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EP 0 496 178 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.07.1994 Patentblatt 1994/30 |
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Anmeldetag: 25.11.1991 |
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Verfahren zum nähen von Stichmustergruppen auf einer Zick-Zack-Nähmaschine
Method for sewing groups of stitching patterns in a zigzag sewing machine
Procédé pour coudre des groupes de motifs de points de couture sur une machine à coudre
zigzag
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
24.01.1991 CH 202/91
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.07.1992 Patentblatt 1992/31 |
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Patentinhaber: FRITZ GEGAUF AG
BERNINA-NÄHMASCHINENFABRIK |
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CH-8266 Steckborn (CH) |
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Erfinder: |
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- Nufer, Karl
CH-8266 Steckborn (CH)
- Reber, Lorenz
W-7766 Gaienhofen (DE)
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Vertreter: Gachnang, Hans Rudolf |
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Badstrasse 5
Postfach 323 8501 Frauenfeld 8501 Frauenfeld (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
CH-A- 226 215 DE-A- 3 234 864 FR-A- 2 405 321 US-A- 4 466 370
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DE-A- 2 943 404 DE-A- 3 235 078 US-A- 4 428 311
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Nähen von Stichmustergruppen
auf einer Zick-Zack-Nähmaschine gemäss Oberbegriff des Patentanspruches 1. Gegenstand
der Erfindung ist weiter eine nach dem Verfahren hergestellte Stichmustergruppe.
[0002] Aus der deutschen Patentschrift 32 34 864 ist ein Verfahren zum Nähen von aufeinanderfolgenden
Nähmustern bestimmter Musterlänge mit einer Zick-Zack-Nähmaschine bekannt. Mit diesem
Verfahren ist es möglich, im Bereich eines durch die Musterlänge bestimmten, im wesentlichen
quadratischen Feldes innerhalb des Ueberstichbreitenbereiches ein aus mehreren Einzelteilen
gebildetes Nähmuster mit diagonal verlaufenden Verbindungsfäden zu nähen, welches
Nähmuster eine Breite aufweist, welche einen Bruchteil eines Ueberstichbreitenbereiches
beträgt. Der Endstich des Nähmusters bildet den Anfangsstich des Folgemusters, welches
neben, unter oder diagonal zum vorhergehenden Muster angeordnet werden kann. Mindestens
der letzte Einstich eines Musters ist dabei über die gesamte Diagonalstrecke des Musters
gesetzt. Durch entsprechendes Kombinieren und Aneinanderfügen von verschiedenen Grundmustern
sind bordürenartige Kreuzstichmuster herstellbar.
Haushaltnähmaschinen erreichen Ueberstichbreiten zwischen 5,5 und 8 mm je nach dem
in der Maschine verwendeten Greifersystem. Selbst wenn von einer maximalen Ueberstichbreite
von 8 mm ausgegangen wird, sind in Zweierreihen nur Einzelmuster von maximal 4 mm,
in Dreierreihen sogar nur von maximal 2,7 mm Feldgrösse herstellbar. Wenn folglich
die Seitenlänge eines quadratischen Feldes nur einem Bruchteil der maximalen Ueberstichbreite
der Maschine entspricht, ist die erzielte Mustergrösse für viele Anwendungsfälle ungenügend.
Gemäss den aus der deutschen Patentschrift 32 34 864 bekannten Verfahren sind für
die verschiedenen Grundmuster unterschiedliche Stichfolgen innerhalb der Muster erforderlich,
damit der Einstich des zuletzt genähten Musters, welcher den Anfangsstich für das
nächste Muster bildet, in jeder beliebigen Ecke des quadratischen Feldes gesetzt werden
kann. Diese Grundbedingung muss auf jeden Fall erfüllt sein, damit die verschiedenen
Grundmuster überhaupt beliebig miteinander kombiniert werden können, um das gewünschte
Gesamtmuster zu erzielen. Die Stichfolgen, welche zum beliebigen Setzen des Endstiches
in den Ecken der Grundmuster (Kreuzstich) erforderlich sind, bedingen bis zu drei
Zwischenstiche im Kreuzungspunkt der Diagonalen im geometrischen Mittelpunkt des quadratischen
Feldes, das durch den Kreuzstich dargestellt wird. Durch diese Zwischenstiche wird
der diagonale Fadenverlauf innerhalb des Kreuzstiches unterbrochen und je grösser
die erforderliche Zahl von Zwischenstichen ist, desto kleiner wird die Zahl der ununterbrochen
über die gesamte Diagonale des quadratischen Feldes verlaufenden Fäden. Die ungleiche
Zahl von Diagonalfäden und von Zwischenstichen in den einzelnen Grundmustern ergibt
ein uneinheitliches Aussehen der verschiedenen Kreuzstiche innerhalb der Musterkombinationen.
Das uneinheitliche Aussehen wird umso deutlicher sichtbar, je grösser das quadratische
Feld für die Einzelmuster gewählt wird.
[0003] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen.
Die Erfindung, wie sie im Patentanspruch 1 gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, ein
Verfahren zum Nähen von Stichmustergruppen auf Zick-Zack-Nähmaschinen zu schaffen,
mit welchen Kreuzstichmuster hergestellt werden können, welche aus Stichlängen bestehen,
die die maximale Ueberstichbreite der Maschine aufweisen.
[0004] Durch aufeinanderfolgendes Nähen jeweils nur von einem der beiden je ein Kreuzstich
bildenden Schenkel oder Fadenabschnitte kann eine ganze Mustergruppe erzeugt werden,
bei der jeweils nur beim ersten oder beim letzten Einzelmuster (Kreuz) ein Zwischenstich
im Kreuzpunkt der Diagonalen notwendig wird, wenn senkrecht zu den zickzackförmig
verlaufenden ersten Kreuzschenkeln die zweiten Kreuzschenkel genäht werden.
[0005] Anhand illustrierter Ausführungsbeispiele wird das erfindungsgemässe Verfahren näher
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- zwei in bekannter Weise hergestellte Kreuzstiche von halber Ueberstichbreite,
- Figur 2
- einen weiteren in bekannter Weise erzeugten Kreuzstich,
- Figur 3
- eine aus zwei gegenläufigen Zick-Zack-Nähten gebildete Stichmustergruppe, deren Einzelnähte
aus je gleich vielen deckungsgleich, aber wechselweise in entgegengesetzter Vorschubrichtung
genähten Zickzackstichen bestehen,
- Figur 4
- eine Stichmustergruppe mit zwei Kreuzstichen,
- Figur 5
- ein Kreuzstichmuster bestehend aus acht zusammengesetzten Stichmustergruppen,
- Figuren 6,7,8 und 9
- je ein weiteres Kreuzstichmuster.
[0006] In den Figuren 1 und 2, welche den Stand der Technik gemäss der deutschen Patentschrift
32 34 864 darstellen, ist mit B der maximale Ueberstichbreitenbereich (kurz Ueberstichbreite),
innerhalb dem die Nadel einer Nähmaschine einen Stich bildet, d.h. in das Nähgut einstechen
kann, und mit T die in Abhängigkeit von der Breite des Einzelmusters genähte Musterlänge
bezeichnet. Die Musterlänge T in Figur 2 entspricht dabei der maximalen Vorschublänge
des Nähguttransporteurs. Die beiden Nähmuster M1 und M2 sind aus einer Zweiteilung
des Ueberstichbreitenbereiches B aufgebaut, in der die Breite des kleinsten Einzelmusters
M1 und M2 damit höchstens gleich der Hälfte des Ueberstichbreitenbereiches B ist.
Das um 45° gedrehte Nähmuster M3, dessen über die ganze Musterlänge bzw. -breite verlaufenden
Fäden die gleiche Länge aufweisen wie die Diagonalfäden der Muster M1 und M2, dient
zum Herstellen von Verbindungsreihen zwischen zusammengesetzten Musterreihen. Die
erwähnte Fadenlänge entspricht der maximalen Vorschublänge des Transporteurs.
Die neutrale Stellung N der Nadel liegt in der Mitte des Ueberstichbreitenbereiches
B. Zur Erzeugung des Musters M1 wird, beginnend in der neutralen Stellung an der Stelle
A (Anfang) die Stichfolge 0 bis 6 gesetzt, wobei "0" den Anfangsstich und "6" den
Endstich E darstellt. Durch entsprechendes Auslenken der Nadel nach rechts und nach
links und Vor-bzw. Rückschieben des Nähgutes mit dem Transporteur werden die Fadenabschnitte
f gesetzt. Die ersten beiden Fadenabschnitte f zwischen den Einstichen 0 und 1 erstrecken
sich diagonal über die Hälfte des maximalen Ueberstichbereiches B; der dritte und
vierte Fadenabschnitt vom Einstich 2 zum Einstich 3 bzw. vom Einstich 3 zum Einstich
4 erstrecken sich noch über einen Viertel des maximalen Ueberstichbreitenbereiches
B, um über den Kreuzungspunkt beim Einstich 3 zum Einstich 4 auf dem zweiten Schenkel
bzw. Fadenabschnitt des Kreuzes in Muster M1 zu gelangen. Nach Fertigstellung des
ersten Fadenkreuzes (Muster M1) kann durch Bilden eines an den Endpunkt E anschliessenden,
in einem rechten Winkel liegenden weiteren Fadenabschnittes zwischen den Einstichen
6 und 12 das nächste Fadenkreuz (Muster M2) gebildet werden. Dieses Kreuz weist, im
Gegensatz zum Fadenkreuz in M1, zwei Einstiche im Kreuzungspunkt der Diagonalen auf
und enthält nur zwei über die ganzen Diagonalen verlaufende Fäden, während vier Fäden
jeweils nur über die halben Diagonalen verlaufen. Die Bildung des mit vertikalen,
bzw. horizontal liegenden Fadenabschnitten versehenen Musters M3 gemäss Figur 2 erfolgt
in ähnlicher Weise. Die Stichfolge ist wiederum, beginnend bei A mit den Bezugszeichen
0-9 dargestellt und endet beim Endeinstich E. Aus der Figur 2 ist deutlich ersichtlich,
dass für die Erzeugung des Musters M3 drei Einstiche im Kreuzungsbereich notwendig
sind.
[0007] Erfindungsgemäss wird, wie in Figur 3 gezeigt, vorerst eine erste mehrfädige Zick-Zack-Naht
mit gerader Fadenzahl und einer Stichlänge, welche der eingestellten Stichbreite entspricht,
genäht, wobei wechselweise mindestens zwei Zick-Zack-Stiche in einer ersten Vorschubrichtung
und gleich viele Zick-Zack-Stiche deckungsgleich in einer zweiten, der ersten entgegengesetzten
Vorschubrichtung genäht werden. Der erste und der letzte Stich des mindestens zweifädigen
Nahtabschnittes fallen zusammen. Im einzelnen: Beginnend mit dem Einstich 1 auf der
linken Seite des den Stichbreitenbereich bildenden Feldes folgen in der Vorschubrichtung
V die Einstiche 2,3,4. Darnach wird die Vorschubrichtung umgekehrt, und es folgen
die Stiche 5,6,7. Damit die diagonal verlaufenden Fäden der zweiten, über der ersten
liegenden Zick-Zack-Naht genäht werden können, muss ein Zwischenstich Z8 in der Mitte
des ersten Fadenabschnittes zwischen den Einstichen 1 und 2 gesetzt werden. Darnach
erfolgen die Stiche 9 (= Anfangsstich der oberen deckenden Zick-Zack-Naht),10,11,12
in der Vorschubrichtung V. Durch Umkehren der Vorschubrichtung des Transporteurs werden
anschliessend die Stiche 13,14,15 gesetzt, die deckungsgleich sind mit den zu Beginn
der zweiten Zick-Zack-Naht gesetzten Stichen. Mit dem Einstich 15 sind drei Kreuzstiche
fertiggestellt.
Damit nun anschliessend an das Ende dieses ersten Kreuzstichmusters ein weiteres angehängt
werden kann, werden zusätzlich die deckungsgleichen Stiche 16,17 und 18 bis zum Musterende
gesetzt. Hierauf wird die Maschine vorzugsweise mit abgesenkter Nadel stillgesetzt.
Wird der Musteranfang auf die rechte Seite des Stichfeldes verlegt und die Zick-Zack-Naht
mit ungerader Fadenzahl zuerst genäht, erfolgt der Zwischenstich Z im Kreuzungspunkt
des letzten Kreuzstichs und der letzte Stich 19 des Musters liegt ebenfalls auf der
rechten Seite des Stichfeldes. Im Beispiel gemäss Figur 4 besteht jede Zick-Zack-Naht
jeweils nur aus zwei rechtwinklig verlaufenden Stichen, wodurch zwei Kreuzstiche erzeugt
werden. Selbstverständlich kann auch eine grössere Zahl als drei aneinander gereihter
Kreuzstiche erzeugt werden. Auch ist es möglich, an Stelle von zwei- und dreifädigen
Fadenabschnitten solche mit einer grösseren Anzahl Fäden durch weitere über den bereits
vorhandenen Zick-Zack-Nähten liegenden Nähte zu erzeugen. Es ist auch möglich, die
Fadenabschnitte in umgekehrter Richtung und Reihenfolge zu nähen.
[0008] Ferner ist es möglich, Stichmustergruppen zu nähen, deren einzelne Kreuzstichmuster
nicht die gleiche Stichlänge und -breite aufweisen und die somit nicht in einem quadratischen
Feld liegen. Die Einzelmuster können innerhalb der maximalen Stichlänge und -breite
beliebig verändert werden, so dass beispielsweise deren Breite grösser ist als die
Länge oder umgekehrt. Dementsprechend ändern sich auch die Abmessungen der Stichmustergruppe.
Vorzugsweise besteht die mehrfädige Zick-Zack-Naht mit gerader Faderzahl aus zwei
oder vier deckungsgleich genähten Zick-Zack-Nähten, während die mehrfädige Zick-Zack-Naht
mit ungerader Fadenzahl aus drei oder fünf deckungsgleich genähten Zick-Zack-Nähten
besteht. Obwohl die ungleiche Fadenzahl kaum sichtbar ist und das Aussehen des Kreuzstichmusters
nicht beeinträchtigt, ist es von Vorteil, wenn die Zick-Zack-Naht mit der grösseren
Fadenzahl zuletzt genäht wird, weil sie den zur Erzielung einer gegenläufigen Zick-Zack-Naht
erforderlichen Zwischenstich Z vollständig unsichtbar macht.
Anfangs- und Endstich der Stichmustergruppe (Grundstichmustergruppe) liegen bei Gruppen
mit ungerader Zahl von Einzelmustern in Vorschubrichtung entgegengesetzt, jedoch auf
der gleichen Seite des Stichfeldes, während diese Stiche bei Gruppen mit gerader Zahl
von Einzelmustern auch auf entgegengesetzten Seiten des Stichfeldes liegen.
[0009] Durch Kombinieren von Stichmustergruppen mit unterschiedlicher Zahl von Einzelmustern,
links oder rechts des Stichfeldes gesetztem Anfangsstich und/oder Verändern der Stichlänge
und -breite kann eine Vielzahl von flächendeckenden, ornamentalen oder bildhaften
Kreuzstichmustern hergestellt werden.
[0010] Anhand der Figuren 5,6 und 7 werden beispielsweise drei mögliche Mustergruppenkombinationen
erläutert, welche aus Stichmustergruppen gemäss der Figur 3 zusammengesetzt sind.
Zur Verdeutlichung werden die Anfangs- und Endstiche der beiden Stichmustergruppen
mit Punkten versehen und den Buchstaben A,B,C und D bzw. E,F,G und H bezeichnet.
In Figur 5 wird beispielsweise beginnend mit A1 eine erste Dreiergruppe A1 bis D1
genäht. Daran schliesst eine zweite spiegelbildlich genähte Dreiergruppe an, deren
erster Stich A2 mit dem letzten Stich D1 zusammenfällt und aus den Stichen A2 bis
D2 besteht. Daran schliesst eine weitere, der ersten entsprechende Stichmustergruppe
mit Indizes 3 an, bei welcher der Musteranfang A3 mit dem Musterende D2 zusammenfällt.
Das Musterende D3 bildet den Anfang A4 für eine Stichmustergruppe mit Indizes 4, welche
rechtwinklig zu den ersten drei Stichmustergruppen angeordnet und wiederum spiegelbildlich
genäht ist. Anschliessend werden die übrigen Stichmustergruppen mit den Indizes 5,6,7
und 8 genäht, welche punktsymmetrisch zu den ersten vier Stichmustergruppen mit den
Indizes 1 bis 4 liegen.
Die Erzeugung der Mustergruppenkombinationen kann selbstverständlich auch in umgekehrter
Richtung (Uhrzeigersinn) erfolgen.
[0011] Die Figuren 8 und 9 zeigen Stichmustergrupperkombinationen, die aus Stichmustergruppen
mit unterschiedlicher Anzahl von Kreuzenzusammengesetzt sind.
Auch die Stichmustergruppen mit unterschiedlicher Zahl von aneinandergereihten Kreuzstichen
werden in der Elektronik der Maschine durch die Bedienungsperson gespeichert. Diese
gespeicherten Daten sind in beliebigen Kombinationen abrufbar und werden dann von
der Maschine selbsttätig genäht. Vorzugsweise verharrt die Nadel nach Beendigung einer
Stichmustergruppe eingestochen im Nähgut, damit dieses, falls erwünscht, vor Beginn
des automatischen Nähens der nächsten Stichmustergruppe entsprechend gedreht werden
kann. Der Start der Maschine für das Nähen der folgenden Stichmustergruppe erfolgt
durch erneutes Betätigen des Anlassers der Nähmaschine.
1. Verfahren zum Nähen von Stichmustergruppen auf einer Zick-Zack-Nähmaschine, dadurch
gekennzeichnet, dass bei der Erzeugung jeder aus mindestens zwei Kreuzstichmustern
bestehenden Gruppe zuerst eine erste Zick-Zack-Naht erzeugt und darnach eine zweite,
zur ersten spiegelbildlich verlaufende Zick-Zack-Naht über die erste genäht wird,
welche zweite Naht nach dem Setzen eines Zwischenstiches (Z) in der Mitte des ersten
oder des letzten Schenkels der ersten Naht beginnt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Zickzack-Naht aus
mindestens zwei mehrfädigen Zick-Zack-Stichen besteht, welche wechselweise in einer
ersten Vorschubrichtung (V) und deckungsgleich in einer zweiten, der ersten entgegengesetzt
verlaufenden Vorschubrichtung genäht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die nach dem Setzen eines
Zwischenstiches (Z) erstellte zweite Zick-Zack-Naht, welche gegenläufig zur ersten
über dieser verläuft, wiederum aus mindestens zwei mehrfädigen Zickzackstichen besteht,
welche wechselweise in einer ersten Vorschubrichtung (V) und deckungsgleich in einer
zweiten, der ersten entgegengesetzten Vorschubrichtung genäht werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste
Zick-Zack-Naht mindestens zwei und die zweite Zick-Zack-Naht mindestens drei übereinanderliegende
Fäden aufweist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Nähmaschine
nach Beendigung der ersten Zick-Zack-Naht mit einer geraden Anzahl von Fäden und einer
spiegelsymmetrischen Zick-Zack-Naht mit ungerader Fadenzahl mit eingestochener Nadel
stillgesetzt wird und erst durch erneutes Betätigen des Anlassers der Maschine zum
Nähen einer weiteren Stichmustergruppe in Bewegung setzbar ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienungsperson
vor Beginn der Arbeit die Fadenzahl jeder der beiden Zick-Zack-Nähte und die Grösse
des Stichfeldes (Stichlänge und -breite) für ein einzelnes Kreuzstichmuster festlegt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass verschiedene
Grund-Stichmustergruppen mit unterschiedlicher Zahl von aneinandergereihten Kreuzstichen
in der Maschine speicherbar und in beliebigen Kombinationen abrufbar und modiftzierbar
sind.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Nähen der sich kreuzenden
Zick-Zack-Nähte durch die Maschine automatisch gesteuert ist, wobei die Nadel nach
Beendigung jeder Stichmustergruppe so lange stillgesetzt bleibt, bis die Bedienungsperson
nach Festlegung des Nähbereichs für die nächste Stichmustergruppe den Anlasser erneut
betätigt.
1. Method of sewing groups of stitching patterns on a zig-zag sewing machine, characterised
in that, upon the production of each group comprising at least two cross-stitch patterns,
a first zig-zag seam is initially produced and then a second zig-zag seam, which extends
in a mirror-image manner relative to the first seam, is sewn over the first seam,
which second seam begins after an intermediate stitch (Z) has been placed in the centre
of the first or last web of the first seam.
2. Method according to claim 1, characterised in that the first zig-zag seam comprises
at least two multiply-threaded zig-zag stitches which are sewn alternately in a first
feed direction (V) and congruently in a second feed direction, which extends in the
opposite direction to the first feed direction.
3. Method according to claim 2, characterised in that the second zig-zag seam, which
is produced after the placement of an intermediate stitch (Z) and extends above the
first seam in the opposite direction to that of the first seam, in turn comprises
at least two multiply-threaded zig-zag stitches which are sewn alternately in a first
feed direction (V) and congruently in a second feed direction, which extends in the
opposite direction to the first feed direction.
4. Method according to one of claims 1 or 2, characterised in that the first zig-zag
seam has at least two threads which lie one above the other, and the second zig-zag
seam has at least three threads which lie one above the other.
5. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that the sewing machine
is stopped by an inserted needle after the first zig-zag seam has been terminated
with an even number of threads and after a mirror-symmetrical zig-zag seam has been
terminated with an uneven number of threads, and it can only be set in motion by a
fresh actuation of the starter of the machine for sewing an additional group of stitching
patterns.
6. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that, before the work is
commenced, the operator determines the number of threads for each of the two zig-zag
seams and the size of the area of stitches (stitch length and width) for a single
cross-stitch pattern.
7. Method according to one of claims 1 to 6, characterised in that various basic groups
of stitching patterns with a different number of successive cross-stitches adjacent
one another are storable in the machine and can be recalled and modified in any combinations.
8. Method according to claim 7, characterised in that the sewing of the intersecting
zig-zag seams is automatically controlled by the machine, the needle remaining stationary,
after the termination of each group of stitching patterns, until the operator re-actuates
the starter after the sewing area for the next group of stitching patterns has been
determined.
1. Procédé destiné à coudre des séries de motifs de points sur une machine à coudre à
point zig-zag, caractérisé en ce que, lors de la réalisation de chacune des séries
consistant au moins en deux motifs de points de croix, il est d'abord effectué une
première couture en zig-zag, et en ce qu'il est ensuite cousu une deuxième couture
en zig-zag par dessus la couture effectuée en premier lieu, s'étendant symétriquement
à la première, cette deuxième couture commençant après qu'un point intermédiaire (Z)
a été exécuté au milieu du premier ou du dernier côté de la première couture.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la première couture en zig-zag
est constituée d'au moins deux points zig-zag à plusieurs fils, qui sont cousus alternativement
dans un premier sens d'avance (V), et de façon coïncidente dans un deuxième sens d'avance
contraire au premier.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que la deuxième couture en zig-zag
réalisée après qu'un point intermédiaire (Z) a été effectué, qui s'étend dans le sens
opposé à la première et au-dessus de celle-ci, est à nouveau constituée d'au moins
deux points zigzag à plusieurs fils qui sont alternativement cousus dans un premier
sens d'avance (V) et de manière coïncidente dans un deuxième sens d'avance opposé
au premier.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la première couture
en zig-zag comporte au moins deux et la deuxième couture en zig-zag au moins trois
fils superposés.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, après
la finition de la première couture en zig-zag avec un nombre pair de fils et d'une
couture en zig-zag symétrique avec un nombre impair de fils, la machine à coudre est
arrêtée avec l'aiguille piquée et qu'elle ne peut être remise en marche pour coudre
une autre série de motifs de points qu'en actionnant à nouveau le démarreur de la
machine.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que, avant
le début du travail, l'opérateur détermine le nombre de fils de chacune des deux coutures
en zig-zag et la taille du champ de points (longueur et largeur des points) pour un
motif individuel de points de croix.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que plusieurs
séries de motifs de points de base, avec un nombre différent de points de croix alignés
les uns à côté des autres peuvent être mémorisées dans la machine, et appelées dans
toutes les combinaisons voulues et modifiées.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que les coutures en zig-zag se
croisant sont automatiquement cousues et commandées par la machine, étant précisé
qu'à la fin de chaque série de motifs de points, l'aiguille est arrêtée jusqu'à ce
que l'opérateur actionne de nouveau le démarreur après avoir déterminé la zone de
couture pour la série de motifs de points suivante.

