[0001] Die Erfindung betrifft einen Laborgaswäscher zur Abscheidung löslicher Schadgase
aus der Abluft von Laborabzügen.
[0002] Die Abluft wird durch die Zonen des Laborgaswäschers durch einen an geeigneter Stelle
angeordneten Ventilator getrieben, der nicht Gegenstand des Schutzes ist.
[0003] Ein solcher Laborgaswäscher ist bereits durch das DE-GM 88 16 043 desselben Inhabers
bekannt geworden. Dieser bekannte Laborgaswäscher wird hiermit weiterentwickelt. Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Aufbau des Laborgaswäschers und die Anordnung
seiner Bauelemente so zu gestalten, daß eine Verringerung der Dimensionen, insbesondere
der Höhe des Laborgaswäschers ermöglicht wird und man ihn einem Laborabzug derart
zuordnen kann, daß er direkt neben dem Abzug steht.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen einem Laborabzug zuzuordnenden und dicht
neben diesem zu einer geschlossenen Baugruppe aufzustellenden Schrank gelöst, der
in seinem Unterteil einen Waschflüssigkeitstank, eine in diesen eintauchende Tauchpumpe
und einen Schaltschrank mit den elektrischen Steuer- und Regelgeräten für den Betrieb
des Laborgaswäschers umfaßt, während sein Oberteil ein Innengehäuse mit Eintrittsstutzen
für die aus dem Laborabzug austretende, zu reinigende Abluft und einen Austrittsstutzen
für die gereinigte Luft umfaßt und dieses Innengehäuse eine Füllkörperzone, darüber
eine Bedüsungszone und darüber eine Agglomerationszone enthält. Die Ausbildung der
vorgenannten Zonen ist im einzelnen bekannt. Die einzelnen Füllkörper der Füllkörperzone
liegen auf einem Gitterrost.
[0005] Die Bedüsungszone umfaßt eine oder mehrere nach unten und/oder nach oben gerichtete
Düsen, die über eine Umwälzpumpe mit der jeweils gewünschten Waschflüssigkeit versehen
werden.
[0006] Die Agglomerationszone stellt ein weitmaschiges Filter mit geringem Druckverlust
dar, in dem mitgeführte Schwebeteilchen sowie insbesondere feinverteilte Nebel der
Waschflüssigkeit zu größeren Tropfen zusammengefaßt werden.
[0007] Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, daß der Eintrittsstutzen im oberen Ende des Innengehäuses
seitlich angeordnet und durch die Seitenwand des Schranks geführt ist und innerhalb
des Innengehäuses über einen abwärts verlaufenden Schacht mit der Eintrittsseite der
Füllkörperzone verbunden ist.
[0008] Aufgrund der besonderen Gestaltung des Laborgaswäschers ist es auch möglich, ihm
zwei Laborabzüge zuzuordnen. Dafür ist der Laborgaswäscher dann mit einem zweiten
Eintrittsstutzen im oberen Ende des Innengehäuses versehen, der durch die dem ersten
Eintrittsstutzen gegenüberliegende Seitenwand des Innengehäuses und durch die ihr
benachbarte Seitenwand des Schrankes nach außen geführt ist.
[0009] Der erfindungsgemäße Laborgaswäscher kann aber ohne weiteres auch drei Laborabzügen
zugeordnet werden und diese versorgen, wie sich in der Praxis gezeigt hat.
[0010] Zu diesem Zweck ist der Laborgaswäscher mit einem dritten Eintrittsstutzen im oberen
Ende des Innengehäuses versehen, der durch die Dachwand des Innengehäuses und die
dieser benachbarte Dachwand des Schrankes nach oben und außen geführt ist. Von diesem
Eintrittsstutzen führt dann eine entsprechend ausgebildete Rohrleitung zur Austrittsöffnung
am oberen Ende des dritten Laborabzuges.
[0011] Vorzugsweise ist in der Vorderwand des Innengehäuses ein Sichtfenster und in der
Vorderwand des Schrankes ein den Einblick in dieses Sichtfenster gestattendes äußeres
Sichtfenster vorgesehen.
[0012] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung in Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Laborgaswäscher;
- Fig. 2
- einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1 ;
- Fig. 3
- einen Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 1;
- Fig. 4
- einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 1, durch den Laborgaswäscher und zwei
beiderseits desselben angeordnete Laborabzüge;
- Fig. 5
- eine Vorderansicht in Richtung des Pfeiles V in Fig. 4 und
- Fig. 6
- eine teilweise abgebrochene Vorderansicht ähnlich Fig. 5, jedoch mit einem Laborgaswäscher
und drei daran angeschlossenen Laborabzügen.
[0013] Der in Fig. 1 bis 3 dargestellte Laborgaswäscher umfaßt einen Schrank 1, der in seinem
Unterteil einen Waschflüssigkeitstank 3, eine in diesen eintauchende Tauchpumpe 5
und einen Schaltschrank 4 mit den elektrischen Steuer- und Regelgeräten für den Betrieb
des Laborgaswäschers enthält. Im Oberteil dieses Schrankes befindet sich ein Innengehäuse
2 mit an dessen oberem Ende angeordneten Eintrittsstutzen 10, 10' und 10'', die zum
Anschluß von einem oder zwei oder drei dicht daneben stehenden Laborabzügen dienen.
Falls nicht alle drei Eintrittsstutzen benötigt werden, sind die anderen mit Kappen
abgedeckt. Eine solche Verschlußkappe 14 ist in Fig. 2 auf dem dort nicht benötigten
Eintrittsstutzen 10'' dargestellt.
[0014] Die vorgenannten Eintrittsstutzen sind jeweils durch die Wand des Schrankes 1 geführt.
[0015] Am oberen Ende des Innengehäuses befindet sich in seiner Dachwandung ein Austrittsstutzen
9 für die gereinigte Abluft, der durch eine entsprechende Rohrleitung über einen Ventilator
mit dem Schornstein für die Abluft verbunden wird. Dieser Austrittsstutzen ist ebenfalls
durch die Dachwandung des Schrankes 1 geführt.
[0016] Im Innengehäuse 2 befindet sich ferner, wie in Fig. 2 angedeutet, eine senkrecht
verlaufende Trennwand 12. Die vorerwähnten Eintrittsstutzen 10, 10' und 10'' am oberen
Ende des Innengehäuses 2 befinden sich auf der einen Seite dieser Trennwand 12, so
daß die durch die Eintrittsstutzen eintretende, zu reinigende Abluft längs dieser
Trennwand 12 zum unteren Ende des Innengehäuses 2 geführt wird und dort, wie aus Fig.
2 zu erkennen ist, unterseitig in die Füllkörperzone 6 eintritt. Von dort gelangt
die Abluft zunächst in die Bedüsungszone 7, die über eine Querleitung 18 mit Waschflüssigkeit
versorgt wird, und dann in die Agglomerationszone 8 und von dort in den Austrittsstutzen
9.
[0017] Ein Sichtfenster 11 in der Wandung des Innengehäuses, in der Höhe zwischen der Füllkörperzone
und der Bedüsungszone, sowie ein mit diesem Sichtfenster fluchtendes Sichtfenster
11' im Schrank 1 gestatten eine Beobachtung des Inneren des Innengehäuses im Betrieb.
[0018] Die für die Bedüsungszone erforderliche Waschflüssigkeit 13 ist in dem bereits erwähnten
Waschflüssigkeitstank 3 am Boden des Schrankes 1 enthalten. In dieser Flüssigkeit
taucht der Saugstutzen einer oberhalb des Waschflüssigkeitstanks angeordneten Tauchpumpe
5 ein. Die Tauchpumpe saugt Waschflüssigkeit über ein Ventil 15 in eine Steigleitung
17, die die erwähnte Querleitung 18 versorgt. Der Druck kann durch ein an die Leitung
angeschlossenes Manometer 16 kontrolliert Werden.
[0019] Sofern in dem Laborabzug Perchlorsäure in die Abluft gelangt, werden die Eintrittsstutzen
10, 10', 10'' durch eine zusätzliche Düse 20 besprüht, um zu verhindern, daß sich
innerhalb der Absaugekanäle konzentrierte Perchlorsäure oder deren Salze ansammeln
können. Diese Düsen 20, von denen eine in den Figuren 1 und 2 dargestellt ist, werden
durch eine an die Steigleitung 17 angeschlossene Zusatzleitung 19 versorgt.
[0020] Die aus der Bedüsungszone bzw. den Düsen 20 ablaufende Waschflüssigkeit gelangt durch
eine vom Boden des Innengehäuses 2 ausgehende Rücklaufleitung 21 wieder in den Waschflüssigkeitstank
3.
[0021] Im übrigen sind ein Frischwasserzulauf, ein Überlauf und Einrichtungen zur Konstanthaltung
eines gewünschten pH-Wertes, sämtlich nicht dargestellt, vorgesehen.
[0022] Der Schaltschrank 4 kann zu Wartungszwecken aus dem Schrank herausgezogen werden.
[0023] Wie aus Fig. 4 zu ersehen ist, befinden sich beiderseits des Laborgaswäschers 1 zwei
Laborabzüge 29 und 30 mit den üblichen vorderen Schiebefenstern 31 und 32 und im hinteren
Teil am oberen Ende entsprechende Öffnungen, in die die Eintrittsstutzen 10 bzw. 10'
des Laborgaswäschers eintreten.
[0024] Fig. 5 zeigt eine Vorderansicht dieser Baugruppe.
[0025] In Fig. 6 ist ein Laborgaswäscher-Schrank 1 mit zwei beiderseits angeordneten Laborabzügen
29 und 30 und einem dritten Laborabzug 33 dargestellt. Dieser dritte Laborabzug wird
durch einen oberen Verbindungsstutzen 37 und ein Verbindungsrohr 38 mit dem oberen
Eintrittsstutzen 10'' des Laborgaswäschers verbunden.
[0026] Im oberen Teil der drei Laborabzüge befinden sich horizontale Zwischenwände 34, 35
und 36 mit Öffnungen für die Abluft. Diese Öffnungen sind durch Verbindungsstutzen
37, 39 und 40 in der genannten Weise mit dem Laborgaswäscher verbunden.


1. Laborgaswäscher zur Abscheidung löslicher Schadgase aus der Abluft von Laborabzügen,
gekennzeichnet durch einen einem Laborabzug zuzuordnenden und dicht neben diesem zu einer geschlossenen
Baugruppe aufzustellenden Schrank (1), der in seinem Unterteil einen Waschflüssigkeitstank
(3), eine in diesen eintauchende Tauchpumpe (5) und einen Schaltschrank (4) mit den
elektrischen Steuer- und Regelgeräten für den Betrieb des Laborgaswäschers umfaßt,
während sein Oberteil ein Innengehäuse (2) mit Eintrittsstutzen (10) für die aus dem
Laborabzug austretende, zu reinigende Abluft und einen Austrittsstutzen (9) für die
gereinigte Abluft umfaßt und dieses Innengehäuse eine Füllkörperzone (6), darüber
eine Bedüsungszone (7) und darüber eine Agglomerationszone (8) enthält.
2. Laborgaswäscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Eintrittsstutzen (10) im oberen Ende des Innengehäuses (2) seitlich angeordnet
und durch die Seitenwand des Schranks (1) geführt ist und innerhalb des Innengehäuses
über einen abwärts verlaufenden Schacht mit der Eintrittsseite der Füllkörperzone
(6) verbunden ist.
3. Laborgaswäscher nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen zweiten Eintrittsstutzen (10') im oberen Endes des Innengehäuses (2), der durch
die dem ersten Eintrittsstutzen (10) gegenüberliegende Seitenwand des Innengehäuses
(2) und durch die ihr benachbarte Seitenwand des Schrankes (1) nach außen geführt
ist.
4. Laborgaswäscher nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen dritten Eintrittsstutzen (10'') im oberen Ende des Innengehäuses (2), der durch
die Dachwand des Innengehäuses und die dieser benachbarte Dachwand des Schrankes (1)
nach oben und außen geführt ist.
5. Laborgaswäscher nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein Sichtfenster (11) in der Vorderwand des Innengehäuses (2) und ein den Einblick
in dieses Sichtfenster gestattendes äußeres Sichtfenster (11') in der Vorderwand des
Schrankes (1).