[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung zur Überprüfung
von tarifbestimmenden Zeitpunkten in einem Taxameter oder Wegstreckenzähler, welche
von einer Uhr (rtc = real time clock) abhängig sind.
[0002] Bekannte Taxametergeräte oder Wegstreckenzähler verfügen über eine interne Uhr mit
einer Kalenderausgabe, die dazu dient, durch Tarifparameter vorbestimmte Funktionen
auszulösen. Das können automatische Tarif-Umschaltungen, beispielsweise von einem
Tag-Tarif zu einem Nacht-Tarif oder andere äquivalente Umschaltungen sein.
[0003] Zur Überprüfung von hierzu parametrierten Umschalt-Zeitpunkten ist es notwendig,
die Uhr und den Kalender "unmittelbar" vor die erwarteten Umschalt-Zeitpunkte zu stellen
und dann die Reaktion abzuwarten oder aktiv Versuche vorzunehmen mit dem Ziel, z.
B. eine Tarif-Wirkung vor und nach dem tatsächlichen Umschaltzeitpunkt zu finden.
[0004] Eine Reihe von rtc-Standard-Bausteinen verfügt über eine Möglichkeit, den Normalablauf
in den Zählern zum Zwecke einer Kontrolle der korrekten Überträge zwischen den Sekunden-,
Minuten-, Stunden- und Kalenderzählern zu beschleunigen dadurch, daß Vorteiler-Ketten
zur Herabteilung der Quarzfrequenz überbrückt werden.
[0005] Eine derartige Beschleunigungsmöglichkeit ist den zeitbestimmten Taxameterfunktionen
nicht zugänglich.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Einrichtung zu zeigen, mittels
welchen in zeitgerafftem Ablauf die parametrierten Funktionen eines Taxametergerätes
oder Wegstreckenzählers überprüfbar sind.
[0007] Die verfahrensgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht darin, in einem zu prüfenden Taxameter
durch Starten eines Maintenance-Programms relevante Zeitfortschaltungen, vorzugsweise
eine Zeitfortschaltung im Minutentakt, maximal zu beschleunigen dergestalt, daß ein
Zeitablauf eines auswertenden Programms in einer zeitgerafften Form zur Auslösung
von tarifbestimmenden Funktionen veranlaßt wird.
[0008] Einrichtungsgemäß ist die Aufgabe gelöst durch die Merkmale des Anspruches 10.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. der erfindungsgemäßen
Einrichtung sind in den Merkmalen der Unteransprüche angegeben.
[0010] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen erläutert.
[0011] Es zeigt
Fig. 1 ein Flußdiagramm zur Erläuterung der Arbeitsweise eines Taxameters gemäß der
Erfindung (Main Loop),
Fig. 2 ein Flußdiagramm zur Erläuterung der Arbeitsweise (SCOM),
Fig. 3 eine Frontansicht eines Taxameters mit Anzeige- und Bedienelementen.
[0012] In Fig. 3 ist eine Frontansicht eines Taxameters oder Wegstreckenzählers mit einem
Display 30 und vier Bedienelementen 31 in Form von Tasten T1 bis T4 dargestellt, über
die entsprechend nicht näher gezeigte Schalter S1 bis S4 auf einer Leiterplatte betätigt
werden. Das Display 30 ist ebenfalls auf der Leiterplatte befestigt und ist durch
eine Frontglasplatte 32 in einer frontseitigen Gehäuseschale 33 hindurch ablesbar.
Das Display 30 ist aufgeteilt in eine Vielzahl von ansteuerbaren Anzeigeelementen
und gliedert sich auf in eine Hauptanzeige 34, eine Nebenanzeige 35, eine Taxstufenanzeige
36, ein Zeitverrechnungs-Symbol 37, ein Error-Wortanzeigesymbol 38 sowie sechs Flags
41 bis 46. Die Hauptanzeige 34 besteht aus einer sechsstelligen Zahl und dient bei
der Anwendung einer Anzeige des Fahrpreises, der Fahrtstrecke, der Kontrollzählerwerte,
der Parameter und der Fehleranzeige. Die Nebenanzeige 35 ist eine vierstellige Zahl,
durch die in der Anwendung ein Zuschlag, ein Trinkgeldbetrag, ein Festwert (z. B.
Streckenbetrag), ein Maintenance-Index (für Service), eine Funktionsanzeige der Maintenance-Programme
oder eine Impulszählung im Testmode angezeigt werden. Entsprechend einer ansteuerbaren
Segmentkombination zeigt die Taxstufenanzeige 36 die ziffernmäßig angewählte Tarifstufe
an. Das Zeitverrechnungssymbol 37, ausgebildet als Uhrensymbol, gibt den Status einer
Zeitverrechnung innerhalb einer Taxstufe an. Bei den Flags 41 bis 46 handelt es sich
um frei parametrierbare Zeichen zur Unterstützung der Anzeige von Sonderfunktionen
der einzelnen Taxstufen. Das Flag 41 dient in der Regel der Markierung der Taxstufeneinstellung,
Flag 42 dem Hinweis auf eine "Kasse"-Position in einer Taxstufe, schließlich zeigt
Flag 43 als Hinweispfeil auf die auf einer Blende 39 aufgedruckte Funktionsposition
"Frei". Das Flag 44 kann beispielsweise eine Anzeige der Kontrollzähler markieren.
Das gesetzte Flag 45 weist auf eine Freigabe einer Parametrierung hin, die im Zusammenhang
mit der Einstellung eines Schalters 40 auf so bezeichnete Freigabekontakte 47 (für
"0") und 48 (für "1") erfolgt. Des weiteren ist eine achtpolige Testbuchse 49 vorgesehen,
die einer Dateneingabe/Datenausgabe über Serialschnittstelle dient. Der Zugang zu
den Freigabekontakten 47, 48 und zu der Testbuchse 49 ist mit einer Abdeckkappe 50
verdeckt und durch eine Plombe 51 gesichert. Zur Sicherung gegen Manipulationen, insbesondere
zur Sicherung der tarifrelevanten Uhr- und Kalenderdaten wird der Aufruf des Maintenance-Programms
und damit die Möglichkeit einer Beschleunigung, beispielsweise einer Zeitfortschaltung,
unter den Schutz einer Plombe 51 gestellt. Vor dem Aufruf des Maintenance-Programms
muß daher die Plombe 51 erbrochen werden, welche zugleich auch noch andere Funktionen,
wie Parametrierung, Löschfunktionen und andere Testfunktionen vor mißbräuchlicher
Betätigung schützt. Nach Abnahme der Plombe 51 und der Abdeckkappe 50 läßt sich der
nun zugängliche Test-Schalter 40 betätigen. Hiernach kann die Uhr (rtc) im Taxametergerät
auf den Start-Zeitpunkt und das Start-Datum eingestellt werden, sofern diese nicht
schon der Tageszeit und dem Tagesdatum entsprechen.
[0013] Nachfolgend ist eine Testeinrichtung und eine Verfahrensweise zur Überprüfung von
tarifbestimmenden Zeitpunkten in einem Taxameter oder einem Wegstreckenzähler, welche
von einer Uhr (rtc) abhängig sind, beschrieben. Bei einem Ablauf eines autonomen Tests
besteht die Testvorbereitung in einem Aufruf des Maintenance-Programms mit den Grundfunktionen
aus folgenden Schritten: Herstellen der Startbereitschaft für einen beschleunigten
Ablauf der Uhr (rtc) und Löschen des Ereigniszählers. Anhand der im Flußdiagramm gemäß
Fig. 1 dargestellten Arbeitsweise eines Taxameters wird der Testbeginn eingeleitet
durch das Zuschalten eines Tarifs, also durch eine Schaltung aus der Position "Frei"
nach "Besetzt". Die rtc wird hierauf mit jedem Programm-Umlauf (siehe Fig. 1) um eine
Minute fortgezählt. Mit jedem Programm-Umlauf erfolgt auch eine vollständige Prüfung
aller parametrierten Zeitpunkte, die tarifrelevant sein können.
[0014] Wird ein Ereignis, wie beispielsweise eine Tag-/Nacht-Umschaltung, ein Beginn oder
ein Ende eines Feiertages oder ein anderes Ereignis erkannt, so erfolgen ein Stop
der Fortzählung der rtc, eine akustische Meldung und eine Zählung des Anhalteeffekts
im Ereigniszähler mit einer Anzeige für eine definierbare Zeit.
[0015] Hiernach ist eine Prüfung einer Einflußnahme auf die Tarif-Parameter möglich, insbesondere
in bezug auf eine Zuschaltbarkeit vorbestimmter Tarifstufen, die ermittelbar sind
durch manuellen Wechsel der aktuellen Tarifstufe mittels Bedienelementen 31 einschließlich
der Durchführung von Schaltungssequenzen von "Frei" nach "Besetzt" nach "Frei" nach
... und so fort.
[0016] Es ist weiterhin die Prüfung des Einflusses möglich auf Wirkungen im Hinblick auf
Parameter wie Fortschaltstrecken, Fortschaltzeiten (Wartezeiten), Grund- und Fortschaltbeträge
sowie auf weitere, fahrpreisbeeinflussende Paramter, wie Zuschläge, Prozent-Aufschläge
und/oder -Abschläge und dergl. viele mehr.
[0017] Es ist weiter auch die Prüfung eines Einflusses möglich auf eine unmittelbare, durch
einen Ereigniszeitpunkt veranlaßte Umschaltung von Tarifparametern, insbesondere auch
auf eine unmittelbare Tarifstufen-Umschaltung.
[0018] Der Fortlauf des Maintenance-Programmes bzw. des Tests kann dann mittels Betätigung
einer hierzu bestimmten Bedien-Taste (T1 bis T4) erfolgen. Sind im Parametersatz zur
Definition der Ereignisse repetitive und nicht repetitive Ereignis-Zeitpunkte angegeben,
so beispielsweise Definitionen unregelmäßiger Feiertage, so ist es sinnvoll, eine
Filterung der Ereignisse zu benutzen dergestalt, daß das erstmalige Auftreten von
repetitiven Ereignissen durch eine akustische Meldung markiert, im Ablauf mittels
eines Zählers gezählt und in der Zuschlag-Anzeige temporär angezeigt wird. Hiermit
hat man die Möglichkeit, bei erstmaligem Auftreten beispielsweise einer Tag-/Nacht-Umschaltung
bzw. einer Nacht-/Tag-Umschaltung diese Zeitpunkte einer Überprüfung zugänglich zu
machen und hiernach nur noch die Ereignis-Zeitpunkte aufzunehmen, die als nicht repetitive
Zeitpunkte definiert sind.
[0019] Eine Zuordnung der Ereignisse zu den zugehörigen rtc-Zeiten und Kalenderstellungen
erfolgt mittels Vergleich der Werte des Ereigniszählers.
[0020] In einer ersten Phase werden nach dem Start und dem Fortlauf des Tests, wie vordem
beschrieben, alle Ereigniszählerwerte in der Reihenfolge notiert. Danach erfolgt ein
Aufruf des Maintenance-Programmes zum Richten der rtc und Neueinstellen der rtc auf
die Test-Start-Zeit und die Test-Start-Kalenderwerte. Zugleich wird der Ereigniszähler
zurückgesetzt unter Beibehaltung der Zeitanzeige für Start und Fortlauf.
[0021] In einer zweiten Phase erfolgt eine Zuordnung der Zeit- und Kalenderwerte nach jedem
Stop, verursacht durch das Erkennen eines Ereigniszeitpunktes, zur Liste der Ereigniszählerwerte,
die in der Testsequenz im Ereigniszähler aufgenommen worden sind.
[0022] Abweichend von den vorstehend beschriebenen autonomen Tests ist erfindungsgemäß auch
ein automatischer Test mittels Anwendung eines Prüfgerätes durchführbar. Die Testvorbereitung
besteht dabei in einer Ankopplung des Prüfgerätes, vorzugsweise eines "Hand-Held-Computers"
oder "Lap-Top" an die Serialschnittstelle des Taxameters und der Aufnahme der Kommunikation
(LOG-ON).
[0023] Der Testbeginn wird eingeleitet durch ein Start-Kommando aus dem Prüfgerät. Die Abgabe
des Start-Kommandos kann durch einen Tasten-Befehl am Prüfgerät ausgelöst werden.
Mit dem Start-Kommando erfolgt eine rtc-Beeinflussung, wie im Zusammenhang mit dem
autonomen Test bereits erläutert wurde, also Fortzählung der rtc um 1 Minute je Programmumlauf,
Prüfung aller parametrierten Zeitpunkte, beim Erkennen eines Ereignisses folgt "Stop
der rtc, akustische Meldung, Zählung im Ereigniszähler mit Anzeige für eine definierbare
Zeit".
[0024] Auch eine manuelle Prüfung der Tarifbeeinflussung ist möglich, wie beim autonomen
Test bereits erläutert, jedoch nicht ein primäres Ziel.
[0025] Mit jedem Erkennen eines Ereignis-Zeitpunktes nach Art Tag-/Nacht-Umschaltung, Beginn
oder Ende eines Wochenend-Zeitraumes und anderen Ereigniszeitpunkten, wird durch das
Prüfgerät eine Zuordnung des Ereignisses vorgenommen, dergestalt daß aus dem Parametersatz
zur Definition der rtc-Funktionen die Wirkungsvorgabe entnommen und auf dem Display
des Prüfgerätes textuell ausgegeben wird.
[0026] Der Fortlauf des Tests, jeweils nach Erkennen eines Ereignis-Zeitpunktes, kann manuell
über die Tastatur des Prüfgerätes erfolgen, oder fortlaufend, wobei zuvor ein Test-Ende-Datum
im Prüfgerät vorgegeben werden sollte. Mit einem fortlaufenden Test kann eine Liste
der Ereignis-Zeitpunkte mit der jeweiligen Wirkungsvorgabe (entnommen aus den Taxameter-Parametern)
ausgegeben werden.
[0027] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann durch eine Kombination des autonomen
Testes mit den Möglichkeiten eines über Serialkommunikation angeschlossenen Prüfgerätes
die zweiphasige Prüfung der Ereignis-Zeitpunkte auf eine Phase reduziert werden, derart
daß mit dem Eintritt eines beliebigen Ereignis-Zeitpunktes parallel zum Tarifgeschehen
unmittelbar die zugehörige Uhrzeit und der Kalenderstand auf dem Display des Prüfgerätes
anzeigbar sind.
[0028] Die automatische Prüfung kann dahingehend erweitert werden, daß eine der manuellen
Tarifprüfung, wie im Zusammenhang mit dem autonomen Test beschrieben, vergleichbare
Verhaltensprüfung im Betriebszustand "BESETZT" erfolgen kann. Hierbei werden die manuellen
Bedienabläufe normiert und durch entsprechende Simulation (über remote control) vom
Prüfgerät ausgeführt. Im normierten Bedienablauf können über die Serialkommunikation
durch Abfragen des Systemstatus sowie durch Abfragen der fahrpreisrelevanten Daten
bei fortgesetzten Schaltungen von "FREI" nach "BESETZT" nach "FREI" nach .... die
vom Ereigniszeitpunkt abhängigen Parameter vom Prüfgerät aufgenommen und mit Vorgaben
verglichen werden.
[0029] Die Arbeitsweise des Verfahrens gemäß dem Ausführungsbeispiel eines autonomen Tests
sei nachstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 erläutert. Das in Fig. 1 dargestellte
Flußdiagramm zeigt die funktionellen Verfahrensschritte eines Taxameters gemäß der
Erfindung. In den Schritten 11 und 12 ist dargestellt der Beginn des Verfahrensprogramms
nach Anlegen der Betriebsspannung an das Taxametergerät oder nach einem Spannungseinbruch
und einer nachfolgenden Initialisierung des RAM, hierzu zählen insbesondere Vorgänge
wie ein Laden von Konstanten, ein Laden des Arbeits-Stag, ein Vorsetzen von Steuerflags
(Steuer-Bits), ein Setzen der Display-Parameter (Hardware-Treibermode für LCD) und
anderes; schließlich eine Initialisierung der Ports.
[0030] In dem Schritt 13 erfolgt eine Abfrage des Steuerflags (can-flag) zur Verzweigung
Minuten-Schnellauf 14. Das Flag wird in dem dafür vorgesehenen Maintenance-Programm
gesetzt und bei Erreichen eines Ereigniszeitpunktes 19 (z. B. Tag-/Nacht-Umschaltung)
wieder zurückgesetzt.
[0031] Das Minutenregister (Minutenzähler) wird je Durchlauf der Hauptschleife (beginnend
bei 30) hochgezählt. Die Hochzähl-Geschwindigkeit ist dabei von der Dauer des Schleifen-Umlaufs
abhängig, so daß nach jeder Erhöhung eine Kontrolle des Programms 15 sowie die Abfrage
19 durchlaufen werden kann.
[0032] Im Verfahrensschritt 15 läuft das Taxameterprogramm im Normalbetrieb, bestehend aus:
Zusammenfassung aller Standard-Programmteile, die zur Bildung des Fahrpreises und
des Zuschlags notwendig sind (Anwahl von Tarifstufen, Weg- und Zeit-Berechnungen,
automatische Tarifstufen-Umschaltungen, und viele andere). Der "Normalbetrieb" bedeutet
hierbei: Ablauf des Taxameterprogramms ohne Einflußnahme von weiteren, hier nicht
dargelegten Testroutinen.
[0033] In den Verfahrensschritten 16 und 17 ist zur Vermeidung von "ewigen Schleifen" die
Möglichkeit eines manuellen Testabbruchs durch eine Bedien-Taste T1 bis T4 vorgesehen.
Die entsprechende Taste ist nicht näher definiert; es ist aber zweckmäßigerweise eine
Bedientaste, die nicht im Standard-Programm 15 benutzt wird, zumindest aber dort ausgeblendet
wird, solange der Test läuft.
[0034] Mit den Schritten 18, 19, 110 ist eine Verzweigung gezeigt mit dem Steuerflag (t-flag)
zum Normal-Lauf und Test-Lauf, unabhängig vom Steuerflag (scan-flag), welches nur
zur Freigabe des Programmteils 14 dient. Ist von 19 ein Ereigniszeitpunkt erkannt
worden, erfolgt die Markierung 110. Die Verzweigung 19 erhält die Information gegebenenfalls
durch verschiedene Flags, die hier nicht näher bezeichnet sind.
[0035] Im Hinblick auf die Schritte 111 und 112 kann im Programmteil 13 aus dem Normalbetrieb
ein Maintenance-Betrieb aktiviert werden, dergestalt daß in Pos. "FREI" durch Betätigung
von nicht näher definierten Bedientasten die Maintenance-Programme mit der Verzweigung
111 aufrufbar/betreibbar sind. Zum Teil sind diese Programme erst aktivierbar, wenn
zuvor ein verplombter Schalter 47, 48 (nach Lösen der Plombe 51) geschlossen wird.
[0036] Für den rtc-Test 14, 18, 19, 110 bleibt die Einstellung für die Maintenance-Programme
bestehen, so daß nach Erkennen eines Ereignis-Zeitpunktes gemäß 19, 110 und Rücksetzung
des Steuerflags (scan-flag) unmittelbar ein erneuter Start mit den Schritten 118,
119 erfolgen kann, bzw. die Anzeigezeit-Steuerung ablaufen kann.
[0037] Die Programmverwaltung Maintenance 112 wird eingesetzt zur Auswahl der Programme
aus einer Liste bzw. zur Freigabe des entsprechend indizierten Programms.
[0038] Nach Freigabe des Maintenance-Programms 113 im Schritt 102 zur Verstellung der Uhr,
wobei die Freigabe nicht näher erläutert ist, kann die Uhr im Schritt 115 verstellt
werden. Die Plombenschalter-Abfrage 114 verhindert dabei den unautorisierten Zugriff
im Betrieb ohne Tests, d. h. im Dienstbetrieb.
[0039] Im Durchlauf der Schritte 116, 117, 118, 119 kann nach Freigabe des Maintenance-Programms
116 zum rtc-Test sowie nach Autorisierung im Schritt 117 dadurch, daß die Plombe 51
geöffnet und der Plombenschalter 47, 48 geschlossen ist, eine nicht näher bezeichnete
Bedientaste der rtc-Test gestartet werden. Dies erfolgt durch ein Setzen der Steuerflags
t-flag und scan-flag.
[0040] In bezug auf die Schritte 120, 121 gilt folgendes: Im Ablaufteil 110 wird eine Anzeige
eines Ereignis-Zählers initiiert sowie eine Anzeigezeit festgelegt. Nach Ablauf dieser
Zeit, wobei die Zeitkontrolle als solche im Schritt 124 angelegt sein kann, erfolgt
die Wiederauftastung der "alten" Anzeige 121, typischerweise eine zuvor im Verlaufe
des Test eingegebene Zuschlags-Anzeige.
[0041] Zu der Routine mit den Schritten 122, 123 ist zu bemerken: Andere Maintenance-Programme
können unterschiedlich für einen der nachfolgend genannten Zwecke betimmt sein: Zur
Weganpassung, zur Passcode-Eingabe und -Kontrolle, zur Paramter-Eingabe, zur Impuls-Simulation
(Weg/Zeit), zur Signatur-Erzeugung und -Anzeige und viele andere. Ist keines der Maintenance-Programme
freigegeben (eine Freigabe in 112 ist nicht näher erläutert), erfolgt die Anzeige
des Index, mit welchem ein Maintenance-Programm ausgewählt werden kann.
[0042] In Fig. 2 ist ein Flußdiagramm zur ergänzenden Erläuterung der Arbeitsweise über
eine Serialschnittstelle des Taxameters (SCOM) gezeigt. Die Schritte 21, 22 stellen
die Verfahrensweise zur asynchronen Aufnahme von Serialdaten dar, die in einem Datenpuffer
hinterlegt werden. Es wird "Halb-Duplex-Betrieb" vorausgesetzt. Der Puffer gilt als
geladen, wenn seine Kapazität ausgeschöpft ist, oder ein Steuerzeichen, insbesondere
"carriage return" als letztes Zeichen einer Zeichenkette (string) empfangen wurde.
[0043] Zu der Routine 23, 24, 25, 26, 27 ist zu bemerken: Ein Zugriff auf die Kommando-Abfragen
24 und 26 kann nur erfolgen, wenn der plombierbare Schalter in Schritt 23 durch eine
Autorisierung geschlossen ist. Mit den Kommandos "Start-rtc-Test" und "Stop-rtc-Test"
werden die Steuerflags (t-flag und scan-flag) direkt beeinflußt, so daß in der dargestellten
Programm-Schleife gemäß Fig. 1 die entsprechenden Testabläufe auch ohne manuelle Eingriffe
ablaufen können.
[0044] Nach Erkennen des Kommandos "Abfrage-Uhr/Kalender" im Schritt 28 werden die Daten
der Uhr (Zähler-Werte) in den Sendepuffer (Tx-Puffer) kopiert.
[0045] In den Schritten 210, 211 kann mit der Abfrage des Systemstatus der augenblickliche
Zustand des Gerätes ermittelt werden, insbesondere bei automatisierten Tests.
[0046] Mit den Schritten 212, 213, 214 ist hier beispielhaft eine Fahrpreisabfrage gezeigt,
die, wie die anderen Abfragen zum Programmteil 214 "Tx-Prozedur starten" führt. In
einem separaten Interrupt-Programmteil wird dann der Puffer-Inhalt Byte-für-Byte ausgesendet.
[0047] Schließlich erfolgt in den Schritten 220, 221, 222 eine Abarbeitung der Sendung des
Tx-Puffers, gestartet durch das Programmteil 214. Im Schritt 222 kommt es zu einer
Umschaltung auf Empfangsbetrieb, da die Kommunikation im "Halb-Duplex-Betrieb" abläuft.
1. Verfahren zur Überprüfung von tarifbestimmenden Zeitpunkten in einem Taxameter oder
Wegstreckenzähler, welche von einer Uhr (rtc = real time clock) abhängig sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß in einem zu prüfenden Taxameter durch Starten eines Maintenance-Programms relevante
Zeitfortschaltungen, vorzugsweise eine Zeitfortschaltung im Minutentakt, maximal zu
beschleunigen sind dergestalt, daß ein Zeitablauf eines auswertenden Programms in
einer zeitgerafften Form zur Auslösung von tarifbestimmenden Funktionen veranlaßt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Starten und Fortlauf des Maintenance-Programms für den beschleunigten Zeitablauf
mittels einer Tastenbedienung auslösbar ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Starten und Fortlauf des Maintenance-Programms für den beschleunigten Zeitablauf
über eine Serialkommunikation erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der durch ein Maintenance-Programm gestartete, beschleunigte Zeitablauf angehalten
wird durch ein Auftreten eines oder mehrerer Ereignisse zum Zwecke einer dedizierten
Tarifwahl.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der beschleunigte Zeitablauf angehalten wird durch eine Tag-/Nachtumschaltung
zum Zweck einer dedizierten Tarifwahl.
6. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der beschleunigte Zeitablauf angehalten wird durch einen Beginn oder ein Ende
eines Wochenend-Zeitraumes zum Zweck der dedizierten Tarifwahl oder einer Nutzung
von Sonderparametern in diesem Zeitraum.
7. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der beschleunigte Zeitablauf angehalten wird durch einen Beginn oder ein Ende
eines Feiertag-Zeitraumes zum Zweck der dedizierten Tarifwahl oder einer Nutzung von
Sonderparametern in diesem Feiertagszeitraum.
8. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der beschleunigte Zeitablauf, gestartet durch ein Maintenance-Programm, angehalten
wird durch einen Beginn oder eine Beendigung einer Sommerzeit oder einer Winterzeit.
9. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der beschleunigte Zeitablauf angehalten wird durch einen saisonal bedingten Sondertarif-Zeitraum,
der durch eine Urlaubsphase, eine Messe oder eine Ausstellung dargestellt ist.
10. Einrichtung zur Überprüfung von tarifbestimmenden Zeitpunkten in einem Taxameter oder
Wegstreckenzähler, welche von einer Uhr (rtc) abhängig sind zur Durchführung des Verfahrens
gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Anhalten eines beschleunigten Zeitablaufes durch eine akustische Meldung markiert
und jedes Anhalten des beschleunigten Zeitablaufes mittels eines Zählers gezählt wird.
11. Einrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zähler mit Eintritt eines Ereignisses den Zählstand für eine bestimmte Zeit
in einer Nebenanzeige (35) (Zuschlagsanzeige) angezeigt wird, wobei ein dort angezeigter
Wert temporär substituiert wird.
12. Einrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Filterung der vorgegebenen Ereignisse erfolgt, dergestalt daß ein erstmaliges
Auftreten von repetitiven Ereignissen gemeldet, gezählt und vorübergehend angezeigt
wird und ein nachmaliges Auftreten eines gleichen Ereignisses nicht zu einem Stop
der beschleunigten Zeitzählung führt.
13. Einrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Kommunikationsschnittstelle zum Anschluß eines Prüfgerätes zur Steuerung
eines automatischen Prüfablaufes angeordnet ist, dergestalt daß gemäß Vorgabe eines
Prüfprogramms eine Zustandsänderung des Taxameters herbeigeführt wird einschließlich
einer Abfrage und Prüfung von zugehörigen Daten und Parameter zum jeweiligen Betriebszustand.
14. Einrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß das an die Kommunikationsschnittstelle anschließbare Prüfgerät für eine Aufnahme
aller repetitiven und nichtrepetitiven Ereigniszeitpunkte und eine Ausgabe derselben
in Form einer Liste ausgebildet ist.
1. Method for checking tariff-determining times in a taximeter or odometer which are
dependent on a clock (rtc = real time clock), characterised in that, in a taximeter
to be tested, by starting a maintenance program, relevant time increments, preferably
a time increment in minute steps, are to be maximally accelerated such that execution
of an evaluating program is effected in an accelerated form for the triggering of
tariff-determining functions.
2. Method according to Claim 1, characterised in that a starting and continuation of
the maintenance program for the accelerated execution can be triggered by means of
a button operation.
3. Method according to Claim 1, characterised in that a starting and continuation of
the maintenance program for the accelerated execution take place via a serial communication.
4. Method according to Claim 1, characterised in that the accelerated execution started
by a maintenance program is halted by an occurrence of one or more events for the
purpose of a dedicated tariff selection.
5. Method according to Claim 4, characterised in that the accelerated execution is halted
by a day/night changeover for the purpose of a dedicated tariff selection.
6. Method according to Claim 4, characterised in that the accelerated execution is halted
by a beginning or an end of a weekend period for the purpose of the dedicated tariff
selection or use of special parameters in this period.
7. Method according to Claim 4, characterised in that the accelerated execution is halted
by a beginning or an end of a holiday period for the purpose of the dedicated tariff
selection or use of special parameters in this holiday period.
8. Method according to Claim 4, characterised in that the accelerated execution started
by a maintenance program is halted by a beginning or an ending of a summertime or
a wintertime.
9. Method according to Claim 4, characterised in that the accelerated execution is halted
by a seasonally related special-tariff period constituted by a holiday phase, a trade
fair or an exhibition.
10. Equipment for checking tariff-determining times in a taximeter or odometer which are
dependent on a clock (rtc) for carrying out the method according to Claim 1, characterised
in that a halting of an accelerated execution is marked by an audible signal and each
halting of the accelerated execution is counted by means of a counter.
11. Equipment according to Claim 10, characterised in that, with the occurrence of an
event, the counter displays the count for a certain time in a secondary display (35)
(additional-charge display), a value displayed there being temporarily substituted.
12. Equipment according to Claim 10, characterised in that a filtering of the preset events
is effected such that a first occurrence of repetitive events is signalled, counted
and temporarily displayed, and a repeated occurrence of a same event does not lead
to a stoppage of the accelerated time counting.
13. Equipment according to Claim 10, characterised in that a communications interface
for connection of a testing apparatus for controlling an automatic test procedure
is provided, such that, according to the selection of a test program, a change in
state of the taximeter is brought about, including a scan and testing of associated
data and parameters concerning the particular operating state.
14. Equipment according to Claim 13, characterised in that the testing apparatus which
can be connected to the communications interface is designed for recording all repetitive
and nonrepetitive event times and outputting the same in the form of a list.
1. Procédé destiné à la vérification d'instants déterminants pour un tarif dans un taximètre
ou un compteur de distances parcourues qui dépendent d'une horloge temps réel (rtc
= real time clock),
caractérisé par le fait
que, dans un taximètre à vérifier, des avancements de temps importants, de préférence
un avancement de temps à la cadence d'une minute, doivent, par le lancement d'un programme
de maintenance, être accélérés au maximum, de telle sorte qu'un déroulement de temps
d'un programme exploitant soit amené, en une forme accélérée, à déclencher des fonctions
déterminantes pour un tarif.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
qu'un lancement et une poursuite dudit programme de maintenance pour ledit déroulement
de temps accéléré peuvent être déclenchés au moyen de l'actionnement d'une touche.
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
qu'un lancement et une poursuite dudit programme de maintenance pour ledit déroulement
de temps accéléré se fait par l'intermédiaire d'une communication séquentielle.
4. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que ledit déroulement de temps accéléré déclenché par un programme de maintenance
est arrêté par une apparition d'un ou de plusieurs événements aux fins d'une sélection
de tarif dédiée.
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé par le fait
que ledit déroulement de temps accéléré est arrêté par une inversion jour/nuit aux
fins d'une sélection de tarif dédiée.
6. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé par le fait
que ledit déroulement de temps accéléré est arrêté par un commencement ou une fin
d'une période de fin de semaine aux fins d'une sélection de tarif dédiée ou d'une
utilisation de paramètres spéciaux dans cette période.
7. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé par le fait
que ledit déroulement de temps accéléré est arrêté par un commencement ou une fin
d'une période de jours fériés aux fins d'une sélection de tarif dédiée ou d'une utilisation
de paramètres spéciaux dans cette période de jours fériés.
8. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé par le fait
que ledit déroulement de temps accéléré déclenché par un programme de maintenance
est arrêté par un commencement ou une fin d'une heure d'été ou d'une heure d'hiver.
9. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé par le fait
que ledit déroulement de temps accéléré est arrêté par une période de tarif spécial
saisonnière qui est représentée par une phase de congés, une foire ou une exposition.
10. Equipement destiné à la vérification d'instants déterminants pour un tarif dans un
taximètre ou compteur de distances parcourues qui dépendent d'une horloge temps réel
(rtc) pour l'exécution du procédé selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
qu'un arrêt d'un déroulement de temps accéléré est marqué par un message acoustique
et chaque arrêt du déroulement de temps accéléré est compté au moyen d'un compteur.
11. Equipement selon la revendication 10,
caractérisé par le fait
que le compteur affiche, lors de l'apparition d'un événement, la cote de compteur
pendant un certain temps dans un affichage secondaire (35) (affichage de majoration),
une valeur affichée à cet endroit étant temporairement substituée.
12. Equipement selon la revendication 10,
caractérisé par le fait
qu'il se fait un filtrage des événements prédéterminés, de telle sorte qu'une première
apparition d'événements répétitifs est signalée, comptée et temporairement affichée
et qu'une apparition ultérieure d'un même événement ne conduit pas à un arrêt du comptage
de temps accéléré.
13. Equipement selon la revendication 10,
caractérisé par le fait
qu'une interface de communication est disposée pour le raccordement d'un appareil
de contrôle destiné à la commande d'un cycle de contrôle automatique, de telle sorte
que, conformément aux conditions imposées d'un programme de contrôle, un changement
d'état du taximètre est provoqué inclusivement une interrogation et vérification de
données et paramètres y afférents concernant l'état de fonctionnement respectif.
14. Equipement selon la revendication 13,
caractérisé par le fait
que l'appareil de contrôle pouvant être raccordé à l'interface de communication est
réalisé pour une réception de tous les instants d'événement répétitifs et non répétitifs
et une sortie de ces derniers sous forme d'une liste.