[0001] Die Erfindung betrifft eine Tragrohrmarkise mit einem in Tragkonsolen gehaltenen
Tragrohr, das Tragböcke für Ausfallarme und Halter für eine Tuchwelle und eine Hülse
trägt.
[0002] Eine Tragrohrmarkise dieser Art ist in der DE-PS 34 28 153 beschrieben. Dort sitzt
die Hülse in besonderen Haltern des Tragrohres. Die Verstellung der Neigung dieser
Markise ist unzureichend, weil der Abschluß der eingefahrenen Markise an der Hülse
nur ungenügend verstellbar ist.
[0003] Eine ähnliche Tragrohrmarkise ist in der DE-OS 38 04 150 beschrieben. Dort sind einerseits
die Tragböcke für die Ausfallarme in ihrer Neigung verstellbar. Außerdem ist die Hülse
in besonderen Haltern schwenkbar aufgenommen. Infolgedessen ist auch bei dieser Markise
die Neigungseinstellung unzureichend.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung einer Tragrohrmarkise, die einen sauberen
Abschluß der Ausfallstange an der Hülse gewährleistet. Dieser Abschluß ist sowohl
aus ästhetischen Gründen als auch zum Schutz des Markisentuches wichtig. Außerdem
soll die Neigung dieser Markise ohne Schwierigkeiten einstellbar sein.
[0005] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die die Tuchwelle aufnehmenden
Halter auch die Hülse aufnehmen und daß an den Tragböcken ein einstellbares Kippgelenk
sitzt.
[0006] Die Erfindung unterscheidet sich insofern vom Stand der Technik, als einerseits die
Hülse fest an den Haltern der Tuchwelle montiert ist und daß andererseits einstellbare
Kippgelenke für die Ausfallarme vorgesehen sind. Somit ist in eingefahrenem Zustand
immer ein gleichmäßiger Abschluß der Hülse gewährleistet. Dieses liefert sowohl ästhetisch
ein befriedigendes Bild. Außerdem ist auch das Markisentuch durch den dichten Abschluß
gegen Verunreinigungen und dergleichen geschützt. Die Einstellung der Neigung an den
Kippgelenken ist ohne Schwierigkeiten durch eine Bedienungsperson möglich.
[0007] Eine Anpassung und Ausrichtung der Hülse und der Tuchwelle wird dadurch sichergestellt,
daß jeder Halter etwa konzentrisch zum Lager für die Tuchwelle eine Aufnahme für die
Hülse aufweist.
[0008] Eine sichere Ausrichtung und Halterung der Hülse wird dadurch erzielt, daß auf dem
Tragrohr Abstützungen für die Hülse angeordnet sind.
[0009] Die Abstützungen werden dadurch gehalten, daß je eine Abstützung mit ringabschnittförmiger
Auflage an einem Tragbock festgeklemmt ist.
[0010] Die Neigungseinstellung wird dadurch bewirkt, daß jedes Kippgelenk einen an einer
Stange einstellbar sitzenden Begrenzer und einen von dem jeweiligen Ausfallarm betätigten
Rückschlagstift zur Verriegelung des Begrenzers umfaßt.
[0011] Eine Ausführungsform der Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die anliegenden
Zeichnungen erläutert, in denen darstellen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Gesammtansicht der Tragrohmarkise in ausgefahrenem Zustand,
- Fig. 2
- einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1 und
- Fig. 4
- einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 1.
[0012] Die Tragrohrmarkise nach der Erfindung ist auf einem rechtkantigen Tragrohr 1 aufgebaut,
das in Wandkonsolen 2 gehalten ist. Die Anzahl der Wandkonsolen 2 richtet sich nach
der Größe der Tragrohrmarkise, nach den Aufhängemöglichkeiten, nach den Belastungsverhältnissen
und nach statischen Erfordernissen. Die Wandkonsolen 2 sind fest an einer Wand oder
an einer Decke vereankert, so daß das Tragrohr 1 stabil gehalten ist. Auf dem Tragrohr
1 sind in üblicher Weise Tragböcke 3 mit Kippgelenken 4 befestigt, an denen Lagerböcke
5 für die Gelenkarme 6 sitzen. Die äußeren Schenkel der Gelenkarme 6 tragen eine Ausfallstange
7, an der das Markisentuch 8 befestigt ist.
[0013] Jeweils an den Enden des Tragrohrs 1 sind Halter 9 befestigt, die einerseits in Lagern
die Tuchwelle 12 für das Markisentuch 8 und andererseits in Aufnahmen 10 eine Hülse
11 aufnehmen. Die Hülse 11 ist in den Aufnahmen 10 fest und unbeweglich angeordnet,
wie man insbesondere der Fig. 4 entnimmt. Das Markisentuch 8 läuft durch einen Spalt
der Hülse 11.
[0014] Zur Abstützung einer langen Hülse kann man eine oder mehrere Tragböcke 13 mit ringabschnittförmigen
Abstützungen 14 vorsehen, die nach Fig. 2 die Hülse 11 abstützen. Die Abstützungen
14 sind in Führungen 15 des zugehörigen Tragbocks 13 geführt und durch Schrauben festgespannt.
[0015] Jedes Kippgelenk 4 ist um einen Zapfen 16 gemäß Fig. 3 kippbar. Das Kippgelenk 4
wird in Ausfallstellung durch einen Begrenzer 21 gehalten, der an einer schematisch
dargestellten Stange 18 sitzt. Die Stange 18 ist mit einem Gewinde versehen und ermöglicht
eine Einstellung des Begrenzers 17 und damit eine Neigungseinstellung. Ein Rückschlagstift
19 wird von dem jeweiligen Ausfallarm 6 betätigt und verriegelt den Begrenzer 17 in
der Ausfallstellung.
[0016] Die Hülse 11 ist fest in den Haltern 9 aufgenommen und damit auch gegenüber dem Tragrohr
1 fixiert. In eingefahrener Stellung befindet sich die Ausfallstange 7 jeweils in
einer gleichen Ausrichtung gegenüber der Hülse 9. Infolgedessen ist der Spalt der
Hülse 9 sicher abgeschlossen. Dieses ist sowohl aus ästhetischen Gründen als auch
zum Schutz des Markisentuches vorteilhaft
[0017] Die Kippgelenke 4 lassen sich in ihrer Neigung durch Betätigung der Stange 18 in
einfacher Weise verstellen. Die Anzahl der Kippgelenke 4 und Ausfallstangen 6 wird
entsprechend der Größe der Markise festgelegt. Die Anzahl der Tragböcke 13 zur Abstützung
der Hülse 11 wird auf die Länge der Hülse 11 abgestimmt.
[0018] Die Erfindung ermöglicht somit die kombinierte Ausnutzung der Stabilitäts- und Montagevorteile
einer Tragrohrmarkise und einer Hülsenmarkise.
1. Tragrohrmarkise mit einem in Tragkonsolen gehaltenen Tragrohr, das Tragböcke für Ausfallarme
und Halter für eine Tuchwelle und eine Hülse trägt, dadurch gekennzeichnet, daß die
die Tuchwelle (12) aufnehmenden Halter (9) auch die Hülse (11) aufnehmen und daß an
den Tragböcken (3) ein einstellbares Kippgelenk (4) sitzt.
2. Tragrohrmarkise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Halter (9) etwa
konzentrisch zum Lager für die Tuchwelle (12) eine Aufnahme (10) für die Hülse (11)
aufweist.
3. Tragrohrmarkise nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Tragrohr
(1) Abstützungen (14) für die Hülse (11) angeordnet sind.
4. Tragrohrmarkise nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß je eine Abstützung (14)
mit ringabschnittförmiger Auflage an einem Tragbock (13) festgeklemmt ist.
5. Tragrohrmarkise nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jedes
Kippgelenk (4) einen an einer Stange (18) einstellbar sitzenden Begrenzer (17) und
einen von dem jeweiligen Gelenkarm (6) betätigten Rückschlagstift (19) zur Verriegelung
des Begrenzers (17) umfaßt