[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Detektion von Bränden in einem ausgedehnten
Bereich, insbesondere von Waldbränden, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Solche Anordnungen sind z.B. aus der EP-A1-0'298'182 bekannt. Sie dienen dazu, Infrarotstrahlung
von Objekten mit einer Temperatur im Bereich von ca. 300 bis 1500°C in einem Überwachungsbereich
von einigen Kilometern Ausdehnung festzustellen und zu lokalisieren. Insbesondere
sind sie zur Erkennung von Waldbränden in einem ausgedehnten Waldgebiet von zentralen
Überwachungsstellen aus geeignet. Sie weisen eine azimutal bewegliche Abtasteinrichtung
zur Erfassung der von einem Waldbrand ausgehenden Infrarotstrahlung mit einer optischen
Bündelungseinrichtung, z.B. einem Reflektor, auf, welche die aus einer Anzahl von
Empfangsfeldern eintreffende Infrarotstrahlung auf eine entsprechende Anzahl von Sensorelementen
leitet. Diese Sensorelemente sind eng benachbart zueinander in einer Reihe senkrecht
zur Reflektorachse vorgesehen. Bei azimutaler Rotation oder Schwenkung der Strahlungsempfangseinrichtung
in etwa horizontaler Richtung um eine annähernd vertikale Achse entsteht eine Anzahl
von konzentrischen Empfangsfeldern mit unterschiedlicher Elevation oder Neigung gegen
die Horizontale, die periodisch bei jedem Umlauf abgetastet werden. Bei Anbringung
der Detektionsanordnung an einem erhöhten Punkt, z.B. auf einem Berggipfel oder auf
einem hohen Mast, kann ein Areal von mehreren Kilometern Erstreckung von einer einzigen
Detektionsanordnung auf das Auftreten einer von einem Waldbrand herrührenden Infrarotstrahlung
überwacht werden; mit einer geeigneten Auswerteschaltung kann ein Brandherd lokalisiert
und gemeldet werden.
[0003] Nachteilig ist bei solchen bekannten Anordnungen, daß die Nachweisempfindlichkeit
mit zunehmender Entfernung also mit abnehmender Elevation oder Neigung des entsprechenden
Empfangsfeldes gegen die Horizontale, abnimmt, d.h. daß ein weiter entfernter Brand
schwieriger detektiert werden kann als ein Brand im Nahbereich. Gemäß DE-A1-37'10'265
ist es zwar bekannt, diesen Nachteil dadurch zu vermeiden, daß die Detektionsanordnung
nicht nur eine azimutale Bewegung ausführt, sondern daß der Elevationswinkel periodisch
schwankt. Bei dieser vertikalen Schwenkbewegung wird die Brenweite der Bündelungsoptik
in Abhängigkeit vom Elevationswinkel automatisch so gesteuert, daß das Auflösungsvermögen
des Infrarotsensors für den ganzen Überwachungsbereich annähernd konstant bleibt.
Das erfordert eine komplizierte und störanfällige Steuerung mit zusätzlichen beweglichen
Komponenten. Dadurch wird ein langdauernder Betrieb an schwer zugänglichen Aufstellungsorten
fast unmöglich gemacht, da eine häufige Wartung der Anlagen erforderlich ist.
[0004] Ein weiterer Nachteil solcher bekannter Waldbranddetektoren ist ihre Störanfälligkeit
gegenüber parasitärer Infrarotstrahlung anderer Herkunft, insbesondere gegenüber direkter
oder reflektierter Sonnenstrahlung. Das Sonnenlicht hat zwar sein Maximum im Bereich
des sichtbaren Lichts; seine Intensität im infraroten Bereich, d.h. im Bereich der
Temperaturstrahlung eines Waldbrandes, kann jedoch so groß sein, daR ein fehlerhaftes
Brandsignal ausgelöst werden kann. Auch in diffusem Licht kann der Infrarotanteil
so groß sein, daß ein Fehlalarm ausgelöst werden kann.
[0005] Von der diesem Stand der Technik ausgehend hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt,
die genannten Nachteile der Waldbranddetektoren des Standes der Technik zu beseitigen
und insbesondere eine Anordnung der eingangs genannten Art zu schaffen, die es ermöglicht,
einen Brand mit geringer Störanfälligkeit gegen parasitäre Strahlungsquellen mit einem
Strahlungsmaximum in einem anderen Spektralbereich und mit geringer Abhängigkeit der
Nachweisempfindlichkeit des Brandherdes von der Entfernung in einem ausgedehnten Bereich
zu detektieren.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einer Anordnung der eingangs genannten Art durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
und Ausgestaltungen sind in den abhängigen Patentansprüchen definiert.
[0007] Zur Eliminierung parasitärer Störstrahlung sind die auf Infrarotstrahlung empfindlichen
Sensorelemente paarweise in differentiellen Schaltungen angeordnet, während zur Ausschaltung
direkter Sonnenstrahlung zusätzliche lichtempfindliche Sensorelemente in einer Inhibitionsschaltung
mit den zugeordneten auf Infrarotstrahlung emfindlichen Sensorelementen vorgesehen
sind.
[0008] Dabei sind die Sensorelemente derart ausgebildet und angeordnet, daß die Detektionsempfindlichkeit
mit abnehmendem Neigungswinkel der durch Sensorelement und optische Bündelungseinrichtung
gebildeten Empfangsfelder gegen die Horizontale nicht wesentlich abnimmt.
[0009] Mit besonderem Vorteil kann eine zunehmende Detektionsempfindlichkeit mit abnehmendem
Elevationswinkel dadurch erreicht werden, daß für Empfangsbereiche verschiedener Elevation,
also zur Strahlungsdetektion aus Empfangsbereichen unterschiedlicher Distanz, die
Empfangsflächen der Sensorelemente verschieden groß gewählt werden oder daß für größere
Distanzen eine unterschiedliche Anzahl von Sensorelementen gleicher Fläche vorgesehen
ist als für kleinere Distanzen. Zusätzlich kann eine distanzunabhängige Empfindlichkeit
dadurch erreicht werden, daß die Auswerteschaltungen für die verschiedenen Sensorelemente
in Abhängigkeit vom jeweiligen Elevationswinkel des zugehörigen Empfangsbereichs mit
einem unterschiedlichen Verstärkungsgrad ausgebildet werden.
[0010] Mit Vorteil sind mehrere Gruppen von Sensorelementen in einer gemeinsamen optischen
Anordnung in einer Reihe senkrecht zur optischen Achse benachbart zueinander auf einem
gemeinsamen Träger vorgesehen, wobei die der optischen Achse benachbarten Gruppen
für den Fernempfang eine kleinere vertikale Erstreckung der Empfangsfläche oder eine
kleinere Anzahl von Sensorelementen aufweisen als die Sensorelementgruppen in größerem
Abstand von der optischen Achse, die der Nahdetektion dienen.
[0011] Zur Ausblendung der Sonnenstrahlung sind den einzelnen Sensorelementen, die vorzugsweise
für Infrarotstrahlung mit einer Wellenlänge im Bereich von 3 bis 5 µm empfindlich
sind, weitere Sensorelemente mit einer Empfindlichkeit vorzugsweise für Strahlung
im Bereich von 0,6 bis 1 µm, d.h. im Bereich des sichtbaren Lichts und des nahen Infrarotbereichs,
in differentieller Schaltung zugeordnet, die mit den erstgenannten Sensorelementen
mittels Inhibitionsschaltungen verbunden sind, welche die Brandalarmsignalgabe blockieren,
wenn die zuletztgenannten Sensorelemente eine Strahlung mit mindestens einer vorbestimmten
Intensität erhalten, d.h. daß intensive Lichtstrahlung nicht als Brand gemeldet wird.
[0012] Die Erfindung wird im folgenden an Hand der in den Figuren dargestellten bevorzugten
Ausführungsformen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht einer bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Branddetektionsanordnung,
- Figur 2
- eine schematische Draufsicht auf die Anordnung gemäß Figur 1 und ihre Empfangsbereiche,
- Figur 3
- eine schematische Vorderansicht einer Abtasteinrichtung einer bevorzugten Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Branddetektionsanordnung,
- Figur 4
- einen Querschnitt durch die Abtasteinrichtung gemäß Figur 3,
- Figur 5
- eine Vorderansicht einer Sensorelementanordnung einer Branddetektionsanordnung gemäß
Figuren 1 und 2 und
- Figur 6A bis 6D
- Schaltungsanordnungen einer Branddetektionsanordnung gemäß Figur 5.
[0013] Die in Figur 1 dargestellte Anordnung zur Detektion von Waldbränden in einem ausgedehnten
Bereich B mit einer Erstreckung von mehreren Kilometern weist eine Abtasteinrichtung
1 auf, die auf einer erhöhten Stelle des Überwachungsgebietes, z.B. auf einem Berggipfel
oder auf einem Beobachtungsturm 2 oder einem Mast angeordnet ist. Diese Abtasteinrichtung
1 führt fortwährend eine azimutale Rotation oder Schwenkbewegung um ihre vertikale
Achse aus und überstreicht dabei periodisch das gesamte Überwachungsgebiet und nimmt
dabei die aus dem überwachten Areal eintreffende Infrarotstrahlung mittels einer optischen
Anordnung 3 auf und leitet sie auf eine Sensoranordnung 4, welche mit einer (nicht
dargestellten) geeigneten Auswerteschaltung verbunden ist, die ein Alarmsignal auslöst,
sobald die Sensoranordnung 4 aus dem überwachten Bereich B eine für einen Waldbrand
charakteristische Infrarotstrahlung empfängt.
[0014] Die optische Anordnung 3 und die Sensoranordnung 4 sind, wie z.B. aus der Figur 2
zu ersehen ist, derart ausgeführt und relativ zueinander angeordnet, daß eine Anzahl
von getrennten, aneinander anschließenden, bezüglich des Aufstellungsortes der Detektionsanordnung,
bzw. der Abtasteinrichtung 1 konzentrischen Empfangsfeldern R1, R2 ... R8 mit unterschiedlichen
Elevationswinkeln b1, b2 ... b8 gegen die Horizontale H entsteht, aus denen die eintreffende
Infrarotstrahlung getrennt voneinander empfangen und ausgewertet wird, so daß mittels
der Auswerteschaltung der Ort F eines Waldbrandes nach Azimut a und Distanz d lokalisiert
und signalisiert werden kann.
[0015] In den Figuren 3 und 4 ist der Aufbau der Abtasteinrichtung 1 in größerem Detail
dargestellt. Sie weist zum Zwecke der Fokussierung der aus den Empfangsfeldern R eintreffenden
Infrarotstrahlung einen sphärischen oder parabolischen Reflektor 6 auf und einen etwa
in der Brennfläche des Reflektors 6 angeordneten Sensorträger 7 für eine Anzahl von
Sensorelementen S1, S2 ... S8. Die Achse A des Reflektors 6 is horizontal orientiert
oder leicht gegen die Horizontale H geneigt, entsprechend der maximalen Detektionsdistanz,
d.h dem Elevationswinkel b1 des am weitesten entfernten Empfangsfeldes R1. Der Sensorträger
7 ist bezüglich der optischen Achse A symmetrisch angeornet und erstreckt sich etwa
von der Achse A über eine gewisse Strecke nach oben, so daß praktisch nur Strahlung
aus Bereichen unterhalb der Horizontalen H detektiert wird.
[0016] Auf dem Sensorträger 7 sind radial von innen nach außen eine Anzahl von Sensorelementen
S1, S2 ... S8 in der Form separater strahlungsempfindlicher Zonen oder Flakes vorgesehen,
deren Ausgangssignale der Strahlung aus den verschiedenen Empfangsfeldern R mit unterschiedlichen
Elevationswinkeln entsprechen und getrennt voneinander ausgewertet werden. Der Sensorträger
7 ist nach außen mit einem Fenster abgeschlossen, das an die Temperaturstrahlung von
Objekten mit einer Temperatur von etwa 300 bis 1500°C angepaßt ist, damit die Detektionsanordnung
vorzugsweise nur auf Strahlung anspricht, wie sie für einen Waldbrand charakteristisch
ist. Das Fenster besteht aus einem optischen Bandpaßfilter mit einem Durchlaßbereich
für infrarote Strahlung von vorzugsweise etwa 3 bis 5 µm.
[0017] Das genannte Spektralfenster hat sich als besonders günstig erwiesen, da die Transparenz
der Luft in diesem Bereich besonders gut ist, was eine Detektion auch über große Distanzen
erlaubt, während im Bereich von 5 bis 8 µm die Absorption in Luft beträchtlich ist,
so daß die Strahlung aus entfernten Gebieten nur geschwächt empfangen und daher nur
sehr beschränkt ausgewertet werden kann; d.h. die Reichweite solcher Detektoren wäre
stark eingeschränkt. Strahlung mit noch größerer Wellenlänge könnte parasitäre Strahlung
von Objekten sein, die eine nur leicht erhöhte Temperatur aufweisen; sie könnte beispielsweise
von Fahrzeugmotoren herrühren oder von Gelände- oder Waldpartien ausgehen, die durch
intensive Sonnenstrahlung aufgeheizt werden.
[0018] Figur 5 zeigt den Aufbau des Sensorelement-Trägers in größerem Maßstab und mit weiteren
Details. Auf dem Träger 7 sind die pyroelektrischen Sensorelemente S als gruppenweise
und paarweise mit zunehmender Länge zusammengefaßte Flakes übereinander und aneinander
anschließend angeordnet. Die unterste Gruppe oder Zone Z1 für den Fernempfang umfaßt
nur zwei Flakes S1 und S1', welche gemäß der Darstellung in Figur 6A differentiell
in einer Dualschaltung an den Eingang FET der Signalauswerteschaltung angeschlossen
sind, desgleichen die anschließenden Gruppen Z2, Z3 und Z4. Die Gruppe Z5 weist dagegen
zwei derartige Flake-Paare, also vier Sensorelemente S, S', S'' und S''' in der in
Figur 6B gezeigten differentiellen Quadschaltung auf, während die weiteren Gruppen
Z6 und Z7 acht Sensorelemente in der in Figur 6C wiedergegebenen differentiellen Doppelquadschaltung
aufweisen. Die letzte, dem Nahempfang dienende Gruppe Z8, welche die größte vertikale
Erstreckung aufweist, besteht aus vierzehn in sieben Paaren angeordneten Flakes, die
in der in Figur 6D wiedergegebenen Differentialschaltung miteinander verbunden sind.
[0019] Mit diesen differentiellen Paar- oder Dualschaltungen wird zunächst die Elimination
von Umwelteinflüssen erreicht, die gleichmäßig auf beide Sensorelemente eines Paares
einwirken. Dies gilt auch für intensives Umgebungslicht, das mit einem nicht zu vernachlässigenden
Anteil an der Strahlung im Durchlaßbereich des optischen Bandpaßfilters von beispielsweise
3 bis 5 µm auf den breitbandigen pyroelektrischen Sensor auftrifft und das jeweils
beide Sensorelemente nahezu gleich beaufschlagt, während ein begrenzter Brandherd
bei jedem Durchlauf der Schwenkbewegung zeitverschoben nacheinander von beiden Sensorelementen
aufgenommen wird und mittels der differentiellen Schaltung in ein zeitlich gestaffeltes
Paar eines positiven und eines negativen Impulssignals umgewandelt wird (Dauersignal
= Null).
[0020] Die nach oben zunehmende Länge der Sensorelement-Zonen Z1, Z2 ... Z8 in der gemeinsamen
optischen Anordnung 3 hat in grober Näherung zur Folge, daß jede Zone Z etwa einem
gleich großen Empfangsbereich R entspricht. Zudem bewirkt die unterschiedliche Schaltung
der Sensorelemente der einzelnen Zonen, d.h. die Dual-, Quad-, Doppelquadschaltung
etc., daß infolge der zunehmenden Streukapazitäten der Schaltungen die Detektionsempfindlichkeit
weitgehend von der Distanz unabhängig wird oder sogar mit der Distanz etwas zunimmt,
wodurch die mit der Distanz zunehmende Strahlungsabsorption der Atmosphäre kompensiert
wird.
[0021] Weitere Maßnahmen dienen der Ausschaltung direkter oder indirekter Sonnenbestrahlung.
Diese ist in waldbrandgefährdeten Gebieten oft beträchtlich und kann zeitweise hunderttausend
Lux übersteigen. Die Sonnenstrahlung im Bereich der zur Branddetektion ausgewerteten
Infrarotstrahlung, z.B. zwischen 3 und 5 um, kann derart intensiv sein, daß ein fehlerhaftes
Alarmsignal ausgelöst wird, ohne daß ein Brand vorliegt; es ist daher erforderlich,
die Auslösung solcher Fehlalarme durch parasitäres Sonnenlicht zu verhindern. Dazu
sind auf dem Träger 7 parallel neben den für Infrarotstrahlung empfindlichen Sensorelementen
S eine Reihe von lichtempfindlichen Sonnenzellen C vorgesehen und zwar ebenfalls in
Paaren C1, C1' ... C8, C8' differentiell geschaltet, mit einem spektralen Empfindlichkeitsmaximum
zwischen 0,6 und 1 µm. Mit den entsprechenden Gruppen von Sensorelementen S sind diese
Sonnenzellenpaare C in einer Inhibitionsschaltung verbunden, welche die Brandalarmsignalgabe
blokkiert, wenn die von den Sonnenzellen aus dem zugeordneten Empfangsfeld aufgenommene
parasitäre Störstrahlung hinreichend intensiv ist, d.h. eine vorgegebene Schwelle
überschreitet. Somit wird erreicht, daß die Einleitung von kostspieligen Brandbekämpfungsmaßnahmen
infolge fehlerhafter Signalgabe verhindert werden kann.
[0022] Eine noch größere Sicherheit wird erreicht, wenn zusätzlich am Beobachtungsort eine
schwenkbare Fernsehkamera vorgesehen wird, die durch die Branddetektionsanordnung
derart gesteuert wird, daß sie bei Signalisation eines Brandes auf den von der Signalauswerteschaltung
lokalisierten Brandort gerichtet wird und eine visuelle Kontrolle gestattet.
[0023] Die vorstehend speziell für die Detektion von Waldbränden beschriebene Erfindung
ist nicht auf diese beschränkt, sondern kann auch zur Überwachung anderer ausgedehnter
Bereiche oder Areale auf das Auftreten von Infrarotstrahlung benutzt werden. Beispiele
hierfür sind etwa die Überwachung ausgedehnter Brennstofftanklager oder Automobilabstellplätze.
| Bezugszeichen (gehören nicht zur Beschreibung) |
| Abtasteinrichtung |
1 |
Scanning device |
| Beobachtungsturm |
2 |
Observation tower |
| Optische Anordnung |
3 |
Optical assembly |
| Sensoranordnung |
4 |
Detector assembly |
| Reflektor |
6 |
Reflector |
| Sensorträger |
7 |
Detector support |
| Achse |
A |
Axis |
| Azimut |
a |
Azimuth |
| (Überwachungs-)Bereich |
B |
Area (for detection) |
| Elevationswinkel |
b |
Elevation angle |
| Sonnenzelle |
C |
Light-sensitive solar cells |
| Distanz |
d |
Distance |
| Waldbrandort |
F |
(Location of) forest fire |
| Horizontale |
H |
Horizontal |
| Empfangsfelder |
R |
Detection area |
| Sensorelement |
S |
Detector elements |
| Zone von Sensorelementen (Gruppe) |
Z |
Zone of sensor elements (group) |
1. Anordnung zur Detektion von Bränden in einem ausgedehnten Bereich (B), insbesondere
von Waldbränden, mit einer azimutal beweglichen Abtasteinrichtung (1) zur periodischen
Erfassung der von einem Brand erzeugten Infrarotstrahlung, welche eine optische Bündelungseinrichtung
(6) und eine Anzahl von Sensorelementen (S) aufweist, welche so angeordnet und ausgebildet
sind, daß sie Infrarotstrahlung aus Empfangsfeldern (R1, R2 ... R8) unterschiedlicher
Elevationswinkel (b1, b2 ... b8) detektieren, dadurch gekennzeichnet, daß die für
Infrarotstrahlung empfindlichen Sensorelemente (S, S') paarweise horizontal nebeneinander
angeordnet und in differentiellen Schaltungen miteinander verbunden sind und daß den
für Infrarotstrahlung empfindlichen Sensorelementen (S, S') weitere, geometrisch gleich
gestaltete und angeordnete, vorzugsweise für sichtbares Licht empfindliche Sensorelemente
(C) zugeordnet sind, welche in analoger Weise in differentieller Schaltung miteinander
verbunden sind und welche die Signalgabe der für Infrarotstrahlung empfindlichen Sensorelemente
(S, S') blockieren, wenn sie mit Strahlung beaufschlagt werden, deren Intensität eine
vorgegebene Schwelle übersteigt.
2. Anordnung gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Paare von Sensorelementen
(S, S') vertikal aneinander anschließend wenigstens angenähert in der Brennebene der
optischen Bündelungseinrichtung (6) angeordnet sind.
3. Anordnung gemäß Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensorelemente (S,
S') sich auf einem gemeinsamen Träger (7) von etwa der optischen Achse (A) der Bündelungseinrichtung
(6) ausgehend nach oben hin erstrecken.
4. Anordnung gemäß Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale Erstreckung,
die Empfangsfläche und/oder die Anzahl der Sensorelemente (S) mit dem Abstand von
der optischen Achse (A) zunimmt.
5. Anordnung gemäß Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunahme der Erstreckung,
Empfangsfläche und/oder Anzahl der Sensorelemente (S) derart gewählt ist, daß die
Empfindlichkeit der Empfgangsfelder (R1, R2 ... R8) wenigstens in grober Näherung
unabhängig vom Elevationswinkel (b1, b2 ... b8) sind.
6. Anordnung gemäß Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensorelement-Paare
(S1, S1') mit geringerem Abstand von der optischen Achse (A) in einer Schaltung miteinader
verbunden sind, die ein größeres Ausgangssignal liefert als die Schaltungen für Sensorelementpaare
(S8, S8') mit größerem Abstand von der Achse (A).
7. Anordnung gemäß Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungen derart
ausgebildet und angeordnet sind, daß die Detektionsempfindlichkeit mit abnehmendem
Elevationswinkel (b1, b2 ... b8) der durch Sensorelement (S) und optische Bündelungseinrichtung
(6) gebildeten Empfangsfelder (R) gegen die Horizontale (H) nicht wesentlich abnimmt.
8. Anordnung gemäß Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Sensorelemente
(C) auf demselben Träger (7) jeweils neben den zugeordneten für Infrarotstrahlung
empfindlichen Sensorelementen (S) angeordnet sind.
9. Anordnung gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
auf die Sensorelemente (S, S') fallende Strahlung durch ein optisches Bandpaßfilter
mit einem Spektralbereich von 3 bis 5 µm gefiltert wird.
10. Anordnung gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
weiteren Sensorelemente (C) vorzugsweise für Strahlung im Bereich von 0,6 bis 1 µm
empfindlich sind.