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(11) |
EP 0 504 458 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.04.1994 Patentblatt 1994/16 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.03.1991 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B61D 17/22 |
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Übergang zwischen zwei Fahrzeugen, insbesondere zwischen zwei Schienenfahrzeugen
Communication passage between two vehicles, especially railway vehicles
Passage d'intercommunication entre deux véhicules, notamment des véhicules ferroviaires
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.09.1992 Patentblatt 1992/39 |
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Patentinhaber: HÜBNER Gummi- und Kunststoff GmbH |
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D-34123 Kassel (DE) |
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Erfinder: |
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- Britzke, Ingo
W-3500 Kassel-Bettenhausen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Walther, Horst, Dipl.-Ing. |
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Postfach 41 01 45 34063 Kassel 34063 Kassel (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 331 121 DE-A- 2 636 082
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DE-A- 2 526 703
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Übergang zwischen zwei Fahrzeugen, insbesondere zwischen
zwei Schienenfahrzeugen, mit einer Übergangsbrücke und mit einem Wellenbalg, der an
seinem einen Ende mit dem Fahrzeug verbunden ist, und der an seinem anderen Ende einen
Kuppelrahmen aufweist.
Der Übergang stellt die Verbindung zwischen zwei Fahrzeugen dar. Er kann einteilig
ausgebildet oder zweiteilig ausgebildet sein, wobei sich bei einer zweiteiligen Ausbildung
der Übergang aus zwei Übergangshälften zusammensetzt. In diesem letzten Fall stellen
die Kuppelrahmen die Bindeglieder zwischen den beiden Hälften dar. Im folgenden beinhaltet
die Bezeichnung Übergang also sowohl die zweiteilige als auch die einteilige Ausführungsform.
[0002] Übergänge der eingangs genannten Art sind bekannt (EP-OS 0 331 121). Derartige Übergänge
werden vielfach als Verbindung zwischen sogenannten Triebwagen eingesetzt; Triebwagen
sind Schienenfahrzeuge, bei denen jeder Wagen in der Lage ist, selbständig als Zugfahrzeug
zu fungieren. Derartige Triebwagenzüge werden bei Erreichen eines bestimmten Streckenabschnittes
entkuppelt, wobei dann jeder dieser Züge für sich in eine andere Richtung fährt. Bei
der Trennung war es bislang erforderlich, die Übergänge zwischen zwei Triebwagen nach
der Entkupplung jeweils von Hand an das Fahrzeug heranzuziehen und dort zu fixieren.
Dies ist zum einen arbeitsaufwendig und nimmt naturgemäß auch eine gewisse Zeit in
Anspruch.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Übergang der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, daß beim Entkuppeln der Triebwagen eines Triebwagenzuges
die Übergänge automatisch in ihrer Ausgangsposition zurückgezogen werden.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Übergang mittels eines am
Fahrzeug angeordneten Kolben-Zylinderantriebes verschieblich ist; durch den Kolben-Zylinderantrieb
wird der Übergang nach dem Entkupplungsvorgang in seine Endstellung an das Fahrzeug
herangezogen. Im einzelnen zeichnet sich der erfindungsgemäße Übergang dadurch aus,
daß der Kolben-Zylinderantrieb mit einer Verfahrvorrichtung in Verbindung steht, die
mit dem Übergang verbunden ist. Der Kolben-Zylinderantrieb wirkt somit nicht unmittelbar
auf den Übergang, sondern vielmehr mittelbar durch die Verfahrvorrichtung.
[0005] Hierdurch wird erreicht, daß Fahrbewegungen nicht auf den Kolben-Zylinderantrieb
Übertragen werden, mithin Beschädigungen an dem Antrieb vermieden werden.
[0006] Die Übergangsbrücke, die vorzugsweise nach Art eines Parallellenkers, z.B. als Gliederbrücke,
ausgebildet ist, um seitliche Bewegungen während der Kurvenfahrt des Zuges ausgleichen
zu können, ist kuppelrahmenseitig, insbesondere durch Anlenkung an den Kuppelrahmen,
mit dem wellenbalg und fahrzeugseitig mit der Verfahrvorrichtung verbunden. Hieraus
folgt, daß bei Bewegung der Verfahrvorrichtung der wellenbalg eine entsprechende Bewegung
ausführt.
[0007] Nach einem besonders vorteilhaften Merkmal der Erfindung besteht die Verfahrvorrichtung
aus zwei Verfahrelementen, wobei das eine Verfahrelement als Schlitten ausgebildet
ist, der mit dem als Rollenwagen ausgebildeten zweiten Verfahrelement kuppelbar ist.
Das Kuppeln des Schlittens mit dem Rollenwagen wird nur dann vorgenommen, wenn der
Übergang bzw. der Wellenbalg an das Fahrzeug herangezogen werden soll. Zum Kuppeln
des Schlittens mit dem Rollenwagen ist hierzu mindestens eine Kupplungsvorrichtung
vorgesehen, die einen verschwenkbaren Haken aufweist, der in entsprechende Aussparungen
im gegenüberliegenden Teil eingreift; der Haken ist ebenfalls mittels eines Kolben-Zylinderantriebes
betätigbar.
[0008] Im entkuppelten Zustand sind der Schlitten, der mit der Übergangsbrücke verbunden
ist, und der Rollenwagen relativ zueinander beweglich gelagert, wozu in vorteilhafter
weise der Schlitten auf den Längsträgern des Rollenwagens gleitend angeordnet ist.
Durch diese konstruktive Ausgestaltung kann auftretenden Fahrbewegungen nachgegeben
werden, so daß eine Übertragung dieser Bewegungen auf den Kolben-Zylinderantrieb ausgeschlossen
ist. Zur Führung des Schlittens auf dem Rollenwagen weist der Schlitten seitliche
Führungsrollen auf, die an den Innenflächen der Längsträger anliegen.
[0009] Um zu verhindern, daß der Schlitten vom Rollenwagen abgehoben wird, besitzt der Schlitten
auf seiner Unterseite Schuhe, die den jeweiligen Längsträger untergreifen.
[0010] Um Drehbewegungen in vertikaler Richtung nachgeben zu können, ist der Schlitten mittels
eines Scharniers mit der Übergangsbrücke verbunden.
[0011] Die Verfahrvorrichtung, bestehend aus Schlitten und Rollenwagen, weist zur Stabilisierung
in axialer Richtung ein elastisches Element, beispielsweise eine Feder in Form einer
Blattfeder auf, durch die der Schlitten mit dem Rollenwagen in Verbindung steht. Diese
Blattfeder ist aufgrund ihrer Anordnung zwischen Schlitten und Rollenwagen in der
Lage, Druckkräfte aufzunehmen. Die Übertragung von Zugkräften, wie sie auftreten,
wenn der Übergang zusammengezogen wird, erfolgt durch das Kuppeln des Rollenwagens
mit dem Schlitten.
[0012] Die Führung des Rollenwagens erfolgt in einem kastenförmigen Rahmen, in dem auch
der Kolben-Zylinderantrieb für den Rollenwagen angeordnet ist, wobei der Rollenwagen
sowohl Fahrrollen, als auch seitlich angeordnete Rollen zur Führung in dem Rahmen
aufweist. Hierdurch wird ein Verkanten des Rollenwagens in dem kastenförmigen Rahmen
weitgehend vermieden.
[0013] Vorteilhaft ist der wellenbalg im zusammengefahrenen Zustand an der Stirnseite des
Fahrzeugs mittels einer Riegelvorrichtung, bestehend aus Riegel und Riegelfalle, fixiert.
[0014] Zum Lösen des Riegels ist eine Betätigungsvorrichtung, beispielsweise ein Kolben-Zylinderantrieb
vorgesehen, die den Riegel entgegen einer Kraft, beispielsweise der Schwerkraft, aus
der Riegelfalle verschwenkt. Der Riegel wird dabei durch die Schwerkraft in der Riegelfalle
gehalten; denkbar ist allerdings auch, daß der Riegel durch eine Feder in der Riegelfalle
gehalten wird, wobei dann der Riegel entgegen der Federkraft durch den Kolben-Zylinderantrieb
aus der Riegelfalle verschwenkt wird. Insbesondere im letzteren Fall ist hierbei eine
unbeabsichtigte Entriegelung ausgeschlossen. In jedem Fall ist jedoch der Riegel bzw.
die Riegelfalle so ausgebildet, daß der Riegel automatisch in die Riegelfalle einläuft.
[0015] Um ein gleichmäßiges Zusammenziehen des wellenbalges zu gewährleisten, ist im Bereich
des Daches des wellenbalges ein Zugelement angeordnet, das endseitig mit dem Fahrzeug
in Verbindung steht.
[0016] Das Zugelement besteht vorteilhaft aus einem am Dach des Fahrzeugs angeordneten Kolben-Zylinderantrieb,
der endseitig durch ein flexibles Kraftübertragungselement, beispielsweise durch ein
Seil, mit dem Wellenbalg verbunden ist. Das Zugelement wird demzufolge nur dann aktiviert,
wenn der Wellenbalg zusammengezogen werden soll.
[0017] Zum Auseinanderfahren des Wellenbalges ist die am Dach des Wellenbalges angeordnete
Vorrichtung nicht erforderlich, da der Wellenbalg im zusammengefahrenen Zustand aufgrund
der ihm dann eigenen Vorspannung des Bestreben hat, sich auseinander zu schieben.
[0018] Die Anordnung eines Seiles zwischen Kolben-Zylinderantrieb und dem Befestigungspunkt
am Wellenbalg ist erforderlich, da es bei einer starren Verbindung, beispielsweise
bei Kurvenfahrt, zu Verspannungen im Kolben-Zylinderantrieb kommen würde.
[0019] In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform eines Übergangs als Übergangshälfte
dargestellt.
- Fig. 1
- zeigt den Übergang in einer Seitenansicht im Schnitt;
- Fig. 2
- zeigt eine Ansicht gemäß der Linie II-II aus Fig. 1, wobei der Rahmen weggelassen
wurde;
- Fig. 3
- zeigt eine Ansicht gemäß der Linie III-III aus Fig. 2;
- Fig. 4
- zeigt eine Ansicht gemäß der Linie IV-IV aus Fig. 2:
- Fig. 5
- zeigt die Kupplung zwischen Rollenwagen und Schlitten (Fig. 3) in vergrößerter Darstellung;
- Fig. 6
- zeigt die Riegelvorrichtung für den Wellenbalg.
[0020] Gemäß Fig. 1 weist der insgesamt mit 1 bezeichnete Übergang einen wellenbalg 2 auf,
der an seinem einen Ende einen Kuppelrahmen 3 zur Verbindung mit dem gegenüberliegenden
Übergang aufweist, und der an seinem anderen Ende mit dem Fahrzeugrahmen 4 verbunden
ist. In dem wellenbalg 2 befindet sich die als Gliederbrücke ausgebildete Übergangsbrücke
5, die einerseits mit dem Kuppelrahmen 3 und andererseits mit der insgesamt mit 6
bezeichneten Verfahrvorrichtung verbunden ist; die Verfahrvorrichtung 6 lagert in
dem kastenförmigen Rahmen 22 des Fahrzeugs 1a.
[0021] Der Kuppelrahmen 3 ist an dem Fahrzeugrahmen 4 durch die Riegelvorrichtung 7 fixierbar.
Auf dem Dach des Fahrzeugs 1a befindet sich der Kolben-Zylinderantrieb 8, wobei der
Kolben 8a mittels eines Seiles 9 mit dem Kuppelrahmen 3 verbunden ist.
[0022] Die insgesamt mit 6 bezeichnete Verfahrvorrichtung ist in einer Draufsicht Fig. 2
entnehmbar. Die Verfahrvorrichtung besteht im einzelnen aus dem Rollenwagen 10 und
dem Schlitten 11. Der Schlitten 11 ist hierbei durch Scharniere 12 mit der Gliederbrücke
5 verbunden (Fig. 3), um Bewegungen der Gliederbrücke 5 in vertikaler Richtung nachgeben
zu können. Die Gliederbrücke 5 ist durch das Drehlager 13 an dem Kuppelrahmen 3 verschwenkbar
angelenkt, um Drehbewegungen in horizontaler Richtung, wie sie beispielsweise bei
Kurvenfahrt des Triebwagenzuges auftreten, aufnehmen zu können. Da die Übergangsbrücke
5 als Gliederbrücke und somit ebenfalls in horizontaler Richtung nachgiebig ausgebildet
ist, wird durch diese konstruktive Ausgestaltung das Auftreten von Verspannungen im
Übergang 1 vermieden
[0023] Der Rollenwagen 10 besteht im einzelnen aus zwei parallelen Längsträgern 10a, die
durch die Traversen 10b und 10c verbunden sind. Auf den Längsträgern 10a ist der Schlitten
11 gleitend gelagert. Hierbei kann auf den Längsträgern 10a eine Gleitschicht 10d
aufgebracht sein. Zur Führung des Schlittens 11 auf dem Rollenwagen 10 weist der Schlitten
im Bereich der Innenflächen der Längsträger 10a seitlich angeordnete Führungsrollen
20 auf; um zu verhindern, daß der Schlitten 11 vom Rollenwagen 10 abhebt, besitzt
der Schlitten zu beiden Seiten jeweils einen Schuh 20a, der den jeweiligen Längsträger
10a untergreift (Fig. 4).
[0024] Im übrigen ist der Rollenwagen 10 mit dem Schlitten 11 durch die Blattfeder 19 verbunden.
Die Blattfeder 19 liegt mit ihren Enden jeweils an der Lagertraverse 11a des Schlittens
11 an und wird etwa mittig bei 21 klemmend von der Traverse 10b des Rollenwagens 10
aufgenommen.
[0025] Der Rollenwagen 10 ist mit dem Schlitten 11 durch zwei Kupplungsvorrichtungen 14
kuppelbar.
[0026] Die Kupplungsvorrichtung 14 besteht aus einem Kolben-Zylinderantrieb 15, durch den
ein am Rollenwagen 10 angeordneter Hebel 16 um eine Achse 17 in eine im Schlitten
11 angeordnete Aussparung 18 verschwenkbar ist (Fig. 5).
[0027] Die gesamte Verfahrvorrichtung 6, bestehend aus Rollenwagen 10 und Schlitten 11,
ist in dem am Fahrzeug angeordneten kastenförmigen Rahmen 22 verfahrbar gelagert.
Hierzu ist der Rollenwagen mit Fahrrollen 23 und seitlich angeordneten Führungsrollen
24 versehen, die die Aufgabe haben, ein Verkanten des Rollenwagens während der Verfahrbewegung
in dem kastenförmigen Rahmen 22 zu vermeiden. Etwa mittig zu dem Rollenwagen 10 ist
in dem kastenförmigen Rahmen 22 in der Längsachse der Kolben-Zylinderantrieb 25 angeordnet.
Der Zylinder des Kolben-Zylinderantriebes 25 ist in dem kastenförmigen Rahmen 22 an
dem Lagerbock 26 befestigt. Der Kolben 25a des Kolben-Zylinderantriebes 25 ist an
der Traverse 10a des Rollenwagens 10 angelenkt.
[0028] Die insgesamt mit 7 bezeichnete Riegelvorrichtung (Fig. 6) besteht aus dem am Rahmen
4 des Fahrzeugs 1a angeordneten schwenkbaren Riegel 27, der in eine am Kuppelrahmen
3 befindliche Riegelfalle 28 eingreift. Der Riegelkopf 27a ist hierbei leicht nach
innen gekrümmt ausgebildet; entsprechend ist der Riegelhalter 28a der Riegelfalle
28 außen leicht abgeschrägt ausgebildet, um ein Einlaufen des Riegels 27 in die Riegelfalle
28 zu ermöglichen. Zum Lösen des Riegels ist ein am Rahmen 4 angeordneter Kolben-Zylinderantrieb
29 vorgesehen, durch den der Riegel 27 aus der Riegelfalle 28 entgegen der Schwerkraft
nach oben verschwenkt wird.
[0029] Im Bereich der Riegelvorrichtung 7 befindet sich die Zentriervorrichtung 30, bestehend
aus einem Zentrierdorn 31, der in eine korrespondierend hierzu ausgebildete Bohrung
33 im Kuppelrahmen 3 einläuft.
[0030] Die Funktionsweise der Vorrichtung ist wie folgt:
[0031] Im verbundenen Zustand zweier Triebwagen, verläuft der Kraftfluß über den Kuppelrahmen
3 in das Drehlager 13, durch das die Gliederbrücke gelagert ist, die wiederum mit
dem Schlitten 11 durch die Scharniere 12 verbunden ist. Der Schlitten 11 steht mit
dem Rollenwagen 10 durch die Feder 19 in Verbindung. Der Rollenwagen ist in dem kastenförmigen
Rahmen 22 durch den Kolben-Zylinderantrieb 25 verfahrbar gehalten. Beim Fahren des
Zuges auftretende Schubbewegungen werden demnach durch die Feder 19 aufgefangen.
[0032] Soll der Übergang an den Rahmen 4 herangezogen werden, so wird zunächst der Schlitten
11 an den Rollenwagen 10 mittels der beiden Kupplungsvorrichtungen 14 gekuppelt und
alsdann der Rollenwagen durch den Kolben-Zylinderantrieb in die in Fig. 2 dargestellte
gestrichelte Position verfahren. Dies ist deshalb möglich, weil der Schlitten 11 durch
die Gliederbrücke 5 mit dem Kuppelrahmen 3 durch das Drehlager 13 verbunden ist. Parallel
zu der Bewegung des Kolbens 25a des Kolben-Zylinderantriebes 25 wird der Kolben 8a
des Kolben-Zylinderantriebes 8 in seinen Zylinder eingezogen, wobei hierbei durch
das Seil 9, das am Kuppelrahmen 3 befestigt ist, der Kuppelrahmen 3 und somit der
wellenbalg 2 ebenfalls an den Rahmen 4 herangezogen werden.
[0033] In dem Moment, wo der Kuppelrahmen 3 an dem Rahmen 4 des Fahrzeuges 1a anliegt, läuft
der Riegel 27 der Riegelvorrichtung 7 in die am Kuppelrahmen 3 angeordnete Riegelfalle
28 ein.
[0034] Da der wellenbalg im zusammengeschobenen Zustand aufgrund der ihm eigenen inneren
Spannung das Bestreben hat auseinanderzugehen, ist zum Auseinanderfahren des wellenbalges
2 lediglich die Kraft des Kolben-Zylinderantriebes 25 erforderlich, um ein gleichmäßiges
Auseinanderfahren des Wellenbalges zu erreichen.
1. Übergang zwischen zwei Fahrzeugen, insbesondere zwischen zwei Schienenfahrzeugen,
mit einer Übergangsbrücke und einem Wellenbalg, der an seinem einen Ende mit dem Fahrzeug
verbunden ist, und der an seinem anderen Ende einen Kuppelrahmen aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang (1) mittels eines am Fahrzeug angeordneten Kolben-Zylinderantriebes
(25) verschieblich ist.
2. Übergang nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben-Zylinderantrieb (25) mit einer Verfahrvorrichtung (6) in Verbindung
steht, die mit dem Übergang (1) verbunden ist.
3. Übergang nach Anspruch 2
dadurch gekennzeichnet, daß die Übergangsbrücke (5) kuppelrahmenseitig mit dem wellenbalg (2) und fahrzeugseitig
mit der Verfahrvorrichtung (6) verbunden ist.
4. Übergang nach Anspruch 3
dadurch gekennzeichnet, daß die Übergangsbrücke (5) an dem Kuppelrahmen (3) des Wellenbalges (2) angelenkt
ist.
5. Übergang nach Anspruch 2
dadurch gekennzeichnet, daß die Übergangsbrücke (5) nach Art eines Parallellenkers, z.B. als Gliederbrücke,
ausgebildet ist.
6. Übergang nach Anspruch 2
dadurch gekennzeichnet, daß die Verfahrvorrichtung (6) aus zwei Verfahrelementen besteht.
7. Übergang nach Anspruch 6
dadurch gekennzeichnet, daß das eine Verfahrelement als Schlitten (11) ausgebildet ist, der mit dem als Rollenwagen
(10) ausgebildeten zweiten Verfahrelement kuppelbar ist.
8. Übergang nach Anspruch 7
dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (11) mit der Übergangsbrücke (5) verbunden ist.
9. Übergang nach Anspruch 7
dadurch gekennzeichnet, daß im entkuppelten Zustand Schlitten (11) und Rollenwagen (10) relativ zueinander
beweglich gelagert sind.
10. Übergang nach Anspruch 7
dadurch gekennzeichnet, daß der Rollenwagen (10) Längsträger (10a) aufweist, auf denen der Schlitten (11)
gleitend angeordnet ist.
11. Übergang nach Anspruch 10
dadurch gekennzeichnet, daß zur Führung des Schlittens (11) auf dem Rollenwagen (10), der Schlitten (11)
seitlich angeordnete Führungsrollen (20) aufweist, die an den Innenflächen der Längsträger
(10a) anliegen.
12. Übergang nach Anspruch 10
dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (11) auf seiner Unterseite Schuhe (20a) aufweist, die den jeweiligen
Längsträger (10a) untergreifen.
13. Übergang nach Anspruch 7
dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (11) mit dem Rollenwagen (10) durch ein elastisches Element in
Verbindung steht.
14. Übergang nach Anspruch 13
dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Element eine Feder (19) ist.
15. Übergang nach Anspruch 14
dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (19) als Blattfeder ausgebildet ist.
16. Übergang nach Anspruch 7
dadurch gekennzeichnet, daß zum Kuppeln des Schlittens (11) mit dem Rollenwagen (10) mindestens eine Kupplungsvorrichtung
(14) vorgesehen ist, die einen verschwenkbaren Haken (16) aufweist, der in entsprechende
Aussparungen (18) des gegenüberliegenden Teiles eingreift.
17. Übergang nach Anspruch 16
dadurch gekennzeichnet, daß der Haken (16) mittels eines Kolben-Zylinderantriebes (15) betätigbar ist.
18. Übergang nach Anspruch 8
dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (11) mittels eines Scharniers (12) mit der Übergangsbrücke (5)
verbunden ist.
19. Übergang nach Anspruch 8
dadurch gekennzeichnet, daß der Rollenwagen (10) in einem kastenförmigen Rahmen (22) geführt ist, und sowohl
Fahrrollen (23), als auch seitlich angeordnete Rollen (24) zur Führung des Rollenwagens
(10) in dem Rahmen (22) aufweist.
20. Übergang nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß der wellenbalg (2) im zusammengefahrenen Zustand an der Stirnseite des Fahrzeugs
(1a) mittels einer Riegelvorrichtung (7) gehalten wird.
21. Übergang nach Anspruch 20
dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (27) entgegen einer Kraft, durch beispielsweise einen Kolben-Zylinderantrieb
(29) aus der Riegelfalle (28) verschwenkt wird.
22. Übergang nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Daches des Wellenbalges (2) ein Zugelement angeordnet ist, das
endseitig mit dem Fahrzeug (1a) in Verbindung steht.
23. Übergang nach Anspruch 22
dadurch gekennzeichnet, daß das Zugelement aus einem am Fahrzeug (1a) angeordneten Kolben-Zylinderantrieb
(8) besteht, der endseitig durch ein flexibles Kraftübertragungselement, beispielsweise
einem Seil (9), mit dem wellenbalg (2) verbunden ist.
24. Übergang nach Anspruch 1 und 19
dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben-Zylinderantrieb (25) in dem kastenförmigen Rahmen (22) gelagert ist.
1. Corridor connection between two vehicles, in particular between two rail vehicles,
with a gangway bridge and a corrugated bellows which at its one end is connected with
the vehicle and at its other end has a coupling frame, characterised thereby, that
the corridor connection (1) is displaceable by means of a piston-cylinder drive (25)
arranged at the vehicle.
2. Corridor connection according to claim 1, characterised thereby, that the piston-cylinder
drive (25) stands in connection with a displacing device (6), which is connected with
the corridor connection (1).
3. Corridor connection according to claim 2, characterised thereby, that the corridor
connection bridge (5) is connected at the coupling frame side with the corrugated
bellows (2) and at the vehicle side with the displacing device (6).
4. Corridor connection according to claim 3, characterised thereby, that the corridor
connection bridge (5) is articulatedly connected with the coupling frame (3) of the
corrugated bellows (2).
5. Corridor connection according to claim 2, characterised thereby, that the corridor
connection bridge (5) is constructed in the manner of a parallel guide, for example
as jointed bridge.
6. Corridor connection according to claim 2, characterised thereby, that the displacing
device (6) consists of two displacing elements.
7. Corridor connection according to claim 6, characterised thereby, that the one displacing
element is constructed as a sliding carriage (11), which is couplable with the second
displacing element constructed as a trolley (10).
8. Corridor connection according to claim 7, characterised thereby, that the sliding
carriage (11) is connected with the corridor connection bridge (5)
9. Corridor connection according to claim 7, characterised thereby, that the sliding
carriage (11) and the trolley (10) in the disengaged state are borne to be one movable
relative to the other.
10. Corridor connection according to claim 7, characterised thereby, that the trolley
(10) displays longitudinal carriers (10), on which the sliding carriage (11) is arranged
to be slidable.
11. Corridor connection according to claim 10, characterised thereby, that the sliding
carriage (11) displays laterally arranged guide rollers (20), which lie against the
inward surfaces of the longitudinal carriers (10a), for the guidance of the sliding
carraige (11) on the trolley (10).
12. Corridor connection according to claim 10, characterised thereby, that the sliding
carriage (11) at its underside displays shoes (20a), which engage under the respective
longitudinal carrier (10a).
13. Corridor connection according to claim 7, characterised thereby, that the sliding
carriage (11) stands in connection with the trolley (10) by an elastic element.
14. Corridor connection according to claim 13, characterised thereby, that the elastic
element is a spring (19).
15. Corridor connection according to claim 14, characterised thereby, that the spring
(19) is constructed as leaf spring.
16. Corridor connection according to claim 7, characterised thereby, that at least one
coupling device (14), which displays a pivotable hook (16), which engages into corresponding
recesses (18) of the oppositely situated part, is provided for the coupling of the
sliding carriage (11) with the trolley (10).
17. Corridor connection according to claim 16, characterised thereby, that the hook (16)
is actuable by means of a piston-cylinder drive (15).
18. Corridor connection according to claim 8, characterised thereby, that the sliding
carriage (11) is connected with the corridor connection bridge (5) by means of a hinge
(12).
19. Corridor connection according to claim 8, characterised thereby, that the trolley
(10) is guided in a box-shaped frame (22) and displays runners (23) as well as also
laterally arranged rollers (24) for the guidance of the trolley (10) in the frame
(22).
20. Corridor connection according to claim 1, characterised thereby, that the corrugated
bellows (2) in the compressed state is retained at the end face of the vehicle (1a)
by means of a latching device (7).
21. Corridor connection according to claim 20, characterised thereby, that the latching
bar (27) is pivoted out of the latching catch (28) against a force by, for example,
a piston-cylinder drive (29).
22. Corridor connection according to claim 1, characterised thereby, that a tension element,
which at the end stands in connection with the vehicle (1a), is arranged in the region
of the roof of the corrugated bellows (2).
23. Corridor connection according to claim 22, characterised thereby, that the tension
element consists of a piston-cylinder drive (8), which is arranged at the vehicle
(1a) and connected at the end through a flexible force transmission element, for example
a cable (9), with the corrugated bellows (2).
24. Corridor connection according to claim 1 and 19, characterised thereby, that the piston-cylinder
drive (25) is borne in the box-shaped frame (22).
1. Passage d' intercommunication entre deux véhicules, notamment entre deux véhicules
ferroviaires, comportant une passerelle et un soufflet dont une extrémité est fixée
au véhicule et dont l'autre extrémité comporte un cadre d'accouplement, caractérisé en ce que le passage (1) est coulissant au moyen d'un entraînement à piston et cylindre
(25) monté sur le véhicule.
2. Passage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'entraînement à piston et cylindre (25) est lié à un dispositif de déplacement
(6) qui est lié au passage (1).
3. Passage selon la revendication 2, caractérisé en ce que la passerelle (5) est liée au soufflet (2) du côté du cadre d'accouplement
et au dispositif de déplacement (6) du côté du véhicule.
4. Passage selon la revendication 3, caractérisé en ce que la passerelle (5) est articulée au cadre d'accouplement (3) du soufflet
(2).
5. Passage selon la revendication 2, caractérisé en ce que la passerelle (5) est agencée sous la forme d'une construction à bras parallèles,
par exemple une passerelle à éléments.
6. Passage selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif de déplacement (6) comporte deux éléments de déplacement.
7. Passage selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'un des éléments de déplacement est formé par un coulisseau (11) qui peut
être couplé à l'autre élément de déplacement, formé par un chariot à roulettes (10).
8. Passage selon la revendication 7, caractérisé en ce que le coulisseau (11) est lié à la passerelle (5).
9. Passage selon la revendication 7, caractérisé en ce que, dans leur état découplé, le coulisseau (11) et le chariot (10) sont mobiles
l'un par rapport à l'autre.
10. Passage selon la revendication 7, caractérisé en ce que le chariot (10) comporte des longerons (10a) sur lesquels le coulisseau
(11) est monté de manière à glisser.
11. Passage selon la revendication 10, caractérisé en ce que, pour guider le coulisseau (11) sur le chariot (10), le coulisseau (11)
comporte des galets latéraux de guidage (20) qui s'appuient contre les surfaces intérieures
des longerons (10a).
12. Passage selon la revendication 10, caractérisé en ce que le coulisseau (11) comporte, à sa face inférieure, des sabots (20a) qui
sont engagés sous les longerons respectifs (10a).
13. Passage selon la revendication 7, caractérisé en ce que le coulisseau (11) est lié au chariot (10) au moyen d'un élément élastique
.
14. Passage selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'élément élastique est un ressort (19).
15. Passage selon la revendication 14, caractérisé en ce que le ressort (19) est un ressort à lame.
16. Passage selon la revendication 7, caractérisé en ce que, pour coupler le coulisseau (11) au chariot (10), il est prévu au moins
un dispositif de couplage (14) comportant un crochet pivotant (16) qui s' engage dans
des évidements correspondants (18) de la pièce opposée.
17. Passage selon la revendication 16, caractérisé en ce que le crochet (16) est actionné au moyen d'un entraînement à piston et cylindre
(15).
18. Passage selon la revendication 8, caractérisé en ce que le coulisseau (11) est lié à la passerelle (5) au moyen d'une charnière
(12).
19. Passage selon la revendication 8, caractérisé en ce que le chariot (10) est guidé dans un châssis en forme de caisson (22) et comporte
à la fois des roulettes de support (23) et des roulettes latérales (24) pour guider
le chariot (10) dans le châssis (22).
20. Passage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le soufflet (2), dans son état rétracté, est maintenu sur la face frontale
du véhicule (la) au moyen d'un dispositif à verrou (7).
21. Passage selon la revendication 20, caractérisé en ce que le verrou (27) pivote pour sortir de la gâche (28) dans le sens opposé
à une force, par exemple au moyen d'un entraînement à piston et cylindre (29).
22. Passage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un élément de traction est disposé dans la zone du plafond du soufflet (2),
une extrémité de cet élément étant liée au véhicule (1a).
23. Passage selon la revendication 22, caractérisé en ce que l'élément de traction est formé par un entraînement à piston et cylindre
(8) monté sur le véhicule (1a) et dont une extrémité est liée au soufflet (2) au moyen
d'un élément de transmission flexible, par exemple un câble (9).
24. Passage selon les revendications 1 et 19, caractérisé en ce que l'entraînement à piston et cylindre (25) est monté dans le châssis (22)
en forme de caisson.