(19)
(11) EP 0 502 870 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
19.10.1994  Patentblatt  1994/42

(21) Anmeldenummer: 90916745.4

(22) Anmeldetag:  22.11.1990
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5: D06M 15/263, D06M 15/647
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP9001/989
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9108/336 (13.06.1991 Gazette  1991/13)

(54)

POLYMERHALTIGE TEXTILE GLEITMITTEL

TEXTILE SLIP AGENTS CONTAINING POLYMERS

LUBRIFIANTS TEXTILES RENFERMANT DES POLYMERES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE ES FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 30.11.1989 DE 3939549
12.09.1990 US 581358

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
16.09.1992  Patentblatt  1992/38

(73) Patentinhaber: Henkel Kommanditgesellschaft auf Aktien
40191 Düsseldorf (DE)

(72) Erfinder:
  • EICKEN, Ulrich, Dr.
    D-4052 Korschenbroich (DE)
  • BOTULINSKI, Andreas, Dr.
    D-4047 Dormagen 5 (DE)
  • FIEDLER, Heidi
    D-4052 Korschenbroich-Liedberg (DE)
  • GORZINSKI, Manfred
    D-4000 Düsseldorf 1 (DE)
  • FLEMING, Issac
    Charlotte, NC 28213 (US)
  • DEWITT, Charles, G.
    Matthews, NC 28105 (US)
  • LANGLEY, Jeffrey, T.
    Charlotte, NC 28210 (US)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 2 129 958
FR-A- 2 086 310
GB-A- 1 246 134
FR-A- 1 554 241
GB-A- 758 479
US-A- 2 845 689
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft textile Gleitmittel, die bestimmte acrylat- und/oder methacrylathaltige Homo-und/oder Copolymere enthalten, ein Verfahren zur Herstellung textiler Gleitmittel mit einem Gehalt dieser Homo- und/oder Copolymeren sowie die Verwendung dieser Homo- und/oder Copolymeren in textilen Gleitmitteln zur Verminderung des Abschleuderns textiler Gleitmittel von der Faseroberfläche während der Faserherstellung und/oder -verarbeitung.

    [0002] Bei der Herstellung von Chemiefasern, die aus der Schmelze ersponnen werden, ist der erste Verarbeitungsprozeß unmittelbar nach der Bildung der Filamente die Behandlung der Faseroberfläche mit sogenannten Faserpräparationen, die als Hauptwirksubstanzen Gleitmittel und Antistatika enthalten ("Chemiefasern/Textil-Industrie" 1977, 328 - 335). Es ist allgemein bekannt, daß ohne eine solche Präparierung Chemiefasern weder hergestellt noch in der textilen Weiterverarbeitung verwendet werden können. Das Aufbringen eines Glättemittels ist notwendig, weil die ursprüngliche Oberfläche der meisten polymeren Fasermaterialien hohe Reibungskräfte verursacht, so daß durch die ständigen Kontakte mit beispielsweise Leitorganen während der Herstellungs- und Verarbeitungssprozesse ein Abscheuern der Fasern erfolgt, was letztlich zu Filament- oder Garnbrüchen führen kann. Des weiteren nehmen polymere Filamentmaterialien im allgemeinen nur wenig Wasser auf. Sie neigen daher dazu, sich elektrostatisch aufzuladen.

    [0003] Bei der Faserherstellung sowie bei der Weiterverarbeitung der Fasern sind heute schnellaufende Maschinen mit Fadengeschwindigkeiten von bis zu 6 000 m/Minute üblich. Bei diesen hohen Geschwindigkeiten kommt es häufig zum Abspritzen eines nicht unerheblichen Teils der aufgetragenen textilen Gleitmittel. Das Abschleudern der Gleitmittel stellt nicht nur eine Verschwendung dar; durch das Abschleudern ist es auch nahezu unmöglich, die für die einzelnen Arbeitsprozesse benötigten Auftragsmengen exakt einzuhalten. Darüberhinaus bringt das Abspritzen auch eine Beeinträchtigung der Sicherheit mit sich, beispielsweise schlüpfrige Fußböden in der unmittelbaren Umgebung der Maschinen sowie Atmungsbehinderungen und Hautreizungen, hervorgerufen durch abgeschleuderte Tröpfchen, die sich in Form feiner Nebel verteilen. Zur Verminderung des Abspritzens von textilen Gleitmitteln während der Faserherstellung und -verarbeitung wurde bereits vielfach vorgeschlagen, den textilen Gleitmitteln Polymerverbindungen zuzusetzen. So ist beispielsweise aus den europäischen Schutzrechten EP-A-261 415 und EP-A-127 293 bekannt, daß die Verwendung von hochmolekularen Polyisobutenen sowie die Verwendung von Copolymeren, die als Monomerenbestandteile Butene in Kombination mit C5-2o-a-0!efinen enthalten, eine Verminderung des Abspritzens von Spulölen während der Garnverarbeitung bewirken.

    [0004] In der amerikanischen Patentschrift US-A-3 977 979 wird beschrieben, daß das Abschleudern von Gleitmitteln durch Zusatz eines kohlenwasserstofflöslichen, polymeren Viskositätsverbesserers mit langer Molekülkette zu einer herkömmlichen Appretur-Formulierung vermindert werden kann. Als zufriedenstellende Viskositätsverbesserer werden Polymethacrylate, Polyalkylstyrole und Polyisobutylene bezeichnet, wobei die letzteren bevorzugt sind. Zudem sind Polyisobutylene der einzige in speziellen Beispielen beschriebene Polymer-Typ, lediglich stets zusammen mit Kohlenwasserstoff-Ölen als der einzigen Grundlage für die Formulierungen. Die nahe verwandten US-Patente US-A-4 098 702 und US-A-4 098 703, ebenfalls unter Mitbeteiligung von Crossfield, geben ähnliche Lehren.

    [0005] In all diesen Crossfield-Patenten sind die Forderungen an die polymeren Viskositätsindexverbesserer primär anhand des Molekulargewichts spezifiziert, beispielsweise Polyisobutene mit Molekulargewichten zwischen 20 000 und 2 000 000, Polyalkylstyrole mit Molekulargewichten zwischen 20 000 und 2 000 000 oder Polymethacrylate mit Molekulargewichten zwischen 300 000 und 800 000.

    [0006] In der DE-A-21 29 958 wird ein Verfahren zur Herstellung eines mehrfädigen synthetischen Texturiergarns beschrieben. Die Kohäsion der Einzelfasern wird durch z.B. durch Polyvinylmischpolymerisate, die über ein Imprägnierbad aufgebracht werden, verbessert. Die Imprägnierbäder enthalten ca. 10 Gew.% an Polyvinylmischpolymeren.

    [0007] Ein Hinweis darauf, daß das Abschleuderverhalten des auf die Faser aufgebrachten Imprägnierbades verbessert wird, findet sich nicht.

    [0008] In GB-A-758 479 werden partiell wasserlösliche, neutralisierte Copolymere aus Acrylsäure und ihren Alkylestern als textile Schlichtemittel beschrieben. Zur Erreichung des erwünschten Effekts müssen 10 bis 20 Gew.% an Polymerem eingesetzt werden. Die Schlichtemittel enthalten keine wasserunlöslichen Glättemittel.

    [0009] Im US-Patent US-A-2 845 689 werden Schlichtemittel beschrieben, die neben anderen Bestandteilen als Polymerkomponente Umsetzungsprodukte von Basen mit Polymeren aus Acrylsäure, Acrylnitril, Acrylamid und niedrigen Alkylacrylaten enthalten.

    [0010] Ein Hinweis darauf, daß diese Polymeren in textilen Glättemitteln löslich sind und das Abschleudern von der Faser verhindern, wird nicht gegeben.

    [0011] Im französischen Patent FR-A-15 54 241 werden Emulsionen beschrieben, die zur Korrosionsinhibierung dienen und aliphatische Amine, Essigsäure, einen Emulgator und ein Homo- und/oder Copolymer von (Meth)acrylsäureestern mit freien Säure- oder Salzgruppen enthalten.

    [0012] Diese Polymere haben Molekulargewichte unter 200.000 und damit Grenzviskositäten unter 200 ml/g. Ein Hinweis auf textile Gleitmitttel findet sich in diesem Patent, daß sich auf ein anderes Anwendungsgebiet bezieht, nicht.

    [0013] In der französischen Anmeldung FR-A-20 86 310 werden Spinnpräparationen beschrieben, die Polymere mit aromatischen Sulfogruppen oder Polymere aus Maleinsäureanhydrid oder Copolymere aus Maleinsäureanhydrid mit Ethylen, Butylen oder anderen Olefinen enthalten. Die Polymerisationsgrade liegen im Bereich von 3 bis 10, d.h. aber, das Grenzviskositäten von über 200 ml/g auf keinen Fall erreicht werden.

    [0014] Die GB-A-12 46 134 lehrt, daß die Verarbeitbarkeit von Textilfasern durch Faserpräparationen bestehend aus Mischungen von Copolymeren aus Siloxanen und Alkylenglykolen mit Phosphorsäurepartialestern verbessert wird. Vor allem die Tendenz zur elektrostatischen Aufladung wird reduziert. Daraus kann nicht entnommen werden, daß diese Copolymernen zusammen mit Polymeren auf Basis von Polyacrylaten mit Grenzviskositäten von über 200 ml/g das Abschleudern der Faserpräparation verhindern.

    [0015] Das Gewichtsmittel des Molekulargewichts der Polymeren ("Mw") steht in Relation zur Grenzviskosität ("

    ") nach der Gleichung li = k (Mw)", wobei k und a Konstanten sind, die von der Temperatur, bei der die Grenzviskosität bestimmt wird, und dem Lösungsmittel, in dem die Grenzviskosität bestimmt wird, sowie dem speziellen Typ des betrachteten Homopolymers oder Copolymers abhängen; siehe z.B. P. J. Flory, "Principles of Polymer Chemistry" (Cornell University Press, Ithaca, New York, 1953), S. 313, und E. Penzel und N. Goetz, Die Angewandte Makromolekulare Chemie, 178, S. 201-208 (1990).

    [0016] Die aus dem Stand der Technik bekannten Polymerverbindungen lassen sich jedoch nur schwer in textile Gleitmittel einarbeiten, da einerseits zur Herstellung homogener polymerhaltiger Mischungen starkes Rühren erforderlich ist, andererseits aber starkes Rühren das Abspritzverhalten textiler Gleitmittel verschlechtert. Darüberhinaus lösen sich Polyolefine nicht in Gleitmitteln, die als Hauptglättemittelkomponente Carbonsäureester ("Esteröle") enthalten. Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe bestand daher in der Entwicklung von insbesondere carbonsäureesterhaltigen textilen Gleitmitteln, die, im Vergleich zu bekannten textilen Gleitmitteln, deutlich verbesserte Hafteigenschaften auf den Faseroberflächen besitzen und die somit bei den heute üblichen hohen Fadengeschwindigkeiten nicht mehr oder nur noch in sehr geringen Mengen abgeschleudert werden. Ferner sollen die textilen Gleitmittel leicht herstellbar sein.

    [0017] Es wurde nun gefunden, daß die an die zu entwickelnden textilen Gleitmittel gestellten hohen Anforderungen erfüllt werden, wenn textilen Gleitmitteln acrylat- und/oder methacrylathaltige Homo-und/oder Copolymere, die Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20 °C, von wenigstens 200 ml/g besitzen, zugesetzt werden.

    [0018] Gegenstand der Erfindung sind dementsprechend textile Gleitmittel auf Basis von Glättemitteln, Emulgatoren, Antistatica und/oder Netzmitteln mit einem Gehalt an Polymerverbindungen, welche dadurch gekennzeichnet sind, daß sie 30 bis 97 Gew.% wasserunlösliche Glättemittel und als Polymerverbindungen 0,001 bis 2 Gew.% an Homo- und/oder Copolymeren enthalten, die Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20 ° C, von wenigstens 200 ml/g aufweisen und die als Monomere

    A. 100 bis 30 Gew.-% Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 1 bis 22 C-Atomen in den einwertigen Alkylalkoholresten und

    B. 0 bis 70 Gew.-% Monomere aus einer oder mehreren der folgenden Gruppen:

    ungesättigte, aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis 5 C-Atomen und/oder deren Amide,

    Styrol und/oder Alkylstyrole mit 1 bis 4 C-Atomen in den Alkylresten,

    Acrylnitril,

    Vinylester aliphatischer C1-18 -Carbonsäuren und/oder

    aminogruppenhaltigen Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 2 bis 6 C-Atomen in den einwertigen Alkoholresten


    enthalten.

    [0019] Weiterer Erfindungsgegenstand ist ein Verfahren zur Herstellung textiler Gleitmittel auf Basis von Glättemitteln, Emulgatoren, Antistatika und/oder Netzmitteln, mit einem Gehalt von 0,001 bis 2 Gew.% an Polymerverbindungen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß die als Polymerverbindungen einzusetzenden Homo- und/oder Copolymeren, Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20 °C, von wenigstens 200 ml/g besitzen und als Monomere

    A. 100 bis 30 Gew.-% Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 1 bis 22 C-Atomen in den einwertigen Alkylalkoholresten und

    B. 0 bis 70 Gew.-% Monomere aus einer oder mehreren der folgenden Gruppen:

    ungesättigte, aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis 5 C-Atomen und/oder deren Amide,

    Styrol und/oder Alkylstyrole mit 1 bis 4 C-Atomen in den Alkylresten,

    Acrylnitril,

    Vinylester aliphatischer C1-18-Carbonsäuren und/oder

    aminogruppenhaltige Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 2 bis 6 C-Atomen in den einwertigen Alkylalkoholresten


    enthalten, in Form wäßriger Dispersionen textilen Gleitmitteln unter Rühren bei Temperaturen zwischen 15 und 80 ° C unter Normaldruck zugesetzt werden.

    [0020] Ferner ist Erfindungsgegenstand die Verwendung von Homo- und/oder Copolymeren, die Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20 °C, von wenigstens 200 ml/g besitzen und die als Monomere

    A. 100 bis 30 Gew.-% Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 1 bis 22 C-Atomen in den einwertigen Alkylalkoholresten und

    B. 0 bis 70 Gew.-% Monomere aus einer oder mehreren der folgenden Gruppen:

    ungesättigte aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis 5 C-Atomen und/oder deren Amide,

    Styrol und/oder Alkylstyrole mit 1 bis 4 C-Atomen in den Alkylresten,

    Acrylnitril,

    Vinylester aliphatischer C1 -18 -Carbonsäuren und/oder

    aminogruppenhaltige Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 2 bis 6 C-Atomen in den einwertigen Alkylalkoholresten


    enthalten, in textilen Gleitmitteln in Mengen von 0.001 bis 2 Gew.-% zur Verminderung des Abschleuderns textiler Gleitmittel von der Faseroberfläche während der Faserherstellung und/oder -verarbeitung.

    [0021] Die Grenzviskosität wird gemäß der in B. Vollmert: "Grundriß der makromolekularen Chemie", Band 111, Seite 55 ff, E. Vollmert Verlag, Karlsruhe 1988 beschriebenen Methode bestimmt. Bei Copolymeren, die mehr als 5 Gew.-% ionische Gruppen enthalten, nimmt die Viskosität bei hohen Konzentrationen proportional mit der Konzentration zu, während bei niedrigen Konzentrationen die Viskosität mit steigender Konzentration abnimmt. Die Grenzviskositäten dieser Copolymeren werden mit Hilfe von Diagrammen, in denen auf der Abzisse die Konzentration und auf der Ordinate die Viskosität aufgetragen ist, durch Extrapolation des bei hohen Konzentrationen linear ansteigenden Teils auf die Konzentration 0 ermittelt.

    [0022] In Copolymeren, die Monomere aus den Gruppen A und B enthalten, liegt der Gehalt an Monomeren aus der Gruppe B vorzugsweise bei höchstens 60 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Monomerenmenge.

    [0023] Erfindungsgemäß enthalten Homo- und/oder Copolymere mit Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20 °C, von wenigstens 200 ml/g ein oder mehrere Monomere aus der Gruppe A. Als Monomere aus der Gruppe A werden Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 1 bis 18 C-Atomen in den linearen, verzweigtkettigen und/oder cyclischen, einwertigen Alkylalkoholresten bevorzugt und Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 1 bis 12 C-Atomen in den linearen, verzweigtkettigen und/oder cyclischen, einwertigen Alkylalkoholresten, beispielsweise Ethylacrylat, n-Butylmethacrylat, n-Butylacrylat, i-Butylmethacrylat, n-Hexylmethacrylat, Ethylhexylacrylat und/oder Ethylhexylmethacrylat, besonders bevorzugt. Copolymere können aus monomeren Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylestern alleine oder in Kombination mit einem oder mehreren Monomeren aus der Gruppe B aufgebaut sein. Ungesättigte aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis 5 C-Atomen, beispielsweise Acrylsäure, Methacrylsäure und/oder Itaconsäure, werden bevorzugt als Monomere der Gruppe B mit Monomeren der Gruppe A eingesetzt.

    [0024] Bevorzugt werden Homo- und/oder Copolymere mit Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20 °C, von wenigstens 400 ml/g und besonders bevorzugt solche mit Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20 ° C, von wenigstens 600 ml/g in textilen Gleitmitteln eingesetzt.

    [0025] Die erfindungsgemäß einzusetzenden Homo- und/oder Copolymeren können in an sich bekannter Weise durch Emulsionspolymerisation in einer Inertgasatmosphäre hergestellt werden, indem das Monomer oder die Monomerenmischung in Wasser, das anionische Tenside enthält, gegeben und anschließend der zur Polymerisation notwendige Katalysator zugesetzt wird. Die Polymerisationstemperaturen liegen bei maximal 60 °C, wobei insbesondere während des Reaktionszeitraumes, der durch einen exothermen Reaktionsverlauf gekennzeichnet ist, Polymerisationstemperaturen im Bereich von 25 bis 35 ° C bevorzugt werden. Zur Vervollständigung der Polymerisationsreaktion kann es zweckmäßig sein, die Reaktionstemperatur auf maximal 60 ° C zu erhöhen.

    [0026] Anionische Tenside, die sich zur Verwendung in den Emulsionspolymerisationen eignen, sind Alkali-und/oder Ammoniumsalze von C8 -22-Alkylsulfonaten, Arylsulfonaten und/oder Alkylarylsulfonaten mit 1 bis 10 C-Atomen in den Alkylresten und/oder Alkali- und/oder Ammoniumsalze von C8-22-Alkylsulfaten und/oder C8-22-Alkylethersulfaten, beispielsweise Natriumlaurylsulfat und/oder C12/14-Fettalkohol • 10 Mol Ethylenoxid (EO) -sulfat, Natriumsalz, und/oder Alkali- und/oder Ammoniumsalze von Alkylphenolsulfaten und/oder Alkylphenolethersulfaten mit 1 bis 10 C-Atomen in den Alkylresten, beispielsweise i-Nonylphenol 4 Mol EO-sulfat, Natriumsalz, und/oder Alkali- und/oder Ammoniumsalze von Sulfobernsteinsäuremono-und/oder -diestern und/oder Sulfobernsteinsäuremono- und/oder -diamiden. Bevorzugt eingesetzt werden Alkalisalze von Sulfobernsteinsäurederivaten, die nach bekannten Verfahren durch Umsetzung von Maleinsäureanhydrid 1. mit geradkettigen, verzweigtkettigen oder cyclischen, gegebenenfalls alkoxylierten Cs -22-Alkylalkoholen oder mit gegebenenfalls alkoxylierten Alkylphenolen oder mit geradkettigen, verzweigtkettigen oder cyclischen, gegebenenfalls alkoxylierten Ca-22-Alkylaminen und 2. mit Alkalihydrogensulfiten oder Alkalisulfiten zugänglich sind. Beispiele sind die Natriumsalze von Diethylhexylsulfosuccinat, C12/14-Fettalkohol • 3 Mol EO-sulfosuccinat, Alkylaryl 9,5 Mol EO-sulfosuccinat und/oder Sulfobernsteinsäureamide von Kokosamin. Anionische Tenside werden in Mengen zwischen 1 und 15 Gew.-%, vorzugsweise in Mengen zwischen 3 und 10 Gew.-% - jeweils bezogen auf das Gesamtmonomerengemisch - eingesetzt.

    [0027] Als Katalysatoren (Initiatorsysteme) für die Emulsionspolymerisationen können insbesondere die aus der europäischen Anmeldung EP-A-0 48 084 bekannten Redoxsysteme, beispielsweise Ammoniumpersulfat in Kombination mit Ascorbinsäure oder Ammoniumpersulfat oder Kaliumpersulfat in Kombination mit Natriumdithionit, Natriumsulfit oder Natriumthiosulfat verwendet werden. Die Initiatorsysteme werden in Mengen von 0,05 bis 0,8 Gew.-%, vorzugsweise in Mengen von 0,1 bis 0,5 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtmonomerengewicht, eingesetzt.

    [0028] Unter den Bedingungen der Emulsionspolymerisationen werden wäßrige Dispersionen erhalten, die 5 bis 40 Gew.-% der erfindungsgemäß einzusetzenden Homo- und/oder Copolymeren mit Grenzviskositäten von wenigstens 200 ml/g enthalten. In textilen Gleitmitteln sind Homo- und/oder Copolymere in Mengen von maximal 2 Gew.-% Aktivsubstanz enthalten.

    [0029] Der Begriff "textile Gleitmittel" umfaßt insbesondere Spinnpräparationen für Endlosfäden, Primärspinnpräparationen für Stapelfasern sowie Gleitmittel für die Weiterverarbeitung, beispielsweise Spulöle und/oder Zwirnöle.

    [0030] Erfindungsgemäße textile Gleitmittel enthalten

    30 bis 97 Gew.-% wasserunlösliche Glättemittel,

    0,001 bis 2 Gew.-% acrylsäure- und/oder methacrylsäurealkylester-haltige Homo-und/oder Copolymere mit Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20 °C, von wenigstens 200 ml/g

    0,5 bis 69,997 Gew.-% wasserlösliche und/oder wasserdispergierbare Glättemittel, Emulgatoren, Antistatika, Netzmittel und/oder Additive, beispielsweise pH-Wert-Regulantien, Fadenschlußmittel, Bakterizide und/oder Korrosionsschutzmittel und

    0,0015 bis 67 Gew.-% Wasser.



    [0031] Besonders bevorzugt werden textile Gleitmittel, die

    45 bis 95 Gew.-% wasserunlösliche Glättemittel

    0,001 bis 0,5 Gew.-% acrylsäure- und/oder methacrylsäurealkylester-haltige Homo-und/oder Copolymere mit Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20 °C, von wenigstens 200 ml/g

    2 bis 54,997 Gew.-% wasserlösliche und/oder wasserdispergierbare Glättemittel, Emulgatoren, Antistatica, Netzmittel und/oder Additive und

    0,0015 bis 52 Gew.-% Wasser


    enthalten.

    [0032] Die erfindungsgemäßen textilen Gleitmittel können als Glättemittel beispielsweise Mineralöle, Carbonsäureester, hergestellt aus aliphatischen Carbonsäuren mit 8 bis 22 C-Atomen und gerad-und/oder verzweigtkettigen, gegebenenfalls alkoxylierten Alkylalkoholen mit 1 bis 22 C-Atomen, beispielsweise Isobutylstearat, n-Hexyllaurat, Methylpalmitat, Talgfettsäure-2-ethylhexylester, Kokosfettsäuretriglyceride und/oder Trimethylolpropantripelargonat, und/oder Polyalkylenglycole, beispielsweise Ethylenoxid/Propylenoxid-Mischpolymere mit mittleren Molekulargewichten zwischen 600 und 6 000 und/oder Silicone enthalten.

    [0033] Als Silicone sind solche mit einer Viskosität bei Raumtemperatur von 5 bis 70 mm2/s (cSt), vorzugsweise von 10 bis 54 mm2/s (cSt) und insbesondere von 20 bis 50 mm2/s (cSt), wobei diese Silicon-Komponente im wesentlichen aus einem oder mehreren Silicon-Homopolymeren und/oder Silicon- und Ethylenoxid- und/oder PropylenoxidCopolymeren mit Molekülstrukturen besteht, die der allgemeinen chemischen Formel

    entsprechen, in der

    R1, R2, R3, R4 und R5 gleich oder verschieden sein können und einen einwertigen Alkylrest mit 1 bis 18 Kohlenstoff-Atomen, vorzugsweise 1 Kohlenstoff-Atom bedeuten und

    m eine positive ganze Zahl ist,

    p 2 oder 3 ist,

    n, q und r jeweils unabhängig voneinander Null oder eine positive ganze Zahl sind und jeder der durch die Subscripte m, n, q und r bezeichneten Molekül-Blöcke, gegebenenfalls mit verschiedenen Werten für die Subscripte, in der tatsächlichen Struktur jedes Polymers wiederholt werden kann, wobei die Blöcke mit den Subscripten m und n gegebenenfalls in der Gerüstkette des Polymers statistisch miteinander durchmischt sind und die Blöcke mit den Subscripten q und r gegebenenfalls in einer oder mehreren beliebiger Polyether-Seitenketten statistisch miteinander durchmischt sind, die in einem einzelnen Polymer-Molekül innerhalb der Komponente vorkommen können; geeignet.



    [0034] Insbesondere bevorzugt werden Silicone, deren Silicon-Moleküle der allgemeinen Formel I entsprechen, in der n = 0 ist und R1, R3 und R5 eine Methylgruppe bedeutet.

    [0035] Wenn die Silicon-Komponente als Glättemittel in den textilen Gleitmitteln miteingesetzt werden soll, sollte sie wenigstens in Mengen von 0,02 Gew.-%, vorzugsweise wenigstens 0,05 Gew.-% und insbesondere wenigstens 0,09 Gew.-% - bezogen auf Gleitmitteln - enthalten sein.

    [0036] Bei der Aufzählung geeigneter Glättemittel wird nicht zwischen wasserunlöslichen Glättemitteln und wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Glättemitteln unterschieden, da dem Fachmann bekannt ist, daß die Wasserlöslichkeit von Polyalkylenglycolen, Carbonsäureestern oder auch der Silicone, die alkoxylierte Alkylalkoholreste enthalten, vom Alkoxylierungsgrad und von den eingesetzten Alkylenoxiden abhängt.

    [0037] Als Emulgatoren, Netzmittel und/oder Antistatika kommen anionische, kationische und/oder nichtionische Tenside in Betracht, wie Mono- und/oder Diglyceride, beispielsweise Glycerinmono- und/oder Glycerindioleat, alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte und/oder propoxylierte Fette, Öle, Fettalkohole mit 8 bis 24 C-Atomen und/oder C8-18-Alkylphenole, beispielsweise Rizinusöl, ethoxyliert mit 10 bis 40 Mol Ethylenoxid (EO), und/oder C,6-18-Fettalkohole, alkoxyliert mit Ethylenoxid und/oder Propylenoxid, gewünschtenfalls alkoxylierte C8-24-Fettsäuremono- und/oder -diethanolamide, beispielsweise gegebenenfalls ethoxyliertes Ölsäuremono- und/oder - diethanolamid, Talgfettsäuremono- und/oder -diethanolamid und/oder Kocosfettsäuremono- und/oder -diethanolamid, Alkali- und/oder Ammoniumsulfonate von gegebenenfalls alkoxylierten C8-22-Alkylalkoholen, C8-22-Alkenylalkoholen und/oder aromatischen Alkoholen, Umsetzungsprodukte von gegebenenfalls alkoxylierten C4-22-Alkylalkoholen mit Phosphorpentoxid oder Phosphoroxychlorid in Form ihrer Alkali-, Ammonium- und/oder Aminsalze, beispielsweise Phosphorsäureester von gegebenenfalls ethoxylierten C12fi4-Fettalkoholen,Alkali- und/oder Ammoniumsalze von C8-22-Alkylsulfosuccinaten, beispielsweise Natriumdioctylsulfosuccinat und/oder Aminoxide, beispielsweise Dimethyldodecylaminoxid.

    [0038] Die erfindungsgemäßen textilen Gleitmittel können als Additive Fadenschlußmittel, beispielsweise Fettsäuresarcoside und/oder Mischpolymerisate mit Maleinsäureanhydrid und/oder Polyurethane gemäß DE-A-38 30 468, pH-Wert-Regulanzien, beispielsweise aliphatische Ci-22-Carbonsäuren und/oder Cl-4-Hydroxycarbonsäuren, wie Essigsäure, Glycolsäure und/oder Ölsäure, Alkalihydroxide, wie Kaliumhydroxid und/oder Amine, wie Triethanolamin, Bakterizide und/oder Korrosionsschutzmittel enthalten.

    [0039] Werden die bereits beschriebenen Silicone als Glättemittel in den Gleitmitteln eingesetzt, sollte eine ausreichende Menge einer Amin-Komponente, bestehend im wesentlichen aus einem oder mehreren Aminen mit HLB-Werten von nicht mehr als 8, vorzugsweise von nicht mehr als 5,7 in dem Gleitmittel enthalten sein, um unerwünschte Trübungen oder Ausfällungen von Feststoffen zu vermeiden. Vorzugsweise beträgt die Menge an zugesetzter Amin-Komponente wenigstens 0,5 Gew.-%, bevorzugt wenigstens 1 Gew.-% und insbesondere wenigstens 2,8 Gew.-%, bezogen auf Gleitmittel.

    [0040] Ein besonders bevorzugtes Amin-Gemisch kann durch Kondensieren von Talg-Aminen mit einem Mittel von 2 Mol Ethylenoxid auf 1 Mol hergestellt werden und wird im folgenden als "TAM-2" bezeichnet. Obgleich die Amin-Komponente an sich Alkalihydroxide als pH-Regulanz mit korrosionsinhibierenden und gewissen antistatischen Eigenschaften ersetzen kann, ist es oft von Vorteil, beide Komponenten einzusetzen, wenn die oben beschriebenen Silicone zugegen sind. Die Gesamtmenge der anwesenden Stoffe, einschließlich der Amine und gegebenenfalls vorhandener Alkalimetallhydroxide, sollte gemeinsam ausreichen, um jegliche in der gesamten Gleitmittel-Zusammensetzung vorhandenen saure Stoffe wie Carbonsäuren zu neutralisieren.

    [0041] Ein weiterer üblicher und oft bevorzugter wahlfreier Bestandteil ist eine partiell veresterte Phosphorsäure, etwa der Mono- und/oder Dioctylester der Phosphorsäure. Wenn solche partiell veresterte(n) Phosphorsäure(n) eingearbeitet werden, beträgt ihre Menge wenigstens 0,5 Gew.-%, vorzugsweise 1 Gew.- %, bezogen auf Gleitmittel.

    [0042] Wasserlösliche und/oder wasserdispergierbare Glättemittel, Emulgatoren, Antistatika, Netzmittel und/oder Additive können in jedem Mischungsverhältnis zueinander in den erfindungsgemäßen textilen Gleitmitteln eingesetzt werden. Üblicherweise liegt jedoch der Gehalt an Additiven in textilen Gleitmitteln nicht oberhalb von 10 Gew.-%.

    [0043] Die Einarbeitung von acrylat- und/oder methacrylathaltigen Homo- und/oder Copolymeren mit Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20 °C, von mindestens 200 ml/g, die in Form wäßriger Dispersionen vorliegen, in textile Gleitmittel wird erfindungsgemäß in der Weise durchgeführt, daß die Polymerdispersionen textilen Gleitmitteln unter Rühren bei Temperaturen zwischen 15 und 80 ° C unter Normaldruck zugesetzt werden. Bereits während der Zugabe der Polymeren verteilen sich diese homogen in den Gleitmitteln. Um das Auflösen der Polymerpartikel zu beschleunigen, kann es zweckmäßig sein, die Gleitmittel, gewünschtenfalls ohne zu rühren, auf 40 bis 100 ° C zu erwärmen. Gewünschtenfalls kann der Wassergehalt der erhaltenen erfindungsgemäßen Gleitmittel mittels Destillation reduziert werden.

    [0044] Die Applikation von Spinnpräparationen sowie von Gleitmitteln für die Weiterverarbeitung, beispielsweise Spulöle, die als Polymerverbindungen acrylat- und/oder methacrylathaltige Homo- und/oder Copolymere mit Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20 °C, von wenigstens 200 ml/g enthalten, erfolgt in bekannter Weise, zum Beispiel mit Hilfe von Präparationswalzen oder Dosierpumpen. Die Auftragsmenge von Spinnpräparationen oder Gleitmitteln für die Weiterverarbeitung in unverdünnter Form oder in Form wäßriger Emulsionen liegt zwischen 0,05 und 5 Gew.-% Aktivsubstanz, bezogen auf das Gewicht des Fasermaterials. Fasermaterialien aus beispielsweise Polyester, Polyamid, Polypropylen und/oder Polyacryl lassen sich mit den erfindungegemäßen textilen Gleitmitteln behandeln.

    [0045] Die erfindungsgemäßen textilen Gleitmittel sind flüssig und zeigen Fadenbildung, wenn bei 20 ° C ein in unverdünnte textile Gleitmittel eingetauchter Glasstab wieder herausgezogen wird. Gegenüber den bekannten polymerhaltigen textilen Gleitmitteln mit bereits verbessertem Abspritzverhalten wird bei der Faserherstellung und/oder -verarbeitung die Haftung auf der Faseroberfläche und damit das Abspritzverhalten bei Einsatz erfindungsgemäßer textiler Gleitmittel deutlich verbessert.

    [0046] Acrylat- und/oder methacrylathaltige Homo- und/oder Copolymere mit Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20 °C, von wenigstens 200 ml/g, lassen sich problemlos in textile Gleitmittel einarbeiten. Gegenüber den üblicherweise verwendeten Polyolefinen haben die erfindungsgemäß einzusetzenden Polymeren den Vorteil, daß sie auch in den aus Umweltschutzgründen zu favorisierenden carbonsäureesterhaltigenGleitmitteln löslich sind.

    Beispiele


    1. Herstellung von acrylat- und/oder methacrylathaltigen Homo- und/oder Copolymeren


    Beispiel 1.1 - 1.9



    [0047] In eine Rührapparatur, bestehend aus einem Vierhalskolben mit Rührer, Thermometer, 2 Tropftrichtern und einer Stickstoffeinleitung, wurden 400 g entmineralisiertes Wasser, 6,7 g DisponilR SUS 875 (75 %iges Diethylhexylsulfosuccinat, Natriumsalz; Hersteller: Henkel KGaA) und 100 g Monomere eingefüllt. In den einen Tropftrichter wurden 0,1 g Ammoniumpersulfat, gelöst in 3 ml Wasser, und in den anderen Tropftrichter 0,15 g Ascorbinsäure, gelöst in 3 ml Wasser, gegeben. Danach wurde die Rührapparatur entlüftet. Während der Polymerisation wurde ein Stickstoffstrom durch die Apparatur geleitet. Zu der auf etwa 28 ° C erwärmten monomerhaltigen, wäßrigen Mischung wurde zunächst die wäßrige, ammoniumpersulfat-haltige Lösung und anschließend die wäßrige, ascorbinsäure-haltige Lösung getropft. Während der etwa 2-stündigen, exotherm verlaufenden Polymerisationsreaktion wurde eine Temperatur von 35 °C nicht überschritten. Nach 2 Stunden wurden 0,05 g Ammoniumpersulfat, gelöst in 3 ml Wasser und 0,075 g Ascorbinsäure, gelöst in 3 ml Wasser nacheinander zugegeben und bei 60 °C die Polymerisation eine Stunde fortgesetzt. Es wurden 20 gew.-%ige, koagulat-freie Emulsionen erhalten.

    [0048] In Tabelle 1 sind die eingesetzten Monomeren sowie die Grenzviskositäten der erhaltenen Homo- und Copolymeren 1.1 bis 1.9 angegeben.

    Beispiel 2.1 - 2.3



    [0049] In eine Rührapparatur, bestehend aus einem Dreihalskolben mit Rührer, Thermometer, Tropftrichter und Stickstoffeinleitung, wurden 388 g entmineralisiertes Wasser, 8,3 g DisponilR SUS 90 (30 %iges Natriumalkylaryl-9,5 EO-Sulfosuccinat; Hersteller: Henkel KGaA), 8,3 g 30 %iges C12/14-Fettalkohol-10 EO-Sulfat, Natriumsalz sowie 100 g einer Monomeren-Mischung eingefüllt. Zuletzt wurden 0,1 g Ammoniumpersulfat zugesetzt. In den Tropftrichter wurden 0,15 g Ascorbinsäure, gelöst in 1 ml Wasser, gegeben. Danach wurde die Rührapparatur entlüftet. Während der Polymerisation wurde ein Stickstoffstrom durch die Apparatur geleitet. Zu der auf etwa 29 °C erwärmten monomerhaltigen, persulfathaltigen, wäßrigen Mischung wurde die wäßrige ascorbinsäure-haltige Lösung getropft. Während der etwa 1-stündigen, exotherm verlaufenden Polymerisationsreaktion wurde eine Temperatur von 30 °C nicht überschritten. Anschließend wurde die Polymersisation 1 Stunde bei 60 ° C unter Rühren fortgesetzt. Es wurden 20 gew.- %ige, koagulat-freie Emulsionen erhalten.

    [0050] In Tabelle 1 sind die eingesetzten Monomeren sowie die Grenzviskositäten der erhaltenen Copolymeren 2.1 - 2.3 angegeben.




    2. Herstellung textiler Gleitmittel und deren Verwendung


    Beispiel A



    [0051] Zu 995 g eines textilen Gleitmittels, bestehend aus 78,5 Gew.-% i-Butylstearat, 5 Gew.-% Oleyl/Cetylalkohol • 5 Mol EO, 2,2 Gew.-% Kokosfettsäuremonoethanolamid • 4 Mol EO, 0,8 Gew.-% Ölsäure, 6 Gew.-% sekundärem Fettalkohol 3 Mol EO (TergitolR 15S3, Hersteller: Union Carbide), 6 Gew.- % sekundärem Fettalkohol 7 Mol EO (TergitolR 1557, Hersteller: Union Carbide) und 1,5 Gew.-% Wasser, wurden unter Rühren (maximale Rührgeschwindigkeit eines Kopfrührers mit Propellerührer) bei 20 °C 5 g der nach Beispiel 1b hergestellten Polymeremulsion gegeben. Nach 30 Sekunden hatte sich die Polymeremulsion gleichmäßig verteilt, und eine klare Lösung war entstanden. Danach wurde die Rührgeschwindigkeit so weit wie möglich reduziert und das textile Gleitmittel auf 60 °C erwärmt, um das Auflösen der Polymerpartikel zu beschleunigen.

    [0052] Das erhaltene Gleitmittel wurde als Spulöl auf ein texturiertes Polyestergarn in einer Auflage von 1,5 Gew.-% appliziert. An der ersten Stelle nach dem Gleitmittelauftrag, an der das Faserbündel seine Laufrichtung änderte, wurde die abgespritzte Menge gesammelt und gewogen. Im Vergleich zu dem Gleitmittel ohne Polymerzusatz wurde die abgespritzte Menge an polymerhaltigem Gleitmittel um 82 % reduziert.

    Beispiel B



    [0053] Analog Beispiel A wurde ein polymerhaltiges Gleitmittel aus 995 g eines Gleitmittels, bestehend aus 85 Gew.-% n-Hexyllaurat, 6 Gew.-% Mono/Diphosphatgemisch von Laurylalkohol 6 Mol EO, Monoethanolaminsalz, 4 Gew.-% sekundärem Fettalkohol 3 Mol EO und 5 Gew.-% sekundärem Fettalkohol 7 Mol EO, und 5 g einer gemäß Beispiel 1 c hergestellten Polymeremulsion hergestellt.

    [0054] Das erhaltene Gleitmittel wurde als Spulöl während des Umspulens auf ein Polyamidgarn in einer Auflage von 1 Gew.-% appliziert. An der ersten Stelle nach dem Gleitmittelauftrag, an der das Faserbündel seine Laufrichtung änderte, wurde die abgespritzte Menge gesammelt und gewogen. Im Vergleich zu dem Gleitmittel ohne Polymerzusatz wurde mit dem polymerhaltigen Gleitmittel eine Reduzierung der abgespritzten Menge von 94 % erzielt.

    Beispiel C



    [0055] Analog Beispiel A wurde ein polymerhaltiges Gleitmittel aus 995 g eines Gleitmittels, bestehend aus 55 Gew.-% Trimethylolpropantripelargonat, 10 Gew.-% Arylsulfonat, Natriumsalz, 6 Gew.-% Ölsäure, 2 Gew.-% Triethanolamin, 15 Gew.-% Oleyl/Cetylalkohol • 5 Mol EO, 6 Gew.-5 Rizinusöl • 30 Mol EO und 6 Gew.-% Wasser, und 5 g einer gemäß Beispiel 1 g hergestellten Polymeremulsion hergestellt.

    [0056] 100 g des polymerhaltigen Gleitmittels wurden in 900 g Wasser eingerührt und die erhaltene Emulsion unmittelbar nach dem Verspinnen auf ein Polyestergarn in einer Auflage von 1,5 Gew.-% appliziert. An der ersten Stelle nach dem Gleitmittelauftrag, an der das Faserbündel seine Laufrichtung änderte, wurde die abgespritzte Menge gesammelt und gewogen. Im Vergleich zu dem Gleitmittel ohne Polymerzusatz wurde mit dem polymerhaltigen Gleitmittel eine Reduzierung der abgespritzten Menge von 33 % erzielt.

    Beispiel D



    [0057] Analog Beispiel A wurde ein polymerhaltiges Gleitmittel aus 995 g eines Gleitmittels, bestehend aus 60 Gew.-% i-Butylstearat, 10 Gew.-% Ölsäure, 8 Gew.-% Mono/Diphosphatgemisch von Laurylalkohol, 5 Gew.- % sekundärem Fettalkohol 9 Mol EO (TergitolR 15S9, Hersteller: Union Carbide), 4 Gew.-% Natriumdioctylsulfosuccinat, 6 Gew.-% Oleyl/Cetylalkohol • 5 Mol EO und 7 Gew.-% einer 47 gew.-%igen Kalilauge, und 5 g einer gemaß Beispiel 1 h hergestellten Polymeremulsion, hergestellt.

    [0058] Aus dem polymerhaltigen Gleitmittel wurde eine 15 gew-%ige wäßrige Emulsion hergestellt, indem 150 g dieses Gleitmittels in 850 g Wasser eingerührt wurden. Die erhaltene Emulsion wurde unmittelbar nach dem Verspinnen auf ein Polyestergarn in einer Auflage von 1,5 Gew.-% appliziert. An der ersten Stelle nach dem Gleitmittelauftrag, an der das Faserbündel seine Laufrichtung änderte, wurde die abgespritzte Menge gesammelt und gewogen. Im Vergleich zu dem Gleitmittel ohne Polymerzusatz wurde mit dem polymerhaltigen Gleitmittel eine Reduzierung der abgespritzten Menge von 38 % erzielt.

    Beispiel E



    [0059] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend aus 39,09 Gew.-% Pelargonsäureester von Methanol 400 Mol EO, 30,75 Gew.-% des Diethanolamin("DEA")-Salzes von Octyldecylphosphat, 6,79 Gew.-% des natürlichen Gemischs von C12-18-Alkoholen • 9 Mol EO und als Rest Wasser wurde die nach Beispiel 1.9 hergestellte Polymer-Emulsion in einer Menge, die 1 Gew.-% des Basis-Gleitmittels entsprach, hinzugefügt, und die Mischung wurde 24 h stehen gelassen. Die Mischung war dann klar bis leicht trübe und geeignet für eine Verwendung als schleuderfestes Textilgleitmittel mit ausgezeichneter Schmälzwirkung.

    Beispiel F



    [0060] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend aus 48,8 Gew.-% C8-10-Fettsäuren • 9 Mol EO, 14,3 Gew.-% von hydriertem Kokosöl abgeleiteten Fettsäuren 9 Mol EO, 16,1 Gew.-% Laurinsäureester von Methanol 385 Mol EO, 10,1 Gew.-% Mono- und Diester der Phosphorsäure und Tridecylalkohol 6 Mol EO, 2,7 Gew.-% Triethanolamin und als Rest Wasser wurde eine Menge der nach Beispiel 1.9 hergestellten Emulsion, die 1 Gew.-% des Basis-Gleitmittels entsprach, hinzugefügt, und die Mischung wurde 24 h stehen gelassen. Die Mischung war dann vollständig klar und geeignet für eine Verwendung als schleuderfestes Textilgleitmittel mit ausgezeichneter Schmälzwirkung.

    Beispiel G



    [0061] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend vollständig aus Pelargonsäureester von Methanol 400 Mol EO wurde eine Menge der nach Beispiel 1.9 hergestellten Emulsion, die 1 Gew.-% des Basis-Gleitmittels entsprach, hinzugefügt, und die Mischung wurde 24 h stehen gelassen. Die Mischung war dann vollständig klar und geeignet für eine Verwendung als schleuderfestes Textilgleitmittel mit ausgezeichneter Schmälzwirkung.

    Beispiel H



    [0062] Für dieses Beispiel bestand das Basis-Gleitmittel vollständig aus flüssigen Oligomeren des 1-Decens. Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Gleitmittels wurde eine Probe des Basis-Gleitmittels mit etwa 10 Gew.-% 2-Propanol und 1 Gew.-% der nach dem vorstehenden Beispiel 1.9 hergestellten Emulsion vermischt. Die Mischung wurde dann ausreichend erhitzt, um im wesentlichen das gesamte 2-Propanol und Wasser (aus der Emulsion) zu entfernen. Die Mischung war dann vollständig klar und geeignet für eine Verwendung als schleuderfestes Textilgleitmittel mit ausgezeichneter Schmälzwirkung.

    Beispiel 1



    [0063] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend aus 66 Gew.-% Butylstearat, 3,9 % Polyetheralkoholen, die durch Kondensation von 9 Mol Propylenoxid ("PO") und anschließende Kondensation von 5,5 Mol EO mit technischen C,6-,8-Fettalkoholen hergestellt worden waren, 10,4 Gew.-% Kalium-Salzen gemischter Mono- und Diester der Phosphorsäure mit Hexanol, 4,9 Gew.-% Nonylphenol 6 Mol EO, 9,7 Gew.-% Ölsäure, 2,9 Gew.-% Natrium-Salz des Dioctylsulfosuccinats und 2,2 Gew.-% 45-proz. wäßrigem Kaliumhydroxid wurde eine Menge der nach Beispiel 1.3 hergestellten Emulsion, die 1 Gew.-% des Basis-Gleitmittels entsprach, hinzugefügt, und die Mischung wurde 24 h stehen gelassen. Die Mischung war dann vollständig klar und geeignet für eine Verwendung als schleuderfestes Textilgleitmittel mit ausgezeichneter Schmälzwirkung.

    Beispiel J



    [0064] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend aus 87,25 Gew.-% Mineralöl, 3,00 Gew.-% Nonylphenol 6 Mol EO, 6,00 Gew.-% eines Gemischs von C12-14-Alkoholen natürlicher Herkunft 3 Mol EO, 2,00 Gew.- % Isoölsäure 400 Mol EO, 1,25 Gew.-% Ölsäure und 0,50 Gew.-% Wasser wurde eine Menge der nach Beispiel 1.3 hergestellten Emulsion, die 1 Gew.-% des Basis-Gleitmittels entsprach, hinzugefügt, und die Mischung wurde 24 h stehen gelassen. Die Mischung war dann vollständig klar und geeignet für eine Verwendung als schleuderfestes Textilgleitmittel mit ausgezeichneter Schmälzwirkung.

    Beispiel K



    [0065] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend aus 65,5 Gew.-% Poly(ethylenglycol) mit einem Zahlenmittel von 400 Monomer-Einheiten pro Polymer-Molekül, 34,4 Gew.-% Fettsäuren aus natürlichem Kokosöl und 0,1 Gew.-% 85-proz. wäßriger Phosphorsäure wurde eine Menge der nach Beispiel 1.9 hergestellten Emulsion, die 1 Gew.-% des Basis-Gleitmittels entsprach, hinzugefügt, und die Mischung wurde 24 h stehen gelassen. Die Mischung war dann vollständig klar und geeignet für eine Verwendung als schleuderfestes Textilgleitmittel mit ausgezeichneter Schmälzwirkung.

    Beispiel L



    [0066] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend aus 74,35 Gew.-% Methylestern des aus natürlichem Talg erhaltenen Fettsäure-Gemischs, 1,14 Gew.-% gemischten Mono- und Diisooctyl-Estern der Phosphorsäure, 10,63 Gew.-% eines Gemischs technischer C12-14-Fettalkohole • 3 Mol EO , 6,37 Gew.-% Polyetheralkoholen, die durch Kondensation eines Mittels von 9 Mol PO und anschließende Kondensation eines Mittels von 5,5 Mol EO mit technischen C16-18-Fettalkoholen hergestellt worden waren, 2,00 Gew.-% Estern der Isoölsäure, 1,25 Gew.-% Ölsäure, 0,10 Gew.-% eines technischen Dimethylsilicon-Polymer-Fluids mit einer Viskosität von 50 mm2/s (cSt), 0,86 Gew.-% einer Lösung von 45-Gew.-% Kaliumhydroxid in Wasser, 3,00 Gew.-% eines Gemischs veretherter Amine, das durch Kondensation eines Amin-Gemischs, das der Mischung der Fettsäuren in natürlichem Talg entsprach, mit einem Mittel von 2 Mol EO pro 1 Mol Amin erhalten worden war, wurden 0,30 Gew.-% der nach Beispiel 1.3 hergestellten Emulsion hinzugefügt. Die anfangs erhaltene Mischung war leicht getrübt. Die Trübung konnte durch Zusatz von 0,3 Gew.-% Wasser zur anfangs erhaltenen Mischung praktisch beseitigt werden, wodurch ein schleuderfestes Gleitmittel von hoher Güte erhalten wurde.

    Beispiel M



    [0067] Analog Beispiel L, jedoch mit der Abweichung, daß technisches Isobutylstearat an Stelle des Gemischs der Methylester eingesetzt wurde, erhielt man ein klares schleuderfestes Gleitmittel von hoher Güte, das keinerlei Zusatz wie etwa das in Beispiel L verwendete Wasser benötigte.

    Beispiel M-2



    [0068] Analog Beispiel M, jedoch mit der Abweichung, daß gemischte Ester von C8-10-Alkoholen mit Cs-io-Fettsäuren das Isobutylstearat ersetzten, wurde ein Gleitmittel von der gleichen Qualität wie in Beispiel M erhalten.

    Beispiel N



    [0069] Analog Beispiel L, jedoch mit der Abweichung, daß ein flüssiges Gemisch aus Oligomeren des 1-Decens an Stelle des Gemischs der Methylester eingesetzt wurde, erhielt man ein klares schleuderfestes Gleitmittel von hoher Güte, das keinerlei Zusatz wie etwa das in Beispiel L verwendete Wasser benötigte.

    Beispiel 0



    [0070] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend aus 72,0 Gew.-% Pelargonsäureestern von Methanol 385 Mol EO, 11,7 Gew.-% Butylstearat, 6,3 Gew.-% eines statistisch alkoxylierten Butanols mit einem Mittel des Molekulargewichts von etwa 4 400 (UCON(R) 50-HB-5100 von Union Carbide Corp.) und 10,0 Gew.-% styroliertem Phenol 9 Mol EO, wurde eine Menge der nach Beispiel 1.9 hergestellten Emulsion, die 1 Gew.-% des Basis-Gleitmittels entsprach, hinzugefügt, und die Mischung wurde 24 h stehen gelassen. Die Mischung war dann trübe, blieb jedoch homogen und war geeignet für eine Verwendung als schleuderfestes Textilgleitmittel mit ausgezeichneter Schmälzwirkung.

    Beispiel P



    [0071] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend aus Pelargonsäureestern von Methanol 300 Mol EO wurde eine Menge der nach Beispiel 1.9 hergestellten Emulsion, die 1 Gew.-% des Basis-Gleitmittels entsprach, hinzugefügt, und die Mischung wurde 24 h stehen gelassen. Die Mischung war dann leicht getrübt, blieb jedoch homogen und war geeignet für eine Verwendung als schleuderfestes Textilgleitmittel mit ausgezeichneter Schmälzwirkung.

    Beispiel Q



    [0072] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend aus technischer Laurinsäure 9 Mol EO wurde eine Menge der nach Beispiel 1.9 hergestellten Emulsion, die 1 Gew.-% des Basis-Gleitmittels entsprach, hinzugefügt, und die Mischung wurde 24 h stehen gelassen. Die Mischung war dann leicht getrübt, blieb jedoch homogen und war geeignet für eine Verwendung als schleuderfestes Textilgleitmittel mit ausgezeichneter Schmälzwirkung.


    Ansprüche

    1. Textile Gleitmittel auf Basis von Glättemitteln, Emulgatoren, Antistatika und/oder Netzmitteln mit einem Gehalt an Polymerverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß diese enthalten

    30 bis 97 Gew.-% wasserunlösliche Glättemittel

    0,001 bis 2 Gew.-% acrylsäure- und/oder methacrylsäurealkylesterhaltige Homo- und/oder Copolymere mit Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydroforan bei 20 °C, von wenigstens 200 ml/g und die als Monomere

    A. 100 bis 30 Gew.-% Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 1 bis 22 C-Atomen in den einwertigen Alkylalkoholresten und

    B. 0 bis 70 Gew.-% Monomere aus einer oder mehreren der folgenden Gruppen:

    ungesättigte, aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis 5 C-Atomen und/oder deren Amide,

    Styrole und/oder Alkylstyrole mit 1 bis 4 C-Atomen in den Alkylresten, Acrylnitril, Vinylester aliphatischer C1 -18-Carbonsäuren und/oder

    aminogruppenhaltige Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 2 bis 6 C-Atomen in den Alkylresten

    0,5 bis 69,997 Gew.-% wasserlösliche und/oder wasserdispergierbare Glättemittel, Emulgatoren, Antistatika, Netzmittel und/oder Additive, beispielsweise pH-Wert-Regulantien, Fadenschlußmittel, Bakterizide und/oder Korrosionsschutzmittel und

    0,0015 bis 67 Gew.-% Wasser.


     
    2. Textile Gleitmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Homo- und/oder Copolymere als Monomere 100 bis 40 Gew.-% Monomere aus Gruppe A und 0 bis 60 Gew.-% Monomere aus Gruppe B enthalten.
     
    3. Textile Gleitmittel nach einem oder beiden der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß Homo-und/oder Copolymere als Monomere A Acrylsäure-und/oder Methacrylsäurealkylester mit 1 bis 18 C-Atomen, vorzugsweise mit 1 bis 12 C-Atomen in den einwertigen Alkylalkoholresten enthalten.
     
    4. Textile Gleitmittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Copolymere als Monomere B ungesättigte aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis 5 C-Atomen enthalten.
     
    5. Textile Gleitmittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Homo- und/oder Copolymere Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydroforan bei 20 °C von wenigstens 400 ml/g, vorzugsweise von wenigstens 600 ml/g besitzen.
     
    6. Textile Gleitmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß textile Gleitmittel verwendet werden, die als Glättemittel

    (i) wenigstens 0,02 Gew.-% einer Silicon-Komponente mit einer Viskosität bei Raumtemperatur von 5 bis 70 mm2/s (cSt), wobei diese Silicon-Komponente im wesentlichen aus Molekülen mit Molekülstrukturen besteht, die der allgemeinen chemischen Formel

    entsprechen, in der

    R1, R2, R3, R4 und R5 gleich oder verschieden sein können und einen einwertigen Alkylrest mit 1 bis 18 Kohlenstoff-Atomen, bedeuten und

    m eine positive ganze Zahl ist,

    p 2 oder 3 ist,

    n, q und r jeweils unabhängig voneinander Null oder eine positive ganze Zahl sind und


    jeder der durch die Subscripte m, n, q und r bezeichneten Molekül-Blöcke, gegebenenfalls mit verschiedenen Werten für die Subscripte, in der tatsächlichen Struktur jedes Polymers wiederholt werden kann, wobei die Blöcke mit den Subscripten m und n gegebenenfalls in der Gerüstkette des Polymers statistisch miteinander durchmischt sind und die Blöcke mit den Subscripten q und r gegebenenfalls in einer oder mehreren beliebiger Polyether-Seitenketten statistisch miteinander durchmischt sind, die in einem einzelnen Polymer-Molekül innerhalb der Komponente vorkommen können; enthalten.
     
    7. Verfahren zur Herstellung textiler Gleitmittel auf Basis von Glättemitteln, Emulgatoren, Antistatika und/oder Netzmitteln mit einem Gehalt an Polymerverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß die als Polymerverbindungen einzusetzenden Homo- und/oder Copolymeren, die Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydroforan bei 20 ° C, von wenigstens 200 ml/g besitzen und die als Monomere

    A. 100 bis 30 Gew.-% Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 1 bis 22 C-Atomen in den einwertigen Alkylalkoholresten und

    B. 0 bis 70 Gew.-% Monomere aus einer oder mehreren der folgenden Gruppen:

    ungesättigte aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis 5 C-Atomen und/oder deren Amide,

    Styrol und/oder Alkylstyrole mit 1 bis 4 C-Atomen in den Alkylresten Acrylnitril,

    Vinylester aliphatischer C1 -, 8-Carbonsäuren und/oder

    aminogruppen-haltige Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 2 bis 6 C-Atomen in den Alkylresten


    enthalten, in Mengen von 0,001 bis 2 Gew.- % in Form wäßriger Dispersionen textilen Gleitmittel unter Rühren bei Temperaturen zwischen 15 und 80 ° C unter Normaldruck zugesetzt werden.
     
    8. Verwendung von Homo- und/oder Copolymeren, die Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydroforan bei 20 ° C, von wenigstens 200 ml/g besitzen und die als Monomere

    A. 100 bis 30 Gew.-% Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 1 bis 22 C-Atomen in den einwertigen Alkylalkoholresten und

    B. 0 bis 70 Gew.-% Monomere aus einer oder mehreren der folgenden Gruppen:

    ungesättigte aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis 5 C-Atomen und/oder deren Amide,

    Styrol und/oder Alkylstyrole mit 1 bis 4 C-Atomen in den Alkylresten,

    Acrylnitril,

    Vinylester aliphatischer C1-18-Carbonsäuren und/oder

    aminogruppen-haltige Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 2 bis 6 C-Atomen in den Alkylalkoholresten


    enthalten, in textilen Gleitmitteln in Mengen von 0,001 bis 2 Gew.-% zur Verminderung des Abschleuderns textiler Gleitmittel von der Faseroberfläche während der Faserherstellung und/oder -verarbeitung.
     
    9. Verwendung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß Homo-und/oder Copolymere, die als Monomere 100 bis 40 Gew.-% Monomere aus Gruppe A und 0 bis 60 Gew.-% Monomere aus Gruppe B enthalten, verwendet werden.
     
    10. Verwendung nach einem oder beiden der Ansprüche 8 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß Homo-und/oder Copolymere, die als Monomere A Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 1 bis 18 C-Atomen, vorzugsweise mit 1 bis 12 C-Atomen in den einwertigen Alkylalkoholresten enthalten, verwendet werden.
     
    11. Verwendung nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß Copolymere, die als Monomere B ungesättigte aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis 5 C-Atomen enthalten, verwendet werden.
     
    12. Verwendung nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß Homo-und/oder Copolymere mit Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydroforan bei 20 °C, von wenigstens 400 ml/I, vorzugsweise von wenigstens 600 ml/g verwendet werden.
     


    Claims

    1. Textile lubricants based on smoothing agents, emulsifiers, antistatic agents and/or wetting agents with a content of polymer compounds, characterized in that they contain

    30 to 97% by weight of water-insoluble smoothing agents 0.001 to 2% by weight of homopolymers and/or copolymers containing alkyl acrylates and/or methacrylates with limiting viscosities, as measured

    in tetrahydrofuran at 20 ° C, of at least 200 ml/g which contain as monomers

    A. 100 to 30% by weight of alkyl acrylates and/or methacrylates containing 1 to 22 carbon atoms in the monofunctional alkyl alcohol groups and

    B. 0 to 70% by weight of monomers from one or more of the following groups: unsaturated aliphatic carboxylic acids containing 3 to 5 carbon atoms and/or amides thereof, styrenes and/or alkyl styrenes containing 1 to 4 carbon atoms in the alkyl groups, acrylonitrile, vinyl esters of aliphatic Cl-18 carboxylic acids and/or aminofunctional alkyl acrylates and/or methacrylates containing 2 to 6 carbon atoms in the alkyl groups

    0.5 to 69.997% by weight of water-soluble and/or water-dispersible smoothing agents, emulsifiers, antistatic agents, wetting agents and/or additives, for example pH regulators, yarn compacting agents, bactericides and/or corrosion inhibitors and

    0.0015 to 67% by weight of water.


     
    2. Textile lubricants as claimed in claim 1, characterized in that homopolymers and/or copolymers contain as monomers 100 to 40% by weight of monomers from group A and 0 to 60% by weight of monomers from group B.
     
    3. Textile lubricants as claimed in one or both of claims 1 and 2, characterized in that homopolymers and/or copolymers contain as monomers A alkyl acrylates and/or methacrylates containing 1 to 18 carbon atoms and preferably 1 to 12 carbon atoms in the monofunctional alkyl alcohol groups.
     
    4. Textile lubricants as claimed in one or more of claims 1 to 3, characterized in that copolymers contain unsaturated aliphatic carboxylic acids containing 3 to 5 carbon atoms as the monomers B.
     
    5. Textile lubricants as claimed in one or more of claims 1 to 4, characterized in that homopolymers and/or copolymers have limiting viscosities, as measured in tetrahydrofuran at 20 °C, of at least 400 ml/g and preferably of at least 600 ml/g.
     
    6. Textile lubricants as claimed in any of claims 1 to 5, characterized in that the textile lubricants used contain as smoothing agents

    (i) at least 0.02% by weight of a silicone component with a viscosity at room temperature of 5 to 70 mm2/s (cSt), this silicone component consisting essentially of molecules with molecular structures corresponding to the following general chemical formula:

    in which

    R1, R2, R3, R4 and R5 may be the same or different and represent a monofunctional alkyl radical containing 1 to 18 carbon atoms,

    m is a positive integer,

    p = 2 or 3,

    n, q and r independently of one another are zero or a positive integer and each of the molecular blocks denoted by the subscripts m, n, q and r - optionally with different values for the subscripts - may be repeated in the actual structure of each polymer, the blocks with the subscripts m and n optionally being statistically mixed together in the basic skeleton of the polymer and the block with the subscripts q and r optionally being statistically mixed together in one or more polyether side chains which may occur in a single polymer molecule within the component.


     
    7. A process for the production of textile lubricants based on smoothing agents, emulsifiers, antistatic agents and/or wetting agents with a content of polymer compounds, characterized in that the homopolymers and/or copolymers to be used as the polymer compounds, which have limiting viscosities as measured in tetrahydrofuran at 20 °C of at least 200 ml/g and which contain as monomers

    A. 100 to 30% by weight of alkyl acrylates and/or methacrylates containing 1 to 22 carbon atoms in the monofunctional alkyl alcohol groups and

    B. 0 to 70% by weight of monomers from one or more of the following groups: unsaturated aliphatic carboxylic acids containing 3 to 5 carbon atoms and/or amides thereof, styrenes and/or alkyl styrenes containing 1 to 4 carbon atoms in the alkyl groups, acrylonitrile, vinyl esters of aliphatic Cl-18 carboxylic acids and/or aminofunctional alkyl acrylates and/or methacrylates containing 2 to 6 carbon atoms in the alkyl groups,


    are added with stirring under normal pressure at temperatures of 15 to 80 °C in quantities of 0.001 to 2% by weight and in the form of aqueous dispersions of textile lubricants.
     
    8. The use of homopolymers and/or copolymers with limiting viscosities as measured in tetrahydrofuran at 20 ° C of at least 200 ml/g, which contain as monomers

    A. 100 to 30% by weight of alkyl acrylates and/or methacrylates containing 1 to 22 carbon atoms in the monofunctional alkyl alcohol groups and

    B. 0 to 70% by weight of monomers from one or more of the following groups: unsaturated aliphatic carboxylic acids containing 3 to 5 carbon atoms and/or amides thereof, styrenes and/or alkyl styrenes containing 1 to 4 carbon atoms in the alkyl groups, acrylonitrile, vinyl esters of aliphatic Cl-18 carboxylic acids and/or aminofunctional alkyl acrylates and/or methacrylates containing 2 to 6 carbon atoms in the alkyl alcohol groups,


    in quantities of 0.001 to 2% by weight in textile lubricants to reduce the misting of textile lubricants from the surface of fibres during their production and/or processing.
     
    9. The use claimed in claim 8, characterized in that homopolymers and/or copolymers containing 100 to 40% by weight of monomers from group A and 0 to 60% by weight of monomers from group B as monomers are used.
     
    10. The use claimed in one or both of claims 8 and 9, characterized in that homopolymers and/or copolymers containing alkyl acrylates and/or methacrylates with 1 to 18 carbon atoms and preferably 1 to 12 carbon atoms in the monofunctional alkyl alcohol groups as the monomers A are used.
     
    11. The use claimed in one or more of claims 8 to 10, characterized in that copolymers containing unsaturated aliphatic carboxylic acids with 3 to 5 carbon atoms as the monomers B are used.
     
    12. The use claimed in one or more of claims 8 to 11, characterized in that homopolymers and/or copolymers with limiting viscosities as measured in tetrahydrofuran at 20°C of at least 400 ml/I and preferably of at least 600 ml/g are used.
     


    Revendications

    1. Agents lubrifiants à base d'agents de lissage, d'agents émulsionnants, d'agents antistatiques et/ou d'agents mouillants, ayant une teneur en composés polymères caractérisés en ce que ceux-ci contiennent :

    30 à 97 % d'agent de lissage insolubles dans l'eau,

    0,001 à 2 % en poids d'homo- et/ou de copolymères renfermant des esters d'alcoyle d'acide acrylique et/ou d'acide méthacrylique avec des viscosités limites mesurées dans le tétrahydrofuranne à 20 ° C, d'au moins 200 ml/g et qui renferment comme monomères :

    A. de 100 à 30 % en poids d'ester d'alcoyle d'acide acrylique et/ou d'acide méthacrylique ayant de 1 à 22 atomes de carbone dans les radicaux d'alcoylalcool monovalents et,

    B. de 0 à 70 % en poids de monomères choisis dans un ou plusieurs des groupes suivants :

    - acides carboxyliques aliphatiques, non saturés ayant de 3 à 5 atomes de carbone et/ou leurs amides.

    - styrène et/ou des alcoylstyrènes ayant de 1 à 4 atomes de carbone dans les radicaux alcoyle, nitrile crylique, un ester de vinyle d'acide carboxylique aliphatique en Ci à C18 et/ou des esters alcoylés d'acide acrylique et/ou d'acide méthacrylique contenant des groupes amines ayant de 2 à 6 atomes de carbone dans les radicaux alcoyle,

    0,5 à 69,997 % en poids d'agents de lissage solubles dans l'eau et/ou dispersibles dans l'eau, des agents émulsionnants, des agents antistatiques, des agents mouillants, et/ou des additifs, par exemple des régulateurs de valeur de pH, des agents de terminaison du fil, des bactéricides et/ou des agents de protection contre la corrosion et,

    0,0015 à 67 % en poids d'eau.


     
    2. Agents lubrifiants pour textiles selon la revendication 1, caractérisés en ce que les homo- et/ou les copolymères renferment en tant que monomères, de 100 à 40 % en poids de monomères choisis dans le groupe A et de 0 à 60 % en poids de monomères choisis dans le groupe B.
     
    3. Agents lubrifiants pour textile selon l'une ou les deux revendications 1 à 2, caractérisés en ce que les homo- et/ou copolymères renferment en tant que monomères A des esters d'alcoyle d'acide acrylique et/ou méthacrylique ayant de 1 à 18 atomes de carbone, de préférence de 1 à 12 atomes de carbone dans les radicaux alcoylalcool monovalents.
     
    4. Agents lubrifiants pour textile selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisés en ce que les copolymères renferment comme monomères B des acides carboxyliques aliphatiques non saturés avec 3 à 5 atomes de C.
     
    5. Agents lubrifiants pour textiles selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisés en ce que les homo- et/ou copolymères possèdent des viscosités limites mesurées dans le tétrahydrofuranne à 20°C, d'au moins 400 ml/g, de préférence d'au moins 600 ml/g.
     
    6. Agents lubrifiants textiles selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisés en ce que l'on utilise des agents lubrifiants textiles qui renferment comme agents de lissage :

    1- Au moins 0,02 % en poids d'un composant siliconé ayant une viscosité à température ambiante, de 5 à 70 mm"/s (cSt) dans lesquels ce composant siliconé est constitué essentiellement de molécules ayant les structures moléculaires qui correspondent à la formule générale chimique :

    dans laquelle R1, R2, R3, R4 et R5 peuvent être identiques ou différents, et signifient un radical alcoyle univalent ayant de 1 à 18 atomes de carbone, et

    m est un nombre entier positif,

    p est 2 ou 3

    n, q et r respectivement indépendamment l'un de l'autre sont égaux à zéro ou à un nombre positif entier et chacun des blocs de molécules désignés par les références inférieures, le cas échéant avec différentes valeurs pour les références inférieures peut être répété dans la structure effective de chaque polymère, blocs parmi lesquels ceux avec les références m et n le cas échéant sont mélangés dans la chaîne de squelette du polymère l'un avec l'autre d'une manière statistique et ceux avec les références q et r sont mélangés le cas échéant d'une manière statistique l'un avec l'autre dans une ou plusieurs chaînes latérales de polyéthers quelconques, qui peuvent se présenter dans une molécule individuelle de polymère à l'intérieur des composants.


     
    7. Procédé d'obtention d'agent lubrifiant de textiles à base d'agents de lissage, d'agents émulsionnants, d'agents antistatiques, et/ou d'agents mouillants ayant une teneur en composés polymères, caractérisé en ce que les homo- et/ou copolymères à mettre en oeuvre comme composés polymères qui possèdent des viscosités limites mesurées dans le tétrahydrofuranne à 20 ° C, d'au moins 200 ml/g et qui contiennent comme monomères :

    A. de 100 à 30 % en poids d'ester d'alcoyle d'acide acrylique et/ou méthacrylique avec de 1 à 22 atomes de carbone dans les radicaux alcoylalcool univalents et

    B. de 0 à 70 % en poids de monomères choisis dans un ou plusieurs des groupes suivants :

    - acides carboxyliques aliphatiques non saturés ayant de 3 à 5 atomes de carbone et/ou leurs amides,

    - styrène et/ou alcoylstyrènes avec de 1 à 4 atomes de carbone dans les radicaux alcoyle,

    - nitrile acrylique

    - ester de vinyle d'acide carboxylique aliphatique en Ci à C18 et/ou

    - esters d'alcoyle d'acide acrylique et/ou méthacrylique ayant de 2 à 6 atomes de carbone dans les radicaux alcoyle, contenant des groupes aminés


    sont ajoutés en quantités allant de 0,001 à 2 % en poids, sous forme de dispersions dans l'eau d'agent lubrifiant pour textiles sous agitation à des températures comprises entre 15 et 80 °C sous pression normale.
     
    8. Utilisation d'homo- et/ou de copolymères qui possèdent une viscosité limite mesurée dans le tétrahydrofuranne à 20 ° C, d'au moins 200 ml/g et qui renferment comme monomères.

    A. de 100 à 30 % en poids d'esters d'alcoyle d'acide acrylique et/ou d'acide méthacrylique ayant de 1 à 22 atomes de carbone dans les radicaux alcoylalcool univalents, et

    B. de 0 à 70 % en poids des monomères choisis dans l'un ou plusieurs des groupes suivants :

    - acides carboxyliques aliphatiques non saturés ayant de 3 à 5 atomes de carbone et/ou leurs amides

    - styrène et/ou alcoylstyrènes ayant de 1 à 4 atomes de carbone dans les radicaux alcoyle.

    - nitrile acrylique

    - esters de vinyle d'acide carboxylique en Ci à C18 aliphatiques et/ou

    - esters d'alcoyle d'acide acrylique et/ou méthacrylique renfermant des groupes amine, ayant de 2 à 6 atomes de carbone dans les radicaux alcoylalcool,


    dans des agents lubrifiants de textiles en quantités allant de 0,001 à 2 % en poids en vue de la diminution de l'essorage des agents lubrifiants de textiles de la surface des fibres pendant la production et/ou le façonnage des fibres.
     
    9. Utilisation selon la revendication 8, caractérisée en ce que l'on utilise des homo- et/ou copolymères qui renferment comme monomères de 100 à 40 % en poids de monomères du groupe A et de 0 à 60 % en poids de monomères du groupe B.
     
    10. Utilisation selon l'une des deux revendications 8 à 9, caractérisée en ce que l'on utilise des homo- et/ou copolymères qui renferment comme monomères A un ester d'alcoyle d'acide acrylique et/ou d'acide méthacrylique ayant de 1 à 18 atomes de carbone, de préférence de 1 à 12 atomes de carbone dans les radicaux alcoylalcool univalents.
     
    11. Utilisation selon l'une ou plusieurs des revendications 8 à 10, caractérisée en ce que l'on utilise des copolymères qui renferment comme monomère B des acides carboxyliques aliphatiques non saturés ayant de 3 à 5 atomes de carbone.
     
    12. Utilisation selon l'une ou plusieurs des revendications 8 à 11, caractérisée en ce que l'on utilise des homo- et/ou des copolymères ayant des viscosités limites mesurées dans le tétrahydrofuranne à 20 ° C, d'au moins 400 ml/g, de préférence d'au moins 600 ml/g.