese
Schachtel hat sich sehr gut bewährt, hat aber doch gewisse Nachteile. So ist beispielsweise
die Stellung des geöffneten Klappdeckels nicht eindeutig bestimmt. Bei offenem Deckel
entsteht eine sehr grosse Ausgussöffnung, die dem ganzen Querschnitt des Schachtelkörpers
entspricht, so dass eine Dosierung bei der Entnahme des Schachtelinhaltes erschwert
ist. Der geschlossene Klappdeckel liegt ganz an der Schachtelaussenseite und kann
daher unbeabsichtigt geöffnet werden.
[0002] Ziel vorliegender Erfindung ist es, mit einer ganz anderen Konzeption der Schachtel
mit Klappdeckel, die genannten Nachteile zu vermeiden bzw. andere Vorteile zu erzielen.
Die Lösung der gestellten Aufgabe ist im Kennzeichen des Anspruchs 1 umschrieben.
Der geschlossene Klappdeckel liegt somit abgesehen von seinem Deckteil ganz im Inneren
der Schachtel, so dass ein unbeabsichtigtes Oeffnen praktisch ausgeschlossen ist.
Die Offenstellung des Deckels kann in gewissen Grenzen so gewählt werden, dass eine
auf den Schachtelinhalt abgestimmte Ausgussöffnung entsteht.
[0003] Die Erfindung betrifft auch einen Zuschnitt gemäss Anspruch 7, zur Herstellung der
erfindungsgemässen Schachtel.
[0004] Anhand der Zeichnung werden nun zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen
Schachtel und des Zuschnitts zu deren Herstellung näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt den Zuschnitt zur Herstellung der ersten Ausführungsform der Schachtel,
- Fig. 2
- zeigt einen Schnitt durch die Schachtel bei geöffneten Klappdeckel,
- Fig. 3
- zeigt einen Schnitt durch die Schachtel bei geschlossenem Klappdeckel,
- Fig. 4
- zeigt einen Schnitt nach Linie IV-IV in Fig. 2 und die
- Fig. 5 und 6
- zeigen eine zweite Ausführungsform des Zuschnitts bzw. der Schachtel.
[0005] Die Schachtel nach Fig. 1-4, weist einen Schachtelmantel rechteckigen Querschnitts
auf, der aus je zwei schmalen Mantelteilen 1 und 2, und zwei breiten Mantelteilen
3 und 4 besteht. Durch Verkleben des Mantelteils 2 mit einem Verbindungslappen 5 entsteht
der geschlossene Schachtelmantel gemäss Figuren 2 und 3. An die Mantelteile 1 bis
4 schliessen Bodenlappen 6 bis 9 an, welche in bekannter Weise zu einem Boden verklebt
sind. Soweit entspricht der Schachtelkörper mit dem Mantel und Boden herkömmlichen
Schachtelkörpern.
[0006] An der Aussenseite des Verbindungslappens 5 schliesst über eine Faltlinie 10 eine
Klappe 11 an, die bei der erstellten Schachtel frei beweglich innen am breiten Mantelteil
4 liegt, wie die Figuren 2 bis 4 zeigen. Durch eine Schnittlinie 12 in der Faltlinie
10 bzw. gegenüber derselben etwas nach aussen versetzt, ist zugleich die Elastizität
dieser Faltlinie bestimmt und durch den Vorsprung 13 des Verbindungslappens 5, die
Lage dieses Lappens bzw. der Klappe 11 im Schachtelmantel eindeutig bestimmt.
[0007] Am schmalen Mantelteil 1 schliesst über eine Faltlinie 14 ein etwa rechteckiger Deckteil
15 des Klappdeckels an, der gemäss Figuren 2 und 3 um diese Faltlinie verschwenkt
werden kann. Auf der einen Seite schliesst an den Deckteil 15 über eine Faltlinie
16 ein segmentförmiger Seitenteil 17 an, der bei montierter Schachtel bei jeder Stellung
des Klappdeckels an der Innenseite des Mantelteils 3 ins Schachtelinnere greift, wie
insbesondere Figur 4 zeigt. An der gebenüberliegenden Seite des Deckteils 15 schliesst
über eine Faltlinie 18 ein segmentförmiger Seitenteil 19 an. Er ist über zwei Faltlinien
20 und 21 bzw. einen dazwischen gebildeten Rasthebel 22, mit einem dreieckigen Teil
23 verbunden, welcher seinerseits über eine Faltlinie 24 mit dem breiten Mantelteil
4 verbunden ist. Zwischen dem Seitenteil 19 und dem Materialdreieck 23 liegt eine
Schnittlinie 25 bzw. ein Ausschnitt 26, derart, dass die Teile 19 und 23 nur über
den Rasthebel 22 miteinander verbunden sind.
[0008] Bei der montierten Schachtel greifen die Seitenteile 17 und 19 ins Schachtelinnere,
wobei der Seitenteil 19, der Rasthebel oder Kniehebel 22 und der dreieckige Teil 23
zwischen der Klappe 11 und der breiten Mantelseite 4 liegen. Bei geöffnetem Deckel
gemäss Figuren 2 und 4, ist der Rasthebel oder Kniehebel 22 gemäss Figur 4 gegenüber
der Faltlinie 21 leicht nach innen geneigt, aufwärts gerichtet und hält den Deckel
in der Offenlage gemäss Figuren 2 und 4. Der elastische Druck zwischen der Klappe
11 und dem Mantelteil 4, der auch noch unterstützt sein kann durch den Druck des nicht
dargestellten Schachtelinhalts, hält den Mechanismus in dieser Stellung, womit die
Offenstellung des Deckels und damit auch die Ausgussöffnung eindeutig bestimmt ist.
Zum Schliessen drückt man auf den Klappdeckel, womit über den Seitenteil 19 der Rasthebel
22 um die Faltlinien 20 und 21 nach unten verschwenkt wird, wobei der Mantelteil 4
und die Klappe 11 elastisch gespreizt werden, und dann durch ihre Elastizität den
Rasthebel 22 in seiner nach unten geschwenkten Position und damit den Klappdeckel
in seiner Schliesslage gemäss Figur 3 halten.
[0009] Die Fig. 5 und 6 zeigen die zweite Ausführungsform des Zuschnitts bzw. der Schachtel.
In diesen Figuren sind entsprechende Teile gleich bezeichnet wie in den Fig. 1 bis
4 und werden nicht mehr erläutert. Der freie Rand des Seitensteils 17' des Deckels
ist zurückversetzt um Platz zu schaffen für einen mit dem Mantelteil 3 über eine Aufreisslinie
27 verbundenen Aufreissstreifen 28 mit dem über eine perforierte Linie ein Klebstreifen
30 verbunden ist. Das über den Klebstreifen 30 vorstehende freie Ende 28' des Aufreissstreifens
ist durch eine Schnittlinie 31 vom Mantelteil 3 getrennt.
[0010] Bei geschlossener Schachtel gemäss Fig. 6 ist der Klebstreifen 30 auf den Deckteil
15 geklebt, womit der Deckel über den Aufreissstreifen 28 und die Aufreisslinie 27
mit dem Mantelteil 3 verbunden und damit in geschlossener Lage gesichert ist. Zugleich
ist ein Garantieverschluss erzielt, d.h. solange der Aufreissstreifen 28 vorhanden
und mit dem Mantelteil 3 verbunden ist, besteht Gewähr dafür, dass die Schachtel noch
nicht geöffnet worden ist. Zum Oeffnen der Schachtel wird der Aufreissstreifen an
seinem freien Ende 28' erfasst und längs der Linien 27 und 29 abgerissen. Damit wird
der Deckel frei und kann aufgeklappt werden.
1. Schachtel mit einem Klappdeckel der um eine Kante (14) des Schachtelkörpers schwenkbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Klappdeckel einen Deckteil (15) aufweist, der
bei geschlossenem Deckel die Deckseite der Schachtel bildet, dass der Deckel in den
Schachtelkörper (1-9) eingreifende Seitenteile (17,19) aufweist, und dass einer der
Seitenteile (19) mit einem Rast-Mechanismus (11,22) zur Bestimmung der Offen- und
Schliesslage des Klappdeckels verbunden ist.
2. Schachtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckteil (15) bei geschlossenem
Klappdeckel in der Ebene der Oeffnungskanten (14,24) des Schachtelkörpers (1-9) liegt.
3. Schachtel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rast-Mechanismus
(11,22) an einer Flach- bzw. Breitseite (4) des Schachtelkörpers (1-9) angeordnet
ist.
4. Schachtel nach einem der Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Rast-Mechanismus
einen Rasthebel (22) aufweist, der in zwei Lagen flach zwischen elastisch spreizbaren
Schachtelteilen (4,11) liegt.
5. Schachtel nach Anspruch 4, deren Mantel (1-4) an einer Seite mittels eines innenliegenden,
geklebten Verbindungslappens (5) geschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass am
Verbindungslappen (5) eine an der benachbarten Mantelseite (4) freibeweglich anliegende
Klappe (11) anschliesst, zwischen welcher Klappe (11) und der benachbarten Mantelseite
(4) der Rasthebel (22) liegt.
6. Schachtel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schachtelmantel (1-4)
an einer Stirn- bzw. Schmalseite (2) verklebt ist, und dass die Klappe (11) an einer
benachbarten Breit- bzw. Flachseite (4) des Schachtelmantels liegt.
7. Schachtel nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Aufreissstreifen
(28) vorgesehen ist, der über aufreissbare Linien (27,29) einerseits mit einem Mantelteil
(3) und andererseits mit einem mit dem Deckel verklebten Klebstreifen (30) verbunden
ist.
8. Einteiliger Zuschnitt zur Herstellung der Schachtel nach Anspruch 1, mit vier Mantelteilen
(1-4) zur Bildung eines Schachtelmantels, Bodenlappen (6-9) zur Bildung eines Bodens
und Teilen (15-19) zur Bildung eines Klappdeckels, dadurch gekennzeichnet, dass an
einen Mantelteil (1) über eine Faltlinie (14) ein Deckteil (15) anschliesst, an welchen
über Faltlinien (16,18) beidseitig Seitenteile (17 bzw. 19) anschliessen, von welchen
der eine über einen faltbaren Rasthebel (22) mit einem weiteren Mantelteil (4) verbunden
ist.
9. Zuschnitt nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenteile (17,19) segmentförmig
sind.
10. Zuschnitt nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Rasthebel (22)
am Aussenrand des einen Seitenteils (19) liegt und durch einen Ausschnitt (26) und/oder
eine Schnittlinie (25) innerhalb desselben frei beweglich gemacht ist.
11. Zuschnitt nach einem der Ansprüche 8 - 10, mit einem an einen Mantelteil (3) ausschliessenden
Verbindunglappen (5), an welchen gegenüber dem Mantelteil (3) längs einer Faltlinie
(10) eine Klappe (11) ausschliesst.
12. Zuschnitt nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Elastizität der Faltlinie
(10) zwischen der Klappe (11) und dem Verbindungslappen (5) durch mindestens einen
Schnitt (12) in der Faltlinie (10) bestimmt ist.