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EP 0 497 123 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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05.08.1992 Patentblatt 1992/32 |
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Anmeldetag: 11.01.1992 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E04H 3/24 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES IT LI |
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Priorität: |
30.01.1991 AT 195/91
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Anmelder: WAAGNER-BIRO AKTIENGESELLSCHAFT |
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A-1221 Wien (AT) |
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Erfinder: |
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- Toth, Franz
A-1220 Wien (AT)
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Vertreter: Wallner, Gerhard, Dipl.-Ing. |
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c/o Waagner-Biro Aktiengesellschaft
Patentabteilung
Stadlauer-Strasse 54
Postfach 11 A-1221 Wien A-1221 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
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Schwenkgelenk für neigbare Gedecke |
(57) Das Schwenkgelenk für neigbare Gedecke wird durch zwei Drehbolzen (3,3',4,4') ersetzt,
die in geraden oder gebogenen Schlitzen (1,2) gelagert sind, die zueinander eine Neigung
aufweisen.
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Schwenkgelenk für Gedecke wie Fußböden, die gegenüber
einer Stützkonstruktion neigbar sind, welches im wesentlichen aus zwei relativ zueinander
bewegbaren Bauteilen besteht, wobei der Drehpunkt der beiden Bauteile vom Rand des
Gedeckes entfernt angeordnet ist.
[0002] Derartige Gelenke sind bekannt und weisen den Nachteil auf, daß bei einer Drehung
des Gelenkes bzw. bei einer Verschwenkung des Gedeckes die äußere Kante des Gedeckes
in der Nähe des Drehpunktes schon bei einer geringfügigen Drehung gegenüber dem ursprünglichen
ungedrehten Gedeck vorspringt und somit über den Systembereich hinausragt. Zum Beispiel,
wenn ein Gelenk 300 mm horizontal von der Systemkante entfernt und ca. 60 mm unter
der Oberfläche liegt, so springt die Kante beim Verschwenken um ca. 11⁰ um ca. 10,5
mm (über das System) vor.
[0003] Da der theoretische Spalt zwischen zwei Podien bzw. einem Podium und dem "Festland"
um ca. 10 mm beträgt, ist beim Verschwenken einer Plattform und anschließendem Heben
oder Senken eine Kollision
nicht zu verhindern.
[0004] Es ist daher für den Bühnenbau unbedingt notwendig, daß das Schwenkgelenk einer neigbaren
Plattform so konstruiert wird, daß die Podiumkante nicht oder maximal 1 mm aus seinem
Systemmaß hinausragt.
[0005] Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, den Schwierigkeiten zu begegnen und
ist dadurch gekennzeichnet, daß das Schwenkgelenk von je zwei geraden oder kreisbogenförmig
gebogenen, zueinander geneigt angeordneten Schlitzen und Drehbolzen gebildet ist,
wobei im ersten Bauteil mindestens einer von zwei Schlitzen und im zweiten Bauteil
mindestens einer von zwei Drehbolzen in den Schlitzen des anderen Bauteils gleitend
angeordnet ist. Wesentliche Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen 2 bis 5 angegeben.
[0006] Die Erfindung ist in der Fig. 2 beispielsweise und schematisch dargestellt.
[0007] Fig. 1 zeigt ein bekanntes Schwenkgelenk, bei dem auf einer vertikalen Stützkonstruktion
8 ein schwenkbarer Teil 7 angeordnet ist, der in der verschwenkten Lage 7' strichliert
dargestellt ist. Man erkennt deutlich, daß der Punkt 9 des schwenkbaren Teiles 7 während
der Schwenkung die Systemgrenze 10 verläßt, so daß neben einer Absenkung 11 auch eine
Horizontalverschiebung 12 gegeben ist. Beide Verschiebungen lassen sich durch die
Erfindung egalisieren, indem, wie in Fig. 2 dargestellt, das Drehgelenk 13 in Fig.
1 auf zwei Drehbolzen 3,4 aufgespalten wird, die in zwei Schlitzen 1,2 gelagert sind.
Werden hiebei die fertigungstechnisch einfachsten Schlitze gefertigt, so liegt Schlitz
1 etwa horizontal und der Schlitz 2 etwa um 45⁰ hiezu geneigt, wobei es natürlich
auf den Abstand der Drehbolzen 3,4 sowie des Vertikalabstandes des Drehbolzens 3 von
der Oberkante 14 des Gedeckes wie z.B. Fußboden ankommt. Durch die Neigung des Schlitzes
1 läßt sich z.B. der Absenkung des Punktes 9 auf 9' entgegenwirken, wozu eine Neigung
des Schlitzes etwa parallel zur maximalen Neigung des Gedeckes des schwenkbaren Teiles
7 bzw. 7' erforderlich ist. Eine entsprechende Neigung des Schlitzes 2 wäre dann angebracht.
Die Neigung der beiden Schlitze unter 45⁰ bestimmt sich beispielsweise aus der Drehbolzenentfernung,
wenn diese etwa dem Abstand des Drehbolzens 3 von der Gedeckoberkante 14 entspricht.
Mit anderen Worten sollen sich die Vertikalebenen zu der Schlitzrichtung durch die
Achse der Drehbolzen an der Oberfläche des Gedeckes schneiden. In der Fig. 2 ist ferner
die Lage der Drehbolzen 3' und 4' in der verschwenkten Lage gemäß Gedeckneigung 7
auf 7' in strichlierter Form dargestellt. Da die Schlitze kinematische Drehpunkte
sind, die in erster Annäherung als gerade Schlitze ausgebildet sind,sind sie leicht
fertigungstechnisch beherrschbar. Da die Gedecke nicht nur auf der einen Seite angehoben
sondern auch abgesenkt werden könnten, sollten die Schlitze in der Mittellage V-förmig
geknickt werden, so daß bei einer negativen Neigung des Gedeckes, wenn die relative
Lage des Drehbolzens, beispielsweise wie in der Zeichnung, nach links wandert, der
Drehbolzen etwas nach oben gehoben wird, wobei auch hier die Schenkelneigung etwa
der Gedeckneigung entsprechen sollte. Diese Form wäre allerdings fertigungstechnisch
am ungünstigsten herzustellen. Günstiger wäre eine entsprechende flache Kreisbogengestaltung
der Schlitze oder zumindest des Schlitzes 3. Damit würde aber erreicht, daß in erster
Annäherung in allen Schwenklagen der Punkt 9' im Bereich des Punktes 9 bleibt, und
die Abweichungen 11 und 12 in Fig. 2 praktisch nicht zu berücksichtigen wären. In
Fig. 2 wurde angenommen, daß die Drehbolzen mit dem schwenkbaren Gedeck verbunden
sind, während die Langlöcher bzw. die Schlitze 1,2 mit dem feststehenden Teil 8 verbunden
sind. Im Rahmen der Erfindung ist es aber durchaus möglich, die Bolzen mit dem feststehenden
Teil 8 zu verbinden und die Schlitze im schwenkbaren Teil 7 anzuordnen.
[0008] Eine Hauptanwendung der Erfindung ist im Bühnenbau bei absenkbaren Podien mit schwenkbarem
Boden bzw. bei gekuppelten Bühnenwagen mit neigbaren Gedecken.
1. Schwenkgelenk für Gedecke, wie Fußböden, die gegenüber einer Stützkonstruktion neigbar
sind, welches im wesentlichen aus zwei relativ zueinander bewegbaren Bauteilen besteht,
wobei der Drehpunkt der beiden Bauteile vom Rand des Gedeckes entfernt angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwenkgelenk von je zwei geraden oder kreisbogenförmig
gebogenen, zueinander geneigt angeordneten Schlitzen (1,2) und Drehbolzen (3,4) gebildet
ist, wobei im ersten Bauteil mindestens einer von zwei Schlitzen (1,2) und im zweiten
Bauteil mindestens einer von zwei Drehbolzen (3,4) in den Schlitzen (1,2) des anderen
Bauteils gleitend angeordnet sind.
2. Schwenkgelenk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Bauteil ein Schlitz
(1) horizontal und der andere Schlitz (2) unter einem Winkel hiezu geneigt angeordnet
sind und daß die Vertikalebenen zu der Schlitzrichtung durch die Achse des im Schlitz
(1,2) gleitenden Drehbolzens (3,4) sich an der Oberfläche des Gedeckes schneiden.
3. Schwenkgelenk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Abstand der beiden
Drehbolzen (3,4) gleich dem Vertikalabstand der Oberfläche des Gedeckes von der Mittellinie
des horizontalen Schlitzes (1) ist.
4. Schwenkgelenk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Drehbolzen (3,4) oder
Schlitze (1,2) im schwenkbaren Teil (7) angeordnet sind.
5. Schwenkgelenk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß ein Schlitz (2) etwa parallel
zur maximalen Neigung des Gedeckes angeordnet ist.
