[0001] Zum automatischen Öffnen von Toren müssen die entsprechenden elektrischen Antriebseinheiten
je nach Funktion des Tores an einer anderen Stelle montiert und mit speziellen Verbindungselementen
mit dem Tor verbunden werden.
[0002] Bei einem nach oben aufschwingenden Tor ist es beispielsweise bekannt, im Bereich
der Decke eine Führungsschiene zu montieren, in der eine Antriebskette oder ein ähnliches
Mittel umläuft, und einen Schlitten entlang dieser Führungsschiene bewegt. Dieser
Schlitten ist über eine Führungsstange mit dem Torblatt verbunden, wodurch dieses
geöffnet und geschlossen werden kann. Üblicherweise wird dabei das dem Tor abgewandte
Ende der Kette mit Hilfe des Umlenkritzels durch eine elektrische Antriebseinheit,
die an der Decke befestigt ist, angetrieben. Um die Bewegung der Kette und damit des
Tores in den richtigen Endstellungen anzuhalten, sind Endschalter oder andere Elemente
mit gleicher Wirkung notwendig.
[0003] Dabei können die Endschalter entweder im Bereich des Tores angeordnet und direkt
durch dieses betätigt werden, oder innerhalb eines geschützten Gehäuses an der Antriebseinheit
vorgesehen sein.
[0004] Im ersteren Fall sind die Einstellarbeiten zum Erreichen der richtigen Endpositionen
des Tores einfach durchzuführen, dafür besteht jedoch ein erhöhtes Beschädigungsrisiko
für diese Endschalter, und zusätzlich müssen Leitungen von den Endschaltern zur Antriebseinheit
verlegt werden.
[0005] Im zweiten Fall sind die Endschalter vor Beschädigungen und Verschmutzung geschützt
im Gehäuse der Antriebseinheit untergebracht, müssen jedoch genau eingestellt werden,
damit ihre Auslösung tatsächlich mit den gewünschten Endpositionen des zu bewegenden
Tores übereinstimmt.
[0006] Der zweiten Lösung entspricht beispielsweise der Gegenstand der Europäischen Patentanmeldung
EP 8812121. Dabei ist die gesamte Antriebseinheit in einem Gehäuse untergebracht,
welches aus einer Grundplatte und einem Deckel besteht. Die Grundplatte wird dabei
an der Decke verschraubt und weist einstückig mit der Grundplatte ausgebildete Abstandhalter
auf, so daß das die Kette antreibende Ritzel einschließlich der Schiene, in der die
Kette umläuft, in dem Abstand zwischen der Grundplatte und der Decke untergebracht
ist.
[0007] Auf der der Decke abgewandten Seite der Grundplatte sind sämtliche Elemente der Antriebseinheit
montiert, beispielsweise eine elektrische Motor-Getriebe-Einheit, deren Abtriebswelle
sich durch eine Öffnung in der Grundplatte aus dem Gehäuse nach außen, also in Richtung
der Decke des Gebäudes, erstreckt und mit dem die Kette antreibenden Ritzel verbunden
ist.
[0008] Noch innerhalb des Gehäuses wird die Drehbewegung der Antriebswelle auf eine parallel
zur Grundplatte gelagerte Gewindespindel übertragen, auf welcher sich Muttern als
Nocken befinden, die an einem Mitdrehen mit der Gewindespindel gehindert sind. Dadurch
verschrauben sich diese Muttern bei einem Antrieb des Tores entlang der Gewindespindel,
so daß nach einer einmal vorgenommenen Einstellung der Muttern auf der Gewindespindel
eine bestimmte Axialposition auf der Gewindespindel jeweils einer bestimmten Position
des Tores zuzuordnen ist.
[0009] Die Muttern werden auf der Gewindespindel durch einen neben der Gewindespindel auf
die Grundplatte aufgeschraubten Winkel, dessen einer Schenkel sich direkt neben den
Muttern befindet, am Drehen gehindert. Durch Langlöcher in dem Winkel quer zur Längsrichtung
der Gewindespindel kann dieser problemlos in Anlage an die Muttern gebracht und justiert
werden.
[0010] Auf der dem Winkel gegenüberliegenden Seite der Gewindespindel sind zwei bekannte,
elektromechanische Endschalter auf der Grundplatte verschraubt, deren Taster durch
die entlang der Gewindestange sich bewegenden Muttern betätigt werden, von denen eine
der geöffneten und die andere der geschlossenen Stellung des Tores entspricht.
[0011] Darüber hinaus ist es bekannt, anstelle von Endschaltern, die durch mechanische,
in Abhängigkeit des Tores bewegte Elemente geschaltet werden, eine Steuerelektronik
zu verwenden, welcher beispielsweise eine bestimmte Betriebszeit einprogrammiert ist,
die zum Bewegen des Tores von der vollständig geöffneten bis zur vollständig geschlossenen
Stellung und umgekehrt notwendig ist.
[0012] Der Einsatz solcher elektronischer Steuerungen hat sich nicht nur als teuerer erwiesen
sondern auch als störanfälliger: Zum einen ist die notwendige Laufzeit der Antriebseinheit
zum Bewegen des Tores von einer Einstellung in die andere nicht immer gleich, sondern
hängt u.a. von der Betriebstemperatur der Antriebseinheit, also beispielsweise der
Umgebungstemperatur, ab und darüber hinaus auch von deren Reibungsverlusten, die mit
zunehmender Verschmutzung, Beschädigung etc. stärker werden können. Ebenso sind Schwankungen
in der Netzspannung für eine unterschiedliche Betriebsdauer verantwortlich.
[0013] Dabei ist zu beachten, daß bereits eine um nur 1 oder 2% falsche Betriebsdauer zu
einem um einige cm geöffneten anstatt vollständig geschlossenem Tor führen kann, bzw.
bei Weiterlaufen der Antriebseinheit nach dem vollständigen Schließen des Tores um
nur wenige Sekunden zu einer Schädigung des Antriebsmotores führen kann.
[0014] Darüber hinaus ist eine mechanische Lösung wesentlich einfacher im Hinblick auf die
Einstellbarkeit, was bei unterschiedlich qualifizierten Personen, die den Einbau und
die Ersteinstellung bzw. die Nachstellung vorzunehmen haben, wünschenswert ist.
[0015] Insbesondere kann ein unterschiedliches Ergebnis zwischen den Einstellversuchen und
dem Praxisbetrieb daher rühren, daß während des Einstellvorganges ein vielmaliges
Öffnen und Schließen des Tores hintereinander durchgeführt wird, wodurch sich der
Elektromotor, die Kette etc. im optimalen thermischen Betriebszustand befinden.In
der Praxis wird die Antriebseinheit dagegen oftmals nur im 12-Stunden-Abstand betätigt
und ist damit gerade in der Winterzeit wesentlich kälter. Gerade eine sehr genaue
Einstellung mit wiederholten Versuchen führt daher in der Praxis nicht zum gewünschten
Ergebnis des vollständigen Öffnens und v.a. vollständigen Schließen des Tores.
[0016] Weiterhin ist es bekannt, bei derartigen Torantrieben das Tor nicht mit der gleichen
Geschwindigkeit bis in seine Endstellung zu bewegen, sondern bereits kurz vor Erreichen
dieser Einstellung die Betriebsgeschwindigkeit herabzusetzen, um eine Beschädigung
zu vermeiden, indem die relativ große Masse des Tores mit Zu hoher Geschwindigkeit
die Endstellung und damit eine Anlage an einen mechanischen Widerstand erreicht.
[0017] Da die Zeitdauer zwischen dem Erreichen des Punktes, an dem die Geschwindigkeit herabgesetzt
werden soll, und dem Erreichen der Endstellung im Vergleich zur gesamten Dauer des
Betriebsvorganges telativ kurz ist, kann für diese Phase bereits etwas besser mit
zeitabhängigen Schaltungen gearbeitet werden, da bei einer gewissen prozentualen Abweichung
des zeitlichen Sollwertes die absolute zeitliche Differenz relativ gering ausfällt.
[0018] Aus diesem Grunde ist die Kombination zweier elektromechanischer Endschalter innerhalb
des Gehäuses der Antriebseinheit mit einer zeitabhängigen elektronischen Steuerung
für die Festlegung der Zeitdauer für die Langsamphase bekannt.
[0019] Doch auch in diesem Fall ergibt sich die Schwierigkeit, daß eine solche zeitabhängige
Steuerung dem Montierer bzw. Einsteller immer als "Blackbox" erscheint und bei falschem
Betriebsergebnis nur schwierig zu korrigieren ist, da dies immer nur über die Verstellung
der elektromechanischen Endschalter möglich ist. Liefert die elektronische Zeiteinheit
selbst ein falsches Ergebnis, so kann diese nicht nachgestellt, sondern lediglich
ausgetauscht werden, was nicht nur mit Kosten sondern auch meist einem längeren zeitlichen
Nutzungsausfall verbunden ist.
[0020] Aus diesem Grund ist es wünschenswert, vollständig auf eine elektronische Steuerung
in der Antriebseinheit zu verzichten, und sowohl die Einstellungen des Tores als auch
den Beginn der langsam laufenden Phase durch mechanisch geschaltete Endschalter zu
bewirken.
[0021] Da die Drehbewegung der Gewindespindel von der Abtriebswelle der Motor-Getriebe-Einheit
dort abgenommen wird, wo diese das Gehäuse verläßt, herrschen an der Gewindespindel
sehr beengte Raumverhältnisse, da als Motor-Getriebe-Einheit ein Zukaufteil verwendet
wird und damit der zwischen der Grundplatte und dem Motorkörper vorhandene Abstand
bereits festliegt. Eine zusätzliche Vergrößerung dieses Abstandes ist darüber hinaus
auch nicht erwünscht, da dies die Gesamtbauhöhe der Antriebseinheit vergrößern würde,
was die Montage an bestimmten Einbauorten, wie etwa an einem Sturz eines Tores, also
zwischen der Oberkante der Torhöhlung und der etwas höher liegenden Decke, erschweren
oder unmöglich machen würde.
[0022] Auf der anderen Seite kann die Gewindespindel nicht lang genug ausgebildet werden,
um wie bei der bisher bekannten Lösung auch bei vier Endschaltern alle Endschalter
auf der gleichen Seite der Gewindespindel anzuordnen.
[0023] Läßt man dagegen zwei der vier gewünschten Endschalter von der Unterseite der Grundplatte
her, also im montierten Zustand von oben her, angreifen, so kann der zwischen der
Grundplatte und der Decke vorhandene Abstand zum Unterbringen zweier Endschalter genutzt
werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch, daß das auf die Abtriebswelle aufgesetzte
Ritzel, welches die Kette antreibt, einen so kleinen Durchmesser aufweist, daß die
Kette nicht in den Bereich ragt, in dem die Endschalter sitzen müssen. Dies ist dann
möglich, wenn die Drehgeschwindigkeit des Motors bzw. die Untersetzung der nachgeschalteten
Getriebeeinheit im Hinblick auf ein möglichst kleines Ritzel abgestimmt ist.
[0024] Der Vorteil einer Unterbringung der beiden von unten her angreifenden Endschalter
liegt nicht nur darin, daß auf der Oberseite der Grundplatte kein zusätzlicher Raum
benötigt wird, sondern auch darin, daß die in der Grundplatte geformten Taschen zur
Aufnahme dieser Endschalter zusätzlich der Versteifung der Grundplatte dienen. Die
ohnehin notwendigen Versteifungsrippen werden also lediglich in eine solche Position
gebracht, daß sie - zusammen mit einer unteren Umschließung der Endschalter zur Vergrößerung
der Stabilität dieser Rippen - eine seitliche Führung für die Endschalter bilden.
[0025] Für die Herstellung solcher Grundplatten im Spritzgußverfahren ist es weiterhin vorteilhaft,
wenn die Endschalter nicht unmittelbar auf dem Grund der Taschen aufsitzen, da durch
Ungenauigkeit des Spritzvorganges hier Unregelmäßigkeiten entstehen können. Deshalb
werden diese Taschen tiefer ausgebildet, weisen jedoch entsprechende Absätze in dem
Bereich auf, in dem die Endschalter aufsitzen.
[0026] Aus Gründen der Herstellbarkeit ist es weiter vorteilhaft, diese beiden Taschen zu
einer gemeinsamen Vertiefung zusammenzufassen, wobei wiederum durch entsprechende
Absätze die Positionierung jedes einzelnen Endschalters genau festgelegt ist. Diese
Vertiefung sollte wenigstens auf einer ihrer Stirnseiten offen sein, was den Herstellungsprozess
einfacher gestaltet.
[0027] Diese von unten angreifenden Endschalter werden nicht durch Verschraubung in ihrer
Position gehalten sondern von oben durch entsprechende Formteile in Anlage an den
Umfangsflächen der Taschen gehalten, wobei vorzugsweise als Halteteile Federbleche
verwendet werden, die beim Verschrauben der anderen Endschalter auf der Grundplatte
zwischen diese Endschalter und die Grundplatte gelegt und mit dieser fixiert werden.
Dadurch wird auch der Montagevorgang beschleunigt und verbilligt.
[0028] Um den Betätigungszeitpunkt der Taster der Endschalter möglichst genau festlegen
zu können, werden als Nocken nicht die bisher bekannten handelsüblichen Sechskantmuttern
auf der Gewindespindel verwendet, da diese neben den gerundeten Kanten zu große Fertigungsungenauigkeiten
aufweisen. Statt dessen werden speziell gestaltete Kunststoffmuttern verwendet, die
nicht nur eine exakt rechtwinklige Anlaufkante besitzen, sondern darüber hinaus auch
regelmäßig über den Umfang verteilt in Längsrichtung angeordnete Schlitze aufweisen,
in welche zum Verhindern des Mitdrehens ein entsprechender Fortsatz des neben der
Gewindespindel aufgeschraubten Fixierungswinkels eingreift. Da aufgrund seiner Langlöcher
dieser Winkel stufenlos in seinem Abstand zur Gewindespindel variiert werden kann,
ist es möglich, den Fortsatz nur so weit in die Schlitze der Muttern hineinragen zu
lassen, daß dieser nicht deren Grund erreicht. Dadurch wird eine wesentlich geringere
Gleitreibung zwischen Muttern und Führungswinkel erzielt als bei vollflächiger Anlage
eines Schenkels des Winkels an einer Seite einer Sechskantmutter.
[0029] Ist dagegen aus bestimmten Gründen, beispielsweise einer notwendigen Vergrößerung
des Kettenritzels oder ähnlichem, eine Unterbringung der zwei Endschalter unterhalb
der Gewindespindel nicht möglich, so können je zwei der Endschalter beidseits der
Gewindespindel auf der Grundplatte verschraubt werden. Die Drehsicherung für die auf
der Gewindestange laufenden Muttern muß dann jedoch oberhalb oder unterhalb der Gewindespindel
angeordnet werden. Eine besonders einfache Lösung ist dabei das Einschieben eines
entsprechend dimensionierten Stabes durch die Lagerböcke der Gewindespindel hindurch
in einem solchen Abstand zur Gewindespindel, daß dieser Stab in den Schlitzen der
Mutter zum Liegen kommt. Da die Gewindespindel in der Nähe der Außenkante der Grundplatte
endet, kann ein solcher Stab nach Abnahme des Deckels von der Grundplatte leicht aus
den Lagerböcken der Gewindespindel herausgezogen werden.
[0030] Durch eine Kröpfung dieses Stabes an dem der Kante der Grundplatte benachbarten Ende
wird verhindert, daß der Stab sich zu weit nach innen bewegt und nicht mehr durch
beide Lagerböcke gehalten wird. Ein selbsttätiges Herausbewegen ist ebenfalls nicht
möglich, da dies durch den aufgesetzten Deckel verhindert wird.
[0031] Eine Ausführungsform gemäß der Erfindung ist anhand der Figurenbeschreibung näher
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Querschnittsdarstellung durch eine an der Decke montierte Antriebseinheit,
- Fig. 2
- eine teilweise Aufsicht auf die Grundplatte bei montierten Endschaltern,
- Fig. 3
- eine Aufsicht ähnlich der Fig. 2 auf eine leere Grundplatte,
- Fig. 4
- eine Schnittdarstellung der Vertiefung für die Endschalter,
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung rechtwinklig zur Darstellung der Fig. 4,
- Fig. 6a,b
- eine Darstellung der Mutter und
- Fig. 7a,b,c,d
- eine Darstellung des Verriegelungswinkels.
[0032] Fig. 1 zeigt eine an der Decke montierte Antriebseinheit 20 mit einer Grundplatte
1, an der alle Komponenten der Antriebseinheit 20 befestigt sind, und welche mit der
Decke fest verschraubt ist.
[0033] Der auf die Grundplatte 1 aufgesetzte Deckel 2 dient dem Schutz dieser Komponenten
vor Beschädigung und Verschmutzung. Der Mindestabstand A zwischen der Grundplatte
und der Decke, der durch die einstückig mit der Grundplatte 1 ausgebildeten Abstandshalter
bestimmt ist, hängt von der Bauhöhe des Ritzels 7, der hierdurch angetriebenen Kette
18 und der diese aufnehmenden Schiene ab, die zwischen der Grundplatte und der Decke
Platz finden müssen.
[0034] Die Motor-Getriebe-Einheit 3 ist mittels ihrer Füsse 4 auf der Grundplatte 1 verschraubt,
wobei sich die Abtriebswelle 5 durch die Öffnung 6 der Grundplatte in den Zwischenraum
zwischen Grundplatte 1 und der Decke des Gebäudes hinaus erstreckt und dort mit dem
Ritzel 7 verbunden ist.
[0035] Dabei ist mit der Abtriebswelle 5 auch die koaxiale Buchse 12 mittels Kerbnägel 26
drehfest verbunden, so daß sich die Kegelradverzahnung 13 dieser Buchse 12 innerhalb
des Gehäuses, also auf der deckelseitigen Seite der Grundplatte 1 befindet und ihre
Drehung dort auf das Kegelrad 14, welches auf einer Stirnseite der Gewindespindel
9 sitzt, übertragen kann. Das Kegelritzel 14 und teilweise auch die Gewindespindel
9 befinden sich dabei noch unterhalb der Motor-Getriebe-Einheit, wofür maximal der
Abstand F zwischen der Grundplatte und der Motor-Getriebe-Einheit 4 zur Verfügung
steht, der durch die Abmessungen dieses Zukaufteiles festgelegt ist.
[0036] Vor allem die Bauhöhe dieser Motor-Getriebe-Einheit 3 bestimmt darüber hinaus die
lichte Höhe B des Deckels 2, woraus sich die Gesamthöhe C der Antriebs-Einheit 20
ergibt.
[0037] Im montierten Zustand der Fig. 1 befinden sich oberhalb der Gewindespindel 9, die
insgesamt 4 Muttern 10 aufweist, zwei Endschalter 8, und auch in entsprechenden Taschen
21 einer gemeinsamen Vertiefung 27 unter der Gewindestange, in der sie durch ein Federblech
22 gehalten werden (in Fig. 1 nicht eingezeichnet).
[0038] Wie in der Aufsicht der Figur 2 besser zu erkennen ist, befinden sich die beiden
oberen Endschalter 8 neben der Gewindespindel 9, wo sie direkt auf die Grundplatte
aufgeschraubt werden. Der Arm-artige Taster jedes Endschalters verläüft dabei leicht
schräg zur Gewindestange und ist um eine senkrecht stehende Schwenkachse 50 im Endschalter
drehbar. Die Endschalter sind bereits für das Verschrauben durch senkrecht von der
Grundplatte aufragende Anschläge 29 in ihrer Position festgelegt, wobei zusätzlich
vor dem Verschrauben ein Federblech 22 zwischen diese Endschalter 8 und die Grundplatte
1 gelegt und beim verschrauben festgeklemmt wird, welches dem Positionieren der unterhalb
der Gewindespindel 9 liegenden Endschalter 8 dient.
[0039] Fig. 2 zeigt auch die Lage des Winkels 16, der auf der freien Seite der Gewindespindel
9 auf der Grundplatte verschraubt ist.
[0040] Mit Hilfe der Langlöcher 17 in dem auf der Grundplatte 1 aufliegenden Schenkel des
Winkels 16 kann dieser vor dem Festziehen der Schrauben 30 soweit an die Gewindespindel
9 herangeschoben werden, daß der längsverlaufende Vorsprung 23, der vom senkrecht
von der Grundplatte 1 abstrebenden Schenkel aus in Richtung auf die Gewindestange
9 vorsteht, in die Schlitze 24 der Muttern 10 in gewünschter Weise eingreift.
[0041] Dabei ist beabsichtigt, daß dieser Vorsprung 23 möglichst nicht den Grund der Schlitze
24 erreicht, sondern nur an seinen Seitenflächen die Innenkontur der Schlitze 24 berührt,
um die Reibung zwischen Muttern 10 und Winkel 16 und damit den Kraftaufwand möglichst
gering zu halten.
[0042] Jede der Muttern 10 stellt dabei entweder eine der Endpositionen des zu bewegenden
Tores dar, oder einen der Punkte, bei welchen vor Erreichen der Endposition ein Umschalten
vom Schnellauf auf den Langsamlauf vollzogen wird.
[0043] Damit schaltet jeweils eine der Muttern 10 jeweils einen der Endschalter 8. Um gegenseitige
Behinderungen zu vermeiden, also beispielsweise Einschalten eines Endschalters durch
die falsche Mutter 10, können unterschiedlich große Muttern 10 verwendet werden. Dabei
können beispielsweise die auf der Gewindespindel 9 aussen liegenden Muttern 10 einen
geringeren Durchmesser als die innen liegenden Muttern haben, um dadurch nur den ihnen
zugeordneten Endschalter schalten zu können, den weiter innen liegenden Taster dagegen
kontaktfrei überfahren zu können.
[0044] Wie am besten die Fig. 6a und 6b zeigen, sind die Muttern 10 vorzugsweise aus Kunststoff
bestehende Zylinder mit relativ schwach gerundeten Außenkanten und einer auf die Gewindespindel
9 abgestimmten, koaxialen Gewindebohrung 33. Eine definierte Gestaltung der Außenkanten
35 ist notwendig, da dies die Steuerkanten für die Taster 36 der Endschalter 8 sind.
Bei Verwendung von Muttern 10 mit unterschiedlichem Außendurchmesser muß auch die
Tiefe der Schlitze 24 unterschiedlich sein, da der Abstand 34 des Grundes der Schlitze
24 von der Mitte der Mutter 10 gleich sein muß, da der gleiche Vorsprung 23 des Winkels
16 annähernd diesen Grund der Schlitze 24 erreichen muß. Bei einer Herstellung der
Muttern 10 aus Polyamid sollte die Anlagetiefe zwischen dem Vorsprung 23 und der Innenfläche
der Schlitze 24 etwa 2 mm in der Tiefe betragen, um einerseits eine ausreichend sichere
Blockierung der Muttern zu erreichen und andererseits die Reibung gegenüber dem Winkel
16 zu minimieren.
[0045] Wie Fig. 7 zeigt besteht der Winkel 16 in an sich bekannter Weise aus einem auf der
Grundplatte aufliegenden Schenkel, in dem quer zur Längsrichtung des Winkels 16 zwei
Langlöcher 17 zum Verschrauben mit der Grundplatte 1 angeordnet sind. Von diesem Schenkel
ragt im rechten Winkel der andere Schenkel 37 auf, dessen Stabilität über dreieckige
Verstrebungen 38 zum anderen Schenkel hin gesichert ist.
[0046] Von diesem Schenkel 37 ragt von der dem benachbarten Schenkel gegenüberliegenden
Seite der Vorsprung 23 weg, der sich über die gesamte Länge des Winkels 16 erstreckt,
und zwar in einer solchen Höhe, daß er im montierten Zustand des Winkels 16 auf der
Höhe der Drehachse der Gewindestange 9 zu liegen kommt. Der Vorsprung 23 ist am freien
Ende gerundet.
[0047] Fig. 3 zeigt eine teilweise Aufsicht auf die Grundplatte ähnlich der Fig. 2, jedoch
ohne darauf befestigter Bauteile.
[0048] Zwischen den Lagerböcken 15, in denen die Gewindestange 9 geführt wird, ist die Vertiefung
27 zu erkennen, die in ihren Endbereichen aufgeweitet ist und durch die dabei entstehenden
Absätze 32 die Taschen 21 zur Aufnahme der beiden unter der Gewindestange 9 liegenden
Endschalter bildet.
[0049] Wie besser in der Querschnittsdarstellung der Fig. 5 zu erkennen, wird die Vertiefung
27 durch Seitenwände 41 gebildet, die einstückig mit der Grundplatte 1 ausgebildet
sind und im Grunde der Vertiefung über einen Boden 42 zur Vergrößerung der Stabilität
miteinander verbunden sind.
[0050] Da gerade im Bereich des Bodens solcher Vertiefungen beim Herstellen Ungenauigkeiten
auftreten können, sitzen die Endschalter nicht auf diesem Boden auf, sondern etwas
höher auf entsprechenden Absätzen 32, die entlang der Seitenwände 41 in einer solchen
Länge verlaufen wie es der Größe der Endschalter 8 entspricht. Die Vertiefung 27 weist
auf einer Seite eine Stirnwand 43 auf, die mit dem Boden 42 und den Seitenwänden 41
verbunden ist. Diese Stirnwand 43 befindet sich in der Nähe der Außenwand 44 der Grundplatte.
Die gegenüber liegende Stirnseite der Vertiefung 27 ist zum größten Teil offen, um
eine leichtere Herstellbarkeit der Grundplatte zu ermöglichen und Kabel unterhalb
der Grundplatte zu den Taschen 21 führen zu können.
[0051] Wie Fig. 5 zeigt, gehen die Seitenwände 41 von der einer Seite abgerundet und auf
der anderen Seite schräg in die Grundplatte 1 über, um ein leichtes Einsetzen der
Endschalter zu ermöglichen. Fig. 5 zeigt ferner die senkrecht von der Grundplatte
nach oben ragenden Anschläge 29, zwischen denen die auf der Grundplatte aufgeschraubten
Endschalter 8 zum Zweck der Montage angelegt werden. Ferner ist die erhöhte Auflagefläche
28 in der Fig. 5, sowie auch in Fig. 3 im Bereich jedes dieser beiden Endschalter
28 zu erkennen. Dadurch wird eine definierte Höhenlage der auf der Grundplatte aufgeschrauben
Endschalter 8 bezüglich der Gewindestange 9 erreicht, selbst wenn aufgrund des Herstellungsprozesses
die restliche Oberseite der Grundplatte teilweise geringfügige Verwerfungen aufweist.
Auch die Gewindelänge in den Verschraubungspunkten 39 wird dadurch vergrößert. Auf
diese Auflagefläche 28 wird auch jeweils ein Federblech 22 mit entsprechender Formgebung
so aufgelegt, daß es dem waagerechten Verlauf der Auflagefläche 28 sowie dessen gerundetem
Übergang in die Vertiefung 27 folgt und dort nach einem rechtwinkligen Knick waagerecht
endet. Diese freie Ende 46 drückt bei eingelegtem Endschalter 8 auf dessen Oberseite,
sodaß das Federblech nicht mehr an der Rundung anliegt, wie in Fig. 5 dargestellt.
[0052] In Fig. 4 ist in einer Tasche 21 ein Endschalter 8 eingezeichnet.
[0053] Auf der den oberen Endschaltern gegenüberliegenden Seite der Vertiefung 27 verläuft
am oberen Rand der dort abgeschräten Kante der Vertiefung 27 eine von der Oberseite
der Grundplatte abstrebende Anschlagkante 47, die der Anlage des Winkels 16 vor dem
justieren und festschrauben dient.
1. Antriebseinheit (20) für automatisch zu öffnende Tore,
- die in einem Gehäuse, bestehend aus Grundplatte (1) und Deckel (2), montiert ist,
- mit einer elektrischen Motor-Getriebe-Einheit (3), die innerhalb des Gehäuses auf
der Grundplatte (1) befestigt ist und ihre Abtriebswelle (5) durch eine Öffnung (6)
im Gehäuse nach außen erstreckt, wo sie mit einem Übertragungselement zum Bewegen
des Tores verbunden ist und
- mit wenigstens zwei elektromechanischen Endschaltern (8) innerhalb des Gehäuses
zum Schalten der Antriebseinheit (20),
dadurch gekennzeichnet, daß
- wenigstens vier Endschalter (8) zum reduzieren der Antriebsgeschwindigkeit in der
Nähe der Endpositioinen des Tores und Abschalten an den Endpositionen vorhanden sind.
2. Antriebseinheit nach Anspruch 1,
- wobei die Grundplatte (1) mittels einstückig hiermit verbundener Abstandshalter
im Abstand zur Wand bzw. Decke des Gebäudes befestigt ist und der Deckel (2) auf die
Deckenabgewandte Seite der Grundplatte (1) aufgesetzt ist,
- innerhalb des Gehäuses eine parallel zur Grundplatte (1) gelagerte Gewindestange
(9) von der Abtriebswelle (5) in Drehung versetzt wird,
- und die Endschalter (8) durch Kontakt mit auf der Gewindestange (9) aufgeschraubten,
nicht mitdrehenden , aber axial bewegbaren Elementen geschaltet werden,
dadurch gekennzeichnet, daß
je zwei Endschalter (8) von der gleichen Seite an der Gewindestange (9)angreifen.
3. Antriebseinheit nach Anspruch 1 oder 2
dadurch gekennzeichnet, daß
zwei der Endschalter (8) auf der gleichen Seite neben der Gewindestange (9) auf der
Grundplatte (1) aufgeschraubt sind und zwei der Endschalter (8) von unten gegen die
Gewindestange (9) gerichtet sind.
4. Antriebseinheit nach einem der vorherigen Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, daß
die von unten her einwirkenden Endschalter (8) in passgenauen, zur Gewindestange (9)
hin offenen Taschen (21) der Grundplatte (1) sitzen und von oben durch ein Halteteil
in den Taschen (21) gehalten sind.
5. Antriebseinheit nach Anspruch 3 oder4,
dadurch gekennzeichnet, daß
als Halteteil wenigstens ein Federblech (22) dient, welches zwischen die beiden auf
der Grundplatte aufgeschraubten Endschalter (8) und die Grundplatte (1) mitverschraubt
ist.
6. Antriebseinheit nach einem den vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
- die axial bewegbaren Elemente Muttern, insbesondere aus Kunstoff, sind, die am Umfang
in regelmäßigen Abständen über die ganze Länge Schlitze (25) aufweisen und durch einen
Winkel (16) am Mitdrehen mit der Gewindespindel (9) gehindert werden, der parallel
zur Gewindespindel (9) auf der Grundplatte aufgeschraubt ist und einen gegen die Gewindespindel
(9) gerichteten Vorsprung (23) über seine gesamte Länge aufweist, der in die Schlitze
(25) der Muttern passt,
- wobei der auf der Grundplatte (1) aufliegende Winkel quer zur Längsrichtung der
Gewindespindel (9) verlaufende Langlöcher aufweist.
7. Antriebseinheit nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Taschen (21) eine gemeinsame Vertiefung (27) bilden, lden, die zum unteren
Rand der Grundplatte (1), also zur Decke bzw. Wand hin, geschlossen ist und in den
Bereichen, in denen die Endschalter sitzen sollen, formschlüssig zu Taschen (21) verbreitert
sind.
8. Antriebseinheit nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Vertiefung (27) auf wenigstens einer Stirnseite offen ist.
9. Antriebseinheit nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
je zwei Endschalter (8) auf beiden Seiten der Gewindespindel (9) auf der Grundplatte
(1) verschraubt sind.
10. Antriebseinheit nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
als Verdrehsicherung für die axial verschiebbaren Elemente ein längliches Element
parallel zur Gewindestange (9) oberhalb oder unterhalb durch die Lagerböcke vorangeschoben
wird, sodaß es in den Schlitzen (25) der Muttern (10) zu liegen kommt.
11. Antriebseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Auflagefläche (28) für die Endschalter (8) auf der Grundplatte (1) im Bereich
der Endschalter teilweise erhöht ist und die Grundplatte senkrecht neben den Endschaltern
hochstehende Anschläge (29) in Position gehalten werden.