| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 501 304 A1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
| (43) |
Veröffentlichungstag: |
|
02.09.1992 Patentblatt 1992/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.02.1992 |
|
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE IT |
| (30) |
Priorität: |
24.02.1991 DE 4105630
|
| (71) |
Anmelder: Jansen-Herfeld, Röttger |
|
D-42853 Remscheid (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Jansen-Herfeld, Röttger
D-42853 Remscheid (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| (54) |
Hydraulischer Gattersägenspanner mit zwei etwa gleichen Sägenspannerhälften auf den
beiden Gatterrahmenbalken für Gattermaschinen zum Sägen von Steinblöcken |
(57) Hydraulischer Gattersägenspanner mit zwei auf beiden Gatterrahmentraversen angeordneten,
mit Kolben (1.1.2, 1.2.2) versehenen Spannerhälften (1.1, 1.2), die auf die die Sägeblätter
(3) spannenden Angeln (2) unterschiedliche Kräfte (H₁,H₂) bzw. Momente dergestalt
ausüben, daß eine Querkraft (V) senkrecht zur Spannrichtung der Angel bewirkt wird,
die den Vorschubkräften (S) entgegengesetzt gerichtet ist.
|

|
[0001] Die bekannten Gattersägenspanner mit etwa gleichen Spannerhälften auf den beiden
Gatterrahmenbalken wirken auf die Querstücke der Angeln dergestalt, daß etwa gleiche
Momente von den Hydraulikkolben oben und unten auf die Angel ausgeübt werden. Dadurch
liegt die Angel ohne vertikale Kraftwirkung im Rahmendurchlaß und kann somit unter
dem Einfluß der Vorschubkräfte leicht aus dieser Mittellage bewegt werden. Bevor die
Sägeblätter die erforderlichen Vorschubkräfte aufnehmen können, muß also die Angel
eine Querbewegung mitmachen, wodurch die Schneidlänge bzw. -zeit pro Hub für den tatsächlichen
Schnitt reduziert wird. Hinzu kommt noch, daß die beiden Sägenspannerhälften miteinander
verbunden sind, so daß die durch die Vorschubkräfte bewirkten Oszillationsbewegungen
der Angeln auch zu axialen Oszillationsbewegungen der Kolben führen, wodurch nochmals
die effektive Schneidlänge pro Hub reduziert wird.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen hydraulischen Sägenspanner zu schaffen,
der die effektive Schneidlänge pro Hub dadurch vergrößert, daß die Angel eine der
Vorschubkraft entgegengerichtete konstante Vertikalkraft ausübt und daß die Oszillationsbewegungen
der Hydraulikkolben unterbunden werden.
[0003] Der erfindungsgemäße hydraulische Gattersägenspanner weist unterschiedliche auf die
Angellängsmitte bezogene Momente auf, wodurch der Angelschaft der Vorschubkraft entgegengerichtet
gegen den Rahmenbalken bzw. den Steinblock gedrückt wird. Diese unterschiedlichen
Momente können durch unterschiedliche Hebelarme oder durch unterschiedliche Kolbendurchmesser
oder durch unterschiedliche Drücke erzeugt werden, wobei aus konstruktiven Gründen
die Beaufschlagung der beiden Spannerhälften mit unterschiedlichen Drücken zu bevorzugen
ist. Die Oszillation der Kolben wird dadurch vermieden, daß der erfindungsgemäße Sägenspanner
über ein Rückschlagventilsystem aufgepumpt werden kann, wobei gleichzeitig ein Druck
entsteht durch ein Druckreduzierungsrückschlagventil, das sich in der Zuleitung zu
der oberen Sägenspannerhälfte befindet. Durch eine entsprechende Rückschlagventilanordnung
wird während des Schneidens außerdem verhindert, daß durch die Oszillationsbewegung
des Sägeblattes auch die Kolben des hydraulischen Sägenspanners eine Oszillation beschreiben
können durch eine zwischen den beiden Sägenspannerhälften hin und her gehende Ölmenge.
[0004] Die einzige Figur zeigt den erfindungsgemäßen hydraulischen Sägenspanner mit der
oberen Sägenspannerhälfte (1.1) und der unteren Hälfte (1.2), die sich gegen die Gatterrahmenbalken
(4) abstützen, zwischen denen die Angel (2) liegt, die das Sägeblatt (3) spannt aufgrund
der beiden Hydraulikkolbenkräfte (H1 und H2), wobei die obere Hydraulikkolbenkraft
(H1) kleiner ist als die untere Hydraulikkolbenkraft (H2), um die vertikale Angelquerkraft
(V) zu bewirken, die entgegengesetzt der Vorschubkraft (S) ist.
Die obere Hydraulikkolbenkraft (H1) wird durch den äußeren Kolben in der oberen Hälfte
(1.1.2) und die untere Hydraulikkolbenkraft (H2) durch den äußeren Kolben in der unteren
Hälfte (1.2.2) erzeugt. Der hydraulische Sägenspanner (1) wird durch die Pumpe (10)
aufgepumpt, wobei das Öl durch das Rückschlagventil für die untere Hälfte (7) in die
untere Sägenspannerhälfte (1.2) und durch das Druckreduzierungsrückschlagventil (8)
in die obere Sägenspannerhälfte (1.1) gefördert wird. Beim Druckablassen, d. h. Ölrückfluß
in die Pumpe (10) wird in der Pumpe (10) ein nicht näher dargestelltes Absperrventil
geöffnet und das Öl fließt aus der unteren Sägenspannerhälfte (1.2) durch den geöffneten
Absperrhahn (6) bzw. aus der oberen Sägenspannerhälfte (1.1) durch das Rückschlagventil
für die obere Hälfte (9) zurück in die Pumpe (10).
Wird durch einen Bedienungsfehler das Öffnen des Absperrhahns (6) vergessen, kann
das Öl durch das Druckreduzierungsrückschlagventil für die untere Hälfte (5) aus der
unteren Sägenspannerhälfte (1.2) zurückfließen, ohne die Angel (2) durch einseitige
Belastung zu zerstören, wobei durch die Feder im Druckreduzierungsrückschlagventil
(5) ein höherer Druck als in der oberen Sägenspannerhälfte (1.1) verbleibt. Durch
diese Federwirkung wird auch eine Fluktuation zwischen der oberen und unteren Sägenspannerhälfte
(1.1 bzw. 1.2) in dem Ausmaß verhindert, wie sich eine Druckdifferenz aufgrund dieser
Federkraft zwischen den beiden Sägenspannerhälften (1.1 und 1.2) ergibt. Ohne diese
Feder würde sich ferner ein Druckangleich in den beiden Sägenspannerhälften ergeben,
wenn der Druck insgesamt durch Längerwerden der Sägeblätter abfällt.
Bezugszeichenliste
[0005]
- 1.1
- obere Sägenspannerhälfte
- 1.2
- untere Sägenspannerhälfte
- 1.1.2
- äußere Kolben in oberer Hälfte
- 1.2.2
- äußere Kolben in unterer Hälfte
- 2
- Angel
- 3
- Sägeblatt
- 4
- Gatterrahmenbalken
- 5
- Druckreduzierungsrückschlagventil für untere Hälfte
- 6
- Absperrhahn
- 7
- Rückschlagventil für untere Hälfte
- 8
- Druckreduzierungsrückschlagventil für obere Hälfte
- 9
- Rückschlagventil für obere Hälfte
- 10
- Pumpe
- S
- Vorschubkraft
- V
- vertikale Angelquerkraft
- H1
- obere Hydraulikkolbenkraft
- H2
- untere Hydraulikkolbenkraft
1. Hydraulischer Gattersägenspanner mit zwei auf beiden Seiten eines Gatterrahmens angeordneten,
mit Kolben versehenen Spannerhälften dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben (1.2.2),
die in der Spannerhälfte (1.2) angeordnet sind, die auf der Seite des Rahmens (4)
liegt, die der Vorschubseite zugewandt ist bzw. bei einem Horizontalgatter die untere
Gatterrahmen hälfte bildet, eine größere Hydraulikkolbenkraft (H2) auf die Angel (2)
ausüben als die obere Hydraulikkolbenkraft (H1) und somit aufgrund der unterschiedlichen
Hydraulikmomente eine vertikale Angelquerkraft (V) erzeugt wird, die der Vorschubkraft
(S) entgegengerichtet ist.
2. Hydraulischer Gattersägenspanner nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
der Pumpe (10) und der unteren Sägenspannerhäflte (1.2) ein Druckreduzierungsrückschlagventil
(5) angeordnet ist, daß beim Druckablassen das Öl gegen Federdruck in die Pumpe (10)
läßt und parallel dazu geschaltet ein Absperrhahn (6) und ebenfalls parallel dazu
geschaltet mit Öffnungsrichtung zur Sägenspannerhälfte (1.2) ein Rückschlagventil
(7) ist und in der Zuleitung zur oberen Sägenspannerhälfte (1.1) ein Druckreduzierungsrückschlagventil
(8) mit Öffnungsrichtung zum Sägenspanner hin und parallel dazu ein Rückschlagventil
(9) mit Öffnungsrichtung zur Pumpe angeordnet ist.
3. Hydraulischer Gattersägenspanner nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 2 dadurch
gekennzeichnet, daß die durch die Feder des Druckreduzierungsrückschlagventils (8)
erzeugte Druckdifferenz zwischen der oberen Sägenspannerhälfte (1.1) und der unteren
(1.2) maximal 40 % bezogen auf die untere Hydraulikkolbenkraft (H2) ausmacht.
4. Hydraulischer Gattersägenspanner nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3 dadurch
gekennzeichnet, daß die Kolbendurchmesser in der unteren Spannerhälfte (1.2) größer
sind als die Durchmesser der Kolben in der oberen Sägenspannerhälfte (1.1)
