Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein elektronisches Startsperr-Relais für eine Kraftfahrzeug-Brennkraftmaschine,
mit einer die Anlasser-Erregung steuernden Relaisanordnung, die durch eine zumindest
einen Betriebsparameter der Brennkraftmaschine erfassende Steuerschaltung in Abhängigkeit
von der Betätigung eines Anlasserschalters gesteuert wird.
[0002] Generell besteht bei Anlasserbetätigungen bei laufender Brennkraftmaschine die Gefahr,
daß am Anlasser und an dem von diesem angetriebenen Zahnkranz schwere Schäden auftreten
können, die zu einem Funktionsausfall des Anlassers und damit des Kraftfahrzeugs sowie
zu kostenaufwendigen, umfangreichen Reparaturen führen können.
[0003] Aus der DE 32 14 365 A1 ist es bekannt, bei einer mit automatischer Motorabschalt-/Wiederanlaß-Einrichtung
ausgestatteten Brennkraftmaschine Sicherheitsmaßnahmen zu treffen, damit der Anlasser
nicht bei laufender Brennkraftmaschine betätigt werden kann. Um dies zu erreichen,
ist ein Umschalter vorgesehen, der bei laufender Brennkraftmaschine den Anlasser-Schaltkreis
öffnet und auf die Ansteuerung von Verbrauchern umschaltet. Sinkt die Maschinendrehzahl
unter einen vorbestimmten Drehzahlwert ab, so werden die Verbraucher wieder abgeschaltet
und der Anlasser-Stromkreis freigegeben, so daß bei Betätigung eines Anlasserschalters
der Maschinenstart eingeleitet werden kann. Hier kann allerdings das Problem auftreten,
daß bei erfolglosem Anlaßversuch Anlasserbeschädigungen auftreten können, wenn unmittelbar
danach ein zweiter Startversuch begonnen wird, während sich der Anlasser oder die
Brennkraftmaschine noch im Auslaufzustand befinden.
[0004] Weiterhin ist aus der DE 33 43 342 A1 eine Anlasser-Schutzvorrichtung bekannt, bei
der eine Vielzahl von Betriebsparametern, nämlich die Zündimpulsfrequenz des Motors,
der Unterdruck im Ansaugrohr des Motors, die Ausgangsspannung der Lichtmaschine und
die Stellung des Getriebeschalthebels erfaßt werden. Hierzu ist eine entsprechende
Vielzahl von Sensoren erforderlich, was mit entsprechendem Aufwand verbunden ist.
Weiterhin kann bei der bekannten Anlasser-Schutzvorrichtung dennoch der Fall auftreten,
daß sich der Anlasser noch im Auslaufzustand befindet, während schon der nächste Anlaßvorgang
begonnen wird. In diesem Fall sind, wie ausgeführt, Beschädigungen des Anlassers und
der zugehörigen Kraftübertragungskomponenten nicht ausgeschlossen. Ferner ist es erforderlich,
daß im Kraftfahrzeug die entsprechenden Sensoren angeordnet und mit der Schaltung
verdrahtet werden. Dies begründet sowohl bei der anfänglichen Kraftfahrzeugmontage
als auch insbesondere bei nachträglicher Nachrüstung des Kraftfahrzeugs mit der bekannten
Schutzvorrichtung entsprechenden erheblichen Montageaufwand.
Vorteile der Erfindung
[0005] Das erfindungsgemäße elektronische Startsperr-Relais mit den im Hauptanspruch genannten
Merkmalen hat demgegenüber den Vorteil, daß über den Beschleunigungs- oder Schwingungssensor
in äußerst einfacher und dennoch zuverlässiger Weise erfassbar ist, ob die Brennkraftmaschine
läuft oder nicht. Gegebenenfalls ist über den Beschleunigungs- oder Schwingungssensor
zudem erfaßbar, ob der Anlasser sich noch dreht, d.h., sich beispielsweise im Auslaufzustand
befindet. Durch Freigabe eines eventuellen Anlaßvorgangs lediglich unterhalb des vorbestimmten
Beschleunigungs- oder Schwingungspegels kann zuverlässig sichergestellt werden, daß
bei laufender Brennkraftmaschine kein Anlaßvorgang möglich ist. Der Beschleunigungs-
oder Schwingungssensor kann in sehr einfacher Weise an Teilen, die bei laufender Brennkraftmaschine
mit dieser vibrieren, an der Brennkraftmaschine selbst oder im Anlasser angebracht
werden, so daß auch eine nachträgliche Montage mit äußerst geringem Aufwand durchführbar
ist. Der erfindungsgemäß benötigte Aufwand hält sich auch dadurch in sehr geringen
Grenzen, daß lediglich der Beschleunigungs- oder Schwingungssensor installiert werden
muß, es aber nicht erforderlich ist, eine Vielzahl von Detektoren für die Ausgangsspannung
der Lichtmaschine, die Motor-Zündimpulsfrequenz oder dergleichen vorzusehen und zu
verdrahten.
[0006] Als Beschleunigung- oder Schwingungssensor kann z.B. der in der DE 39 18 780 A1 beschriebene
Beschleunigungsaufnehmer mit piezoelektrischen Elementen eingesetzt werden. Alternativ
sind auch Sensoren für Körperschall einsetzbar, über die die Motorschwingungen erfaßbar
sind.
[0007] Für den Fahrzeughersteller ergibt sich somit der Vorteil, daß kein zusätzlicher Montage-
und Verdrahtungsaufwand erforderlich ist. Ferner können die bislang eingesetzten Startsperr-Relais
entfallen.
[0008] Die Stromversorgung des Beschleunigungs- oder Schwingungssensors und der Steuerschaltung
kann in sehr einfacher Weise über die herkömmlich am Anlasser bereits vorhandenen
Leitungen zum, am oder im Starter bereitgestellt werden, so daß auch insoweit der
Verdrahtungsaufwand minimal ist.
[0009] Ferner können der Beschleunigungs- oder Schwingungssensor sowie die Komponenten der
Steuerschaltung einfach, klein und kostengünstig ausgeführt werden. Durch Hybridisierung
können diese Baukomponenten so realisiert werden, daß sie am Starter montierbar oder
im Starter integrierbar sind. Fahrzeugseitig ist somit kein weiterer Eingriff oder
irgendeine Abänderung der Konstruktion notwendig.
[0010] Mit den erfindungsgemäßen Merkmalen kann somit zuverlässig und in einfacher Weise
verhindert werden, daß der Anlasser bei laufender Brennkraftmaschine oder noch auslaufendem
Anlasser betätigt wird, so daß die Lebensdauer und die Zuverlässigkeit des Anlassers
erhöht sind und teure Reparaturen vermieden werden können.
[0011] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist ein zusätzliches Zeitglied vorhanden,
das während eines vorbestimmten Zeitintervalls nach Beendigung der Betätigung des
Anlasserschalters ein Signal erzeugt, das eine erneute Betätigung des Anlassers sperrt.
Damit kann zuverlässig sichergestellt werden, daß während des eventuell noch auslaufenden
Anlassers kein neuer Anlasser-Startversuch begonnen wird. Hierdurch ist der Sicherheitsfaktor
gegenüber Anlasserbeschädigungen noch weiter erhöht. Dies gilt insbesondere, wenn
über den Beschleunigungs- oder Schwingungssensor Schwingungen des Anlassers bei seiner
Drehung nicht zuverlässig erfaßt werden sollten. Die Einfügung des Zeitglieds bereitet
hierbei ebenfalls keinen besonderen Verdrahtungsaufwand, da dieses lediglich in die
steuerschaltung oder in hiermit zusammenhängende Leitungsverbindungen eingeschaltet
werden muß, jedoch keine Verbindung mit externen Sensoren erforderlich ist.
[0012] Über das vorteilhafterweise vorgesehene Vergleichsglied können drei Eingangsparameter,
nämlich das Ausgangssignal des Zeitglieds, das den Schaltzustand des Anlasserschalters
darstellende Signal und das Ausgangssignal des Beschleunigungs- oder Schwingungssensors
(ggf. nach einer Ausgangssignal-Umsetzung) in sehr einfacher Weise verarbeitet und
zu einem gemeinsamen Steuersignal umgesetzt werden. Der hierfür benötigte Schaltungsaufwand
ist gering. Das die Anlasser-Erregung befehlende Signal wird vorzugsweise nur dann
erzeugt, wenn das Zeitglied kein Sperrsignal abgibt, der Anlasserschalter geschlossen
ist und der Beschleunigungs- oder Schwingungssensor keine Beschleunigungen oder Schwingungen
erfaßt.
[0013] Um übermäßige Erwärmung des Anlassers zu vermeiden und Strom zu sparen, kann vorteilhafterweise
weiter vorgesehen sein, die maximale Erregungsdauer des Anlassers durch ein Zeitglied
zu begrenzen, so daß die maximale Dauer eines jeweiligen Startversuchs beschränkt
ist.
[0014] Vorzugsweise ist das die maximale Erregungsdauer des Anlassers begrenzende Zeitglied
mit dem Ausgang des Vergleichsglieds verbunden, so daß lediglich eine einzige Steuerleitung
für dieses Zeitglied benötigt wird. Der Erregungsimpuls des Vergleichsglieds kann
somit gleichzeitig zum Anstoßen des Zeitglieds als auch zur Aktivierung der Anlasser-Erregung
dienen, d.h., Doppelfunktion ausüben, ohne daß zusätzliche Verdrahtungen notwendig
sind.
[0015] Weiterhin kann vorzugsweise vorgesehen sein, ein Selbsthalterelais einzubauen, das
nach Ablauf eines vorbestimmten Zeitintervalls nach Einschalten des Anlasserschalters
die interne Stromversorgung für die Steuerschaltung abschaltet. Dies hat den Vorteil,
daß bei einer Betätigung des Anlasserschalters die Stromversorgung der Steuerschaltung
und der hiermit zusammenhängenden Komponenten automatisch eingeschaltet und nach Ablauf
eines vorgegebenen Zeitintervalls, das beispielsweise fünf Minuten betragen kann und
länger als der übliche Anlaßvorgang dauert, selbstätig wieder abgeschaltet werden
kann. Damit ist die Leistungsaufnahme der Steuerschaltung auf ein Mindestmaß reduziert,
da jeweils nur bei Bedarf eine Stromspeisung stattfindet.
[0016] Vorteilhafterweise ist der Beschleunigungs- oder Schwingungssensor, vorzugsweise
zusammen mit der Steuerschaltung, in den Anlasser integriert oder an diesem befestigt.
Damit kann der Anlasser mit zugehörigem erfindungsgemäßem Startsperr-Relais als eine
Einheit gehandhabt werden, ohne daß eine zusätzliche Leitungsverdrahtung mit dem Kraftfahrzeug,
mit Ausnahme der üblichen Anlasserverdrahtung, erforderlich ist. Hiermit läßt sich
äußerst kompakter Aufbau bei sehr geringem Handhabungsaufwand sicherstellen.
Zeichnung
[0017] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Die einzige Figur ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen elektronischen Startsperr-Relais.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0018] In der anliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des elektronischen Startsperr-Relais
dargestellt, das zur Steuerung der Erregung eines Anlassers 1 dient, der als Elektromotor
ausgebildet ist. Der Anlasser 1 ist über einen Relais-Schalter K1a eines Relais K1
mit einem Anschluß 2 verbunden, der mit einer Spannungsversorgungsleitung 3 verknüpft
ist. An der Spannungsversorgungsleitung 3 liegt ständig oder zumindest während des
Betriebs des Kraftfahrzeugs oder bei eingeschaltetem Zündschlüssel, Spannung, beispielsweise
von +12 V, an.
[0019] Der Anlasser 1 ist mit seinem anderen Anschluß mit einem Anschluß 4 verbunden, der
an Massepotential liegt.
[0020] Die Spannungsversorgungsleitung 3 ist mit einem Anschluß eines Anlasserschalters
5 gekoppelt, der normalerweise geöffnet ist und zum Betätigen des Anlassers 1 geschlossen
wird. Der andere Anschluß des Anlasserschalters 5 ist mit einem Anschluß 6 verbunden,
von dem eine Leitung 7 abgeht, die in der gezeigten Weise mit mehreren, nachfolgend
noch näher beschriebenen Komponenten des erfindungsgemäßen Startsperr-Relais verknüpft
ist. Unter anderem ist die Leitung 7 mit einem Vergleichsglied 8 verbunden, das somit
ein positives Eingangssignal an dem mit der Leitung 7 verbundenen Anschluß empfängt,
wenn der Anlasserschalter 5 geschlossen ist.
[0021] Zur Erfassung von Schwingungen oder Beschleunigungen, insbesondere von Schwingbeschleunigungen
der mit dem Anlasser 1 gekoppelten Brennkraftmaschine ist ein Beschleunigungssensor
9 (oder ein Schwingungssensor) vorhanden. Der Beschleunigungssensor 9 kann an der
Brennkraftmaschine oder einem zusammen mit dieser vibrierenden Teil, beispielsweise
einem Teil der Aufhängung, befestigt sein. Vorzugsweise ist der Beschleunigungssensor
9 jedoch am oder im Starter angebracht und kann damit nicht nur sie Schwingbeschleunigungen
der Brennkraftmaschine, sondern auch noch zusätzlich den Laufzustand des Starters
selbst überprüfen. Wenn der Beschleunigungssensor 9 kein Ausgangssignal abgibt, ist
dies ein Hinweis dafür, daß die Brennkraftmaschine nicht in Bewegung ist. Bei entsprechender
Anordnung des Beschleunigungssensors 9 bedeutet der Null-Pegel des Beschleunigungssensor-Ausgangssignals
zusätzlich auch das Stillstehen das Anlassers 1.
[0022] Der Beschleunigungssensor 9 kann als Beschleunigungsaufnehmer mit piezoelektrischen
Elementen, wie er aus der DE 39 18 780 A1 bekannt ist, ausgebildet sein. Mit einem
solchen Beschleunigungssensor lassen sich Schwingbeschleunigungen des Motorblocks
nach EM 1241/88 erfassen. Alternativ kann als bzw. anstelle des Beschleunigungssensors
9 auch ein Sensor für Körperschall eingesetzt werden, mit dem sich Schwingungen in
Form von Körperschall nach EM 1240/88 erfassen lassen. In jedem Fall werden über den
Sensor 9 Schwingungen erfaßt bzw. die Schwingbeschleunigung gemessen, woraus festgestellt
werden kann, ob die Brennkraftmaschine läuft oder steht, so daß Anlasserbetätigungen
bei noch laufendem Motor vermieden werden können.
[0023] Das Ausgangssignal des Beschleunigungssensors 9 oder eines entsprechenden Schwingungssensors
wird über eine Signalaufbereitungschaltung 10 aufbereitet und an einen invertierenden
Eingangsanschluß des Vergleichsglieds 8 angelegt.
[0024] Das Vergleichsglied 8 weist einen dritten, ebenfalls invertierenden Eingang auf,
der mit einem Zeitglied 11 verbunden ist. Das Zeitglied 11 ist eingangsseitig an die
Leitung 7 angeschlossen und erzeugt für ein vorbestimmtes Zeitintervall von beispielsweise
drei Sekunden ein Ausgangssignal des Pegels "1", nachdem die Spannung auf der Leitung
7 abgefallen ist. Der Spannungsabfall an der Leitung 7 ist ein Hinweis dafür, daß
der Anlasserschalter 5 wieder geöffnet worden ist, d.h., ein Startversuch gerade beendet
worden ist. Das Zeitglied 11 stellt somit sicher, daß während des vorbestimmten Zeitintervalls
nach beendetem Anlaßvorgang oder Anlaßversuch kein erneuter Startversuch begonnen
werden kann. Das Zeitintervall des Zeitglieds 11 ist so groß gewählt, daß der Anlasser
1 nach Beendigung seiner Erregung vollständig auslaufen kann, d.h., vollständig zur
Ruhe gekommen ist, bevor ein neuer Anlaßversuch eingeleitet werden kann.
[0025] Das Vergleichsglied 8 fragt somit stets ab, ob an der Leitung 7 Spannung anliegt,
d.h., der Anlasserschalter 5 geschlossen ist, ob der Beschleunigungssensor 9 kein
Ausgangssignal abgibt und ob auch das Zeitglied 11 kein Ausgangssignal erzeugt. Lediglich
in diesem Fall, d.h., wenn der Anlasser 1 und die Brennkraftmaschine sich in Ruhe
befinden und der Anlasserschalter 5 betätigt worden ist, gibt das Vergleichsglied
8 an seinem Ausgangsanschluß ein Ausgangssignal an ein Zeitglied 12 ab, das zur Begrenzung
der maximalen Dauer ununterbrochener Anlasser-Erregung dient.
[0026] Das Zeitglied 12 ist auf ein Zeitintervall von beispielsweise 60 Sekunden eingestellt
und schaltet nach Ablauf dieser Zeitdauer bei unverändert anliegendem Erregungs-Eingangssignal
die Anlasser-Erregung automatisch ab. Damit können übermäßige Beanspruchungen des
Anlassers 1 mit der Gefahr übermäßiger Erwärmung sowie überhöhter Stromverbrauch des
Anlaßvorgangs selbstätig ausgeschaltet werden. Bei noch nicht abgelaufenem Zeitglied
12 leitet dieses das einen Startvorgang befehlende Ausgangssignal des Vergleichsglieds
8 an einen Transistor 13 weiter, der bei Empfang dieses Signals durchschaltet und
ein mit ihm verbundenes Relais K2 aktiviert. Ein Relaisschalter K2a des Relais K2
wird bei aktiviertem Relais K2 geschlossen, wodurch das Potential der Spannungsversorgungsleitung
3 an das Relais K1 angelegt wird. Demzufolge wird auch das Relais K1 erregt, so daß
sein Relaisschalter K1a schließt und die Motorwicklungen des Anlassers 1 mit der Spannungsversorgungsleitung
3 verbindet. Mithin wird der Anlasser 1 erregt.
[0027] Parallel zum Relais K2 ist eine Diode 14 geschaltet, die als Freilaufdiode dient
und Reaktionsströme beim schalten des Relais K2 ableiten kann.
[0028] Die Stromversorgung des Vergleichsglieds 8, des Zeitglieds 11 und des Relais K2 erfolgt
über eine Leitung 15, mit der auch die Kathode der Diode 14 und ein Anschluß des Relaisschalters
K2a verbunden sind. Die Leitung 15 ist mit dem Anschluß 2 und damit mit der Stromversorgungsleitung
3 gekoppelt. Damit kann das Zeitglied 11 auch bei abgeschaltetem Anlasserschalter
5 seinen Zeitzählvorgang durchführen.
[0029] Das Zeitglied 12 ist zur Stromversorgung über eine Leitung 16 mit der Leitung 7 verbunden
und wird somit nur bei geschlossenem Anlasserschalter 5 mit Strom gespeist. Dies bewirkt
einerseits eine automatische Abschaltung des Zeitglieds 12 beim Öffnen des Anlasserschalters
5 und führt andererseits zu einer Verringerung des Stromverbrauchs des Zeitglieds
12.
[0030] Sämtliche in der Zeichnung gestrichelt umrandeten Komponenten können im Anlasser
integriert sein, so daß lediglich die übliche Spannungsversorgung des Anlassers über
die Spannungsversorgungsleitung 3 und die mit dem Anlasserschalter 5 verbundene Leitung
7 erforderlich ist. Damit sind keinerlei Eingriffe in die Brennkraftmaschine oder
sonstige Kraftfahrzeug-Komponenten notwendig. Alternativ können die gestrichelt umrahmten
Komponenten - mit Ausnahme des Anlassers 1 - am Anlasser oder dessen Außenseite angebracht
sein. Selbstverständlich ist es auch möglich, die einzelnen Schaltungskomponenten
zu einem separaten Schaltungsblock zusammenzufassen, der extern vom Anlasser 1 montiert
ist.
[0031] In Abänderung des gezeigten Ausführungsbeispiels ist es möglich, die Stromversorgung
der einzelnen Komponenten, insbesondere des Vergleichsglieds 8 und der Zeitglieder
11, 12 über ein Selbsthalte-Zeitglied bzw. Selbsthalterelais zu bewerkstelligen, das
beispielsweise mit dem Anschluß 6 verbunden ist, d.h., bei geschlossenem Anlasserschalter
5 angestoßen wird. Das Selbsthalte-Zeitglied kann auf eine Zeitdauer von beispielsweise
fünf Minuten eingestellt sein und stellt während dieses Zeitintervalls die interne
Stromversorgung der an das Selbsthalte-Zeitglied angeschlossenen Komponenten 8, 11
und 12 sicher. Nach Ablauf des Zeitintervalls wird die interne Stromversorgung dieser
Komponenten automatisch beendet. Dies hat den Vorteil, daß das Startsperr-Relais sich
normalerweise im Ruhezustand ohne Stromverbrauch, d.h., ohne Aufnahme von Ruhestrom
befindet. Lediglich bei Einschalten des Anlasserschalters 5 wird die interne Stromversorgung
kurzzeitig aktiviert, um die gewünschte Schutzfunktion durchführen zu können. Hierdurch
läßt sich der insgesamt benötigte Strombedarf des erfindungsgemäßen Startsperr-Relais
sehr gering halten.
[0032] Zur Veranschaulichung der Funktionsweise des erfindungsgemäßen elektronischen Startsperr-Relais
werden im folgenden mehrere unterschiedliche Bedienungsfälle erläutert:
Im Normalfall schließt der Fahrer den Anlasserschalter 5, wobei das Vergleichsglied
8 überprüft, ob eine Schwingbeschleunigung vorhanden ist oder nicht, ob sich der Anlasser
1 z.Z. im Auslauf befindet oder nicht, und ob der Anlasserschalter 5 eingeschaltet,
d.h., der Anschluß 6 mit Spannung gespeist ist. Sind diese Bedingungen erfüllt, wird
das Zeitglied 12 angestoßen und somit der Anlasser 1 eingeschaltet.
[0033] Beim Ausschalten des Anlasserschalters 5 wird die Stromversorgung vom Zeitglied 12
weggenommen und hierdurch der Anlasser 1 ausgeschaltet. Gleichzeitig wird beim Ausschalten
des Anlasserschalters 5 das Zeitglied 11 angestoßen, um die Anlasser-Auslaufzeit zu
berücksichtigen.
[0034] Wird andererseits ein Startversuch unternommen, nachdem die Brennkraftmaschine nicht
angesprungen ist und der Anlasser 1 noch ausläuft, kann keine Anlasserbetätigung erfolgen.
Dies beruht darauf, daß das Zeitglied 11 noch aktiviert ist, so daß das Vergleichsglied
8 nicht schalten und demzufolge den Anlasser 1 (über das Zeitglied 12 und die weiteren
Komponenten) nicht einschalten kann. Nach Ablauf der Zeitspanne des Zeitglieds 11
kann bei Betätigung des Anlasserschalters 5 der Anlasser 1 wieder gestartet werden.
[0035] Wird ein Startversuch unternommen, während die Brennkraftmaschine bereits läuft,
wird über den Beschleunigungssensor 9 erfaßt, daß Motorschwingungen vorhanden sind.
Bei laufendem Motor gibt die Signalaufbereitungsschaltung 10 eine Information an das
Vergleichsglied 8 ab, daß der Motor läuft. Folglich kann das Zeitglied 12 nicht angestoßen
werden. Demzufolge ist der Anlasser 1 dagegen geschützt, mit dem laufenden Motor-Zahnkranz
in Eingriff gebracht zu werden.
[0036] Betätigt der Fahrer den Anlasser länger als das vorbestimmte Zeitintervall des Zeitglieds
12, (z.B. sechzig Sekunden) wird der Anlasser 1 nach diesem Zeitintervall automatisch
abgeschaltet. Eine Wiedereinschaltung des Anlassers 1 kann nur durch erneute Betätigung
des Anlasserschalters 5 und nach Auslauf des Anlassers 1, d.h., nach Ablauf des Zeitintervalls
des Zeitglieds 11 erfolgen.
1. Elektronisches Startsperr-Relais für eine Kraftfahrzeug-Brennkraftmaschine, mit einer
die Anlasser-Erregung steuernden Relaisanordnung, die durch eine zumindest einen Betriebsparameter
der Brennkraftmaschine erfassende Steuerschaltung in Abhängigkeit von der Betätigung
eines Anlasserschalters gesteuert wird,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Beschleunigungs- oder Schwingungssensor (9) vorgesehen
ist, der Beschleunigungen oder Schwingungen der Brennkraftmaschine erfaßt, und daß
die Steuerschaltung (8, 12) lediglich unterhalb eines vorbestimmten Beschleunigungs-
oder Schwingungspegels eine Anlasser-Erregung freigibt.
2. Elektronisches Startsperr-Relais nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Zeitglied
(11), das während eines vorbestimmten Zeitintervalls nach Beendigung der Betätigung
des Anlasserschalters (5) ein eine erneute Betätigung des Anlassers (1) sperrendes
Signal erzeugt.
3. Elektronisches Startsperr-Relais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuerschaltung (8, 12) ein Vergleichsglied (8) umfaßt, das eingangsseitig das Ausgangssignal
des Zeitglieds (11), ein den Schaltzustand des Anlasserschalters (5) darstellendes
Signal und das ggf. umgesetzte Ausgangssignal des Beschleunigungs- oder Schwingungssensors
(9) empfängt und an seinem Ausgang ein die Relaisanordnung (K1, K2) steuerndes Signal
abgibt.
4. Elektronisches Startsperr-Relais nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung (8, 12) ein die maximale Erregungsdauer
des Anlassers (1) begrenzendes Zeitglied (12) umfaßt.
5. Elektronisches Startsperr-Relais nach Anspruch 4 in Verbindung mit Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das die maximale Erregungsdauer des Anlassers (1) begrenzende
Zeitglied (12) mit dem Ausgang des Vergleichsglied (8) verbunden ist.
6. Elektronisches Startsperr-Relais nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
die maximale Erregungsdauer des Anlassers (1) begrenzende Zeitglied (12) ausgangsseitig
mit einem die Erregung der Relaisanordnung (K1, K2) steuernden Transistor (13) verbunden
ist.
7. Elektronisches Startsperr-Relais nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch ein Selbsthalte-Zeitglied, das nach Ablauf eines vorbestimmten
Zeitintervalls nach Einschalten des Anlasserschalters (5) die interne Stromversorgung
für die Steuerschaltung (8, 12) abschaltet.
8. Elektronisches Startsperr-Relais nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Beschleunigungs- oder Schwingungssensor (9) und vorzugsweise
auch die Steuerschaltung (8, 12) in den Anlasser (1) integriert oder an diesem befestigt
sind.
1. Electronic start blocking relay for an internal combustion engine of a motor vehicle,
having a relay arrangement which controls the excitation of the starter and is controlled
by a control circuit, which detects at least one operating parameter of the internal
combustion engine, as a function of the actuation of a starter switch, characterized
in that an acceleration or vibration sensor (9) is provided which detects accelerations
or vibrations of the internal combustion engine, and in that the control circuit (8,
12) only enables excitation of the starter below a predetermined acceleration or vibration
level.
2. Electronic start blocking relay according to Claim 1, characterized by a timing element
(11) which, during a predetermined time interval after the actuation of the starter
switch (5) ends, produces a signal which blocks renewed actuation of the starter (1).
3. Electronic start blocking relay according to Claim 2, characterized in that the control
circuit (8, 12) comprises a comparator element (8) which on the input side receives
the output signal of the timing element (11), a signal which represents the switched
state of the starter switch (5) and the, possibly converted, output signal of the
acceleration or vibration sensor (9) and outputs at its output a signal which controls
the relay arrangement (K1, K2).
4. Electronic start blocking relay according to one or more of the preceding claims,
characterized in that the control circuit (8, 12) comprises a timing element (12)
which limits the maximum period of excitation of the starter (1).
5. Electronic start blocking relay according to Claim 4 in conjunction with Claim 3,
characterized in that the timing element (12) which limits the maximum period of excitation
of the starter (1) is connected to the output of the comparator element (8).
6. Electronic start blocking relay according to Claim 5, characterized in that the timing
element (12) which limits the maximum period of excitation of the starter (1) is connected
on the output side to a transistor (13) which controls the excitation of the relay
arrangement (K1, K2).
7. Electronic start blocking relay according to one or more of the preceding claims,
characterized by a self-latching timing element which switches off the internal power
supply for the control circuit (8, 12) after a predetermined time interval has expired
after the starter switch (5) has been switched on.
8. Electronic start blocking relay according to one or more of the preceding claims,
characterized in that the acceleration or vibration sensor (9), and preferably also
the control circuit (8, 12) are integrated into the starter (1) or attached thereto.
1. Relais de blocage de démarrage électronique de moteur à combustion interne de véhicule
automobile comportant un montage à relais commandant l'excitation du démarreur, montage
qui est commandé par un circuit de commande détectant au moins un paramètre de fonctionnement
du moteur à combustion interne en fonction de l'actionnement d'un commutateur de démarreur,
caractérisé par un capteur d'accélération et d'oscillations (9) qui détecte l'accélération
ou les oscillations du moteur à combustion interne et le circuit de commande (8, 12)
libère l'excitation du démarreur seulement en dessous d'un niveau prédéterminé d'accélération
ou d'oscillations.
2. Relais de blocage de démarrage électronique selon la revendication 1, caractérisé
par un élément de temporisation (11) qui crée pendant un intervalle de temps prédéterminé
à la fin de l'actionnement du commutateur de démarreur (5), un signal bloquant tout
nouvel actionnement du démarreur (1).
3. Relais de blocage de démarrage électronique selon la revendication 2, caractérisé
en ce que le circuit de commande (8, 12) comprend un élément de comparaison 8 qui
reçoit en entrée un signal de sortie de l'élément de temporisation (11), un signal
représentant l'état de commutation du commutateur de démarreur (5) et le signal de
sortie le cas échéant transformé du capteur d'accélération ou d'oscillations (9) pour
émettre à sa sortie un signal commandant le montage à relais (K1, K2).
4. Relais de blocage de démarrage électronique selon l'une ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le circuit de commande (8, 12) comprend un élément
de temporisation (12) qui limite la durée d'excitation maximale du démarreur (1).
5. Relais de blocage de démarrage électronique selon la revendication 4 en combinaison
avec la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément de temporisation (12) qui
limite la durée d'excitation maximale du démarreur (1) est relié à la sortie de l'élément
de comparaison (8).
6. Relais de blocage de démarrage électronique selon la revendication 5, caractérisé
en ce que l'élément de temporisation (12) qui limite la durée d'excitation maximale
du démarreur (1) est relié en sortie à un transistor (13) commandant le montage à
relais (K1, K2).
7. Relais de blocage de démarrage électronique selon une ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé par un élément de temporisation à accrochage automatique
qui, à la fin d'un intervalle de temps prédéterminé après le branchement du commutateur
de démarreur (5), coupe l'alimentation électrique interne du circuit de commande (8,
12).
8. Relais de blocage de démarrage électronique selon un ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le capteur d'accélération ou d'oscillations (9)
et de préférence aussi le circuit de commande (8, 12) sont intégrés au démarreur (1)
ou sont fixés sur celui-ci.