(19)
(11) EP 0 500 581 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
11.01.1995  Patentblatt  1995/02

(21) Anmeldenummer: 90915764.6

(22) Anmeldetag:  02.11.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6A47L 13/20, A47L 13/258
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP9001/830
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9107/129 (30.05.1991 Gazette  1991/12)

(54)

MOPBEZUG MIT EINER TASCHE UND EINER LASCHE

MOP HEAD WITH A POUCH AND A STRAP

GARNITURE DE BALAI-SERPILLIERE AVEC POCHE ET RABAT


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 13.11.1989 DE 3937718

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.09.1992  Patentblatt  1992/36

(73) Patentinhaber: Henkel Kommanditgesellschaft auf Aktien
40191 Düsseldorf (DE)

(72) Erfinder:
  • KRESSE, Franz
    D-4010 Hilden (DE)
  • OSBERGHAUS, Rainer
    D-4000 Düsseldorf (DE)
  • SCHELLER, Bernfried
    D-5024 Pulheim (DE)
  • SCHUNTER, Roland
    D-7073 Lorch-Waldhausen (DE)
  • BERGMANN, Michael
    D-4000 Düsseldorf 31 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 3 714 178
US-A- 1 520 148
DE-C- 324 161
US-A- 2 648 859
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung richtet sich auf einen Mopbezug für das Naß- oder Feuchtwischen von Fußböden, bestehend aus einer Mopfransen tragenden, länglichen, an die Form von zwei aus einer verriegelten Arbeitsstellung aufeinanderzuklappbaren Kunststoffflügeln eines Mophalters mit Befestigungsmitteln zur lösbaren Befestigung des Mopbezuges angepaßten Textillage, die auf ihrer Oberseite an beiden Längsenden an den Flügelenden des Mophalters anzubringende, mopfransenfreie Bereiche aufweist, wobei einem längsendseitigen Bereich mit den Befestigungsmitteln des Mophalters in Befestigungsverbindung zu bringende Befestigungsmittel zugeordnet sind und der andere längsendseitige Bereich als befestigungsmittelfreie Tasche ausgebildet ist.

    [0002] Derartige Systeme von Mopbezug und Mophalter finden insbesondere in der gewerblichen Raumpflege Anwendung.

    [0003] Ein gattungsgemäßer Mopbezug ist in der DE-OS 37 14 178 beschrieben. Dort sollen Mopbezüge zur Anwendung kommen, die entweder an jedem ihrer längsendseitigen Bereiche eine Tasche und ein zusätzliches Befestigungsmittel zum Befestigen des Mopbezuges an den Flügeln des Mophalters aufweisen oder welche zwei oberseitige Taschen und nur an einer Tasche ein zusätzliches Befestigungsmittel aufweisen. Der letztere Bezug ist bereits in der DE-PS 32 46 161 beschrieben, auf die auch in der DE-OS 37 14 178 Bezug genommen wird.

    [0004] Bei diesen Mopbezügen sollen nun in der Arbeitsstellung beim Wischen die beiden Flügelenden in den Taschen des Mopbezuges festliegen und so die Wischbewegungen ermöglichen. Um den Mopbezug zum Auswaschen und Auspressen, ohne diesen mit der Hand berühren zu müssen, Waschwassereimern und Pressen zuführen zu können, sind die zusätzlichen Befestigungsmittel vorgesehen. Diese sind derart ausgelegt, daß die Flügel des Mophalters beim Aufeinanderzuklappen von den Taschen freikommen und der Mopbezug dann nur noch an den zusätzlichen Befestigungsmitteln hängend dem Wascheimer oder der Presse zugeführt werden kann. Je nach Ausführungsform des Mopbezuges hängt dieser dann entweder nur einseitig befestigt der Länge nach an einem Halterflügel herab oder er hängt bei zweiseitiger Befestigung nach Art einer Schaukel an dem Mophalter. Nach dem Auspressen werden diese Mopbezüge dann wieder auf den Boden gelegt, die Halterflügelenden in die Taschen eingeführt und der Mophalter in seine verriegelte Arbeitsstellung gebracht. Diese vorstehend beschriebenen Vorgänge sollen alle ablaufen, ohne daß das Reinigungspersonal den Mopbezug mit der Hand berührt.

    [0005] Im Hinblick auf diese Aufgabenstellung weisen die bekannten Mopbezüge aber Nachteile auf, die das Reinigungspersonal eben doch wieder veranlassen, den Mopbezug mit der Hand zu berühren.

    [0006] Bei einer Ausführungsform, wie sie in der DE-PS 32 46 161 beschrieben ist, ist die zusätzliche Befestigungslasche innerhalb der Tasche und mit dieser am längsendseitigen Ende der Textillage vernäht. Wenn bei dieser Ausführungsform nun das mit dem zusätzlichen Befestigungsmittel verbundene Flügelende von der Tasche freikommt, wird sich der Mopbezug keinesfalls der Länge nach - quasi eine gerade durchgehende vertikale Verlängerung des Flügelendes bildend - nach unten erstrecken. Dies verhindert nämlich die auf den Stielhalter des Mophalters zugerichtete Öffnungskante bzw. die Breite der Tasche. Dadurch, daß die Tasche mit der Textillage vernäht ist, wird sich bei im wesentlichen vertikal ausgerichtetem Flügelende sowie großen Bereichen des Mopbezuges immer ein in mehr oder weniger horizontale Richtung dazu geneigter Bereich des Mopbezuges einstellen, der der Breite der Tasche in Längsrichtung der Textillage entspricht. Dieser Bereich behindert das vollständige Auspressen des Feuchtwischmops beispielsweise in Rollenpressen. Es entsteht die Gefahr, daß dieses Ende nicht exakt in die Rollenpresse einzuführen ist oder sogar auf das Flügelende zurückklappt und damit gar nicht auspressbar ist.

    [0007] Des weiteren muß die zusätzliche Befestigungslasche eine solche Länge aufweisen, daß das damit verbundene Flügelende aus der Tasche freikommen kann. Hierbei stellen sich dann leicht Probleme ein beim Wiedereinführen des Flügelendes in die Tasche, da die zusätzliche Befestigungslasche durch Umfalten und Verknicken die Einführung des Flügelendes in die Tasche behindert. Diesen Nachteil weist insbesondere auch die weiterhin bekannte Ausführungsform auf, bei der an beiden Längsenden der Textillage neben Taschen zusätzliche Befestigungslaschen außerhalb der Tasche angeordnet sind.

    [0008] Aufgrund der vorstehend beschriebenen Nachteile greift das dieses System verwendende Reinigungspersonal daher sehr schnell und spontan wieder mit der Hand ein, um die auftretenden Schwierigkeiten zu beseitigen.

    [0009] Bei den bekannten Mopbezügen sind zum einen zusätzlich zu den Taschen weitere Befestigungsmittel vorgesehen und sind diese zum anderen in ihrer Erstreckung zudem noch länger ausgebildet als die Taschen. Dies verteuert die Feuchtwischmops aufgrund zusätzlichen Materials und zusätzlicher Fertigungsschritte gegenüber üblichen Mopbezügen mit zwei Taschen.

    [0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen im Hinblick auf das hygienische Auswaschen und Auspressen sowie im Hinblick auf einen günstigen Materialeinsatz verbesserten Mopbezug zu schaffen.

    [0011] Bei einem Mopbezug der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der der Tasche gegenüberliegende Bereich als auf der Textillage befestigte und die Befestigungsmittel aufweisende Lasche ausgebildet ist, die mit Hilfe der Befestigungsmittel stramm auf einem Kunststoffflügel festlegbar ist.

    [0012] Mit Hilfe der Erfindung wird nun ein Mopbezug geschaffen, bei welchem sich nach Festlegung und Anbringung des Bezuges an dem Halter bei aufeinanderzuklappenden Flügelenden das eine von der Tasche löst und der Mopbezug dann seiner gesamten Länge nach in vertikaler Richtung an dem mit der Lasche verbundenen Flügelende hängt. Auf diese Weise ist der Mopbezug einfach und problemlos in Rollenpressen einführbar und seiner gesamten Länge nach auspressbar. Das Reinigungspersonal wird nicht mehr veranlaßt, mit der Hand zuzugreifen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß nur noch eine Tasche und die Lasche an dem Feuchtwischmop ausgebildet sind. Dies bedeutet gegenüber den bekannten Mopbezügen bereits eine Materialeinsparung.

    [0013] Eine weitere Materialeinsparung ist noch dadurch möglich, daß die Befestigungslasche nunmehr deutlich kürzer ausgebildet werden kann als beim Stand der Technik, weil bei der Erfindung das mit der Lasche verbundene Flügelende nicht von einer Tasche freikommen muß. Die Lasche braucht nur eine solche Länge aufzuweisen, die gerade ausreichend ist, um sie mit Befestigungsmitteln zur Festlegung an dem Flügelende versehen zu können.

    [0014] Um der Lasche eine ausreichende Flexibilität für eine vertikale Ausrichtung zum hängenden Mopbezug mitzugeben, sieht die Erfindung in Ausgestaltung vor, daß die Lasche unmittelbar an den Mopfransen tragenden Bereich anschließend befestigt und zumindest in diesem Befestigungsbereich flexibel und insbesondere folienartig ausgebildet ist.

    [0015] Neben den Befestigungsmitteln zur Festlegung der Lasche an dem Flügelende kann es zur Erzielung einer verbesserten Stabilität und Kraftübertragung an das beaufschlagte Flügelende gemäß Weiterbildung der Erfindung zweckmäßig sein, daß an der Lasche eine schlaufen- oder ringförmige Aufnahme zur Umfassung des Flügelendes ausgebildet ist.

    [0016] Ein - gegenüber den bekannten Ausführungsformen - besonders geringer Materialeinsatz und -verbrauch ergibt sich, wenn die Lasche gemäß Weiterbildung der Erfindung ein längsendseitig auf der Textillage vernähter Streifen mit einer Breite von 1 bis 3 cm ist.

    [0017] Weiterhin sieht die Erfindung vor, daß die Befestigungsmittel an Lasche und Flügelende im unmittelbaren Bereich der Befestigung der Lasche an der Textillage angeordnet sind. Hierdurch wird eine für das Wischen besonders günstige und für die dabei auftretende Kraftverteilung sowie Kraftübertragung sehr geeignete Befestigung der Lasche an dem Flügelende geschaffen.

    [0018] Da der Wischbezug mit teilweise aggressiven Reinigungsmitteln in Berührung kommt und die Lasche zumindest bereichsweise flexibel ausgebildet sein soll, besteht gemäß weiterer Erfindung die Lasche aus Kunststoff, insbesondere einem thermoplastischen Kunststoff auf Basis von Polyätherestern.

    [0019] Zur Übertragung der beim Wischen zwischen Mophalter und Wischbezug auftretenden Kräfte ist es von besonderem Vorteil, daß die Lasche eine für die Kraftübertragung vom Halter auf die Textillage beim Wischen ausreichende Eigensteifigkeit besitzt. Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung kann eine gute und problemlose Kraftübertragung vom Halter mittels der darauf angeordneten Befestigungsmittel über die in der Lasche angeordneten Befestigungsmittel und die Lasche auf die Textillage erfolgen.

    [0020] Diese Eigensteifigkeit ist ferner insbesondere dann von Vorteil, wenn eine Relativverschiebung zwischen Lasche und dem Flügel, an dem sie befestigt ist, möglich sein soll.

    [0021] Eine einfache und zweckmäßige Möglichkeit zur Festlegung der Lasche an dem Flügel läßt sich dadurch schaffen, daß die Befestigungsmittel Löcher in der Lasche und damit korrespondierend zusammenwirkende, ortsfest auf einem Flügelende hervorstehend befestigte Schrauben- oder Hülsenköpfe sind.

    [0022] Schließlich sieht die Erfindung zur Ermöglichung einer Relativverschiebung von Lasche und Flügel vor, daß die Befestigungsmittel der Lasche Langlöcher sind.

    [0023] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert. Diese zeigen in
    Fig. 1
    einen Mophalter in Arbeitsstellung mit erster Ausführungsform eines Mopbezuges;
    Fig. 2
    einen Mophalter in Arbeitsstellung mit einer weiteren Ausführungsform des Mopbezuges und in
    Fig. 3
    einen Mophalter in Arbeitsstellung mit einer weiteren Ausführungsform des Mopbezuges.


    [0024] Gleiche Teile sind in den Figuren 1, 2 und 3 mit demselben Bezugszeichen versehen. Die Figur 1 zeigt einen Mopbezug 1 für das Naß-oder Feuchtwischen von Fußböden. Der Mopbezug 1 ist auf einen Mophalter 2 aufgezogen. Der Mophalter 2 besteht aus zwei aus der in den Figuren dargestellten verriegelten Arbeitsstellung aufeinanderzuklappbaren Kunststoffflügeln 3 und 4. Des weiteren weist er eine an dem Kunststoffflügel 4 angeordnete, kardanisch aufgehängte Stielhalterung 5 sowie einen daran befestigten Stiel 6 auf. Weiterhin sind auf der Oberseite des Kunststoffflügels 4 Befestigungsmittel in Form von ortsfest hervorstehenden Schrauben- oder Hülsenköpfen 7 zur lösbaren Befestigung des Mopbezuges 1 angeordnet. Diese Befestigungsmittel 7 wirken mit korrespondierend hierzu an dem Mopbezug 1 ausgebildeten Befestigungsmitteln zusammen. In den Ausführungsbeispielen gemäß Figur 1 und 2 sind diese Befestigungsmittel als Löcher 8 und bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 als Langlöcher 18 ausgebildet. Die Befestigungsmittel 7 und 8 können aber auch in Form von Knopf-, Druckknopf-, Klettverschluß- oder dergleichen Verbindungen ausgebildet sein. Die beiden Kunststoffflügel 3 und 4 sind um eine Achse 9 verschwenkbar aufeinanderzuzuklappen. Zur Lösung der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten verriegelten Arbeitsstellung dient eine Fußtaste 10.

    [0025] Der Mopbezug 1 besteht aus einer länglichen, der Form des Mophalters 2 angepaßten Textillage 11. An der Unterseite der Textillage 11 sind Mopfransen 12 befestigt. Auf ihrer Oberseite weist die Textillage 11 mopfransenfreie Bereiche auf. Diese mopfransenfreien Bereiche sind an einem Längsende des Mopbezuges 1 als Tasche 13 und an dem anderen Längsende des Mopbezuges als Lasche 14 ausgebildet. Die Tasche 13 ist sowohl an der Längsendseite als auch an den Breitseiten vorzugsweise durch Annähen auf der Oberseite des Mopbezuges 1 befestigt. Die Lasche 14 ist demgegenüber nur an dem Längsende auf der Textillage 11 befestigt. Die Lasche 14 besteht aus einem folienartigen Gebilde aus Kunststoff und ist unmittelbar an den die Mopfransen 12 tragenden Bereich mittels einer parallel zur Längsendkante des Mopbezuges 1 verlaufenden Naht 15 auf der Oberseite der Textillage 11 angenäht. Zumindest im Bereich der Naht 15 ist die Lasche 14 flexibel und insbesondere folienartig ausgebildet.

    [0026] Die Lasche 14 besteht aus einem thermoplastischen Kunststoff auf Basis von Polyätherestern. Hierbei handelt es sich um einen teilkristallinen Kunststoff. Dieser wird unter dem Markennamen arnitel(R) vertrieben.

    [0027] Die Befestigungsmittel 8 und 18 der Lasche 14 sowie die Befestigungsmittel 7 des Flügels 4 sind derart ausgelegt, daß damit die Lasche 14 in Längsrichtung des Halters 2 stramm gespannt auf dem Flügel 4 festlegbar bzw. zu befestigen ist. Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen geschieht dies durch Einknöpfen der Befestigungsmittel 7 in die Löcher 8 bzw. die Langlöcher 18. Die Ausführungsform nach Fig. 3 weist hierbei die Besonderheit auf, daß die Befestigungsmittel 7 aus der dargestellten verriegelten Arbeitsstellung mit Anschlag an den längsendseitigen Langlochbegrenzungen bei aufeinanderzugeklappten Flügeln 3 und 4 in Anschlagstellung mit den gegenüberliegenden, stielzugewandten Langlochbegrenzungen gelangen. Hierdurch wird eine Relativverschiebung von Lasche und Flügel 4 bewirkt, so daß sich der Abstand von Naht 15 und längsendseitiger Kante 19 des Flügels 4 vergrößert. Für das Auspressen des Wischbezuges 1 in Rollenpressen wird hierdurch ein größerer Abstand zwischen der noch Mopfransen 12 tragenden Längsendkante der Textillage 11 und der Flügelkante 19 bei vertikal der Länge nach hängendem Wischbezug 1 geschaffen.

    [0028] Obwohl die Lasche 14 zumindest im Bereich der Naht 15 flexibel und insbesondere folienartig ausgebildet ist, besitzt sie dennoch eine Eigensteifigkeit, die für eine Kraftübertragung vom Halter 2 auf die Textillage 11 beim Wischen sowie für die bei der Ausführungsform nach Fig. 3 erfolgende Relativverschiebung von Lasche 14 und Flügel 4 ausreichend ist. D. h. die Eigensteifigkeit der Lasche 14 reicht aus, um die insbesondere bei Wischbewegungen in Pfeilrichtung 20 über die Befestigungsmittel 7 auf die Lasche 14 einwirkenden Kräfte aufzunehmen und an die Textillage weiterzugeben, ohne daß es zu einem Umknicken oder Verknicken der Lasche 14 kommt.

    [0029] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 ist auf der Unterseite der Lasche 14 noch eine schlaufen- oder ringförmige Aufnahme 16 zur Aufnahme des Flügelendes 4 ausgebildet und befestigt.

    [0030] Bei der Ausführungsform nach Figur 2 ist die Lasche 14 als schmaler Streifen mit einer Breite von 1 bis 3 cm ausgebildet. In diesem Ausführungsbeispiel sind ferner die zu dem Befestigungsmittel 8 korrespondierend auf dem Flügelende 4 ausgebildeten Befestigungsmittel 7 derartig nahe an der längsendseitigen Kante des Flügels 4 angeordnet, daß im dargestellten Befestigungszustand von Mopbezug 1 am Flügelende 4 die Befestigungsmittel an Lasche 14 und Flügelende 4 im unmittelbaren Bereich der Naht 15 zu liegen kommen.

    [0031] Bei der Benutzung wird der Mophalter mit aufeinanderzugeklappten Flügeln dem Mopbezug zugeführt. Zunächst wird der Kunststoffflügel 3 in die Tasche 13 eingeführt und dann wird der Mophalter 2 durch Niederdrücken in die in den Figuren 1 bis 3 dargestellte verriegelte Arbeitsstellung bewegt. Anschließend wird die Lasche 14 mit Hilfe der Befestigungsmittel 7 und 8 bzw. 7 und 18 an dem Flügel 4 festgelegt. Bei den dargestellten Befestigungsmitteln geschieht dies durch Einknöpfen der schraubenartigen Köpfe 7 in die Löcher 8 bzw. die Langlöcher 18 der Lasche 14. In dieser Stellung ist nun der Mopbezug 1 mit Mophalter 2 wischbereit. Zum Auswischen und Auspressen des Mops braucht dann nur die Fußbetätigungstaste 10 niedergetreten zu werden, so daß sich die Flügel 3 und 4 entriegeln und beim Hochziehen an dem Stiel 6 die Flügel aufeinanderzuklappen. Hierbei rutscht die Tasche 13 vom Flügelende 3, so daß der Mopbezug 1 nur noch mit Hilfe der Lasche 14 an dem anderen Flügelende 4 gehalten wird. Der Mopbezug 1 hängt dann nahezu vertikal ausgerichtet an dem Flügel 4, da die Lasche 14 flexibel und nur mittels einer an den die Mopfransen tragenden Bereich der Textillage 11 direkt angrenzenden längsendseitigen Naht 15 befestigt ist. Störende Befestigungen an der Breitseite der Textillage 11 weist die Lasche 14 nicht auf. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß die zur Aufnahme des Flügelendes 4 gemäß Figur 1 vorgesehene schlaufenförmige Aufnahme 16 nicht mit der Oberseite der Textillage 11 verbunden ist, sondern nur an der Unter- bzw. Innenseite der Lasche 14 befestigt ist. In vertikal hängender Stellung ist der Mopbezug 1 nun sowohl Wascheimern als auch Pressen zuzuführen und über die gesamte Länge des mopfransentragenden Bereiches in die Presse einführ- und auspreßbar. Anschließend wird der Mopbezug 1 auf den Boden gelegt und wird der Flügel 3 wieder in die Tasche 13 eingeführt.

    [0032] An den Seitenrändern der Lasche 14, parallel zur Breitseite 17 des Mopbezuges 1, kann jeweils ein Kunststoffstab oder eine Kunststoffrippe angeordnet sein, um die Lasche 14 für die Einführung des Flügelendes 4 in einer geöffneten Stellung, ähnlich der Öffnung der Tasche 13, darzubieten.


    Ansprüche

    1. Mopbezug (1) für das Naß- oder Feuchtwischen von Fußböden, bestehend aus einer Mopfransen (12) tragenden, länglichen, an die Form von zwei aus einer verriegelten Arbeitsstellung aufeinanderzuklappbaren Kunststoffflügeln (3, 4) eines Mophalters (2) mit Befestigungsmitteln (7) zur lösbaren Befestigung des Mopbezuges (1) angepaßten Textillage (11), die auf ihrer Oberseite an beiden Längsenden an den Flügelenden des Mophalters (2) anzubringende, mopfransenfreie Bereiche aufweist, wobei einem längsendseitigen Bereich mit den Befestigungsmitteln (7) des Mophalters (2) in Befestigungsverbindung zu bringende Befestigungsmittel (8, 18) zugeordnet sind und der andere längsendseitige Bereich als befestigungsmittelfreie Tasche (13) ausgebildet ist,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der der Tasche (13) gegenüberliegende Bereich als auf der Textillage (11) befestigte und die Befestigungsmittel (8, 18) aufweisende Lasche (14) ausgebildet ist, die mit Hilfe der Befestigungsmittel (7, 8, 18) stramm gespannt auf einem Kunststoffflügel (4) festlegbar ist.
     
    2. Mopbezug nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Lasche (14) unmittelbar an den mopfransentragenden Bereich der Textillage (11) anschließend befestigt und zumindest in diesem Befestigungsbereich (15) flexibel und insbesondere folienartig ausgebildet ist.
     
    3. Mopbezug nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß an der Lasche (14) eine schlaufen- oder ringförmige Aufnahme (16) zur Umfassung des Flügelendes (4) ausgebildet ist.
     
    4. Mopbezug nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Lasche (14) ein längsendseitig auf der Textillage (11) vernähter Streifen (15) mit einer Breite von 1 bis 3 cm ist.
     
    5. Mopbezug nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Befestigungsmittel (7, 8) an Lasche (14) und Flügelende (4) im unmittelbaren Bereich der Befestigung (15) der Lasche (14) an der Textillage (11) angeordnet sind.
     
    6. Mopbezug nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Lasche (14) aus Kunststoff, insbesondere einem thermoplastischen Kunststoff auf Basis von Polyätherestern, besteht.
     
    7. Mopbezug nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Lasche (14) eine für die Kraftübertragung vom Halter (2) auf die Textillage (11) beim Wischen ausreichende Eigensteifigkeit besitzt.
     
    8. Mopbezug nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Befestigungsmittel Löcher (8) in der Lasche (14) und damit korrespondierend zusammenwirkende, ortsfest auf einem Flügelende (4) hervorstehend befestigte Schrauben- oder Hülsenköpfe (7) sind.
     
    9. Mopbezug nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Befestigungsmittel der Lasche (14) Langlöcher (18) sind.
     


    Claims

    1. Mop head (1) for the wet or moist wiping of floors and consisting of an elongate textile layer (11), which carries mop fringes (12) and is matched to the shape of two synthetic material flaps (3, 4), which are foldable one onto the other out of a latched operative setting, of a mop holder (2) with fastening means (7) for the detachable fastening of the mop head (1) and which on its upper side displays regions at both longitudinal ends, which regions are free of mop fringes and to be mounted at the blade ends of the mop head (1), wherein fastening means (8, 18), which are to be brought into fastening connection with the fastening means (7) of the mop holder (2), are associated with one longitudinal end region and the other longitudinal end region is formed as a pocket (13) free of the fastening means, characterised thereby, that the region lying opposite the pocket (13) is formed as a strap (14), which is fastened on the textile layer (11) and displays the fastening means (8, 18) and which is fixable on a synthetic material flap (4) while being tautly tensioned with the aid of the fastening means (7, 8, 18).
     
    2. Mop head according to claim 1, characterised thereby, that the strap (14) is fastened directly adjoining that region of the textile layer (11), which carries the mop fringes, and is formed to be flexible and in particular in the manner of a foil at least in this fastening region (15).
     
    3. Mop head according to one of the preceding claims, characterised thereby, that a loop-shaped or annular receptacle (16) for embracing the blade end (4) is formed at the strap (14).
     
    4. Mop head according to one of the preceding claims, characterised thereby, that the strap (14) is a strip (15) of a width of 1 to 3 centimetres and sewn onto the textile layer (11) at the longitudinal end.
     
    5. Mop head according to one of the preceding claims, characterised thereby, that the fastening means (7, 8) at the strap (14) and the blade end (4) are arranged in the immediate region of the fastening (15) of the strap (14) at the textile layer (11).
     
    6. Mop head according to one of the preceding claims, characterised thereby, that the strap (14) consists of synthetic material, in particular of a thermoplastic synthetic material on the base of polyether esters.
     
    7. Mop head according to one of the preceding claims, characterised thereby, that the strap (14) has an inherent stiffness adequate for the force transmission from the holder (2) to the textile layer (11) during wiping.
     
    8. Mop head according to one of the preceding claims, characterised thereby, that the fastening means are holes (8) in the strap (14) and screwheads or cartridge flanges (7), which co-operate correspondingly therewith and are fastened in fixed location proud at the blade end (4).
     
    9. Mop head according to one of the preceding claims, characterised thereby, that the fastening means of the strap (14) are elongate holes (18).
     


    Revendications

    1. Garniture (1) de balai à franges pour le nettoyage mouillé ou humide des sols, constituée par une couche en matière textile (11) de forme allongée, portant des franges (12) et adaptée à la forme de deux ailes (3,4) en matière synthétique d'un porte-balai (2), ces ailes pouvant, à partir d'une position de travail verrouillée, être repliées l'une sur l'autre et étant pourvues de moyens de fixation (7) adaptés pour la fixation amovible de cette garniture (1), laquelle comporte sur sa face supérieure, à ses deux extrémités longitudinales, des zones dépourvues de franges et à appliquer sur les extrémités des ailes du porte-balai (2), ainsi que des moyens de fixation (8, 18) prévus pour coopérer avec les moyens de fixation (7) de ce porte-balai (2) et étant attribués à la zone située du côté d'une des deux extrémités longitudinales, l'autre zone située du côté de l'autre extrémité longitudinale étant réalisée sous la forme d'une poche (13) dépourvue de moyens de fixation, cette garniture étant caractérisée par le fait que la zone située du côté opposé à la poche (13) est réalisée sous la forme d'un rabat (14) fixé sur la couche en matière textile (11) et pourvue des moyens de fixation (8,18), lequel rabat peut être fixé sur une aile (4) en matière synthétique à l'aide des moyens de fixation (7, 8, 18) qui le tendent très fortement.
     
    2. Garniture de balai à franges selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le rabat (14) est contigu à la zone de la couche en matière textile (11) portant les franges du balai et est fixé directement sur cette zone, ce rabat étant prévu flexible au moins dans sa zone de fixation (15) et, plus particulièrement, étant réalisé de manière semblable à une feuille.
     
    3. Garniture de balai à franges selon l'une ou l'autre des revendications 1 ou 2, caractérisée par le fait que le rabat (14) est pourvu d'un réceptacle (16) en forme de boucle ou d'anneau adapté pour entourer l'extrémité de l'aile (4).
     
    4. Garniture de balai à franges selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée par le fait que le rabat (14) est constitué par une bande (15) ayant une largeur de 1 à 3 cm et cousue sur la couche en matière textile (11) du côté de l'extrémité longitudinale correspondante.
     
    5. Garniture de balai à franges selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée par le fait que les moyens de fixation (7, 8) prévus sur le rabat (14) et l'extrémité de l'aile (4) correspondante sont situés à proximité immédiate de la bande cousue (15) du rabat (14) sur la couche en matière textile(11).
     
    6. Garniture de balai à franges selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée par le fait que le rabat (14) est constitué dans une matière synthétique, plus particulièrement dans une matière synthétique thermoplastique à base de polyétheresters.
     
    7. Garniture de balai à franges selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée par le fait que le rabat (14) est prévu pour avoir une rigidité propre suffisante pour la transmission des forces du porte-balai (2) à la couche en matière textile (11) lors du balayage.
     
    8. Garniture de balai à franges selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée par le fait que les moyens de fixation sont constitués par des trous (8) situés dans le rabat (14) et des têtes saillantes (7) de vis ou de goujons, montées de manière fixe sur une extrémité d'une aile (4) et qui correspondent aux trous (8) et coopèrent avec eux.
     
    9. Garniture de balai à franges selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée par le fait que les moyens de fixation dont le rabat (14) est pourvu sont des trous oblongs (18).
     




    Zeichnung