| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 504 356 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
13.12.1995 Patentblatt 1995/50 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.10.1991 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: F42B 8/12 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/DE9100/796 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9207/231 (30.04.1992 Gazette 1992/10) |
|
| (54) |
UNTERKALIBRIGE PATRONE FÜR RÜCKSTOSSFREIE ÜBUNGSWAFFEN
SUB-CALIBRE CARTRIDGE FOR RECOILLESS PRACTICE WEAPONS
CARTOUCHE SOUS-CALIBREE POUR ARMES D'EXERCICE SANS RECUL
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT CH DE FR IT LI SE |
| (30) |
Priorität: |
10.10.1990 DE 4032177
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
23.09.1992 Patentblatt 1992/39 |
| (73) |
Patentinhaber: NICO-PYROTECHNIK
Hanns-Jürgen Diederichs GmbH & Co. KG |
|
D-22946 Trittau (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- LÜBBERS, Willi
D-2071 Rotenbek (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Haft, von Puttkamer, Berngruber, Czybulka |
|
Patentanwälte
Franziskanerstrasse 38 81669 München 81669 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 377 433 DE-A- 3 421 841 FR-A- 2 194 940 GB-A- 2 121 933
|
CH-A- 365 973 FR-A- 954 164 FR-A- 2 290 648
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Patrone für rückstoßfreie Übungswaffen gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Eine solche Übungspatrone ist aus der DE-OS 34 21 841 bekannt. Die Übungspatrone
wird aus einer ansonsten zur Panzerabwehr dienenden modifizierten Übungswaffe verschossen
und besteht aus einem in einer Patronenhülse untergebrachten unterkalibrigen Übungsgeschoß
und einer sich an die Patronenhülse anschließenden, im Durchmesser größeren Ladungshülse,
in der eine Ladung, die sog. Deutladung, zum Austreiben einer Gegenmasse gelagert
ist, wobei die Deutladung beim Abschuß des Übungsgeschosses gezündet wird. Als Gegenmasse
wird in der Praxis vorzugsweise Quarzsand verwendet, ggf. mit einem geringen Anteil
eines Gleitmittels, z.B. Zinkstearat.
[0003] Die Ladungshülse ist am hinteren Ende durch einen Deckel, den sog. Abschlußkümpel,
abgeschlossen. Dieser Kümpel ist z.B. aus dünnem Aluminiumblech geformt und weist
einen umlaufenden Rand auf, der unter Zwischenschaltung von z. B. Bitumenlack als
Abdichtung mit dem hinteren Ende der Ladungshülse verbördelt ist.
[0004] Ein Problem beim Abschuß derartiger Übungsgeschosse liegt darin, daß der Abschlußkümpel
durch die Stoßwelle der Deutladung verformt wird, bevor Kümpel und Gegenmasse nach
hinten aus der Ladungshülse geschleudert werden. Hierbei kann es vorkommen, daß zumindest
ein Teil der Gegenmasse an dem verformten, quasi einen Napf bildenden Deckel anklumpt
und gemeinsam mit diesem praktisch wie ein Geschoß nach hinten aus der Übungswaffe
ins Freie geschleudert wird. Diese Verklumpung der Gegenmasse erfolgt zum einen in
einem relativ breiten Streuwinkelbereich bis zu 120° und dazu noch mit einer solchen
Wucht, daß teilweise eine 1 mm starke Graupappe noch in einer Entfernung von über
20 m durchschlagen wird. Dies kann aus Sicherheitsgründen und wegen der damit erhöhten
Verletzungsgefahr für hinter der Übungswaffe in Abstand stehende Personen nicht hingenommen
werden.
[0005] Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde vorgeschlagen, den Abschlußkümpel mit Sollbruchstellen,
z.B. in Form einer vom Mittelpunkt strahlen- bzw. sternförmig ausgehenden Materialverdünnung
zu versehen. Es ist jedoch fertigungstechnisch bei den dünnen Materialstärken des
Abschlußkümpels schwierig, ein Aufreißen der Sollbruchstelle mit definierter Kraft
zu gewährleisten. Außerdem ist die Aufreißkraft der Sollbruchstelle temperaturabhängig,
und zwar um so geringer, je höher die Temperatur ist. Dies hat mehrere Konsequenzen:
[0006] Reißt die Sollbruchstelle beim Schuß z. B. wegen vorhandener Fertigungsungenauigkeiten
nicht gleichmäßig auf, so kommt es zu Rückwirkungen auf die Stoßwelle der Deutladung
innerhalb der Ladungshülse und ein gewisser Anteil der Druckkräfte wird dabei auf
die Wand der Ladungshülse gerichtet, so daß Teile der Gegenmasse verstärkt gegen die
Wand gedrückt werden. Durch die dadurch verstärkte Reibung zwischen Wand und Gegenmasse
kommt es zu einem erhöhten Wandabrieb und zu unerwünscht unterschiedlichen Rückstoßkräften.
[0007] Wird die Sollbruchstelle so ausgelegt, daß die Übungspatrone auch bei Temperaturen
bis +60°C einen Falltest besteht, bei dem die Übungspatrone aus 2 m Höhe auf einen
harten Boden fallengelassen und dabei nicht beschädigt werden, insbesondere die Sollbruchstelle
des Abschlußkümpels nicht aufreißen darf, so ist die Gefahr gegeben, daß die Sollbruchstelle
während eines Schusses bei Kälte, z. B. bei -40°C, nicht oder nicht rechtzeitig aufreißt,
so daß es zu unerwünscht hohen Rückstoßkräften kommt. Wird die Sollbruchstelle hingegen
so ausgelegt, daß sie bei einem Schuß bei Kälte sicher aufreißt, so besteht die Gefahr,
daß der Falltest bei Wärme nicht bestanden wird.
[0008] Abgesehen davon kann auch bei dieser Ausbildung des Abschlußkümpels mit Sollbruchstellen
eine gewisse Napfbildung des Kümpels oder Teilen davon und damit eine Klumpenbildung
der Gegenmasse nicht vollständig verhindert werden.
[0009] Aus der FR-A-21 94 940 ist eine rückstoßfreie Antipanzerwaffe bekannt, bei der eine
z.B. pulverförmige Gegenmasse mit Hilfe eines Treibspiegels aus dem Abschußrohr herausgeschleudert
wird. Das Abschußrohr ist hierbei an seinem hinteren Ende mit einem dicken Deckel
abgeschlossen, der mehrere in Längsrichtung des Abschußrohres verlaufende und sich
nach hinten verengende Düsen aufweist. Die Eintrittsöffnungen in die Düsen sind durch
eine Aluminiumfolie verschlossen, die auf Seiten der Gegenmasse den gesamten Abschlußdeckel
abdeckt. Diese Aluminiumfolie wird beim Austreiben der Gegenmasse zerrissen, wobei
der Abschlußdeckel in dem Abschußrohr verbleibt. Der Deckel mit den Düsen dient dazu,
die Gegenmasse mit Widerstand und mit höherer Geschwindigkeit als die zu verschießende
Waffe aus dem Abschußrohr auszutreiben, so daß die Gegenmasse nur ein geringeres Gewicht
als die Waffe aufweisen muß. Das Gewicht der Gegenmasse kann z.B. nur ein Viertel
des Gewichtes der Waffe sein.
[0010] Die oben in Verbindung mit Übungsmunition angesprochenen Probleme hinsichtlich Temperaturbeständigkeit
und Falltest treten bei derartigen scharfen Waffen aufgrund des hohen Gewichtes und
der hohen beim Abschuß auftretenden Kräfte nicht auf.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Übungspatrone der anfangs genannten
Art im Bereich des Abschlußkümpels so zu modifizieren, daß der Abschlußkümpel beim
Schuß stets aufreißt, eine Napfbildung und damit eine Klumpenbildung der Gegenmasse
verhindert, der Rückstoß vergleichmäßigt und die Sicherheitszone hinter der Übungswaffe
verkleinert wird, andererseits der vorgeschriebene Falltest im gesamten Temperaturbereich
bestanden wird.
[0012] Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches
1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0013] Der Gedanke der Erfindung besteht somit darin, den offenen Boden des Abschlußkümpels
aus einer Doppelfolie zu bilden, die miteinander verbunden sind und auf beide Seiten
einer Stützkonstruktion des Abschlußkümpels aufgebracht, z.B. aufgeklebt werden, so
z.B. auf beide Seiten eines einfachen Ringflansches mit L-förmigem Profil. Hierzu
können handelsübliche Metallfolien, z.B. 50 Mikrometer dicke Aluminiumfolien verwendet
werden, die bereits mit einer Klebeschicht versehen sind, so daß die Folien im Bereich
der Öffnungen der Stützkonstruktion, so der erwähnten Öffnung des Ringflansches aneinander
kleben.
[0014] Die Verbindung der Folien mit der Stützkonstruktion des Abschlußkümpels und miteinander
erfolgt in einem Arbeitsgang. Die doppelseitige Verbindung der Folien mit der Stützkonstruktion
des Arbeitsganges und miteinander ergibt bei den kleinen Dimensionen der Übungsmunition
eine sichere Befestigung, so daß stets reproduzierbare Bedingungen erreicht werden.
[0015] Die verwendete Folie muß neben einer gewissen Reißfestigkeit auch eine gewisse Elastizität
aufweisen, so daß über den gesamten Temperaturbereich beim Einsatz der Übungswaffe
der oben erwähnte Falltest sicher bestanden wird und beim Schuß die Folie zuverlässig
aufreißt.
[0016] Durch die Verwendung einer Doppelfolie aus zwei miteinander verklebten Folien wird
beim Schuß eine Napfbildung des Abschlußkümpels und damit eine Klumpenbildung der
Gegenmasse sicher verhindert. Außerdem erfolgen durch das schnelle Aufreißen der Folie
beim Abschuß kaum Rückwirkungen auf die Form der Stoßfront in der Ladungshülse. In
dieser treten nur geringe, auf die Wand der Ladungshülse gerichtete Kräfte auf, so
daß die Reibung zwischen Ladungshülse und Gegenmasse klein ist und die Gegenmasse
nur in einem ganz geringen reproduzierbaren Winkelbereich von knapp 10° nach hinten
ausgestoßen wird.
[0017] Durch die Maßnahme gemäß der Erfindung ist der Rückstoß praktisch bei jedem Schuß
gleich.
[0018] Außerdem wird die Zone hinter der Übungswaffe wesentlich kleiner, in der Materialbeschädigungen
oder Verletzungen von Personen befürchtet werden müssen. Bei Testschüssen wurden auf
einer 1 mm dicken Graupappe, die etwa 4 m hinter der Übungswaffe aufgestellt war,
keine Beschädigungen in einem Abstand von mehr als 60 cm von der Seelenachse der Übungswaffe
festgestellt.
[0019] Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß der Abschlußkümpel selbst so
leicht ist, daß er, falls er durch die Gegenmasse nach hinten fortgeschleudert wird,
selbst nicht als "Geschoß" wirkt. In einem solchen Falle fällt der Abschlußkümpel
durch die Luftverwirbelungen bereits nach wenigen Metern zu Boden.
[0020] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0021] Die Erfindung ist in Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung näher erläutert.
In der Zeichnung stellen dar:
- Fig. 1
- eine Ansicht einer Übungspatrone, teilweise im Längsschnitt, gemäß der Erfindung;
- fig. 2
- einen Querschnitt durch einen Abschlußkümpel durch die Ladungshülse der Übungspatrone;
- Fig. 3
- eine Aufsicht auf den Abschlußkümpel gemäß Fig. 2;
- Fig. 4
- eine Stützkonstruktion für einen Abschlußkümpel gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung.
[0022] In Fig. 1 ist eine Übungspatrone 1 aus einer Patronenhülse 2, einem darin eingesetzten
Übungsgeschoß 3 sowie einer auf das Ende der Patronenhülse aufgeschraubten Ladungshülse
4 dargestellt. In dieser Ladungshülse 4 sind eine vordere und eine hintere Deutladung
5 bzw. 6 vorgesehen, wobei die hintere Deutladung 6 durch einen Deckel bzw. Kümpel
abgeschlossen ist. Im Bereich der vorderen Deutladung 5 ist eine Zündkerbe 8 vorgesehen,
die beim Abschuß der Übungspatrone aus einer Übungswaffe durch einen Schlagkörper,
z.B. eine Kugel, durchschlagen wird, wodurch die vordere Deutladung 5 gezündet wird.
Die heißen Gase dieser Deutladung zünden zum einen eine Treibladung 9, durch die das
Übungsgeschoß aus der Patronenhülse ausgetrieben wird, zum anderen die hintere Deutladung,
die auf eine Gegenmasse 10 aus Quarzsand wirkt . Der Quarzsand 10 füllt den Rest der
Ladungshülse 4 aus, die am hinteren Ende mit einem Abschlußkümpel 11 abgeschlossen
ist. Dieser Abschlußkümpel 11 weist einen seitlich umlaufenden, nach hinten weisenden
Rand 12 auf, der mit dem hinteren Ende der Ladungshülse 4 verbördelt ist.
[0023] Wie aus den Figuren 2 und 3 hervorgeht, ist der Abschlußkümpel 11 ein Ringflansch
mit einem im Querschnitt L-förmigen Profil 13 und einer zentrischen Öffnung 14 . Die
Profilstege des Ringflansches 13 sind einmal der oben erwähnte Rand 12, zum anderen
ein umlaufender, nach innen weisender Steg 15, dessen Innenrand die zentrische Öffnung
14 begrenzt. Auf die Ober- und Unterseite dieses umlaufenden Steges 15 ist jeweils
eine Aluminiumfolie 16 bzw. 17 geklebt, die beide die zentrische Öffnung 14 abdecken
und in diesem Bereich ebenfalls miteinander verklebt sind.
[0024] Nach Zünden der Deutladung 6 werden durch die Stoßwelle innerhalb der Gegenmasse
10 die Folien 16 und 17 des Abschlußkümpels aufgerissen, wonach die Gegenmasse 10
auch durch den vorgetriebenen Kümpel 7 nach hinten aus der Ladungshülse ausgestoßen
wird. Durch die Verwendung des zusätzlichen Kümpels 7 wird im übrigen noch eine Vergleichmäßigung
des Rückstoßes erreicht.
[0025] In Fig. 4 ist eine modifizierte Konstruktion eines Abschlußkümpels 11 dargestellt.
Der Abschlußkümpel weist wiederum einen im Querschnitt L-förmigen Ringflansch 13 auf,
wobei in der Ebene des nach innen weisenden Profilsteges 15 Querstreben 18 vorgesehen
sind, so daß die zentrische Öffnung 14 des Ringflansches in diesem Falle in vier Quadrantenöffnungen
unterteilt wird. Diese Konstruktion wird, wie zu den Figuren 2 und 3 beschrieben,
zu beiden Seiten des Profilsteges 15 mit einer Aluminiumfolie beklebt.
[0026] Als Aluminiumfolie kann eine sog. selbstklebende Folie verwendet werden, die bereits
mit einer Kleberschicht und einer diese abdeckende, vor der Anwendung zu entfernende
Schutzfolie versehen ist. Die Dicke dieser Folien liegt im Bereich zwischen 50 »m
und 150 »m.
1. Unterkalibrige Patrone (1) für rückstoßfreie Übungswaffen, bestehend aus einem in
einer Patronenhülse (2) untergebrachten Übungsgeschoß (3) sowie einer mit der Patronenhülse
(2) verbundenen und mit einem Abschlußkümpel (11) rückwärtig abgeschlossenen Ladungshülse
(4) zur Aufnahme einer Deutladung (6) und einer von dieser aus der Ladungshülse (4)
auszutreibenden Gegenmasse (10), dadurch gekennzeichnet, daß der Boden des Abschlußkümpels
(11) zumindestens eine Öffnung (14) aufweist, die mit einer beim Austreiben der Gegenmasse
(10) reißenden Doppelfolie aus zwei Folien (16, 17) abgedeckt ist, wobei diese Folien
(16, 17) auf beide Seiten einer Stützkonstruktion (15, 18) in der Bodenfläche des
Abschlußkümpels (11) aufgebracht und im Bereich der zumindest einen Öffnung (14) des
Abschlußkümpels (11) miteinander verbunden sind.
2. Patrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschlußkümpel (11) lediglich
eine Öffnung (14) aufweist.
3. Patrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschlußkümpel (11) mehrere
Öffnungen (14) aufweist.
4. Patrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschlußkümpel (11) einen
Ringflansch (13) mit einem L-Profil aufweist, wobei der eine Profilsteg (12) als Rand
des Abschlußkümpels an der Innenwand der Ladungshülse (4) anliegt und der zweite Profilsteg
(15) senkrecht zu der Außenwand der Ladungshülse (4) nach innen weist, und daß auf
jede Seite des zweiten Profilsteges (15) eine der die zentrische Öffnung (14) des
Flansches (13) abdeckenden Folien (16, 17) geklebt ist und die beiden Folien (16,
17) im Bereich der zentrischen Öffnung (14) ebenfalls miteinander verklebt sind.
5. Patrone nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Folien
(16, 17) Aluminiumfolien sind.
6. Patrone nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aluminiumfolien (16, 17)
selbstklebende Folien sind.
7. Patrone nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Aluminiumfolien eine
Dicke zwischen 50 und 150 »m aufweisen.
8. Patrone nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vergleichmäßigung
des Rückstoßes beim Austreiben der Verdämmung (10) die Deutladung (6) in der Ladungshülse
(4) von der Verdämmung (10) durch einen kolbenartigen Deckel (7) getrennt ist.
1. Sub-calibre cartridge (1) for recoilless training weapons consisting of a training
projectile (3) accommodated in a cartridge case (2) and a charge case (4) sealed to
the rear by means of a closure flange (11) for the purpose of receiving an indicator
charge (6) and a counter mass (10) which is to be driven out of the charge case (4),
characterised in that the base of the closure flange (11) comprises at least one orifice
(14) which is covered by means of a double-sheet made from two sheets (16, 17) which
double-sheet tears when the counter mass (10) is driven out, wherein these sheets
(16, 17) are applied on both sides of a support construction (15, 18) in the base
surface of the closure flange (11) and are connected to each other in the region of
the at least one orifice (14) of the closure flange (11).
2. Cartridge as claimed in claim 1, characterised in that the closure flange (11) comprises
only one orifice (14).
3. Cartridge as claimed in claim 1, characterised in that the closure flange (11) comprises
a plurality of orifices (14).
4. Cartridge as claimed in claim 1, characterised in that the closure flange (11) comprises
an annular flange (13) having an L-shaped profile, wherein one profiled piece (12)
rests as an edge of the closure flange against the inner wall of the charge case (4)
and the second profiled piece (15) points inwards perpendicular to the outer wall
of the charge case (4) and that on each side of the second profiled piece (15) is
adhered one of the sheets (16, 17) covering the central orifice (14) of the flange
(13) and the two sheets (16, 17) are likewise adhered to each other in the region
of the central orifice (14).
5. Cartridge as claimed in any of the preceding claims, characterised in that the sheets
(16, 17) are aluminium foil.
6. Cartridge as claimed in claim 5, characterised in that the aluminium foil sheets (16,
17) are self-adhesive sheets.
7. Cartridge as claimed to claim 5 or 6, characterised in that the aluminium sheets comprise
a thickness between 50 and 150 »m.
8. Cartridge as claimed in any of the preceding claims, characterised in that for the
purpose of evening out the recoil when driving out the plug (10) the indicator charge
(6) is separated in the charge case (4) from the plug (10) by virtue of a piston-type
cover (7).
1. Cartouche sous-calibrée (1) pour arme d'exercice sans recul comprenant un projectile
d'exercice (3) monté dans une enveloppe de cartouche (2) et une enveloppe de charge
(4), reliée à l'enveloppe de cartouche (2) et fermée à l'arrière par une bride de
fermeture (12), pour contenir une charge de propulsion (6) et une contre-masse (10)
destinée à être expulsée hors de l'enveloppe de charge (4) par la charge de propulsion,
caractérisée en ce que le fond de la bride de fermeture (11) est muni d'au moins une
ouverture (14) qui est recouverte d'une double-feuille se déchirant lors de l'expulsion
de la contre-masse (10), constituée de deux feuilles (16, 17) rapportées sur les deux
faces d'une structure de soutien (15, 18) à la partie inférieure de la bride de fermeture
(11) et reliées l'une à l'autre au niveau de ladite au moins une ouverture (14) de
la bride de fermeture (11).
2. Cartouche selon la revendication 1, caractérisée en ce que la bride de fermeture (11)
est munie d'une seule ouverture (14).
3. Cartouche selon la revendication 1, caractérisée en ce que la bride de fermeture (11)
est munie de plusieurs ouvertures (14).
4. Cartouche selon la revendication 1, caractérisée en ce que la bride de fermeture (11)
comprend un flasque (13) à profil en L, l'une des âmes (12) du profil formant un bord
de la bride de fermeture, en appui sur la paroi interne de l'enveloppe de charge (4),
et la deuxième âme (15) du flasque s'étendant vers l'intérieur perpendiculairement
à la paroi externe de l'enveloppe de charge (4), et en ce que l'une des feuilles (16,
17) recouvrant l'ouverture centrale (14) du flasque (13) est collée sur chacune des
faces de la deuxième âme du profil (15), et en ce que les deux feuilles (16, 17) sont
collées l'une à l'autre au niveau de l'ouverture centrale (14).
5. Cartouche selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce
que les feuilles (16, 17) sont des feuilles d'aluminium.
6. Cartouche selon la revendication 5, caractérisée en ce que les feuilles d'aluminium
(16, 17) sont des feuilles auto-collantes.
7. Cartouche selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que les feuilles d'aluminium
ont une épaisseur entre 50 et 150 micromètres.
8. Cartouche selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce
que, pour équilibrer le recul lors de l'expulsion de la contre-masse (10), la charge
de propulsion (6) est séparée de la contre-masse (10) dans l'enveloppe de charge (4)
par un couvercle (7) en forme de piston.

