[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmetauscher, insbesondere für Heizkraftanlagen und
Dampferzeuger im Anschluß an einen oder mehrere Brenner, mit einem Gasführungssystem
und einem im thermischen Kontakt dazu angeordneten Fluidsystem.
[0002] Derartige Wärmetauscher sind in zahlreichen Ausführungsformen bekannt. Sie sind häufig
mit einem Brenner zu einem Dampfkessel kombiniert. Das in der Brennerflamme entstehende
Rauchgas gelangt dabei auf eine Vielzahl von Wasserleitungen, in denen das Wasser
durch den thermischen Kontakt der gut wärmeleitenden Rohre mit dem Rauchgas aufgeheizt
und gegebenenfalls verdampft wird. Bereits Anlagen kleinerer und mittlerer Größe erfordern
dabei einen erheblichen Aufwand. Erweist sich ein Dampfkessel dieser Art als zu klein,
ist eine Kapazitätserweiterung in aller Regel nicht möglich oder wirtschaftlich vertretbar,
so daß ein weiterer Dampfkessel eingesetzt wird.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wärmetauscher der eingangs erwähnten
Art so auszubilden, daß er in einfacher Weise erstellt werden und gegebenenfalls erweitert
werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Wärmetauscher der eingangs erwähnten
Art dadurch gelöst, daß die Gasführung in einem thermisch isolierten Gehäuse erfolgt,
in dem wenigstens ein Tauscherzylinder mit einer Vielzahl von stirnseitig offenen
Röhren angeordnet ist, dessen Zwischenräume zwischen den Röhren einen abgeschlossenen
Raum bilden und einen Zuführungsanschluß und einen Abführungsanschluß für ein Fluid
aufweisen. Das zugeführte Fluid ist dabei regelmäßig eine Flüssigkeit, vorzugsweise
Wasser.
[0005] Der erfindungsgemäße Wärmetauscher unterscheidet sich in seinem Aufbau prinzipiell
von den bekannten Wärmetauschern dadurch, daß in einem Gehäuse ein separater Tauscherzylinder
vorgesehen ist, in dessen Röhren das Gas, regelmäßig das Rauchgas, geleitet wird,
während der Zwischenraum zwischen den Röhren mit dem die Wärme aufnehmenden Fluid,
regelmäßig Wasser, gefüllt sind. Das Gas gelangt zwar zunächst in den Innenraum des
isolierten Gehäuses, der Wärmeaustausch zum Fluid findet jedoch im wesentlichen beim
Durchströmen des Gases durch die Röhren des Tauscherzylinders statt, während das Fluid
in dem abgeschlossenen Innenraum des Tauscherzylinders in den Zwischenräumen zwischen
den Röhren strömt und gesondert zu- und abgeleitet wird. Diese erfindungsgemäße Ausbildung
des Wärmetauschers führt zu einer erheblichen Vereinfachung für den Aufbau der Wärmetauscher.
Die Tauscherzylinder sind als fertiges Bauteil herstellbar und erlauben einen quasi
modularen Aufbau von Wärmetauschern, wobei größere Kapazitäten lediglich den Einsatz
einer Mehrzahl von Tauscherzylindern bedingen. Die Tauscherzylinder können dabei bezüglich
des Fluids, je nach Anwendungsfall, parallel oder hintereinander geschaltet sein.
Für den Wärmetauschervorgang werden daher lediglich die standardisiert gefertigten
Tauscherzylinder benötigt, die in unterschiedlich große Gehäuse mit an den Einzelfall
angepaßten Anschlüssen für Brenner, Fluidleitungen usw. ausgebildet werden müssen.
[0006] In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Tauscherzylinder einen kreisrunden
Querschnitt auf. Hierdurch wird eine möglichst gleiche Temperatur über den Querschnitt
des Tauscherzylinders ermöglicht, so daß für möglichst jede Röhre gleiche Temperaturdifferenzen
für den Wärmeaustauschvorgang zur Verfügung stehen.
[0007] Eine möglichst gleiche Behandlung des durch die vorzugsweise parallel zueinander
verlaufenden Röhren strömenden heißen Gases wird dadurch unterstützt, daß jede Röhre
des Tauscherzylinders von einem jeweils etwa gleich großen Volumen des Innenraums
des Tauscherzylinders umgeben ist. Da das die äußeren Röhren des Tauscherzylinders
umgebende Volumen Kontakt mit der äußeren Mantelwand des Tauscherzylinders hat, ist
es besonders vorteilhaft, wenn der Gaseintritt in das isolierte Gehäuse des Wärmetauschers
so angeordnet ist, daß das Gas zunächst auf einen wesentlichen Teil der äußeren Mantelwand
des Tauscherzylinders trifft, bevor es stirnseitig in die offenen Röhren eintritt.
Hierdurch wird erreicht, daß auch die äußere Mantelwand des Tauscherzylinders durch
das anströmende heiße Gas aufgeheizt wird, so daß auch die äußere Mantelwand etwa
die Temperaturen der Röhren des Tauscherzylinders aufweist, so daß es zur äußeren
Mantelwand des Tauscherzylinders hin nicht zu einem Temperaturabfall in dem in dem
abgeschlossenen Innenraum des Tauscherzylinders strömenden Fluid kommt.
[0008] Die Anordnung des Tauscherzylinders in dem isolierten Gehäuse ist besonders einfach
möglich, wenn das Gehäuse einen die Umfangswand des Tauscherzylinders abdichtend abstützenden,
in Verlängerung zu den stirnseitig offenen Röhren offenen Boden aufweist, unter dem
sich ein Gassammelraum befindet. In diesem Fall sind keine weiteren Abdichtungsmaßnahmen
erforderlich, weil der Gaseintrittsraum des Gehäuses von dem Gasaustrittsraum durch
den Boden getrennt ist und eine Verhinderung einer Kurzschlußströmung (unter Umgehung
des Tauscherzylinders) durch die Abdichtung am stirnseitigen Rand der Umfangswand
des Tauscherzylinders erfolgt, wobei die Abdichtung bereits durch das Gewicht des
Tauscherzylinders sichergestellt ist. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß diese
Anordnung zu einem besonders einfachen Aufbau des Wärmetauschers führt, da der Tauscherzylinder
lediglich in einen vorbereiteten Rand einer Bodenöffnung gestellt werden muß. Der
Boden des Gehäuses kann dabei aus Beton gebildet sein. Zur Abdichtung zwischen der
Umfangswand des Tauscherzylinders und dem Boden kann eine Dichtung, vorzugsweise eine
keramische Dichtung auf den Boden aufgelegt sein.
[0009] Der Gaseintritt in das isolierte Gehäuse sollte nur wenig oberhalb des Bodens, auf
dem der Tauscherzylinder gestellt ist, angeordnet sein, um ein möglichst vollständiges
Anströmen der äußeren Mantelwand des Tauscherzylinders durch das heiße Gas zu gewährleisten.
[0010] In dem erfindungsgemäßen Wärmetauscher wird ein Wärmeübergang mit einem hohen Wirkungsgrad
erzielt, wenn das Fluid in den Zwischenräumen im Gegenstrom zu der Gasströmung in
den Röhren geführt ist. Die Gasströmung in den Röhren sollte mit einer Strömungsgeschwindigkeit
von unter 1,25 m/s eingestellt sein, da hierdurch ein optimaler Wirkungsgrad erzielt
wird. Diese Strömungsgeschwindigkeit liegt um Größenordnungen unter der üblichen Gasströmungsgeschwindigkeit
in bekannten Dampfkesseln, die meist mit weit über 20 m/s eingestellt wird.
[0011] Es ist möglich, das isolierte Gehäuse des Wärmetauschers so auszubilden, daß es unmittelbar
einen oder mehrere Brenner aufnehmen kann, wie dies der bekannten Technologie entspricht.
Bevorzugt ist jedoch eine Ausbildung, bei der der Brenner an das Gehäuse so angeschlossen
ist, daß der Verbrennungsvorgang vollständig beendet ist, bevor die Verbrennungsgase
auf den Tauscherzylinder treffen. Diese Anordnung des Brenners relativ zu dem Tauscherzylinder
ermöglicht eine vollständige Kontrolle der Verbrennungsparameter, die durch eine vorzeitige
Abkühlung an einer Wärmetauscherfläche vor der Beendigung des Verbrennungsvorganges
nicht beeinträchtigt werden.
[0012] Da der erfindungsgemäße Wärmetauscher in einfacher Weise mit einer großen Kapazität
durch den Einsatz einer Mehrzahl von Tauscherzylindern ausgebildet werden kann, können
an ihn unproblematisch mehrere Brenner angeschlossen werden.
[0013] Die Möglichkeit des modularen Einsatzes der Tauscherzylinder ermöglicht darüber hinaus
die Verwirklichung gesteuerter Prozesse, auch in einem einzigen Wärmetauscher, da
die Rauchgase in den verschiedenen Tauscherzylindern durchaus unterschiedlichen Wärmeübertragungsbedingungen
ausgesetzt sein können. So ist es möglich, Tauscherzylinder übereinander so anzuordnen,
daß die gasführenden Röhren miteinander fluchten und einen gemeinsamen Gaskanal bilden,
wobei in den übereinander angeordneten Tauscherzylindern unterschiedliche Fluidbedingungen
eingestellt sind, wobei beispielsweise in einem unteren Wärmetauscher Wasser erhitzt
und in einem oberen Wärmetauscher das erhitzte Wasser verdampft wird. Ferner ist es
mit einer solchen Anordnung möglich, Rauchgas auf bestimmte Temperaturen gezielt und
stufenweise abzukühlen, um mehrere Kondensationsvorgänge auszulösen.
[0014] Der erfindungsgemäße Wärmetauscher erlaubt daher eine Vielzahl von Anwendungen, für
die der Wärmetauscher in einfacher Weise mit den Tauscherzylindern aufgebaut werden
kann. Die Wärmetauscher sind für den Einsatz als Dampfkessel für die Wassererhitzung
in gleicher Weise einsetzbar wie für die Erzeugung von überhitztem Dampf. Die Tauscherzylinder
weisen typisch Längen von etwa 100 bis 500 cm und einen Durchmesser von etwa 50 bis
100 cm mit zwischen 5 und 100 Röhren auf.
[0015] Es ist ersichtlich, daß durch die Wahl des Röhrendurchmessers die Strömungsgeschwindigkeit
des Gases durch die Röhren gesteuert werden kann, so daß beispielsweise parallel in
einem isolierten Gehäuse angeordnete Tauscherzylinder bei gleichen Druckbedingungen
auf der Oberseite des Zylinders und auf der den Gassammelraum bildenden Unterseite
unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten realisierbar sind. Ähnliches gilt bei
hintereinander geschalteten Wärmetauschern, in denen unterschiedliche Wärmeübertragungsvorgänge
stattfinden und daher unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten an den die Tauscherflächen
bildenden Röhrenwänden vorteilhaft sind.
[0016] Die Erfindung soll im folgenden anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert werden. Es zeigen:
- Figur 1 -
- einen Wärmetauscher im Anschluß an einen Brennraum
- Figur 2 -
- eine schematische Darstellung der Anordnung der Röhren in einem Tauscherzylinder
- Figur 3 -
- eine schematische Darstellung der Anordnung von zwei Tauscherzylindern in einem Gehäuse
eines Wärmetauschers
- Figur 4 -
- einen Wärmetauscher mit jeweils zwei übereinander angeordneten Tauscherzylindern,
die auf jeweils einem Boden des Gehäuses gelagert sind
- Figur 5 -
- einen Wärmetauscher mit zwei Anordnungen aus jeweils drei direkt übereinander angeordneten
Tauscherzylindern
- Figur 6 -
- einen Wärmetauscher mit zwei parallel betriebenen Tauscherzylindern zur Dampferzeugung
- Figur 7 -
- eine schematische Darstellung eines Wärmetauschers, an den sieben Brenner sternförmig
angeordnet sind
- Figur 8 -
- eine schematische Darstellung eines rechteckigen Wärmetauschers, an den sieben Wärmetauscher
angeschlossen sind
- Figur 9 -
- eine schematische Darstellung einer Wärmetauscheranlage mit mehreren, unterschiedliche
Funktionen ausführenden Wärmetauschern, die von sieben Brennern beschickt werden
[0017] Figur 1 zeigt einen Brenner 1, der an der Wand einer Brennkammer 2 montiert ist.
Die in der Brennkammer 2 ausgebildete Flamme des Brenners 1 sorgt für das Entstehen
heißer Gase, die durch eine Eintrittsöffnung 3 in einen Innenraum 4 eines Gehäuses
5 eines Wärmetauschers einströmen. Das Gehäuse 5 weist thermisch isolierende Wände
6 auf und ist mit einem Boden 7 versehen, auf den ein Tauscherzylinder 8 gestellt
ist.
[0018] Wie Figur 2 verdeutlicht, weist der Tauscherzylinder 8 einen kreisrunden Querschnitt
auf und ist mit einer Vielzahl von sich über seine Längsausdehnung erstreckenden,
parallel zueinander angeordneten Röhren 9 versehen. Die Röhren 9 sind auf beiden Stirnseiten
des Tauscherzylinders 8 offen, während die Stirnseiten für Zwischenräume 10 zwischen
den Röhren geschlossen sind, so daß sich für die Zwischenräume 10 durch die geschlossenen
Stirnseiten und die kreiszylindrische Mantelwand 11 ein geschlossener Innenraum ergibt.
[0019] Die Eintrittsöffnung 3 für die Rauchgase in das Gehäuse 5 des Wärmetauschers liegt
unmittelbar oberhalb des Bodens 7 des Gehäuses, so daß die Rauchgase an der Mantelwand
11 des Gehäuses entlangstreichen, bevor sie an der oberen Stirnseite des Tauscherzylinders
8 in die Röhren 9 eintreten können. Der abgeschlossene Innenraum des Tauscherzylinders
8 ist mit einem Fluid, vorzugsweise Wasser, gefüllt, das die Wärme der Rauchgase über
die Wände der Röhren 9, die als Wärmetauscherflächen fungieren, aufnimmt. Die abgekühlten
Rauchgase treten an der unteren Stirnseite des Tauscherzylinders 8 aus. An der unteren
Stirnseite des Tauscherzylinders 8 weist der Boden eine kreisförmige Öffnung auf,
deren Rand die Mantelwand 11 des Tauscherzylinders 8 abstützt, den Durchtritt der
aus den Röhren 9 austretenden abgekühlten Rauchgase jedoch ungehindert zuläßt. Unter
dem Boden 7 ist eine Gassammelkammer 12 ausgebildet, in der die durch die Röhren 9
aufgeteilten Gasströme wieder vereinigt werden und über einen Ausgangsstutzen 13 ins
Freie geleitet oder einer Weiterverarbeitung zugeführt werden.
[0020] Die in Figur 1 dargestellte Anordnung mit einer separaten Brennkammer 2 stellt sicher,
daß der Verbrennungsvorgang durch die Abkühlung der Gase an dem Tauscherzylinder 8
nicht gestört oder abgebrochen wird. Dadurch wird der Anteil der während der Verbrennung
nur unvollständig umgesetzten Gase erheblich reduziert, was zu einer geringeren Umweltbelastung
führt bzw. eine sonst erforderliche Nachbehandlung der Gase überflüssig machen kann.
[0021] Figur 3 verdeutlicht den parallelen Betrieb zweier Tauscherzylinder 8 in einem Gehäuse
5 eines Wärmetauschers. Dabei sind Zuführungsanschlüsse 14 und Abführungsanschlüsse
15 für jeden Tauscherzylinder 8 dargestellt, wobei die Zuführungsanschlüsse 14 zu
einem gemeinsamen Anschluß 16 vereinigt sind.
[0022] Die in Figur 4 dargestellte Anordnung zeigt ein Gehäuse 5 mit zwei Böden 7, 7' auf
denen jeweils übereinander und miteinander fluchtend zwei unterschiedlich hohe Tauscherzylinder
8', 8'' gelagert sind. Die beiden übereinander angeordneten Tauscherzylinder 8' und
8'' weisen getrennte Zuführungsanschlüsse 14, 14' und Abführungsanschlüsse 15, 15'
für ein Fluid, insbesondere Wasser, auf.
[0023] Eine ähnliche Anordnung zeigt Figur 5, dabei sind jeweils drei Tauscherzylinder 8',
8'', 8''' unmittelbar übereinander angeordnet und mit jeweils separaten Zuführungsanschlüssen
14, 14', 14'' und Abführungsanschlüssen 15, 15', 15'' versehen. Die Röhren 9 der drei
Gastauscherzylinder 8', 8'', 8''' fluchten miteinander und bilden jeweils gemeinsame
Gasleitungskanäle, während die in die Innenräume der Tauscherzylinder 8', 8'', 8'''
eingeleiteten Fluide ganz unterschiedliche Temperaturen aufweisen können. In Einzelfällen
ist es auch denkbar, durch ein beispielsweise in den mittleren Tauscherzylinder 8''
eingeleitetes Fluid das in dem Tauscherzylinder 8''' abgekühlte Gas wieder aufzuheizen,
um so gewünschte Tauscherprozesse ablaufen zu lassen.
[0024] Figur 6 zeigt schematisch eine Anordnung, die der Figur 3 entspricht, wobei die Abführungsanschlüsse
15 der beiden parallel geschalteten Tauscherzylinder 8 zusammengefaßt sind und zu
einem Entspannungsbehälter führen. Diese Anordnung dient der Überhitzung von Wasser,
wobei die Innenräume der Tauscherzylinder 8 unter Überdruck stehen. Das überhitzte
Wasser gelangt in einen Entspannungsbehälter 17, wo es sofort in die Dampfphase übergeht.
Diese Anordnung stellt eine Variante eines Dampferzeugers dar, bei dem die Dampfentstehung
nicht bereits im Tauscherzylinder 8 erfolgt sondern erst in dem Entspannungsbehälter
17. Dadurch wird der Wärmeübergang zu einer Flüssigkeit in dem Tauscherzylinder 8
über dessen gesamte Höhe, also über die gesamte Länge der Röhren 9, sichergestellt.
[0025] Figur 7 verdeutlicht ein Gehäuse 5' des Wärmetauschers, das einen kreisrunden Querschnitt
aufweist und in dem eine Vielzahl von Tauscherzylindern 8 angeordnet sind. Jeder Tauscherzylinder
hat eine Kapazität von beispielsweise 250 kW, so daß sich damit leistungsfähige Anlagen
erstellen lassen. Sollte ein Tauscherzylinder 8 einmal ausfallen, kann dieser aus
dem Gehäuse 5' leicht herausgezogen werden, wodurch die Funktion des Wärmetauschers
im übrigen kaum merkbar beeinträchtigt wird. An einen derart leistungsfähigen Wärmetauscher
kann eine Vielzahl von Brennern 1 angeschlossen sein, die bei einem Gehäuse 5' mit
kreisförmigem Querschnitt zweckmäßigerweise strahlenförmig um die Mantelwand des Gehäuses
5' herum angeordnet sind. Jeder Brenner ist in der Zeichnung mit jeweils 4 Aufgabeeinrichtungen
18 für Festbrennstoffe dargestellt.
[0026] Eine alternative Ausführungsform zeigt Figur 8, in der ein rechteckiges Gehäuse 5''
die vielzahl der Tauscherzylinder 8 umfaßt, wobei die Brenner 1 parallel zu den Seitenwänden
des rechteckigen Gehäuses 5'' ausgerichtet sind.
[0027] Figur 9 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Brenner 1 zunächst einen Wärmetauscher
in einem ersten Gehäuse 51 beaufschlagen und nachgeschaltete Wärmetauscher in weiteren
Gehäusen 52, 53 so mit Wasser beschickt werden, daß die Rauchgase eine erste Kondensationsstufe
in dem zweiten Gehäuse 52 und eine zweite Kondentsationsstufe in dem dritten Gehäuse
53 durchlaufen.
[0028] Mit den gleicher Tauscherzylindern 8 lassen sich somit ganz unterschiedliche Wärmetauscher
aufbauen und für unterschiedliche Funktionen verwenden.
1. Wärmetauscher, insbesondere für Heizkraftanlagen und Dampferzeuger im Anschluß an
einen oder mehrere Brenner, mit einem Gasführungssystem und einem im thermischen Kontakt
dazu angeordneten Fluidsystem, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasführung in einem thermisch isolierten Gehäuse (5, 5', 5'', 51, 52, 53) erfolgt,
in dem wenigstens ein Tauscherzylinder (8, 8', 8'', 8''') mit einer Vielzahl von stirnseitig
offenen Röhren (9) angeordnet ist, dessen Zwischenräume (10) zwischen den Röhren (9)
einen abgeschlossenen Raum bilden und einen Zuführungsanschluß (14, 14', 14'') und
einen Abführungsanschluß (15, 15', 15'') für ein Fluid aufweisen.
2. Wärmetauscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tauscherzylinder (8,
8', 8'', 8''') einen kreisförmigen Querschnitt aufweist.
3. Wärmetauscher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Röhre (9) des
Tauscherzylinders (8, 8', 8'', 8''') von einem jeweils etwa gleich großen Volumen
umgeben ist.
4. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse
(5, 5', 5'', 51, 52, 53) einen die Umfangswand des Tauscherzylinders (8, 8', 8'',
8''') abdichtend abstützenden, in Verlängerung zu den stirnseitig offenen Röhren (9)
offenen Boden (7) aufweist, unter dem sich ein Gassammelraum (12) befindet.
5. Wärmetauscher nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (7) des Gehäuses
(5, 5', 5'', 51, 52, 53) aus Beton gebildet ist und daß zwischen der Umfangswand (11)
des Tauscherzylinders (8, 8', 8'', 8''') und dem Boden (7) eine Dichtung angeordnet
ist.
6. Wärmetauscher nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung eine keramische
Dichtung ist.
7. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Gaseintritt
(3) in das isolierte Gehäuse (5, 5', 5'', 51, 52, 53) so angeordnet ist, daß das Gas
zunächst auf einen wesentlichen Teil der äußeren Mantelwand (11) des Tauscherzylinders
(8, 8', 8'', 8''') trifft, bevor es stirnseitig in die offenen Röhren (9) eintritt.
8. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 4 bis 6 und Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gaseintritt (3) in das isolierte Gehäuse (5, 5', 5'', 51, 52, 53) wenig oberhalb
des Bodens (7) angeordnet ist.
9. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Fluid
in den Zwischenräumen (10) im Gegenstrom zu der Gasströmung in den Röhren (9) geführt
ist.
10. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasströmung
in den Röhren (9) mit einer Strömungsgeschwindigkeit von unter 1,25 m/s eingestellt
ist.
11. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß an das
Gehäuse (5, 5', 5'', 51, 52, 53) ein Brenner (1) so angeschlossen ist, daß der Verbrennungsvorgang
vollständig beendet ist, bevor die Rauchgase auf den Tauscherzylinder (8, 8', 8'',
8''') treffen.
12. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse
(5, 5', 5'', 51, 52, 53) Anschlüsse für eine Mehrzahl von Brennern (1) aufweist.
13. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Tauscherzylinder (8, 8', 8'', 8''') fluchtend übereinander angeordnet sind und so
miteinander fluchtende Röhren (9) für das Gas bilden und separate Anschlüsse (14,
15; 14', 15'; 14'', 15'') für das in den Zwischenräumen (10) strömende Fluid aufweisen.
14. Wärmetauscher nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenräume (10)
der übereinander angeordneten Tauscherzylinder (8, 8', 8'', 8''') mit Fluiden unterschiedlicher
Temperaturen beaufschlagt sind.
15. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Fluid
Wasser ist.
16. Wärmetauscher nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser aus dem Tauscherzylinder
(8, 8', 8'', 8''') in Dampfform austritt.