[0001] Die Erfindung geht aus von einem elektronischen Steuersystem für die Kraftstoffzumessung
bei einer Brennkraftmaschine mit Sensoren für Last, Drehzahl und Temperatur, Mitteln
zur Bestimmung eines Grundeinspritzmengensignals sowie eines Übergangskompensationssignals
zur Anpassung der zugemessenen Kraftstoffmenge im Beschleunigungs- und Verzögerungsfall
nach der Gattung des Hauptanspruchs (vergleiche US-A-4 852 538).
[0002] Bekannt ist aus der DE-OS 30 42 246 bzw. der entsprechenden US-PS 4 440 136 ein Kraftstoffzumeßsystem,
bei dem zur Beschleunigungsanreicherung ein Anreicherungsfaktor nach einer bestimmten
Formel gebildet wird und die Einzelkomponenten der Formel last- und drehzahlabhängig
aus Speichern abrufbar sind. Der Anreicherungsfaktor ergibt sich nach

. Dabei sind FM 1 drehzahl- und lastabhängig und FM 2 temperaturabhängig.
[0003] Aus DE-OS 36 23 041 bzw. der entsprechenden US-Patentanmeldung SN 169 274 ist ein
Verfahren zur Kraftstoffzumessung im Beschleunigungsfall bekannt, das die zeitliche
Beziehung zwischen dem Auftreten des Beschleunigungswunschsignals und den Einlassventilzeiten
berücksichtigt, damit die erforderliche Mehrmenge an Kraftstoff zur Realisierung des
Beschleunigungswunsches möglichst zeitoptimal zugemessen werden kann. Dazu ist u.
a. vorgesehen, die berechnete Mehrmenge an Kraftstoff auf mehrere aufeinanderfolgende
Zumeßvorgänge zu verteilen bzw. sogenannte Zwischenspritzer vorzusehen.
[0004] Das physikalische Problem bei der Beschleunigungsanreicherung ist, die erforderliche
Mehrmenge in den Brennräumen der Brennkraftmaschine selbst zur Verfügung zu stellen.
Dies gestaltet sich vor allem bei niedrigen Temperaturen schwierig, weil dann ein
Teil der in das Saugrohr zugemessenen Kraftstoffmenge an den Wänden des Saugrohrs
kondensiert, und somit letzlich dem eigentlichen Verbrennungsprozeß nicht sofort zur
Verfügung steht. Der sich an der Innenwand des Saugrohrs niederschlagende Kraftstoff
bildet einen sogenannten Kraftstoffwandfilm. Er ist neben den konstruktiven Gegebenheiten
vor allem temperatur-, drehzahl- und lastabhängig. Da der Auf- und Abbau des Kraftstoffwandfilms
bei nicht stationärer Betriebszuständen der Brennkraftmaschine nur sehr schwierig
beherrschbar ist, sind in der Literatur bereits unterschiedliche Ansätze für die Beschreibung
des Wandfilms bekannt geworden. Eine grundlegende Arbeit hierzu findet sich im SAE-Paper
810494 "Transient A/F Control Caracteristics of the 5 Liter Central Fuel Injection
Engine" von CF Aquino.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein elektronisches Steuersystem für die
Kraftstoffzumessung bei einer Brennkraftmaschine zu schaffen, bei dem bei Beschleunigungs-
und Verzögerungsvorgängen ein bezüglich Abgas optimales Übergangsverhalten erzielt
wird.
Vorteile in der Erfindung
[0006] Das erfindungsgemäße Steuersystem für die Kraftstoffzumessung kennzeichnet sich durch
ein gutes Abgasverhalten im Übergangsbetrieb aus, indem betriebskenngrößenabhängig
ein Übergangskompensationssignal zur Anpassung der zugemessenen Kraftstoffmenge im
Beschleunigungs- und Verzögerungsfall unter Einbeziehung eines Wandfilmmengendifferenzsignals
sowie eines Absteuerfaktorsignals verarbeitet wird.
[0007] Weitere Vorteile in der Erfindung ergeben sich in Verbindung mit den Unteransprüchen
aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen.
Zeichnung
[0008] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung näher beschrieben und erläutert.
Es zeigen Figur 1 ein grobes Übersichtsschaubild eines elektronischen Steuersystems
für die Kraftstoffzumessung bei einer Brennkraftmaschine, Figur 2 in Blockdarstellung
die wesentlichsten Elemente eines elektronischen Steuersystems für die Kraftstoffzumessung
in Verbindung mit der Bereitstellung eines Übergangskompensationssignal, Figur 3 ein
Flußdiagramm einer ersten Möglichkeit zur Bildung eines Übergangskompensationssignals,
Figur 4a ein Zeitdiagramm dieser Realisierung, Figur 4b ein Zeitdiagramm zur Darstellung
einer weiteren Möglichkeit der Bildung eines Übergangskompensationssignals und schließlich
Figur 5 eine Flußdiagramm-Darstellung zur Realisierung dieser zweiten Möglichkeit
der Bildung eines Übergangskompensationssignals.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0009] Figur 1 zeigt in einer groben Übersicht eine Brennkraftmaschine mit ihren wesentlichsten
Sensoren, einem Steuergerät und einem Einspritzventil. Die Brennkraftmaschine ist
dabei mit 10 bezeichnet. Sie besitzt ein Luftansaugrohr 11 sowie eine Abgasleitung
12. Im Luftansaugrohr 11 befindet sich eine Drosselklappe 13, ggf. ein Luftmengen-
bzw. Luftmassenmesser 14 sowie ein Einspritzventil 15 zur Zumessung der erforderlichen
Kraftstoffmenge in den zur Brennkraftmaschine 10 strömenden Luftstrom. Ein Drehzahlsensor
ist mit 16 bezeichnet, ein Temperatursensor mit 17. Ein Lastsignal von einem Drosselklappensensor
18 und/oder vom Luftmengen- bzw. Luftmassensensor 14 gelangt zusammen mit den Signalen
der übrigen Sensoren zu einem Steuergerät 20, das ein Ansteuersignal für das wenigstens
eine Einspritzventil 15 sowie ggf. ein Zündsignal sowie weitere für die Brennkraftmaschinensteuerung
wesentliche Ansteuersignale erzeugt.
[0010] Die in Figur 1 dargestellte Grundstruktur eines Kraftstoffzumeßsystems für eine Brennkraftmaschine
ist bekannt. Die Erfindung befaßt sich mit dem Problem der Bereitstellung eines Übergangskompensationssignals
für den Beschleunigungs- bzw. Verzögerungsfall mit dem Ziel eines möglichst optimalen
Übergangsverhaltens der Brennkraftmaschine bzw. des damit ausgestatteten Fahrzeugs
bei gleichzeitig möglichst sauberem Abgas.
[0011] Eine Blockdarstellung des erfindungsgemäßen elektronischen Steuersystems für die
Kraftstoffzumessung findet sich in Figur 2. Dort sind bereits aus Figur 1 bekannte
Elemente mit den bereits genannten Bezugszeichen versehen.
[0012] Mit 25 ist ein Grundkennfeld zur Abgabe eines Grundeinspritzsignales tlk bezeichnet.
Ein Absteuerfaktorkennfeld zur Abgabe eines Absteuerfaktorsignals Tk trägt das Bezugszeichen
26 und mit 27 ist ein Wandfilmmengenkennfeld zur Abgabe eines entsprechenden Wandfilmmengensignals
Wk bezeichnet. Alle drei Kennfelder 25, 26 und 27 erhalten eingangsseitig Signale
vom Lastsensor 17 und Drehzahlsensor 15. Dem Wandfilmmengenkennfeld 27 folgt ein Differenzbildungsmittel
zur Darstellung eines Differenzsignals

zwischen aufeinanderfolgenden Wandfilmmengenwerten.
[0013] Ein Block 30 gibt ein Signal ab, welches das Ende eines Schiebe- bzw. Schubbetriebes
markiert. Ein nachfolgender Block 31 erzeugt ein Korrektursignal TUKSAS abhängig von
der vorangegangenen Dauer einer Schubbetriebsphase. Eine Additionsstelle 32 verbindet
im folgenden die Ausgangssignale der beiden Blöcke 29 und 31. Es folgt eine Multiplizierstelle
33, in der das Ausgangssignal der Additionsstelle 32 mit einem temperaturabhängigen
Signal aus einem wiederum mit dem Temperatursensor 16 in Verbindung stehenden Block
34 multiplikativ verknüpft wird. Das Ergebnis ist dann ein temperatur- und betriebsdauerabhängig
korrigiertes Wandfilmänderungssignal Δ Wn.
[0014] In einem nachfolgenden Block 29 wird zum momentanen Änderungssignal Δ Wn der noch
nicht eingespritzte Rest aller vorhergehenden Differenzbildungen SUM Δ Wk-1 hinzuaddiert,
mit dem Ergebnis, daß ausgangsseitig des Blocks 29 ein Signal

zur Verfügung steht. Dieses Signal wird in einer Multiplikationsstelle 36 mit dem
Signal Tk vom Absteuerfaktorkennfeld 26 verknüpft. Ausgangsseitig der Multiplikationsstelle
36 steht dann das Übergangskompensationssignal UKk zur Verfügung. Dieses Signal wird
nachfolgend in einer Additionsstelle 37 mit dem Ausgangssignal tlk des Grundkennfeldes
25 verknüpft und anschließend in einem Block 38 ggf. noch lambdaabhängig und temperaturabhängig
korrigiert. Das Ausgangssignal des Korrekturblocks 38 steht dann als Gesamteinspritzsignal
ti letztlich dem Einspritzventil 14 zur Verfügung.
[0015] Zu erwähnen ist noch ein Differenzbildungselement 39, das sowohl das Signal auf der
Leitung 35, als auch das Ausgangssignal der Multiplikationsstelle 36 empfängt und
das im Block 29 einen Berechnungsschritt später zu verarbeitende zweite Signal bildet.
[0016] Erläutert wird der Gegenstand von Figur 2 zweckmäßigerweise anhand eines in Figur
3 dargestellten Flußdiagrammes. Dabei können die einzelnen Berechnungsschritte sowohl
im Zeitraster, als auch im Winkelraster (z. B. bezogen auf die Kurbelwelle) ablaufen.
[0017] In Figur 3 ist der Startpunkt mit 40 bezeichnet. Es folgt in Block 41 das Einlesen
eines Lastwertes α k sowie eines Drehzahlwertes nk. Dabei verdeutlicht der Buchstabe
k die zum Zeitpunkt tk zur Verfügung stehenden Werte der einzelnen Größen. Mit k-1
werden die entsprechenden Werte jeweils zum vorangegangenen Abtastzeitpunkt bezeichnet.
[0018] Block 41 schließt sich ein Block 42 an, in dem aus den von Figur 2 bekannten Kennfeldern
25, 26 und 27 jeweils ein Wert für das Grundzumeßsignal tlk, für die Wandfilmkraftstoffmenge
Wk sowie ein Absteuerfaktor Tk ausgelesen bzw. bereits als Interpolationswerte zur
Verfügung gestellt werden.
[0019] Es folgt in Block 43 entsprechend Block 28 von Figur 2 eine Differenzbildung zwischen
den einzelnen Wandfilmkraftstoffmengenwerten zu aufeinander folgenden Abtastzeitpunkten.
In Block 44 findet eine Korrektur abhängig von Temperatur sowie der Schubdauer statt.
Zu diesem in Block 44 gebildeten Wert Δ Wn wird im nachfolgenden Block 45 zur aktuellen
Wandfilmdifferenz Δ Wn der noch nicht eingespritzte Rest der vorangehenden Differenz
SUM Δ Wk-1 hinzuaddiert. Der nachfolgende Block 46 entspricht der Multiplikationsstelle
36 von Figur 2. In ihm wird der Wert des momentan geltenden Übergangskompensationssignals
UKk ermittelt. Es folgt in Block 47 die aus der Differenzbildungsstelle 39 von Figur
2 bekannte Berechnung eines Änderungsbetrags von SUM Δ Wk für den nächsten Berechnungsschritt
in Block 45. Schließlich wird in Block 48 das Ausgangssignal entsprechend der Additionsstelle
37 von Figur 2 gebildet, dem im nachfolgenden Block 49 weitere Korrekturen folgen
können. Im Anschluß daran wird ein Signal bezüglich der gesamten Einspritzdauer ti
gesamt ausgegeben und der Programmdurchlauf endet mit dem Programmschritt Stop (50).
[0020] Die Gegenstände von Figur 2 und Figur 3 offenbaren somit ein last- und drehzahlabhängiges
Auslesen eines Wandfilmkraftstoffmengensignals aus einem entsprechenden Kennfeld 27
bzw. 42 zu einem Abtastzeitpunkt tk. Dieser Wandfilmkraftstoffmengenwert wird in jedem
Abtastzeitpunkt last- und drehzahlabhängig neu bestimmt und daraus eine Differenz
ermittelt. Es folgt im Anschluß daran mit Block 29 bzw. 44 eine Berücksichtigung der
Rest-Werte früherer Wandfilmdifferenzen. Je nach Dauer des vorangegangenen Schubbetriebs
bzw. der jeweils herrschenden Temperatur werden dann Korrekturterme gebildet, die
letztlich ein Wandfilmkraftstoffmengensignal SUM Δ Wk auf der Leitung 35 bzw. im Block
47 ergeben. Zu diesem Wert wird für die Bildung eines momentanen geltenden Übergangskompensationssignals
UKk ein Absteuerfaktorsignal Tk aus dem Absteuerfaktorkennfeld 26 bzw. 42 multiplikativ
berücksichtigt und dieses Übergangskompensationssignal UKk zum Grundeinspritzmengensignal
tlk aus dem Grundkennfeld 25 addiert.
[0021] Mit diesem Signal wird somit fortlaufend der jeweils geltende Wandfilmmengenwert
ermittelt und Änderungen bei der Bildung als Übergangskompensationssignals berücksichtigt.
[0022] Figur 4a zeigt ein Beispiel für den Verlauf der Übergangskompensation (UK), wie er
sich aus der in Figur 2) und 3) beschriebenen Funktion ergibt. Ein Beschleunigungswunsch
soll zum Zeitpunkt to auftreten. Der zeitliche Verlauf der übergangskompensation wird
durch den drosselklappen- und drehzahlabhängigen Absteuerfaktor T bestimmt.
[0023] Figur 4b zeigt einen typischen Verlauf bei einer geänderten Realisierung der Übergangskompensation.
Sofort nach der Berechnung der notwendigen Übergangskompensation wird ein sogenannter
Zwischenspritzer ausgelöst, welcher asynchron zur normalen Einspritzung eine Kraftstoffmehrmenge
bereitstellt. Die restliche benötigte Mehrmenge wird auf zwei Speicher aufgeteilt.
Zum Zeitpunkt t₁ beginnt die exponentielle Absteuerung dieser Speicher, wobei ein
Speicher schnell, der andere langsam angesteuert wird. Ab dem Zeitpunkt t₂ wirkt nur
noch die langsame Absteuerung. Der Verlauf aus Figur 4b ermöglicht einen Verzicht
auf die Berechnung des Absteuerfaktors aus einem Kennfeld. Stattdessen wird das Kennfeld
durch 2 Absteuerfaktoren ersetzt, welche aus 2 applizierbaren Konstanten abgeleitet
werden. Um bei unterschiedlichen Drehzahlen-/Lastpunkten die Aufteilung auf schnellen
und langsamen Speicher variabel zu gestalten, kann der Aufteilfaktor auch durch ein
Kennfeld über Drehzahl und Last beschrieben werden.
[0024] Eine Realisierungsmöglichkeit für den Signalverlauf von Figur 4b zeigt Figur 5. Dabei
sind Blöcke, die denen von Figur 3 entsprechen, auch mit den entsprechenden Bezugsziffern
versehen. Erkennbar wird, daß in Block 22 die Bildung eines Absteuerfaktorsignals
aus einem Kennfeld unterbleibt und dieser Faktor im weiteren Verlauf speziell gebildet
wird.
[0025] Im Anschluß an den aus Figur 3 bekannten Block 43 bezüglich der Bildung eines aktuellen
Wandfilmdifferenzsignals Δ Wn wird dieses Differenzsignal auf eine Schwelle hin abgefragt.
[0026] Diese Abfrage ist mit 55 markiert. Wird die Schwelle nicht erreicht, erfolgt in einem
Block 56 eine Berechnung von Änderungswerten nach den Formeln
Wird in Block 55 auf ein Änderungssignal größer als ein bestimmter Schwellwert erkannt,
dann ergibt sich eine Berechnung in Block 57 nach den folgenden angegebenen Formeln
A
L, A
S und A
Z sind applizierbare Faktoren, welche die gesamte neu hinzugekommene Wandfilmdifferenz
Δ Wn auf die drei Speicher Langzeit-, Kurzzeit- und Zwischenspritzerspeicher aufteilt.
[0027] Daran schließt sich ein Block 58 zur Bildung eines Zwischenspritzersignals an (

). Wird im folgenden in einer Abfrageeinheit 59 eine positive Änderung des Drosselklappensignals
erkannt, erfolgt in Block 60 die Ausgabe eines Zwischenspritzers (UKK
Z). Nach Ausgabe dieses Zwischenspritzers wird das entsprechende Zwischenspritzersignal
UKK
Z in Block 61 auf Null gesetzt. Eine programmäßige Vereinigungsstelle 62 verbindet
die Ausgänge der beiden Blöcke 56 und 61 sowie der Abfrageeinheit 59 bezüglich des
Ausgangs "Änderung der Drosselklappenposition negativ".
[0028] Für alle Zweige gemeinsam wird in Block 46' die Berechnung der langsamen Absteuerung
(T
L) und der schnellen Absteuerung (T
S) durchgeführt. Daran schließt sich ein Block 65 an, der die Übergangskompensationssignale
UKK
L bzw. UKK
S auf applizierbare Maximalwerte max. UK
S und max. UK
L begrenzt. Entsprechend dem Flußdiagramm von Figur 3 folgt ein Block 47, an den sich
wiederum ein Block 66 zur Bildung eines Gesamteinspritzzeitsignals anschließt.
[0029] Im Hinblick darauf, daß je nach Übergangskompensationssignal das Gesamteinspritzsignal
tik auch negative Werte annehmen kann, folgt eine Abfrage 67 auf eine Schwelle größer
oder kleiner 0. Ist das Gesamteinspritzsignal kleiner 0, dann wird die Einspritzzeit
in einem Block 68 auf 0 begrenzt und gleichzeitig der negative Rest bei der nächsten
Einspritzung berücksichtigt.
[0030] Ist der in Block 66 gebildete Wert größer 0, so kann das gesamte Einspritzsignal
zugemessen werden, ohne daß bei der folgenden Einspritzung ein bestimmter Restwert
zu berücksichtigen ist. Dies findet in Block 70 seinen Niederschlag. Letztlich werden
in Block 49 weitere Korrekturen vorgenommen und das resultierende Einspritzmengensignal
ti gesamt ausgegeben.
[0031] Wesentlich am Gegenstand von Figur 4b ist die Tatsache, daß Wandfilmmengenänderungen
in den Blöcken 56 und 57 mit Werten A
L, A
S bzw. zusätzlich A
Z gewichtet werden mit dem Ziel einer Abregelung mit unterschiedlichen Zeitkonstanten
entsprechend der Darstellung von Figur 4a.
1. Elektronisches Steuersystem für die Kraftstoffzumessung bei einer Brennkraftmaschine
mit Sensoren für Last (α, p, QL), Drehzahl und Temperatur, Mitteln zur Bestimmung
eines Grundeinspritzmengensignals sowie eines additiven Übergangskompensationssignals
zur Anpassung der zugemessenen Kraftstoffmenge im Beschleunigungs- und Verzögerungsfall,
wobei abhängig von Last und Drehzahl zur Übergangskompensation ein Wandfilmmengenänderungssignal
SUM Δ Wk in Form einer Bilanz beinhaltend die Änderungen des betriebspunktabhängigen
Wandfilmmengensignals, und ein Absteuerfaktorsignal (Tk) gebildet wird und wobei das
Übergangskompensationssignal UKk abhängig ist vom Wandfilmmengenänderungssignal SUM
Δ Wk und vom Absteuerfaktorsignal (Tk), dadurch gekennzeichnet, daß die Bilanz auch
die bereits abgespritzten Teilmengen berücksichtigt.
2. Elektronisches Steuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich das
Übergangskompensationssignal UKK aus einer Multiplikation von Wandfilmmengenänderungssignal
SUM Δ Wk und Absteuerfaktor (Tk) ergibt.
3. Elektronisches Steuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wandfilmmengenänderungssignal
entsprechend der Formel

4. Elektronisches Steuersystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß SUM Δ Wk
abhängig von Temperatur (ϑ) und Schubdauer korrigierbar ist.
5. Elektronisches Steuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Absteuerfaktorsignal
(Tk) abhängig ist von Last und Drehzahl (

).
6. Elektronisches Steuersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß für das nachfolgende Kraftstoffzumeßsignal bei der Bestimmung des Übergangskompensationssignals
der bereits zugemessene Anteil berücksichtigt wird entsprechend der Formel
7. Elektronisches Steuersystem nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Absteuerfaktorsignal (Tk) abhängig ist vom Vorzeichen der Laständerung.
8. Elektronisches Steuersystem nach Anspruch 1, 5 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wandfilmmengendifferenzsignal SUM Δ Wk in jedem Schritt auf zwei Speicher aufgeteilt
wird und ein Speicher schnell (mit Ts), der andere Speicher langsam (mit Tℓ) abgesteuert
wird.
9. Elektronisches Steuersystem nach Anspruch 1, 5 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß
das Wandfilmmengendifferenzsignal SUM Δ Wk in jedem Schritt auf drei Speicher aufgeteilt
wird und ein Speicher immer vollständig in einem Schritt geleert wird (Zwischenspritzerspeicher)
und die zwei anderen schnell (mit Ts) und langsam (mit Tl) abgesteuert werden.
10. Elektronisches Steuersystem nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Faktoren für die Aufteilung des Wandfilmmengenänderungssignals (SUM Δ Wk) auf die
verschiedenen Speicher nicht konstant, sondern in Form eines Kennfelds über Drehzahl
und Last vorgegeben werden.
11. Elektronisches Steuersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das Übergangskompensationssignal (UKk) begrenzbar ist.
12. Elektronisches Steuersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer berechneten Einspritzzeit kleiner Null beim nächsten Zumeßzeitpunkt
kein Kraftstoff zugemessen wird und beim folgenden Zumeßvorgang der negative Restbetrag
berücksichtigt wird.
1. Electronic control system for fuel metering in an internal combustion engine, with
sensors for load (α, p, QL), rotational speed and temperature, means for determining
a basic injection-quantity signal, and an additive transition compensation signal
for adapting the fuel quantity metered in in the case of acceleration and deceleration,
in which, for transition compensation, a wall-film quantity alteration signal SUM
ΔWk, in the form of an overall balance comprising the alterations in the operating
point-dependent wall-film quantity signal, and a discharge factor signal (Tk) are
formed as a function of load and rotational speed and in which the transition compensation
signal UKk is dependent on the wall-film quantity alteration signal SUM ΔWk and on
the discharge factor signal (Tk) characterised in that the overall balance also takes
into account the already ejected partial quantities.
2. Electronic control system according to Claim 1, characterised in that the transition
compensation signal UKk is obtained from a multiplication of the wall-film quantity
alteration signal SUM ΔWk and the discharge factor (Tk).
3. Electronic control system according to Claim 1, characterised in that the wall-film
quantity alteration signal is formed in accordance with the following formula:
4. Electronic control system according to Claim 3, characterised in that SUM ΔWk can
be corrected as a function of the temperature (Θ) and overrun duration.
5. Electronic control system according to Claim 1, characterised in that the discharge
factor signal (Tk) is dependent on the load and rotational speed (

).
6. Electronic control system according to one of Claims 1 to 5, characterised in that
when determining the transition compensation signal for the subsequent fuel metering
signal, the portion already metered in is taken into account in accordance with the
following formula:
7. Electronic control system according to Claim 1 or 5, characterised in that the discharge
factor signal (Tk) is dependent on the sign of the load change.
8. Electronic control system according to Claim 1, 5 or 7, characterised in that the
wall-film quantity difference signal SUM ΔWk is distributed in each step between two
storage devices and one storage device is discharged rapidly (using Ts [sic]) and
the other storage device is discharged slowly (using Tl [sic]).
9. Electronic control system according to Claim 1, 5 or 7, characterised in that the
wall-film quantity difference signal SUM ΔWk is distributed in each step between three
storage devices and one storage device is always completely emptied in one step (interim
injection storage device) and the other two are discharged rapidly (using Ts [sic))
and slowly (using Tl [sic]) respectively.
10. Electronic control system according to Claim 8 or 9, characterised in that the factors
for the distribution of the wall-film quantity alteration signal (SUM ΔWk) between
the various storage devices are not constant but are predetermined in the form of
a characteristic map against rotational speed and load.
11. Electronic control system according to one of Claims 1 to 8, characterised in that
the transition compensation signal (UKk) can be limited.
12. Electronic control system according to one of Claims 1 to 9, characterised in that,
in the case of a calculated injection time of less than zero, no fuel is metered in
at the next metering instant and the negative residual amount is taken into account
in the following metering process.
1. Système de commande électronique du dosage du carburant d'un moteur à combustion interne
avec des capteurs pour la charge (α, p, QL), la vitesse de rotation et la température,
des moyens pour déterminer un signal de quantité de base d'injection ainsi qu'un signal
de compensation, transitoire, additif, pour adapter la quantité de carburant dosée
à une accélération et une décélération, et en fonction de la charge et de la vitesse
de rotation on forme pour la compensation transitoire, un signal de variation de la
quantité du film de paroi (SOM Δ Wk) sous la forme d'un bilan englobant les variations
du signal de quantité du film de paroi dépendant du point de fonctionnement et un
signal de facteur de fin de commande (Tk) et le signal de compensation transitoire
(t) dépend du signal de variation de quantité du film de paroi (SOM Δ Wk) et du signal
de coefficient de fin de commande (Tk), caractérisé en ce que le bilan tient également
compte des quantités partielles déjà injectées.
2. Système de commande électronique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le
signal de compensation transitoire (UKK) résulte d'une multiplication du signal de
variation de quantité du film de paroi (SOM Δ Wk) et du coefficient de fin de commande
(Tk).
3. Système de commande électronique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le
signal de variation de quantité du film de paroi est formé suivant la formule :
4. Système de commande électronique selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'on
corrige (SOM Δ Wk) en fonction de la température (ϑ) et de la durée de la poussée.
5. Système de commande électronique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le
signal du coefficient de fin de commande (Tk) dépend de la charge et de la vitesse
de rotation (

).
6. Système de commande électronique selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé
en ce que pour le signal de dosage de carburant, suivant, pour déterminer le signal
de compensation transitoire on tient compte de la fraction déjà dosée selon la formule
:
7. Système de commande électronique selon la revendication 1 ou 5, caractérisé en ce
que le signal de coefficient de fin de commande (Tk) dépend du signe algébrique de
la variation de charge.
8. Système de commande électronique selon la revendication 1, 5 ou 7, caractérisé en
ce que le signal de différence de quantité de film de paroi (SOM Δ Wk) est subdivisé
dans chaque étape entre deux accumulateurs, un accumulateur étant commandé rapidement
(avec Ts) et l'autre lentement (avec Tl).
9. Système de commande électronique selon la revendication 1, 5 ou 7, caractérisé en
ce que le signal de différence de quantité du film de paroi (SOM Δ Wk) est réparti
dans chaque étape entre trois accumulateurs et on vide toujours complètement un accumulateur
dans une étape (accumulateur de giclée intermédiaire) et on commande la fin des deux
autres, rapidement pour l'un (avec Ts) et lentement pour l'autre (avec Tl).
10. Système de commande électronique selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce
que les coefficients pour la répartition du signal de variation de quantité du film
de paroi (SOM Δ Wk) ne sont pas constants pour les différents accumulateurs mais prédéterminés
sous la forme d'un champ de caractéristique en fonction de la vitesse de rotation
et de la charge.
11. Système de commande électronique selon les revendications 1 à 8, caractérisé en ce
que le signal de compensation transitoire (UKk) peut être limité.
12. Système de commande électronique selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé
en ce que pour une durée d'injection calculée, inférieure à zéro, pour l'instant de
dosage suivant, on ne dose pas de carburant et dans la phase de dosage suivante on
tient compte du résidu négatif.