[0001] Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung von Methylformiat als Zusatz zu Treibstoffen
und auf einen Treibstoff für Verbrennungsmotoren mit elektrischer Zündung.
[0002] Wie allgemein bekannt, steigert sich der Wirkungsgrad von Wärmekraftmaschinen, je
größer der Temperaturunterschied zwischen dem eintretenden und dem austretenden Medium
ist. Bei Verbrennungsmotoren hat das zur Folge, daß gleichzeitig mit immer höheren
Drücken gearbeitet werden muß, um eine höhere Arbeitstemperatur zu erreichen. Bei
Verbrennungsmotoren mit zwangsweise eingeleiteter Entzündung des Gemisches darf sich
das Gemisch nicht von selbst entzünden. Als Maßstab für diese Fähigkeit, wurde die
Oktanzahl eingeführt. Je nach unterschiedlichen Bestimmungsmethoden wird von der Research-Oktanzahl
(ROZ), von der Motor-Oktanzahl (MOZ), der Straßen-Oktanzahl (SOZ) und der Front-Oktanzahl
(FOZ) gesprochen. Da die ROZ sowohl unter mechanisch als auch thermisch geringeren
Beanspruchungen bestimmt wird als die MOZ, weisen viele Treibstoffe eine höhere ROZ
denn MOZ auf. Die MOZ stellt allerdings einen Wert dar, der auf Grund der härteren
Bedingungen eher praxisbezogen ist. Bei der Frontoktanzahl wird so vorgegangen, daß
vom Kraftstoff eine Fraktion gezogen wird, die bis 100° C überdestilliert, und von
dieser wird sodann die ResearchOktanzahl bestimmt. Die FOZ ist somit ein Maßstab über
die Klopffestigkeit der am Anfang siedenden Treibstoffbestandteile.
[0003] Da sich ein Unterschied, insbesondere bei der Zugabe von Antiklopfmitteln, zwischen
dem realen Verhalten des Treibstoffes in einem Motor und den bestimmten Werten, wie
MOZ, ROZ und FOZ, ergeben, werden zusätzlich auch Straßentests durchgeführt, die mit
serienmäßigen Motoren durchgeführt werden, wobei hier von der SOZ gesprochen wird.
Diese Versuche sind insoferne von besonderer Bedeutung, als sich ergeben hat, daß
sich beispielsweise der Zusatz von Tetraethylblei bei Straßentests besser bewährt
als bei den Versuchsmotoren, mit welchen die ROZ oder MOZ oder FOZ bestimmt werden.
Man spricht in diesem Zusammenhang von einem Bleibonus.
[0004] Mit dem Einsatz von Katalysatoren zur weiteren katalytischen chemischen Umsetzung
der Abgase, wie sie in U.S.A. begonnen wurden, mußten klopffeste bleifreie Treibstoffe
entwickelt werden, da das Blei als Katalysatorgift wirkt und eine dementsprechende
Unwirksamkeit der Katalysatoren verursachen würde.
[0005] Anstelle der Bleiverbindungen können beispielsweise auch andere Eisen- oder Manganverbindungen
als Antiklopfmittel verwendet werden. Diese Verbindungen weisen eine hohe Toxizität
auf, wobei weiters im Verbrennungsraum Oxide zurückbleiben, die, so nicht weitere
Zusätze im Treibstoff vorgesehen werden, einerseits zum vorzeitigen Verschleiß von
Kolben und Zylinder führen können und anderseits auch ein vorzeitiges Zünden des Gemisches
durch glühende Rückstände verursachen können. Dieses Phänomen ist unter der Bezeichnung
"Nachdieseln" literaturbekannt. Bei einem Motor, der unter höherer Beanspruchung liegt,
kann dieses Phänomen allerdings bis zum Durchschmelzen der Kolben führen.
[0006] Da auf Grund des Einsatzes der Katalysatoren ein bleifreier Benzin angestrebt werden
muß und auf der anderen Seite aus gesundheitlichen Gründen versucht wird, die Bleiemissionen
so gering wie möglich zu halten, wird der Bleigehalt in den Benzinen stufenweise gesenkt
bzw. gänzlich reduziert, und es kommen andere Antiklopfmittel zum Einsatz. Als Antiklopfmittel,
das in letzter Zeit einen besonders breiten Einsatz gefunden hat, ist der Methyl-tert.-butylether
zu nennen. Diese Verbindung weist einen Siedepunkt von 55,3° C und eine Dichte bei
15° C von 0,7458 g/cm³ auf. Mit einem Zusatz von Methyl-tert.-butylether (MTBE) kann
je nach der Zusammensetzung des Grundbenzins eine ROZ zwischen 115 und 135 und eine
MOZ zwischen 98 und 120 erreicht werden. Der Zusatz von MTBE erfolgt in Grenzen zwischen
3,0 Vol.-% und 15,0 Vol.-%. Nachteilig ist bei der Zugabe von MTBE, daß die Steigerung
jener Maßzahl, welche für den Normalbetrieb eines Motors von Bedeutung ist, u. zw.
die MOZ, nicht in so erwünschtem Maße wie bei der ROZ erfolgt.
[0007] Neben dem Zusatz von Antiklopfmitteln werden Benzinen eine hohe Anzahl von weiteren
Stoffen zugesetzt um ein bestimmtes Eigenschaftsniveau zu erreichen. So sind Zusätze
bekannt, um eine Vergaserverschmutzung zu vermeiden. Zusätze, um die Oxidation der
Benzine hintanzuhalten, so daß sich keine harzartigen klebrigen Rückstände bilden.
Zusätze, die die Korrosion von Benzin an Metallen verhindern sollen. Zusätze, die
Kupferkomplex bilden, um eine Oxidation des Treibstoffes zu vermeiden und auch Zusätze,
um eine Vergaservereisung zu verhindern. Unter dieser Gruppe zur Verhinderung der
Vergaservereisung werden entweder oberflächenaktive Stoffe oder Verbindungen, die
den Gefrierpunkt des Wassers erniedrigen, eingesetzt. In der Vielfalt von Verbindungen
sind Amine, Diamine, Amide, Ammoniumsalze von Diestern der Phosphorsäure, Glyzerine,
Alkohole, Glykole, Ketone, Dimethylformamid und Dimethylacetamid in der Literatur
genannt.
[0008] Aus der DE-A1 2 447 345 werden künstliche Treibstoffmischungen aus Methanol, Formaldehyddimethylacetal
und Ameisensäuremethylester bekannt, welche als künstliche Treibstoffmischungen dienen
sollen. Um eine entsprechende Oktanzahl zu erhalten, werden Zusätze von Eisenkarbonyl
und organischen Manganverbindungen vorgesehen.
[0009] Aus der GB-A-1,411.947 wird eine Mischung von Kohlenwasserstoffen mit 1 Gew.-% bis
10 Gew.-% Wasser und 12,5 Gew.-% Methylformiat bekannt. Methyl-, Ethyl- oder Propylformiate
sind gemäß dieser Literaturstelle als Zusatz für Treibstoffe ungeeignet.
[0010] Die vorliegende Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, einen Treibstoff für Verbrennungsmotoren
mit elektrischer Zündung zu schaffen, der einen möglichst geringen Unterschied zwischen
den ROZ- und MOZ-Werten aufweist, welcher besonders klopffest ist. Eine weitere Aufgabe
der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Treibstoff zu schaffen, der mit den
Katalysatoren, wie sie zur chemischen Nachbehandlung der Abgase eingesetzt werden,
verträglich ist, und welcher weiters die Alterungsbeständigkeit des Benzins wesentlich
verbessert.
[0011] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, den Trübungspunkt
von Benzinen herabzusetzen und die Vereisungsgefahr sowohl bei Vergaser- als auch
bei Einspritzmotoren herabzusetzen.
[0012] Die Erfindung besteht in der Verwendung von Methylformiat als oktanzahlerhöhender,
insbesondere MOZ erhöhender Zusatz zu einem mangan-, blei- und eisenfreien Treibstoff
für Verbrennungsmotoren mit elektrischer Zündung mit Vergaser und/oder Treibstoffeinspritzung
mit einer Siedefraktion von 30° C bis 200° C, insbesondere 30° C bis 180° C, mit paraffinischen
und/oder olefinischen und/oder naphtenischen und/oder aromatischen Kohlenwasserstoffen,
insbesondere in einer Menge von 1,0 Vol.-% bis 50,0 Vol.-%, gegebenenfalls 1,0 Vol.-%
bis 30,0 Vol.-%. vorzugsweise 3,5 Vol.-% bis 10,0 Vol.-%, bezogen auf die Gesamtlösung
des Treibstoffes.
[0013] Obwohl Methylformiat bereits als Treibstoffkomponente bekannt war, ist es lediglich
auf Grund seiner guten Eigenschaften als Treibstoff wegen seines kalorischen Wertes
und als Lösungsvermittler zum Einsatz gekommen. Zusätzlich zu dem Methylformiat wurden
metallische Verbindungen vorgesehen, welche die Oktanzahl erhöhen. Obwohl Methylformiat
eine geringere ROZ als verschiedene andere die Klopfzahl erhöhende Zusätze aufweist,
weist es eine idente ROZ und MOZ auf, wodurch die Praxiseignung besonders deutlich
zum Ausdruck kommt. Methylformiat wirkt bereits in geringen Vol.-%-Grenzen, wie beispielsweise
1,0 Vol.-% bzw. 3,5 Vol.-% ROZ erhöhend, wobei allerdings neben diesen Eigenschaften
besonders die Eigenschaften zur Herabsetzung des Trübungspunktes des Treibstoffes
als auch die Abscheidung von Sedimenten aus dem Treibstoff hervorgehoben werden kann.
Weiters wird das Startverhalten bei Einspritzmotoren bei niedriger Temperatur verbessert.
Beim Einspritzen von Treibstoff besteht bei niedrigen Temperaturen die Gefahr, daß
der nach der Düse beim Einspritzvorgang expandierende Treibstoff zu einer Vereisung
der Düse führt, wobei neben einem Zuwachsen der Einspritzöffnung auch ein asymmetrisches
Verlegen der Einspritzdüsen erfolgen kann, wodurch die Längsorientierung des eingespritzten
Brennstoffstrahles wesentlich verändert werden kann, so daß beispielsweise Olfilme
im kalten Motor von der Zylinderwandung durch den desorientierten Treibstoffstrahl
abgewaschen werden können, sodaß irreversible, vorzeitige Motorabnützungen bedingt
werden können.
[0014] Der erfindungsgemäße Treibstoff für Verbrennungsmotoren mit elektrischer Zündung
mit Vergaser und/oder Treibstoffeinspritzung mit einer Siedefraktion von 30° C bis
200° C, insbesondere von 30°C bis 180° C, mit paraffinischen und/oder olefinischen
und/oder naphtenischen und/oder aromatischen Kohlenwasserstoffen, welcher mangan-,
blei- und eisenfrei ist und insbesondere 1,0 Vol.-% bis 50,0 Vol.-%, gegebenenfalls
1,0 Vol.-% bis 30,0 Vol.-%, vorzugsweise 3,5 Vol.-% bis 10,0 Vol.-%, Methylformiat
enthält, besteht im wesentlichen darin, daß er einen zusätzlichen Gehalt an Methyl-tert.-butylether,
insbesondere in gleichen Volumsmengen, wie an Methylformiat enthält.
[0015] Der Treibstoff kann auch anstelle von Methyl-tert.-buthylether Alkohole, insbesondere
Methylalkohol und/oder Ethylalkohol enthalten.
[0016] Methylformiat ist eine großtechnische Chemikalie, die alle Anforderungen, die an
einen Oktanzahlverbesserer gestellt werden, erfüllt. Ausgangsprodukt ist Synthesegas,
das in bekannter Weise zu Methanol umgesetzt wird und dieses durch Carbonylierung
ebenfalls nach bekanntem Verfahren Methylformiat ergibt.
[0017] Ein weiterer Vorteil ist, daß diese Verbindung, so wie andere sauerstoffhältige Komponenten
(z. B. Furane), keinen negativen Einfluß auf die Stabilität des Vergaserkraftstoffes
(Induktionsperiode, Existent Gum) besitzt.
[0018] Auch die Toxizität ist hinlänglich untersucht: Es besteht keine cancerogene Wirkung,
der MAK-Wert ist dem höherer Aromaten (Ethylbenzol, Xylole) gleich, und im Tierversuch
ist es sogar harmloser als diese; LCL₀-Werte; Inhalation Meerschwein:
| Xylolgemisch |
450 ppm |
| Toluol |
1.600 ppm |
| MF |
10.000 ppm. |
[0019] Methylformiat (MF) weist einen Siedepunkt von 31,5° C auf, so daß es auch in größeren
Mengen als Bestandteil für Benzin Verwendung finden kann. Es war nun durchaus überraschend,
daS Zusätze von Methylformiat, beispielsweise die Zusätze von anderen Klopfmitteln,
wie Bleiverbindungen, ersetzen können, wobei neben der Eigenschaft die Vereisung von
Vergasern und Einspritzanlagen verhindert wird, und auch bereits in geringeren Prozentgrenzen
die Alterung durch Sauerstoff im Treibstoff verhindern kann. Trotz der höheren Dichte
des Methylformiates im Vergleich zu MTBE kann es bereits auch die FOZ erhöhen. Auf
einen Zusatz von metallorganischen Verbindungen zur Erhöhung der Klopfzahl kann verzichtet
werden.
[0020] Enthält der Treibstoff 10,0 Vol.-% bis 60,0 Vol.-%, insbesondere 30,0 Vol.-% bis
50,0 Vol.-% einer Mischung von Methylformiat und Methyl-tert.-butylether, so wird
ein Treibstoff erhalten, der einen besonders hohen Anteil an Produkten aufweist, die
bis 100° C überdestillieren, so daß neben der Steigerung der ROZ auch ein besonders
günstiges Beschleunigungsverhalten von Fahrzeugen erreicht wird. Eine besonders deutliche
Steigerung der praxisorientierten Eigenschaften des Treibstoffes ergibt sich dann,
wenn ca. 30,0 Vol.-% bis 50,0 Vol.-% dieser Mischung im Treibstoff vorliegen.
[0021] Weist der Treibstoff zusätzlich Alkohole, insbesondere Methylalkohol und/oder Ethylalkohol,
auf, so kann in Einzelfällen, so erwünscht, noch eine zusätzliche Erhöhung sowohl
der ROZ als auch der MOZ erreicht werden, wobei gleichzeitig die Löslichkeit von hydrophilen
Substanzen im Treibstoff erhöht werden kann, so daß ein besonders störungsfreier Betrieb
im Vergaser oder auch im Einspritzsystem erreicht werden kann. Diese Eigenschaften
werden besonders durch die niedrigen Alkohole, wie Methylalkohol oder Ethylalkohol
erreicht, wobei weiters eine besonders gute Verfügbarkeit dieser beiden Chemikalien
gegeben ist.
[0022] Weist der Treibstoff 10,0-Vol.-% bis 60,0-Vol.-% einer Mischung aus Methylformiat,
Methyl-tert.-butylether und Methylalkohol, insbesondere in gleichen Volumsmengen,
auf, so ist ein störungsfreier Betrieb auch unter schwierigen klimatischen Bedingungen
gewährleistet.
[0023] Liegen 30,0 Vol.-% bis 50,0 Vol.-% dieser Mischung im Treibstoff vor, so liegen extrem
beanspruchbare Treibstoffmischungen vor.
[0024] Im folgenden wird die Erfindung anhand der Beispiele näher erläutert.
Beispiel 1: (REGULARBENZIN)
[0025] Eine Siedefraktion eines Erdöl-Base-stocks von 30° C bis 180° C wies eine Dichte
von 0,740 g/cm³ auf. Nach Lagerung der Mischung bei - 22° C trat nach 5 Stunden eine
Trübung auf, da der Wassergehalt von 250 ppm bei dieser Temperatur nicht mehr in Lösung
gehalten werden konnte. Nach 3 Tagen Lagerung bei Raumtemperatur war eine Sedimentation
im Benzin zu beobachten.
[0026] Bei derselben Siedefraktion unter Zusatz von 2,0 Vol.-% Methylformiat trat erst bei
fünfstündiger Lagerung bei - 60° C eine Trübung auf. Nach dreitägiger Lagerung bei
Raumtemperatur trat keine Sedimentation auf.
Beispiel 2:
[0027] An der Siedefraktion gemäß Beispiel 1 wurden ohne Zusatz die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 3:
[0028] Der Siedefraktion gemäß Beispiel 2 wurden 5,0 Vol.-% Methylformiat zugesetzt und
die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 4:
[0029] Zusatz von 10 Vol.-% Methylformiat zu der Siedefraktion gemäß Beispiel 2. Es wurden
die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 5:
[0030] Zusatz von 20 Vol.-% Methylformiat zu der Siedefraktion gemäß Beispiel 2. Es wurden
die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 6:
[0031] Zusatz von 30 Vol.-% Methylformiat zu der Siedefraktion gemäß Beispiel 2. Es wurden
die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 7:
[0032] Zusatz von 40 Vol.-% Methylformiat zu der Siedefraktion gemäß Beispiel 2. Es wurden
die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 8:
[0033] Zusatz von 50 Vol.-% Methylformiat zu der Siedefraktion gemäß Beispiel 2. Es wurden
die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 9:
[0034] Es wurden am reinen Methylformiat die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 10:
[0035] Eine Siedefraktion gemäß Beispiel 2 wurde mit 10,0 Vol.-% Methyl-tert.-butylether
versetzt und es wurden die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 11:
[0036] Eine Siedefraktion gemäß Beispiel 2 wurde mit 20,0 Vol.-% Methyl-tert.-butylether
versetzt und es wurden die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 12:
[0037] Eine Siedefraktion gemäß Beispiel 2 wurde mit 30,0 Vol.-% Methyl-tert.-butylether
versetzt und es wurden die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 13:
[0038] Es wurde eine Mischung aus einem Volumsteil Methylformiat und einem Volumsteil Methyl-tert.-butylether
hergestellt und eine Mischung mit der Siedefraktion gemäß Beispiel 2 von 10,0 Vol.-%
dieser Mischung hergestellt. Es wurden die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 14:
[0039] Es wurde eine Mischung analog Beispiel 13, jedoch mit 20,0 Vol.-% der Mischung Methylformiat
und Methyl-tert.-butylether hergestellt. Es wurden die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 15:
[0040] Es wurde eine Mischung aus gleichen Teilen Methylformiat, Methylalkohol und Methyl-tert.-butylether
angefertigt und der Siedefraktion gemaß Beispiel 2 diese Mischung zugefügt, so daß
ein Treibstoff mit 15,0 Vol.-% dieser Mischung erhalten wurde. Es wurden die ROZ und
MOZ bestimmt.
Beispiel 16:
[0041] Es wurde ein Treibstoff gemäß Beispiel 14 angefertigt, wobei 30,0 Vol.-% der Mischung
aus Methylalkohol, Methylformiat und Methyl-tert.-butylether vorgelegen sind.
Beispiel 17: (EUROSUPER)
[0042] Eine Siedefraktion eines Erdöl-Base-stocks von 30° C bis 185° C wies eine Dichte
von 0,745 g/cm³ auf. Nach Lagerung der Mischung bei - 22° C trat nach 5 Stunden eine
Trübung auf, da der Wassergehalt von 200 ppm bei dieser Temperatur nicht mehr in Lösung
gehalten wurde. Nach 3 Tagen Lagerung der Mischung war eine Sedimentation im Benzin
zu beobachten.
[0043] Bei derselben Siedefraktion unter Zusatz von 2,0 Vol.-% Methylformiat trat erst bei
fünfstündiger Lagerung bei - 62° C eine Trübung auf. Bei dreitägiger Lagerung bei
Raumtemperatur trat keine Sedimentation auf.
Beispiel 18:
[0044] An der Siedefraktion gemäß Beispiel 17 wurden ohne Zusatz die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 19:
[0045] Der Siedefraktion gemäß Beispiel 18 wurden 5,0 Vol.-% Methylformiat zugesetzt und
die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 20:
[0046] Zusatz von 10 Vol.-% Methylformiat zur Siedefraktion gemäß Beispiel 18. Es wurden
die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 21:
[0047] Zusatz von 20 Vol.-% Methylformiat zur Siedefraktion gemäß Beispiel 18. Es wurden
die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 22:
[0048] Zusatz von 30 Vol.-% Methylformiat zur Siedefraktion gemäß Beispiel 18. Es wurden
die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 23:
[0049] Zusatz von 40 Vol.-% Methylformiat zur Siedefraktion gemäß Beispiel 18. Es wurden
die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 24:
[0050] Zusatz von 50 Vol.-% Methylformiat zur Siedefraktion gemäß Beispiel 18. Es wurden
die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 25:
[0051] Es wurden am reinen Methylformiat die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 26:
[0052] Eine Siedefraktion gemäß Beispiel 18 wurde mit 10,0 Vol.-% Methyl-tert.-butylether
versetzt und es wurden die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 27:
[0053] Eine Siedefraktion gemäß Beispiel 18 wurde mit 20,0 Vol.-% Methyl-tert.-butylether
versetzt und es wurden die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 28:
[0054] Eine Siedefraktion gemäß Beispiel 18 wurde mit 30,0 Vol.-% Methyl-tert.-butylether
versetzt und es wurden die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 29:
[0055] Es wurde eine Mischung aus einem Volumsteil Methylformiat und einem Volumsteil Methyl-tert.-butylether
hergestellt und eine Mischung mit der Siedefraktion gemäß Beispiel 18 von 10,0 Vol.-%
dieser Mischung hergestellt und es wurden die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 30:
[0056] Es wurde eine Mischung analog Beispiel 18, jedoch mit 20,0 Vol.-% der Mischung Methylformiat
und Methyl-tert.-butylether hergestellt und es wurden die ROZ und MOZ bestimmt.
Beispiel 31:
[0057] Es wurde eine Mischung aus gleichen Teilen Methylformiat, Methylalkohol und Methyl-tert.-butylether
angefertigt und der Siedefraktion gemäß Beispiel 18 diese Mischung zugefügt, so daß
ein Treibstoff mit 15,0 Vol.-% dieser Mischung erhalten wurde und es wurden die ROZ
und MOZ bestimmt.
Beispiel 32:
[0058] Es wurde ein Treibstoff gemäß Beispiel 18 angefertigt, wobei 30,0 Vol.-% der Mischung
aus Methylalkohol, Methylformiat und Methyl-tert.-butylether vorgelegen sind und es
wurden die ROZ und MOZ bestimmt.
Tabelle I
| REGULARBENZIN |
ROZ |
MOZ |
| Beispiel 2 |
90,3 |
81,6 |
| Beispiel 3 |
91,1 |
82,3 |
| Beispiel 4 |
91,8 |
83,0 |
| Beispiel 5 |
93,1 |
84,2 |
| Beispiel 6 |
94,2 |
85,1 |
| Beispiel 7 |
95,2 |
86,1 |
| Beispiel 8 |
96,1 |
87,0 |
| Beispiel 9 |
115,0 |
114,8 |
| Beispiel 10 |
91,9 |
82,4 |
| Beispiel 11 |
93,1 |
84,0 |
| Beispiel 12 |
94,3 |
84,8 |
| Beispiel 13 |
92,0 |
83,3 |
| Beispiel 14 |
94,5 |
84,9 |
| Beispiel 15 |
92,1 |
83,6 |
| Beispiel 16 |
94,4 |
85,0 |
Tabelle II
| EUROSUPER |
ROZ |
MOZ |
| Beispiel 18 |
96,0 |
84,5 |
| Beispiel 19 |
96,6 |
85,1 |
| Beispiel 20 |
97,1 |
85,6 |
| Beispiel 21 |
98,1 |
86,9 |
| Beispiel 22 |
99,0 |
88,1 |
| Beispiel 23 |
99,9 |
89,0 |
| Beispiel 24 |
101,0 |
89,9 |
| Beispiel 25 |
115,0 |
114,8 |
| Beispiel 26 |
97,0 |
85,9 |
| Beispiel 27 |
98,2 |
86,2 |
| Beispiel 28 |
99,1 |
87,7 |
| Beispiel 29 |
98,0 |
86,2 |
| Beispiel 30 |
98,7 |
86,7 |
| Beispiel 31 |
98,0 |
86,6 |
| Beispiel 32 |
99,3 |
87,9 |
1. Verwendung von Methylformiat als oktanzahlerhöhender, insbesondere MOZ erhöhender,
Zusatz zu einem mangan-, blei- und eisenfreien Treibstoff für Verbrennungsmotoren
mit elektrischer Zündung mit Vergaser und/oder Treibstoffeinspritzung mit einer Siedefraktion
von 30° C bis 200° C, insbesondere 30° C bis 180° C, mit paraffinischen und/oder olefinischen
und/oder naphtenischen und/oder aromatischen Kohlenwasserstoffen, insbesondere in
einer Menge von 1,0 Vol.-% bis 50,0 Vol.-%, gegebenenfalls 1,0 Vol.-% bis 30,0 Vol.-%,
vorzugsweise 3,5 Vol.-% bis 10,0 Vol.-%, bezogen auf die Gesamtlösung des Treibstoffes.
2. Treibstoff für Verbrennungsmotoren mit elektrischer Zündung mit Vergaser und/oder
Treibstoffeinspritzung mit einer Siedefraktion von 30° C bis 200° C, insbesondere
von 30° C bis 180° C, mit paraffinischen und/oder olefinischen und/oder naphtenischen
und/oder aromatischen Kohlenwasserstoffen, welcher mangan-, blei- und eisenfrei ist,
und insbesondere 1,0 Vol.-% bis 50,0 Vol.-%, gegebenenfalls 1,0 Vol.-% bis 30,0 Vol.-%,
vorzugsweise 3,5 Vol.-% bis 10,0 Vol.-%, Methylformiat enthält, dadurch gekennzeichnet,
daß er einen zusätzlichen Gehalt an Methyl-tert.-butylether, insbesondere in gleichen
Volumsmengen, wie an Methylformiat enthält.
3. Treibstoff nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß er 10,0 Vol.-% bis 60,0 Vol.-%,
insbesondere 30,0 Vol.-% bis 50,0 Vol.-%, einer Mischung von Methylformiat und Methyl-tert.-butylether
enthält.
4. Treibstoff nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß er zusätzlich Alkohole,
insbesondere Methylalkohol und/oder Ethylalkohol enthält.
5. Treibstoff nach einem der Ansprüche 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß er 10,0
Vol.-% bis 60,0 Vol.-%, insbesondere 30,0 Vol.-% bis 50,0 Vol.-%, einer Mischung aus
Methyl-tert.-butylether, Methylformiat und Methylalkohol, insbesondere in gleichen
Volumsteilen, enthält.
6. Treibstoff für Verbrennungsmotoren mit elektrischer Zündung mit Vergaser und/oder
Treibstoffeinspritzung mit einer Siedefraktion von 30° C bis 200° C, insbesondere
von 30° C bis 180° C, mit paraffinischen und/oder olefinischen und/oder naphtenischen
und/oder aromatischen Kohlenwasserstoffen, welcher mangan-, blei- und eisenfrei ist,
und insbesondere 1,0 Vol.-% bis 50,0 Vol.-%, gegebenenfalls 1,0 Vol.-% bis 30,0 Vol.-%,
vorzugsweise 3,5 Vol.-% bis 10,0 Vol.-%, Methylformiat enthält, dadurch gekennzeichnet,
daß er zusätzlich Alkohole, insbesondere Methylalkohol und/oder Ethylalkohol, enthält.
7. Treibstoff gemäß Anspruch 2 für Verbrennungsmotoren mit elektrischer Zündung mit Vergaser
und/oder Treibstoffeinspritzung mit einer Siedefraktion von 30° C bis 200° C, insbesondere
von 30° C bis 180° C, mit paraffinischen und/oder olefinischen und/oder naphtenischen
und/oder aromatischen Kohlenwasserstoffen, welcher mangan-, blei- und eisenfrei ist,
und insbesondere 1,0 Vol.-% bis 50,0 Vol.-%, gegebenenfalls 1,0 Vol.-% bis 30,0 Vol.-%,
vorzugsweise 3,5 Vol.-% bis 10,0 Vol.-%, Methylformiat enthält, dadurch gekennzeichnet,
daß er 10,0 Vol.-% bis 60,0 Vol.-%, insbesondere 30,0 Vol.-% bis 50,0 Vol.-%, einer
Mischung aus Methyl-tert.-butylether, Methylformiat und Methylalkohol, insbesondere
in gleichen Volumsteilen, enthält.
1. Use of methyl formate as an additive for increasing the octane number, in particular
the motor octane number, in a manganese-, lead- and iron-free fuel for internal combustion
engines having electrical ignition and having a carburettor and/or fuel injection,
having a boiling fraction from 30°C to 200°C, in particular from 30°C to 180°C, containing
paraffinic and/or olefinic and/or naphthenic and/or aromatic hydrocarbons, in particular
in an amount of 1.0% by volume to 50.0% by volume, optionally 1.0% by volume to 30.0%
by volume, preferably 3.5% by volume to 10.0% by volume, relative to the total solution
of the fuel.
2. Fuel for internal combustion engines having electrical ignition and having a carburettor
and/or fuel injection, having a boiling fraction of from 30°C to 200°C, in particular
from 30°C to 180°C, containing paraffinic and/or olefinic and/or naphthenic and/or
aromatic hydrocarbons, which fuel is free of manganese, of lead and of iron and contains
in particular 1.0% by volume to 50.0% by volume, optionally 1.0% by volume to 30.0%
by volume, preferably 3.5% by volume to 10.0% by volume of methyl formate, characterized
in that it additionally contains methyl tert-butyl ether, in particular in amounts
by volume which are equal to those of methyl formate.
3. Fuel according to Claim 2, characterized in that it contains 10.0% by volume to 60.0%
by volume, in particular 30.0% by volume to 50.0% by volume, of a mixture of methyl
formate and methyl tert-butyl ether.
4. Fuel according to Claim 2 or 3, characterized in that it additionally contains alcohols,
in particular methyl alcohol and/or ethyl alcohol.
5. Fuel according to one of Claims 2, 3 or 4, characterized in that it contains 10.0%
by volume to 60.0% by volume, in particular 30.0% by volume to 50.0% by volume, of
a mixture of methyl tert-butyl ether, methyl formate and methyl alcohol, in particular
in equal parts by volume.
6. Fuel for internal combustion engines having electrical ignition and having a carburettor
and/or fuel injection, having a boiling fraction of from 30°C to 200°C, in particular
from 30°C to 180°C, containing paraffinic and/or olefinic and/or naphthenic and/or
aromatic hydrocarbons, which fuel is free of manganese, of lead and of iron and contains
in particular 1.0% by volume to 50.0% by volume, optionally 1.0% by volume to 30.0%
by volume, preferably 3.5% by volume to 10.0% by volume, of methyl formate, characterized
in that it additionally contains alcohols, in particular methyl alcohol and/or ethyl
alcohol.
7. Fuel according to Claim 2 for internal combustion engines having electrical ignition
and having a carburettor and/or fuel injection, having a boiling fraction of from
30°C to 200°C, in particular from 30°C to 180°C, containing paraffinic and/or olefinic
and/or naphthenic and/or aromatic hydrocarbons, which fuel is free of manganese, of
lead and of iron and contains in particular 1.0% by volume to 50.0% by volume, optionally
1.0% by volume to 30.0% by volume, preferably 3.5% by volume to 10.0% by volume, of
methyl formate, characterized in that it contains 10.0% by volume to 60.0% by volume,
in particular 30.0% by volume to 50.0% by volume, of a mixture of methyl tert-butyl
ether, methyl formate and methyl alcohol, in particular in equal parts by volume.
1. Utilisation de formiate de méthyle comme additif augmentant l'indice d'octane, en
particulier l'indice d'octane moteur, à un combustible exempt de manganèse, de plomb
et de fer qui est destiné à des moteurs à combustion à allumage électrique avec un
carburateur et/ou un giclage de combustible, qui présente un intervalle d'ébullition
de 30°C à 200°C, en particulier de 30°C à 180°C, et qui comprend des hydrocarbures
paraffiniques et/ou oléfiniques et/ou naphténiques et/ou aromatiques, en particulier
en une quantité de 1,0 % en volume à 50,0 % en volume, éventuellement de 1,0 % en
volume à 30,0 % en volume, de préférence de 3,5 % en volume à 10,0 % en volume, par
rapport à la solution totale du combustible.
2. Combustible pour moteurs à combustion à allumage électrique comportant un carburateur
et/ou un giclage de combustible, présentant un intervalle d'ébullition de 30°C à 200°C,
en particulier de 30°C à 180°C, et comportant des hydrocarbures paraffiniques et/ou
oléfiniques et/ou naphténiques et/ou aromatiques, ce combustible étant exempt de manganèse,
de plomb et de fer et contenant en particulier 1,0 % en volume à 50,0 % en volume,
éventuellement 1,0 % en volume à 30,0 % en volume, de préférence de 3,5 % en volume
à 10,0 % en volume, de formiate de méthyle, caractérisé en ce qu'il contient une teneur
supplémentaire en éther méthyl-tert.-butylique, en particulier en des quantités volumiques
identiques au formiate de méthyle.
3. Combustible suivant la revendication 2, caractérisé en ce qu'il contient 10,0 % en
volume à 60 % en volume, en particulier 30,0 % à 50,0 % en volume, d'un mélange de
formiate de méthyle et d'éther méthyl-tert.-butylique.
4. Combustible suivant l'une des revendications 2 et 3, caractérisé en ce qu'il contient
en supplément des alcools, en particulier de l'alcool méthylique et/ou de l'alcool
éthylique.
5. Combustible suivant l'une des revendications 2, 3 et 4, caractérisé en ce qu'il contient
10,0 % en volume à 60,0 % en volume, en particulier 30,0 % en volume à 50,0 % en volume,
d'un mélange d'éther méthyl-tert.-butylique, de formiate de méthyle et d'alcool méthylique,
en particulier en parties volumiques identiques.
6. Combustible pour moteurs à combustion à allumage électrique comportant un carburateur
et/ou un giclage de combustible, présentant un intervalle d'ébullition de 30°C à 200°C,
en particulier de 30°C à 180°C, et comportant des hydrocarbures paraffiniques et/ou
oléfiniques et/ou naphténiques et/ou aromatiques, ce combustible étant exempt de manganèse,
de plomb et de fer et contenant en particulier 1,0 % en volume à 50,0 % en volume,
éventuellement 1,0 % à 30,0 % en volume, de préférence 3,5 % à 10,0 % en volume, de
formiate de méthyle, caractérisé en ce qu'il contient en supplément des alcools, en
particulier de l'alcool méthylique et/ou de l'alcool éthylique.
7. Combustible suivant la revendication 2 pour des moteurs à combustion à allumage électrique
comportant un carburateur et/ou un giclage de combustible, présentant un intervalle
d'ébullition de 30°C à 200°C, en particulier de 30°C à 180°C, et comportant des hydrocarbures
paraffiniques et/ou oléfiniques et/ou naphténiques et/ou aromatiques, ce combustible
étant exempt de manganèse, de plomb et de fer et contenant en particulier 1,0 % en
volume à 50,0 % en volume, éventuellement 1,0 % à 30 % en volume, de préférence 3,5
% à 10,0 % en volume, de formiate de méthyle, caractérisé en ce qu'il contient 10,0
% en volume à 60,0 % en volume, en particulier 30,0 % en volume à 50,0 % en volume,
d'un mélange d'éther méthyl-tert.-butylique, de formiate de méthyle et d'alcool méthylique,
en particulier en des parties volumiques identiques.