[0001] Die Erfindung betrifft textile Gleitmittel, die bestimmte acrylat- und/oder methacrylathaltige
Homo-und/oder Copolymere enthalten, ein Verfahren zur Herstellung textiler Gleitmittel
mit einem Gehalt dieser Homo- und/oder Copolymeren sowie die Verwendung dieser Homo-
und/oder Copolymeren in textilen Gleitmitteln zur Verminderung des Abschleuderns textiler
Gleitmittel von der Faseroberfläche während der Faserherstellung und/oder -verarbeitung.
[0002] Bei der Herstellung von Chemiefasern, die aus der Schmelze ersponnen werden, ist
der erste Verarbeitungsprozeß unmittelbar nach der Bildung der Filamente die Behandlung
der Faseroberfläche mit sogenannten Faserpräparationen, die als Hauptwirksubstanzen
Gleitmittel und Antistatika enthalten ("Chemiefasern/Textil-Industrie" 1977, 328 -
335). Es ist allgemein bekannt, daß ohne eine solche Präparierung Chemiefasern weder
hergestellt noch in der textilen Weiterverarbeitung verwendet werden können. Das Aufbringen
eines Glättemittels ist notwendig, weil die ursprüngliche Oberfläche der meisten polymeren
Fasermaterialien hohe Reibungskräfte verursacht, so daß durch die ständigen Kontakte
mit beispielsweise Leitorganen während der Herstellungs- und Verarbeitungssprozesse
ein Abscheuern der Fasern erfolgt, was letztlich zu Filament- oder Garnbrüchen führen
kann. Des weiteren nehmen polymere Filamentmaterialien im allgemeinen nur wenig Wasser
auf. Sie neigen daher dazu, sich elektrostatisch aufzuladen.
[0003] Bei der Faserherstellung sowie bei der Weiterverarbeitung der Fasern sind heute schnellaufende
Maschinen mit Fadengeschwindigkeiten von bis zu 6 000 m/Minute üblich. Bei diesen
hohen Geschwindigkeiten kommt es häufig zum Abspritzen eines nicht unerheblichen Teils
der aufgetragenen textilen Gleitmittel. Das Abschleudern der Gleitmittel stellt nicht
nur eine Verschwendung dar; durch das Abschleudern ist es auch nahezu unmöglich, die
für die einzelnen Arbeitsprozesse benötigten Auftragsmengen exakt einzuhalten. Darüberhinaus
bringt das Abspritzen auch eine Beeinträchtigung der Sicherheit mit sich, beispielsweise
schlüpfrige Fußböden in der unmittelbaren Umgebung der Maschinen sowie Atmungsbehinderungen
und Hautreizungen, hervorgerufen durch abgeschleuderte Tröpfchen, die sich in Form
feiner Nebel verteilen. Zur Verminderung des Abspritzens von textilen Gleitmitteln
während der Faserherstellung und -verarbeitung wurde bereits vielfach vorgeschlagen,
den textilen Gleitmitteln Polymerverbindungen zuzusetzen. So ist beispielsweise aus
den europäischen Schutzrechten EP-A-261 415 und EP-A-127 293 bekannt, daß die Verwendung
von hochmolekularen Polyisobutenen sowie die Verwendung von Copolymeren, die als Monomerenbestandteile
Butene in Kombination mit C
5-
2o-a-0!efinen enthalten, eine Verminderung des Abspritzens von Spulölen während der
Garnverarbeitung bewirken.
[0004] In der amerikanischen Patentschrift US-A-3 977 979 wird beschrieben, daß das Abschleudern
von Gleitmitteln durch Zusatz eines kohlenwasserstofflöslichen, polymeren Viskositätsverbesserers
mit langer Molekülkette zu einer herkömmlichen Appretur-Formulierung vermindert werden
kann. Als zufriedenstellende Viskositätsverbesserer werden Polymethacrylate, Polyalkylstyrole
und Polyisobutylene bezeichnet, wobei die letzteren bevorzugt sind. Zudem sind Polyisobutylene
der einzige in speziellen Beispielen beschriebene Polymer-Typ, lediglich stets zusammen
mit Kohlenwasserstoff-Ölen als der einzigen Grundlage für die Formulierungen. Die
nahe verwandten US-Patente US-A-4 098 702 und US-A-4 098 703, ebenfalls unter Mitbeteiligung
von Crossfield, geben ähnliche Lehren.
[0005] In all diesen Crossfield-Patenten sind die Forderungen an die polymeren Viskositätsindexverbesserer
primär anhand des Molekulargewichts spezifiziert, beispielsweise Polyisobutene mit
Molekulargewichten zwischen 20 000 und 2 000 000, Polyalkylstyrole mit Molekulargewichten
zwischen 20 000 und 2 000 000 oder Polymethacrylate mit Molekulargewichten zwischen
300 000 und 800 000.
[0006] In der DE-A-21 29 958 wird ein Verfahren zur Herstellung eines mehrfädigen synthetischen
Texturiergarns beschrieben. Die Kohäsion der Einzelfasern wird durch z.B. durch Polyvinylmischpolymerisate,
die über ein Imprägnierbad aufgebracht werden, verbessert. Die Imprägnierbäder enthalten
ca. 10 Gew.% an Polyvinylmischpolymeren.
[0007] Ein Hinweis darauf, daß das Abschleuderverhalten des auf die Faser aufgebrachten
Imprägnierbades verbessert wird, findet sich nicht.
[0008] In GB-A-758 479 werden partiell wasserlösliche, neutralisierte Copolymere aus Acrylsäure
und ihren Alkylestern als textile Schlichtemittel beschrieben. Zur Erreichung des
erwünschten Effekts müssen 10 bis 20 Gew.% an Polymerem eingesetzt werden. Die Schlichtemittel
enthalten keine wasserunlöslichen Glättemittel.
[0009] Im US-Patent US-A-2 845 689 werden Schlichtemittel beschrieben, die neben anderen
Bestandteilen als Polymerkomponente Umsetzungsprodukte von Basen mit Polymeren aus
Acrylsäure, Acrylnitril, Acrylamid und niedrigen Alkylacrylaten enthalten.
[0010] Ein Hinweis darauf, daß diese Polymeren in textilen Glättemitteln löslich sind und
das Abschleudern von der Faser verhindern, wird nicht gegeben.
[0011] Im französischen Patent FR-A-15 54 241 werden Emulsionen beschrieben, die zur Korrosionsinhibierung
dienen und aliphatische Amine, Essigsäure, einen Emulgator und ein Homo- und/oder
Copolymer von (Meth)acrylsäureestern mit freien Säure- oder Salzgruppen enthalten.
[0012] Diese Polymere haben Molekulargewichte unter 200.000 und damit Grenzviskositäten
unter 200 ml/g. Ein Hinweis auf textile Gleitmitttel findet sich in diesem Patent,
daß sich auf ein anderes Anwendungsgebiet bezieht, nicht.
[0013] In der französischen Anmeldung FR-A-20 86 310 werden Spinnpräparationen beschrieben,
die Polymere mit aromatischen Sulfogruppen oder Polymere aus Maleinsäureanhydrid oder
Copolymere aus Maleinsäureanhydrid mit Ethylen, Butylen oder anderen Olefinen enthalten.
Die Polymerisationsgrade liegen im Bereich von 3 bis 10, d.h. aber, das Grenzviskositäten
von über 200 ml/g auf keinen Fall erreicht werden.
[0014] Die GB-A-12 46 134 lehrt, daß die Verarbeitbarkeit von Textilfasern durch Faserpräparationen
bestehend aus Mischungen von Copolymeren aus Siloxanen und Alkylenglykolen mit Phosphorsäurepartialestern
verbessert wird. Vor allem die Tendenz zur elektrostatischen Aufladung wird reduziert.
Daraus kann nicht entnommen werden, daß diese Copolymernen zusammen mit Polymeren
auf Basis von Polyacrylaten mit Grenzviskositäten von über 200 ml/g das Abschleudern
der Faserpräparation verhindern.
[0015] Das Gewichtsmittel des Molekulargewichts der Polymeren ("M
w") steht in Relation zur Grenzviskosität ("

") nach der Gleichung li = k (M
w)", wobei k und a Konstanten sind, die von der Temperatur, bei der die Grenzviskosität
bestimmt wird, und dem Lösungsmittel, in dem die Grenzviskosität bestimmt wird, sowie
dem speziellen Typ des betrachteten Homopolymers oder Copolymers abhängen; siehe z.B.
P. J. Flory, "Principles of Polymer Chemistry" (Cornell University Press, Ithaca,
New York, 1953), S. 313, und E. Penzel und N. Goetz, Die Angewandte Makromolekulare
Chemie, 178, S. 201-208 (1990).
[0016] Die aus dem Stand der Technik bekannten Polymerverbindungen lassen sich jedoch nur
schwer in textile Gleitmittel einarbeiten, da einerseits zur Herstellung homogener
polymerhaltiger Mischungen starkes Rühren erforderlich ist, andererseits aber starkes
Rühren das Abspritzverhalten textiler Gleitmittel verschlechtert. Darüberhinaus lösen
sich Polyolefine nicht in Gleitmitteln, die als Hauptglättemittelkomponente Carbonsäureester
("Esteröle") enthalten. Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe bestand daher in
der Entwicklung von insbesondere carbonsäureesterhaltigen textilen Gleitmitteln, die,
im Vergleich zu bekannten textilen Gleitmitteln, deutlich verbesserte Hafteigenschaften
auf den Faseroberflächen besitzen und die somit bei den heute üblichen hohen Fadengeschwindigkeiten
nicht mehr oder nur noch in sehr geringen Mengen abgeschleudert werden. Ferner sollen
die textilen Gleitmittel leicht herstellbar sein.
[0017] Es wurde nun gefunden, daß die an die zu entwickelnden textilen Gleitmittel gestellten
hohen Anforderungen erfüllt werden, wenn textilen Gleitmitteln acrylat- und/oder methacrylathaltige
Homo-und/oder Copolymere, die Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20
°C, von wenigstens 200 ml/g besitzen, zugesetzt werden.
[0018] Gegenstand der Erfindung sind dementsprechend textile Gleitmittel auf Basis von Glättemitteln,
Emulgatoren, Antistatica und/oder Netzmitteln mit einem Gehalt an Polymerverbindungen,
welche dadurch gekennzeichnet sind, daß sie 30 bis 97 Gew.% wasserunlösliche Glättemittel
und als Polymerverbindungen 0,001 bis 2 Gew.% an Homo- und/oder Copolymeren enthalten,
die Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20
° C, von wenigstens 200 ml/g aufweisen und die als Monomere
A. 100 bis 30 Gew.-% Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 1 bis 22 C-Atomen
in den einwertigen Alkylalkoholresten und
B. 0 bis 70 Gew.-% Monomere aus einer oder mehreren der folgenden Gruppen:
ungesättigte, aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis 5 C-Atomen und/oder deren Amide,
Styrol und/oder Alkylstyrole mit 1 bis 4 C-Atomen in den Alkylresten,
Acrylnitril,
Vinylester aliphatischer C1-18 -Carbonsäuren und/oder
aminogruppenhaltigen Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 2 bis 6 C-Atomen
in den einwertigen Alkoholresten
enthalten.
[0019] Weiterer Erfindungsgegenstand ist ein Verfahren zur Herstellung textiler Gleitmittel
auf Basis von Glättemitteln, Emulgatoren, Antistatika und/oder Netzmitteln, mit einem
Gehalt von 0,001 bis 2 Gew.% an Polymerverbindungen, welches dadurch gekennzeichnet
ist, daß die als Polymerverbindungen einzusetzenden Homo- und/oder Copolymeren, Grenzviskositäten,
gemessen in Tetrahydrofuran bei 20
°C, von wenigstens 200 ml/g besitzen und als Monomere
A. 100 bis 30 Gew.-% Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 1 bis 22 C-Atomen
in den einwertigen Alkylalkoholresten und
B. 0 bis 70 Gew.-% Monomere aus einer oder mehreren der folgenden Gruppen:
ungesättigte, aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis 5 C-Atomen und/oder deren Amide,
Styrol und/oder Alkylstyrole mit 1 bis 4 C-Atomen in den Alkylresten,
Acrylnitril,
Vinylester aliphatischer C1-18-Carbonsäuren und/oder
aminogruppenhaltige Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 2 bis 6 C-Atomen
in den einwertigen Alkylalkoholresten
enthalten, in Form wäßriger Dispersionen textilen Gleitmitteln unter Rühren bei Temperaturen
zwischen 15 und 80
° C unter Normaldruck zugesetzt werden.
[0020] Ferner ist Erfindungsgegenstand die Verwendung von Homo- und/oder Copolymeren, die
Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20 °C, von wenigstens 200 ml/g
besitzen und die als Monomere
A. 100 bis 30 Gew.-% Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 1 bis 22 C-Atomen
in den einwertigen Alkylalkoholresten und
B. 0 bis 70 Gew.-% Monomere aus einer oder mehreren der folgenden Gruppen:
ungesättigte aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis 5 C-Atomen und/oder deren Amide,
Styrol und/oder Alkylstyrole mit 1 bis 4 C-Atomen in den Alkylresten,
Acrylnitril,
Vinylester aliphatischer C1 -18 -Carbonsäuren und/oder
aminogruppenhaltige Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 2 bis 6 C-Atomen
in den einwertigen Alkylalkoholresten
enthalten, in textilen Gleitmitteln in Mengen von 0.001 bis 2 Gew.-% zur Verminderung
des Abschleuderns textiler Gleitmittel von der Faseroberfläche während der Faserherstellung
und/oder -verarbeitung.
[0021] Die Grenzviskosität wird gemäß der in B. Vollmert: "Grundriß der makromolekularen
Chemie", Band 111, Seite 55 ff, E. Vollmert Verlag, Karlsruhe 1988 beschriebenen Methode
bestimmt. Bei Copolymeren, die mehr als 5 Gew.-% ionische Gruppen enthalten, nimmt
die Viskosität bei hohen Konzentrationen proportional mit der Konzentration zu, während
bei niedrigen Konzentrationen die Viskosität mit steigender Konzentration abnimmt.
Die Grenzviskositäten dieser Copolymeren werden mit Hilfe von Diagrammen, in denen
auf der Abzisse die Konzentration und auf der Ordinate die Viskosität aufgetragen
ist, durch Extrapolation des bei hohen Konzentrationen linear ansteigenden Teils auf
die Konzentration 0 ermittelt.
[0022] In Copolymeren, die Monomere aus den Gruppen A und B enthalten, liegt der Gehalt
an Monomeren aus der Gruppe B vorzugsweise bei höchstens 60 Gew.-%, bezogen auf die
gesamte Monomerenmenge.
[0023] Erfindungsgemäß enthalten Homo- und/oder Copolymere mit Grenzviskositäten, gemessen
in Tetrahydrofuran bei 20 °C, von wenigstens 200 ml/g ein oder mehrere Monomere aus
der Gruppe A. Als Monomere aus der Gruppe A werden Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester
mit 1 bis 18 C-Atomen in den linearen, verzweigtkettigen und/oder cyclischen, einwertigen
Alkylalkoholresten bevorzugt und Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit
1 bis 12 C-Atomen in den linearen, verzweigtkettigen und/oder cyclischen, einwertigen
Alkylalkoholresten, beispielsweise Ethylacrylat, n-Butylmethacrylat, n-Butylacrylat,
i-Butylmethacrylat, n-Hexylmethacrylat, Ethylhexylacrylat und/oder Ethylhexylmethacrylat,
besonders bevorzugt. Copolymere können aus monomeren Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylestern
alleine oder in Kombination mit einem oder mehreren Monomeren aus der Gruppe B aufgebaut
sein. Ungesättigte aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis 5 C-Atomen, beispielsweise
Acrylsäure, Methacrylsäure und/oder Itaconsäure, werden bevorzugt als Monomere der
Gruppe B mit Monomeren der Gruppe A eingesetzt.
[0024] Bevorzugt werden Homo- und/oder Copolymere mit Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran
bei 20 °C, von wenigstens 400 ml/g und besonders bevorzugt solche mit Grenzviskositäten,
gemessen in Tetrahydrofuran bei 20
° C, von wenigstens 600 ml/g in textilen Gleitmitteln eingesetzt.
[0025] Die erfindungsgemäß einzusetzenden Homo- und/oder Copolymeren können in an sich bekannter
Weise durch Emulsionspolymerisation in einer Inertgasatmosphäre hergestellt werden,
indem das Monomer oder die Monomerenmischung in Wasser, das anionische Tenside enthält,
gegeben und anschließend der zur Polymerisation notwendige Katalysator zugesetzt wird.
Die Polymerisationstemperaturen liegen bei maximal 60 °C, wobei insbesondere während
des Reaktionszeitraumes, der durch einen exothermen Reaktionsverlauf gekennzeichnet
ist, Polymerisationstemperaturen im Bereich von 25 bis 35
° C bevorzugt werden. Zur Vervollständigung der Polymerisationsreaktion kann es zweckmäßig
sein, die Reaktionstemperatur auf maximal 60
° C zu erhöhen.
[0026] Anionische Tenside, die sich zur Verwendung in den Emulsionspolymerisationen eignen,
sind Alkali-und/oder Ammoniumsalze von C8 -22-Alkylsulfonaten, Arylsulfonaten und/oder
Alkylarylsulfonaten mit 1 bis 10 C-Atomen in den Alkylresten und/oder Alkali- und/oder
Ammoniumsalze von C
8-
22-Alkylsulfaten und/oder C
8-
22-Alkylethersulfaten, beispielsweise Natriumlaurylsulfat und/oder C
12/14-Fettalkohol • 10 Mol Ethylenoxid (EO) -sulfat, Natriumsalz, und/oder Alkali- und/oder
Ammoniumsalze von Alkylphenolsulfaten und/oder Alkylphenolethersulfaten mit 1 bis
10 C-Atomen in den Alkylresten, beispielsweise i-Nonylphenol 4 Mol EO-sulfat, Natriumsalz,
und/oder Alkali- und/oder Ammoniumsalze von Sulfobernsteinsäuremono-und/oder -diestern
und/oder Sulfobernsteinsäuremono- und/oder -diamiden. Bevorzugt eingesetzt werden
Alkalisalze von Sulfobernsteinsäurederivaten, die nach bekannten Verfahren durch Umsetzung
von Maleinsäureanhydrid 1. mit geradkettigen, verzweigtkettigen oder cyclischen, gegebenenfalls
alkoxylierten Cs -22-Alkylalkoholen oder mit gegebenenfalls alkoxylierten Alkylphenolen
oder mit geradkettigen, verzweigtkettigen oder cyclischen, gegebenenfalls alkoxylierten
Ca-
22-Alkylaminen und 2. mit Alkalihydrogensulfiten oder Alkalisulfiten zugänglich sind.
Beispiele sind die Natriumsalze von Diethylhexylsulfosuccinat, C
12/14-Fettalkohol • 3 Mol EO-sulfosuccinat, Alkylaryl 9,5 Mol EO-sulfosuccinat und/oder
Sulfobernsteinsäureamide von Kokosamin. Anionische Tenside werden in Mengen zwischen
1 und 15 Gew.-%, vorzugsweise in Mengen zwischen 3 und 10 Gew.-% - jeweils bezogen
auf das Gesamtmonomerengemisch - eingesetzt.
[0027] Als Katalysatoren (Initiatorsysteme) für die Emulsionspolymerisationen können insbesondere
die aus der europäischen Anmeldung EP-A-0 48 084 bekannten Redoxsysteme, beispielsweise
Ammoniumpersulfat in Kombination mit Ascorbinsäure oder Ammoniumpersulfat oder Kaliumpersulfat
in Kombination mit Natriumdithionit, Natriumsulfit oder Natriumthiosulfat verwendet
werden. Die Initiatorsysteme werden in Mengen von 0,05 bis 0,8 Gew.-%, vorzugsweise
in Mengen von 0,1 bis 0,5 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtmonomerengewicht,
eingesetzt.
[0028] Unter den Bedingungen der Emulsionspolymerisationen werden wäßrige Dispersionen erhalten,
die 5 bis 40 Gew.-% der erfindungsgemäß einzusetzenden Homo- und/oder Copolymeren
mit Grenzviskositäten von wenigstens 200 ml/g enthalten. In textilen Gleitmitteln
sind Homo- und/oder Copolymere in Mengen von maximal 2 Gew.-% Aktivsubstanz enthalten.
[0029] Der Begriff "textile Gleitmittel" umfaßt insbesondere Spinnpräparationen für Endlosfäden,
Primärspinnpräparationen für Stapelfasern sowie Gleitmittel für die Weiterverarbeitung,
beispielsweise Spulöle und/oder Zwirnöle.
[0030] Erfindungsgemäße textile Gleitmittel enthalten
30 bis 97 Gew.-% wasserunlösliche Glättemittel,
0,001 bis 2 Gew.-% acrylsäure- und/oder methacrylsäurealkylester-haltige Homo-und/oder
Copolymere mit Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20 °C, von wenigstens
200 ml/g
0,5 bis 69,997 Gew.-% wasserlösliche und/oder wasserdispergierbare Glättemittel, Emulgatoren,
Antistatika, Netzmittel und/oder Additive, beispielsweise pH-Wert-Regulantien, Fadenschlußmittel,
Bakterizide und/oder Korrosionsschutzmittel und
0,0015 bis 67 Gew.-% Wasser.
[0031] Besonders bevorzugt werden textile Gleitmittel, die
45 bis 95 Gew.-% wasserunlösliche Glättemittel
0,001 bis 0,5 Gew.-% acrylsäure- und/oder methacrylsäurealkylester-haltige Homo-und/oder
Copolymere mit Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20 °C, von wenigstens
200 ml/g
2 bis 54,997 Gew.-% wasserlösliche und/oder wasserdispergierbare Glättemittel, Emulgatoren,
Antistatica, Netzmittel und/oder Additive und
0,0015 bis 52 Gew.-% Wasser
enthalten.
[0032] Die erfindungsgemäßen textilen Gleitmittel können als Glättemittel beispielsweise
Mineralöle, Carbonsäureester, hergestellt aus aliphatischen Carbonsäuren mit 8 bis
22 C-Atomen und gerad-und/oder verzweigtkettigen, gegebenenfalls alkoxylierten Alkylalkoholen
mit 1 bis 22 C-Atomen, beispielsweise Isobutylstearat, n-Hexyllaurat, Methylpalmitat,
Talgfettsäure-2-ethylhexylester, Kokosfettsäuretriglyceride und/oder Trimethylolpropantripelargonat,
und/oder Polyalkylenglycole, beispielsweise Ethylenoxid/Propylenoxid-Mischpolymere
mit mittleren Molekulargewichten zwischen 600 und 6 000 und/oder Silicone enthalten.
[0033] Als Silicone sind solche mit einer Viskosität bei Raumtemperatur von 5 bis 70 mm
2/s (cSt), vorzugsweise von 10 bis 54 mm
2/s (cSt) und insbesondere von 20 bis 50 mm
2/s (cSt), wobei diese Silicon-Komponente im wesentlichen aus einem oder mehreren Silicon-Homopolymeren
und/oder Silicon- und Ethylenoxid- und/oder PropylenoxidCopolymeren mit Molekülstrukturen
besteht, die der allgemeinen chemischen Formel

entsprechen, in der
R1, R2, R3, R4 und R5 gleich oder verschieden sein können und einen einwertigen Alkylrest mit 1 bis 18
Kohlenstoff-Atomen, vorzugsweise 1 Kohlenstoff-Atom bedeuten und
m eine positive ganze Zahl ist,
p 2 oder 3 ist,
n, q und r jeweils unabhängig voneinander Null oder eine positive ganze Zahl sind
und jeder der durch die Subscripte m, n, q und r bezeichneten Molekül-Blöcke, gegebenenfalls
mit verschiedenen Werten für die Subscripte, in der tatsächlichen Struktur jedes Polymers
wiederholt werden kann, wobei die Blöcke mit den Subscripten m und n gegebenenfalls
in der Gerüstkette des Polymers statistisch miteinander durchmischt sind und die Blöcke
mit den Subscripten q und r gegebenenfalls in einer oder mehreren beliebiger Polyether-Seitenketten
statistisch miteinander durchmischt sind, die in einem einzelnen Polymer-Molekül innerhalb
der Komponente vorkommen können; geeignet.
[0034] Insbesondere bevorzugt werden Silicone, deren Silicon-Moleküle der allgemeinen Formel
I entsprechen, in der n = 0 ist und R
1, R
3 und R
5 eine Methylgruppe bedeutet.
[0035] Wenn die Silicon-Komponente als Glättemittel in den textilen Gleitmitteln miteingesetzt
werden soll, sollte sie wenigstens in Mengen von 0,02 Gew.-%, vorzugsweise wenigstens
0,05 Gew.-% und insbesondere wenigstens 0,09 Gew.-% - bezogen auf Gleitmitteln - enthalten
sein.
[0036] Bei der Aufzählung geeigneter Glättemittel wird nicht zwischen wasserunlöslichen
Glättemitteln und wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Glättemitteln unterschieden,
da dem Fachmann bekannt ist, daß die Wasserlöslichkeit von Polyalkylenglycolen, Carbonsäureestern
oder auch der Silicone, die alkoxylierte Alkylalkoholreste enthalten, vom Alkoxylierungsgrad
und von den eingesetzten Alkylenoxiden abhängt.
[0037] Als Emulgatoren, Netzmittel und/oder Antistatika kommen anionische, kationische und/oder
nichtionische Tenside in Betracht, wie Mono- und/oder Diglyceride, beispielsweise
Glycerinmono- und/oder Glycerindioleat, alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte und/oder
propoxylierte Fette, Öle, Fettalkohole mit 8 bis 24 C-Atomen und/oder C
8-
18-Alkylphenole, beispielsweise Rizinusöl, ethoxyliert mit 10 bis 40 Mol Ethylenoxid
(EO), und/oder C,
6-
18-Fettalkohole, alkoxyliert mit Ethylenoxid und/oder Propylenoxid, gewünschtenfalls
alkoxylierte C
8-
24-Fettsäuremono- und/oder -diethanolamide, beispielsweise gegebenenfalls ethoxyliertes
Ölsäuremono- und/oder - diethanolamid, Talgfettsäuremono- und/oder -diethanolamid
und/oder Kocosfettsäuremono- und/oder -diethanolamid, Alkali- und/oder Ammoniumsulfonate
von gegebenenfalls alkoxylierten C
8-
22-Alkylalkoholen, C
8-
22-Alkenylalkoholen und/oder aromatischen Alkoholen, Umsetzungsprodukte von gegebenenfalls
alkoxylierten C
4-
22-Alkylalkoholen mit Phosphorpentoxid oder Phosphoroxychlorid in Form ihrer Alkali-,
Ammonium- und/oder Aminsalze, beispielsweise Phosphorsäureester von gegebenenfalls
ethoxylierten C
12fi4-Fettalkoholen,Alkali- und/oder Ammoniumsalze von C
8-
22-Alkylsulfosuccinaten, beispielsweise Natriumdioctylsulfosuccinat und/oder Aminoxide,
beispielsweise Dimethyldodecylaminoxid.
[0038] Die erfindungsgemäßen textilen Gleitmittel können als Additive Fadenschlußmittel,
beispielsweise Fettsäuresarcoside und/oder Mischpolymerisate mit Maleinsäureanhydrid
und/oder Polyurethane gemäß DE-A-38 30 468, pH-Wert-Regulanzien, beispielsweise aliphatische
Ci-
22-Carbonsäuren und/oder Cl-4-Hydroxycarbonsäuren, wie Essigsäure, Glycolsäure und/oder
Ölsäure, Alkalihydroxide, wie Kaliumhydroxid und/oder Amine, wie Triethanolamin, Bakterizide
und/oder Korrosionsschutzmittel enthalten.
[0039] Werden die bereits beschriebenen Silicone als Glättemittel in den Gleitmitteln eingesetzt,
sollte eine ausreichende Menge einer Amin-Komponente, bestehend im wesentlichen aus
einem oder mehreren Aminen mit HLB-Werten von nicht mehr als 8, vorzugsweise von nicht
mehr als 5,7 in dem Gleitmittel enthalten sein, um unerwünschte Trübungen oder Ausfällungen
von Feststoffen zu vermeiden. Vorzugsweise beträgt die Menge an zugesetzter Amin-Komponente
wenigstens 0,5 Gew.-%, bevorzugt wenigstens 1 Gew.-% und insbesondere wenigstens 2,8
Gew.-%, bezogen auf Gleitmittel.
[0040] Ein besonders bevorzugtes Amin-Gemisch kann durch Kondensieren von Talg-Aminen mit
einem Mittel von 2 Mol Ethylenoxid auf 1 Mol hergestellt werden und wird im folgenden
als "TAM-2" bezeichnet. Obgleich die Amin-Komponente an sich Alkalihydroxide als pH-Regulanz
mit korrosionsinhibierenden und gewissen antistatischen Eigenschaften ersetzen kann,
ist es oft von Vorteil, beide Komponenten einzusetzen, wenn die oben beschriebenen
Silicone zugegen sind. Die Gesamtmenge der anwesenden Stoffe, einschließlich der Amine
und gegebenenfalls vorhandener Alkalimetallhydroxide, sollte gemeinsam ausreichen,
um jegliche in der gesamten Gleitmittel-Zusammensetzung vorhandenen saure Stoffe wie
Carbonsäuren zu neutralisieren.
[0041] Ein weiterer üblicher und oft bevorzugter wahlfreier Bestandteil ist eine partiell
veresterte Phosphorsäure, etwa der Mono- und/oder Dioctylester der Phosphorsäure.
Wenn solche partiell veresterte(n) Phosphorsäure(n) eingearbeitet werden, beträgt
ihre Menge wenigstens 0,5 Gew.-%, vorzugsweise 1 Gew.- %, bezogen auf Gleitmittel.
[0042] Wasserlösliche und/oder wasserdispergierbare Glättemittel, Emulgatoren, Antistatika,
Netzmittel und/oder Additive können in jedem Mischungsverhältnis zueinander in den
erfindungsgemäßen textilen Gleitmitteln eingesetzt werden. Üblicherweise liegt jedoch
der Gehalt an Additiven in textilen Gleitmitteln nicht oberhalb von 10 Gew.-%.
[0043] Die Einarbeitung von acrylat- und/oder methacrylathaltigen Homo- und/oder Copolymeren
mit Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20
°C, von mindestens 200 ml/g, die in Form wäßriger Dispersionen vorliegen, in textile
Gleitmittel wird erfindungsgemäß in der Weise durchgeführt, daß die Polymerdispersionen
textilen Gleitmitteln unter Rühren bei Temperaturen zwischen 15 und 80
° C unter Normaldruck zugesetzt werden. Bereits während der Zugabe der Polymeren verteilen
sich diese homogen in den Gleitmitteln. Um das Auflösen der Polymerpartikel zu beschleunigen,
kann es zweckmäßig sein, die Gleitmittel, gewünschtenfalls ohne zu rühren, auf 40
bis 100
° C zu erwärmen. Gewünschtenfalls kann der Wassergehalt der erhaltenen erfindungsgemäßen
Gleitmittel mittels Destillation reduziert werden.
[0044] Die Applikation von Spinnpräparationen sowie von Gleitmitteln für die Weiterverarbeitung,
beispielsweise Spulöle, die als Polymerverbindungen acrylat- und/oder methacrylathaltige
Homo- und/oder Copolymere mit Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydrofuran bei 20
°C, von wenigstens 200 ml/g enthalten, erfolgt in bekannter Weise, zum Beispiel mit
Hilfe von Präparationswalzen oder Dosierpumpen. Die Auftragsmenge von Spinnpräparationen
oder Gleitmitteln für die Weiterverarbeitung in unverdünnter Form oder in Form wäßriger
Emulsionen liegt zwischen 0,05 und 5 Gew.-% Aktivsubstanz, bezogen auf das Gewicht
des Fasermaterials. Fasermaterialien aus beispielsweise Polyester, Polyamid, Polypropylen
und/oder Polyacryl lassen sich mit den erfindungegemäßen textilen Gleitmitteln behandeln.
[0045] Die erfindungsgemäßen textilen Gleitmittel sind flüssig und zeigen Fadenbildung,
wenn bei 20
° C ein in unverdünnte textile Gleitmittel eingetauchter Glasstab wieder herausgezogen
wird. Gegenüber den bekannten polymerhaltigen textilen Gleitmitteln mit bereits verbessertem
Abspritzverhalten wird bei der Faserherstellung und/oder -verarbeitung die Haftung
auf der Faseroberfläche und damit das Abspritzverhalten bei Einsatz erfindungsgemäßer
textiler Gleitmittel deutlich verbessert.
[0046] Acrylat- und/oder methacrylathaltige Homo- und/oder Copolymere mit Grenzviskositäten,
gemessen in Tetrahydrofuran bei 20 °C, von wenigstens 200 ml/g, lassen sich problemlos
in textile Gleitmittel einarbeiten. Gegenüber den üblicherweise verwendeten Polyolefinen
haben die erfindungsgemäß einzusetzenden Polymeren den Vorteil, daß sie auch in den
aus Umweltschutzgründen zu favorisierenden carbonsäureesterhaltigenGleitmitteln löslich
sind.
Beispiele
1. Herstellung von acrylat- und/oder methacrylathaltigen Homo- und/oder Copolymeren
Beispiel 1.1 - 1.9
[0047] In eine Rührapparatur, bestehend aus einem Vierhalskolben mit Rührer, Thermometer,
2 Tropftrichtern und einer Stickstoffeinleitung, wurden 400 g entmineralisiertes Wasser,
6,7 g Disponil
R SUS 875 (75 %iges Diethylhexylsulfosuccinat, Natriumsalz; Hersteller: Henkel KGaA)
und 100 g Monomere eingefüllt. In den einen Tropftrichter wurden 0,1 g Ammoniumpersulfat,
gelöst in 3 ml Wasser, und in den anderen Tropftrichter 0,15 g Ascorbinsäure, gelöst
in 3 ml Wasser, gegeben. Danach wurde die Rührapparatur entlüftet. Während der Polymerisation
wurde ein Stickstoffstrom durch die Apparatur geleitet. Zu der auf etwa 28
° C erwärmten monomerhaltigen, wäßrigen Mischung wurde zunächst die wäßrige, ammoniumpersulfat-haltige
Lösung und anschließend die wäßrige, ascorbinsäure-haltige Lösung getropft. Während
der etwa 2-stündigen, exotherm verlaufenden Polymerisationsreaktion wurde eine Temperatur
von 35 °C nicht überschritten. Nach 2 Stunden wurden 0,05 g Ammoniumpersulfat, gelöst
in 3 ml Wasser und 0,075 g Ascorbinsäure, gelöst in 3 ml Wasser nacheinander zugegeben
und bei 60 °C die Polymerisation eine Stunde fortgesetzt. Es wurden 20 gew.-%ige,
koagulat-freie Emulsionen erhalten.
[0048] In Tabelle 1 sind die eingesetzten Monomeren sowie die Grenzviskositäten der erhaltenen
Homo- und Copolymeren 1.1 bis 1.9 angegeben.
Beispiel 2.1 - 2.3
[0049] In eine Rührapparatur, bestehend aus einem Dreihalskolben mit Rührer, Thermometer,
Tropftrichter und Stickstoffeinleitung, wurden 388 g entmineralisiertes Wasser, 8,3
g Disponil
R SUS 90 (30 %iges Natriumalkylaryl-9,5 EO-Sulfosuccinat; Hersteller: Henkel KGaA),
8,3 g 30 %iges C
12/14-Fettalkohol-10 EO-Sulfat, Natriumsalz sowie 100 g einer Monomeren-Mischung eingefüllt.
Zuletzt wurden 0,1 g Ammoniumpersulfat zugesetzt. In den Tropftrichter wurden 0,15
g Ascorbinsäure, gelöst in 1 ml Wasser, gegeben. Danach wurde die Rührapparatur entlüftet.
Während der Polymerisation wurde ein Stickstoffstrom durch die Apparatur geleitet.
Zu der auf etwa 29 °C erwärmten monomerhaltigen, persulfathaltigen, wäßrigen Mischung
wurde die wäßrige ascorbinsäure-haltige Lösung getropft. Während der etwa 1-stündigen,
exotherm verlaufenden Polymerisationsreaktion wurde eine Temperatur von 30 °C nicht
überschritten. Anschließend wurde die Polymersisation 1 Stunde bei 60
° C unter Rühren fortgesetzt. Es wurden 20 gew.- %ige, koagulat-freie Emulsionen erhalten.
[0050] In Tabelle 1 sind die eingesetzten Monomeren sowie die Grenzviskositäten der erhaltenen
Copolymeren 2.1 - 2.3 angegeben.

2. Herstellung textiler Gleitmittel und deren Verwendung
Beispiel A
[0051] Zu 995 g eines textilen Gleitmittels, bestehend aus 78,5 Gew.-% i-Butylstearat, 5
Gew.-% Oleyl/Cetylalkohol • 5 Mol EO, 2,2 Gew.-% Kokosfettsäuremonoethanolamid • 4
Mol EO, 0,8 Gew.-% Ölsäure, 6 Gew.-% sekundärem Fettalkohol 3 Mol EO (Tergitol
R 15S3, Hersteller: Union Carbide), 6 Gew.- % sekundärem Fettalkohol 7 Mol EO (Tergitol
R 1557, Hersteller: Union Carbide) und 1,5 Gew.-% Wasser, wurden unter Rühren (maximale
Rührgeschwindigkeit eines Kopfrührers mit Propellerührer) bei 20 °C 5 g der nach Beispiel
1b hergestellten Polymeremulsion gegeben. Nach 30 Sekunden hatte sich die Polymeremulsion
gleichmäßig verteilt, und eine klare Lösung war entstanden. Danach wurde die Rührgeschwindigkeit
so weit wie möglich reduziert und das textile Gleitmittel auf 60 °C erwärmt, um das
Auflösen der Polymerpartikel zu beschleunigen.
[0052] Das erhaltene Gleitmittel wurde als Spulöl auf ein texturiertes Polyestergarn in
einer Auflage von 1,5 Gew.-% appliziert. An der ersten Stelle nach dem Gleitmittelauftrag,
an der das Faserbündel seine Laufrichtung änderte, wurde die abgespritzte Menge gesammelt
und gewogen. Im Vergleich zu dem Gleitmittel ohne Polymerzusatz wurde die abgespritzte
Menge an polymerhaltigem Gleitmittel um 82 % reduziert.
Beispiel B
[0053] Analog Beispiel A wurde ein polymerhaltiges Gleitmittel aus 995 g eines Gleitmittels,
bestehend aus 85 Gew.-% n-Hexyllaurat, 6 Gew.-% Mono/Diphosphatgemisch von Laurylalkohol
6 Mol EO, Monoethanolaminsalz, 4 Gew.-% sekundärem Fettalkohol 3 Mol EO und 5 Gew.-%
sekundärem Fettalkohol 7 Mol EO, und 5 g einer gemäß Beispiel 1 c hergestellten Polymeremulsion
hergestellt.
[0054] Das erhaltene Gleitmittel wurde als Spulöl während des Umspulens auf ein Polyamidgarn
in einer Auflage von 1 Gew.-% appliziert. An der ersten Stelle nach dem Gleitmittelauftrag,
an der das Faserbündel seine Laufrichtung änderte, wurde die abgespritzte Menge gesammelt
und gewogen. Im Vergleich zu dem Gleitmittel ohne Polymerzusatz wurde mit dem polymerhaltigen
Gleitmittel eine Reduzierung der abgespritzten Menge von 94 % erzielt.
Beispiel C
[0055] Analog Beispiel A wurde ein polymerhaltiges Gleitmittel aus 995 g eines Gleitmittels,
bestehend aus 55 Gew.-% Trimethylolpropantripelargonat, 10 Gew.-% Arylsulfonat, Natriumsalz,
6 Gew.-% Ölsäure, 2 Gew.-% Triethanolamin, 15 Gew.-% Oleyl/Cetylalkohol • 5 Mol EO,
6 Gew.-5 Rizinusöl • 30 Mol EO und 6 Gew.-% Wasser, und 5 g einer gemäß Beispiel 1
g hergestellten Polymeremulsion hergestellt.
[0056] 100 g des polymerhaltigen Gleitmittels wurden in 900 g Wasser eingerührt und die
erhaltene Emulsion unmittelbar nach dem Verspinnen auf ein Polyestergarn in einer
Auflage von 1,5 Gew.-% appliziert. An der ersten Stelle nach dem Gleitmittelauftrag,
an der das Faserbündel seine Laufrichtung änderte, wurde die abgespritzte Menge gesammelt
und gewogen. Im Vergleich zu dem Gleitmittel ohne Polymerzusatz wurde mit dem polymerhaltigen
Gleitmittel eine Reduzierung der abgespritzten Menge von 33 % erzielt.
Beispiel D
[0057] Analog Beispiel A wurde ein polymerhaltiges Gleitmittel aus 995 g eines Gleitmittels,
bestehend aus 60 Gew.-% i-Butylstearat, 10 Gew.-% Ölsäure, 8 Gew.-% Mono/Diphosphatgemisch
von Laurylalkohol, 5 Gew.- % sekundärem Fettalkohol 9 Mol EO (Tergitol
R 15S9, Hersteller: Union Carbide), 4 Gew.-% Natriumdioctylsulfosuccinat, 6 Gew.-%
Oleyl/Cetylalkohol • 5 Mol EO und 7 Gew.-% einer 47 gew.-%igen Kalilauge, und 5 g
einer gemaß Beispiel 1 h hergestellten Polymeremulsion, hergestellt.
[0058] Aus dem polymerhaltigen Gleitmittel wurde eine 15 gew-%ige wäßrige Emulsion hergestellt,
indem 150 g dieses Gleitmittels in 850 g Wasser eingerührt wurden. Die erhaltene Emulsion
wurde unmittelbar nach dem Verspinnen auf ein Polyestergarn in einer Auflage von 1,5
Gew.-% appliziert. An der ersten Stelle nach dem Gleitmittelauftrag, an der das Faserbündel
seine Laufrichtung änderte, wurde die abgespritzte Menge gesammelt und gewogen. Im
Vergleich zu dem Gleitmittel ohne Polymerzusatz wurde mit dem polymerhaltigen Gleitmittel
eine Reduzierung der abgespritzten Menge von 38 % erzielt.
Beispiel E
[0059] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend aus 39,09 Gew.-% Pelargonsäureester
von Methanol 400 Mol EO, 30,75 Gew.-% des Diethanolamin("DEA")-Salzes von Octyldecylphosphat,
6,79 Gew.-% des natürlichen Gemischs von C
12-18-Alkoholen • 9 Mol EO und als Rest Wasser wurde die nach Beispiel 1.9 hergestellte
Polymer-Emulsion in einer Menge, die 1 Gew.-% des Basis-Gleitmittels entsprach, hinzugefügt,
und die Mischung wurde 24 h stehen gelassen. Die Mischung war dann klar bis leicht
trübe und geeignet für eine Verwendung als schleuderfestes Textilgleitmittel mit ausgezeichneter
Schmälzwirkung.
Beispiel F
[0060] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend aus 48,8 Gew.-% C
8-10-Fettsäuren • 9 Mol EO, 14,3 Gew.-% von hydriertem Kokosöl abgeleiteten Fettsäuren
9 Mol EO, 16,1 Gew.-% Laurinsäureester von Methanol 385 Mol EO, 10,1 Gew.-% Mono-
und Diester der Phosphorsäure und Tridecylalkohol 6 Mol EO, 2,7 Gew.-% Triethanolamin
und als Rest Wasser wurde eine Menge der nach Beispiel 1.9 hergestellten Emulsion,
die 1 Gew.-% des Basis-Gleitmittels entsprach, hinzugefügt, und die Mischung wurde
24 h stehen gelassen. Die Mischung war dann vollständig klar und geeignet für eine
Verwendung als schleuderfestes Textilgleitmittel mit ausgezeichneter Schmälzwirkung.
Beispiel G
[0061] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend vollständig aus Pelargonsäureester
von Methanol 400 Mol EO wurde eine Menge der nach Beispiel 1.9 hergestellten Emulsion,
die 1 Gew.-% des Basis-Gleitmittels entsprach, hinzugefügt, und die Mischung wurde
24 h stehen gelassen. Die Mischung war dann vollständig klar und geeignet für eine
Verwendung als schleuderfestes Textilgleitmittel mit ausgezeichneter Schmälzwirkung.
Beispiel H
[0062] Für dieses Beispiel bestand das Basis-Gleitmittel vollständig aus flüssigen Oligomeren
des 1-Decens. Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Gleitmittels wurde eine Probe
des Basis-Gleitmittels mit etwa 10 Gew.-% 2-Propanol und 1 Gew.-% der nach dem vorstehenden
Beispiel 1.9 hergestellten Emulsion vermischt. Die Mischung wurde dann ausreichend
erhitzt, um im wesentlichen das gesamte 2-Propanol und Wasser (aus der Emulsion) zu
entfernen. Die Mischung war dann vollständig klar und geeignet für eine Verwendung
als schleuderfestes Textilgleitmittel mit ausgezeichneter Schmälzwirkung.
Beispiel 1
[0063] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend aus 66 Gew.-% Butylstearat, 3,9 % Polyetheralkoholen,
die durch Kondensation von 9 Mol Propylenoxid ("PO") und anschließende Kondensation
von 5,5 Mol EO mit technischen C,6-,8-Fettalkoholen hergestellt worden waren, 10,4
Gew.-% Kalium-Salzen gemischter Mono- und Diester der Phosphorsäure mit Hexanol, 4,9
Gew.-% Nonylphenol 6 Mol EO, 9,7 Gew.-% Ölsäure, 2,9 Gew.-% Natrium-Salz des Dioctylsulfosuccinats
und 2,2 Gew.-% 45-proz. wäßrigem Kaliumhydroxid wurde eine Menge der nach Beispiel
1.3 hergestellten Emulsion, die 1 Gew.-% des Basis-Gleitmittels entsprach, hinzugefügt,
und die Mischung wurde 24 h stehen gelassen. Die Mischung war dann vollständig klar
und geeignet für eine Verwendung als schleuderfestes Textilgleitmittel mit ausgezeichneter
Schmälzwirkung.
Beispiel J
[0064] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend aus 87,25 Gew.-% Mineralöl, 3,00 Gew.-%
Nonylphenol 6 Mol EO, 6,00 Gew.-% eines Gemischs von C
12-
14-Alkoholen natürlicher Herkunft 3 Mol EO, 2,00 Gew.- % Isoölsäure 400 Mol EO, 1,25
Gew.-% Ölsäure und 0,50 Gew.-% Wasser wurde eine Menge der nach Beispiel 1.3 hergestellten
Emulsion, die 1 Gew.-% des Basis-Gleitmittels entsprach, hinzugefügt, und die Mischung
wurde 24 h stehen gelassen. Die Mischung war dann vollständig klar und geeignet für
eine Verwendung als schleuderfestes Textilgleitmittel mit ausgezeichneter Schmälzwirkung.
Beispiel K
[0065] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend aus 65,5 Gew.-% Poly(ethylenglycol)
mit einem Zahlenmittel von 400 Monomer-Einheiten pro Polymer-Molekül, 34,4 Gew.-%
Fettsäuren aus natürlichem Kokosöl und 0,1 Gew.-% 85-proz. wäßriger Phosphorsäure
wurde eine Menge der nach Beispiel 1.9 hergestellten Emulsion, die 1 Gew.-% des Basis-Gleitmittels
entsprach, hinzugefügt, und die Mischung wurde 24 h stehen gelassen. Die Mischung
war dann vollständig klar und geeignet für eine Verwendung als schleuderfestes Textilgleitmittel
mit ausgezeichneter Schmälzwirkung.
Beispiel L
[0066] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend aus 74,35 Gew.-% Methylestern des aus
natürlichem Talg erhaltenen Fettsäure-Gemischs, 1,14 Gew.-% gemischten Mono- und Diisooctyl-Estern
der Phosphorsäure, 10,63 Gew.-% eines Gemischs technischer C
12-14-Fettalkohole • 3 Mol EO , 6,37 Gew.-% Polyetheralkoholen, die durch Kondensation
eines Mittels von 9 Mol PO und anschließende Kondensation eines Mittels von 5,5 Mol
EO mit technischen C
16-18-Fettalkoholen hergestellt worden waren, 2,00 Gew.-% Estern der Isoölsäure, 1,25 Gew.-%
Ölsäure, 0,10 Gew.-% eines technischen Dimethylsilicon-Polymer-Fluids mit einer Viskosität
von 50 mm
2/s (cSt), 0,86 Gew.-% einer Lösung von 45-Gew.-% Kaliumhydroxid in Wasser, 3,00 Gew.-%
eines Gemischs veretherter Amine, das durch Kondensation eines Amin-Gemischs, das
der Mischung der Fettsäuren in natürlichem Talg entsprach, mit einem Mittel von 2
Mol EO pro 1 Mol Amin erhalten worden war, wurden 0,30 Gew.-% der nach Beispiel 1.3
hergestellten Emulsion hinzugefügt. Die anfangs erhaltene Mischung war leicht getrübt.
Die Trübung konnte durch Zusatz von 0,3 Gew.-% Wasser zur anfangs erhaltenen Mischung
praktisch beseitigt werden, wodurch ein schleuderfestes Gleitmittel von hoher Güte
erhalten wurde.
Beispiel M
[0067] Analog Beispiel L, jedoch mit der Abweichung, daß technisches Isobutylstearat an
Stelle des Gemischs der Methylester eingesetzt wurde, erhielt man ein klares schleuderfestes
Gleitmittel von hoher Güte, das keinerlei Zusatz wie etwa das in Beispiel L verwendete
Wasser benötigte.
Beispiel M-2
[0068] Analog Beispiel M, jedoch mit der Abweichung, daß gemischte Ester von C
8-10-Alkoholen mit Cs-io-Fettsäuren das Isobutylstearat ersetzten, wurde ein Gleitmittel
von der gleichen Qualität wie in Beispiel M erhalten.
Beispiel N
[0069] Analog Beispiel L, jedoch mit der Abweichung, daß ein flüssiges Gemisch aus Oligomeren
des 1-Decens an Stelle des Gemischs der Methylester eingesetzt wurde, erhielt man
ein klares schleuderfestes Gleitmittel von hoher Güte, das keinerlei Zusatz wie etwa
das in Beispiel L verwendete Wasser benötigte.
Beispiel 0
[0070] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend aus 72,0 Gew.-% Pelargonsäureestern
von Methanol 385 Mol EO, 11,7 Gew.-% Butylstearat, 6,3 Gew.-% eines statistisch alkoxylierten
Butanols mit einem Mittel des Molekulargewichts von etwa 4 400 (UCON(
R) 50-HB-5100 von Union Carbide Corp.) und 10,0 Gew.-% styroliertem Phenol 9 Mol EO,
wurde eine Menge der nach Beispiel 1.9 hergestellten Emulsion, die 1 Gew.-% des Basis-Gleitmittels
entsprach, hinzugefügt, und die Mischung wurde 24 h stehen gelassen. Die Mischung
war dann trübe, blieb jedoch homogen und war geeignet für eine Verwendung als schleuderfestes
Textilgleitmittel mit ausgezeichneter Schmälzwirkung.
Beispiel P
[0071] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend aus Pelargonsäureestern von Methanol
300 Mol EO wurde eine Menge der nach Beispiel 1.9 hergestellten Emulsion, die 1 Gew.-%
des Basis-Gleitmittels entsprach, hinzugefügt, und die Mischung wurde 24 h stehen
gelassen. Die Mischung war dann leicht getrübt, blieb jedoch homogen und war geeignet
für eine Verwendung als schleuderfestes Textilgleitmittel mit ausgezeichneter Schmälzwirkung.
Beispiel Q
[0072] Zu einem textilen Basis-Gleitmittel bestehend aus technischer Laurinsäure 9 Mol EO
wurde eine Menge der nach Beispiel 1.9 hergestellten Emulsion, die 1 Gew.-% des Basis-Gleitmittels
entsprach, hinzugefügt, und die Mischung wurde 24 h stehen gelassen. Die Mischung
war dann leicht getrübt, blieb jedoch homogen und war geeignet für eine Verwendung
als schleuderfestes Textilgleitmittel mit ausgezeichneter Schmälzwirkung.
1. Textile Gleitmittel auf Basis von Glättemitteln, Emulgatoren, Antistatika und/oder
Netzmitteln mit einem Gehalt an Polymerverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß diese
enthalten
30 bis 97 Gew.-% wasserunlösliche Glättemittel
0,001 bis 2 Gew.-% acrylsäure- und/oder methacrylsäurealkylesterhaltige Homo- und/oder
Copolymere mit Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydroforan bei 20 °C, von wenigstens
200 ml/g und die als Monomere
A. 100 bis 30 Gew.-% Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 1 bis 22 C-Atomen
in den einwertigen Alkylalkoholresten und
B. 0 bis 70 Gew.-% Monomere aus einer oder mehreren der folgenden Gruppen:
ungesättigte, aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis 5 C-Atomen und/oder deren Amide,
Styrole und/oder Alkylstyrole mit 1 bis 4 C-Atomen in den Alkylresten, Acrylnitril,
Vinylester aliphatischer C1 -18-Carbonsäuren und/oder
aminogruppenhaltige Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 2 bis 6 C-Atomen
in den Alkylresten
0,5 bis 69,997 Gew.-% wasserlösliche und/oder wasserdispergierbare Glättemittel, Emulgatoren,
Antistatika, Netzmittel und/oder Additive, beispielsweise pH-Wert-Regulantien, Fadenschlußmittel,
Bakterizide und/oder Korrosionsschutzmittel und
0,0015 bis 67 Gew.-% Wasser.
2. Textile Gleitmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Homo- und/oder
Copolymere als Monomere 100 bis 40 Gew.-% Monomere aus Gruppe A und 0 bis 60 Gew.-%
Monomere aus Gruppe B enthalten.
3. Textile Gleitmittel nach einem oder beiden der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet,
daß Homo-und/oder Copolymere als Monomere A Acrylsäure-und/oder Methacrylsäurealkylester
mit 1 bis 18 C-Atomen, vorzugsweise mit 1 bis 12 C-Atomen in den einwertigen Alkylalkoholresten
enthalten.
4. Textile Gleitmittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß Copolymere als Monomere B ungesättigte aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis 5 C-Atomen
enthalten.
5. Textile Gleitmittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß Homo- und/oder Copolymere Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydroforan bei 20
°C von wenigstens 400 ml/g, vorzugsweise von wenigstens 600 ml/g besitzen.
6. Textile Gleitmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
textile Gleitmittel verwendet werden, die als Glättemittel
(i) wenigstens 0,02 Gew.-% einer Silicon-Komponente mit einer Viskosität bei Raumtemperatur
von 5 bis 70 mm2/s (cSt), wobei diese Silicon-Komponente im wesentlichen aus Molekülen mit Molekülstrukturen
besteht, die der allgemeinen chemischen Formel

entsprechen, in der
R1, R2, R3, R4 und R5 gleich oder verschieden sein können und einen einwertigen Alkylrest mit 1 bis 18
Kohlenstoff-Atomen, bedeuten und
m eine positive ganze Zahl ist,
p 2 oder 3 ist,
n, q und r jeweils unabhängig voneinander Null oder eine positive ganze Zahl sind
und
jeder der durch die Subscripte m, n, q und r bezeichneten Molekül-Blöcke, gegebenenfalls
mit verschiedenen Werten für die Subscripte, in der tatsächlichen Struktur jedes Polymers
wiederholt werden kann, wobei die Blöcke mit den Subscripten m und n gegebenenfalls
in der Gerüstkette des Polymers statistisch miteinander durchmischt sind und die Blöcke
mit den Subscripten q und r gegebenenfalls in einer oder mehreren beliebiger Polyether-Seitenketten
statistisch miteinander durchmischt sind, die in einem einzelnen Polymer-Molekül innerhalb
der Komponente vorkommen können; enthalten.
7. Verfahren zur Herstellung textiler Gleitmittel auf Basis von Glättemitteln, Emulgatoren,
Antistatika und/oder Netzmitteln mit einem Gehalt an Polymerverbindungen, dadurch
gekennzeichnet, daß die als Polymerverbindungen einzusetzenden Homo- und/oder Copolymeren,
die Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydroforan bei 20
° C, von wenigstens 200 ml/g besitzen und die als Monomere
A. 100 bis 30 Gew.-% Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 1 bis 22 C-Atomen
in den einwertigen Alkylalkoholresten und
B. 0 bis 70 Gew.-% Monomere aus einer oder mehreren der folgenden Gruppen:
ungesättigte aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis 5 C-Atomen und/oder deren Amide,
Styrol und/oder Alkylstyrole mit 1 bis 4 C-Atomen in den Alkylresten Acrylnitril,
Vinylester aliphatischer C1 -, 8-Carbonsäuren und/oder
aminogruppen-haltige Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 2 bis 6 C-Atomen
in den Alkylresten
enthalten, in Mengen von 0,001 bis 2 Gew.- % in Form wäßriger Dispersionen textilen
Gleitmittel unter Rühren bei Temperaturen zwischen 15 und 80
° C unter Normaldruck zugesetzt werden.
8. Verwendung von Homo- und/oder Copolymeren, die Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydroforan
bei 20
° C, von wenigstens 200 ml/g besitzen und die als Monomere
A. 100 bis 30 Gew.-% Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 1 bis 22 C-Atomen
in den einwertigen Alkylalkoholresten und
B. 0 bis 70 Gew.-% Monomere aus einer oder mehreren der folgenden Gruppen:
ungesättigte aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis 5 C-Atomen und/oder deren Amide,
Styrol und/oder Alkylstyrole mit 1 bis 4 C-Atomen in den Alkylresten,
Acrylnitril,
Vinylester aliphatischer C1-18-Carbonsäuren und/oder
aminogruppen-haltige Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester mit 2 bis 6 C-Atomen
in den Alkylalkoholresten
enthalten, in textilen Gleitmitteln in Mengen von 0,001 bis 2 Gew.-% zur Verminderung
des Abschleuderns textiler Gleitmittel von der Faseroberfläche während der Faserherstellung
und/oder -verarbeitung.
9. Verwendung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß Homo-und/oder Copolymere,
die als Monomere 100 bis 40 Gew.-% Monomere aus Gruppe A und 0 bis 60 Gew.-% Monomere
aus Gruppe B enthalten, verwendet werden.
10. Verwendung nach einem oder beiden der Ansprüche 8 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß Homo-und/oder Copolymere, die als Monomere A Acrylsäure- und/oder Methacrylsäurealkylester
mit 1 bis 18 C-Atomen, vorzugsweise mit 1 bis 12 C-Atomen in den einwertigen Alkylalkoholresten
enthalten, verwendet werden.
11. Verwendung nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß Copolymere, die als Monomere B ungesättigte aliphatische Carbonsäuren mit 3 bis
5 C-Atomen enthalten, verwendet werden.
12. Verwendung nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß Homo-und/oder Copolymere mit Grenzviskositäten, gemessen in Tetrahydroforan bei
20 °C, von wenigstens 400 ml/I, vorzugsweise von wenigstens 600 ml/g verwendet werden.
1. Agents lubrifiants à base d'agents de lissage, d'agents émulsionnants, d'agents
antistatiques et/ou d'agents mouillants, ayant une teneur en composés polymères caractérisés
en ce que ceux-ci contiennent :
30 à 97 % d'agent de lissage insolubles dans l'eau,
0,001 à 2 % en poids d'homo- et/ou de copolymères renfermant des esters d'alcoyle
d'acide acrylique et/ou d'acide méthacrylique avec des viscosités limites mesurées
dans le tétrahydrofuranne à 20 ° C, d'au moins 200 ml/g et qui renferment comme monomères :
A. de 100 à 30 % en poids d'ester d'alcoyle d'acide acrylique et/ou d'acide méthacrylique
ayant de 1 à 22 atomes de carbone dans les radicaux d'alcoylalcool monovalents et,
B. de 0 à 70 % en poids de monomères choisis dans un ou plusieurs des groupes suivants
:
- acides carboxyliques aliphatiques, non saturés ayant de 3 à 5 atomes de carbone
et/ou leurs amides.
- styrène et/ou des alcoylstyrènes ayant de 1 à 4 atomes de carbone dans les radicaux
alcoyle, nitrile crylique, un ester de vinyle d'acide carboxylique aliphatique en
Ci à C18 et/ou des esters alcoylés d'acide acrylique et/ou d'acide méthacrylique contenant
des groupes amines ayant de 2 à 6 atomes de carbone dans les radicaux alcoyle,
0,5 à 69,997 % en poids d'agents de lissage solubles dans l'eau et/ou dispersibles
dans l'eau, des agents émulsionnants, des agents antistatiques, des agents mouillants,
et/ou des additifs, par exemple des régulateurs de valeur de pH, des agents de terminaison
du fil, des bactéricides et/ou des agents de protection contre la corrosion et,
0,0015 à 67 % en poids d'eau.
2. Agents lubrifiants pour textiles selon la revendication 1, caractérisés en ce que
les homo- et/ou les copolymères renferment en tant que monomères, de 100 à 40 % en
poids de monomères choisis dans le groupe A et de 0 à 60 % en poids de monomères choisis
dans le groupe B.
3. Agents lubrifiants pour textile selon l'une ou les deux revendications 1 à 2, caractérisés
en ce que les homo- et/ou copolymères renferment en tant que monomères A des esters
d'alcoyle d'acide acrylique et/ou méthacrylique ayant de 1 à 18 atomes de carbone,
de préférence de 1 à 12 atomes de carbone dans les radicaux alcoylalcool monovalents.
4. Agents lubrifiants pour textile selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à
3, caractérisés en ce que les copolymères renferment comme monomères B des acides
carboxyliques aliphatiques non saturés avec 3 à 5 atomes de C.
5. Agents lubrifiants pour textiles selon l'une ou plusieurs des revendications 1
à 4, caractérisés en ce que les homo- et/ou copolymères possèdent des viscosités limites
mesurées dans le tétrahydrofuranne à 20°C, d'au moins 400 ml/g, de préférence d'au
moins 600 ml/g.
6. Agents lubrifiants textiles selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisés
en ce que l'on utilise des agents lubrifiants textiles qui renferment comme agents
de lissage :
1- Au moins 0,02 % en poids d'un composant siliconé ayant une viscosité à température
ambiante, de 5 à 70 mm"/s (cSt) dans lesquels ce composant siliconé est constitué
essentiellement de molécules ayant les structures moléculaires qui correspondent à
la formule générale chimique :

dans laquelle R1, R2, R3, R4 et R5 peuvent être identiques ou différents, et signifient un radical alcoyle univalent
ayant de 1 à 18 atomes de carbone, et
m est un nombre entier positif,
p est 2 ou 3
n, q et r respectivement indépendamment l'un de l'autre sont égaux à zéro ou à un
nombre positif entier et chacun des blocs de molécules désignés par les références
inférieures, le cas échéant avec différentes valeurs pour les références inférieures
peut être répété dans la structure effective de chaque polymère, blocs parmi lesquels
ceux avec les références m et n le cas échéant sont mélangés dans la chaîne de squelette
du polymère l'un avec l'autre d'une manière statistique et ceux avec les références
q et r sont mélangés le cas échéant d'une manière statistique l'un avec l'autre dans
une ou plusieurs chaînes latérales de polyéthers quelconques, qui peuvent se présenter
dans une molécule individuelle de polymère à l'intérieur des composants.
7. Procédé d'obtention d'agent lubrifiant de textiles à base d'agents de lissage,
d'agents émulsionnants, d'agents antistatiques, et/ou d'agents mouillants ayant une
teneur en composés polymères, caractérisé en ce que les homo- et/ou copolymères à
mettre en oeuvre comme composés polymères qui possèdent des viscosités limites mesurées
dans le tétrahydrofuranne à 20
° C, d'au moins 200 ml/g et qui contiennent comme monomères :
A. de 100 à 30 % en poids d'ester d'alcoyle d'acide acrylique et/ou méthacrylique
avec de 1 à 22 atomes de carbone dans les radicaux alcoylalcool univalents et
B. de 0 à 70 % en poids de monomères choisis dans un ou plusieurs des groupes suivants
:
- acides carboxyliques aliphatiques non saturés ayant de 3 à 5 atomes de carbone et/ou
leurs amides,
- styrène et/ou alcoylstyrènes avec de 1 à 4 atomes de carbone dans les radicaux alcoyle,
- nitrile acrylique
- ester de vinyle d'acide carboxylique aliphatique en Ci à C18 et/ou
- esters d'alcoyle d'acide acrylique et/ou méthacrylique ayant de 2 à 6 atomes de
carbone dans les radicaux alcoyle, contenant des groupes aminés
sont ajoutés en quantités allant de 0,001 à 2 % en poids, sous forme de dispersions
dans l'eau d'agent lubrifiant pour textiles sous agitation à des températures comprises
entre 15 et 80 °C sous pression normale.
8. Utilisation d'homo- et/ou de copolymères qui possèdent une viscosité limite mesurée
dans le tétrahydrofuranne à 20
° C, d'au moins 200 ml/g et qui renferment comme monomères.
A. de 100 à 30 % en poids d'esters d'alcoyle d'acide acrylique et/ou d'acide méthacrylique
ayant de 1 à 22 atomes de carbone dans les radicaux alcoylalcool univalents, et
B. de 0 à 70 % en poids des monomères choisis dans l'un ou plusieurs des groupes suivants
:
- acides carboxyliques aliphatiques non saturés ayant de 3 à 5 atomes de carbone et/ou
leurs amides
- styrène et/ou alcoylstyrènes ayant de 1 à 4 atomes de carbone dans les radicaux
alcoyle.
- nitrile acrylique
- esters de vinyle d'acide carboxylique en Ci à C18 aliphatiques et/ou
- esters d'alcoyle d'acide acrylique et/ou méthacrylique renfermant des groupes amine,
ayant de 2 à 6 atomes de carbone dans les radicaux alcoylalcool,
dans des agents lubrifiants de textiles en quantités allant de 0,001 à 2 % en poids
en vue de la diminution de l'essorage des agents lubrifiants de textiles de la surface
des fibres pendant la production et/ou le façonnage des fibres.
9. Utilisation selon la revendication 8, caractérisée en ce que l'on utilise des homo-
et/ou copolymères qui renferment comme monomères de 100 à 40 % en poids de monomères
du groupe A et de 0 à 60 % en poids de monomères du groupe B.
10. Utilisation selon l'une des deux revendications 8 à 9, caractérisée en ce que
l'on utilise des homo- et/ou copolymères qui renferment comme monomères A un ester
d'alcoyle d'acide acrylique et/ou d'acide méthacrylique ayant de 1 à 18 atomes de
carbone, de préférence de 1 à 12 atomes de carbone dans les radicaux alcoylalcool
univalents.
11. Utilisation selon l'une ou plusieurs des revendications 8 à 10, caractérisée en
ce que l'on utilise des copolymères qui renferment comme monomère B des acides carboxyliques
aliphatiques non saturés ayant de 3 à 5 atomes de carbone.
12. Utilisation selon l'une ou plusieurs des revendications 8 à 11, caractérisée en
ce que l'on utilise des homo- et/ou des copolymères ayant des viscosités limites mesurées
dans le tétrahydrofuranne à 20 ° C, d'au moins 400 ml/g, de préférence d'au moins 600 ml/g.