[0001] Die Erfindung betrifft ein Spannbündel für vorgespannte Tragwerke, insbesondere aus
Beton nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1, sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung
und Einbau.
[0002] Die US-A-3 646 748 offenbart ein Spannbündel für vorgespannte Tragwerke aus Beton,
bestehend aus mehreren in einer geordneten Konfiguration schraubenförmig verlaufenden
und einander gegenseitig berührenden Spannelementen, welche von einem gemeinsamen
aufgeschrumpften Kunststoffmantel umhüllt sind, wobei die Spannelemente vom Kunststoffmantel
eng umhüllt sind und die Innenwandung des Kunststoffmantels an den äußeren Spanngliedern
eng anliegt. Hiebei kann das Spannbündel irgendeine Form aufweisen. Hiebei ist vorgesehen,
daß eine dauerplastische Masse die Zwischenräume ausfüllt und auch zwischen die Spannelemente
und den Kunststoffmantel eingedrungen ist. Hiebei ist nur ein einziges Spannbündel
vorgesehen, welches aus mehreren Drähten besteht, die m einen zentralen Draht gewunden
sind, was den Nachteil hat, daß nur eine beschränkte Spannkraft erzielt werden kann.
[0003] Ein ähnliches Spannbündel offenbart auch die US-PS 4 623 504.
[0004] Beim Spannbündel gemäß der EP-A-0 393 013 sind mehrere Spannglieder parallel zueinander
verlaufend gemeinsam von einem Kunststoffmantel umgeben. Durch die dabei vorgesehenen
Umhüllungen der einzelnen Spannglieder selbst ist der Querschnitt der beschriebenen
und dargestellten Spannbündel um einiges größer als er eigentlich sein müßte. Auch
der umhüllende Kunststoffmantel ist dadurch weiter von den einzelnen Spanngliedern
entfernt als es notwendig wäre. Das Herstellungsverfahren gemäß der EP-A-0 393 913
umfaßt das Durchführen der Spannglieder durch einen Extruder, wobei jedoch kein Aufschrumpfen
des Kunststoffmantels erfolgt, um beim Endprodukt einen möglichst kleinen Querschnitt
des Bündels zu erzielen und doch die Beweglichkeit der einzelnen Spannglieder im Bündel
gegenüber dem Mantel zu gestatten.
[0005] Im Spannbündel gemäß der GB-A-1 394 382 sind die Zwischenräume zwischen den Spannelementen
untereinander durch Fett ausgefüllt. Hiebei besteht das Spannbündel aus mehreren Drähten,
die parallel zueinander liegend in einer Umhüllung angeordnet sind. Drähte haben den
Nachteil, daß sie verhältnismäßig steif sind und eine Haspel mit großem Durchmesser
zum Aufwickeln der Spannglieder benötigen.
[0006] Weiters ist bekannt, Spannelemente ungeordnet in ein vorgefertigtes Hüllrohr einzuziehen
und den verbleibenden Freiraum mit einer Gleitmasse, beispielsweise Fett, auszupressen.
Allerdings kann bei derartig hergestellten Spannbündeln nur eine 50 bis 60%ige Füllung
des Querschnittes des Bündels erzielt werden, sodaß ein relativ hoher Platzbedarf
in bezug auf die Belastbarkeit des Spannbündels gegeben ist.
[0007] Überdies fällt der Schwerpunkt der Spannelement-Anordnung nicht mit dem Schwerpunkt
der Umhüllung bzw. deren geometrischer Achse, zusammen. Zusätzlich ändert sich an
jeder Umlenkstelle, d.h. bei Wechsel des Krümmungssinnes, die gegenseitige Lage der
Schwerpunkte.
[0008] Für Kabel, bei welchen die einzelnen Spannelemente nicht parallel zueinander, sondern
im Bündel verdreht vorliegen, wurde vorgeschlagen, ("Structural Engineering International",
Volum 1, Number 1, February 1991, pp.61,62), die inneren Zwischenräume zwischen den
Drähten mit einer Korrosionsschutzmasse auszufüllen. Hiebei ist der innere Mantel
auf die Drähte aufgebaut. Beim Spannen dieses Kabels dehnt sich der äußere Mantel
mit dem Kabel in gleichem Maß. Dabei wird das Problem, die Reibungskräfte zwischen
der Anordnung der Spannelemente und dem Mantel zu vermindern, nicht angesprochen.
[0009] Beim Vorspannglied gemäß der AT-PS 269 439 sind im wesentlichen geradlinig verlaufend
angeordnete und zueinander parallel ausgerichtete Teilelemente vorgesehen, die jedoch
kraftschlüssig und schubfest miteinander verbunden sind. Diese Bindemittel, beispielsweise
ein Metallkleber, füllt die Zwischenräume zwischen den Teilelementen aus, jedoch ist
kein die Teilelemente gemeinsam umhüllender Kunststoffmantel vorgesehen. Das Problem
der Abstandwahl zwischen den einzelnen Teilelementen wird nicht angesprochen und auch
das Problem der Reibungskräfte zwischen den Spannelementen und einem Mantel bleibt
ungelöst.
[0010] Bei der Konstruktion gemäß der EP-A-0 160 135 ist die Beweglichkeit der Spannglieder
des Bündels gegenüber dem sie umhüllenden Kunststoffmantel nicht gegeben. Vielmehr
muß zu diesem Zweck außerhalb des Kunststoffmantels eine Gleitschicht und radial darauffolgend
nochmals eine Umhüllung vorgesehen sein, wobei sich die Spannglieder zusammen mit
dem sie umgebenden Mantel innerhalb der äußeren Umhüllung bewegen können. Darüberhinaus
sind die äußeren Spannglieder des beschriebenen Spannbündels verdrillt um ein zentrales
Spannglied angeordnet, sodaß sich bei Veränderung der Vorspannung in nachteiliger
Weise Formänderungen, insbesondere Änderungen des Querschnittes des Spannbündels ergeben.
[0011] Ein Spannglied mit verdrillten Teilelementen ist auch in der WO-A-85/05394 beschrieben,
die kein reines Spannbündel, sondern ein Bewehrungselement für Spannbetonkonstruktionen
beschreibt. Dieses Bewehrungselement besteht aus einer Kombination von einem oder
mehreren Spanngliedern herkömmlichen Bewehrungsstäben und zumindest einem dazwischen
vorgesehenen Wendelstab als Abstandhalter. Bei dieser Konstruktion kommt es ebenfalls
bei wechselnder Vorspannung zu den oben angesprochenenen nachteiligen Querschnittveränderungen
des Bewehrungselementes und es wird weder auf eine Minimierung des Platzbedarfes noch
auf die Verminderung der Reibungskräfte zwischen den Spannelementen und einem sie
umhüllenden Mantel eingegangen.
[0012] Letzteres gilt auch für die EP-A-0 105 839, in der lediglich beschrieben ist, daß
es bekannt ist, Spannelemente mit einer zweischichtigen Kunststoffumhüllung zu versehen.
Dieses Dokument geht dann auf die Materialwahl für die Kunststoffumhüllung näher ein,
beschäftigt sich jedoch nicht mit der Minimierung des Platzbedarfes der Herabsetzung
der Reibung zwischen Spannelementen und Mantel, sowie der Beibeihaltung der Form und
Geometrie des Spannbündels.
[0013] Die EP-A-0 095 413 greift lediglich das Teilproblem der Gleitfähigkeit der Spannglieder
gegenüber einem Hüllrohr auf, das auch aus Kunststoff angefertigt sein kann. Das letztgenannte
Dokument gibt jedoch keinen Hinweis darauf, wie das Problem der Herabsetzung der Reibung
gleichzeitig mit der weitgehenden Minimierung des Platzbedarfes und der Beibehaltung
der Form und Geometrie eines Spannbündels aus mehreren einzelnen Spanngliedern gelöst
werden kann.
[0014] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Spannbündel anzugeben,
welches die oben angeführten Nachteile bei weitestgehende Minimierung des Platzbedarfes,
gleichzeitiger Herabsetzung der Reibung und Beibehaltung der Form und Geometrie des
Bündels in jeder Lage vermeidet und wobei Spannelemente auch einzeln oder in Gruppen
spannbar sind und auf einer Haspel mit verhältnismäßig kleinem Durchmesser aufgedreht
werden können.
[0015] Zur Lösung dieser Aufgabe dient die Maßnahme nach dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches
1.
[0016] Durch die dauerplastische Masse zwischen den Spannelementen selbst und insbesondere
zwischen Spannelementen und Kunststoffmantel wird die Reibung weitgehend vermindert,
das Spannen, auch einzelner und insbesondere der äußersten Spannelemente erleichter,
wobei alle Vorteile des kompakten Parallel-Bündels beibehalten werden. Das Merkmal
nach Anspruch 2 kann gleichzeitig auch dem Korrosionsschutz der Spannelemente dienen.
Hiebei reicht eine Dicke von einem oder wenigen »m an den Berührungsstellen zwischen
den Spannelementen bzw. diesen und dem Kunststoffmantel für das angestrebte reibungslose
Spannen der Elemente aus.
[0017] Vorzugsweise werden als dauerplastische Masse Gleitmassen, z.B. umwelt-, insbesondere
wasserverträgliche Fette, vorzugsweise auf Silikon- oder Mineralölbasis, oder Naturprodukte,
z.B. auf Rapsbasis, verwendet.
[0018] Vorteilhafterweise sind die Spannelemente gemäß Anspruch 3 zusammengehalten, wodurch
die geometrische Konfiguration des Bündels noch stabiler erhalten bleibt. Auch kann
dadurch ein Schlagen der Spannelemente gegeneinander bzw. gegen die Innenwandung des
Kunststoffmantels vermieden werden, sodaß die Gefahr von Beschädigungen noch weiter
reduziert ist.
[0019] Eine vorteilhafte Variante bietet Anspruch 4.
[0020] Um eine weitestgehend freie Beweglichkeit der Spannelemente im Mantel zu gewährleisten,
dient Anspruch 5. Durch dieses zusätzliche Merkmal wird einerseits eine bessere und
exaktere Führung der äußersten Spannelemente auch zwischen allenfalls vorgesehenen
umhüllenden Elementen sowie eine Reduzierung der notwendigen Menge an dauerplastischer
Masse erzielt.
[0021] Selbstverständlich können die Spannelemente einzeln oder in Gruppen korrosionsgeschützt
sein, beispielseise durch eine Kunststoffumhüllung oder eine galvanische Beschichtung.
[0022] Vorteilhafterweise wird das beschriebene Spannbündel in einem Verfahren hergestellt,
welches nach dem Oberbegriff des Anspruches 6 ausgeführt wird. Ein derartiges Verfahren
ist im wesentlichen durch die FR-A-2 610 656 bekannt geworden. Aufgabe der Erfindung
ist es, Maßnahmen zu treffen, daß beim anschließenden Kühlen und Schrumpfen des Kunststoffmantels
dieser den Spannelementen ausreichend Platz läßt, damit die Elemente im Mantel gleiten
können. Diese Maßnahmen werden durch den kennzeichnenden Teil des Patentanspruches
6 erfüllt.
[0023] Gemäß diesem Herstellungsverfahren wird das Spannbündel in der Konfiguration hergestellt,
welche den geringstmöglichen Platzbedarf aufweist und durch das Ansaugen des Kunststoffmantels
an die Innenwandung des Kalibrators wird erreicht, daß der Mantel so weit aufgeweitet
wird, daß er beim anschließenden Abkühlen und damit verbundenen Schrumpfen nur in
einem Maße enger wird, daß die innenliegenden Spannelemente noch genügend Freiheit
haben, um gegenüber dem Kunststoffmantel gleiten zu können. Der Mantel muß also so
weit aufgeweitet werden, daß seine Innenwandung beim fertigen Spannbündel nicht derart
fest anliegt, um ein Gleiten der Spannelemente zu verhindern. Das genaue Ausmaß der
notwendigen Aufweitung ist abhängig von verwendeten Material des Kunststoffmantels,
da verschiedene Kunststoffe unterschiedliche Schrumpfungskoeffizienten aufweisen können.
Auch der weiter oben angesprochene Reibungs- bw. Haftkoeffizient des Kunststoffmaterials
gegenüber dem Material der Spannelemente beeinflußt die notwendige Aufweitung des
Kunststoffmantels. Materialien mit sehr niedrigem Reibungs- bzw. Haftkoeffizienten
können fester gegen die Spannelemente gepreßt werden als solche mit hohem Koeffizienten.
Während im ersteren Fall geringe Aufweitungen möglich sind, muß im zweiten Fall der
Kunststoffmantel so weit nach außen gesaugt werden, daß die Spannelemente nach dem
anschließenden Aufschrumpfen des Mantels relativ locker umschlossen sind.
[0024] Je nach dem Anwendungsgebiet für das fertige Spannbündel bzw. der gewünschten Vorgangsweie
in bezug auf eine anschließende Auspressung des Raumes zwischen den Spannelementen
mit unterschiedlichen Substanzen, kann vorgesehen sein, daß die Spannelemente trocken
oder mit einer dünnen Schicht einer dauerplastischen Masse umgeben durch den Extruder
geführt werden.
[0025] Wenn das erfindungsgemäße Spannbündel derart ausgeführt sein soll, daß die Zwischenräume
zwischen den Spannelementen durch eine dauerplastische Masse ausgefüllt sein sollen
und diese Masse auch die Spannelemente umgeben soll, kann gemäß den Ansprüchen 6 und
7 das Herstellungsverfahren gekennzeichnet sein.
[0026] Die Maßnahme nach Anspruch 8 dient dazu, um das Führen der Spannelemente zu erleichtern
und auch beim fertiggestellten Spannbündel die Konfiguration mit dem geringsten Platzbedarf
beinhalten zu können.
[0027] Das erfindungsgemäße Spannbündel wird vorzugsweise nach Anspruch 9 eingebaut. Danach
können die Spannelemente nach Anspruch 10 oder 11 verankert werden.
[0028] Als einer der letzten Verfahrensschritte beim Einbau des erfindungsgemäßen Spannbündels
kann die Maßnahme nach Anspruch 12 vorgesehen sein.
[0029] Bei Verwendung einer dauerplastischen Masse ist es wie angegeben möglich, sowohl
vor als auch nach dem Spannen das Spannbündel zu verpressen, weshalb diese Möglichkeit
hauptsächlich dort angewendet wird, wo die Spannelemente auch nach dem ersten Einbau
nachgespannt werden müssen, bzw. deren Vorspannung allenfalls vermindert werden soll.
Die zweite angegebene Möglichkeit des Verpressens mit einer aushärtenden Masse wird
in jenen Fällen Anwendung finden, in welchen das Spannbündel über die gesamte Standzeit
keiner Änderung der Vorspannungskräfte unterworfen wird.
[0030] Das erfindungsgemäße Spannbündel findet in vorteilhafter Weise nach den Ansprüchen
13 und 14 Anwendung.
[0031] In der nachfolgenden Beschreibung sollen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
zwei Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Spannbündels näher beschrieben werden.
[0032] Dabei zeigen
Fig. 1 das erfindungsgemäße Spannbündel mit im wesentlichen kreisförmigen inneren
Querschnitt des Kunststoffmantels,
Fig. 2 das gleiche Spannbündel der Fig. 1, jedoch mit einem umhüllenden Element,
Fig. 3 eine Variante, bei welcher der Kunststoffmantel in die äußeren Zwischenräume
der Litzen eindringt,
Fig. 4 ein Spannbündel mit einem umhüllenden Element der Litzen, in einer Ausführung
entsprechend der Fig. 3,
Fig. 5 bis 16 verschiedene Varianten des erfindungsgemäßen Spannbündels mit unterschiedlichen
Anzahlen und Anordnungen der einzelnen Litzen,
Fig. 17 eine Umlenkstelle im Tragwerk mit drei Spannbündeln,
Fig. 18 einen Schnitt nach der Linie XVIII-XVIII der Fig. 17 und
Fig. 19 bis 21 drei Varianten der Anordnung von Spannbündeln, z. B. nach den Fig.
9, 12 und 16.
[0033] In den Zeichnungen sind mit 1 die einzelnen Spannelementen des Spannbündels bezeichnet.
Hiebei sind die einzelnen Spannelemente 1 aus Litzen aufgebaut. Auch Umhüllungen der
Spannelemente 1 oder Gruppen davon sind möglich, insbesondere aus Kunststoff oder
durch galvanische Beschichtung, um den Korrosionsschutz schon für jedes einzelne Element,
bzw. jede Gruppe von Elementen sicherzustellen.
[0034] Alle Spannelemente 1 sind von einem gemeinsamen Kunststoffmantel 2 umgeben. Dieser
ist vorzugsweise aus Polyäthylen oder einem ähnlichen Material hergestellt. Bei den
dargestellten Ausführungsbeispielen ist die Konfiguration der Spannelemente 1 derart
gewählt, daß ein Kranz von sechs äußeren Spannelementen um ein zentrales Spannelement
herum angeordnet ist. Die Mittelpunkte je dreier benachbarter Spannelemente 1 bilden
in diesem Fall ein gleichseitiges Dreieck.
[0035] Für bestimmte Anwendungsgebiete kann es jedoch auch notwendig sein, von dieser Anordnung
abweichende Konfigurationen vorzusehen, bei welchen die Mittelpunkte aller Spannelemente
1 auf einer geraden Linie oder je vier Spannelemente in den Ecken eines Quadrates
oder eines Rechteckes liegen. So könnten beispielsweise nur drei benachbarte Spannelemente
1 derart angeordnet sein, daß deren Mittelpunkte beispielsweise ein gleichseitiges
Dreieck bilden (Fig. 5). Die einfachste Anordnung ergibt sich bei zwei nebeneinander
liegenden Spannelementen. Das Spannbündel bildet in diesem Fall ein flaches Band (Fig.
6). Es können aber auch drei (Fig. 7), vier (Fig. 8) oder mehrere Spannelemente nebeneinander
liegend in einer Reihe angeordnet sein. Des weiteren sind auch zwei oder mehrere übereinander
liegende Reihen von Spannelementen denkbar. Beispielsweise ist in Fig. 9 ein Spannbündel
dargestellt, bei welchem vier Spannelemente ein Quadrat bilden.
[0036] In entsprechender Weise können aber auch zwei Dreierreihen (Fig. 10), zwei Viererreihen
(Fig. 11) oder zwei Reihen einer beliebigen Anzahl von nebeneinander liegenden Spannelementen
übereinanderliegend angeordnet sein. Natürlich sind auch Anordnungen von drei (Fig.
12, Fig. 13) oder auch mehreren übereinander liegenden Reihen von Spannelementen möglich.
Nach oben hin besteht für die Anzahl der möglichen Spannelemente 1 im Prinzip keine
Beschränkung, sodaß im wesentlich beliebig viele Spannelemente in allen möglichen
geometrischen Konfigurationen zu einem erfindungsgemäßen Spannbündel vereinigt werden
können. So sind etwa auch mehrere konzentrische Kränze von Spannelementen möglich.
Beispielsweise zwei Kränze wie in Fig. 14 dargestellt ist. Aber auch eine dreieckige
Anordnung, wie in Fig. 5, kann um einen weiteren äußeren Kranz von Spannelementen
ergänzt werden, sodaß sich beispielsweise die in Fig. 15 dargestellte Anordnung ergibt
(in den Fig. 5 bis 15 ist nur die schematische Anordnung der Spannelemente 1 im Spannbündel
dargestellt, ohne auf den erfindungsgemäßen Aufbau näher einzugehen. Natürlich sind
die erfindungsgemäßen Merkmale der zwischen Mantel 2 und Spannelement 1 eindringenen
Gleitmasse bzw. der zusätzlich vorgesehenen Merkmale bei allen diesen Ausführungen
verhanden). Eine weitere Variante ist in Fig. 16 dargestellt.
[0037] In jedem Fall bleibt die Geometrie des Spannbündels, d.h. die relative Lage der Schwerpunkte
der Spannelement-Aordnung und der Umhüllung, auch bei Umlenkungen od.dgl. erhalten.
[0038] Die Spannelemente 1 berühren einander wie in Fig. 1 dargestellt, d.h. die Spannelemente
1 sind dichtestmöglich aneinander liegend im Spannbündel angeordnet. Die Zwischenräume
zwischen den Spannelementen untereinander sind durch die eingangs erwähnte dauerplastische
Masse ausgefüllt.
[0039] Die Innenwandung 3 des Kunststoffmantels 2 ist im Querschnitt im wesentlichen von
kreisförmigem Umriß. Sie liegt an den äußeren Spannelementen 1 dicht an. Dieses dichte
Anliegen des Mantels 2 an die Spannelemente 1 erfolgt jedoch nur in einem solchen
Ausmaß, daß die relative Beweglichkeit der Spannelemente 1 gegenüber dem Kunststoffmantel
2, beispielsweise im Falle des Spannens der Spannelemente, gewahrt bleibt. Die Kraft,
mit welcher die Innenwandung 3 des Mantels 2 gegen die Spannelemente 1 gepreßt wird,
darf nicht jenen Wert überschreiten, bei welchem der Reibungs- oder Haftkoeffizient
zwischen den beiden Bauteilen 1, 2, so groß wird, daß keine Verschiebung mehr möglich
ist. Zur Verringerung des besagten Koeffizienten kann natürlich auch eine dauerplastische
Masse vorgesehen sein, wobei diese Masse zumindest einen zwischen den äußersten Elementen
1 und dem Mantel 2 eingedrungenen Film mit zumindest einer Dicke von einem oder weniger
»m bildet. Zwischen jeweils zwei der äußersten Spannelemente 1 liegt ein Zwischenraum
5, der bei im wesentlichen kreisförmigen äußeren Querschnitt der Spannelemente einen
zwickelförmigen Umriß aufweist. Diese zwickelförmigen Zwischenräume 5 und die innenliegenden
Zwischenräume 4 zwischen den einzelnen Spannelementen 1 können mit der bereits erwähnten
dauerplastischen Masse ausgefüllt sein.
[0040] Bei anders gestalteten Spannbündeln bezüglich des äußeren Umrisses der einzelnen
Spannelemente 1 bzw. deren Konfiguration im Spannbündel kann vorgesehen sein, daß
der Kunststoffmantel 2 nur an einigen der äußersten Spannelemente 1 eng anliegt. Als
Beispiels sei hier nur eine Anordnung von Spannelementen genannt, bei welcher mehrere
konzentrische Kränze um ein zentrales Element angeordnet sind, und bei welcher sich
schließlich eine im wesentlichen hexagonale Anordnung ergibt. Bei keisförmigem Umriß
der Innenwandung 3 des Kunststoffmantels 2 wird diese nur an den sechs Spannelementen
1 eng anliegen, welche vom zentralen Element den größten Abstand aufweisen. Auch bei
dreieckigen Konfigurationen der Spannelemente 1 gilt dies für die jeweiligen drei
äußersten Spannelemente 1, welche die Ecken des Dreieckes bilden, sinngemäß.
[0041] Die Fig.2 zeigt eine Variante des oben beschriebenen erfindungsgemäßen Spannbündels,
wobei die Spannelemente 1 nun durch ein umhüllendes Element 7 in der dichtestmöglichen
Anordnung, in welcher sie einander berühren, gehalten ist. Diese Variante bietet auch
bei der Herstellung des Spannbündels Vorteile, da die einzelnen Spannelemente 1 bereits
während des Durchführens durch den Extruder zur Aufbringung des Kunststoffmantels
2 auf die Spannelemente 1 bzw. durch die Korrosionsschutzmasse, um allenfalls die
Zwischenräume 4 und 5 mit der besagten Masse füllen, in der gewünschten Konfiguration
gehalten werden. Die Spannelemente 1 müssen daher nicht anschließend durch zusätzliche
Einrichtungen zusammengedrückt werden, um die gewünschte dichte Anordnung zu erhalten,
oder überschüssige Gleitmasse aus dem Spannbündel herauszupressen, sondern die Spannelemente
1 mit der daran befindlichen Masse können direkt in den Extruder eingeführt werden.
[0042] Eine andere Variante zeigt die Fig.3. Hierbei schließt die Innenwandung 3 des Kunststoffmantels
2 ebenfalls an jeder Stelle entlang des Umfanges an den äußersten Spannelementen 1
an. Allerdings füllt der Kunststoffmantel 2 zumindest einen Teil der von den äußersten
Spannelementen außen begrenzten und meist zwickelförmigen Zwischenräume durch Vorsprünge
6 zumindest teilweise aus. Da die Spannelemente 1 jedoch dicht an dicht liegen, kann
das Material des Kunststoffmantels 2 nicht zwischen die äußersten Spannelemente 1
eindringen, sodaß alle innerhalb des äußersten Kranzes von Spannelementen 1 liegenden
Zwischenräume 4 weiterhin nur von der Gleitmasse ausgefüllt sind. Selbstverständlich
kann auch bei dieser Variante ein umhüllendes Element 7 vorgesehen sein, wie das in
Fig. 4 dargestellt ist.
[0043] Zur Herstellung des oben beschriebenen Spannbündels bzw. der oben beschriebenen Ausführungsformen
kann vorteilhafterweise so vorgegangen werden, daß die Spannelemente 1 einander gegenseitig
berührend durch einen Extruder geführt werden, in welchen der Kunststoffmantel 2 aufgebracht
wird. Die verwendung von Extrudern zur Aufbringung von Ummantelungen ist dabei eine
übliche Technik. Um jedoch ein ausreichendes Maß an Freiheit für die Spannelemente
1 gegenüber der Innenwandung 3 des Kunststoffmantels zu erzielen bzw. zu erreichen,
daß der Kunststoffmantel 2 mit seiner Innenwandung 3 nicht derart fest an den Spannelementen
1 anliegt, um die relative Verschiebung dieser Bauteile gegeneinander zu verhindern,
ist als anschließender Verfahrensschritt vorgesehen, das Spannbündel mit dem noch
erwärmten Kunststoffmantel in einen Vakuumkalibrator zu führen. In diesem Gerät wird
durch Erzeugen eines Vakuums der Mantel 2 derart an die Wand des Kalibrators gesaugt,
sodaß beim anschließenden Kühlen und Schrumpfen des Kunststoffmantels dieser den Spannelementen
ausreichend Platz läßt, damit die Elemente 1 im Mantel 2 gleiten können.
[0044] Bei Durchführung durch den Extruder können die Spannelemente je nach Wunsch trocken
oder mittels beliebiger Aufbringungsverfahren mit einer dünnen Schicht einer dauerplastischen
Masse umgeben sein. Beispielsweise könnte eine derartige Masse durch Aufsprühen auf
jedes einzelne Spannelement bzw, die bereits endgültige Konfiguration der Spannelemente
vorgesehen sein.
[0045] Gemäß einer Abwandlung des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens kann aber auch
in einer Weise vorgegangen werden, bei welcher die Spannelemente sich gegenseitig
berührend durch die dauerplastische Masse geführt werden, wobei die Masse in die inneren
und äußeren Zwischenräume der Spannelemente 1 eindringt. Danach werden die Spannelemente
1 zusammen mit der daran befindlichen Masse durch einen Extruder geführt, in welchem
der Kunststoffmantel aufgebracht wird. Die zwickelförmigen Zwischenräume werden hiebei
zuerst mit der dauerplastischen Masse ausgefüllt, und im Extruder kann dann wahlweise
die Aufextrudierung des Kunststoffmantels 2 derart gesteuert werden, daß entweder
die äußeren Zwischenräume lediglich von der Gleitmasse ausgefüllt verbleiben, oder
daß das Material des Kunststoffmantels 2 auch zumindest teilweise Vorsprünge 6 bildet,
welche die besagten äußeren Zwischenräume zumindest teilweise ausfüllt. Diese Möglichkeit
besteht natürlich auch für das zuerst beschriebene Verfahren.
[0046] Im zweiten Fall dringt die Masse zwischen die äußersten Spannelemente 1 und der Innenwandung
3 des Mantels 2 ein, sodaß die Spannelemente 1 gleitfähig im Mantel 2 liegen und außen
von zumindest einem Film der Gleitmasse umhüllt sind.
[0047] Um nun die Spannelemente 1 vor allem während der Herstellung des erfindungsgemäßen
Spannbündels in einer Konfiguration zu halten, bei der die einzelnen Elemente 1 einander
gegenseitig berühren, kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, daß die Spannelemente
1 schon beim Durchführen durch den Extruder beim ersten Herstellungsverfahren bzw.
im zweiten Fall durch die dauerplastische Masse durch zumindest ein umhüllendes Element
7 zusammengehalten sind. Dazu kann beispielsweise eine Folie oder ein Netz aus Kunststoff-
oder Stahlgeflecht verwendet werden, welches jedoch auch während des Durchlaufens
der Masse bzw. des Extruders oder auch nach dem Durchführen des Spannbündels durch
die Masse angebracht werden.
[0048] Das als Beispiel für ein derartiges Element 7 angegebene Netz weist dabei den Vorteil
auf, daß es das Eindringen der Gleitmasse in die Zwischenräume zwischen den Spannelementen
nicht behindert, und sogar noch eine gewisse rückhaltende Wirkung für jenen Anteil
der Masse aufweist, welche die äußeren Zwischenräume 5 ausfüllt. Wie aus Fig.4 ersichtlich,
gestattet es das umhüllende Element 7 in seiner Ausführung als netzartige Struktur,
daß auch die Vorsprünge 6 des Kunststoffmantels 2 durch das Element 7 hindurchdringen
und dabei eine feste Verbindung zwischen dem umhüllenden Element 7 und dem Mantel
2 herstellen, während die Spannelemente 1 weiter gleitfähig bleiben. Das Element 7
übernimmt bei dieser Ausführungsform auch die Funktion einer stabilisierenden "Bewehrung"
des Kunststoffmantels 2.
[0049] Beim Einbau des Spannbündels kann das komplette und werksmäßig gefertigte, allenfalls
bereits abgelängte, Bündel eingezogen werden, worauf die Spannelemente gemeinsam mittels
einer Spannpresse auf den gewünschten Wert gespannt werden. Das Parallel-Bündel hat
zusätzlich den Vorteil, daß die Spannelemente aber auch in Gruppen oder einzeln gespannt
werden können, da aufgrund der erfindungsgemäßen Konstruktion die Spannelemente 1
relativ zueinander und gegenüber dem Kunststoffmantel 2 leicht beweglich sind. Die
Verankerung in Ankerkörpern erfolgt vorzugsweise unter Verwendung von Keilen für jedes
Spannelement separat. Hierbei ist es möglich, mehrere Spannbündel in einem gemeinsamen
Ankerkörper oder in einzelnen Ankerkörpern zu verankern.
[0050] Die Spannbündel können auch in verschiedenen Konfigurationen dicht zusammengefaßt
werden, wie z. B. die Fig. 19 bis 21 zeigen, in welchen quadratische Spannbündel,
wie sie beispielsweise die Fig. 9, 12 und 16 zeigen, gewählt sind, wobei das einzelne
Bündel mit 10 bezeichnet ist.
[0051] An den Umlenkstellen im Tragwerk können zwischen je zwei Bündeln 10 harte Zwischenlagen,
z. B. aus Blech oder dgl., eingelegt werden. Bei der in den Fig. 17 und 18 dargestellten
Umlenkstelle ist mit 11 ein Umlenksattel bezeichnet, auf dem drei aus je vier Spannelementen
bestehende bandförmige Spannbündel 10 aufliegen, zwischen denen eine harte Zwischenlage
12 angeordnet ist. Zwischen den allfälligen Umlenkstellen sind die Spannbündel vorzugsweise
zu einer Gruppe von einander berührenden Bündeln zusammengefaßt.
[0052] Selbstverständlich können im Rahmen der Erfindung verschiedene konstruktive Abänderungen
vorgenommen werden. So besteht die Möglichkeit, die Spannelemente trocken zu verwenden
oder nur mit einem Hauch dauerplastischer Masse zu überziehen, so daß die Gleitfähigkeit
der Spannelemente innerhalb des Kunststoffmantels gewährleistet ist. In üblicher Weise
kann der Raum zwischen den Spannelementen bzw. zwischen den Spannelementen und der
Innenwandung des Kunststoffmantels nach dem Spannen der Spannelemente mit einer aushärtenden
Masse, vorzugsweise Zement, verpreßt werden. In diesem Fall wird eine weitere Änderung
der Vorspannung durch die Aushärtung der Masse und das feste Einbetten der Spannelemente
darin unterbunden. Wenn dagegen vorgesehen bzw. gewünscht ist, daß die Vorspannung
des Spannbündels auch nach dem ersten Einbau und der ersten Aufspannung verändert
werden soll, kann alternativ zur erstgenannten Möglichkeit vorgesehen sein, daß Spannbündel
vor oder auch nach dem Spannen mit einer dauerplastischen Masse, vorzugsweise Fett,
zu verpressen.
1. Spannbündel für vorgespannte Tragwerke, insbesondere aus Beton, wobei die Spannbündel
aus mehreren, in einer geordneten Konfiguration und einander gegenseitig berührenden
Spannelementen bestehen, deren Mittelpunkte an den Ecken gleichseitiger Dreiecke bzw.
von Rechtecken oder auf einer geraden Linie liegen und welche von mindestens einem
gemeinsamen aufgeschrumpften Kunststoffmantel (2), vorzugsweise aus Polyäthylen, umhüllt
sind, wobei die Zwischenräume (4,5) zwischen den Spannelementen durch eine dauerplastische
Masse ausgefüllt sind, welche auch zwischen die Spannelemente und den Kunststoffmantel
(2) eingedrungen ist, welcher Kunststoffmantel (2) die Spannelemente eng umschlossen
umgibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannelemente aus parallel zueinander verlaufenden
Litzen (1) bestehen.
2. Spannbündel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Litzen (1) einzeln oder
in Gruppen durch eine Oberflächenbeschichtung, beispielsweise durch eine Kunststoffumhüllung
oder eine galvanische Beschichtung, korrosionsgeschützt sind.
3. Spannbündel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Litzen (1) durch zumindest
ein umhüllendes Element (7), beispielsweise eine Folie oder ein Netz aus Kunststoff
oder Stahl, innerhalb des Kunststoffmantels (2) zusammengehalten sind.
4. Spannbündel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoffmantel (2)
zumindest einen Teil der von den äußersten Litzen (1) außen begrenzten, meist zwickelförmigen
Zwischenräume (5) durch Vorsprünge (6) zumindest teilweise ausfüllt.
5. Spannbündel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für den Kunststoffmantel
(2) Materialien mit möglichst geringem Reibungskoeffizienten gegenüber dem Material
der Spannelemente (1) gewählt sind.
6. Verfahren zur Herstellung eines Spannbündels nach Anspruch 1, wobei die Litzen (1)
parallel durch einen Extruder geführt werden, in welchem der Kunststoffmantel (2)
aufgebracht wird, das Spannbündel anschließend mit dem noch erwärmten Kunststoffmantel
in einen Vakuum-Kalibrator geführt wird, wobei durch Erzeugen eines Vakuums der Kunststoffmantel
(2) derart an die Wand des Vakuum-Kalibrators gesaugt wird, sodaß beim anschließenden
Kühlen und Schrumpfen des Kunststoffmantels (2) dieser den Litzen (1) ausreichend
Platz läßt, damit diese im Kunststoffmantel (2) gleiten können, dadurch gekennzeichnet,
daß die Litzen (1) vor dem Einführen in den Extruder mit einer dünnen Schicht einer
dauerplastischen Masse umgeben werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Litzen (1) parallel und
einander gegenseitig berührend durch die dauerplastische Masse geführt werden, wobei
diese in die Zwischenräume (4, 5) eindringt und die Litzen (1) umgibt, worauf diese
gemeinsam und zusammen mit der dauerplastischen Masse durch den Extruder geführt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Litzen
(1) mit einem umhüllenden Element (7) umgeben werden.
9. Verfahren zum Einbau eines Spannbündels nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das komplette Spannbündel in das Tragwerk eingezogen oder auf
dieses aufgebracht wird und die Litzen (1) gemeinsam, allenfalls in Gruppen oder einzeln,
gespannt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Litzen (1) einzeln unter
Verwendung von Keilen in Ankerkörpern verankert werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Spannbündel in einem
gemeinsamen Ankerkörper verankert werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende
der Spannbündel vor oder nach dem Spannen mit einer dauerplastischen Masse, vorzugsweise
mit Fett, bzw. nach dem Spannen mit einer aushärtenden Masse, vorzugsweise Zement,
verpreßt wird.
13. Verwendung der Spannbündel gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5 für innere
oder äußere Vorspannungs-Anordnungen in einem Tragwerk aus Beton unter Verwendung
mehrerer solcher Spannbündel, zwischen denen an allfälligen Umlenkstellen Zwischenlagen
aus hartem Material eingelegt werden, wobei die Enden der Spannbündel in einem gemeinsamen
Ankerkörper oder in getrennten Ankerkörpern verankert sind.
14. Verwendung von Spannbündeln nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den Umlenkstellen mehrere Spannbündel zu einer Gruppe einander berührender Bündel
zusammengefaßt sind.
1. Tensioning bundle for prestressed structures, in particular made of concrete, the
tensioning bundles comprising a plurality of tensioning elements in an ordered configuration
and in mutual contact, whose centre-points lie at the corners of equilateral triangles
or of rectangles or on a straight line, and which are sheathed by at least one common,
shrunk-on plastic sheath (2), preferably of polyethylene, the gaps (4, 5) between
the tensioning elements being filled by a permanently flexible compound which has
also penetrated between the tensioning elements and the plastic sheath (2), which
plastic sheath (2) surrounds the tensioning elements, enclosing them tightly, characterized
in that the tensioning elements comprise strands (1) extending parallel to one another.
2. Tensioning bundle according to Claim 1, characterized in that the strands (1) are
protected against corrosion individually or in groups by a surface coating, for example
by a plastic sheathing or a galvanic coating.
3. Tensioning bundle according to Claim 1, characterized in that the strands (1) are
held together by at least one sheathing element (7), for example a film or a net of
plastic or steel, within the plastic sheath (2).
4. Tensioning bundle according to Claim 1, characterized in that the plastic sheath (2)
at least partially fills at least some of the gaps (5), which are bounded on the outside
by the outermost strands (1) and are usually gusset-shaped, by means of projections
(6).
5. Tensioning bundle according to Claim 1, characterized in that materials having the
lowest possible friction coefficient compared to the material of the tensioning elements
(1) are selected for the plastic sheath (2).
6. Method for the manufacture of a tensioning bundle according to Claim 1, the strands
(1) being passed in parallel through an extruder in which the plastic sheath (2) is
applied, the tensioning bundle subsequently being guided with the still heated plastic
sheath into a vacuum calibrator, the plastic sheath (2) being sucked onto the wall
of the vacuum calibrator by generating a vacuum, such that, during the subsequent
cooling and shrinking of the plastic sheath (2), the latter leaves the strands (1)
sufficient room for them to be able to slide in the plastic sheath (2), characterized
in that the strands (1) are surrounded by a thin layer of a permanently flexible compound
prior to introduction into the extruder.
7. Method according to Claim 6, characterized in that the strands (1) are guided in parallel
and in mutual contact through the permanently flexible compound, the latter penetrating
into the gaps (4, 5) and surrounding the strands (1), whereupon the latter are passed
jointly and together with the permanently flexible compound through the extruder.
8. Method according to one of Claims 6 or 7, characterized in that the strands (1) are
surrounded by a sheathing element (7).
9. Method for installing a tensioning bundle according to one of Claims 1 to 5, characterized
in that the complete tensioning bundle is drawn into the structure or applied to the
latter and the strands (1) are tensioned jointly, possibly in groups or individually.
10. Method according to Claim 9, characterized in that the strands (1) are anchored individually
using wedges in anchoring bodies.
11. Method according to Claim 10, characterized in that a plurality of tensioning bundles
are anchored in a common anchoring body.
12. Method according to one of Claims 9 to 11, characterized in that the end of the tensioning
bundles is compressed before or after tensioning with a permanently flexible compound,
preferably with grease or after tensioning with a curing compound, preferably cement.
13. Use of the tensioning bundles according to at least one of Claims 1 to 5 for inner
or outer pretensioning arrangements in a structure made of concrete using a plurality
of such tensioning bundles between which intermediate layers of hard material are
inserted at any deflection points present, the ends of the tensioning bundles being
anchored in a common anchoring body or in separate anchoring bodies.
14. Use of tensioning bundles according to Claim 13, characterized in that a plurality
of tensioning bundles are combined between the deflection points to form a group of
mutually contacting bundles.
1. Faisceau de tension pour structures portantes précontraintes, en particulier en béton,
les faisceaux de tension se composant de plusieurs éléments de tension se touchant
mutuellement et disposés suivant une configuration ordonnée dont les points médians
se trouvent aux coins de triangles équilatéraux respectivement de rectangles ou sur
une ligne droite, ces éléments étant enveloppés au moins d'une gaine commune en matière
plastique (2) rétractée, de préférence en polyéthylène, les espaces (4, 5) entre les
éléments de tension étant remplis d'une masse plastique permanente qui s'infiltre
également entre les éléments de tension et le gaine en matière plastique (2), gaine
en matière plastique (2) qui entoure, de manière serrée, les éléments de tension,
caractérisé en ce que les éléments de tension se composent de cordons (1) parallèles
entre eux.
2. Faisceau de tension selon la revendication 1, caractérisé en ce que les cordons (1)
sont protégés contre la corrosion individuellement ou en groupe par un revêtement
de surface, par exemple, par une enveloppe en matière plastique ou par un revêtement
galvanique.
3. Faisceau de tension selon la revendication 1, caractérisé en ce que les cordons (1)
sont maintenus ensemble par au moins un élément enveloppant (7), par exemple une feuille
ou un filet en matière plastique ou en acier, à l'intérieur de la gaine en matière
plastique (2).
4. Faisceau de tension selon la revendication 1, caractérisé en ce que la gaine en matière
plastique (2) remplit, par des saillies (6), au moins une partie des espaces (5) sensiblement
cunéiformes et limités à l'extérieur par les cordons externes (1).
5. Faisceau de tension selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour la gaine
en matière plastique 2, des matières sont choisies dont le coefficient de friction
est le plus faible possible par rapport à la matière des éléments de tension (1).
6. Procédé pour la fabrication d'un faisceau de tension selon la revendication 1, les
cordons (1) étant guidés parallèlement entre eux à travers une extrudeuse dans laquelle
la gaine en matière plastique (2) est appliquée, le faisceau de tension étant guidé
ensuite avec la gaine en matière plastique encore chaude à travers un calibreur sous
vide où, par la génération d'un vide, la gaine en matière plastique (2) est aspirée
et plaquée contre la paroi du calibreur sous vide de manière que, lors du refroidissement
et de la rétraction ultérieure de la gaine en matière plastique (2), celle-ci laisse
suffisamment de place aux cordons (1) pour leur permettre de glisser dans la gaine
en matière plastique (2), caractérisé en ce que les cordons (1) sont entourés, avant
l'insertion dans l'extrudeuse, d'une fine couche de masse plastique permanente.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que les cordons (1) sont guidés
parallèlement entre eux en se touchant à travers la masse plastique permanente, celle-ci
pénétrant dans les espaces (4, 5) et entourant les cordons (1) qui sont ensuite guidés,
ensemble avec la masse plastique permanente, à travers l'extrudeuse.
8. Procédé selon l'une des revendications 6 ou 7, caractérisé en ce que les cordons (1)
sont entourés d'un élément enveloppant (7).
9. Procédé pour la mise en place d'un faisceau de tension selon l'une des revendications
1 à 5, caractérisé en ce que le faisceau de tension complet est inséré dans la structure
portante ou est placé sur celle-ci et en ce que les cordons (1) sont tendus ensemble,
dans tous les cas, en groupe ou individuellement.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que les cordons (1) sont ancrés
individuellement au moyen de clavettes dans des corps d'ancrage.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que plusieurs faisceaux de tension
sont ancrés dans un corps d'ancrage commun.
12. Procédé selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que l'extrémité des
faisceaux de tension, est comprimée, avant ou après la tension, avec une masse plastique
permanente, de préférence de la graisse, respectivement après la tension, avec une
masse durcissable, de préférence du ciment.
13. Utilisation des faisceaux de tension selon au moins l'une des revendications de 1
à 5 pour des dispositifs de précontrainte internes ou externes dans une structure
portante en béton en utilisant plusieurs de ces faisceaux de tension entre lesquels
des couches intermédiaires en matière dure sont insérées aux points de renvoi, les
extrémités des faisceaux de tension étant ancrées dans un corps d'ancrage commun ou
dans des corps d'ancrage séparés.
14. Utilisation de faisceaux de tension selon la revendication 13, caractérisée en ce
qu'entre les points de renvoi sont rassemblés plusieurs faisceaux de tension en un
groupe de plusieurs faisceaux se touchant mutuellement.